Urlaub von den Oberliga-Sorgen
Kreispokal
Westküste: Heider SV knackt TuS Krempes Bollwerk
Seriös und effizient das Viertelfinale beim Verbandsligisten in Glückstadt
gewonnen (3:0), legte der Heider SV auch den Auftritt im Kreispokal-Halbfinale
Westküste ohne Komplikationen aufs saftige Grün. Im Spiel des Jahres für
Kreisligavertreter TuS Krempe vor stattlichen 400 Zuschauern ließen die Dithmarscher
ihre Oberliga-Sorgen (zuletzt drei Pleiten in Reihe) dank einer souveränen
Vorstellung zumindest für einen Dienstagabend hinter sich.
Anfangs noch etwas unpräzise bei der Verwertung der eigenen Gelegenheiten
(jeweils durch hohe Bälle eingeleitet), war der drei Klassen tiefere Herausforderer
schließlich mittels flacher Machart über außen geknackt (19.). Ex-Profi
Christopher Buchtmann schickte Mathis Harms die rechte Linie entlang, ehe
dieser den Blick für Azat Selcuk im Rückraum behielt. So seziert man einen
unterklassigen Gegner!
Zweimal versuchte es Buchtmann daraufhin selbst (27. & 33.), doch Statistikrelevantes
war dem 33-Jährigen im Bereich des Tor-Auflegens vorbehalten. So zog Harms auf
Zuspiel Buchtmanns unbedrängt nach innen, um den ausgeguckten Torwart flach mit
rechts zum 0:2-Pausenstand zu überwinden (38.).
Ganz so einfach sollte es in der Folge allerdings nicht mehr werden,
verteidigten die Kremper ihr Tor am heimischen Burggraben leidenschaftlich mit Körper
und Köpfchen, sodass es bis tief in die zweite Hälfte dauerte, ehe der Favorit
wieder zu Abschlüssen kam. Fabian Arndts strammes Geschoss noch schön im
Übergreifen pariert (71.), musste TuS-Goalie Justus Haack eine gute
Viertelstunde vor dem Ende doch ein drittes Mal hinter sich greifen, als seine
Vorderleute einmal nicht ganz hinterherkamen und der HSV mit Björn Lambach und
dem diesmal erfolgreichen Arndt wieder die erprobte Rückraumvariante auspackte
(74.).
Durch zu riskantes Klein-Klein-Spiel am eigenen Sechzehner selbst verschuldet,
schenkte der gemeinsam mit Arndt eingewechselte Hendrik Fleige den tapferen
Blauen noch den vorzeitigen 0:4-Schlusspunkt ein (79.).
Der Heider SV somit erwartungsgemäß im Endspiel, dessen zweiter Teilnehmer sich
am Mittwoch zwischen der SG Geest (Verbandsliga) und dem TSV Lägerdorf
(Landesliga) entscheidet, während sich der Favoritenschreck der vorigen Runden
auch heute wieder ordentlich aus der Affäre zog. 35 gegentorlose Minuten können
sich gegen den Vorjahresvizemeister von Schleswig-Holsteins Eliteliga
jedenfalls sehen lassen!
Tore: 0:1 Selcuk (19. Harms), 0:2 Harms (39. Buchtmann), 0:3
Arndt (74. Lambach), 0:4 Fleige (79. Wolf)
gelbe Karten: keine – Neelsen
Schiedsrichter: Patrik Paulsen (Süderholmer SV)
Zuschauer: 400
Aus der Umklammerung ins Finale: Björn Lambach und sein Heider SV.
Dienstag, 9. September 2025
Spielbericht TuS Krempe - Heider SV
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