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Mittwoch, 9. August 2023

Spielbericht TuS Germania Schnelsen II - Hetlinger MTV II

Germania ergreift das Ruder zurück
TGS II übersteht seine Wackelphase und die erste Pokalrunde

Drei Anläufe hatte die Kontrahage unter Kreisklasse A-Teams für die Durchführung gebraucht – nun steht der Zweitrundengegner im Holstenpokal von Blau-weiß 96 II endlich fest. Gemania Schnelsens zweite Kapelle hatte sich auf heimischem Kunstgrün gegen die auf ihr Heimrecht verzichtenden Naturrasenspezialisten aus Hetlingen durchgesetzt.
Viel zu bestaunen gab es dabei am Riekbornweg zunächst nicht. Wer die ersten 20 Minuten anderweitig beschäftigt war, brauchte sich nichts nachträglich schildern lassen.
Erst ein sicher gepflückter Versuch durch Mikail Basoglu durchbrach den vorherrschenden Eindruck eines intensiven Mittelfeldduells mit vielen Zweikämpfen (20.).
Auf der anderen Seite plötzlich ein durchrutschender Ball aus dem Zentrum und schon schloss Ole Riege von halblinks in die lange Ecke ab – 1:0 (22.)!
So wirklich angedeutet hatte sich dies eigentlich nicht…
Dafür währte die Freude gleich doppelt, nahm Germania einen fehlerhaften Spielaufbau des Gegners zum Anlass für Nico Struckmeyers Zuspiel in die Tiefe, das Eigengewächs Fabrizio Ingegno, nachdem er sich seinen Gegenspieler vom Hals hielt, flach vor der Kiste veredelte (28.).
Die Männerturner dagegen brauchten eine Weile zur Akklimatisierung, die gegen Ende des ersten Abschnitts abgeschlossen schien. Ali Piri prüfte Germania-Fänger Thore Seeger per Freistoß aus 45 Metern (39.), woraufhin es zweimal über die Herren Basoglu und Mutlu höchst gefährlich wurde (44. & 45.). Seeger schritt jedoch vor allem gegen Mutlus Kopfball zeigenswert ein.
Ärgerlich für den HMTV, dass Schiedsrichter Frank Tesch (Heidgrabener SV) eine gescheite Express-Freistoßausführung kurz nach dem Seitenwechsel aus nichts ganz verständlichen Gründen zurückpfiff. Ümit Özükizil hatte nämlich freie Bahn im Sechnzehner (46.)…
Dafür ließ es der Offensivmann kurz darauf klingeln, als Lennart Georgi das Abseits bei einem Hayran-Zuspiel ballfern aufhob und der Angreifer schwungvoll mit rechts den Anschlusstreffer herausschoss (49.).
TuS Germania hatte die Spielkontrolle etwas fahrlässig abgegeben, fand vielleicht auch dank einer konspirativen Geprächsrunde auf dem Feld während einer Verletzungsunterbrechung langsam aber wieder zurück ins nach wie vor körperlich geführte Match.
Zu viel der Körperlichkeit wandte im eigenen Strafraum der hineingekommene Shahir Adib gegen den ebenfalls eingewechselten Kjell Offermann an – Strafstoß Germania! HMTV-Tormann Güven Ayik roch den Braten aber und machte sich erfolgreich gegen Sam Bordbar Jahantighirs Penalty lang (79.).
Ebenso parierte Ayik auch einen Riege-Rechtsschuss zur Ecke, die durch unglückliches Timing in der Luft zur Vorlage für den abstaubenden Felix Schönemann und dessen 3:1 wurde (81.).
Endgültig geklärt waren die Fronten, als die Gastgeber umschalteten und Hendrik Abels den freien Abschluss zwar nicht optimal, aber erfolgreich mit rechts gestaltete (88.).
Dass der Schütze des 4:1 in der Nachspielzeit noch einmal freistehend über den Quader bolzte, war aus schnelsener Sicht locker zu verschmerzen (90.+3).
Für die Hetlinger um den langjährigen Oberligakicker Tugay Hayran indes ist der Pokalspaß für diese Saison beendet.

Tore: 1:0 Riege (22.), 2:0 Ingegno (28. Struckmeyer), 2:1 Özükizil (49. Hayran), 3:1 Schönemann (81. Bordbar Jahantighir), 4:1 Abels (88. Bordbar Jahantighir)

gelbe Karten: Georgi, Poll – Piri, Mutlu

Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV, Note 3,5)

Zuschauer: 60

besonderes Vorkommnis: Bordbar Jahantighir scheitert mit Strafstoß an G. Ayik (79., Adib an K. Offermann)






Sonntag, 23. Juli 2023

Spielbericht Holsatia im EMTV II - FC Union Tornesch II

Holle II verschwenderisch – Pohlmann in Tor-Laune
Trotz Wackel-Abwehr: Neu-Bezirksligist Union Tornesch II löst Pflichtaufgabe

Satte drei Ligen trennen die Reserveteams von Holsatia Elmshorn und Union Tornesch. Die Zweistelligkeit auf dem Walther-Poser-Platz somit nur reine Formsache – von wegen!
Tief stehend und emsig in den Zweikämpfen, boten die Gastgeber dem Bezirksligisten einen diffizilen Start ins ungleiche Erstrundenduell im Holstenpokal, dem Unions Philipp Pohlmann aus 21 Metern einen ersten Gefahrenmoment verlieh (vorbei, 7.).
Auf der anderen Seite gar die Großchance für den Außenseiter, als Marc Steffens nach Ballgewinn plötzlich auf und davon war, die angebotene kurze Ecke aber unbedrängt verfehlte (21.).
Stattdessen setzte es kurz darauf das 0:1, das Hannes Junge am ersten Pfosten auf dynamische Kontereinladung Marcel Lamberts besorgte (24.).
Die Jungs aus dem Torneum kamen nun langsam ins Rollen und freuten sich nach einem schlecht getimten Einsatz des zuvor zweimal gut rettenden Maik Bianchet im Holle-Tor (24. & 30.) über einen Strafstoß, den der gefoulte Pohlmann höchst selbst rechtsunten versenkte (31.).
Der Anfang der Pohlmann-Festspiele, die der 27-Jährige als Verwertender einer Dorka-Hereingabe noch vor der Pause fortsetzte (41.).
Im ersten Versuch des neuen Abschnitts noch per Direktschuss am (nicht lupenreinen) Hattrick gescheitert (57.), war es dann mittels Abstauber eines zu kurz parierten Schütze-Schusses aus der zweiten Reihe geschehen (64.).
Bitter für den tapfer kämpfenden B-Ligisten, der selbst diverse Hochkaräter zum Ehrentor serviert bekam. So traf der ungestörte Jan Ziegler aus zentraler Position nur die Vertikalstange (55.), während erneut Steffens ein verkorkstes Dribbling des FCU-Schlussmannes aufgrund von zu viel Rücklage nicht bestrafte (66.).
Was machte unterdessen eigentlich Torjäger Pohlmann? Der verfehlte – wie Schütze – das freie Gehäuse (68. & 69.), ehe es in Minute 81 noch einmal aus 20 Metern passte – 0:5!
Zur Abrundung eines Auftritts, den der Bezirksligaaufsteiger unter treuem Dauerregen letztlich mit angezogener Handbremse absolvierte, machte sich Lucas noch zum (Tor-)Schütze(n), indem der 52-fache Aufstiegstorschütze der vierten Herren (nun nicht mehr Kreisklasse B) die von David Trensch weitergeleitete Kugel voll hineinwemmste (89.) und eine dem Torwart durchgerutschte Gothe-Ecke clever am langen Eck einnetzte (90.).

Tore: 0:1 Junge (25. Lambert), 0:2 Pohlmann (31., Strafstoßtor, Bianchet an Pohlmann), 0:3 Pohlmann (41. Dorka), 0:4 Pohlmann (64. Schütze), 0:5 Pohlmann (81.), 0:6 Schütze 89. Trensch), 0:7 Schütze (90. Gothe)

beste Spieler: Grunau – Ladiges, Rodrigues Gomes, Pohlmann

gelbe Karten: Bianchet – keine

Schiedsrichter: Manfred Neuber (TuS Appen, Note 4)

Zuschauer: 20



 



Samstag, 22. Juli 2023

Spielbericht HEBC II - SC Victoria Hamburg II

Unnötiger Elferkrimi
Vicky II macht es im Pokal-Spitzenspiel selber spannend

Vorjahresfinalist gegen Landesligavertreter: Das Topspiel der ersten Holstenpokalrunde stieg definitiv am Reinmüller! Und tatsächlich sollten die Anwesenden auf der legendären Anlage im Herzen Eimsbüttels voll auf ihre Kosten kommen.
Zunächst jedoch nur diejenigen, die es in diesem Derby mit dem SC Victoria hielten, überzeugte die U23 von der Hoheluft mit dynamischem Spiel über die mit Tempo besetzten Außenbahnen, von wo auch prompt das Führungstor fallen sollte. Jannis Daniels machte den rechten Streifen zur Überholspur, um Jason Döhler in der Strafraummitte lehrbuchartig zu bedienen. Die Torerzielung für den in Jugendtagen einst in lila-weiß aufgelaufenen 20-Jährigen nur noch reine Formsache (7.).
Von den Gastgebern, die sich erstmals an ihrer neu gewählten Anstoßzeit von samstags 18 Uhr erfreuten, war dagegen kaum etwas zu sehen. Immer wieder wurde der lange Hafer bemüht – ohne den völlig in der Luft hängenden Sideris Papadopulos an vorderer Front in Szene zu setzen. Wenn etwas ging, dann über Arun Toranis rechte Seite, wo ein Durchbruch zum ungeschickten Foul, gleichbedeutend mit dem Strafstoßpfiff, gelang. Die perfekte Ausgleichschance, doch Eliah Ticoalu setzte den Penalty rechts am Stangenwerk vorbei (37.).
Noch schlimmer sollte es für den Außenverteidiger direkt vor der Halbzeitpause werden. Bereits verwarnt, katapultierte sich „Tico“ mit einem undurchdachten Einsatz und der folgenden Ampelkarte aus der Partie (45.).
Viel Platz natürlich für die Victorianer, die ihren Verwaltungsmodus nun zunehmend zu Gunsten eines Drängens auf die Vorentscheidung aufgaben. Den Anfang machte Kapitän Robert Schulenburg aus dem Hintergrund (knapp drüber, 57.), ehe der schnelle Daniels im Konter aus einem Meter eine blamable Fahrkarte schoss (64.). Obendrauf bewies auch noch HEBC-Tormann Robin Geist zweimal wahre Hochform (70. & 75.).
Und wie es dann eben so läuft, ließ Joker Ben Sylla den Reinmüller zehn Minuten vor Ultimo mit dem überraschenden Ausgleichstreffer aus dem Sechzehnergewusel amtlich aufschäumen. So sehr, dass Weiß in der Schlussphase gar am Drücker zum Sieg blieb. Außer einer zweiten doppelgelben Hinausstellung des Tages – diesmal für Vickys Chahed Bamba, der S. Papadopoulos rüde über den Haufen grätschte (90.+3) – blieb nichts mehr zu vermelden. Das Elfmeterschießen musste zur Entscheidungsfindung herhalten!
Beidseitig jeweils drei Schützen machten ihren Job zum kumulierten 4:4, bis Geist den HEBC gegen den sonst tadellosen Schulenburg zum Vorteil parierte. Wiegand (HEBC) und Hartmann (Vicky) trafen, woraufhin Brodersens Scheitern an Finn Fenske die Lage wieder auf null stellte. Lodigkeit und Heubel versenkten mehr oder weniger souverän für Victoria – Landes und Determann hielten für die Gastgeber dagegen. Die durchaus grenzwertigen Psychospielchen von SCV-Fänger Fenske hatten bei ihnen keinen Eindruck hinterlassen. Nicht mit der Situation fertig wurde jedoch Kollege Deniz Alan, der im Anschluss an Fenskes selbst erzieltes 7:8 ein breiteres Tor benötigt hätte – Der Landesligist hatte gewonnen!
Mittenhinein in die Zweitrundenfeierlichkeiten bewies Kapitän Schulenburg, dessen medizinischer Hintergrund die Soforthilfe bei einem plötzlichen, wie glimpflich ausgegangenen Epilepsieanfalls eines Heim-Zuschauers nach Spielende fachmännisch unterstützte, dass das menschliche Miteinander immer noch der größtmögliche Triumph unserer Gesellschaft ist.

Tore: 0:1 Döhler (7. Daniels), 1:1 Sylla (79.); Elfmeterschießen: 1:2 Daniels, 2:2 Stegemann, 2:3 Meierdiercks, 3:3 Ebbersmeyer, 3:4 Simic, 4:4 S. Papadopoulos, Geist hält gegen Schulenburg, 5:4 Wiegand, 5:5 Hartmann, Fenske hält gegen Brodersen, 5:6 Lodigkeit, 6:6 Landes, 6:7 Heubel, 7:7 Determann, 7:8 Fenske, Alan schießt vorbei

gelb-rote Karten: Ticoalu (HEBC II, 45., wiederholtes Foulspiel), Bamba (SC Victoria II, 90.+3, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Luis Malter (FC Alsterbrüder)

Zuschauer: 70

besonderes Vorkommnis: Ticoalu (HEBC II) schießt Foulstrafstoß neben das Tor (37.).





Spielbericht SV Barmbek II - TSC Wellingsbüttel II

Welle dominiert den A-Klassenvergleich
Eine Runde weiter: TSC Wellingsbüttel II zeigt SVB-Reserve die Grenzen auf

Staffelübergreifendes Kreisklasse A-Duell im Holstenpokal und der Sieger heißt TSC Wellingsbüttel!
Auf mittlerweile fast exotischem Hartplatz an der Meister-Francke-Straße schaffte der leicht favorisierte Turn- und Sportclub verdient den Sprung in die zweite Runde.
Aus einem sichereren Passspiel heraus hatten die Pfeilshöfer den Laden gut im Griff, verpassten nur das mögliche 0:1 durch Jan-Andre Maulhardt, dessen Flachschuss ein rettendes Abwehrbein gerade noch rechtzeitig aufhielt (6.).
Nicht so einen Freistoß, den Kapitän Stefan Kühl von halblinks flach ins Torwart-Eck beförderte – da sahen Mauer und Tormann nicht gut aus (8.)!
Besser lief es da für Andreas Maasberg im direkten Duell mit Julian Mönk. Breit machte sich der Handschuhträger und vereitelte so den doppelt so hohen Rückstand (22.).
Der oft unsauber kombinierende SVB dagegen brauchte bis kurz vor der Pause, ehe man jeweils über Freistöße etwas Gefahr ausstrahlte (43. & 45.). Das war zu wenig!
Auch mit getauschten Seiten blieben die Kontrahenten in ihren verteilten Rollen: Die Weinroten mit Einsatz, aber zu wenig Spielkultur, während die Wellingsbütteler zu wenig aus ihren zahlreichen Möglichkeiten machten.
Die Erlösung brachte schließlich Bennett Bögle, der mit der ungewöhnlichen Nummer 52 auf dem Rücken cool mit rechts zum verdienten 0:2 einschob (73.).
Ästhetikpunkte verpasste dagegen Mitstreiter Niclas Aunin, dessen 23-Meter-Geschoss hauchdünn die Querstange streifte (80.), während Mönk seinen Kopfball aus vollem Lauf nicht ins Ziel zu bringen vermochte (87.).
Im Anschluss an einen Ballverlust des Gegners wurde es dann doch noch etwas, mit dem 0:3 für das Team in Schwarz, dem der eingewechselte Lasse Wöllner auf Zuspiel des starken Kühl einen ergebnistechnisch realistischeren Endstand schenkte (90.).

Tore: 0:1 Kühl (8., direkter Freistoß), 0:2 Bögle (73.), 0:3 Wöllner (90. Kühl)

gelbe Karten: Laudage – Schermer

Schiedsrichter: Rainer Lemsky (SC Condor Hamburg, Note 2: hatte das fair geführte Match mit seiner ruhigen Art jederzeit unter Kontrolle)

Zuschauer: 30







Donnerstag, 20. Juli 2023

Spielbericht SV Rugenbergen II - Kummerfelder SV II

Chancenwucher hält den Abend spannend
Feldspieler im Tor lässt Kummerfelder Reserve bis zum Ende zittern

Bereits am Donnerstagabend läuteten die Zweitvertretungen des SV Rugenbergen und des Kummerfelder SV die neue Holstenpokalsaison ein – mit dem besseren Ende für die Jungs vom Ossenpadd.
Personell hatten freilich beide in der Kreisliga angesiedelten Teams aus dem letzten Loch gepfiffen. So wurde beispielsweise Leon Stampff trotz körperlichen Nachwehen eines Fahrradunfalls in den KSV-Kader zitiert, dem heuer auch Matthias Jonas aus der Alten Herren als Linksverteidiger angehörte. Ein Glücklicher Umstand, war es ein hoher Jonas-Ball, den Sturmtank Ole Fankhänel robust auf den einstartenden Semih Tokay weiterleitete. Ein passender Abschluss aus der Poleposition und schon war es nach nur 66 Spielsekunden geschehen.
Ein höchst unterhaltsamer Abend hatte begonnen, was in der Anfangsphase auch an Rugenbergens Dirk Ballandat lag. Elegant flankte der oberligaerfahrene 33-Jährige auf Steven Reinhardt, dessen freier Kopfball jedoch am langen Eck verfehlte (6.).
Wenig später machte es Ballandat einfach selbst, erkannte er das offensive Stellungsspiel des gegnerischen Torstehers, der per Kunstschuss von drei Metern hinter der Mittellinie auf famose Art und Weise zum 1:1 überwunden werden konnte (11.).
Zwei Freistöße, getreten von Fabian Fritzsche (13.) und Philip Pinnow (23.), brachten ebenso 2:1-Potenzial mit, wie ein Klärungskopfball Björn Petersens, der das eigene Gehäuse nur um Zentimeter überflog (31.).
Stattdessen kamen die Gäste zunehmend besser in die Partie, sodass der zunehmend in den Fokus rückende Darren Reinhardt zwischen den SVR-Pfosten behände eingreifen musste (33.). Insbesondere zehn Minuten nach der Pause, als Carsten Heggblum die Kugel unfreiwillig zum abziehenden Hannes Schulz grätschte, Reinhardt zur Ecke parierte, deren Ausführung aber auch gleich wieder Arbeit nach sich zog. Direkt aufs Tor gezogen, wehrte der Fänger ab, parierte Christos Nzembeles Nachsetzen. Irgendwie aber stocherte Neuzugang Leon Brühning (kam zusammen mit Stampff vom SC Pinneberg) die Kugel im Getümmel hinein (55.).
Jetzt waren die Hausherren wieder gefordert, doch das Gros der Torchancen erspielten sich fortan die Gäste. Mohammad Zawari erwischte den Pfosten (62.) – die Kollegen Tokay (57. & 69.), Fankhänel (69.) und Schulz (82.) fanden ihren Meister zweimal im bärenstarken D. Reinhardt, der eigentlich ohne Handschuhe in der Außenverteidigung zuhause ist.
Tatsächlich blieb es somit bis zum Abpfiff des 76-jährigen Claus-Dieter Köhler (inzwischen in Diensten des TuS Hasloh) spannend in Bönningstedt, wo hohe Bälle für den Lucky-Punch gegen die kopfballstarke Abwehr der Kälberloh/Otto-Truppe nicht das rettende Mittel darstellten. Jubel beim fleißig und bestens gelaunten KSV-Anhang!

Tore: 0:1 Tokay (2. Fankhänel), 1:1 Dirk Ballandat (11.), 1:2 Brühning (55. Nzembele)

beste Spieler: D. Reinhardt – Petersen, Tokay, Fankhänel

gelbe Karten: Fritzsche – Petersen, Tokay, Brühning

Schiedsrichter: Claus-Dieter Köhler (TuS Hasloh, Note 4)

Zuschauer: 55



Dienstag, 9. August 2022

Spielbericht SC Victoria Hamburg II - 1. FC Hellbrook II

Joker retten Vicky II vor der Pokal-Blamage
Landesligist quält sich lange gegen punktlose Kreisklassen-Elf

53 Minuten und ein paar Sekunden lebte der Pokaltraum des 1. FC Hellbrook II, der als krasser Außenseiter nicht nur mit grundsolider Abwehrarbeit in seiner Fünferkette die berühmte „Null“ hielt, sondern tatsächlich auch selbst offensiv vorstellig wurde. – Dann bahnte sich ein zentraler Versuch des eingewechselten Santino Battaglia seinen abgefälschten Weg in die FCH-Maschen.
Zuvor mühte sich der drei Klassen höhere Landesligist vergebens, den Grünen im Zweitrundennachholer des Holstenpokals so richtig einzuheizen. „Viel Ballbesitz – wenig Ertrag“, lautete das Zwischenfazit nach dem ersten Abschnitt, in dem beispielsweise der über links agile Ole Wenner aus 17 Metern am übergreifenden Volkan Büyükkeskin scheiterte (27.) und Andre da Silva Goncalves mittig im Sechzehner nicht viel zur Führung fehlte (31.).
Auf der anderen Seite verpassten mit Oguz Yesiltepe (23.) und Emre Karakütük (40.) die jeweils besten Akteure in Grün nur knapp das sensationelle 0:1.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs hielt das in der Kreisklasse 8 noch punktlose Team im Rahmen der eigenen Möglichkeiten famos mit.
Battaglias 1:0 markierte jedoch den ersehnten Dosenöffner für das Heimteam, das insbesondere durch seine Joker ins Rollen kam. Schließlich waren auch Robert Schulenburg, der im Eckballgetümmel verdoppelte (58.), und dreifachtorschütze Emin Brobbey (65., 68. & 90.+1) von der Bank gekommen.
Der beim USC Paloma ausgebildete Brobbey gefiel zudem auch wiederholt als flinker Vorbereiter, sodass der 18-Jährige unterm Strich an sieben der letztlich acht Vicky-Treffer direkt beteiligt war.
Trainer Joshua Krause, der sein Personal bereits vor dem Seitenwechsel doppelt veränderte (34.), dürfte daher nicht umhingekommen sein, zu erkennen, dass der heuer zu Beginn aufgebotene „Zweite Anzug“ im Gegensatz zum eindrucksvoll bei BU siegreichen Line-up vom vergangenen Wochenende (noch) nicht allzu gut sitzt.
Ob die Reserve der Vicky-U23 in Runde drei gegen die Kreisligakicker vom SC Eilbek eine neue Bewährungschance erhalten wird?

Tore: 1:0 Battaglia (54.), 2:0 Schulenburg (58. Brobbey), 3:0 da Silva Goncalves (60. Brobbey), 4:0 Neves (61. Brobbey), 5:0 Brobbey (65.), 6:0 Brobbey (68.), 7:0 da Silva Goncalves (82. Brobbey), 8:0 Brobbey (90.+1)

Schiedsrichter: Alex Kauter (SC Osterbek, Note 2: ohne Schwierigkeiten in einem fair geführten Pokalspiel)

Zuschauer: 50





Freitag, 20. Juli 2018

Spielbericht GW Eimsbüttel II - TuS Berne II


TuS Berne II stürmt den Tiefenstaaken
7:2 bei GWE II! Kreisliga-Vize-Meister nimmt eine Stunde lang Fahrt auf

Gemäß ihrer Favoritenrolle hat die Reserve des TuS Berne souverän den Einzug in die zweite Runde des Holstenpokals klar gemacht.
Gegen die Zweitvertretung GW Eimsbüttels langte dafür eine gute Stunde, in der die Blau-weißen bereits vorzeitig das Weiterkommen buchten.
Ruckzuck, wenn auch im Falle des 0:1 nicht ohne Abseitsverdacht, legte die Freitag-Equipe am Wochentag ihres Trainers auch gleich los, indem es gerade über die rechte Seite mit Tempo den Rücken der hoch stehenden GWE-Viererkette suchte.
Erster Profiteur eines Flankenlaufs von Kapitän Felix Voges: Daniel Dwelk, der mittig vor der Kiste keine Mühe hatte, einzulochen.
Die Eimsbütteler, die ihren Kreisligaverbleib in der Staffel 2 auf der Zielgeraden der vergangenen Rückrunde erkämpften, probierten es auch in diesem Match gegen den amtierenden Vize-Meister der Parallelgruppe 6 mit alten Tugenden wie leidenschaftlichen Zweikämpfen und alt-britischem Spielaufbau. Nur lauerte vorne kein konkreter Abnehmer für die langen Bälle, die somit meist zum Fanggut für TuS-Torsteher Patrick Dopatka wurden.
Im eigenen Gehäuse hingegen konnte sich Lukas Herbst, eigentlich im Feld auf der Außenbahn zu Hause, auf lange nicht mehr betretenem Terrain beweisen.
Mit Geschick (Übergreifen gegen Flemming Hansens Kopfball, 21.) und etwas Glück (Pfostenschuss Daniel Dwelk, 23.), zögerte der Handschuhträger das 0:2 immerhin bis zur 30-Minuten-Marke hinaus, bis der ansonsten leicht glücklose Kilian Migge die Kugel flach vor das Tor brachte und Torjäger Helge von Borstel ebenso zum Ball ging wie Verteidiger Klemens Fehrs. Kaum hatte Schiedsrichter Gerhardt Schulz Greco (Eintracht Norderstedt) von Borstels Rückennummer 2 als Torschützen notiert, netzte der 19-Tore-Mann der Vorsaison wieder, diesmal im Nachsetzen gegen den Torsteher, zum 0:3 ein.
Vier Tore zum Weiterkommen: Helge von Borstel.
Das geschickte berner Spiel mit dem passiven Abseits und einem mustergültig hinterlaufenden Außenverteidiger (Benjamin Püttner) deutete an, welche Bereicherung dieses Team als möglicher Nachrücker für den nächsten Rückzieher oberhalb der Kreisliga wäre. Dem diesmal zu Unrecht reklamierenden GWE ging dies alles einen Tick zu schnell…
Ebenso wie Flemming Hansens kleines Solo mitsamt Abschluss zum 0:4-Pausenstand, den von Borstel 77 Sekunden nach dem Wiederbeginn flugs egalisierte.
Per Abstauber auf 0:6 erhöht (52.), freute sich von Borstel zehn Minuten später mit Nick Bretschneider über dessen 0:7 (wieder stellte sich die Frage, ob die naive Abseitsfalle des Gegners vielleicht doch um ihre verdiente Anerkennung gebracht wurde).
Ein paar Umstellungen und eine etwas gemächlichere Herangehensweise TuS Bernes verschonten die Tiefenstaaken-Kicker nicht nur vor weiteren Gegentreffern, sondern ließen sie auch selber am Scheibenschießen mitwirken.
So bildete Patrick Hintzes Doppelpack binnen 60 Sekunden immerhin ein kleines Trostpflaster, an das sich der 29-Jährige im Falle seines 1:7-Kunstschusses quasi von der linken Seitenlinie aus (65.) auch mit einem lachenden Auge erinnern wird.
Ebenfalls eine Erinnerung bleibt für ihn und sein Team somit die Teilnahme am Holsten-Pokal, die durch diese Niederlage bereits in Runde eins Geschichte ist.
Die junge TuS-Elf darf dagegen der Zweitrunden-Auslosung am kommenden Montag entgegenfiebern.

GW Eimsbüttel II: Herbst – Kl. Fehrs, Schwabl, Klimm, Huppe (77. Ka. Fehrs) – Hintze, Schröder, Selzam, Barkley (54. Remorino) – Hicken (67. Akimkin), Ehlert, Trainer: Stefan Schleif

TuS Berne II: Dopatka – Zbandut, Schweinfurth, Allert, Püttner – Hansen, Ihns (58. Melzer), Voges, Migge (46. Bretschneider) – Da. Dwelk (58. Grossmann), von Borstel, Trainer: Sönke Freitag

Tore: 0:1 D. Dwelk (4. Voges), 0:2 von Borstel (30. Migge), 0:3 von Borstel (34. Püttner), 0:4 Hansen (38.), 0:5 von Borstel (47. Zbandut), 0:6 von Borstel (52. Allert), 0:7 Bretschneider (63. Hansen), 1:7 Hintze (65.), 2:7 Hintze (66. Ehlert)

Gelbe Karten: Schwabl, Remorino – von Borstel

Schiedsrichter: Gerhardt Schulz Greco (Eintracht Norderstedt)

Zuschauer: 25

Mittwoch, 2. August 2017

Spielbericht SC Union 03 II - Hetlinger MTV II

Der Joker richtet´s
Penafiel Arroyos Doppelpack sichert Union 03 II die dritte Runde

„Neue Saison –neues Glück“. Eine abgedroschene Phrase, die auf die letztes Jahr aus der Kreisliga abgestiegene „Zweite“ des SC Union 03 (damals noch als Ligamannschaft) bestens zutrifft, sicherte sich die Elf von Juan Cortez neben einem siegreichen Liga-Auftakt auch die Drittrundenteilnahme im Holstenpokal.
Hierfür galt es, auf bestens präpariertem Grand die Reserve des Hetlinger Männerturnverein zu eliminieren.
Ein wenig nervös gestartet, schienen die Gastgeber dies auch gut bewältigen zu können.
Was eine so eine Führung in der Anfangsviertelstunde doch an Sicherheit bringen kann!
Adrian Lehmanns mustergültige Flanke (zunächst narrte er seinen Gegenspieler an der Grundlinie) köpfte Alexander Ehmke noch vor dem heranrauschenden MTV-Goalie zum sichtlich Auftrieb verleihenden 1:0 ein.
Was Union nur in der Folgezeit vergaß: Das zweite Tor, unter anderem auf dem wegrutschenden rechten Fuß von Julio Oliveira Gouveia (13.).
Die Gäste dagegen hatten ihre liebe Mühe, die Kugel auf ungeliebtem Hartplatz konstruktiv ins Angriffsdrittel zu bringen, bis Paul Hinkels schnelle Weiterleitung plötzlich für einen einschussbereiten Nico da Ros vor dem Union-Gehäuse sorgte und sich dieser nicht zweimal bitten ließ (32.).
Kurz vor der Pause – Union hatte jetzt ein wenig den Faden verloren – brachte wieder eine zackige Idee aus dem Mittelfeld, in diesem Fall ein fix ausgeführter Freistoß, einen Angreifer, in diesem Fall Alexander Keil, in eine komfortable Abschlusssituation, die der ehemalige Wedeler mit einem Lupfer über den herausstürzenden Juan Arellano Marcias quittierte.
Hätte auch Jonas Wernstedt bei seinem recht unbedrängten Versuch aus halbrechter Position (am Tor vorbei, 55.) so viel Treffsicherheit gehabt, wäre seinen Blauen die Verwaltung des Ergebnisvorteils sicher etwas einfacher gefallen.
So aber glaubten die engagierten Unioner an die Wende, der sie bei einer Doppelchance nach einer Stunde auch äußerst nah kamen; nur rettete Marco Panacek gleich zweifach mit allen verfügbaren Körperteilen gegen Adrian Lehmann und John Aguirre Mantuano.
Im nächsten Anlauf aber klappte es, angelte sich der eingewechselte Darwin Penafiel Arroyo mit dem durchgestreckten Bein auf halblegalem Wege das Leder, um es mit rechts in lange obere Ecke zu dreschen. Der Spielstand war wieder ausgeglichen!
Und Union wollte mehr, war das griffigere Team, doch auch die Gäste aus dem Bandreißerdorf gaben nicht klein bei, sodass die intensive Schlussphase noch einmal richtig Fahrt aufnahm.
Auch verbal, kam es fünf Minuten vor Ultimo vor einer Einwurfsausführung zu einem Disput mit José Cortez, der gemeinsam mit Edmundo Rojas Moraga die „Ü50-Sechs“ der Jahnplatzkicker bildete.
Noch von der (künstlichen) Aufregung um eine vermeintliche Tätlichkeit geblendet, verpasste es die Hlede-Elf, den Gegner bei dieser Spielfortsetzung ausreichend ins Visier zu nehmen.
Der wieder erfolgreiche Penafiel Arroyo dankte es mit einem Trudelball aus dem unübersichtlichen Strafraumgemenge – 3:2!
Jetzt mussten Hendric Oeding und Co noch einmal in die Vollen gehen, doch mehr als ein letzter guter Distanzversuch des Außenverteidigers, der dabei knapp über das linke Lattenkreuz zielte (90.), sollte nicht mehr herumkommen.
Die Zweitvertretung des SC Union darf dank ihres Top-Jokers weiter vom großen Wurf im Holstenpokal träumen und der NCG FC sich am Wochenende auf einen selbstbewussten Duellanten freuen!

SC Union 03 II: Arellano Macias – Aguirre Mantuano, Marku, Klann, Oliveira Gouveia – E. Rojas Moraga, José Cortez Blanco – Bühs (46. Penafiel Arroyo), Elvir Rosales, Lehmann – Ehmke, Trainer: Juan Manuel Cortez Blanco

Hetlinger MTV II: Panacek – Pidde, Bremer, Albrecht (67. Martinsteg), Oeding – Wernstedt, Kock – Maaß, Keil, Hinkel – da Ros (74. Kirmse), Trainer: Carsten Hlede

Tore: 1:0 Ehmke (11. Lehmann), 1:1 da Ros (32. Hinkel), 1:2 Keil (44.), 2:2 Penafiel Arroyo (64. Elvir Rosales), 3:2 Penafiel Arroyo (85.)

Schiedsrichter: Ibrahim Yavuz (SC Teutonia 10, Note 2,5)

Zuschauer: 20