Remis lässt beide abrutschen
Punkteteilung
im Bezirksliga-Keller: SV Lieth und NTSV II verlieren an Boden
1:1 endete am Freitagabend das erste Kellerduell der Bezirksliga 01 am 23.
Spieltag zwischen der SV Lieth und der Zweitvertretung des Niendorfer TSV. Ein
Remis, das beide Lager weiter auf der Stelle treten lässt.
Näher dran am Befreiungsschlag war anfangs klar die Elf aus Niendorf, die auch
prompt in Front ging. Gegenspieler Jan Schiebuhr war vor dem eigenen Sechzehner
ins Stolpern geraten, sodass Raphael Boschke über links gehen und auf Arnaud
Nzuaffo flanken konnte. Den Versuch des eingerückten Rechtsaußen konnte der
Liether Ben Wrage wiederum erst hinter Linie abgrätschen – Auswärtsführung NSTV
(6.)!
Noch besser für das Team in weiß hätte es nach gut doppelter Spielzeit kommen
könne, wäre SVL-Schlussmann Patrick Klösel im Rahmen einer Cho-Ecke nicht gegen
Dean Lund aus sechs Metern zur Stelle gewesen und hätte der Überraschungseffekt
den aus noch kürzerer Distanz nachsetzenden Waleed Malik nicht zu sehr
überwältigt (13.).
In der Folge entwickelte sich ein typisches Abstiegsduell mit ungenauen
Anspielen und verpatzten Dribblings. Nur selten kam eine Spielkultur auf, wie
sie Schiebuhr per Steckpass auf den laufreudigen Michel Cords auf liether Seite
demonstrierte. Gäste-Tormann Christopher Schade packte jedoch souverän im
Herauseilen zu (23.).
Ohnehin war die Suche nach der Tiefe meist Schades Vorderleuten vorbehalten. Ein
Konzept, das Nzuaffo zweimal bedrohlich, aber erfolglos aufwarten ließ (29.
& 30.).
Stattdessen Schade drüben das Herz in die Hose, als Dean Lund eine Hereingabe
von rechts genau vor die Füße von Cords köpfte, das junge Eigengewächs jedoch aus
sieben Metern Nerven zeigte und verballerte (36.).
Nicht so dafür Kollege Felix Schröder, der einen verlängerten
Tündermann-Einwurf nur noch über den Strich zu drücken brauchte (42.). Der NTSV
hier in jeder Einzelsequenz eine Idee langsamer. Der ausgeglichene
Halbzeitstand daher freilich selbstverschuldet!
Ein Urteil, das auch auf die Tatsache passte, dass dem Tabellendreizehnten kein
weiterer Treffer gelang. Nachdem Enrique Alarcon Stark an Klösels Fußabwehr
scheiterte (48.), kam man nämlich erst in den Schlussminuten wieder vor des
Gegners Tor. Auch Joker Lukas Lackner zog aus ambitioniertem Winkel den
Kürzeren gegen Klösel (85.), ehe Kollege Deniz Candir seine zentrale
Schussposition links vorbeizischen sah (87.). Immerhin war dafür drüben weiter Verlass
auf Torwart Schade, der sich jeweils erfolgreich zweier Matthiessen-Freistöße
angenommen hatte (64. & 83.) und im Eins-gegen-Eins bei einem
durchgerutschten Tündermann-Schlag aus der Abwehr den leicht zu hektischen
Schuss über das Gehäuse provozierte (76.).
So ging die Punkteteilung in Summe als gerechtes Resultat in die
Tabellenrechnung ein, was vor allem der SV Lieth (14 Punkte) knappe zwei Tage
später noch richtig wehtun sollte, wuchs der Rückstand auf den rettenden Platz
13 durch das 1:0 des TV Haseldorf (19) im anderen Abstiegsduell mit HSV IV (19)
auf nunmehr fünf Zähler. Zudem rutschten nun auch die Niendorfer (17) unter den
Strich.
Tore: 0:1 Nzuaffo (6. Boschke), 1:1 Schröder (44. Papazoglou)
gelbe Karten: Schiebuhr – Molder, Lösche, Köhler
Schiedsrichter: Henrik Marcel Tie (TSG Bergedorf)
Zuschauer: 50
Freitag, 20. März 2026
Spielbericht SV Lieth - Niendorfer TSV II
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
.jpg)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen