Sonntag, 30. Juli 2023

Spielbericht FC Elazig Spor Hamburg - Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft II

…dann flogen die Fäuste…
Spielabbruch zum KK7-Saisonauftakt in Borgfelde  

Spieltag Nummer eins der Kreisklasse 7 und schon erlebte sie ihren ersten handfesten – besser gesagt, faustfesten Skandal: Gewaltbedingter Spielabbruch an der Wendenstraße zwischen dem FC Elazig Spor und der Reserve der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft!
Aber zunächst zum Sportlichen: Dieses bestimmte auf dem gut bespielbaren Hartplatz zu Beginn die Auswärts-Elf, die ihre Tempovorteile häufig mit tiefen Bällen hinter die Elazig Spor-Kette auszuspielen versuchte. Rustam Weizel kam so früh zum Versuch ans Außennetz (3.).
Besser erging es dem einstigen Dersimspor-Kicker in Minute 18, als die Kugel einmal flüssig über Mohibullah Bashar und Hüseyin Kiraz auf rechts beim drüben flach einschiebenden 33-Jährigen landete.
Fußballerisch nicht unbedingt glanzvoll, aber unterhaltsam ging es weiter. Ex-Oberligaspieler Mahir Jernane probierte sich für die Hausherren per Freistoß (drüber, 28.) – Kiraz zog aus 22 Metern den Kürzeren gegen Torsteher Dozvan Habash (22.). Auch Daniel Schreiber piekte das Spielgerät im Konter der Gäste nicht ins anvisierte Tor (41.).
Nicht so Bashar, der einen zweiten Ball kurzerhand aus der Distanz zum 0:2 hineinhob (42.). Im direkten Gegenzug dann ein schlecht getimter Torwarteinsatz im HNT-Sechzehner – Strafstoß! Ein Fall für den mittlerweile 37-jährigen Jernane, der sicher auf 1:2 verkürzte (43.).
Noch mehr Grund zum Jubeln kurz nach der Pause: Flanke Bahadir Ayhan – Kopfball Mehmet Polat und der Rückstand war egalisiert (49.). Jedoch nur für kurze Zeit, verlängerte der präsente Kiraz eine Sharifi-Ecke clever auf den alleingelassenen Nevin Pozderac da Silva, dessen 2:3 wiederum eine passende Reaktion erhielt. Shorshan Habash war es, der in den Nachwehen eines zunächst geklärten Eckstoßes den Kopfstoß zum erneuten Gleichstand hineinsegeln ließ (60.).
Und weil Tore mit dem Schädel heuer en vogue waren, ließ sich auch Kleiderschrank Weizel nicht lumpen. Hoch oben nickte der Mann mit der Nummer 67 einen langen Kiraz-Freistoß ein (64.), während er beim 3:5 durch Kiraz mit Übersicht als Flankengeber agierte (77.).
Zwischendurch bemühte sich der Aufsteiger um Zählbares in diesem Duell, das immer wieder kleine Fouls und Diskussionen – auch mit dem Anhang des HNT – innehatte.
Die beste Gelegenheit vergab man dabei in Form eines Freistoßes in die Mauer, woraufhin Onur Akdogan den Nachschuss nicht voll erwischte (76.).
Knappe zehn Minuten vor dem Ende dann der große Knall an der Wendenstraße! Angreiferfoul von Elazig Spors Erhan Tunc, der für seine aufbrausende Kontaktaufnahme mit Gegenspieler Kiraz zu Recht den gelben Karton erhielt. Allgemeines Palaver entstand, woraufhin der soeben verwarnte „18er“ die physische Konfrontation zu suchen begann. Beleidigungen, Schubsereien, Faustschläge: im just gebildeten Pulk, an dem sich auch diverse Zuschauer beteiligten, war das Bullshit-Bingo des Sportplatz-Riots binnen Sekunden ausgefüllt. Über ein Dutzend an Peterwagen rückte an, um die wüste Massenauseinandersetzung, bei der offenbar nicht nur mit Fäusten gekämpft wurde, zu entschärfen. Selbstredend hatte Schiedsrichter Adnan Inoglu, der mit seiner kartensparsamen Linie (u.a. verschonte er den bereits verwarnten Bashar vor einer nicht unverdienten Ampelkarte wegen Meckerns, 45.) an sich gut durchkam, die Partie sofort für abgebrochen erklärt. Sport- und Zivilgericht werden nun gut zu tun haben, die schändlichen Geschehnisse aufzuarbeiten.

Tore: 0:1 Weizel (18. Kiraz), 0:2 Bashar (42.), 1:2 Jernane (43. Strafstoßtor, Yakar an Akdogan), 2:2 Polat (49. Ayhan), 2:3 Pozderac da Silva (54. Kiraz), 3:3 Habash (60. Ayhan), 3:4 Weizel (64. Kiraz), 3:5 Kiraz (77. Weizel)

gelbe Karten: Akdemirci, E. Tunc – Pozderac da Silva, Bashar

Schiedsrichter: Adnan Inoglu (FC Veddel United)

Zuschauer: 26

besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde aufgrund einer Massenschlägerei auf dem Spielfeld abgebrochen (81.).


Da wurde noch Fußball gespielt...

Spielbericht HEBC - SV Halstenbek-Rellingen

HEBC dominiert den Aufsteiger
Gelungener Oberligastart gegen passive SV Halstenbek-Rellingen

Ungefährdet feierte die Elf des HEBC nach dem souveränen 11:0 im Pokal beim Harburger SC auch in der Oberliga einen ordentlichen Einstand, räumte man Aufsteiger SV Halstenbek-Rellingen komplikationslos mit 4:0 von der eigenen Anlage.
Dort vereinte man gegen tief gestaffelte Gäste sofort das Gros der Spielanteile auf sich, um entsprechend früh auch in Front zu gehen. Langer Ball Erciyes Palo in den Lauf des schnellen Tjorven Köhler, dessen Lupfer über den Torwart das erste Hurra der neuen Punktspielsaison bedeutete (14.).
Nach ähnlichem Muster machte man es auch wenig später, als diesmal Piet Oldag longline auf den nicht zu haltenden Köhler spielte und Sergio Batista nur noch der regelwidrige Körpereinsatz blieb – Strafstoß! Diesen ballerte der sonst so sichere Erciyes Palo jedoch deutlich über das 2,44m hohe Gehäuse (19.).
Nennenswerten Schaden erlitt das Team in Weiß dadurch allerdings nicht. Zu harmlos präsentierte sich die Barthel-Elf, die bereits beim blamablen Pokal-Aus gegen den Bezirksligisten FC Elmshorn (1:3) (noch) kein Oberligaformat bewies, auch heute wieder. Kapitän Marvin Schramm ans Außennetz (10.) und Batista Moreno abgefälscht zur Ecke (24.) näherten sich dem Ziel nur marginal.
Ganz anders der HEBC, der sich an diesem Sonntagvormittag fortan besonders der Effizienz verschrieben hatte. Von hinten heraus kombinierte man sich ohne Gegnerdruck zu Johann Buttlers 2:0-Strich aus 20 Metern, den der sich im Mittelfeld drei aufdrehende Nikola Kosanic auflegte (38.), während Buttlers weiter Streich einem Tempokonter über den quer spielenden Fabian Lemke entsprang (53.).
Ohne die später heruntergenommenen Kosanic, Lemke und Buttler verflachte das Geschehen zwar zunehmend, doch ein viertes Schmankerl war trotzdem noch drin, für die etwa 150 Zuschauer „zwischen den Häusern“. So war es ein Zusammenspiel des Joker-Trios Demirovic, Schick und Bouveron, das dank einer raschen Freistoßausführung auf rechts das 4:0 aus feinster Mittelstürmerposition herbeiführte (84.).
Am Ende ein leistungsgerechtes Resultat, das die Eimsbütteler einstweilen mit Platz drei in die Spitzengruppe des hamburger Oberhauses befördert. Mit dem FC Süderelbe wartet nun aber ein wahrlich anderes Kaliber auf Buttler und Co, die zunächst erstmal ihre Zweitrunden-Pflichtaufgabe im Pokal beim Kreisklassisten FC Hamburger Berg vor sich haben.

Tore: 1:0 Köhler (14.), 2:0 Buttler (38. Kosanic), 3:0 Buttler (53. Lemke), 4:0 Bouveron (84. Demirovic)

gelbe Karten: Lemke – Batista Moreno, Schramm

Schiedsrichter: Marvin Vogt (Note 1,5: Jederzeit auf der Höhe des Geschehens, punktete zudem mit starker Spieleransprache)

Zuschauer: 150

besonderes Vorkommnis: Palo (HEBC) schießt Strafstoß über das Tor (Batista Moreno an Köhler, 19.).



Freitag, 28. Juli 2023

Spielbericht FC Elmshorn - SV Lieth

Derbysieg von der Fahne
Standardtore entscheiden intensives Derby am Ramskamp

Nicht wenige haben in der 2023/2024-Ausgabe der Bezirksliga West die SV Lieth als den großen Aufstiegsfavoriten auf dem Zettel. Die ersten drei Punkte der neuen Serie konnte das prominent verstärkte Team vom Butterberg gleich einmal einfahren – und zwar drei ganz besondere!
Vor prächtiger Freitagabendkulisse war es nach zuletzt drei erfolglosen Anläufen wieder einmal gelungen, das große Derby gegen den FC Elmshorn für sich zu entscheiden.
Mit dem Rückenwind aus der 3:1-Pokalsensation gegen die zwei Klassen höhere SV Halstenbek-Rellingen war jedoch auch der FCE top in Schuss.
Hinten abriegeln und mit Tempo nach vorne lautete wieder das Motto der Gastgeber, die entsprechend im Konter ihre beste Torchance generierten. Alan Kados Fußabwehr in der eigenen Gefahrenzone folgte das rasche Umschalten, das den fixen Max Kleim auf die Reise gen SVL-Tor schickte, nur gelang es dem aufmerksamen Marian Rister, den Lupfer zu entschärfen (14.).
Die Liether machten es derweil vor allem bei hohen Bällen konkret. Der aus der Regionalliga zurückgekehrte Jan Lüneburg probierte sich per Flugkopfball (16.) – Maximilian Konetzny in der Disziplin der Fallrückziehers (41.). Alles schön anzusehen, aber letztlich (noch) nicht der Stein des Weisen in einem rassig geführten Derby.
Weniger spektakulär, aber dafür umso treffsicherer machte es J. Lüneburg ein Dutzend an Minuten nach dem Seitenwechsel, als sich der Ex-Norderstedter bei Nil von Appens Ecke in der Mitte hochschraubte und umjubelt einnickte (57.).
Wiederum von der Fahne verdoppelte die Elf aus dem Liether Wald den Spielstand. Mit langem Anlauf aus dem Gebüsch heraus trat von Appen das Leder in den Sechzehner, wo diesmal Konetzny auf dem zweiten Bildungsweg versenkte (66.).
Alles hatte mittlerweile für die mit reichlich höherklassiger Erfahrung gespickte Elf aus Klein Nordende gesprochen, ehe sich dem eingewechselten Ali Duman mit seiner Direktabnahme die perfekte Anschlusschance bot. Weil der Pokaldoppelpacker der Vorwoche hier aber vergeigte und auch im Nachsetzen nichts Besseres zustande kam (82.), schwanden die Hoffnungen der Weinroten auf Zählbares mehr und mehr dahin.
Stattdessen verhinderte A. Kados Faust auf der anderen Seite J. Lüneburgs 0:3 aus gut 22 Metern (86.).
Auch so gelang den Lüneburg-Brüdern und Co die erhoffte erste Duftmarke auf dem Weg in die Landesliga, während der FCE ein wenig zurück ist, auf dem Boden der Tatsachen.

Tore: 0:1 J. Lüneburg (57. Von Appen), 0:2 Konetzny (66. Von Appen)

gelbe Karten: Revutskiy, Vukmirovic, Karakaya, Sevinc – Rister, J. Lüneburg, Matthiessen, Raasch

Schiedsrichter: Hartmut Gertig (SSV Rantzau, Note 2)

Zuschauer: 130


Doppelter Vorbereiter: Nil von Appen

Ex-Regionalliga-Kicker Jan Lüneburg im Kopfballduell

FCE-Akteur Albert Revutskiy entkommt seinem Gegenspieler

Sonntag, 23. Juli 2023

Spielbericht Holsatia im EMTV - Hetlinger MTV

Auch ohne Wachter: HMTV sicher weiter
Spielstarke Hetlinger machen beim Kreisligisten vorzeitig alles klar

Zweieinhalb Stunden, nachdem sich Union Tornesch II das Pokalweiterkommen (im Holstenpokal) bei Holsatia II sicherte, buchte auch der Bezirksliga West-Konkurrent aus Hetlingen an selber Stelle den Fahrschein in (Lotto-)Pokalrunde zwei.
Im Duell der Männerturnvereine erwischten die spielerisch auch ohne Star-Neuzugang Jeremy Wachter (112 Oberligatore für TuS Osdorf und Altona 93) rasch überlegenen Deichkicker den idealen Start, als der zweite Ball eines Balasea-Freistoßes vor den Schlappen des behände zum 0:1 treffenden Daniel Schröder landete (5.).
Eine etwas luftige Abwehrarbeit zerstörte dem eine Ebene höher angesiedelten HMTV jedoch rasch die soeben erlangte Führung, gelang es Jason Schmidt von halbrechts in die lange hetlinger Ecke zu vollenden (8.).
Für die gestreiften Gastgeber ein toller Zwischenstand, der in der Folge allerdings ein ums andere Mal kräftig wackelte. Baran Gökalp hinderte beispielsweise lediglich der korrekte Abseitspfiff am Eintrag in die Torschützenliste (20.).
Dieser blieb auf Seiten der Stöckigt-Elf zunächst dem Kollegen Schröder vorbehalten. Per Kopf markierte der 27-Jährige auf vorzüglicher Vorarbeit durch erneut Balasea das verdiente 1:2, mit dem es aufgrund mangelnder Chancenverwertung (u.a. rammte Balasea seinen Distanzschuss an die Latten-Unterkante, ehe Schröder im Nachsetzen versemmelte, 34.) auch in die trockenen Kabinen ging.
Ebenfalls vermochte Gökalps zweiter Treffer des Tages nichts am Spielstand zu ändern: der einstige Oberligakicker weilte bei Ballabgabe wieder im Abseits (52.).
Der starke Gianini Balasea war es dann schließlich, dem im Anschluss an einen einfachen Ballverlust des Gegners das 1:3 gelang (55.), woraufhin der vor der Kiste lauernde Berk Dzhevdet in Mittelstürmermanier auf das vorentscheidende 1:4 für den ambitionierten Favoriten stellte (58.).
Passend zum norddeutschen Schmuddelwedder plätscherte das Geschehen fortan vor sich hin, woran auch eine Überzahl des HMTV wegen einer Ampelkarte für den erst zur zweiten Hälfte eingewechselten Florian Ballner (wiederholtes Foulspiel, 82.) nichts groß änderte.
Im Gegenteil, holte der schnelle Christian Kuhlmann über links noch einen Strafstoß für den Kreisligisten heraus, den Daniel Grams zum 2:4-Schlusspunkt rechtsunten einlochte (90.).

Tore: 0:1 Schröder (5. Balasea), 1:1 Schmidt (8. Kuhlmann), 1:2 Schröder (21. Balasea), 1:3 Balasea (55.), 1:4 Dzhevdet (58. Dobrucali), 2:4 Grams (90., Foulstrafstoß)

gelb-rote Karte: Ballner (Holsatia II, 82., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Hartmut Gertig (SSV Rantzau, Note 2,5)

Zuschauer: 45





Spielbericht Holsatia im EMTV II - FC Union Tornesch II

Holle II verschwenderisch – Pohlmann in Tor-Laune
Trotz Wackel-Abwehr: Neu-Bezirksligist Union Tornesch II löst Pflichtaufgabe

Satte drei Ligen trennen die Reserveteams von Holsatia Elmshorn und Union Tornesch. Die Zweistelligkeit auf dem Walther-Poser-Platz somit nur reine Formsache – von wegen!
Tief stehend und emsig in den Zweikämpfen, boten die Gastgeber dem Bezirksligisten einen diffizilen Start ins ungleiche Erstrundenduell im Holstenpokal, dem Unions Philipp Pohlmann aus 21 Metern einen ersten Gefahrenmoment verlieh (vorbei, 7.).
Auf der anderen Seite gar die Großchance für den Außenseiter, als Marc Steffens nach Ballgewinn plötzlich auf und davon war, die angebotene kurze Ecke aber unbedrängt verfehlte (21.).
Stattdessen setzte es kurz darauf das 0:1, das Hannes Junge am ersten Pfosten auf dynamische Kontereinladung Marcel Lamberts besorgte (24.).
Die Jungs aus dem Torneum kamen nun langsam ins Rollen und freuten sich nach einem schlecht getimten Einsatz des zuvor zweimal gut rettenden Maik Bianchet im Holle-Tor (24. & 30.) über einen Strafstoß, den der gefoulte Pohlmann höchst selbst rechtsunten versenkte (31.).
Der Anfang der Pohlmann-Festspiele, die der 27-Jährige als Verwertender einer Dorka-Hereingabe noch vor der Pause fortsetzte (41.).
Im ersten Versuch des neuen Abschnitts noch per Direktschuss am (nicht lupenreinen) Hattrick gescheitert (57.), war es dann mittels Abstauber eines zu kurz parierten Schütze-Schusses aus der zweiten Reihe geschehen (64.).
Bitter für den tapfer kämpfenden B-Ligisten, der selbst diverse Hochkaräter zum Ehrentor serviert bekam. So traf der ungestörte Jan Ziegler aus zentraler Position nur die Vertikalstange (55.), während erneut Steffens ein verkorkstes Dribbling des FCU-Schlussmannes aufgrund von zu viel Rücklage nicht bestrafte (66.).
Was machte unterdessen eigentlich Torjäger Pohlmann? Der verfehlte – wie Schütze – das freie Gehäuse (68. & 69.), ehe es in Minute 81 noch einmal aus 20 Metern passte – 0:5!
Zur Abrundung eines Auftritts, den der Bezirksligaaufsteiger unter treuem Dauerregen letztlich mit angezogener Handbremse absolvierte, machte sich Lucas noch zum (Tor-)Schütze(n), indem der 52-fache Aufstiegstorschütze der vierten Herren (nun nicht mehr Kreisklasse B) die von David Trensch weitergeleitete Kugel voll hineinwemmste (89.) und eine dem Torwart durchgerutschte Gothe-Ecke clever am langen Eck einnetzte (90.).

Tore: 0:1 Junge (25. Lambert), 0:2 Pohlmann (31., Strafstoßtor, Bianchet an Pohlmann), 0:3 Pohlmann (41. Dorka), 0:4 Pohlmann (64. Schütze), 0:5 Pohlmann (81.), 0:6 Schütze 89. Trensch), 0:7 Schütze (90. Gothe)

beste Spieler: Grunau – Ladiges, Rodrigues Gomes, Pohlmann

gelbe Karten: Bianchet – keine

Schiedsrichter: Manfred Neuber (TuS Appen, Note 4)

Zuschauer: 20



 



Samstag, 22. Juli 2023

Spielbericht HEBC II - SC Victoria Hamburg II

Unnötiger Elferkrimi
Vicky II macht es im Pokal-Spitzenspiel selber spannend

Vorjahresfinalist gegen Landesligavertreter: Das Topspiel der ersten Holstenpokalrunde stieg definitiv am Reinmüller! Und tatsächlich sollten die Anwesenden auf der legendären Anlage im Herzen Eimsbüttels voll auf ihre Kosten kommen.
Zunächst jedoch nur diejenigen, die es in diesem Derby mit dem SC Victoria hielten, überzeugte die U23 von der Hoheluft mit dynamischem Spiel über die mit Tempo besetzten Außenbahnen, von wo auch prompt das Führungstor fallen sollte. Jannis Daniels machte den rechten Streifen zur Überholspur, um Jason Döhler in der Strafraummitte lehrbuchartig zu bedienen. Die Torerzielung für den in Jugendtagen einst in lila-weiß aufgelaufenen 20-Jährigen nur noch reine Formsache (7.).
Von den Gastgebern, die sich erstmals an ihrer neu gewählten Anstoßzeit von samstags 18 Uhr erfreuten, war dagegen kaum etwas zu sehen. Immer wieder wurde der lange Hafer bemüht – ohne den völlig in der Luft hängenden Sideris Papadopulos an vorderer Front in Szene zu setzen. Wenn etwas ging, dann über Arun Toranis rechte Seite, wo ein Durchbruch zum ungeschickten Foul, gleichbedeutend mit dem Strafstoßpfiff, gelang. Die perfekte Ausgleichschance, doch Eliah Ticoalu setzte den Penalty rechts am Stangenwerk vorbei (37.).
Noch schlimmer sollte es für den Außenverteidiger direkt vor der Halbzeitpause werden. Bereits verwarnt, katapultierte sich „Tico“ mit einem undurchdachten Einsatz und der folgenden Ampelkarte aus der Partie (45.).
Viel Platz natürlich für die Victorianer, die ihren Verwaltungsmodus nun zunehmend zu Gunsten eines Drängens auf die Vorentscheidung aufgaben. Den Anfang machte Kapitän Robert Schulenburg aus dem Hintergrund (knapp drüber, 57.), ehe der schnelle Daniels im Konter aus einem Meter eine blamable Fahrkarte schoss (64.). Obendrauf bewies auch noch HEBC-Tormann Robin Geist zweimal wahre Hochform (70. & 75.).
Und wie es dann eben so läuft, ließ Joker Ben Sylla den Reinmüller zehn Minuten vor Ultimo mit dem überraschenden Ausgleichstreffer aus dem Sechzehnergewusel amtlich aufschäumen. So sehr, dass Weiß in der Schlussphase gar am Drücker zum Sieg blieb. Außer einer zweiten doppelgelben Hinausstellung des Tages – diesmal für Vickys Chahed Bamba, der S. Papadopoulos rüde über den Haufen grätschte (90.+3) – blieb nichts mehr zu vermelden. Das Elfmeterschießen musste zur Entscheidungsfindung herhalten!
Beidseitig jeweils drei Schützen machten ihren Job zum kumulierten 4:4, bis Geist den HEBC gegen den sonst tadellosen Schulenburg zum Vorteil parierte. Wiegand (HEBC) und Hartmann (Vicky) trafen, woraufhin Brodersens Scheitern an Finn Fenske die Lage wieder auf null stellte. Lodigkeit und Heubel versenkten mehr oder weniger souverän für Victoria – Landes und Determann hielten für die Gastgeber dagegen. Die durchaus grenzwertigen Psychospielchen von SCV-Fänger Fenske hatten bei ihnen keinen Eindruck hinterlassen. Nicht mit der Situation fertig wurde jedoch Kollege Deniz Alan, der im Anschluss an Fenskes selbst erzieltes 7:8 ein breiteres Tor benötigt hätte – Der Landesligist hatte gewonnen!
Mittenhinein in die Zweitrundenfeierlichkeiten bewies Kapitän Schulenburg, dessen medizinischer Hintergrund die Soforthilfe bei einem plötzlichen, wie glimpflich ausgegangenen Epilepsieanfalls eines Heim-Zuschauers nach Spielende fachmännisch unterstützte, dass das menschliche Miteinander immer noch der größtmögliche Triumph unserer Gesellschaft ist.

Tore: 0:1 Döhler (7. Daniels), 1:1 Sylla (79.); Elfmeterschießen: 1:2 Daniels, 2:2 Stegemann, 2:3 Meierdiercks, 3:3 Ebbersmeyer, 3:4 Simic, 4:4 S. Papadopoulos, Geist hält gegen Schulenburg, 5:4 Wiegand, 5:5 Hartmann, Fenske hält gegen Brodersen, 5:6 Lodigkeit, 6:6 Landes, 6:7 Heubel, 7:7 Determann, 7:8 Fenske, Alan schießt vorbei

gelb-rote Karten: Ticoalu (HEBC II, 45., wiederholtes Foulspiel), Bamba (SC Victoria II, 90.+3, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Luis Malter (FC Alsterbrüder)

Zuschauer: 70

besonderes Vorkommnis: Ticoalu (HEBC II) schießt Foulstrafstoß neben das Tor (37.).





Spielbericht HSV Barmbek-Uhlenhorst V - HSV Barmbek-Uhlenhorst IV

Vier gewinnt
Vierte Herren gewinnen BU-interne Pokal-Kontrahage

Gleich fünf Mal zog der Hamburger Fußballverband zum Start des Heino-Gerstenberg-Pokals vereinsinterne Duelle aus seinen Lostöpfen. Über eines dieser Duelle freute man sich mehr oder weniger beim HSV Barmbek-Uhlenhorst, bekam es die fünfte Herren aus der Kreisklasse B mit der eigenen Vierten zu tun.
Der große Schock überkam die nominellen Gastgeber bereits vor Spielbeginn: Das in den Begegnungen der untersten Spielklassen übliche Wiedereinwechseln war aufgrund der Höherklassigkeit des Gegner heuer passé – mit den bis zu fünf Wechseloptionen musste also sinnvoll gehaushaltet werden.
Den Befürchtungen, kräftemäßig überfordert zu werden, wich jedoch rasch das Hochgefühl des Führungstors, das ein ungestümes Torwarteinsteigen herbeigeführt hatte. Rene Gründken, der in vergangenen Tagen die Trikots von SC Sternschanze und 1. FC Eimsbüttel trug, mache es aus elf Metern präzise und brachte den Underdog mit 1:0 in Front (2.).
Eine durchaus offen geführte Anfangsphase war geboren, was Nicolai Ritters Ausgleichstor auf Zuspiel Pascal Stamp von rechts inhaltlich unterstrich (14.).
Wiederum über Stamp – jeweils mit starken Einwürfen – eingeleitet, drehten Mike Wesselhöft (19.) und N. Ritter (28.) die Angelegenheit auf 2:1 für die in Gelb gekleidete Vierte, deren luftiges Defensivverhalten jedoch einige Fragen aufwarf.
Von Glück konnte man nämlich reden, dass Hendrik Mess das leere Tor nicht traf (13.), Mohamed Abdelaals Abstauber-Kontertor wegen Abseits nicht zählte (33.) und sich Francisco Conceicao Sampaio beim Schuss noch nach außen dringen ließ (36.).
Dafür lief es vorne weiter gut, erhöhte N. Ritter trotz Abseitsstellung in der Entstehung auf 1:4 (34.), während der wuchtige Marcel Haider eine Wesselhöft-Ecke entschlossen einschädelte (38.). Den Halbzeit-Schlusspunkt setzte dann noch Maximilian König, den der fleißige Veron Evers unwiderstehlich bediente (42.). Zusätzliche Hilfe kam dabei auch noch von außen, tat ein wahrlich intelligenter Fünfte-Anhänger seinen Abseitsverdacht per Pfiff von außen Kund. Die letzte Kette blieb stehen und König netzte zum 1:5 ein.
Hätten König und Co auch die gesamte zweite Halbzeit derartig weitergemacht, wäre sicher ein zweistelliges Resultat greifbar gewesen.
Der Schlendrian kehrte aber ein, was in Kombination mit kopflosem nach-vorne-Gestürme freilich nicht förderlich für weitere sportliche Glanzlichter war. Die defensiven Auflösungserscheinungen, weil zu viele Akteure in Gelb der Meinung waren, nur noch im Angriffsdrittel herumturnen zu müssen, schenkten dem unterlegenen Duellanten im Gegenangriff folgerichtige zweite Ehrentor (55.).
Klar, hatte Felix Bröhl knappes Schusspech aus der zweiten Reihe (60.) und reagierte Fünfte-Goalie Marco Wagner zweimal glänzend (72. & 84.), doch im zweiten Abschnitt lediglich ein Kopfballtor des eingewechselten Jankouba Ture zustande zukriegen, (77.) ist dann doch ein bisschen wenig für den A-Ligisten, der nicht nur in der nächsten Pokalrunde eine gehörige Schippe drauflegen muss.

Tore: 1:0 Gründken (2., Foulstrafstoß), 1:1 N. Ritter (14. Stamp), 1:2 Wesselhöft (19. N. Ritter), 1:3 N. Ritter (28. Evers), 1:4 N. Ritter (34. Evers), 1:5 M. Haider (38. Wesselhöft), 1:6 König (42. Evers), 2:6 #24 (55. Abdelaal), 2:7 Ture (77. Wesselhöft)

Schiedsrichter: Rudolf Potyka (KS Polonia Hamburg, Note 4)

Zuschauer: 30






Spielbericht SV Barmbek II - TSC Wellingsbüttel II

Welle dominiert den A-Klassenvergleich
Eine Runde weiter: TSC Wellingsbüttel II zeigt SVB-Reserve die Grenzen auf

Staffelübergreifendes Kreisklasse A-Duell im Holstenpokal und der Sieger heißt TSC Wellingsbüttel!
Auf mittlerweile fast exotischem Hartplatz an der Meister-Francke-Straße schaffte der leicht favorisierte Turn- und Sportclub verdient den Sprung in die zweite Runde.
Aus einem sichereren Passspiel heraus hatten die Pfeilshöfer den Laden gut im Griff, verpassten nur das mögliche 0:1 durch Jan-Andre Maulhardt, dessen Flachschuss ein rettendes Abwehrbein gerade noch rechtzeitig aufhielt (6.).
Nicht so einen Freistoß, den Kapitän Stefan Kühl von halblinks flach ins Torwart-Eck beförderte – da sahen Mauer und Tormann nicht gut aus (8.)!
Besser lief es da für Andreas Maasberg im direkten Duell mit Julian Mönk. Breit machte sich der Handschuhträger und vereitelte so den doppelt so hohen Rückstand (22.).
Der oft unsauber kombinierende SVB dagegen brauchte bis kurz vor der Pause, ehe man jeweils über Freistöße etwas Gefahr ausstrahlte (43. & 45.). Das war zu wenig!
Auch mit getauschten Seiten blieben die Kontrahenten in ihren verteilten Rollen: Die Weinroten mit Einsatz, aber zu wenig Spielkultur, während die Wellingsbütteler zu wenig aus ihren zahlreichen Möglichkeiten machten.
Die Erlösung brachte schließlich Bennett Bögle, der mit der ungewöhnlichen Nummer 52 auf dem Rücken cool mit rechts zum verdienten 0:2 einschob (73.).
Ästhetikpunkte verpasste dagegen Mitstreiter Niclas Aunin, dessen 23-Meter-Geschoss hauchdünn die Querstange streifte (80.), während Mönk seinen Kopfball aus vollem Lauf nicht ins Ziel zu bringen vermochte (87.).
Im Anschluss an einen Ballverlust des Gegners wurde es dann doch noch etwas, mit dem 0:3 für das Team in Schwarz, dem der eingewechselte Lasse Wöllner auf Zuspiel des starken Kühl einen ergebnistechnisch realistischeren Endstand schenkte (90.).

Tore: 0:1 Kühl (8., direkter Freistoß), 0:2 Bögle (73.), 0:3 Wöllner (90. Kühl)

gelbe Karten: Laudage – Schermer

Schiedsrichter: Rainer Lemsky (SC Condor Hamburg, Note 2: hatte das fair geführte Match mit seiner ruhigen Art jederzeit unter Kontrolle)

Zuschauer: 30







Donnerstag, 20. Juli 2023

Spielbericht SV Rugenbergen II - Kummerfelder SV II

Chancenwucher hält den Abend spannend
Feldspieler im Tor lässt Kummerfelder Reserve bis zum Ende zittern

Bereits am Donnerstagabend läuteten die Zweitvertretungen des SV Rugenbergen und des Kummerfelder SV die neue Holstenpokalsaison ein – mit dem besseren Ende für die Jungs vom Ossenpadd.
Personell hatten freilich beide in der Kreisliga angesiedelten Teams aus dem letzten Loch gepfiffen. So wurde beispielsweise Leon Stampff trotz körperlichen Nachwehen eines Fahrradunfalls in den KSV-Kader zitiert, dem heuer auch Matthias Jonas aus der Alten Herren als Linksverteidiger angehörte. Ein Glücklicher Umstand, war es ein hoher Jonas-Ball, den Sturmtank Ole Fankhänel robust auf den einstartenden Semih Tokay weiterleitete. Ein passender Abschluss aus der Poleposition und schon war es nach nur 66 Spielsekunden geschehen.
Ein höchst unterhaltsamer Abend hatte begonnen, was in der Anfangsphase auch an Rugenbergens Dirk Ballandat lag. Elegant flankte der oberligaerfahrene 33-Jährige auf Steven Reinhardt, dessen freier Kopfball jedoch am langen Eck verfehlte (6.).
Wenig später machte es Ballandat einfach selbst, erkannte er das offensive Stellungsspiel des gegnerischen Torstehers, der per Kunstschuss von drei Metern hinter der Mittellinie auf famose Art und Weise zum 1:1 überwunden werden konnte (11.).
Zwei Freistöße, getreten von Fabian Fritzsche (13.) und Philip Pinnow (23.), brachten ebenso 2:1-Potenzial mit, wie ein Klärungskopfball Björn Petersens, der das eigene Gehäuse nur um Zentimeter überflog (31.).
Stattdessen kamen die Gäste zunehmend besser in die Partie, sodass der zunehmend in den Fokus rückende Darren Reinhardt zwischen den SVR-Pfosten behände eingreifen musste (33.). Insbesondere zehn Minuten nach der Pause, als Carsten Heggblum die Kugel unfreiwillig zum abziehenden Hannes Schulz grätschte, Reinhardt zur Ecke parierte, deren Ausführung aber auch gleich wieder Arbeit nach sich zog. Direkt aufs Tor gezogen, wehrte der Fänger ab, parierte Christos Nzembeles Nachsetzen. Irgendwie aber stocherte Neuzugang Leon Brühning (kam zusammen mit Stampff vom SC Pinneberg) die Kugel im Getümmel hinein (55.).
Jetzt waren die Hausherren wieder gefordert, doch das Gros der Torchancen erspielten sich fortan die Gäste. Mohammad Zawari erwischte den Pfosten (62.) – die Kollegen Tokay (57. & 69.), Fankhänel (69.) und Schulz (82.) fanden ihren Meister zweimal im bärenstarken D. Reinhardt, der eigentlich ohne Handschuhe in der Außenverteidigung zuhause ist.
Tatsächlich blieb es somit bis zum Abpfiff des 76-jährigen Claus-Dieter Köhler (inzwischen in Diensten des TuS Hasloh) spannend in Bönningstedt, wo hohe Bälle für den Lucky-Punch gegen die kopfballstarke Abwehr der Kälberloh/Otto-Truppe nicht das rettende Mittel darstellten. Jubel beim fleißig und bestens gelaunten KSV-Anhang!

Tore: 0:1 Tokay (2. Fankhänel), 1:1 Dirk Ballandat (11.), 1:2 Brühning (55. Nzembele)

beste Spieler: D. Reinhardt – Petersen, Tokay, Fankhänel

gelbe Karten: Fritzsche – Petersen, Tokay, Brühning

Schiedsrichter: Claus-Dieter Köhler (TuS Hasloh, Note 4)

Zuschauer: 55



Dienstag, 18. Juli 2023

Spielbericht Niendorfer TSV VI - Niendorfer TSV III

Freistoß-Doppelpack als Türöffner
Titelverteidiger NTSV-Dritte haut die eigenen Kollegen aus dem Pokal

Vereinsintern startete die Herren-Pokalsaison vorgezogen auf Dienstagabend mit dem Duell Niendorfer TSV VI gegen III in die Serie 2023/2024. Keine einfache Aufgabe zunächst für den in Blau gekleideten Titelverteidiger des Heino-Gerstenberg-Pokals, der seinen reichhaltigen Ballbesitz durch ein Abwehrmassiv aus einer Fünfer- und einer vorgelagerten Viererkette zu navigieren hatte. Dies tat man schließlich mit lobenswerter Geduld, die auch ein arg physisches Vorgehen des Kontrahenten nicht störte. Im Gegenteil, machte man sich gleich zweimal in Person von Tom Langer nicht unattraktive Freistoßpositionen zu Nutze.
Hinzu kam noch das nicht unbedingt lehrbuchartige Torwarthandeln Sven Pittelkows, das sowohl beim 0:1 aus 21 Metern (30.), als auch beim zweiten Einschlag über die Mauer (33.) eher suboptimal daherkam.
Der Außenseiter, der letztes Jahr noch als siebte Herren im unteren Drittel der Kreisklasse B auflief, war gebrochen, kam der Spielgeschwindigkeit nun nicht mehr nach. Insbesondere über die oft gesuchte linke Außenbahn machte sich der Tempovorteil zunehmend bemerkbar. Präzise bediente Führungs- und Aufbauspieler Lars Briewig das richtig gestarteten Eigengewächses Till Pruns, dessen erstes Herren-Pflichtspieltor eines der Coolness wurde (35.).
Einen zweiten Ball verwertete dagegen Kollege Tim Oelze unkompliziert zum 0:4 (41.), dem erneut Langer – abermals aus der Distanz – den 0:5-Halbzeitschlusspunkt nachlegte (45.).
Ebenso einseitig ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Zwar verfehlte Langer im Anschluss an eine Mi. Bettzüche-Ecke noch im Sechzehner (48.), doch nur Augenblicke später veredelte er eine nicht weniger ansprechende Vorarbeit Jacob Schrages aus dem Gegenspielerslalomwald zum halben Dutzend (50.).
Immerhin bastelte das zwei Klassen tiefere Team auf der anderen Seite in Form von Tim-Gerrit Adams zur Ecke parierten Versuch ein wenig am Ehrentreffer (52.), den es zur Stundenwende tatsächlich geben sollte. Ungeahndet leitete Sinan Grothkopf einen Konter per Handspiel ein, woraufhin die Kugel über den soeben eingewechselten Daniel Behrens und Niklas Nack bei David Stube am zweiten Pfosten landete (61.).
Ebenso im Umschalten machten sie es eine Viertelstunde später gleich nochmal, war nur diesmal Nack der Nutznießer eines grenzwertigen Einsatzes des kantigen Laszlo Beyersdorfs (76.). Umso bemerkenswerter erschien der zweite Sechste-Treffer ob der zwischenzeitlich erlittenen Unterzahl, weil der vorbelastete Adam Pruns ungeschickt auf die Bretter schickte und dafür neben dem berechtigten Strafstoßpfiff auch die Ampelkarte gegen sich erhielt (71.). Die Einladung vom Punkt nahm Kapitän Paul Schacht indes dankend an.
Mit anderen Protagonisten duplizierte sich das Geschehen bei Finn Döschers 2:8, das nach Foul an Adrian Umbach zusätzlich die zweite Hinausstellung für Sinan Grothkop zur Folge hatte (82.). Mit zwei Mann mehr erhöhte der Bezirksligist durch Umbach auf 2:9 (86.), ehe sich mit dem Abpfiff auch noch der auffällige Schrage mit einer eigenen Bude aus 20 Metern belohnte (90.). Ein passender Schlusspunkt eines durchaus unterhaltsamen Abends für die 50 Zuschauer am Bondenwald.

Niendorfer TSV VI: Pittelkow – Beyersdorf, Bao, Rudebeck, Grothkopf, Stecher – Adam, Dinkels, Dahm, Nack – Stube, eingewechselt: Stolzenburg, Hussein, Behrens, Buchholz, Semmelhaak, Spielertrainer: David Stube

Niendorfer TSV III: Schultz – Sitzlach, Schacht, Briewig, Schneider – Nene, Oelze, Mi. Bettzüche, Pruns – Langer, Schrage, eingewechselt: Röbbelen, Döscher, Henze, Umbach, Trainer: Jan-Hendrik Schmidt

Tore: 0:1 Langer (30., direkter Freistoß), 0:2 Langer (33., direkter Freistoß), 0:3 Pruns (35. Briewig), 0:4 Oelze (41. Langer), 0:5 Langer (45.), 0:6 Langer (50. Schrage), 1:6 Stube (61. Nack), 1:7 Schacht (72. Strafstoßtor, Adam an Pruns), 2:7 Nack (76. Beyersdorf), 2:8 Döscher (82. Strafstoßtor, Grothkopf an Umbach), 2:9 Umbach (86. Röbbelen), 2:10 Schrage (90. Mi. Bettzüche)

gelb-rote Karten: Adam (NTSV VI, 71., wiederholtes Foulspiel), Grothkopf (NTSV VI, 82., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Jonathan Köchy (Eintracht Lokstedt)

Zuschauer: 50