Freitag, 20. März 2026

Spielbericht SV Lieth - Niendorfer TSV II

Remis lässt beide abrutschen
Punkteteilung im Bezirksliga-Keller: SV Lieth und NTSV II verlieren an Boden

1:1 endete am Freitagabend das erste Kellerduell der Bezirksliga 01 am 23. Spieltag zwischen der SV Lieth und der Zweitvertretung des Niendorfer TSV. Ein Remis, das beide Lager weiter auf der Stelle treten lässt.
Näher dran am Befreiungsschlag war anfangs klar die Elf aus Niendorf, die auch prompt in Front ging. Gegenspieler Jan Schiebuhr war vor dem eigenen Sechzehner ins Stolpern geraten, sodass Raphael Boschke über links gehen und auf Arnaud Nzuaffo flanken konnte. Den Versuch des eingerückten Rechtsaußen konnte der Liether Ben Wrage wiederum erst hinter Linie abgrätschen – Auswärtsführung NSTV (6.)!
Noch besser für das Team in weiß hätte es nach gut doppelter Spielzeit kommen könne, wäre SVL-Schlussmann Patrick Klösel im Rahmen einer Cho-Ecke nicht gegen Dean Lund aus sechs Metern zur Stelle gewesen und hätte der Überraschungseffekt den aus noch kürzerer Distanz nachsetzenden Waleed Malik nicht zu sehr überwältigt (13.).
In der Folge entwickelte sich ein typisches Abstiegsduell mit ungenauen Anspielen und verpatzten Dribblings. Nur selten kam eine Spielkultur auf, wie sie Schiebuhr per Steckpass auf den laufreudigen Michel Cords auf liether Seite demonstrierte. Gäste-Tormann Christopher Schade packte jedoch souverän im Herauseilen zu (23.).
Ohnehin war die Suche nach der Tiefe meist Schades Vorderleuten vorbehalten. Ein Konzept, das Nzuaffo zweimal bedrohlich, aber erfolglos aufwarten ließ (29. & 30.).
Stattdessen Schade drüben das Herz in die Hose, als Dean Lund eine Hereingabe von rechts genau vor die Füße von Cords köpfte, das junge Eigengewächs jedoch aus sieben Metern Nerven zeigte und verballerte (36.).
Nicht so dafür Kollege Felix Schröder, der einen verlängerten Tündermann-Einwurf nur noch über den Strich zu drücken brauchte (42.). Der NTSV hier in jeder Einzelsequenz eine Idee langsamer. Der ausgeglichene Halbzeitstand daher freilich selbstverschuldet!
Ein Urteil, das auch auf die Tatsache passte, dass dem Tabellendreizehnten kein weiterer Treffer gelang. Nachdem Enrique Alarcon Stark an Klösels Fußabwehr scheiterte (48.), kam man nämlich erst in den Schlussminuten wieder vor des Gegners Tor. Auch Joker Lukas Lackner zog aus ambitioniertem Winkel den Kürzeren gegen Klösel (85.), ehe Kollege Deniz Candir seine zentrale Schussposition links vorbeizischen sah (87.). Immerhin war dafür drüben weiter Verlass auf Torwart Schade, der sich jeweils erfolgreich zweier Matthiessen-Freistöße angenommen hatte (64. & 83.) und im Eins-gegen-Eins bei einem durchgerutschten Tündermann-Schlag aus der Abwehr den leicht zu hektischen Schuss über das Gehäuse provozierte (76.).
So ging die Punkteteilung in Summe als gerechtes Resultat in die Tabellenrechnung ein, was vor allem der SV Lieth (14 Punkte) knappe zwei Tage später noch richtig wehtun sollte, wuchs der Rückstand auf den rettenden Platz 13 durch das 1:0 des TV Haseldorf (19) im anderen Abstiegsduell mit HSV IV (19) auf nunmehr fünf Zähler. Zudem rutschten nun auch die Niendorfer (17) unter den Strich.

Tore: 0:1 Nzuaffo (6. Boschke), 1:1 Schröder (44. Papazoglou)

gelbe Karten: Schiebuhr – Molder, Lösche, Köhler

Schiedsrichter: Henrik Marcel Tie (TSG Bergedorf)

Zuschauer: 50


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