TuS Nortorf unbeirrt
Nächster
Schritt gen Landesliga – Blau-weiß vor entscheidenden Wochen
Grün-weiß Todenbüttel, Osterrönfelder TSV, Merkur Hademarschen und Veneta
Audorf – vor allem vier direkte Duelle zur Rettung der
Verbandsligazugehörigkeit hat die tief im Tabellenkeller gefangene Elf des SV
Blau-weiß Wesselburen noch als Strohhalm im Köcher. TuS Nortorf, seines
Zeichens unangefochtener Primus auf dem Weg in die Landesliga, war zum 27.
Spieltag der Weststaffel die falsche Adresse für Zählbares.
Obwohl man hinten erstmal nicht viel zulief, setzte es dennoch bereits nach
einer halben Stunde den zu erwartenden 0:2-Rückstand.
Erst nutzte nämlich Alexander Gerst den mangelnden Zugriff im Sechzehner zur
frühen TuS-Führung (10.); dann legte der fleißige Malte Lucht auf Mika Jöhncks
durchgesteckten Ball die Verdopplung nach (30.).
Gänzlich chancenlos blieben die Dithmarscher allerdings keineswegs. So ließ
Schiedsrichterassistent Louis Pfeil (FC Dornbreite Lübeck) seinen Wimpel unten,
als der steil geschickte Melvin Friedrichsen auf rechts plötzlich freie Bahn
hatte, TuS-Fänger Florian Gerloff aber die nötige Fläche zur Fußabwehr machte (19.).
Und auch eine Kopfballchance für den baumlangen Mats Block schickte sich an,
den Spitzenreiter zu ärgern (35.).
Nachdem die Hausherren in den Minuten vor der Pause wiederum mehrfach das
beruhigende 3:0 verpasst hatten, durfte sich Blau-weiß von der Strafstoßmarke
aus zurück ins Spiel schießen, verkürzte Nico Schulz sicher auf 2:1, nachdem
der Strafraumzweikampf Schmidt/S. Block einen durchaus zeigenswerten Spielzug
der Gäste unsanft gestoppt hatte (60.).
Bevor der Außenseiter, der sich bereits beim nachgeholten Hinspiel (1:2) vor
zehn Tagen wacker schlug, zur großen Aufholjagd gegen die fünfte Niederlage in
Folge blies, stellten die Mittelholsteiner die zwei-Tore-Führung just wieder
her, als Schlussmann Torben Rose eine Jöhnck-Ecke im Herauskommen nicht sichern
konnte und Jarmo Schmidt den freien Ball gedankenschnell aus der Bewegung zum
3:1 versenkte (72.).
Immerhin gab sich der Vorjahreszehnte in der Folge nicht auf, probierte es
durch einen Schuldt-Freistoß (75.) und M. Blocks schwierig zu nehmenden Rechtsschuss
(81.) – erfolglos. Weil auf der anderen Seite aber auch Lucht an Rose
scheiterte (78.) und Top-Torjäger Lasse Böttcher (23 Treffer) bei abermaliger
Jöhnck-Ecke nur den Pfosten traf (79.), blieb es beim 3:1, durch das TuS
Nortorf den Aufstiegssekt nun schon in den Kühlschrank stellte. Zwölf Zähler
auf die SG Geest 05 und 15 auf den TSV Heiligenstedten (eine Partie weniger)
schreien fünf Runden vor Saisonende förmlich nach der Promotion.
Kommenden Mittwoch gilt die volle Konzentration allerdings erstmal dem Halbfinale
auswärts im Kreispokal Holstein. Gegner ist der Staffelkonkurrent aus Wasbek.
Für Blau-weiß starten unterdessen am Donnerstag die Wochen der Entscheidung mit
vier Heimspielen. Nun also gilt es für die Meuter-Equipe!
Tore: 1:0 Gerst (10.), 2:0 Lucht (30. Jöhnck), 2:1 Schulz
(60., Strafstoßtor, Schmidt an S. Block), 3:1 Schmidt (72. Jöhnck)
gelbe Karten: keine – Friedrichsen, Schulz
Schiedsrichter: Lovis Nesemann (SuF Herrnburg, Note 2,5)
Zuschauer: 75
Samstag, 25. April 2026
Spielbericht TuS Nortorf - SV Blau-weiß Wesselburen
Freitag, 24. April 2026
Spielbericht SV Lieth - TuS Holstein Quickborn
Holsteins Rache über links
3:1
bei der SV Lieth: Quickborner halten Umwertungshinspielsieger im Keller
„Jaaaa, Kreisliga!“, jubelte TuS Holsteins Kapitän Tim Homfeldt nach dem Spiel
wenig vorbildlich in Richtung des Gegners, doch was als Provokation gemeint
war, erhielt im vorangegangenen Freitagabendmatch der Bezirksliga 01
tatsächlich weiteres Futter. Die SV Lieth trudelt eine Woche nach dem wichtigen
Dreier beim VfL Pinneberg (3:1) wieder zurück gen Abgrund.
Mit der Chance, die Abstiegsplätze zumindest über Nacht verlassen zu können,
aber auf dem Feld mit nur geringen Spielanteilen, gestaltete sich das Geschehen
wieder einmal früh zu Ungunsten der SVL, die den Quickbornern im Aufbau weder
Druck, noch Raumverdichtung antat und daher geradezu folgerichtig in Rückstand
geriet. Vollstreckung fand das 0:1 durch Finn Striplings linken Liniensprint
und Tom Meyers ideales Einlaufen zwischen Innen- und Linksverteidiger,
inklusive erfolgreichem Grätschschuss aus fünf Metern (11.).
Zwar antwortete der Abstiegskandidat mit einer guten Kopfballchance für Felix
Schröder, als dieser einen kopfverlängerten Tündermann-Einwurf aus der
Nahdistanz nicht statistikrelevant verwerten konnte (18.), doch ein
lückenhaftes Pressing warf Schröder und Co noch eine weitere Meile zurück.
Rasch überbrückte TuS Holstein von hinten heraus über Mika Lorenz´ tiefen Ball
das Mittelfeld, woraufhin Sohrab Safi den orientierungslosen Luca Albers im
langen Bogen überlief. Gegen Safis Versuch aus spitzem Winkel wehrte
SVL-Schlussmann Patrick Klösel auch noch zu kurz in die Mitte ab und schon
staubte Artin Shahrampour zur Verdopplung ab (23.).
Immerhin konnten in der Folge einige Halbchancen des Gegners als überstanden
vermeldet werden, ehe Philipp Matthiessen den Ball in der Bewegung nach innen
auf den Torwart brachte (24.) und Meraja
Magens das Tor aus einer geahndeten Abseitsposition heraus traf (25.).
Eine nachhaltige Veränderung der Spielstatik verursachte allerdings mit Jamal
Faisy ein Dunkelblauer, indem er Matthiessen ungestüm stempelte. Was
Schiedsrichter Rasim Islamoglu (Inter Hamburg) mit etwas Verzögerung
realisierte, hatten die Liether da natürlich schon sofort gewusst: das MUSS die
Ampelkarte für den früh vorbelasteten (14.) 19-Jährigen sein (36.)!
Mit einem Mann mehr auf der Koppel klappte es quasi mit dem Halbzeitpfiff auch
mit dem Anschlusstreffer, als Moritz Schulz rasch auf den weiterleitenden Matthiessen
einwarf und Magens Gegenspieler Hendrik Stättner zum Strafraumtänzchen bat
(45.+2). Ballführung, Geschwindigkeit und die Schusstechnik in die lange Ecke
belegten, warum die monatelange Verletzungsabstinenz des jungen Einzelkönners
ein entscheidender Faktor dieser verkorksten Saison ist.
Auch seine Kollegen machten sich mit verbesserter Körpersprache ans Ausgleichswerk,
das insbesondere durch Striplings Lapsus im eigenen Sechzehner durchaus in der
Luft lag. Nur tauchte Gäste-Fänger Nick Hoffmann behände gegen Matteo
Schuchhardts Abschluss aus elf Metern ab (48.).
Auch sonst war in der Folge immer irgendeiner der jetzt klar tiefer
gestaffelten Eulenstädter im Weg, sodass die Zeit so langsam gegen die „Liether
Löwen“ spielte. Vorne fehlte also die Durchschlagskraft, während der
Widersacher aus dem oberen Tabellendrittel auf der anderen Platzhälfte alles
klar machte. Abermals über links schüttelte diesmal der eingewechselte Mikel
Mucaku Kontrahent Julien Duffke ab, um erst zu bedauern, dass die eher zufällig
bei Pedro Pohl gelandete Hereingabe nicht zur Toreinleitung avancierte, weil sich
Klösel im Direktduell schön groß machte. Nils Witts schwache Klärung ins
Zentrum nutzte Jawad Faizy aber kurzerhand zum fiesen 1:3-Distanzaufsetzer
(83.).
Einmal noch hauchte eine Chance per Freistoß der Heim-Elf ein Momentchen der
Hoffnung ein, nur sicherte N. Hoffmann Witts Kopfball und damit auch den
Auswärtssieg (85.).
Für den Eingriff in den Aufstiegskampf reicht es dennoch längst nicht mehr. Mit
„schuld“ daran ist ausgerechnet die schon vorher nicht sonderlich geschätzte SV
Lieth, der man durch die Selbsteinwechslung von Coach Ibrahim Yener (zu diesem
Zeitpunkt rotgesperrt) trotz sportlichem 5:2 einen 3:0-Auswärtssieg via
Umwertung schenkte.
Nicht einmal vier Kilometer weiter stieg daher fast zeitgleich das Spitzenspiel
zwischen dem FC Elmshorn und dem Kummerfelder SV. Der FCE gewann übrigens mit 3:1
und steht als Meister und künftiger Landesligist fest.
Die Verhinderung eines Zweiklassenunterschieds zwischen den Rivalen in Elmshorn
und Umland haben die Jungs aus dem Liether Wald dagegen langsam nicht (mehr) in
eigener Hand. Ein Kellerduell gegen HSV IV steht zwar noch aus, doch der vorletzte
Platz und zwei Punkte Rückstand auf die Rothosen (erster nicht-Abstiegsplatz)
und die Aussicht, nun zu den torhungrigen Germanen nach Schnelsen zu müssen,
hängen – wie die schlechte Trainingsbeteiligung – als Damoklesschwert über dem
Butterberg.
Tore: 0:1 Meyer (11. Stripling), 0:2 Shahrampour (23. Safi),
1:2 Magens (45.+2, Matthiessen), 1:3 Jawad Faizy (83. Pohl)
gelbe Karten: Magens, Duffke, Behrens, Witt – Stripling, Lorenz, Appiah,
Homfeldt
gelb-rote Karte: Jamal Faizy (TuS Holstein, 36., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Rasim Islamoglu (Inter Hamburg)
Zuschauer. 50
Mittwoch, 22. April 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV
Seuberts Derby-Show
Dreierpacker
schießt Moorreger SV über den Strich
Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft
derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss
sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend
einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als
der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert
und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange
auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit,
mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts
anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich
alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine
weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge
sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder
spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke
Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich
Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch
den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV
eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum
1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig.
Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige
Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner
Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an
den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten
Karton ab, weil er einen Ersatzball absichtlich in einen gegnerischen Angriff einrollte (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust
gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das
mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen
(90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel,
dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert
hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte
als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien
erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in
Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den
TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann
wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich
schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht
gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für
„Raubüberfall“)…
Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2
Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J.
Kühl an Franke)
gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H.
Harmanci (Trainer)
rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 90
Dienstag, 21. April 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist II - FC Elmshorn II
Arbeit für den HFV
Drei
Platzverweise! Heistmer Reserve gewinnt trotzdem
13. Minute der Nachspielzeit: Es ist tatsächlich vollbracht! Trotz aller
Widerstände – vor allem einer mehrfachen Unterzahl – hat die Zweitvertretung
des TSV Heist selbige des FC Elmshorn im Nachtragskick der Kreisklasse 01 mit
4:3 niedergerungen.
Gar nicht mal ungewöhnlich hatte das Mittelfeldduell begonnen. Einen Schritt
schneller als Gegenspieler Milot Bashotaj, verwertete Torjäger Marcel Münster
eine Hereingabe Max Ossenbrüggens zum 1:0 (15.), dem der FCE durch Ayaz
Aloskans vorzüglichen Abschluss auf Anspiel Diar Bashotajs rasch den Ausgleich
konterte (19.).
Dann allerdings wurde es erstmals dubios. Ein hoher Ball im heistmer Strafraum
und plötzlich ein Pfiff: Strafstoß für Gäste! Ob nun wirklich Handspiel oder
nicht; egal, denn Marvin Scholz angelte sich den Schuss von Aloskan (30.).
Auch das folgende Chancenplus blieb aus Sicht der im Aufstiegskampf inzwischen
abgehängten Krückaustädter ungenutzt. Der Pausenstand von 1:1 daher ein wenig
schmeichelhaft für den TSV, der seinerseits allerdings durch Finn Roths
überhasteten Abschluss seine Fühler in Richtung 2:1 ausstreckte (40.).
Nach Marius Kocks schönem Anspiel in die Spitze war es Anfang des zweiten
Abschnitts doch geschafft, setzte sich Patrick Günsch willensstark gegen
FCE-Fänger Okan Cicek durch (51.), ehe auch Routinier Eike Schmidt den hier
etwas unglücklichen Torsteher per direktem Freistoß überwand (72.).
Der TSV in diesem tempoarmen Spiel im zwei-Tore-Vorteil, doch der Schiri hatte
offenbar andere Pläne, die Scholz erneut als amtlicher Elferkiller gegen Fisnik
Kelmendi durchkreuzte (64.). Ein Kontakt zwischen Marius Kock und dem gefoulten
Aloskan hatte hier zwar vorgelegen, doch stand der Elmshorner Kapitän zuvor
doch ein ganzes Stück im Abseits…
Zehn Minuten vor dem (angesetzten) Ende durfte dann mit Osman Acar der dritte
Weinrote zum Punkt, nachdem Rene Koppers im Zweikampf ungeschickt zu Werke ging
und obendrauf auch noch die überzogene Ampelkarte kassierte (ballorientiertes
Foul, 80.).
Immerhin Acar bekam seine sieben Sachen zusammen und verwandelte linksunten zum
Anschlusstreffer, dem wiederum das geradlinige Direktspiel durchs Zentrum das
eingespitzelte 3:3 durch Sevkan Aras hinterher folgen ließ (84.).
Das Momentum auf der eigenen Seite und ab der 88. Minute sogar zwei Mann mehr
auf dem Platz (niemand, nicht einmal Marius Kock selbst, wusste, warum er im
Anschluss an einen Defensivzweikampf auf seiner Linksverteidigerposition den
Feldverweis kassierte), war die endgültige Wende doch nur noch reine Formsache.
Ärgerlich nur für den FCE, dass man bei nun drückender Überlegenheit die Kugel
nicht mehr über die Linie bekam.
Stattdessen blieb bei einem Foul am verletzt ausscheidenden Kevin Winter keine
andere Wahl, als auf den folgenschweren Freistoß pro TSV zu entscheiden. Günsch
brachte diesen hoch von rechts in den Sechzehner, wo Roth plötzlich ganz
alleine abziehen konnte und mit rechts das nicht mehr erwartete 4:3 erzielte
(90+9.).
Schier ewige 210 Sekunden galt es für die Heistmer allerdings noch zu
überstehen. Angetrieben von ihren direkt auf der Seitenlinie stehenden Anhang stehenden
Unterstützern, schalteten die Jungs von Trainer Vedat Akpinar noch eine Art
Schlussoffensive, die aber – passend zum verkorksten Abend – kopflos im Sande
verlief.
Die Punkte blieben an der Hamburger Straße – teuer erkämpfte Zähler, denn neben
Koppers und Kock hatte zwischendurch auch Torjäger M. Münster als bereits
ausgewechselter Spieler wegen einer etwas zu direkten Ansprache in Richtung der
Spielleitung den roten Karton gesehen. Das Sportgericht des HFV wird in den
kommenden Tagen jede Menge zu tun bekommen, kündigte der Pfeifenmann obendrein
an, geäußerte Kritik Seitens des TSV Heist nach dem Spiel beim Landesverband zur
Anzeige zu bringen. Die Hausherren wollen mit der Videoaufzeichnung der Partie
dagegen halten…
Tore: 1:0 M. Münster (15. M. Ossenbrüggen), 1:1 Aloskan (19.
Diar Bashotaj), 2:1 Günsch (50. Kock), 3:1 E. Schmidt (72., direkter Freistoß),
3:2 Acar (80., Strafstoßtor, Koppers an Kelmendi), 3:3 Aras (84. Poyaz), 4:3
Roth (90.+9, Günsch)
rote Karten: Kock (TSV Heist II, 88.), M. Münster (TSV Heist II, 89.,
Schiedsrichterbeleidigung)
gelb-rote Karte: Koppers (TSV Heist II, 80., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Selcuk Karaman (Gencler Birligi Elmshorn)
Zuschauer: 32
besondere Vorkommnisse:
- Aloskan (FC Elmshorn II) scheitert mit Strafstoß an Scholz (30., Handspiel).
- Kelmendi (FC Elmshorn II) scheitert mit Strafstoß an Scholz (64., Kock an
Aloskan).
Sonntag, 19. April 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth
Zündstoff für den Keller
Sie
können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen
Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV
Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL
Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die
Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet. Ein schwieriges Setting, das sich für den
Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte
Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte
zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten
Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den
sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz
dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete,
sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise
durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor
das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen
Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk
donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp
Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten
Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von
der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei
Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen
Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene
Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die
aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf
Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im
freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte
(90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier
nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit
Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer
war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen
abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas
Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob
man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent
wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht
man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der
Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3)
neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der
Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten
fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle
Emotionspalette.
Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2
Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)
gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu
gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)
Zuschauer: 102
Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn
Primus verzockt seinen Thron
Remis
nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel
Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde
26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich
blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von
Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem
diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen
des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt
auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro
Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen
mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch
gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine
Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten
Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der
Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu
werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen,
Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar
als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte
(35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige
Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die
Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan
Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die
fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte
(44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im
Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc
statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das
Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders
Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu
kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr
zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase
folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis
dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß
Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich
verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem
spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept
mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später
daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund
der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die
heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger
gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten
Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt,
der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14)
vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.
Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya),
0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47.,
Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)
gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar
Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)
Zuschauer: 50
Samstag, 18. April 2026
Spielbericht Niendorfer TSV III - HEBC II
HEIMSieg
Junger
Dreierpacker führt NTSV III nach der Pause ins Glück
Niendorf 3 ohne Spektakel? Ausgeschlossen! Auch im Duell der Mittelfeldnachbarn
präsentierte man am heimischen Bondenwald die volle Klaviatur des wöchentlichen
Bezirksliga-Wahnsinns. Besonders prägend dafür: ein junges Eigengewächs, das
die Partie gegen HEBC II zu einem echten HEIMSpiel machte!
Erstmal galt es allerdings für die Elf des im Sommer scheidenden Jan-Hendrik
Schmidt eine ganze Weile, dem früh eingefangenen Rückstand hinterherzulaufen,
weil sie Stelios Apostolidis über rechts gewähren ließ und auch Deniz Alans
Abschluss aus dem Rückraum eher wenig Beachtung der Blauen bekam (10.).
Ohnehin stellte sich der defensive Zugriff nicht als die Lieblingsdisziplin der
Niendorfer heraus. Levin Ebbersmeyer per Kopf (15.) und Pa Nying im Scheitern
am abtauchenden Noah Meerwinck (16.), ärgerten sich in der Folge über das
verpasste 0:2, das aber vor allem bei einer Dreifachchance binnen weniger
Sekunden für die Herren Torani, Apostolidis und Sylla ein absolutes MUSS
darstellte (43.).
Auch mit getauschten Spielrichtungen setzte sich das Schusspech der
Eimsbütteler fort, leitete Meerwinck einen weiteren Apostolidis-Versuch gekonnt
über den Quader (47.).
Die Hausherren, deren Beiträge sich im wesentlichen aus Standards generierten,
konnten sich dagegen auf die individuellen Qualitäten ihrer juvenilen
Wirbelwinde – und die staunende HEBC-Abwehr verlassen. Keiner der beiden
Innenverteidiger wollte es hier mit Willy Kniesa aufnehmen, worüber er such in
Form des 1:1 satt freute (52.).
Nicht weniger krass das 2:1, bei dem HEBC nach Ballverlust wieder nicht
zurückarbeitete und Dominik Heims sein Solo über das halbe Spielfeld mit der
Führung finalisierte (55.).
Per Alan-Freistoß war der Vorsprung jedoch rasch wieder passé, köpfte der
eingewechselte Ben Sylla Lila-weiß zurück ins Match (68.).
Ein Zustand von nur kurzer Dauer, weil Eigengewächs Heims erst als Verwerter
eines schönen Angriffs über Paul Schneiders Linie stand (71.), ehe es nach
ähnlichem Muster der Treffer aus dem Rückraum war (77.). Und hätte Till Pruns
nicht zu genau an den Innenpfosten gezielte, wäre die Geschichte mit dem 5:2
wohl vorzeitig vom Tisch gewesen (79.).
So aber nahm die Schlussphase nochmal etwas Hektik auf, in der Sylla gegen
Yannik Schlewing das 4:3-Strafstoßtor durch Arun Torani herausholte (90.+5).
Mehr gab es danach nicht mehr zu vermelden.
HEBC scheiterte letztlich an der Chancenverwertung und der luftigen Defensive.
Mehr als Rang neun ist so halt nicht drin.
Die Niendorfer verbesserten sich dagegen unter den Augen von Carrel Segner, der
es mit Ende 60 nochmal wissen will und das Team im Sommer als Coach übernahmen
wird, auf Platz sechs.
Tore: 0:1 Alan (10. Apostolidis), 1:1 Kniesa (52. Schneider),
2:1 Heims (55.), 2:2 Sylla (68. Alan), 3:2 Heims (71. Schneider), 4:2 Heims
(78. Schneider), 4:3 Torani (90.+4, Strafstoßtor, Schlewing an Sylla)
gelbe Karten: Schrage, Kniesa – Meyer, Müller (Trainer)
Schiedsrichter: Ugur Eroglu (Note 2,5)
Zuschauer: 45
Mittwoch, 15. April 2026
Spielbericht Moorreger SV - TuS Appen
Überzahl doch noch genutzt
Derbysieg
im Abstiegskampf! Spät erwachte Moorreger beenden Horror-Serie
Fast ein halbes Jahr Leiden; elf sieglose Partien und der freie Fall in den
Tabellenkeller, doch mit einem Derbysieg gegen TuS Appen meldete sich der
Moorreger SV am Mittwochabend zurück im Abstiegskampf der Kreisliga 01.
Ein Erfolg auf Umwegen, denn anfänglich lag die Spielkontrolle doch deutlich in
den Händen der Gäste, die gleich mit Marlon Deletz´ frei vergeigter
Königschance eröffneten (4.) und MSV-Goalie Niklas Puttmann auch in der Folge gut
unter Stress setzten.
Dann aber der große Paukenschlag im Match, als die Moorreger Maximilian Seubert
lang fanden und dieser nach eigener Kopfballvorlage mit Verteidiger Justin
Konitzka zusammenstieß. Da Leon Prange anschließend von der Abseitsfahne des
Assistenten zurückgewinkt wurde, war es um den Vorteil geschehen. Torschance
also verhindert – glatt Rot für Konietzka nach nur 23 Minuten!
Felix Giesbrechts Kopfball beim fälligen Holz-Freistoß (drüber) schaffte es
indes nur in diesen Text, weil ansonsten nichts wirklich im TuS-Sechzehner
geschah. Lars Getmanns freier Lauf aufs Tor, wiederum vom Assistenten wegen
unglücklicher Passivabseitsauslegung gestoppt, blieb da der größte Aufreger
(26.).
Ganz anders dagegen die Almtwegler, für die drüben Deniz Cebbars Ecke direkt
ans Quergestänge segelte (28.).
Nach einer Stunde war der komplizierte moorreger Abend urplötzlich in den grünen
Bereich gehievt, vollendete Seubert nach Pranges punktgenauem Diagonalball zum
glücklichen 1:0 (60.).
Ein Rückstand, der das Gastteam allerdings nicht vom bisherigen Konzept
abbrachte. So zwang Deletz Puttmann zur parade (69.), die bei einem
Cuius-Freistoß, über das Tor, nicht nötig war (71.). Und auch eine Doppelchance
nach hohem Standard konnte dem knappen Spielstand nichts anhaben – bis die
Roten zu hoch aufgerückt waren und Matteo Cuius die Athletik von Deletz per
Steckpass auf die Scheine gen 1:1-Rechtsschuss brachte (78.).
Der Spieldynamik konnte jedenfalls nichts Besseres passieren, schraubte die
überzählige Elf von Trainer Hakan Harmanci die offensive Drehzahl endlich
einmal nach oben, während der Gegner dem frühen Feldverweis und der intensiven
Spielführung auf Naturrasen physisch Tribut zollen musste.
Für Jubel auf Seiten der Moorreger sorgte dabei schließlich Jannis Frankes
zügiger Einwurf, dank dem Seubert gekonnt an Schlussmann kevin Borkowski
vorbeiziehen konnte, ehe Jonas Kaufmann die Pille schlussendlich zentral zum
2:1 in die Maschen drückte (87.).
Gewonnen war damit aber trotzdem noch nichts, weil wieder Cuius Gefahr per
Freistoß ins Getümmel stiftete (90.). Ein Fall für Puttmann, dessen abermalige
Rettungstat den Weg zum wichtigen Dreier weiter pflastern sollte. Schließlich
nutzten seine Vorderleute eine Vorteilssituation (hartes Foul an Prange) geradlinig,
um mit Seubert und den einlaufend versenkenden Franke auf den 3:1-Endstand zu
stellen (90.+3).
Mit Matchglück, einem starken Torwart und Dreifachscorer Seubert stehen die
Sterne im Abstiegskampf nun wieder ein Stückchen besser, für den MSV. Auch,
weil man den geschlagenen Nachbarn mit in den Negativstrudel zog. Was aus TuS-Sicht
allerdings noch mehr Sorgen bereitet: die Personallage. Zwar schickte man heute
drei Ersatzleute ins Rennen, doch durch zwei Verletzungen (und Konietzkas Hinausstellung)
beendete man die Partie sogar nur noch zu acht. So steht auch der kommende Kick
gegen die Reserve des Heidgrabener SV schon jetzt unter schwierigen Vorzeichen…
Tore: 1:0 Seubert (60. Prange), 1:1 Deletz (78. Cuius), 2:1
Kaufmann (87. Seubert), 3:1 Franke (90.+3, Seubert)
gelbe Karten: C. Harmanci, Seubert – Hippe, Cebbar
rote Karte: Konietzka (TuS Appen, 23., Notbremse an Seubert)
Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt)
Zuschauer: 33
Dienstag, 14. April 2026
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - TSV Sparrieshoop II
Gencler belässt es beim 4:0
Spitzenteam
mit moderatem Erfolg gegen nachher neun Sparrieshooper
Turmhoch überlegen, aber am Ende sicherlich etwas zu niedrig löste Gencler
Birligi Elmshorn seine dienstagabendliche Nachholaufgabe gegen die Reserve des
TSV Sparrieshoop, schloss die Elf von Trainer Mohsen Jafari mit einem
4:0-Erfolg zum Führungsduo der Kreisklasse 01 auf.
Bevor die Platzherren in der Abenddämmerung des Krückaustadions ihre Früchte
ernteten, machten sie es sich mit einer wahrlich verschwenderischen
Chancenverwertung erstmal selber schwierig. Vor allem Routinier Gökalp Bas
wollte irgendwie einfach kein Tor gelingen. Dabei hatte er doch insbesondere
bei seiner Großchance aus der 27. Minute sooo genau gezielt – zu genau, denn
der Ball landete am Innenpfosten!
Gencler vorne also ordentlich im Pech und hinten ungeschickt, holte Verteidiger
Jilaani Cabdulaahi Gegenspieler Conor Feldt im Sechzehner von den Beinen, was
Schiri Reiner Röschke (Holsatia Elmshorn) berechtigterweise auf den Punkt
zeigen ließ. Immerhin vergeigte diesmal auch der TSV, für den Tormann Jannes
Sötje den Kürzeren im Duell mit Gegenüber Mümün Ahmet Oglou zog (35.).
Ansonsten aber machte der Aufstiegskandidat weiter fleißig Betrieb, scheiterte
durch Ümit Özdemir (38.) und abermals Bas (45.) jedoch zwei weitere Male an
Sötje, der zwischen den Pfosten freilich besser aufgehoben ist, als in der
Rolle des Torjägers.
Dann aber war es endlich so weit: Ecke von links in die Mitte, kein
Sparrieshooper mit Klärungskompetenz und so murmelte Nihat Meric das Ding doch
noch zum 1:0-Halbzeitstand über die Linie (45.+1).
Ebenfalls aus nicht allzu großer Distanz durchbrach Bas kurz nach der Pause
endlich auch seinen Tor-Fluch, indem er ein Querspiel Nidal Topals mühelos ins
leere Tor einschob (49.).
Die Zeichen klar auf Heimsieg, doch nur ein Sekundschlaf und schon könnte alles
wieder wackeln, wie eine gute Chance für Yilmaz Ercek zeigte. Der erfahrene
Angreifer erwischte die Kugel auf Steckpass Nico Scharfschwerdts aber nicht
nach Wunsch (51.).
Stattdessen machten die Herren in schwarz wenig später alles vorzeitig klar,
indem ein langer Cabdulaahi-Schlag genau zu Meric durchrutschte und der
einstige Landesliga-Kicker vor Sötje keine Nerven zeigte (56.).
Ali Atas aus Idealposition (62.) und erneut Özdemir aus dem Lauf (65.) hatten
in der Folge gar das 4:0 auf dem Fuß, bevor das Match bis in die Schlusswehen
nur noch vor sich hin plätscherte. Ein wenig aus dem Nichts fiel daher noch
Özdemirs nachgeholter 4:0-Schlusspunkt, den ihm der gegnerische Tormann per Fehlabschlag
unfreiwillig serviert hatte (83.).
Ein gebrauchter Tag für den ehemaligen Horster, dem zum Schluss wegen diverser
Angeschlagenheiten nur noch acht Vorderleute blieben. Die einen konnten – die anderen
wollten nicht mehr.
Tore: 1:0 Meric (45.+1), 2:0 Bas (49. Topal), 3:0 Meric (56.
Cabdulahaahi), 4:0 Özdemir (85.)
Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 30
besonderes Vorkommnis: Sötje (TSV Sparrieshoop II, scheitert mit
Strafstoß an Ahmet Oglou, Cabdulaahi an Feldt).
Sonntag, 12. April 2026
Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm
Sieg verschwindet in
erfolgsvernichtenden Höhen
Späten
Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen
Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV
Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl
klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus
druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften
Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele
Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles
hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers
geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen
zu überraschend wird, kommt beim
kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener
Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri
Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben
Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen
Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in
der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel
Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte
der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die
torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten
Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die
Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden
Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17
Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den
SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum
zweitplatzierten Rissener SV geht.
Tore: Fehlanzeige
gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek
Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 45
.jpg)

.jpg)

.jpg)


.jpg)

.jpg)
.jpg)


.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)


.jpg)
.jpg)


.jpg)
.jpg)
.jpg)