Rechtzeitiges Erwachen
In
der Schlussminute:schwächelnder FC Elmshorn entreißt Blau-weiß die Meriten
Da war sie wieder; diese Grausamkeit, die den Fußball mit all seiner
emotionalen Klaviatur so faszinierend macht! Die verdiente Überraschung auf dem
Fuß, und im nächsten Moment die eben noch so sicher geglaubten Pfründe doch
noch verloren. Blau-weiß 96 in Trauer.
Exakt eine Woche nach der 1:4-Derby-Schmach bei der SV Lieth hatte der FC
Elmshorn nämlich auch gegen die Jungs aus dem Mittelfeld der Bezirksliga 01 so
seine Schwierigkeiten, dem Nimbus des Tabellenführers auf den Rasen gerecht zu
werden.
Hart umkämpft, aber spielerisch ohne große Höhepunkte, gab der Kick erstmal
jenen Recht, die den Einheitsfeiertag lieber außerhalb der Sportanlage Ramskamp
verbrachten.
Das leichte Chancenplus lag dabei in Abschnitt eins sogar bei den Gästen,
während der FCE mit Ensar Polats Abseits-Abstaubertor den größten Aufreger auf
der Habenseite wusste (44.).
Dann aber hebelte ein langer Ball den Primus lehrbuchartig aus, sodass Lenard
Peters den gefühlvollen Lupfer nicht nur über den herausstürzenden Ali Topkoc,
sondern auch zum 0:1 in die Maschen legen konnte (49.). Wohl dem, der solche
Joker draußen sitzen hat, ersetzte Peters früh den verletzten Nico Müller (23.),
nachdem vorher schon Kapitän Jendrik Ahrtz durch David Wilke ersetzt werden
musste (17.).
Mehrmals verpassten die Schenefelder daraufhin das 0:2, das Topkoc
beispielsweise gegen Julius Pasters Flatterball aus der zweiten Reihe
vereitelte (58.), während das inspirationslose Weinrot auch über reichliche Frust-Härte
nicht ins Match fand.
Passend dazu war es letztlich eine Einzelaktion, die den Krückaustädtern den
rettenden Dreh verpasste. Stabil hatte Sergen Sevinc die Pille behauptet, ehe
er Fynn Ritter per Rechtsschuss prüfte. Der Goalie blockierte, doch außer Angreifer
Valdyslav Miodushevskyi war niemand für den zweiten Ball durchgelaufen. Der
flache Nachschuss daher keine große (Ausgleichs-)Kunst (86.).
Ein später Weckruf für den Aufstiegsfavoriten, doch zuerst galt es, einen
blau-weißen Konter zu überstehen, als David Heffele und Lewe Tiede abermals mit
Tempo in die Spitze vordrangen, Peters allerdings den Tick zu lange zauderte
und sein abgefälschter Schuss in den Armen von Topkoc landete (88.).
So standen die Zeichen weiter auf Remis – bis der FCE tatsächlich in Person von
Sevinc flanken durfte, Blau-weiß auch Karlen Rewakian am langen Pfosten der
physischen Betreuung entzog und der spät Eingewechselte fast folgerichtig den
2:1-Siegtreffer des damit weiter fest im Sattel thronenden Spitzenteams
erzielte (90.).
Blau-weiß klebt trotz Potential für mehr dagegen mit Rang elf weiter im
Mittelfeld fest. In Runde neun geht es jetzt gegen die Reserve des Niendorfer
TSV.
Tore: 0:1 Peters (49.), 1:1 Miodushevskyi (86. Sevinc), 2:1 Rewakian (90. Sevinc)
Schiedsrichterin: Jana Larm (SC Egenbüttel)
Zuschauer: 50
Freitag, 3. Oktober 2025
Spielbericht FC Elmshorn - SV Blau-weiß 96 Schenefeld
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