Samstag, 25. April 2026

Spielbericht TuS Nortorf - SV Blau-weiß Wesselburen

TuS Nortorf unbeirrt
Nächster Schritt gen Landesliga – Blau-weiß vor entscheidenden Wochen

Grün-weiß Todenbüttel, Osterrönfelder TSV, Merkur Hademarschen und Veneta Audorf – vor allem vier direkte Duelle zur Rettung der Verbandsligazugehörigkeit hat die tief im Tabellenkeller gefangene Elf des SV Blau-weiß Wesselburen noch als Strohhalm im Köcher. TuS Nortorf, seines Zeichens unangefochtener Primus auf dem Weg in die Landesliga, war zum 27. Spieltag der Weststaffel die falsche Adresse für Zählbares.
Obwohl man hinten erstmal nicht viel zulief, setzte es dennoch bereits nach einer halben Stunde den zu erwartenden 0:2-Rückstand.
Erst nutzte nämlich Alexander Gerst den mangelnden Zugriff im Sechzehner zur frühen TuS-Führung (10.); dann legte der fleißige Malte Lucht auf Mika Jöhncks durchgesteckten Ball die Verdopplung nach (30.).
Gänzlich chancenlos blieben die Dithmarscher allerdings keineswegs. So ließ Schiedsrichterassistent Louis Pfeil (FC Dornbreite Lübeck) seinen Wimpel unten, als der steil geschickte Melvin Friedrichsen auf rechts plötzlich freie Bahn hatte, TuS-Fänger Florian Gerloff aber die nötige Fläche zur Fußabwehr machte (19.). Und auch eine Kopfballchance für den baumlangen Mats Block schickte sich an, den Spitzenreiter zu ärgern (35.).
Nachdem die Hausherren in den Minuten vor der Pause wiederum mehrfach das beruhigende 3:0 verpasst hatten, durfte sich Blau-weiß von der Strafstoßmarke aus zurück ins Spiel schießen, verkürzte Nico Schulz sicher auf 2:1, nachdem der Strafraumzweikampf Schmidt/S. Block einen durchaus zeigenswerten Spielzug der Gäste unsanft gestoppt hatte (60.).
Bevor der Außenseiter, der sich bereits beim nachgeholten Hinspiel (1:2) vor zehn Tagen wacker schlug, zur großen Aufholjagd gegen die fünfte Niederlage in Folge blies, stellten die Mittelholsteiner die zwei-Tore-Führung just wieder her, als Schlussmann Torben Rose eine Jöhnck-Ecke im Herauskommen nicht sichern konnte und Jarmo Schmidt den freien Ball gedankenschnell aus der Bewegung zum 3:1 versenkte (72.).
Immerhin gab sich der Vorjahreszehnte in der Folge nicht auf, probierte es durch einen Schuldt-Freistoß (75.) und M. Blocks schwierig zu nehmenden Rechtsschuss (81.) – erfolglos. Weil auf der anderen Seite aber auch Lucht an Rose scheiterte (78.) und Top-Torjäger Lasse Böttcher (23 Treffer) bei abermaliger Jöhnck-Ecke nur den Pfosten traf (79.), blieb es beim 3:1, durch das TuS Nortorf den Aufstiegssekt nun schon in den Kühlschrank stellte. Zwölf Zähler auf die SG Geest 05 und 15 auf den TSV Heiligenstedten (eine Partie weniger) schreien fünf Runden vor Saisonende förmlich nach der Promotion.
Kommenden Mittwoch gilt die volle Konzentration allerdings erstmal dem Halbfinale auswärts im Kreispokal Holstein. Gegner ist der Staffelkonkurrent aus Wasbek.
Für Blau-weiß starten unterdessen am Donnerstag die Wochen der Entscheidung mit vier Heimspielen. Nun also gilt es für die Meuter-Equipe!

Tore: 1:0 Gerst (10.), 2:0 Lucht (30. Jöhnck), 2:1 Schulz (60., Strafstoßtor, Schmidt an S. Block), 3:1 Schmidt (72. Jöhnck)

gelbe Karten: keine – Friedrichsen, Schulz

Schiedsrichter: Lovis Nesemann (SuF Herrnburg, Note 2,5)

Zuschauer: 75




Freitag, 24. April 2026

Spielbericht SV Lieth - TuS Holstein Quickborn

Holsteins Rache über links
3:1 bei der SV Lieth: Quickborner halten Umwertungshinspielsieger im Keller

„Jaaaa, Kreisliga!“, jubelte TuS Holsteins Kapitän Tim Homfeldt nach dem Spiel wenig vorbildlich in Richtung des Gegners, doch was als Provokation gemeint war, erhielt im vorangegangenen Freitagabendmatch der Bezirksliga 01 tatsächlich weiteres Futter. Die SV Lieth trudelt eine Woche nach dem wichtigen Dreier beim VfL Pinneberg (3:1) wieder zurück gen Abgrund.
Mit der Chance, die Abstiegsplätze zumindest über Nacht verlassen zu können, aber auf dem Feld mit nur geringen Spielanteilen, gestaltete sich das Geschehen wieder einmal früh zu Ungunsten der SVL, die den Quickbornern im Aufbau weder Druck, noch Raumverdichtung antat und daher geradezu folgerichtig in Rückstand geriet. Vollstreckung fand das 0:1 durch Finn Striplings linken Liniensprint und Tom Meyers ideales Einlaufen zwischen Innen- und Linksverteidiger, inklusive erfolgreichem Grätschschuss aus fünf Metern (11.).
Zwar antwortete der Abstiegskandidat mit einer guten Kopfballchance für Felix Schröder, als dieser einen kopfverlängerten Tündermann-Einwurf aus der Nahdistanz nicht statistikrelevant verwerten konnte (18.), doch ein lückenhaftes Pressing warf Schröder und Co noch eine weitere Meile zurück. Rasch überbrückte TuS Holstein von hinten heraus über Mika Lorenz´ tiefen Ball das Mittelfeld, woraufhin Sohrab Safi den orientierungslosen Luca Albers im langen Bogen überlief. Gegen Safis Versuch aus spitzem Winkel wehrte SVL-Schlussmann Patrick Klösel auch noch zu kurz in die Mitte ab und schon staubte Artin Shahrampour zur Verdopplung ab (23.).
Immerhin konnten in der Folge einige Halbchancen des Gegners als überstanden vermeldet werden, ehe Philipp Matthiessen den Ball in der Bewegung nach innen auf den Torwart brachte (24.) und  Meraja Magens das Tor aus einer geahndeten Abseitsposition heraus traf (25.).
Eine nachhaltige Veränderung der Spielstatik verursachte allerdings mit Jamal Faisy ein Dunkelblauer, indem er Matthiessen ungestüm stempelte. Was Schiedsrichter Rasim Islamoglu (Inter Hamburg) mit etwas Verzögerung realisierte, hatten die Liether da natürlich schon sofort gewusst: das MUSS die Ampelkarte für den früh vorbelasteten (14.) 19-Jährigen sein (36.)!
Mit einem Mann mehr auf der Koppel klappte es quasi mit dem Halbzeitpfiff auch mit dem Anschlusstreffer, als Moritz Schulz rasch auf den weiterleitenden Matthiessen einwarf und Magens Gegenspieler Hendrik Stättner zum Strafraumtänzchen bat (45.+2). Ballführung, Geschwindigkeit und die Schusstechnik in die lange Ecke belegten, warum die monatelange Verletzungsabstinenz des jungen Einzelkönners ein entscheidender Faktor dieser verkorksten Saison ist.
Auch seine Kollegen machten sich mit verbesserter Körpersprache ans Ausgleichswerk, das insbesondere durch Striplings Lapsus im eigenen Sechzehner durchaus in der Luft lag. Nur tauchte Gäste-Fänger Nick Hoffmann behände gegen Matteo Schuchhardts Abschluss aus elf Metern ab (48.).
Auch sonst war in der Folge immer irgendeiner der jetzt klar tiefer gestaffelten Eulenstädter im Weg, sodass die Zeit so langsam gegen die „Liether Löwen“ spielte. Vorne fehlte also die Durchschlagskraft, während der Widersacher aus dem oberen Tabellendrittel auf der anderen Platzhälfte alles klar machte. Abermals über links schüttelte diesmal der eingewechselte Mikel Mucaku Kontrahent Julien Duffke ab, um erst zu bedauern, dass die eher zufällig bei Pedro Pohl gelandete Hereingabe nicht zur Toreinleitung avancierte, weil sich Klösel im Direktduell schön groß machte. Nils Witts schwache Klärung ins Zentrum nutzte Jawad Faizy aber kurzerhand zum fiesen 1:3-Distanzaufsetzer (83.).
Einmal noch hauchte eine Chance per Freistoß der Heim-Elf ein Momentchen der Hoffnung ein, nur sicherte N. Hoffmann Witts Kopfball und damit auch den Auswärtssieg (85.).
Für den Eingriff in den Aufstiegskampf reicht es dennoch längst nicht mehr. Mit „schuld“ daran ist ausgerechnet die schon vorher nicht sonderlich geschätzte SV Lieth, der man durch die Selbsteinwechslung von Coach Ibrahim Yener (zu diesem Zeitpunkt rotgesperrt) trotz sportlichem 5:2 einen 3:0-Auswärtssieg via Umwertung schenkte.
Nicht einmal vier Kilometer weiter stieg daher fast zeitgleich das Spitzenspiel zwischen dem FC Elmshorn und dem Kummerfelder SV. Der FCE gewann übrigens mit 3:1 und steht als Meister und künftiger Landesligist fest.
Die Verhinderung eines Zweiklassenunterschieds zwischen den Rivalen in Elmshorn und Umland haben die Jungs aus dem Liether Wald dagegen langsam nicht (mehr) in eigener Hand. Ein Kellerduell gegen HSV IV steht zwar noch aus, doch der vorletzte Platz und zwei Punkte Rückstand auf die Rothosen (erster nicht-Abstiegsplatz) und die Aussicht, nun zu den torhungrigen Germanen nach Schnelsen zu müssen, hängen – wie die schlechte Trainingsbeteiligung – als Damoklesschwert über dem Butterberg.

Tore: 0:1 Meyer (11. Stripling), 0:2 Shahrampour (23. Safi), 1:2 Magens (45.+2, Matthiessen), 1:3 Jawad Faizy (83. Pohl)

gelbe Karten: Magens, Duffke, Behrens, Witt – Stripling, Lorenz, Appiah, Homfeldt

gelb-rote Karte: Jamal Faizy (TuS Holstein, 36., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Rasim Islamoglu (Inter Hamburg)

Zuschauer. 50


Mittwoch, 22. April 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV

Seuberts Derby-Show
Dreierpacker schießt Moorreger SV über den Strich

Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit, mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum 1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig. Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten Karton ab, weil er einen Ersatzball absichtlich in einen gegnerischen Angriff einrollte (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen (90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel, dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für „Raubüberfall“)…

Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2 Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J. Kühl an Franke)

gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H. Harmanci (Trainer)

rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90


Dienstag, 21. April 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist II - FC Elmshorn II

Arbeit für den HFV
Drei Platzverweise! Heistmer Reserve gewinnt trotzdem

13. Minute der Nachspielzeit: Es ist tatsächlich vollbracht! Trotz aller Widerstände – vor allem einer mehrfachen Unterzahl – hat die Zweitvertretung des TSV Heist selbige des FC Elmshorn im Nachtragskick der Kreisklasse 01 mit 4:3 niedergerungen.
Gar nicht mal ungewöhnlich hatte das Mittelfeldduell begonnen. Einen Schritt schneller als Gegenspieler Milot Bashotaj, verwertete Torjäger Marcel Münster eine Hereingabe Max Ossenbrüggens zum 1:0 (15.), dem der FCE durch Ayaz Aloskans vorzüglichen Abschluss auf Anspiel Diar Bashotajs rasch den Ausgleich konterte (19.).
Dann allerdings wurde es erstmals dubios. Ein hoher Ball im heistmer Strafraum und plötzlich ein Pfiff: Strafstoß für Gäste! Ob nun wirklich Handspiel oder nicht; egal, denn Marvin Scholz angelte sich den Schuss von Aloskan (30.).
Auch das folgende Chancenplus blieb aus Sicht der im Aufstiegskampf inzwischen abgehängten Krückaustädter ungenutzt. Der Pausenstand von 1:1 daher ein wenig schmeichelhaft für den TSV, der seinerseits allerdings durch Finn Roths überhasteten Abschluss seine Fühler in Richtung 2:1 ausstreckte (40.).
Nach Marius Kocks schönem Anspiel in die Spitze war es Anfang des zweiten Abschnitts doch geschafft, setzte sich Patrick Günsch willensstark gegen FCE-Fänger Okan Cicek durch (51.), ehe auch Routinier Eike Schmidt den hier etwas unglücklichen Torsteher per direktem Freistoß überwand (72.).
Der TSV in diesem tempoarmen Spiel im zwei-Tore-Vorteil, doch der Schiri hatte offenbar andere Pläne, die Scholz erneut als amtlicher Elferkiller gegen Fisnik Kelmendi durchkreuzte (64.). Ein Kontakt zwischen Marius Kock und dem gefoulten Aloskan hatte hier zwar vorgelegen, doch stand der Elmshorner Kapitän zuvor doch ein ganzes Stück im Abseits…
Zehn Minuten vor dem (angesetzten) Ende durfte dann mit Osman Acar der dritte Weinrote zum Punkt, nachdem Rene Koppers im Zweikampf ungeschickt zu Werke ging und obendrauf auch noch die überzogene Ampelkarte kassierte (ballorientiertes Foul, 80.).
Immerhin Acar bekam seine sieben Sachen zusammen und verwandelte linksunten zum Anschlusstreffer, dem wiederum das geradlinige Direktspiel durchs Zentrum das eingespitzelte 3:3 durch Sevkan Aras hinterher folgen ließ (84.).
Das Momentum auf der eigenen Seite und ab der 88. Minute sogar zwei Mann mehr auf dem Platz (niemand, nicht einmal Marius Kock selbst, wusste, warum er im Anschluss an einen Defensivzweikampf auf seiner Linksverteidigerposition den Feldverweis kassierte), war die endgültige Wende doch nur noch reine Formsache. Ärgerlich nur für den FCE, dass man bei nun drückender Überlegenheit die Kugel nicht mehr über die Linie bekam.
Stattdessen blieb bei einem Foul am verletzt ausscheidenden Kevin Winter keine andere Wahl, als auf den folgenschweren Freistoß pro TSV zu entscheiden. Günsch brachte diesen hoch von rechts in den Sechzehner, wo Roth plötzlich ganz alleine abziehen konnte und mit rechts das nicht mehr erwartete 4:3 erzielte (90+9.).
Schier ewige 210 Sekunden galt es für die Heistmer allerdings noch zu überstehen. Angetrieben von ihren direkt auf der Seitenlinie stehenden Anhang stehenden Unterstützern, schalteten die Jungs von Trainer Vedat Akpinar noch eine Art Schlussoffensive, die aber – passend zum verkorksten Abend – kopflos im Sande verlief.
Die Punkte blieben an der Hamburger Straße – teuer erkämpfte Zähler, denn neben Koppers und Kock hatte zwischendurch auch Torjäger M. Münster als bereits ausgewechselter Spieler wegen einer etwas zu direkten Ansprache in Richtung der Spielleitung den roten Karton gesehen. Das Sportgericht des HFV wird in den kommenden Tagen jede Menge zu tun bekommen, kündigte der Pfeifenmann obendrein an, geäußerte Kritik Seitens des TSV Heist nach dem Spiel beim Landesverband zur Anzeige zu bringen. Die Hausherren wollen mit der Videoaufzeichnung der Partie dagegen halten…

Tore: 1:0 M. Münster (15. M. Ossenbrüggen), 1:1 Aloskan (19. Diar Bashotaj), 2:1 Günsch (50. Kock), 3:1 E. Schmidt (72., direkter Freistoß), 3:2 Acar (80., Strafstoßtor, Koppers an Kelmendi), 3:3 Aras (84. Poyaz), 4:3 Roth (90.+9, Günsch)

rote Karten: Kock (TSV Heist II, 88.), M. Münster (TSV Heist II, 89., Schiedsrichterbeleidigung)

gelb-rote Karte: Koppers (TSV Heist II, 80., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Selcuk Karaman (Gencler Birligi Elmshorn)

Zuschauer: 32

besondere Vorkommnisse:
- Aloskan (FC Elmshorn II) scheitert mit Strafstoß an Scholz (30., Handspiel).
- Kelmendi (FC Elmshorn II) scheitert mit Strafstoß an Scholz (64., Kock an Aloskan).




Sonntag, 19. April 2026

Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth

Zündstoff für den Keller
Sie können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen

Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet.  Ein schwieriges Setting, das sich für den Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete, sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte (90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3) neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle Emotionspalette.  

Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2 Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)

gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu

gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)

Zuschauer: 102








Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn

Primus verzockt seinen Thron
Remis nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel

Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde 26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen, Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte (35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte (44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt, der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14) vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.

Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya), 0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47., Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)

gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar

Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)

Zuschauer: 50




Samstag, 18. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV III - HEBC II

HEIMSieg
Junger Dreierpacker führt NTSV III nach der Pause ins Glück

Niendorf 3 ohne Spektakel? Ausgeschlossen! Auch im Duell der Mittelfeldnachbarn präsentierte man am heimischen Bondenwald die volle Klaviatur des wöchentlichen Bezirksliga-Wahnsinns. Besonders prägend dafür: ein junges Eigengewächs, das die Partie gegen HEBC II zu einem echten HEIMSpiel machte!
Erstmal galt es allerdings für die Elf des im Sommer scheidenden Jan-Hendrik Schmidt eine ganze Weile, dem früh eingefangenen Rückstand hinterherzulaufen, weil sie Stelios Apostolidis über rechts gewähren ließ und auch Deniz Alans Abschluss aus dem Rückraum eher wenig Beachtung der Blauen bekam (10.).
Ohnehin stellte sich der defensive Zugriff nicht als die Lieblingsdisziplin der Niendorfer heraus. Levin Ebbersmeyer per Kopf (15.) und Pa Nying im Scheitern am abtauchenden Noah Meerwinck (16.), ärgerten sich in der Folge über das verpasste 0:2, das aber vor allem bei einer Dreifachchance binnen weniger Sekunden für die Herren Torani, Apostolidis und Sylla ein absolutes MUSS darstellte (43.).
Auch mit getauschten Spielrichtungen setzte sich das Schusspech der Eimsbütteler fort, leitete Meerwinck einen weiteren Apostolidis-Versuch gekonnt über den Quader (47.).
Die Hausherren, deren Beiträge sich im wesentlichen aus Standards generierten, konnten sich dagegen auf die individuellen Qualitäten ihrer juvenilen Wirbelwinde – und die staunende HEBC-Abwehr verlassen. Keiner der beiden Innenverteidiger wollte es hier mit Willy Kniesa aufnehmen, worüber er such in Form des 1:1 satt freute (52.).
Nicht weniger krass das 2:1, bei dem HEBC nach Ballverlust wieder nicht zurückarbeitete und Dominik Heims sein Solo über das halbe Spielfeld mit der Führung finalisierte (55.).
Per Alan-Freistoß war der Vorsprung jedoch rasch wieder passé, köpfte der eingewechselte Ben Sylla Lila-weiß zurück ins Match (68.).
Ein Zustand von nur kurzer Dauer, weil Eigengewächs Heims erst als Verwerter eines schönen Angriffs über Paul Schneiders Linie stand (71.), ehe es nach ähnlichem Muster der Treffer aus dem Rückraum war (77.). Und hätte Till Pruns nicht zu genau an den Innenpfosten gezielte, wäre die Geschichte mit dem 5:2 wohl vorzeitig vom Tisch gewesen (79.).
So aber nahm die Schlussphase nochmal etwas Hektik auf, in der Sylla gegen Yannik Schlewing das 4:3-Strafstoßtor durch Arun Torani herausholte (90.+5).
Mehr gab es danach nicht mehr zu vermelden.
HEBC scheiterte letztlich an der Chancenverwertung und der luftigen Defensive. Mehr als Rang neun ist so halt nicht drin.
Die Niendorfer verbesserten sich dagegen unter den Augen von Carrel Segner, der es mit Ende 60 nochmal wissen will und das Team im Sommer als Coach übernahmen wird, auf Platz sechs.

Tore: 0:1 Alan (10. Apostolidis), 1:1 Kniesa (52. Schneider), 2:1 Heims (55.), 2:2 Sylla (68. Alan), 3:2 Heims (71. Schneider), 4:2 Heims (78. Schneider), 4:3 Torani (90.+4, Strafstoßtor, Schlewing an Sylla)

gelbe Karten: Schrage, Kniesa – Meyer, Müller (Trainer)

Schiedsrichter: Ugur Eroglu (Note 2,5)

Zuschauer: 45




Mittwoch, 15. April 2026

Spielbericht Moorreger SV - TuS Appen

Überzahl doch noch genutzt
Derbysieg im Abstiegskampf! Spät erwachte Moorreger beenden Horror-Serie

Fast ein halbes Jahr Leiden; elf sieglose Partien und der freie Fall in den Tabellenkeller, doch mit einem Derbysieg gegen TuS Appen meldete sich der Moorreger SV am Mittwochabend zurück im Abstiegskampf der Kreisliga 01.
Ein Erfolg auf Umwegen, denn anfänglich lag die Spielkontrolle doch deutlich in den Händen der Gäste, die gleich mit Marlon Deletz´ frei vergeigter Königschance eröffneten (4.) und MSV-Goalie Niklas Puttmann auch in der Folge gut unter Stress setzten.
Dann aber der große Paukenschlag im Match, als die Moorreger Maximilian Seubert lang fanden und dieser nach eigener Kopfballvorlage mit Verteidiger Justin Konitzka zusammenstieß. Da Leon Prange anschließend von der Abseitsfahne des Assistenten zurückgewinkt wurde, war es um den Vorteil geschehen. Torschance also verhindert – glatt Rot für Konietzka nach nur 23 Minuten!
Felix Giesbrechts Kopfball beim fälligen Holz-Freistoß (drüber) schaffte es indes nur in diesen Text, weil ansonsten nichts wirklich im TuS-Sechzehner geschah. Lars Getmanns freier Lauf aufs Tor, wiederum vom Assistenten wegen unglücklicher Passivabseitsauslegung gestoppt, blieb da der größte Aufreger (26.).
Ganz anders dagegen die Almtwegler, für die drüben Deniz Cebbars Ecke direkt ans Quergestänge segelte (28.).
Nach einer Stunde war der komplizierte moorreger Abend urplötzlich in den grünen Bereich gehievt, vollendete Seubert nach Pranges punktgenauem Diagonalball zum glücklichen 1:0 (60.).
Ein Rückstand, der das Gastteam allerdings nicht vom bisherigen Konzept abbrachte. So zwang Deletz Puttmann zur parade (69.), die bei einem Cuius-Freistoß, über das Tor, nicht nötig war (71.). Und auch eine Doppelchance nach hohem Standard konnte dem knappen Spielstand nichts anhaben – bis die Roten zu hoch aufgerückt waren und Matteo Cuius die Athletik von Deletz per Steckpass auf die Scheine gen 1:1-Rechtsschuss brachte (78.).
Der Spieldynamik konnte jedenfalls nichts Besseres passieren, schraubte die überzählige Elf von Trainer Hakan Harmanci die offensive Drehzahl endlich einmal nach oben, während der Gegner dem frühen Feldverweis und der intensiven Spielführung auf Naturrasen physisch Tribut zollen musste.
Für Jubel auf Seiten der Moorreger sorgte dabei schließlich Jannis Frankes zügiger Einwurf, dank dem Seubert gekonnt an Schlussmann kevin Borkowski vorbeiziehen konnte, ehe Jonas Kaufmann die Pille schlussendlich zentral zum 2:1 in die Maschen drückte (87.).
Gewonnen war damit aber trotzdem noch nichts, weil wieder Cuius Gefahr per Freistoß ins Getümmel stiftete (90.). Ein Fall für Puttmann, dessen abermalige Rettungstat den Weg zum wichtigen Dreier weiter pflastern sollte. Schließlich nutzten seine Vorderleute eine Vorteilssituation (hartes Foul an Prange) geradlinig, um mit Seubert und den einlaufend versenkenden Franke auf den 3:1-Endstand zu stellen (90.+3).
Mit Matchglück, einem starken Torwart und Dreifachscorer Seubert stehen die Sterne im Abstiegskampf nun wieder ein Stückchen besser, für den MSV. Auch, weil man den geschlagenen Nachbarn mit in den Negativstrudel zog. Was aus TuS-Sicht allerdings noch mehr Sorgen bereitet: die Personallage. Zwar schickte man heute drei Ersatzleute ins Rennen, doch durch zwei Verletzungen (und Konietzkas Hinausstellung) beendete man die Partie sogar nur noch zu acht. So steht auch der kommende Kick gegen die Reserve des Heidgrabener SV schon jetzt unter schwierigen Vorzeichen…

Tore: 1:0 Seubert (60. Prange), 1:1 Deletz (78. Cuius), 2:1 Kaufmann (87. Seubert), 3:1 Franke (90.+3, Seubert)

gelbe Karten: C. Harmanci, Seubert – Hippe, Cebbar

rote Karte: Konietzka (TuS Appen, 23., Notbremse an Seubert)

Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt)

Zuschauer: 33


Dienstag, 14. April 2026

Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - TSV Sparrieshoop II

Gencler belässt es beim 4:0
Spitzenteam mit moderatem Erfolg gegen nachher neun Sparrieshooper

Turmhoch überlegen, aber am Ende sicherlich etwas zu niedrig löste Gencler Birligi Elmshorn seine dienstagabendliche Nachholaufgabe gegen die Reserve des TSV Sparrieshoop, schloss die Elf von Trainer Mohsen Jafari mit einem 4:0-Erfolg zum Führungsduo der Kreisklasse 01 auf.
Bevor die Platzherren in der Abenddämmerung des Krückaustadions ihre Früchte ernteten, machten sie es sich mit einer wahrlich verschwenderischen Chancenverwertung erstmal selber schwierig. Vor allem Routinier Gökalp Bas wollte irgendwie einfach kein Tor gelingen. Dabei hatte er doch insbesondere bei seiner Großchance aus der 27. Minute sooo genau gezielt – zu genau, denn der Ball landete am Innenpfosten!
Gencler vorne also ordentlich im Pech und hinten ungeschickt, holte Verteidiger Jilaani Cabdulaahi Gegenspieler Conor Feldt im Sechzehner von den Beinen, was Schiri Reiner Röschke (Holsatia Elmshorn) berechtigterweise auf den Punkt zeigen ließ. Immerhin vergeigte diesmal auch der TSV, für den Tormann Jannes Sötje den Kürzeren im Duell mit Gegenüber Mümün Ahmet Oglou zog (35.).
Ansonsten aber machte der Aufstiegskandidat weiter fleißig Betrieb, scheiterte durch Ümit Özdemir (38.) und abermals Bas (45.) jedoch zwei weitere Male an Sötje, der zwischen den Pfosten freilich besser aufgehoben ist, als in der Rolle des Torjägers.
Dann aber war es endlich so weit: Ecke von links in die Mitte, kein Sparrieshooper mit Klärungskompetenz und so murmelte Nihat Meric das Ding doch noch zum 1:0-Halbzeitstand über die Linie (45.+1).
Ebenfalls aus nicht allzu großer Distanz durchbrach Bas kurz nach der Pause endlich auch seinen Tor-Fluch, indem er ein Querspiel Nidal Topals mühelos ins leere Tor einschob (49.).
Die Zeichen klar auf Heimsieg, doch nur ein Sekundschlaf und schon könnte alles wieder wackeln, wie eine gute Chance für Yilmaz Ercek zeigte. Der erfahrene Angreifer erwischte die Kugel auf Steckpass Nico Scharfschwerdts aber nicht nach Wunsch (51.).
Stattdessen machten die Herren in schwarz wenig später alles vorzeitig klar, indem ein langer Cabdulaahi-Schlag genau zu Meric durchrutschte und der einstige Landesliga-Kicker vor Sötje keine Nerven zeigte (56.).
Ali Atas aus Idealposition (62.) und erneut Özdemir aus dem Lauf (65.) hatten in der Folge gar das 4:0 auf dem Fuß, bevor das Match bis in die Schlusswehen nur noch vor sich hin plätscherte. Ein wenig aus dem Nichts fiel daher noch Özdemirs nachgeholter 4:0-Schlusspunkt, den ihm der gegnerische Tormann per Fehlabschlag unfreiwillig serviert hatte (83.).
Ein gebrauchter Tag für den ehemaligen Horster, dem zum Schluss wegen diverser Angeschlagenheiten nur noch acht Vorderleute blieben. Die einen konnten – die anderen wollten nicht mehr.

Tore: 1:0 Meric (45.+1), 2:0 Bas (49. Topal), 3:0 Meric (56. Cabdulahaahi), 4:0 Özdemir (85.)

Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Sötje (TSV Sparrieshoop II, scheitert mit Strafstoß an Ahmet Oglou, Cabdulaahi an Feldt).





Sonntag, 12. April 2026

Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm

Sieg verschwindet in erfolgsvernichtenden Höhen
Späten Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen

Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen zu überraschend wird,  kommt beim kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17 Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum zweitplatzierten Rissener SV geht.

Tore: Fehlanzeige

gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek

Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 45