Oldes „Kacktor“ reicht nicht aus
Strafraumchaos
nicht genutzt: TV Haseldorf verpasst wichtigen Zähler
„Aus dem Stadion geschossen, haben wir die“, witzelte Fußballabteilungsleiter
Marc Zippel nach dem 2:1-Zittersieg seiner SV Blankenese beim schwer
abstiegsbedrohten TV Haseldorf. Ein Erfolg, der seine Himmelblauen im eher
bedeutungsarmen Rennen um Platz fünf der Bezirksliga 01 hält.
Deutlich brisanter dagegen die Lage des TVH, der sich für einen ordentlichen
Auftritt nach verhaltener Anfangsphase mal wieder nichts kaufen konnte.
Mit dem besten Fußballwetter in der Marsch vermochte die Partie nicht wirklich zu
konkurrieren. Wer also die Startsequenzen bei der vielleicht besten Currywurst
im HFV und günstigem Kaltgetränk verpasste, sollte sich heuer freilich nicht
grämen. Erst, als Louis Jahn lang von hinten auf Jan Ole Holst eröffnete,
dieser halbrechts die Latte traf und Finn Karstedt die Rübe erfolgreich in den
Abpraller hielt, war der Ereignislosigkeit mit dem 0:1 der Garaus gemacht
(18.).
Nur die Abseitsfahne des Assistenten rettete den amtierenden Kreisliga
1-Meister daraufhin vor Pedro Dos Santos Cogos 0:2 (29.). Da wäre es für heute
fast schon vorbei gewesen.
So aber blieb der Neuling im Spiel, das Linus Lastella nach Flugball Marten
Fülschers fast ausgeglichen hätte. Bei seiner Bewegung nach innen, inklusive
Rechtsschuss, fehlte jedenfalls nicht viel (35.).
Wie die Jungfrau zum Kinde, sollten die Roten dennoch zum Ausgleich kommen. Und
wieder war der Blankeneser Jahn beteiligt. Diesmal schoss der Innenverteidiger
Gegenspieler Malte Olde nahe des eigenen Gefahrenbereichs an den Kopf, sodass
die Pille tatsächlich den Weg ins SVB-Gehäuse fand (58.). Ein Fall für Arnd
Zeiglers „Kacktor der Woche“!
Ein Abstauber und einmal Slapstick – Zeit für etwas Geplantes. So durchgeführt
in Minute 68. Die Gäste mit Ballbesitz in des Gegners Hälfte, der Bennet Zippel
zur schönen Weiterleitung zum frei flach vollendenden Laurenz Schnoor
inspirierte.
Im Rahmen einer Vorteilssituation drohte dem TVH gleich das nächste Ungemach,
das Goalie Niklas Grote aber gegen den eingewechselten Jaden Westphal stark
vereitelte (74.).
Fortan agierte hier aber nur noch das Heimteam, dessen Einstellung auf jeden
Fall passte. Nicht so allerdings ein hohes Ding von Lukas Nickels, das sich aus
der Ferne auf den Querbalken setzte (82.). Und auch Tim Krieg fehlte beim
zentralen Abdruck (83.) ein Stück zum Ausgleichsglück, das wiederum Nickels bei
seiner Doppelchance ebenfalls nicht vergönnt war. Tormann Marcel Köhler gab
jeweils den Spielverderber (84.).
Nun hing also allen an einem letzten Standard – einem Freistoß durch Fülscher,
den die West-Hamburger jedoch mit reichlich Dusel irgendwie gelöscht bekamen
(90.+7). Ein letztlich folgenloses Strafraumchaos.
Gar nicht folgenlos für die Tabelle kommt dagegen das Ergebnis daher,
vergeigten die Haseldorfer somit die Chance, an der ebenfalls erfolglosen
Konkurrenz vorbeizuziehen. Zwei Zähler Rückstand beim schlechteren
Torverhältnis gilt es jetzt noch in den vier verbliebenen Auftritten
aufzuholen. Nicht unmöglich, gegen lauter Teams aus dem Mittelfeld, aber
trotzdem weiter eine Herkulesaufgabe.
Tore: 0:1 Karstedt (18. Holst), 1:1 M. Olde (58.), 1:2 Schnoor
(68. B. Zippel)
Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt, Note 2)
Zuschauer: 55
Sonntag, 26. April 2026
Spielbericht TV Haseldorf - SV Blankenese
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