Samstag, 12. September 2026

Spielbericht Niendorfer TSV 1.C - SV Nettelnburg/Allermöhe 1.C

Langer Hafer gegen das Spieltags-Chaos
SVNAs wilder Auswärts-Coup per Standards verschärft NTSV-Fehlstart

Vorjahressiebter in der Krise. An das 3:5 gegen BU und die 0:4-Schlappe bei Altona 93 reihte sich nun auch der dritte U15-Oberliga-Spieltag des Niendorfer TSV. Mit 1:3 musste man sich am Samstagmittag am heimischen Sachsenweg geschlagen geben.
Für Widersacher SVNA dagegen das versöhnliche Ende eines chaotischen Auswärtstrips, der auf der Hinfahrt mit dem Cheftrainer im Krankenhaus endete und kurz vor dem Spiel eine weitere Episode erlebte, als sich das Team aus der eigenen Kabine ausgeschlossen hatte und nach dem Aufwärmen erst verzögert an seine giftgrünen Trikots herankam.
Zu allem Überfluss folgte dann auch noch Abwehrmann Adrian Mut seinem Trainer Anfang der zweiten Hälfte ins Spital, nachdem ihn Gegenspieler Raad Omar im intensiven Laufduell abwimmelte und der folgende Aufprall einen Arm in Mitleidenschaft zog (41.).
Bis dahin hatte sich der 14-Jährige freilich für den Titel Spieler des Spiels beworben. Defensiv zweikampfstark und nach vorne mit der Waffe des hohen, weiten Freistoßes. Avancierte Mut in Abschnitt eins zum Garanten eines funktionierenden Gäste-Auftritts, spontan angeleitet durch ein Kollektiv an Spielervätern. Zwei gefährliche Versuche aus jeweils über 40 Metern dienten noch zur Feineinstellung des Visiers (14. & 27.), ehe Mut drei Minuten vor der Pause fast von der Seitenlinie aus im hohen Bogen rechtsoben ins Torwart-Eck einlochte (32.). Eine Flugkurve, auf die selbst Tiger Woods stolz gewesen wäre!
Kein Wunder, dass NTSV-Fänger Sami Ludigkeit auch Anfang des zweiten Abschnitts so seine Mühe hatte, einen ruhenden Mut-Ball, aus dem Mittelkreis heraus, aus der Bedrohlichkeit zu patschen (40.).
Beraubt waren die Gäste ihrer Standardstärke jedoch auch ohne Mut nicht, schlug dann eben Eren Gümüsdere das Langholz (von diesmal sogar hinter der Mittellinie) gen Strafraum, niemand, außer dem von hinten einstartenden Said Mirzad, ernstliches Interesse am Spielgerät bekundete (50.). Der Lohn: das eingespitzelte 0:2 vor dem zögerlichen Goalie, der auch beim dritten Gegentor nicht gut aussah. Im immer wieder frühen Pressing luchste der auffällige Meron Mologeta dem überrumpelten Joris Oldendorf die Kugel ab, um sie daraufhin aus zentraler Schussposition, unter dem Torwart hindurch, mit links ins Netz zu navigieren (56.).
Die Niendorfer damit abermals bitter bestraft, obwohl sie insgesamt sogar eine solide Vorstellung abgaben und aktive Phasen auch mit Abschlüssen, wie beispielsweise Oldendorfs parierten Freistoß (34.), Lian Trimborns Versuch von halblinks (35.+1) und einer jeweils geblockten Doppelchance für die Herren Ghalibafsebang und Sylla (69.) gestalteten.
Als verdient lässt sich daher Guilian Sahas Ehrentreffer bezeichnen, hob der Kapitän das Leder auf Ablage Omars zum 1:3-Endstand über den gegnerischen Fänger (70.+2).
Auf Zählbares warten Saha und Co aber dennoch weiter. Neues Glück vielleicht im Neun-Uhr-Frühsport am kommenden Sonnabend beim SC Poppenbüttel.
Der neue Tabellenzweite bekommt es dagegen mit dem etwas holprig gestarteten Eimsbütteler TV zu tun. Der Matchplan dafür dürfte wohl bekannt sein…

Tore: 0:1 Mut (32., direkter Freistoß), 0:2 Mirzad (50. Gümüsdere), 0:3 Mologeta (56.), 1:3 Saha (70.+2, Omar)

gelbe Karten: Saha, Dogan – Mohammadi

Schiedsrichter: Björn Meyer (TV Haseldorf, Note 3)

Zuschauer: 40

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