Mittwoch, 5. August 2026

Spielbericht TSV Sparrieshoop - Holsatia im EMTV

Realistische Pflichtspielsimulation
Starker TSV Sparrieshoop zeigt Holsatia im Test die Grenzen auf

Das Test-Derby vor dem Pokal-Knaller gegen die SV Lieth. Die große Generalprobe für die neue, juvenile Ligamannschaft Holsatia Elmshorns; sie ist beim stark einzuschätzenden Kreisligisten in Sparrieshoop ein Stück weit misslungen. Leistungsgerecht musste sich die Elf in Schleswig-Holsteins Landesfarben eine 1:3-Schlappe beim Nachbarn aus der nächstgelegenen Gemeinde einstecken.
Angedeutet hatte sich dies bereits im ersten Abschnitt, den die ebenfalls noch recht jung besetzten Platzherren vorwiegend mit der Suche nach der Tiefe verbrachten. Mit Joel Broyer (neu aus Tornesch) sicherte man sich im Vorfeld auch den entsprechend umsichtigen Ballverteiler im Zentrum, von wo auch der schöne Pass auf Fisnik Kelmendi (vom FC Elmshorn II) ausging. Der Heber über den Torwart hier die richtige Idee; die Umsetzung aber ein kleines Stück zu hoch geraten (19.).
Nur Sekunden zuvor war es vor Holsatias Kasten gar noch enger geworden, als Syed Ahmed eine Diedrigkeit-Eingabe im Fünfmeterraum ans Alu grätschte. Da war freilich mehr drin!
Eine Bewertung, die auch auf den nächsten TSV-Anlauf passte. Nun erlief sich Ole Krupski die Kugel clever, um im Eins-gegen-Eins mit Gäste-Fänger Luca Goike jedoch den Kürzeren zu ziehen (21.).
Abseits der ausbaufähigen Offensivausbeute der Herren in weiß und schwarz machte der Kick vor allem durch stabile Intensität – gerne auch in (unnötig) hohen Dosen – von sich reden. Realistische Pflichtspielsimulation statt dröges Freundschaftsspielgeplänkel Die zahlreichen Schaulustigen an den Spielfeldrändern freute es!
Nur mit den Toren brauchte es Geduld bis nach dem Seitentausch, dessen Vollzug noch keine zwei Minuten alt war, da erkannte Finn Möller Ahmads schönen Weg auf links, der neben zwei ausgespielten Holsaten auch das passende Querspiel auf Lenn Pankraz einleitete. Und dass Pankraz Fußballballett mit präzisen Linksschüssen kombinieren kann, muss an der herausragenden Jugendarbeit im einstigen 2005er-Jahrgang am Rosengarten liegen (47.).
Doch auch das schnöde Standard-Handwerk gehört zum Repertoire des TSV Sparrieshoop, wie ein exakter Ahmad-Eckstoß auf das heranrauschende Haupt von Leon Diedrigkeit bewies – das 2:0 in die lange, unbewachte, Ecke (58.)!
Und Holsatia? Kam durch Kilian Jändlings abgefälschten Versuch zumindest zu der Idee einer Torchance (60.), ehe es über Bartu Öncan und Nick Schneider einmal zackig über die linke Schiene ging, Marques Schwarz in der Mitte aber fast gänzlich verpasste (62.).
Ausgerechnet in diese verbesserte Phase hoppelte ein Schlag von ganz hinten zu Pankraz durch, sodass dieser unaufhaltsam gen 3:0 die rechte Linie rauf rasen konnte (78.). Der Legende nach grätscht ihm zur Stunde immer noch ein Gegenspieler hinterher…
Dass Luca Joneleit fünf Minuten vor dem Ende eine Kerze Milot Bashotajs bei einem Freistoß von rechts noch zum Ehrentreffer über den Kreidestreifen drückte, konnte man getrost unter der Rubrik „Trostpflaster“ verbuchen.

Tore: 1:0 Pankraz (47. Ahmad), 2:0 L. Diedrigkeit (58. Ahmad), 3:0 Pankraz (78.), 3:1 Joneleit (86. Schneider)

gelbe Karten: keine – Yörük, Kummert

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90














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