Dienstag, 5. Mai 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen

Hirsche klettern aus dem Keller
3:0! TSV Heist landet wichtigen Nachholdreier – TuS Appen stürzt weiter ab

Seit dem krachenden 6:2-Derbysieg in Moorrege hatte die Rettungsmission des TSV Gut Heil Heist zuletzt etwas Sand ins Getriebe bekommen. Mit dem wichtigen 3:0 auf eigener Koppel gegen den Direktkonkurrenten aus Appen sieht die Welt an der Hamburger Straße aber schon wieder viel besser aus.
Aufhellung erfuhr das heistmer Gemüt im dienstäglichen Nachtragsmatch quasi direkt nach dessen Anstoß, als Paul Smit sich die Kugel am linken Strafraum-Eck seelenruhig auf rechts legte und sie trocken ins kurze Eck nagelte (2.).
Ein Szenario, das ihm aus zentraler Position wenig später nicht vergönnt war, als Marcel Münster in den lückenhaften Abwehrreihen der Gäste passend ablegen konnte. Smits Versuch rotierte aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (5.).
Deutlich gemächlicher ging es fortan zu. Der TSV machte es sich hier und da mit etwas unglücklichen Entscheidungen am Ball selber schwierig, die Feldüberlegenheit weiter ins Ergebnis einfließen zu lassen, während die Jungs vom Almtweg mit ihrer Suche nach Stabilität und Angriffsstruktur voll ausgelastet waren. Entsprechend dauerte es bis Minute 45, ehe Philip Pinnow einmal ein offensives Lebenszeichen aus dem Rückraum gelang. Kann man so zumindest einmal versuchen…
Als hätten die Hausherren dies als Warnschuss verstanden, legten sie noch vor dem Pausenpfiff das 2:0 nach, bei dem Münster als einziger Interessent in einen hohen Krüger-Freistoß startete – so einfach kann das gehen!
…traf auch auf die Szene zum 3:0 zu, als es mit Tempo und Beinfreiheit über links ging und Jakob Schmidt seinen Namensvetter Max zentral im Fünfer erspähte (48.). Ein Kantersieg deutete sich an, zumal Smit in der Bewegung nach innen gar das vierte Gut Heil-Hurra auf dem knapp verziehenden Fuß hatte (50.).
Doch wieder verlor die Partie etwas an Unterhaltsamkeit. Deniz Cebbars Lupfer, den TSV-Goalie Benjamin Schimmel unschädlich patschte, nachdem ihn Lukas Kremer per Diagonalball angespielt hatte (61.), gehörte somit genauso zu den verbliebenen Höhepunkten wie Tom Kruses Scheitern an der Querlatte auf der anderen Seite (79.).
Auch der letzte Moment von Bedeutung sollte noch einmal dem neuen Tabellenelften gehören, hatte Torwart-Oldie Enrico Carl alle Mühe einen leicht abgefälschten Smit-Freistoß abzuwehren, ehe Max Ossenbrüggen den freien Nachschuss in der Hektik der Aktion nicht erwischte (85.).
3:0 also am Ende, wo sich TuS Appen nach dem nunmehr siebten Match in Serie ohne Sieg langsam wiederfindet. Als Vorletzter der Kreisliga 1 (drei Zähler Rückstand auf den 13., Moorreger SV) liegt der Ligaverbleib jetzt nicht mehr in eigenen Händen. Nächster Gegner im direkten Kellerduell ist am kommenden Sonntag die Reserve der SV Lieth (14.).
Der TSV Heist könnte dagegen bereits am Freitag im Derby gegen Schlusslicht TSV Holm mit satten vier Punkten von den Kreisklasseplätzen davonziehen.  

Tore: 1:0 Smit (2.), 2:0 M. Münster (45.+1, Krüger), 3:0 M. Schmidt (48. J. Schmidt)

gelbe Karten: M. Münster, Smit – Stolzenburg, Pinnow, Schawaller

Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)

Zuschauer: 60







Sonntag, 3. Mai 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - SV Lieth II

Magens serviert die Rettungsweste
Auswärtssieg im Keller-Duell: SV Lieth II schiebt sich weiter ans Ufer

Da sind sie wieder! Wochenlang musste die Reserve der SV Lieth erdulden, wie die Konkurrenz im Rotlichtbezirk der Kreisliga 01 auch durch die vielen Nachtragsspiele auf Naturrasen nicht nur heranrückte, sondern sogar vorbeizog.
Mit dem nun zweiten Erfolg in Reihe schloss der Tabellenvorletzte nun aber wieder voll gen Klassenerhaltszone auf.
Im Kellerduell beim TSV Heist war dabei vor allem auf die hauseigene Bezirksligaexpertise Verlass. Die nicht in der Bezirksliga festgespielten Finn Struve, Michel Cords und Kilian Weers freuten sich heuer mit dem oben gelbgesperrten Meraja Magens auch noch über den Unterschiedsspieler des Ligateams. Welche Blüten die teils diffusen Regelungen des Hamburger Fußballverbands so treiben…
Denn während sich Magens´ Stammkollegen 1:8-Dresche in Schnelsen abholten, fügte sich der 20-fache Oberligakicker nach einer Anlaufphase im rauen Kreisligaumfeld als Doppelpasspartner für Florian Ballners Linksschuss ein (28.). Gut gemacht, aber da fehlte noch etwas.
Besser lief es wenig später, als Magens im Umschalten diesmal den aus der Bezirksliga vertrauten Michel Cords bediente und sich dieser vom latent störenden Adriaan Banas nicht in seinem Werk zur flachen 0:1-Pausenführung irritieren ließ (35.).
Wiederum per rascher Spielrichtungsänderung schlug das Duo kurz nach der Pause gleich nochmal zu. Wieder war es am Ende Cords, der halblinks ins ferne Eck vollendete, nachdem ihn Magens entsprechend angespielt hatte (51.).
Und als Abwehrmonument Kilian Weers sogar einen Ausflug als Flügelstürmer nur von TSV-Fänger Benjamin Schimmel beendet erlebte (54.), schien der Sonntagnachmittag noch ein richtig Lustiger, für die Gäste zu werden.
Doch auch die Heistmer haben ja ihren Individualisten, der sich in der Gestalt des Paul Smit eine Schusschance selbst gegen drei Mann erarbeitete (55.) und die nächste mit dem Freistoß, um die Mauer herum, an der Pfosten setzte (59.).
Bevor Smit und Co den Bock hier umzustoßen vermochten, war drüben plötzlich wieder dieser Magens auf Tour. Diesmal von Semih Zeybekoglu die Linie raufgeschickt, fand sich nun mit Ballner ein neuer Abnehmer des gepflegten Querpasses zum 0:3 (65.).
Das Thema schien durch, zumal Magens selber im Eins-gegen-Eins mit Schimmel das mögliche 0:4 auf dem Fuß hatte (71.). Doch eine etwas überraschende Strafstoßentscheidung wegen eines angeblichen Haltens im SVL-Sechzehner fütterte wieder leise Hoffnungen der Gastgeber, die Smit sicher rechtsunten mit 1:3 heranbrachte (81.).
Ebenso nur wenige später, nachdem Finn Rudek Kapitän Jakob Schmidt einen Fußkontakt versetzte und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Hasan Olgun (TBS Pinneberg) und seinem Assistenten Carsten Petersen einen gewissen Loriot-Charakter versprühte. Strafstoß – Abseits – dann halt doch Strafstoß – Smit auf die gewohnte Weise – nur noch 2:3 (85.)!
Eine typisch umkämpfte Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit blieb daraufhin allerdings ohne weitere Offensivfeuer, sodass die Flamme der SV Lieth im Tabellenkeller wieder ordentlich lodert. Nur noch einen Zähler gilt es auf den heuer geschlagenen Widersacher auf dem rettenden 13. Platz aufzuholen. Mit zwei Duellen gegen die Mitkonkurrenten aus Appen und Moorrege stehen die Sterne plötzlich wieder ganz ordentlich für den Ligaverbleib. Gilt nach wie vor aber auch genauso eins zu eins für den TSV Gut Heil der bereits am kommenden Dienstag TuS Appen zum Nachholkracher empfängt!

Tore: 0:1 Cords (35. Magens), 0:2 Cords (51. Magens), 0:3 Ballner (65. Magens), 1:3 Smit (81., Strafstoßtor), 2:3 Smit (85., Strafstoßtor, F. Rudek an J. Schmidt)

Schiedsrichter: Hasan Olgun (TBS Pinneberg)

Zuschauer: 62





Sonntag, 26. April 2026

Spielbericht TV Haseldorf - SV Blankenese

Oldes „Kacktor“ reicht nicht aus
Strafraumchaos nicht genutzt: TV Haseldorf verpasst wichtigen Zähler

„Aus dem Stadion geschossen, haben wir die“, witzelte Fußballabteilungsleiter Marc Zippel nach dem 2:1-Zittersieg seiner SV Blankenese beim schwer abstiegsbedrohten TV Haseldorf. Ein Erfolg, der seine Himmelblauen im eher bedeutungsarmen Rennen um Platz fünf der Bezirksliga 01 hält.
Deutlich brisanter dagegen die Lage des TVH, der sich für einen ordentlichen Auftritt nach verhaltener Anfangsphase mal wieder nichts kaufen konnte.
Mit dem besten Fußballwetter in der Marsch vermochte die Partie nicht wirklich zu konkurrieren. Wer also die Startsequenzen bei der vielleicht besten Currywurst im HFV und günstigem Kaltgetränk verpasste, sollte sich heuer freilich nicht grämen. Erst, als Louis Jahn lang von hinten auf Jan Ole Holst eröffnete, dieser halbrechts die Latte traf und Finn Karstedt die Rübe erfolgreich in den Abpraller hielt, war der Ereignislosigkeit mit dem 0:1 der Garaus gemacht (18.).
Nur die Abseitsfahne des Assistenten rettete den amtierenden Kreisliga 1-Meister daraufhin vor Pedro Dos Santos Cogos 0:2 (29.). Da wäre es für heute fast schon vorbei gewesen.
So aber blieb der Neuling im Spiel, das Linus Lastella nach Flugball Marten Fülschers fast ausgeglichen hätte. Bei seiner Bewegung nach innen, inklusive Rechtsschuss, fehlte jedenfalls nicht viel (35.).
Wie die Jungfrau zum Kinde, sollten die Roten dennoch zum Ausgleich kommen. Und wieder war der Blankeneser Jahn beteiligt. Diesmal schoss der Innenverteidiger Gegenspieler Malte Olde nahe des eigenen Gefahrenbereichs an den Kopf, sodass die Pille tatsächlich den Weg ins SVB-Gehäuse fand (58.). Ein Fall für Arnd Zeiglers „Kacktor der Woche“!
Ein Abstauber und einmal Slapstick – Zeit für etwas Geplantes. So durchgeführt in Minute 68. Die Gäste mit Ballbesitz in des Gegners Hälfte, der Bennet Zippel zur schönen Weiterleitung zum frei flach vollendenden Laurenz Schnoor inspirierte.
Im Rahmen einer Vorteilssituation drohte dem TVH gleich das nächste Ungemach, das Goalie Niklas Grote aber gegen den eingewechselten Jaden Westphal stark vereitelte (74.).
Fortan agierte hier aber nur noch das Heimteam, dessen Einstellung auf jeden Fall passte. Nicht so allerdings ein hohes Ding von Lukas Nickels, das sich aus der Ferne auf den Querbalken setzte (82.). Und auch Tim Krieg fehlte beim zentralen Abdruck (83.) ein Stück zum Ausgleichsglück, das wiederum Nickels bei seiner Doppelchance ebenfalls nicht vergönnt war. Tormann Marcel Köhler gab jeweils den Spielverderber (84.).
Nun hing also allen an einem letzten Standard – einem Freistoß durch Fülscher, den die West-Hamburger jedoch mit reichlich Dusel irgendwie gelöscht bekamen (90.+7). Ein letztlich folgenloses Strafraumchaos.
Gar nicht folgenlos für die Tabelle kommt dagegen das Ergebnis daher, vergeigten die Haseldorfer somit die Chance, an der ebenfalls erfolglosen Konkurrenz vorbeizuziehen. Zwei Zähler Rückstand beim schlechteren Torverhältnis gilt es jetzt noch in den vier verbliebenen Auftritten aufzuholen. Nicht unmöglich, gegen lauter Teams aus dem Mittelfeld, aber trotzdem weiter eine Herkulesaufgabe.

Tore: 0:1 Karstedt (18. Holst), 1:1 M. Olde (58.), 1:2 Schnoor (68. B. Zippel)

Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt, Note 2)

Zuschauer: 55


Samstag, 25. April 2026

Spielbericht TuS Nortorf - SV Blau-weiß Wesselburen

TuS Nortorf unbeirrt
Nächster Schritt gen Landesliga – Blau-weiß vor entscheidenden Wochen

Grün-weiß Todenbüttel, Osterrönfelder TSV, Merkur Hademarschen und Veneta Audorf – vor allem vier direkte Duelle zur Rettung der Verbandsligazugehörigkeit hat die tief im Tabellenkeller gefangene Elf des SV Blau-weiß Wesselburen noch als Strohhalm im Köcher. TuS Nortorf, seines Zeichens unangefochtener Primus auf dem Weg in die Landesliga, war zum 27. Spieltag der Weststaffel die falsche Adresse für Zählbares.
Obwohl man hinten erstmal nicht viel zulief, setzte es dennoch bereits nach einer halben Stunde den zu erwartenden 0:2-Rückstand.
Erst nutzte nämlich Alexander Gerst den mangelnden Zugriff im Sechzehner zur frühen TuS-Führung (10.); dann legte der fleißige Malte Lucht auf Mika Jöhncks durchgesteckten Ball die Verdopplung nach (30.).
Gänzlich chancenlos blieben die Dithmarscher allerdings keineswegs. So ließ Schiedsrichterassistent Louis Pfeil (FC Dornbreite Lübeck) seinen Wimpel unten, als der steil geschickte Melvin Friedrichsen auf rechts plötzlich freie Bahn hatte, TuS-Fänger Florian Gerloff aber die nötige Fläche zur Fußabwehr machte (19.). Und auch eine Kopfballchance für den baumlangen Mats Block schickte sich an, den Spitzenreiter zu ärgern (35.).
Nachdem die Hausherren in den Minuten vor der Pause wiederum mehrfach das beruhigende 3:0 verpasst hatten, durfte sich Blau-weiß von der Strafstoßmarke aus zurück ins Spiel schießen, verkürzte Nico Schulz sicher auf 2:1, nachdem der Strafraumzweikampf Schmidt/S. Block einen durchaus zeigenswerten Spielzug der Gäste unsanft gestoppt hatte (60.).
Bevor der Außenseiter, der sich bereits beim nachgeholten Hinspiel (1:2) vor zehn Tagen wacker schlug, zur großen Aufholjagd gegen die fünfte Niederlage in Folge blies, stellten die Mittelholsteiner die zwei-Tore-Führung just wieder her, als Schlussmann Torben Rose eine Jöhnck-Ecke im Herauskommen nicht sichern konnte und Jarmo Schmidt den freien Ball gedankenschnell aus der Bewegung zum 3:1 versenkte (72.).
Immerhin gab sich der Vorjahreszehnte in der Folge nicht auf, probierte es durch einen Schuldt-Freistoß (75.) und M. Blocks schwierig zu nehmenden Rechtsschuss (81.) – erfolglos. Weil auf der anderen Seite aber auch Lucht an Rose scheiterte (78.) und Top-Torjäger Lasse Böttcher (23 Treffer) bei abermaliger Jöhnck-Ecke nur den Pfosten traf (79.), blieb es beim 3:1, durch das TuS Nortorf den Aufstiegssekt nun schon in den Kühlschrank stellte. Zwölf Zähler auf die SG Geest 05 und 15 auf den TSV Heiligenstedten (eine Partie weniger) schreien fünf Runden vor Saisonende förmlich nach der Promotion.
Kommenden Mittwoch gilt die volle Konzentration allerdings erstmal dem Halbfinale auswärts im Kreispokal Holstein. Gegner ist der Staffelkonkurrent aus Wasbek.
Für Blau-weiß starten unterdessen am Donnerstag die Wochen der Entscheidung mit vier Heimspielen. Nun also gilt es für die Meuter-Equipe!

Tore: 1:0 Gerst (10.), 2:0 Lucht (30. Jöhnck), 2:1 Schulz (60., Strafstoßtor, Schmidt an S. Block), 3:1 Schmidt (72. Jöhnck)

gelbe Karten: keine – Friedrichsen, Schulz

Schiedsrichter: Lovis Nesemann (SuF Herrnburg, Note 2,5)

Zuschauer: 75




Mittwoch, 22. April 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV

Seuberts Derby-Show
Dreierpacker schießt Moorreger SV über den Strich

Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit, mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum 1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig. Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten Karton ab, weil er einen Ersatzball absichtlich in einen gegnerischen Angriff einrollte (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen (90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel, dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für „Raubüberfall“)…

Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2 Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J. Kühl an Franke)

gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H. Harmanci (Trainer)

rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90


Sonntag, 19. April 2026

Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth

Zündstoff für den Keller
Sie können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen

Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet.  Ein schwieriges Setting, das sich für den Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete, sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte (90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3) neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle Emotionspalette.  

Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2 Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)

gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu

gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)

Zuschauer: 102








Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn

Primus verzockt seinen Thron
Remis nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel

Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde 26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen, Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte (35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte (44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt, der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14) vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.

Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya), 0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47., Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)

gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar

Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)

Zuschauer: 50




Samstag, 18. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV III - HEBC II

HEIMSieg
Junger Dreierpacker führt NTSV III nach der Pause ins Glück

Niendorf 3 ohne Spektakel? Ausgeschlossen! Auch im Duell der Mittelfeldnachbarn präsentierte man am heimischen Bondenwald die volle Klaviatur des wöchentlichen Bezirksliga-Wahnsinns. Besonders prägend dafür: ein junges Eigengewächs, das die Partie gegen HEBC II zu einem echten HEIMSpiel machte!
Erstmal galt es allerdings für die Elf des im Sommer scheidenden Jan-Hendrik Schmidt eine ganze Weile, dem früh eingefangenen Rückstand hinterherzulaufen, weil sie Stelios Apostolidis über rechts gewähren ließ und auch Deniz Alans Abschluss aus dem Rückraum eher wenig Beachtung der Blauen bekam (10.).
Ohnehin stellte sich der defensive Zugriff nicht als die Lieblingsdisziplin der Niendorfer heraus. Levin Ebbersmeyer per Kopf (15.) und Pa Nying im Scheitern am abtauchenden Noah Meerwinck (16.), ärgerten sich in der Folge über das verpasste 0:2, das aber vor allem bei einer Dreifachchance binnen weniger Sekunden für die Herren Torani, Apostolidis und Sylla ein absolutes MUSS darstellte (43.).
Auch mit getauschten Spielrichtungen setzte sich das Schusspech der Eimsbütteler fort, leitete Meerwinck einen weiteren Apostolidis-Versuch gekonnt über den Quader (47.).
Die Hausherren, deren Beiträge sich im wesentlichen aus Standards generierten, konnten sich dagegen auf die individuellen Qualitäten ihrer juvenilen Wirbelwinde – und die staunende HEBC-Abwehr verlassen. Keiner der beiden Innenverteidiger wollte es hier mit Willy Kniesa aufnehmen, worüber er such in Form des 1:1 satt freute (52.).
Nicht weniger krass das 2:1, bei dem HEBC nach Ballverlust wieder nicht zurückarbeitete und Dominik Heims sein Solo über das halbe Spielfeld mit der Führung finalisierte (55.).
Per Alan-Freistoß war der Vorsprung jedoch rasch wieder passé, köpfte der eingewechselte Ben Sylla Lila-weiß zurück ins Match (68.).
Ein Zustand von nur kurzer Dauer, weil Eigengewächs Heims erst als Verwerter eines schönen Angriffs über Paul Schneiders Linie stand (71.), ehe es nach ähnlichem Muster der Treffer aus dem Rückraum war (77.). Und hätte Till Pruns nicht zu genau an den Innenpfosten gezielte, wäre die Geschichte mit dem 5:2 wohl vorzeitig vom Tisch gewesen (79.).
So aber nahm die Schlussphase nochmal etwas Hektik auf, in der Sylla gegen Yannik Schlewing das 4:3-Strafstoßtor durch Arun Torani herausholte (90.+5).
Mehr gab es danach nicht mehr zu vermelden.
HEBC scheiterte letztlich an der Chancenverwertung und der luftigen Defensive. Mehr als Rang neun ist so halt nicht drin.
Die Niendorfer verbesserten sich dagegen unter den Augen von Carrel Segner, der es mit Ende 60 nochmal wissen will und das Team im Sommer als Coach übernahmen wird, auf Platz sechs.

Tore: 0:1 Alan (10. Apostolidis), 1:1 Kniesa (52. Schneider), 2:1 Heims (55.), 2:2 Sylla (68. Alan), 3:2 Heims (71. Schneider), 4:2 Heims (78. Schneider), 4:3 Torani (90.+4, Strafstoßtor, Schlewing an Sylla)

gelbe Karten: Schrage, Kniesa – Meyer, Müller (Trainer)

Schiedsrichter: Ugur Eroglu (Note 2,5)

Zuschauer: 45




Mittwoch, 15. April 2026

Spielbericht Moorreger SV - TuS Appen

Überzahl doch noch genutzt
Derbysieg im Abstiegskampf! Spät erwachte Moorreger beenden Horror-Serie

Fast ein halbes Jahr Leiden; elf sieglose Partien und der freie Fall in den Tabellenkeller, doch mit einem Derbysieg gegen TuS Appen meldete sich der Moorreger SV am Mittwochabend zurück im Abstiegskampf der Kreisliga 01.
Ein Erfolg auf Umwegen, denn anfänglich lag die Spielkontrolle doch deutlich in den Händen der Gäste, die gleich mit Marlon Deletz´ frei vergeigter Königschance eröffneten (4.) und MSV-Goalie Niklas Puttmann auch in der Folge gut unter Stress setzten.
Dann aber der große Paukenschlag im Match, als die Moorreger Maximilian Seubert lang fanden und dieser nach eigener Kopfballvorlage mit Verteidiger Justin Konitzka zusammenstieß. Da Leon Prange anschließend von der Abseitsfahne des Assistenten zurückgewinkt wurde, war es um den Vorteil geschehen. Torschance also verhindert – glatt Rot für Konietzka nach nur 23 Minuten!
Felix Giesbrechts Kopfball beim fälligen Holz-Freistoß (drüber) schaffte es indes nur in diesen Text, weil ansonsten nichts wirklich im TuS-Sechzehner geschah. Lars Getmanns freier Lauf aufs Tor, wiederum vom Assistenten wegen unglücklicher Passivabseitsauslegung gestoppt, blieb da der größte Aufreger (26.).
Ganz anders dagegen die Almtwegler, für die drüben Deniz Cebbars Ecke direkt ans Quergestänge segelte (28.).
Nach einer Stunde war der komplizierte moorreger Abend urplötzlich in den grünen Bereich gehievt, vollendete Seubert nach Pranges punktgenauem Diagonalball zum glücklichen 1:0 (60.).
Ein Rückstand, der das Gastteam allerdings nicht vom bisherigen Konzept abbrachte. So zwang Deletz Puttmann zur parade (69.), die bei einem Cuius-Freistoß, über das Tor, nicht nötig war (71.). Und auch eine Doppelchance nach hohem Standard konnte dem knappen Spielstand nichts anhaben – bis die Roten zu hoch aufgerückt waren und Matteo Cuius die Athletik von Deletz per Steckpass auf die Scheine gen 1:1-Rechtsschuss brachte (78.).
Der Spieldynamik konnte jedenfalls nichts Besseres passieren, schraubte die überzählige Elf von Trainer Hakan Harmanci die offensive Drehzahl endlich einmal nach oben, während der Gegner dem frühen Feldverweis und der intensiven Spielführung auf Naturrasen physisch Tribut zollen musste.
Für Jubel auf Seiten der Moorreger sorgte dabei schließlich Jannis Frankes zügiger Einwurf, dank dem Seubert gekonnt an Schlussmann kevin Borkowski vorbeiziehen konnte, ehe Jonas Kaufmann die Pille schlussendlich zentral zum 2:1 in die Maschen drückte (87.).
Gewonnen war damit aber trotzdem noch nichts, weil wieder Cuius Gefahr per Freistoß ins Getümmel stiftete (90.). Ein Fall für Puttmann, dessen abermalige Rettungstat den Weg zum wichtigen Dreier weiter pflastern sollte. Schließlich nutzten seine Vorderleute eine Vorteilssituation (hartes Foul an Prange) geradlinig, um mit Seubert und den einlaufend versenkenden Franke auf den 3:1-Endstand zu stellen (90.+3).
Mit Matchglück, einem starken Torwart und Dreifachscorer Seubert stehen die Sterne im Abstiegskampf nun wieder ein Stückchen besser, für den MSV. Auch, weil man den geschlagenen Nachbarn mit in den Negativstrudel zog. Was aus TuS-Sicht allerdings noch mehr Sorgen bereitet: die Personallage. Zwar schickte man heute drei Ersatzleute ins Rennen, doch durch zwei Verletzungen (und Konietzkas Hinausstellung) beendete man die Partie sogar nur noch zu acht. So steht auch der kommende Kick gegen die Reserve des Heidgrabener SV schon jetzt unter schwierigen Vorzeichen…

Tore: 1:0 Seubert (60. Prange), 1:1 Deletz (78. Cuius), 2:1 Kaufmann (87. Seubert), 3:1 Franke (90.+3, Seubert)

gelbe Karten: C. Harmanci, Seubert – Hippe, Cebbar

rote Karte: Konietzka (TuS Appen, 23., Notbremse an Seubert)

Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt)

Zuschauer: 33


Dienstag, 14. April 2026

Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - TSV Sparrieshoop II

Gencler belässt es beim 4:0
Spitzenteam mit moderatem Erfolg gegen nachher neun Sparrieshooper

Turmhoch überlegen, aber am Ende sicherlich etwas zu niedrig löste Gencler Birligi Elmshorn seine dienstagabendliche Nachholaufgabe gegen die Reserve des TSV Sparrieshoop, schloss die Elf von Trainer Mohsen Jafari mit einem 4:0-Erfolg zum Führungsduo der Kreisklasse 01 auf.
Bevor die Platzherren in der Abenddämmerung des Krückaustadions ihre Früchte ernteten, machten sie es sich mit einer wahrlich verschwenderischen Chancenverwertung erstmal selber schwierig. Vor allem Routinier Gökalp Bas wollte irgendwie einfach kein Tor gelingen. Dabei hatte er doch insbesondere bei seiner Großchance aus der 27. Minute sooo genau gezielt – zu genau, denn der Ball landete am Innenpfosten!
Gencler vorne also ordentlich im Pech und hinten ungeschickt, holte Verteidiger Jilaani Cabdulaahi Gegenspieler Conor Feldt im Sechzehner von den Beinen, was Schiri Reiner Röschke (Holsatia Elmshorn) berechtigterweise auf den Punkt zeigen ließ. Immerhin vergeigte diesmal auch der TSV, für den Tormann Jannes Sötje den Kürzeren im Duell mit Gegenüber Mümün Ahmet Oglou zog (35.).
Ansonsten aber machte der Aufstiegskandidat weiter fleißig Betrieb, scheiterte durch Ümit Özdemir (38.) und abermals Bas (45.) jedoch zwei weitere Male an Sötje, der zwischen den Pfosten freilich besser aufgehoben ist, als in der Rolle des Torjägers.
Dann aber war es endlich so weit: Ecke von links in die Mitte, kein Sparrieshooper mit Klärungskompetenz und so murmelte Nihat Meric das Ding doch noch zum 1:0-Halbzeitstand über die Linie (45.+1).
Ebenfalls aus nicht allzu großer Distanz durchbrach Bas kurz nach der Pause endlich auch seinen Tor-Fluch, indem er ein Querspiel Nidal Topals mühelos ins leere Tor einschob (49.).
Die Zeichen klar auf Heimsieg, doch nur ein Sekundschlaf und schon könnte alles wieder wackeln, wie eine gute Chance für Yilmaz Ercek zeigte. Der erfahrene Angreifer erwischte die Kugel auf Steckpass Nico Scharfschwerdts aber nicht nach Wunsch (51.).
Stattdessen machten die Herren in schwarz wenig später alles vorzeitig klar, indem ein langer Cabdulaahi-Schlag genau zu Meric durchrutschte und der einstige Landesliga-Kicker vor Sötje keine Nerven zeigte (56.).
Ali Atas aus Idealposition (62.) und erneut Özdemir aus dem Lauf (65.) hatten in der Folge gar das 4:0 auf dem Fuß, bevor das Match bis in die Schlusswehen nur noch vor sich hin plätscherte. Ein wenig aus dem Nichts fiel daher noch Özdemirs nachgeholter 4:0-Schlusspunkt, den ihm der gegnerische Tormann per Fehlabschlag unfreiwillig serviert hatte (83.).
Ein gebrauchter Tag für den ehemaligen Horster, dem zum Schluss wegen diverser Angeschlagenheiten nur noch acht Vorderleute blieben. Die einen konnten – die anderen wollten nicht mehr.

Tore: 1:0 Meric (45.+1), 2:0 Bas (49. Topal), 3:0 Meric (56. Cabdulahaahi), 4:0 Özdemir (85.)

Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Sötje (TSV Sparrieshoop II, scheitert mit Strafstoß an Ahmet Oglou, Cabdulaahi an Feldt).