Dienstag, 9. September 2025

Spielbericht TuS Krempe - Heider SV

Urlaub von den Oberliga-Sorgen
Kreispokal Westküste: Heider SV knackt TuS Krempes Bollwerk

Seriös und effizient das Viertelfinale beim Verbandsligisten in Glückstadt gewonnen (3:0), legte der Heider SV auch den Auftritt im Kreispokal-Halbfinale Westküste ohne Komplikationen aufs saftige Grün. Im Spiel des Jahres für Kreisligavertreter TuS Krempe vor stattlichen 400 Zuschauern ließen die Dithmarscher ihre Oberliga-Sorgen (zuletzt drei Pleiten in Reihe) dank einer souveränen Vorstellung zumindest für einen Dienstagabend hinter sich.
Anfangs noch etwas unpräzise bei der Verwertung der eigenen Gelegenheiten (jeweils durch hohe Bälle eingeleitet), war der drei Klassen tiefere Herausforderer schließlich mittels flacher Machart über außen geknackt (19.). Ex-Profi Christopher Buchtmann schickte Mathis Harms die rechte Linie entlang, ehe dieser den Blick für Azat Selcuk im Rückraum behielt. So seziert man einen unterklassigen Gegner!
Zweimal versuchte es Buchtmann daraufhin selbst (27. & 33.), doch Statistikrelevantes war dem 33-Jährigen im Bereich des Tor-Auflegens vorbehalten. So zog Harms auf Zuspiel Buchtmanns unbedrängt nach innen, um den ausgeguckten Torwart flach mit rechts zum 0:2-Pausenstand zu überwinden (38.).
Ganz so einfach sollte es in der Folge allerdings nicht mehr werden, verteidigten die Kremper ihr Tor am heimischen Burggraben leidenschaftlich mit Körper und Köpfchen, sodass es bis tief in die zweite Hälfte dauerte, ehe der Favorit wieder zu Abschlüssen kam. Fabian Arndts strammes Geschoss noch schön im Übergreifen pariert (71.), musste TuS-Goalie Justus Haack eine gute Viertelstunde vor dem Ende doch ein drittes Mal hinter sich greifen, als seine Vorderleute einmal nicht ganz hinterherkamen und der HSV mit Björn Lambach und dem diesmal erfolgreichen Arndt wieder die erprobte Rückraumvariante auspackte (74.).
Durch zu riskantes Klein-Klein-Spiel am eigenen Sechzehner selbst verschuldet, schenkte der gemeinsam mit Arndt eingewechselte Hendrik Fleige den tapferen Blauen noch den vorzeitigen 0:4-Schlusspunkt ein (79.).
Der Heider SV somit erwartungsgemäß im Endspiel, dessen zweiter Teilnehmer sich am Mittwoch zwischen der SG Geest (Verbandsliga) und dem TSV Lägerdorf (Landesliga) entscheidet, während sich der Favoritenschreck der vorigen Runden auch heute wieder ordentlich aus der Affäre zog. 35 gegentorlose Minuten können sich gegen den Vorjahresvizemeister von Schleswig-Holsteins Eliteliga jedenfalls sehen lassen!

Tore: 0:1 Selcuk (19. Harms), 0:2 Harms (39. Buchtmann), 0:3 Arndt (74. Lambach), 0:4 Fleige (79. Wolf)

gelbe Karten: keine – Neelsen

Schiedsrichter: Patrik Paulsen (Süderholmer SV)

Zuschauer: 400

Aus der Umklammerung ins Finale: Björn Lambach und sein Heider SV.

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