Eine Bereicherung für die Liga
4:0
nach einer Stunde! VfL Kellinghusen überrollt den TSV Büsum
Erst auf den allerletzten Drücker im Herzschlagfinale der Kreisliga West in die
(erfolgreiche) Aufstiegsrelegation eingezogen, präsentierte sich der VfL
Kellinghusen auch im zweiten Match als echte Bereicherung für die Verbandsliga
West. Auf gleichem Heimgelände, wo man Landesligaabsteiger und Tabellenführer
Fetih Kisdorf ein 1:1 abrang, schickte der VfL nun den TSV Büsum hochverdient
mit 4:2 retour gen Dithmarschen.
Verdient, weil der Neuling vor allem in den ersten 60 Minuten ganz groß
auftrumpfte und sich dank seiner starken Standards rasch in Front brachte. Den
Anfang machte Christoph Ratjen, indem er eine Wagner-Ecke im Fünfer am kurzen
Pfosten zum 1:0 über das Haupt streichen ließ (13.). Nachgelegt hatte Wagner Ende
des ersten Abschnitts gleich selber, indem sein Freistoß von links ins lange
Eck durchrutschte (41.).
Kurz zuvor wagte Lennox Patzer drüben noch den Ausgleichsversuch aus anspruchsvollem
Winkel (39.).
Die Musik spielte hier aber hauptsächlich der Aufsteiger, der sein Loblied früh
in Hälfte zwei um eine dritte Strophe erweiterte, als der tief geschickte Finn
Timmermann die Kugel mit links an Goalie Magnus Ehlers vorbeilegte und mit
rechts ins leere Tor vollendete (47.).
Die Zugabe ließ indes nicht lange auf sich warten: nach Fehlpass des Gegners,
der eben noch eine Schusschance für Jan-Oliver Mauriczat vergab (54.), schlug
der eifrige Philipp Ratjen kurzerhand zum 4:0 (55.).
Erst jetzt übernahmen auch die Büsumer etwas Verantwortung für die Partie, deren
Zwischenstand nach genau einer Stunde zumindest leicht freundlicher für die
Gelben daherkam, weil eine Röhe-Weiterleitung clever von Domenic Meyer dazu
genutzt wurde, sich an Ernesto Valiani vorbeizuschlängeln und per Rechtsschuss
auf 4:1 zu verkürzen.
Ergebniskosmetik, die Wagner nach Ballgewinn von Paul Mohr fast wieder
ausradiert hätte, zischte sein Versuch knapp am TSV-Gehäuse vorbei (67.).
Stattdessen machte die Dethlefs-Elf weiteren Boden gut, indem Kapitän Leif Ampting
einen Flankenwechsel Lukas Wefers humorlos zum 4:2 vergoldete (72.).
Zeit und Spielanteile für zwei weitere Treffer hatten die Gäste in der
Schlussphase durchaus, doch die Blauen verstanden es, die entscheidenden Duelle
für sich zu entscheiden und damit weiteren Schaden vom eigenen Gehäuse fernzuhalten.
Per Freistoß hatte Torge Kossiski in Abwesenheit des ausgewechselten
Standard-Königs Wagner gar die Vorentscheidung auf dem Fuß. Dass Ehlers den ruhenden
Ball über die Latte entschärfte (84.), fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht. Denn
nur, wenn Simon Walters Flachschuss nicht zur Beute von VfL-Goalie Emilio
Valiani geraten wäre (87.), hätte es nochmal knistern können. So blieben die
drei Punkte jedoch leistungsgerecht an der Stör. Die Büsumer hatten den
Fehdehandschuh heute einfach viel zu spät erst aufgehoben. Am kommenden Wochenende
droht bei ähnlichem Spielstart sicher ähnliches Ungemach, gibt sich Primus
Fetih-Kisdorf am Rosengrund die Ehre. Der VfL Kellinghusen gastiert bei den
bislang ebenso ungeschlagenen Jungs von TuRa Meldorf.
Tore: 1:0 C. Ratjen (13. Wagner), 2:0 Wagner (41., direkter
Freistoß), 3:0 Timmermann (47.), 4:0 P. Ratjen (55.), 4:1 Meyer (60. Röhe), 4:2
Ampting (72. Wefer)
gelbe Karten: P. Ratjen, C. Ratjen, Kossiski – Schippmann
Schiedsrichter: Patrice Leon Pluche (Kaltenkircher TS)
Zuschauer: 103
Dienstag, 11. August 2026
Spielbericht VfL Kellinghusen - TSV Büsum
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