Samstag, 24. Oktober 2020

Spielbericht Eimsbütteler TV 1.D - TSV Sasel 1.D

Ausgleich in der Nachspielzeit
Durch Akyildiz´ Wucht-Kopfball: Gerechtes Remis im Topp-Testspiel

Die Schlusspointe hatten sich die 2008er des TSV Sasel für die Nachspielzeit aufgehoben. Mit voller Entschlossenheit rammte Liam Akyildiz einen Schwarz-Eckball per Kopf zum schwer umjubelten 2:2-Endstand in die Maschen des führenden ETV.
Dieser wähnte sich in einem emsig geführten Vergleich unter Spitzenteams des Jahrgangs schon im Siegestaumel.
Schließlich stand es bis sieben Minuten vor Ultimo noch 2:0 für die Gastgeber, deren Vorsprung auf messerscharfem Direktspiel, flach abgeschlossen durch Mattis Fleer, Ende der ersten Hälfte, fußte. Per Einzelleistung verdoppelte Frederik Schröder aus der Distanz, nachdem er zunächst zwei Gegenspieler dynamisch abgeschüttelt hatte (47.).
Das eigene Tor hatte man derweil mit Glück (Lattenkracher von Danijel Grabovac (37.) und Johann Schönberg (50.)) und einem formstarken Noa Albrecht zwischen den Pfosten (u.a. Doppelrettungstat bei einem Henne-Freistoß, 43.) verteidigt.
Nur unterließ man es eben auch, den Vorsprung im Rahmen eigener Torchancen weiter zu erhöhen. So passierte, was passieren musste. Soeben setzte Ali Nabizade seinen aussichtsreichen Versuch zu hoch an, und schon holte der eingewechselte Tom Spöhring seine Farben wieder zurück ins intensive Match. Da hatte er einfach zu viel Platz am zweiten Pfosten! Logisch, verstärkten die Jungs aus dem Bezirk Wandsbek noch einmal ihren Offensivgeist. Hinzu kamen hier ein paar spannende (allerdings ungenutzte) Freistoßpositionen für Schuss und Flanke.
Mit einem Eckstoß sollte dann eine andere Art von Standardsituation tatsächlich noch den verdienten Gleichstand an der Bundesstraße herbeiführen…

Tore: 1:0 Fleer (22.), 2:0 Schröder (47.), 2:1 Spöhring (53. Lengani), 2:2 Akyildiz (60.+2 Schwarz)

Schiedsrichter: Yannick Fynn Glock (SC Sternschanze)

Verwarnungen: Fleer, Dresemeyer, vom Hau, Breuer, Nabizade – keine

Zuschauer: 42








Spielbericht SC Sternschanze 3.A - Niendorfer TSV 2.A

NTSV wirbelt nur eine Halbzeit lang
Auswärts-Test im Schanzenpark schon zur Pause entschieden

Endlich wieder Heimspiel! Erstmalig seit Aussetzung des Spielbetriebs im März freuten sich zweiten 2003er des SC Sternschanze wieder über ein Heimspiel – und ärgerten sich über eine verdiente Niederlage.
Gegen die A2 des Niendorfer TSV gab es nämlich nichts holen, begannen die Gäste, die mit einer illustren Mischung aus Spielern der Jahrgänge 2002, 2003 und 2004 aufwarteten, äußerst druckvoll, sodass sich das Spielgeschehen zumeist in der Hälfte des SCS abspielte.
Einzig belohnen wollte sich die Treder-Elf dafür nicht, ließ sie Chance um Chance ungenutzt, bis der komplett alleingelassene Ali Esmatollahi in der Mitte gar nicht anders konnte, als eine flache Wichern-Hereingabe schließlich doch zum überfälligen 0:1 in Minute 22 zu nutzen.
Ab jetzt ging´s dann auch rund, vollendete Emil Röbbelen einen flüssigen Angriff über die Stationen Gelhausen, von der Weth und Heise kraftvoll (24.), ehe auch Lukas Heise zum Profiteur einer feinen Vorarbeit (Rabona-Flanke durch Niklas Wichern) wurde (29.).
Mit einstimmen in den Kanon des Torjubels tat auf der Schlussetappe des ersten Abschnitts auch noch Shadab Rahimi, der als einziger am heutigen Tage nicht von der Strafraummitte aus einnetzte.
Überhaupt war das Toreschießen nach dem Seitenwechsel kein besonders präsentes Thema mehr, denn während der NTSV taktisch und personell vermehrt experimentierte, gewannen die Gastgeber Stück für Stück an Sicherheit.
Dank Daouda Barry wurde es im Zuge eines Eckstoßes gar ein wenig torgefährlich, als der Neuzugang das Leder am ersten Pfosten aber nicht ganz in Zielrichtung gezogen bekam (52.).
Die Nord-Hamburger verwalteten derweil unaufgeregt ihre Spielanteile, ohne dabei aber die erfrischen Überraschungsmomente aus der ersten Hälfte vorzutragen.
Dass der eine Treffer der zweiten 45 Minuten für die Schanzer fiel, ging somit auch in Ordnung, zumal eine zu kurze Abwehr bei Mika Grimbergers Freistoß auch die perfekte Einladung für Barrys Abstaubertor, gleichbedeutend mit dem 1:4-Endstand, darstellte (80.).

Tore: 0:1 Esmatollahi (22. Wichern), 0:2 Röbbelen (25. Heise), 0:3 Heise (29. Wichern), 0:4 Rahimi (40.), 1:4 Barry (80. Grimberger)

Schiedsrichter: Mika Lemme (SC Sternschanze, Note 1,5: hatte die Situation jederzeit bestens im Griff, einzig wäre Krüger für sein Einsteigen zwingend zu verwarnen gewesen (83.).)

Zuschauer: 3

Sonntag, 11. Oktober 2020

Spielbericht HEBC III - SV West-Eimsbüttel II

F. Leonhardt bricht alle Dämme
HEBC III im Höhenflug – Wespe III bricht nach 3:1 komplett ein

Das ging wieder in die Hose…
Obwohl die neue Reserve des SV West-Eimsbüttel im Auswärtsspiel beim favorisierten HEBC III lange mithielt, setzte es die zweite Kanterniederlage im zweiten Match. – und auch noch einen Feldverweis.

In der ersten Hälfte wusste man den deutlich spritzigeren HEBC noch ganz gut in Schach zu halten, sodass ein Dreh-Heber durch Routinier Ole Natusch, über das Ziel, zunächst das Gefährlichste unter der sich langsam senkenden Oktobersonne am Reinmüller blieb (12.).

Mit Schallgeschwindigkeit spielten die Gastgeber dann aber ihren größten Vorteil gnadenlos aus, denn aus einer Kopfballchance im Eckballdickicht für Wespe entstand ein lupenreiner Turbo-Konter, den Luis Sauer und Torschütze Aaron Landes vollentschlossen im Doppelpass zur Führung verwandelten (24.). Ohne den direkt danach verletzt ausgewechselten Erkan Efe (knickte im Torschussversuch um), setzte es wenig später Gegentreffer Nummer zwei, den Sauer diesmal selbst aus 20 Metern beisteuerte.

Das war´s dann auch erstmal wieder, fanden die Weiß-blauen fortan wieder zu ihrem sicheren Zentrum, während ein immer länger werdender Sütcü-Freistoß von rechts zur perfekten Vorlage des entschieden einnetzenden Serkan Mert wurde – der Anschlusstreffer!

Ein im Vorfeld einseitig erwartetes Duell schien nun doch etwas enger zu werden, als gedacht, zumal die Lilanen ihre Spielanteile nicht konsequent umsetzten.

So verbolzte Natusch einen vielversprechenden Angriff aussichtsreich (60.).

Mit dem wertvollen 3:1 brachen schließlich alle Dämme. – Bei beiden Teams!

Die einen hatten sich nach Felix Leonhardts Treffer, den ihn die feine Mitnahme eines Sauer-Zuspiels ermöglichte, vorzeitig aufgegeben, die anderen legten jetzt erst richtig los.

Sauber freigespielt, belohnte sich Außenverteidiger Mustafa Hamdo für eine engagierte Leistung mit dem 4:1 (73.), woraufhin Sauer einen Spielzug über die Leonhardt-Zwillinge zum erfolgreichen Ende brachte (78.). Nicht optimal zielte der eingewechselte Christian Kostorz, was ob eines halbgaren Torhüterhandelns aber unbestraft blieb – 6:1!

Den Nachtisch servierte in den Schlusswehen noch einmal Luis Sauer, der den Torreigen mittels eines lupenreinen Hattricks binnen fünf Minuten zum 9:1-Endstand schloss.

Symbolcharakter hatte hierbei das letzte Hurra des Tages, in dessen Entstehung Kostorz seinen Gegenspieler ins Leere grätschen ließ, um dann den Kollegen passend zu bedienen.

Etwas Linderung für die schwer geschlagenen Vogt-Kölln-Straßenkicker hatte Engin Mert in der Schlussminute auf dem Fuß. Der Pfosten protestierte erfolgreich und die 1:9-Niederlage war bitterer Fakt. Dazu holte sich Iksan Tazi im heißblütigen Zwiegespräch mit einem Gegenspieler auch noch den roten Karton postludum ab. Ein Erlebnis, das für einen Teil des Teams nicht neu ist, erlebte man in der Vorsaison als Dritte des SC Union 03 einen vorzeitigen Rückzug aufgrund disziplinarischer Konflikte.

Sportlich schneidet man indes bislang ähnlich ab, wie es Union III vor dem Rückzug aus der Kreisklasse B tat: Letzter Platz bei einer Flut an Gegentoren.

Die deutlich jünger aufgestellte Elf des HEBC atmet dagegen echte Höhenluft und ist jetzt erster Verfolger des verlustpunktfreien SV Eidelstedt II.

HEBC III: Krebs – Hamdo, Kijera (76. Dassow), Yorke, Landes – F. Leonhardt, Frey, Harrison (68. Kostorz) – Sauer, Natusch (76. El-Shaikh), C. Leonhardt, Trainer: Jan Schönwandt

Tore: 1:0 Landes (24. Sauer), 2:0 Sauer (26.), 2:1 S. Mert (37. Sütcü), 3:1 F. Leonhardt (Sauer (71.), 4:1 Hamdo (73. Natusch), 5:1 Sauer (78. C. Leonhardt), 6:1 Kostorz (80.), 7:1 Sauer (82. Kostorz), 8:1 Sauer (83.), 9:1 Sauer (87. Kostorz)

Rote Karte: Tazi (SV West Eimsbüttel II, nach Spielende, Beleidigung eines Gegenspielers)

Schiedsrichter: Gerhardt Schulz-Greco (Eintracht Norderstedt, Note 2: Hatte die 90 Minuten lang faire Partie jederzeit im Griff, nur C. Leonhardts Großchance wegen Abseits zurückzupfeifen war knapp verkehrt.)

Zuschauer: 32









Spielbericht HEBC II - FC Süderelbe II

HEBC II verteidigt den Spitzen-Start Hacksteins Verdopplung entscheidet das Topp-Duell mit Süderelbe II

Was haben der SC Vier- und Marschlande, die Reserve des TSV Sasel und HEBC II gemeinsam?
Sie sind derzeit die einzigen dreifach siegreichen Teams der hamburger Bezirksliga und thronen mit ihren jeweils neun Zählern an der Spitze ihrer jeweiligen Staffel.
Im Falle des HEBC aus der „Süd“ war es ein sonntägliches 2:0 gegen die Zweite des FC Süderelbe, selbst im einzig bestrittenen Match siegreich, das den Verbleib in diesem exklusiven Club sicherte.
Erste Konturen nahm dieser schon nach nicht einmal einer Viertelstunde an, als das umtriebige Eigengewächs Allan Muto einen Schlag in den Rücken der Abwehr gekonnt mitnahm und im Angesicht mit Justin Petzschke die Nerven behielt.
Eine Führung, die aufgrund der höheren Spielanteile auch in Ordnung ging.
Nur versuchte man es danach zu oft nach dem gleichen Muster, worauf sich der FCS zunehmend besser einstellte und damit zahlreiche Abseitsstellungen des Gegners generierte.
Mit dem Wiederbeginn unter anhaltenden Regenfällen wurden dann auch die Gäste vermehrt offensiv vorstellig.
Vor allem die Hereinnahme Lamarana Bahs hauchte der vertretungsweise durch Stefan Arlt gecoachten FCS-Elf neues Leben ein.
So bereitete der flinke Außenspieler von der Grundlinie aus die große Königschance für Yannick Herrmann vor, doch der im Rückraum gefundene 21-Jährige streichelte mit seinem Versuch nur die Querlatte (71.).
Ganz anders Felix Hackstein auf der anderen Seite, schob der eher zufällig, im Anschluss an einen langen Freistoß wegen Abseits, an die Kugel geratene Mittelfeldspieler sicher zur vorentscheidenden Verdopplung ein (76.).
Aus war der Süderelber Traum vom Punktgewinn spätestens mit der kurz darauf folgenden Ampelkarte für Lukas Wöllmer und der daraus resultierenden Unterzahl.
Die Punkte blieben also am heuer uneinnehmbaren Reinmüller, wo zuvor bereits die Oberliga-Truppe in Lila-weiß den TuS Osdorf mit 5:1 rupfte. Später am Fußballtage zog auch noch die Dritte nach (9:1 gegen die zweite Mannschaft des SV West-Eimsbüttel).

Tore: 1:0 Muto (12. Hackstein), 2:0 Hackstein (76.)

Gelbe Karten: Stegemann – Herrmann, Brailly Bigata, Kemna

Gelb-rote Karte: Wöllmer (FC Süderelbe II, 78.)

Schiedsrichter: Ibrahim Yavuz (SC Teutonia 10, Note 2)

Zuschauer: 24