Freitag, 3. Oktober 2025

Spielbericht FC Elmshorn - SV Blau-weiß 96 Schenefeld

Rechtzeitiges Erwachen
In der Schlussminute:schwächelnder FC Elmshorn entreißt Blau-weiß die Meriten

Da war sie wieder; diese Grausamkeit, die den Fußball mit all seiner emotionalen Klaviatur so faszinierend macht! Die verdiente Überraschung auf dem Fuß, und im nächsten Moment die eben noch so sicher geglaubten Pfründe doch noch verloren. Blau-weiß 96 in Trauer.
Exakt eine Woche nach der 1:4-Derby-Schmach bei der SV Lieth hatte der FC Elmshorn nämlich auch gegen die Jungs aus dem Mittelfeld der Bezirksliga 01 so seine Schwierigkeiten, dem Nimbus des Tabellenführers auf den Rasen gerecht zu werden.
Hart umkämpft, aber spielerisch ohne große Höhepunkte, gab der Kick erstmal jenen Recht, die den Einheitsfeiertag lieber außerhalb der Sportanlage Ramskamp verbrachten.
Das leichte Chancenplus lag dabei in Abschnitt eins sogar bei den Gästen, während der FCE mit Ensar Polats Abseits-Abstaubertor den größten Aufreger auf der Habenseite wusste (44.).
Dann aber hebelte ein langer Ball den Primus lehrbuchartig aus, sodass Lenard Peters den gefühlvollen Lupfer nicht nur über den herausstürzenden Ali Topkoc, sondern auch zum 0:1 in die Maschen legen konnte (49.). Wohl dem, der solche Joker draußen sitzen hat, ersetzte Peters früh den verletzten Nico Müller (23.), nachdem vorher schon Kapitän Jendrik Ahrtz durch David Wilke ersetzt werden musste (17.).
Mehrmals verpassten die Schenefelder daraufhin das 0:2, das Topkoc beispielsweise gegen Julius Pasters Flatterball aus der zweiten Reihe vereitelte (58.), während das inspirationslose Weinrot auch über reichliche Frust-Härte nicht ins Match fand.
Passend dazu war es letztlich eine Einzelaktion, die den Krückaustädtern den rettenden Dreh verpasste. Stabil hatte Sergen Sevinc die Pille behauptet, ehe er Fynn Ritter per Rechtsschuss prüfte. Der Goalie blockierte, doch außer Angreifer Valdyslav Miodushevskyi war niemand für den zweiten Ball durchgelaufen. Der flache Nachschuss daher keine große (Ausgleichs-)Kunst (86.).
Ein später Weckruf für den Aufstiegsfavoriten, doch zuerst galt es, einen blau-weißen Konter zu überstehen, als David Heffele und Lewe Tiede abermals mit Tempo in die Spitze vordrangen, Peters allerdings den Tick zu lange zauderte und sein abgefälschter Schuss in den Armen von Topkoc landete (88.).
So standen die Zeichen weiter auf Remis – bis der FCE tatsächlich in Person von Sevinc flanken durfte, Blau-weiß auch Karlen Rewakian am langen Pfosten der physischen Betreuung entzog und der spät Eingewechselte fast folgerichtig den 2:1-Siegtreffer des damit weiter fest im Sattel thronenden Spitzenteams erzielte (90.).
Blau-weiß klebt trotz Potential für mehr dagegen mit Rang elf weiter im Mittelfeld fest. In Runde neun geht es jetzt gegen die Reserve des Niendorfer TSV.

Tore: 0:1 Peters (49.), 1:1 Miodushevskyi (86.
Sevinc), 2:1 Rewakian (90. Sevinc)

Schiedsrichterin: Jana Larm (SC Egenbüttel)

Zuschauer: 50






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