Sonntag, 31. Mai 2026

Spielbericht FSV Kritzmow - FSV Bentwisch II

Das unlösbare Bentwisch-Rätsel
FSV-Reserve siegt sich in Kritzmow aus dem Landesliga-Keller

Ein 3:1 gegen Schlusslicht FSV Testorf Upahl auf heimischem Gelände durchbrach für die FSV Bentwisch-Zweite neulich den Negativtrend der letzten Wochen, ehe es erstmalig in 2026 auch auswärts endlich wieder einmal klappte.
Ebenfalls mit 3:1 war es der Elf in schwarz nämlich gelungen, dem höher gewetteten FSV Kritzmow, ein Schnippchen zu schlagen.
Mit tief gestellter Ordnung, galligen Zweikämpfen und gelungenen Umschaltmomenten stellten die Gäste den Tabellendritten der Landesliga West Mecklenburg-Vorpommern von Beginn an vor ein gewaltiges Rätsel, das nach einem Dutzend an Spielminuten einen noch höheren Schwierigkeitsgrad erhielt. Dave Görings langer Spieleröffnung wollte sich weder Innenverteidigung noch Torwart annehmen, sodass Tom Bruhs freie Fahrt zum 0:1 in die kurze Ecke erhielt.
Nur mit Mühe wusste Heim-Goalie Ronny Peters wenig später einen Johl-Freistoß über die Latte zu lenken (17.). Das 0:2 hier durchaus möglich. Stattdessen aber wäre den Bentwischern drüben fast ein Sekundenschlaf beim fix ausgeführten Freistoß zum Verhängnis geworden. Auf die Qualitäten des sicheren Tom Hudec im Eins-gegen-Eins mit 15-Tore-Mann Jay Galow war jedoch Verlass (28.).
In der Folge gehörte die Show allerdings erstmal seinen Vorderleuten, die sich über Ilyss Kofis Weiterleitung empor zu Tom Freiherr von Schades Schusschance spielten; Abwehr durch Peters – Abstauber Bruhs und der Vorsprung war verdoppelt (30.).
Der Platzsprecher nahm´s mit stoischer Gelassenheit, während seine Farben auf dem Platz ohne Capitano Moritz Grambow-Knuth (Gelbsperre) überhaupt nicht in die relevanten Zweikämpfe kamen. Obendrauf segelte Kurt Hawichs Freistoß, von der Mittellinie aus, an Freund und Feind vorbei, direkt zum 0:3-Pausenstand ins Netz (36.).
Wie schon in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel, zeigten die Kritzmower dann etwas mehr Esprit, doch so richtig knisternd wurde es trotz klar verteilter Spielanteile auf der Gegenseite, wo Philipp Steiner im Doppelpass der Joker mit Martik Arutiunian frei vor dem Gehäuse vorbei schob (75.). Im direkten Gegenzug dann endlich Gefahr der Hausherren, die Hudec wieder gegen Galow stark zu entschärfen wusste (76.).
Erst in der Nachspielzeit, in der Nico Arendt bei einer Mohs-Ecke deutlich zu viel Raum am ersten Pfosten erhielt, war das verkürzende 1:3 per Kopf gelungen (90.+1).
Zu spät? Vielleicht noch nicht, denn auf Steckpass von Paul Mohs zog Galow plötzlich am Torsteher vorbei. Das Tor leer – nein, doch nicht! Göring rauschte gerade noch heran und klärte die Angelegenheit mit der finalen Rettungsgrätsche (90.+2). Die spektakuläre Wende einer hart umkämpften Partie (vielleicht hätte sich der Schiedsrichter das Leben mit einem Blitz-Gelb für das Einsteigen des Freiherrn von Schade (1.) als frühes Signal etwas einfacher gemacht) war damit also abgeblasen und die Bentwischer zwei Spielrunden vor Ultimo vier Zähler vor dem kritischen Platz 13, aktuell von Einheit Grevesmühlen belegt. Es sieht nach Klassenerhalt aus!
Knapp außerhalb von Rostocks Südstadt ist mit der Niederlage heute die rechnerische Restchance auf den Meistertitel zu Grabe getragen. Acht Zähler mehr als die Blau-weißen bedeuten, dass der Doberaner SC (52 Punkte) nun nur noch Anker Wismar II (50) im Nacken hat. Sein Aufstiegsrecht wahrnehmen möchte der DSC derweil einzig im Falle der errungenen Meisterschaft.

Tore: 0:1 Bruhs (12. Göring), 0:2 Bruhs (30. Freiherr von Schade), 0:3 Hawich (36., direkter Freistoß), 1:3 Arendt (90.+1, Mohs)

gelbe Karten: Galow, Kozak, Mohs, Schiller, Wolski – Bruhs, Koli, Flörke, Freiherr von Schade, Göring, Götter

Schiedsrichter: Christopher Gehrke (PSV Ribnitz-Damgarten)

Zuschauer: 116


























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