Langer Hafer gegen
das Spieltags-Chaos
SVNAs
wilder Auswärts-Coup per Standards verschärft NTSV-Fehlstart
Vorjahressiebter in der Krise. An das 3:5 gegen BU und die 0:4-Schlappe bei
Altona 93 reihte sich nun auch der dritte U15-Oberliga-Spieltag des Niendorfer
TSV. Mit 1:3 musste man sich am Samstagmittag am heimischen Sachsenweg geschlagen
geben.
Für Widersacher SVNA dagegen das versöhnliche Ende eines chaotischen
Auswärtstrips, der auf der Hinfahrt mit dem Cheftrainer im Krankenhaus endete
und kurz vor dem Spiel eine weitere Episode erlebte, als sich das Team aus der
eigenen Kabine ausgeschlossen hatte und nach dem Aufwärmen erst verzögert an
seine giftgrünen Trikots herankam.
Zu allem Überfluss folgte dann auch noch Abwehrmann Adrian Mut seinem Trainer
Anfang der zweiten Hälfte ins Spital, nachdem ihn Gegenspieler Raad Omar im
intensiven Laufduell abwimmelte und der folgende Aufprall einen Arm in Mitleidenschaft
zog (41.).
Bis dahin hatte sich der 14-Jährige freilich für den Titel Spieler des Spiels
beworben. Defensiv zweikampfstark und nach vorne mit der Waffe des hohen,
weiten Freistoßes. Avancierte Mut in Abschnitt eins zum Garanten eines
funktionierenden Gäste-Auftritts, spontan angeleitet durch ein Kollektiv an
Spielervätern. Zwei gefährliche Versuche aus jeweils über 40 Metern dienten
noch zur Feineinstellung des Visiers (14. & 27.), ehe Mut drei Minuten vor
der Pause fast von der Seitenlinie aus im hohen Bogen rechtsoben ins
Torwart-Eck einlochte (32.). Eine Flugkurve, auf die selbst Tiger Woods stolz
gewesen wäre!
Kein Wunder, dass NTSV-Fänger Sami Ludigkeit auch Anfang des zweiten Abschnitts
so seine Mühe hatte, einen ruhenden Mut-Ball, aus dem Mittelkreis heraus, aus der
Bedrohlichkeit zu patschen (40.).
Beraubt waren die Gäste ihrer Standardstärke jedoch auch ohne Mut nicht, schlug
dann eben Eren Gümüsdere das Langholz (von diesmal sogar hinter der Mittellinie)
gen Strafraum, niemand, außer dem von hinten einstartenden Said Mirzad, ernstliches
Interesse am Spielgerät bekundete (50.). Der Lohn: das eingespitzelte 0:2 vor
dem zögerlichen Goalie, der auch beim dritten Gegentor nicht gut aussah. Im
immer wieder frühen Pressing luchste der auffällige Meron Mologeta dem
überrumpelten Joris Oldendorf die Kugel ab, um sie daraufhin aus zentraler
Schussposition, unter dem Torwart hindurch, mit links ins Netz zu navigieren
(56.).
Die Niendorfer damit abermals bitter bestraft, obwohl sie insgesamt sogar eine
solide Vorstellung abgaben und aktive Phasen auch mit Abschlüssen, wie beispielsweise
Oldendorfs parierten Freistoß (34.), Lian Trimborns Versuch von halblinks
(35.+1) und einer jeweils geblockten Doppelchance für die Herren Ghalibafsebang
und Sylla (69.) gestalteten.
Als verdient lässt sich daher Guilian Sahas Ehrentreffer bezeichnen, hob der
Kapitän das Leder auf Ablage Omars zum 1:3-Endstand über den gegnerischen
Fänger (70.+2).
Auf Zählbares warten Saha und Co aber dennoch weiter. Neues Glück vielleicht im
Neun-Uhr-Frühsport am kommenden Sonnabend beim SC Poppenbüttel.
Der neue Tabellenzweite bekommt es dagegen mit dem etwas holprig gestarteten
Eimsbütteler TV zu tun. Der Matchplan dafür dürfte wohl bekannt sein…
Tore: 0:1 Mut (32., direkter Freistoß), 0:2 Mirzad (50. Gümüsdere),
0:3 Mologeta (56.), 1:3 Saha (70.+2, Omar)
gelbe Karten: Saha, Dogan – Mohammadi
Schiedsrichter: Björn Meyer (TV Haseldorf, Note 3)
Zuschauer: 40
Samstag, 12. September 2026
Spielbericht Niendorfer TSV 1.C - SV Nettelnburg/Allermöhe 1.C
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