Realistische Pflichtspielsimulation
Starker
TSV Sparrieshoop zeigt Holsatia im Test die Grenzen auf
Das Test-Derby vor dem Pokal-Knaller gegen die SV Lieth. Die große Generalprobe
für die neue, juvenile Ligamannschaft Holsatia Elmshorns; sie ist beim stark
einzuschätzenden Kreisligisten in Sparrieshoop ein Stück weit misslungen.
Leistungsgerecht musste sich die Elf in Schleswig-Holsteins Landesfarben eine
1:3-Schlappe beim Nachbarn aus der nächstgelegenen Gemeinde einstecken.
Angedeutet hatte sich dies bereits im ersten Abschnitt, den die ebenfalls noch
recht jung besetzten Platzherren vorwiegend mit der Suche nach der Tiefe
verbrachten. Mit Joel Broyer (neu aus Tornesch) sicherte man sich im Vorfeld
auch den entsprechend umsichtigen Ballverteiler im Zentrum, von wo auch der
schöne Pass auf Fisnik Kelmendi (vom FC Elmshorn II) ausging. Der Heber über
den Torwart hier die richtige Idee; die Umsetzung aber ein kleines Stück zu
hoch geraten (19.).
Nur Sekunden zuvor war es vor Holsatias Kasten gar noch enger geworden, als
Syed Ahmed eine Diedrigkeit-Eingabe im Fünfmeterraum ans Alu grätschte. Da war
freilich mehr drin!
Eine Bewertung, die auch auf den nächsten TSV-Anlauf passte. Nun erlief sich
Ole Krupski die Kugel clever, um im Eins-gegen-Eins mit Gäste-Fänger Luca Goike
jedoch den Kürzeren zu ziehen (21.).
Abseits der ausbaufähigen Offensivausbeute der Herren in weiß und schwarz
machte der Kick vor allem durch stabile Intensität – gerne auch in (unnötig)
hohen Dosen – von sich reden. Realistische Pflichtspielsimulation statt dröges
Freundschaftsspielgeplänkel Die zahlreichen Schaulustigen an den
Spielfeldrändern freute es!
Nur mit den Toren brauchte es Geduld bis nach dem Seitentausch, dessen Vollzug
noch keine zwei Minuten alt war, da erkannte Finn Möller Ahmads schönen Weg auf
links, der neben zwei ausgespielten Holsaten auch das passende Querspiel auf
Lenn Pankraz einleitete. Und dass Pankraz Fußballballett mit präzisen
Linksschüssen kombinieren kann, muss an der herausragenden Jugendarbeit im
einstigen 2005er-Jahrgang am Rosengarten liegen (47.).
Doch auch das schnöde Standard-Handwerk gehört zum Repertoire des TSV
Sparrieshoop, wie ein exakter Ahmad-Eckstoß auf das heranrauschende Haupt von
Leon Diedrigkeit bewies – das 2:0 in die lange, unbewachte, Ecke (58.)!
Und Holsatia? Kam durch Kilian Jändlings abgefälschten Versuch zumindest zu der
Idee einer Torchance (60.), ehe es über Bartu Öncan und Nick Schneider einmal
zackig über die linke Schiene ging, Marques Schwarz in der Mitte aber fast
gänzlich verpasste (62.).
Ausgerechnet in diese verbesserte Phase hoppelte ein Schlag von ganz hinten zu
Pankraz durch, sodass dieser unaufhaltsam gen 3:0 die rechte Linie rauf rasen
konnte (78.). Der Legende nach grätscht ihm zur Stunde immer noch ein
Gegenspieler hinterher…
Dass Luca Joneleit fünf Minuten vor dem Ende eine Kerze Milot Bashotajs bei
einem Freistoß von rechts noch zum Ehrentreffer über den Kreidestreifen
drückte, konnte man getrost unter der Rubrik „Trostpflaster“ verbuchen.
Tore: 1:0 Pankraz (47. Ahmad), 2:0 L. Diedrigkeit (58. Ahmad),
3:0 Pankraz (78.), 3:1 Joneleit (86. Schneider)
gelbe Karten: keine – Yörük, Kummert
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 90
Mittwoch, 5. August 2026
Spielbericht TSV Sparrieshoop - Holsatia im EMTV
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
.jpg)
.jpg)

.jpg)

.jpg)






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen