Sonntag, 2. August 2026

Spielbericht SV Eintracht Ruwer - SG Ruwertal Gutweiler III

Bintz gelingt fast alles
Reserveklasse schlägt C-Liga: Eintracht Ruwer ist Pokalderbysieger!

Über elf Monate lang war es keinem Team mehr gelungen, den SV Eintracht Ruwer im Pflichtspiel auf seinem roten Rasen zu besiegen. Und auch im ersten Match 2026/2027 konnte die pittoreske Anlage ihren Nimbus als Festung auf knapp 200 Metern Normalhöhennull gleich weiter ausbauen und vor allem einen hochverdienten Derbysieg erleben.
In Runde eins des Kreispokals Trier/Saarburg für C-Liga und Reserveklasse erwischte es die Drittvertretung der SG Ruwertal Gutweiler, welche insbesondere in Hälfte eins kaum ein Bein auf den staubigen Boden bekam. Kaum Spielanteile und kein Tempo in den eigenen Aktionen; so hatte es der SVE recht einfach für Vorstöße ins Angriffsdrittel, wo Jonathan Bintz nach eigenem Ballgewinn von Torsten Klingels niedergerissen wurde. Aus der Mittelkreisperspektive betrachtet, allerdings offenbar nicht strafstoßwürdig – weiter ging´s (3.)!
So machten es die Hausherren eben aus dem Spiel heraus, als Bintz wieder reichlich Platz zum letztlichen Doppelspiel mit dem schnellen Fabian Burger vorfand und den scharfen Flachball gen Tor wohl noch selbst touchierte/veredelte (15.).
Mit noch mehr Pathos legte der 24-jährige Einzelkönner flugs das 2:0 nach, indem er diesmal Benjamin Hilkers hohes Rechtsaußen-Ding mit Wucht und Entschlossenheit einköpfte (20.). Heute schien Bintz alles zu gelingen – fast alles, denn gegen eine abermalige Einzelaktion durchs löchrige Zentrum bekam Ruwertal-Tormann Nicolas Repplinger die Beine noch rechtzeitig zum Block zusammen (41.).
Kollege Luca Dahm nachte unterdessen Bekanntschaft mit dem Quergestänge (39.). Der Pausenstand von 2:0 daher noch eine Untertreibung der Kräfteverhältnisse, die erst nach dem Seitenwechsel zumindest ansatzweise etwas positiver für den Gast aus der C-Klasse aussahen. Durch einen Ausflug des sonst ballsicheren Joel Klein bot sich Daniel Andres einmal die Anschlusschance per Heber, der den freigewordenen Kasten aber ebenso verfehlte (51.), wie bei einer vortrefflichen Konterchance (63.).
Ansonsten blieben jedoch die Herren in schwarz gefährlicher, wie neben Paul Mergens´ fast direkt versenkter Ecke (Pfosten, 56.) auch Dahms Torschussflanke (Latte, 74.), sowie ein Lupfer des eingewechselten Ali Souidi (87.) demonstrierten.
Mit etwas mehr Glück hier und Zielstrebigkeit da wäre der Käse auf Dorheck längst gegessen gewesen, bevor Thomas Becker die Sache mit seinem hohen Freistoß aus dem Mittelkreis fast angeheizt hätte. Nur patschte Klein das Leder aus dem linken Ober-Eck gen Tor-Aus (90.).
Verdient wäre eine Gefährdung des Weiterkommend für den SV Eintracht Ruwer, der Ende der 60er-Jahre immerhin eine Serie lang drittklassig kickte, auch nicht gewesen. Doppeltorschütze Bintz und seine Mitstreiter bleiben damit im Lostopf – die SG Ruwertal Gutweiler hat nach dem Ausscheiden der zweiten Mannschaft im Bewerb der A- und B-Ligisten (1:9 gegen die SG Niederkell Kell) nur noch die Ligamannschaft aus der Bezirksliga als Pokal-Eisen im Feuer (des Rheinlandpokals).

Tore: 1:0 Bintz (15. Burger), 2:0 Bintz (20. Hilker)

Schiedsrichter: Wilfried Kersch (SV Sirzenich)

Zuschauer: 30












Mittwoch, 29. Juli 2026

Spielbericht FC Emmelshausen Karbach II - SG Andernach 1.A

Hozifas Lehrstunde
Neuzugang legt Andernacher Junioren im Alleingang schlafen

Lehrstunde für die A-Junioren der SG Andernach. Das bereits fünfte Vorbereitungsspiel 2026/2027 hatte es in sich, für den A-Rheinlandligisten, galt es bei der Zweitvertretung des FC Emmelshausen-Karbach, nicht nur spielerisch zu punkten, sondern vor allem der Körperlichkeit des Herren-Bezirksligisten die Stirn zu bieten. Ein Unterfangen, das schon in den Anfangsminuten nicht so recht gelingen sollte, machten die Gastgeber das Spiel und durch Moustafa Hozifas Solo im Sechzehner das folgerichtige 1:0 (8.).
Überhaupt war der technisch versierte Neuzugang aus der A-Regionalliga (von Rot-weiß Koblenz) für den erweiterten Oberliga-Kader mit seinem Sinn für lukrative Räume eine kaum zu kontrollierende Waffe, der wenig später nur der Querbalken als Schutzschild der Junioren im Wege stand (13.). Zuvor war das Spielgerät wie am Schnürchen durch die Stationen Bürü, Klein und Keßler diffundiert.
Eine Ballsicherheit, die auch Schlussmann Alexander Schwertel gut zu Gesicht gestanden hätte, doch etwas lässig verschenkte er das Leder an Hussein Mohammed, dessen Abdruck ebenso von Deniz Bürü vor der Linie geblockt wurde, wie auch das Nachsetzen vom Kollegen Topal (17.).
Besser machten es da die Erwachsenen, für die Philip Klein dank einer Hereingabe von rechts mühelos verdoppelte (21.), ehe Bürü SG-Goalie Elias Falk von der Strafstoßmarke aus zum 3:0-Halbzeitstand verlud (Utku Özpelit hatte den tief geschickten Hozifa etwas ungeschickt in der Box gelegt, 29.).
Wiederum vertikal auf die Schiene gebracht, degradierte Hozifa den Schlussmann auf dem Weg zum 4:0 kurzerhand zur Slalomstange (50.), um für sein 5:0 wieder einen Gegner zu vernaschen (58.).
Verziehen seien dem 19-Jährigen da die eine oder andere Verspieltheit und ein Übermaß an Rücklage in der Schussausführung (83.).
Tief genug setzte dafür Ahmed Midjiyawa nach einem durchgerutschten Klein-Einwurf an (71.). Das halbe Dutzend war vollständig!
Dabei ließen es Hozifa und Co auch bewenden. Zum einen, weil sie das Tempo nun etwas drosselten; an zweite Stelle, weil Hozifa selbst einen Direktversuch nach passendem Wehner-Service knapp drüber setzte (88.).
Ohne den omnipräsenten Unterschiedsspieler, der das Bezirksliganiveau der anderen Männer in blau klar überragte, wäre der Kick vermutlich weniger krass gegen die Andernacher ausgefallen. Vielleicht aber können sich die Andernacher schon bald etwas für ihr Lehrgeld kaufen…

Tore: 1:0 Hozifa (8.), 2:0 Klein (21.), 3:0 Bürü (29., Strafstoßtor, Özpelit an Hozifa), 4:0 Hozifa (50.), 5:0 Hozifa (58.), 6:0 Midjiyawa (71.)

Schiedsrichter: David Härtel (SV Eintracht Braunshorn)

Zuschauer: 40
















Dienstag, 28. Juli 2026

Spielbericht FV Rheingold Rübenach - SG Horressen/Elgendorf/Malbacher Kickers

Spätes Happyend
Chancenwucher doch noch überwunden: FV Rübenach wieder Testspielsieger

Quervergleich zwischen zwei Bezirksligisten und der Sieger ist die Staffel Mitte! Mit 2:1 setzte sich der gastgebende FV Rheingold Rübenach gegen den Ost-Ligisten SG Horressen/Elgendorf/Malberger Kickers durch und baute damit seine makellose Testspielserie auf nunmehr vier Erfolge aus.
Verdient war dies allemal, sammelten die Hauherren nicht nur die größeren Spielanteile und Zweikampfwerte, sondern fanden sie auch häufiger den Weg gen Offensive.
Probleme machte dabei jedoch die Chancenverwertung. Gegen Leo Garske (6.), Leroy Lehmann (33.) und Pape Top (48.) rettete Gäste-Fänger Nils Weimer, während Versuche von Nico Pohl (16.) und Jason Juranovic (59.) hauchdünn vorbei rotierten.
Ausgerechnet ein weiterer erfolgloser Führungsanlauf sollte den Rübenachern übel um die Ohren fliegen, weil der starke Weimer das Spiel per Lang-Abschlag auf Adrian Bruch blitzschnell machte und sich der Kapitän unter noch regelkonformer Zuhilfenahme seines Arms die Poleposition zum 0:1 ins linke Eck erkämpfte (61.).
Auf Zuspiel Lennart Reimers´ hätte es durch Bruch gar noch dicker kommen können, doch diesmal bewies auch FVR-Fänger Tobias Oost seine Können auf Kosten eines Eckstoßes, der wiederum im idealen Konter seiner Vorderleute mündete. Zu jubeln gab es allerdings erneut nichts: Top hob die Murmel nach erkanntem Vorteil über das freie Gehäuse (66.)…
Bevor die Rübenacher gänzlich in Verzweiflung verfielen, rettete eine abermalige Vorteilssituation nach Foul an Pascal Tillmanns den Abend, weil Marvin Geissen per Weiterleitung in der Szene blieb und Antonio Fejza auch ein nicht einfacher Schusswinkel nicht vom 1:1 abbrachte (70.). Bemerkenswert dabei: alle drei Beteiligten waren von der Bank gekommen!
Nur Kollege Top, der die letzte Spielzeit noch im Reserveteam verbrachte, wartete weiter auf sein persönliches Happyend – bis der FVR Lars Bodes Direktschuss, über das Heim-Tor, zum raschen Umschalten nutzte und Top nicht nur am gegnerischen Schlussmann vorbeizog, sondern auch sicher in den leeren Kasten vollendete (87.). Der späte wie verdiente Siegtreffer!

Tore: 0:1 Bruch (61. Weimer), 1:1 Fejza (70. Geissen), 2:1 Top (87.)

Schiedsrichter: Manuel Mück (FC Arzheim)

Zuschauer: 40









Sonntag, 19. Juli 2026

Spielbericht SV Lieth - TBS Pinneberg II

TBS bestaunt die Struve-Festspiele
Vierfachschütze führt trainingsfleißige Liether zum klaren Test-Sieg

Fast vier Stunden lang – verteilt auf zwei Einheiten – schuftete die Ligamannschaft der SV Lieth am Sonntag auf dem Trainingsplatz, ehe sie am frühen Abend den Vergleich mit der Reserve von TBS Pinneberg klar für sich entschied. Mann des Tages dabei: Finn Struve, der mit insgesamt fünf Torbeteiligungen ganz besonders aufdrehte.
Bevor der Liether mit der Nummer Sieben seinen Viererpack plus Vorbereitung aufs Kunstgrün zauberte, lief er mit seinen Farben aber erstmal einem Rückstand hinterher, nachdem TBS einmal Tempo im Kurzpassspiel aufnahm und Ozan Sürücü seine Strafraumbegegnung mit Hendrik Homburg zu Ahmad Rifais Strafstoßtor annahm (12.).
Überhaupt zirkulierte das Leder ganz ansehnlich, wenn sich die Gäste derartig auf kurze Bälle verlegten, wie bei einem Zusammenspiel der Herren Sürücü und Kayali, das in Lenard Alamshas abgefälschtem Versuch mündete (27.).
Weil der Vorjahresdritte der Kreisklasse 01 davon allerding zu oft Abstand nahm und lieber lang bolzte, ebnete er dem Widersacher den Weg zurück ins Spiel, der auch für diesen über einen berechtigten Strafstoßpfiff führte. Leon Girgin hatte Max Schulz klar am Fuß getroffen, sodass Struve seinen Penalty flach kompromisslos versenken  durfte (38.).
Ein Gleichstand, den vor der Paus  Joel Tündermann noch einmal per Kopf ins Wanken brachte, doch der junge Kerl, der als einer von sieben Startelfspielern zum Bezirksligaabstiegskader gehörte, köpfte eine gelungene Brant-Flanke hauchdünn an der Heim-Führung vorbei (41.).
Nach dem Seitentausch ging dafür aber so richtig die Post ab, wozu der Auftakt bereits in Sekunde 29 fiel. Joker Tom Busse fügte sich sofort per Lupfer in den Lauf von Max Schulz ein, ehe der bewegliche Angreifer auch im reduzierten Tempo gegen den zögerliche Goalie traf (46.).
Der inzwischen kräftig durchrotierte Gegner damit rasch demotiviert, während die SVL aus einer Ballbesitzphase heraus das 3:1 durch Struves zweiten, sogar selbst eingeleiteten, Streich nachlegte (48.).
Doch damit nicht genug seiner Festspiele, folgte der Vorbereitung des 4:1 (Torschütze Matteo Schuchhardt) via Eckstoß (61.), ein weiterer Doppelpack in Mittelstürmermanier (74. & 77.).
Weitaus weniger Coolness vor dem Tor bekam unterdessen Kollege Julien Duffke auf Einladung des TBS-Schlussmannes in die Spur, als der heuer äußerst offensivfreudige Außenverteidiger, bereits an Spielertrainer Fatih Ertürk vorbeigezogen, dessen leeres Tor nicht traf (73.). Ein Außennetztreffer, der gegen sich ergebene Pinneberger allerdings nur anekdotische Relevanz verkörpern sollte. Schließlich vergaben auch Schulz (82.), Marc Homborg (82.) und Struve (84.) aussichtsreiche Chancen auf das 7:1, das das unter den staunenden Blicken erstarrten Gegenspieler letztlich doch noch fallen sollte. Ein Mehrfachpassduett mit Kapitän Hendrik Homburg vollendete Schulz trotz herausforderndem Winkel zum Endstand, der – der Torfolge entsprechend – als Spiegelbild der zweiten Hälfte taugte. Den Feierabend am Grill und vor dem WM-Finalfernseher hatten sich die fleißigen Männer in rot-schwarz heuer freilich verdient!

SV Lieth: Rensch – Duffke, M. Homburg, M. Schuchhardt, Wrage – Tündermann, Boelter, H. Homburg, Struve, Brant – Max Schulz, eingewechselt: Hajdari, Busse, F. Rudek, Dickenhausen, Trainer: Thorben Pingel

TBS Pinneberg II: Ertürk – D. Alamsha, König, Girgin, Aydogan – Sürücü, von Borstel, Rifai, da Ronch – L. Alamsha, Kayali, eingewechselt: Moldt, Griffiths, Mazanga, Senol, Simsek, Spielertrainer: Fatih Ertürk


Tore: 0:1 Rifai (12., Strafstoßtor, H. Homburg an Sürücü), 1:1 Struve (38., Strafstoßtor, Girgin an Max Schulz), 2:1 Max Schulz (46. Busse), 3:1 Struve (48. Wrage), 4:1 M. Schuchhardt (61. Struve), 5:1 Struve (74. Duffke), 6:1 Struve (77. Busse), 7:1 Max Schulz (90. H. Homburg)

gelbe Karten: keine – Rifai

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 25








Samstag, 18. Juli 2026

Spielbericht TSV Bordesholm - SSG Rot-schwarz Kiel

Jansa-Ecken als Cheatcode
Starke Standards lösen Rot-schwarz die Pflichtaufgabe

Mit der Referenz eines sechsten Platzes in der Kreisklasse A wirft sich die Zweite des TSV Bordesholm nun als neue Ligamannschaft (die alte löste sich während der Vorsaison auf) ins Abenteuer Kreisliga. Dementsprechend erwarten nicht wenige (selbsternannte Experten) die rasche Rückkehr von Justin Thurner und Co in die Neuntklassigkeit. Mit der Einschätzung, dass auch Kreispokalgegner Rot-schwarz (mindestens) eine Nummer zu groß ist, lagen die Kenner der Szene jedenfalls schon einmal richtig.
Zwar standen die Kicker mit der Linde auf der Brust anfangs recht vernünftig, doch bei hohen Bällen ließ die Zuteilung doch zu wünschen übrig. So war Tom Lemkes Flugkopfballtor ebenso ästhetisch wie folgerichtig, erhielten Torschütz und Halbfeldflankengeber Jonathan Elsner Raum für eine ganze Blaskapelle (19.).
Ins richtige Horn stießen die Gäste auch wenig später auf ähnliche Weise. Diesmal zirkelte Tim Jansa seine Ecke exakt auf das durchsetzungsstarke Haupt von Ben Jarik – 0:2 (26.)!
Der Landesligist also schon vor der Pause voll im Soll und nur durch Luiz Sprincks zweimaliges Eingreifen (27. & 39.) mit nicht noch mehr Oberwasser unterwegs. Kein Wunder, resultierten diese Szenen auch nicht aus luftiger Höhe, wie Jansas abermaliger Eckstoß, diesmal direkt ans lange Alu, ehe Lemke im Nachsetzen aus spitzem Winkel doch noch auf 0:3 erhöhte (60.) – und das 0:4, bei dem Jansas Ball von der Fahne irgendwie zu Jonathan Suchocki durchgerutscht war (75.).
Und das 0:5? Klar, wieder mit Standard-Beteiligung des bei Holstein Kiel ausgebildeten Neuzugangs, dessen Eckenwerk hier auf dem zweiten Bildungsweg für Strafraumaction sorgte. Jarik beförderte es durch Felix Krönerts Foul auf den Hosenboden, doch Kollege Suchocki schaltete wieder schnell und versenkte kurzerhand zum Endstand (86.).
Die ruhenden Bälle richteten es also für knapp besetzte Kieler gegen einen TSV Bordesholm, der immerhin noch eine spektakuläre Chance zum Ehrentreffer erhielt, als sich Dominik Körner per Scherenschlag in eine Krönert-Hereingabe von rechts warf, auf diese anspruchsvolle Art aber drüber zielte (90.+2).

Tore: 0:1 Lemke (19. Elsner), 0:2 Jarik (26. Jansa), 0:3 Lemke (60. Jansa), 0:4 Suchocki (75. Jansa), 0:5 Suchocki (86. Jarik)

gelbe Karten: Rambow, Roehrs, Willrodt – Jansa, Iheagwaram

Schiedsrichter: Jürgen Meereis

Zuschauer: 70