Intensität gehalten
SH-Pokal
U17: Holstein Kiel zeigt Heider SV die Grenzen auf
In der DFB-Nachwuchsliga läuft die neue Serie für Holstein Kiels U17 noch nicht
so recht an (ein Zähler aus drei Partien). Und wenn dann der (Schleswig-Holstein-)Pokal
mit seinen Gesetzen wartet, darf auf der Gegenseite natürlich ein wenig gehofft
werden, zumal der zugeloste Heider SV als Regionalligist nun auch nicht auf der
Brennsuppe daher schwimmt. Die eine Klasse Unterschied sollte jedoch am
Mittwochabend über die gesamte Zeit sichtbar sein.
Schon in den ersten Sekunden bestätigte der Favorit seine enorm hohe Intensität
aus dem Warmmachen. Schnelle Entscheidungen aus einer sicheren Ballführung
heraus und dazu die passenden Laufwege der Akteure ohne Ball stellten die
Gastgeber sofort vor eine ordentliche Herausforderung, die im Falle von Amir
Dehghanparchins Versuch aus der zweiten Reihe (elfte Sekunde) noch ebenso gut
ausging, wie ein erneuter Versuch des „11ers“ ans Außennetz (7.) und ein
Thom-Kopfball nach butterweicher Schröder-Flanke (12.).
Ansonsten hatte es der HSV recht vernünftig geschafft, das Zentrum zu schließen.
Denn was passiert, wenn dies nicht gelingt, zeigte sich in Minute 27, als genau
hier die Abstände nicht stimmten und Außenspieler Don Masli aus 30 Metern
kontrolliert zum 0:1 abziehen konnte.
Ein echter Knaller, dem der ehemalige Tornescher wenig später den nächsten
folgen ließ, zog er diesmal von seiner linken Bahn nach innen, um mit rechts
den fernen Innenpfosten als Helfer seiner Präzisionsarbeit mit ins Boot zu holen
(34.).
Die Überraschung damit frühzeitig vom Tisch, zumal Lasse Schröder eine Sequenz
mit drei Kerzen in Folge kurzerhand per Fernschuss zum 0:3 beendete (37.).
Erst in den allerletzten Zügen des ersten Abschnitts brachte sich drüben der
HSV einmal in Stellung. Arian Khalil probierte es aus 19 Metern; sein Abdruck
zischte aber rechts vorbei. Vielleicht wäre das Abspiel auf den besser postierten
Mads Dersch die noch bessere Variante gewesen (40.)…
Einfacher wurde es dann auch im zweiten Durchgang nicht. Denn kaum ging es
weiter, hatten es die Mannen in weiß nicht geschafft, eine Ecke von links
konsequent aus der Parzelle zu kloppen, sodass Lian Gutbier die Szene wieder
neu aufbauen und mit Hilfe des weiterleitenden Dehghanparchin nach außen
verlagern konnte, ehe der folgende Flachpass unglücklich vom Heider Moritz
Brüning über die eigene Linie gespitzelt wurde (42.).
Immerhin eine halbe Stunde hielt fortan das nun noch etwas tiefer gestellte
Defensivkonstrukt – auch, weil Tormann Matti Peters zwischendurch gegen den
zweiten Masli-Zwilling, Jimmy, parierte (66.).
Dann aber war es wieder ein Standard, der in Form eines Freistoßes von links unglücklich
zum abziehenden David Kilip durchrutschte. Peters wehrte zwar ab, doch Jarno
Rohwer lief entschlossen zum 0:5-Abstauber vor Gegenspieler Luca Wolf durch
(72.). Luca Heß legte kurz auf – Joker Till Staudter zirkelte das Ding mit
links aus 13 Metern an den wieder artig mitarbeitenden Innenpfosten – 0:6 (73.)!
Eine Ergebnisdeutlichkeit, die auch ein 30 Meter-Versuch von Khalil nicht zu
reduzieren vermochte (77.). KSV-Fänger Cooper Carstesen sicherte sich das Leder
und damit auch das kaum gefährdete zu Null-Spiel. Im Viertelfinale geht es für
den Profinachwuchs nun zum Oberligisten TSV Pansdorf, der durch Tore von Oscar
Hause (6.), Leon Pries (33.) und Yevhen Romanenko (44. & 48.) Weiche
Flensburg mit 4:0 aus dem Bewerb kegelte.
Tore: 0:1 D. Masli (27.), 0:2 D. Masli (34.), 0:3 Schröder
(37. Thom), 0:4 Brüning (42., Eigentor), 0:5 Rohwer (72. Kilip), 0:6 Staudter
(73. Heß)
Schiedsrichter: Jannes Flaszynski (SV Holtsee, Note 2: wenig gefordert,
gestattete den Akteuren mit seiner Zweikampfbewertung einen gesunden,
physischen Freiraum)
Zuschauer: 217
Mittwoch, 26. August 2026
Spielbericht Heider SV 1.B - Holstein Kiel 1.B
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