SV Peissen dreifach bestraft
Späte
Tore am Osterdeich: Edendorfer SV gewinnt das Derby in Überzahl
Im Vorjahr noch hauchdünn im Herzschlagfinale des letzten Spieltags noch um die
Aufstiegspfründe gebracht, muss sich der SV Peissen im zweiten Kreisligajahr
erstmal an den Rücklichtern einiger Konkurrenten der Staffel Mitte orientieren.
Dem 2:2-Remis bei den Kickers Hennstedt folgte im ersten Heimspiel 2026/2027
nämlich ein 0:2 im Derby gegen den Edendorfer SV.
Vor allem aber die Art und Weise erinnerte wenig an ein Team, das um
Haaresbreite den Durchmarsch in die Verbandsliga realisiert hätte. Ausfälle wie
der von 18-Tore-mann Kieron Delfs hin oder her; das war spielerisch zu wenig!
Ebenso eigentlich auch von Gästen, die den Fußballsport gleichermaßen als
Rückschlagspiel begriffen. Ein Festival des alt-Britischen Ballsports lud die
Schaulustigen hoch über den stets bemühten Aktiven eher zu Cola-Korn und
Currywurst in hausgemachter Soße ein. Traumhafte Aussicht auf klischeehaften
Kreisligafußball, den die Edendorfer zunächst etwas gestalterischer betreiben
sollten. Zahlreiche Offensivstandards blieben jedoch ergebnislos, während Nachirvan
Sino aus dem Spielfluss heraus zur überragenden Chance führte. SVP-Torwart
Malte Isermann machte diese gekonnt im Eins-gegen-Eins zunichte (22.), sodass
seine Vorderleute nun etwas besser in die Partie kommen konnten. Vor allem,
wenn Jonas Wudtke beteiligt war, wurde es dabei konkret, wie nach einem guten
Auflegen für Rasmus Hinrichsen, dessen Abdruck mit rechts ESV-Fänger Firas
Dekhil behände im Abtauchen entschärfte (30.).
Kurz vor der Pause trauerten aber wieder die Grünen einem Hundertprozenter
nach, nachdem Milko Saido Khalil alleine auf den Kasten zulief und diesen
stramm verfehlte (45.) – es blieb beim 0:0, das auch einen möglichen Treffer
der Hausherren überdauern sollte. Andrii Popov hatte sich auf Kosten eines
dankend angenommenen Oberkörpervergehens in erfolgreiche Schussposition
gebracht, ehe der Foulpfiff den Fortbestand der Torlosigkeit sicherte (58.).
So verging Minute um Minute auf dem Weg zur irgendwie passenden Nullnummer, bis
der Vorjahresdritte per Katastrophenball ins Zentrum freundlich einlud und die
Gäste Hussin Abdo einmal flach freispielten, sodass die Rückennummer 36 ins
kurze Eck vollenden konnte (78.). Großer Jubel, dem wenig später der zweite
folgte, zog Saido Khalil alle Blau-weißen auf sich, um den freien Laurant
Jashari zum 0:2 zu bedienen (84.).
Der SV Peissen damit vorzeitig erlegt, doch das war´s noch nicht an schlechten
Nachrichten für Paule Stolz und Co, weil ihn Schiedsrichter Torge Knutzen (TS
Schenefeld) nur Augenblicke nach der späten Einwechslung wegen einer Notbremse
an Saido Khalil vom Feld stellte. Die Schulter ging etwas raus; kein anderer
Feldspieler mehr in der Nähe – kann man so geben (86.).
Der kleine Fehlstart am Osterdeich damit perfekt – der Rivale aus Itzehoe
mischt dank seiner Idealausbeute aus zwei Partien dagegen ganz oben mit – und
stellt mit seinem herausragenden Tormann die bisher beste Abwehr der Staffel
(nur ein Gegentor). Am Dienstag schon folgt das Heimspiel gegen die Bramstedter
TS. Die Peissener dürfen als Tabellenzehnter nach Bargstedt.
Tore: 0:1 Abdo (78. J. Noetzelmann), 0:2 Jashari (84. Saido
Khalil)
gelbe Karten: Cords, Frey – Sino, J. Noetzelmann, Lotz, Aydogan,
Grabenkamp, Abdo
rote Karten: P. Stolz (SV Peissen, 86., Notbremse an Saido Khalil)
Schiedsrichter: Torge Knutzen (TS Schenefeld)
Zuschauer: 75
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Freitag, 7. August 2026
Spielbericht SV Peissen - Edendorfer SV
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