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Samstag, 30. März 2024

Spielbericht Moorreger SV II - Glashütter SV III

Scheibenschießen mit Starthilfe
Umstrittener Strafstoß bringt Aufstiegsanwärter Glashütte III in Fahrt

Schafft die dritte Mannschaft des Glashütter SV die Rückkehr in die Kreisklasse A? Das nachgeholte Gastspiel in Moorrege schaffte am Ostersamstag jedenfalls weitere Argumente dafür.
Vor allem der Name Philipp Pröhl eignet sich als vortreffliche Evidenz für A-Klassentauglichkeit, war es vor allem der 30-Tore-Plus-Mann, der mit seinen Strafraumqualitäten den Unterschied am Himmelsbarg markierte.
Hauptdarsteller der Begegnung des Viertletzten gegen den Viertersten war jedoch zunächst eher unfreiwillig Schiedsrichter Manfred Neuber (TuS Appen), der mit kuriosen Abseitspfiffen und schräger Zweikampfbewertung nicht nur den früh hoch gelb-rot gefährdeten Paul Stender aus der Fassung brachte.
So auch seinen Kollegen Niklas Ziegenhagen, dessen riskante Strafraumgrätsche im Wesentlichen das Spielgerät erwischte. Pröhl fiel und Neuber erkannte auf Strafstoß, den der „31er“ standesgemäß zum 0:1 versenkte (33.).
Ärgerlich für die Gastgeber, denn viel hatten sie bis dahin nicht zugelassen.
Im Gegenteil, hatte man mit Jonas Kaufmanns beherztem Sololauf durch die überraschend passive GSV-Defensive gar die bis dato beste Szene auf der Habenseite (29.).
So aber gestaltete es sich äußerst schwierig gegen die Norderstedter, für die Alpha Diallos unvollendeter Drehschuss eine gute Möglichkeit zur Verdopplung darstellte (43.).
Ebenso scheiterte auch Pröhl am 0:2, das diesmal Schlussmann Deniz Hinrichsens Eingreifen verhinderte, ehe Diego Molinas Borjas den zweiten Anlauf per Kopf versemmelte (50.).
Nicht so Außenverteidiger Jannes Sturm, dem sein schönes Hochschusstor nach kurz ausgeführter Ecke das Hochgefühl der Genugtuung gegenüber der immer wieder von draußen hineinrufenden MSV-Ligatruppe bescherte (51.). „Vierer, du bist Kacke!“, hieß es beispielsweise kurz vor Wiederabpfiff aus der Zuschauerschaft, die im Folgenden wenig erbauliches ihrer Vereinskollegen serviert bekam.
Pröhl trotzte auf Zuspiel Krsic-Biberovic dem Gegnerdruck in Form des 0:3 (59.), das per Direktschuss nur knapp kein Folge-Hurra erhielt (66.).
Im luftig verteidigten Eckballdschungel (Krsic-Biberovic brachte den Standard von rechts herein) war das mittlerweile leistungsgerechte 0:4 schließlich nachgeholt (70.).
Doch Pröhl wollte den lupenreinen Hattrick, den ihm Molinas Barjas´ Ablage in Minute 77 ideal bereitete.
Noch mehr wäre mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss möglich gewesen, nur setzte den Schlusspunkt ausgerechnet ein Moorreger. Pascal Samoray war es, der eine vorzügliche Freistoßposition, zentral vor Simon Schmieders Gehäuse, mit dem 1:5-Trostpflaster nicht ungenutzt ließ (90.).
Die Torfabrik der Kreisklasse B1 (108 Treffer auf dem Konto) eroberte damit dennoch Platz drei vor dem 1. FC Quickborn II, der mit zwei Spielen weniger nun um zwei Zähler dahinter steht. Für den Aufstieg würde es aufgrund diverser Rückzüge in höheren Klassen sicher für beide reichen.

Tore: 0:1 Pröhl (33., Strafstoßtor, Ziegenhagen an Pröhl), 0:2 Sturm (51.), 0:3 Pröhl (59. Krsic-Biberovic), 0:4 Pröhl (70. Krsic-Biberovic), 0:5 Pröhl (77. Molinas Borjas), 1:5 Samoray (90., direkter Freistoß)

gelbe Karten: Stender – Pröhl

Schiedsrichter: Manfred Neuber (TuS Appen, Note 5, bestätigte mit zahlreichen kuriosen Entscheidungen einmal mehr, dass der Herrenfußball nach über 50 Jahren Schiedsrichtertätigkeit mittlerweile einen Tick zu schnell für ihn ist)

Zuschauer: 30



Samstag, 16. März 2024

Spielbericht SV Rugenbergen IV - TBS Pinneberg II

TBS-Reserve und ihre Gesichter
Traumtor, Überlegenheit, Zittersieg und Undiszipliniertheiten beim Primus

Zweifel am Aufstieg? Bei der Reserve von Türk-Birlikspor Pinneberg hoch oben an der Spitze der Kreisklasse B1 vergebens gesucht. Zu Gast beim Tabellenvierten in Rugenbergen, fuhr die Elf vom Trainergespann Fatih Ertürk und Frank Kölln den nächsten dicken Fisch auf dem Segeltörn gen A-Klasse.
Ein hartes Stück Arbeit war es für den ramadangeschwächten Primus aber allemal – trotz frühem Oberwasser, das Emre Malkoc aus beeindruckenden 45 Metern per Hochschuss über den düpierten Anastasios Kostas herbeischwemmte (5.).
Chancen, den Vorsprung geschmeidig auszubauen, boten sich TBS insbesondere in Abschnitt eins so einige. Lenard Banyameen mangelte es jedoch an der nötigen Körperspannung (18.), während Ahmad Rifai (22.) und Linus Griffiths (40.) das Nachsehen gegen den rehabilitierten Kostas hatten.
Die biederen Gastgeber kamen dagegen kaum einmal ernsthaft voran. Fast etwas eingeschüchtert wirkte das juvenil aufgestellte Team gegen das auch verbal ordentlich unter Strom stehende Spitzenteam.
Folgerichtig daher das 0:2, bei dem Ahmad Rifai im unwiderstehlichen Solo über links, inklusive Strafraumabschluss, den auch Luca Teicherts Rettungsaktion nicht mehr zu entschärfen wusste, augenscheinlich machte, warum sein Team zu stark für diese Spielklasse ist (53.).
Absolut unterklassig kam jedoch in zunehmender Weise das Verhalten einiger Gäste-Akteure daher. Wiederholt hatte Schiedsrichter Jörn Kolb dem Meckern durch Verwarnungen Einhalt gebieten wollen (Z. Sürücü, 25., Caytas, 78., Trainer Ertürk, 82.), doch so wirklich beruhigen mochten sich die Gemüter nicht.
Wäre man mit seinem Eifer doch bloß auf das Sportliche reduziert geblieben, hätte man sich die spannende Schlussphase sicher erspart.
Ihren Beginn hatte diese in Minute 67, als Mika Abler seinen Freistoß zwar an die Latte setzte, der kantige Joshua Zinnau seinen Größenvorteil aber just zum verkürzenden Kopfballabstauber nutzte.
Abler an Außennetz (72.) und Jannis Petersen mit Abfälschungspech (80.) trauerten ihren luftig verteidigten Ausgleichschancen hinterher, während die mittlerweile für eine weitere Spitze aufgelöste Viererkette Glück hatte, dass Ozan Sürücü mit rechts nur den Pfosten erwischte (84.).
Zwölf lange Nachspielminuten, die dem wiederholten Zeitspiel von Hellblau Rechnung trugen, bekam die Elf um Kapitän Janne Guter noch obendrauf. Apropos obendrauf: Genau auf das Tornetz fiel von oben Ablers letzter Heber hinab (90.+9), sodass die Punkte letztlich doch an die Müßentwiete gingen.
Anstatt sich jedoch an diesem Zittersieg und den besten Aussichten auf den Sprung in Klassenhöhe Neun zu erfreuen, bepöbelte und bedrängte man lieber den Schiedsrichter, in dessen Richtung Banyameens „Stinkefaust“ oder auch der Ausruf „Du Adolf!“ gerichtet waren. Geschmacklosigkeiten, die nicht nur auf dem Fußballplatz nichts verloren haben.

Tore: 0:1 Malkoc (5.), 0:2 Rifai (53.), 1:2 Zinnau (64. Abler)

gelbe Karten: keine – Z. Sürücü, Malkoc, Caytas, Ardic, Ertürk (Trainer)

Schiedsrichter: Jörn Kolb (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 35



Sonntag, 20. August 2023

Spielbericht Moorreger SV II - Holsatia im EMTV II

Haselbach fast im Alleingang
Vierfachtorschütze ebnet „Hollestars“ II den Weg zum Auswärtssieg

Ohne Komplikationen löst die am Wiederaufstieg in die Kreisklasse A bastelnde Reserve von Holsatia Elmshorn ihre sonntägliche Pflichtaufgabe beim Gastspiel in Moorrege.
0:6 lautete der Endstand einer vor allem in Abschnitt eins höchst einseitigen Begegnung, die vor allem mit einem Namen verbunden blieb: Leon Haselbach.
Jener Angreifer war es nämlich, der nicht nur das über rechts herausgespielte 0:1 im Strafraumzentrum erstocherte (15.), sondern nach diagonalem Flugball Niklas Brandts auch 0:2 nachlegte (27.).
Vollendet war der Hattrick noch vor der Pause, als eine schwache Klärung aus dem Zentrum genau vor Haselbachs Füßen landete und dieser sich natürlich nicht zweimal bitten ließ (42.).
Ein verzögerter Abseitspfiff gegen den einschiebenden Pascal Samoray (36.) und ein Scheitern Fabian Kühls am Fläche machenden MSV-Torsteher Niklas Puttmann (39.) hatten die Serie von drei Haselbach-Treffern in Folge zwischendurch am Leben gehalten.
Irgendwie sollte heuer am Himmelsbarg nur der „9er“ in Genuss des Torerfolgs kommen, was es selbstredend auch wieder er, der 30 Sekunden (!) nach Wiederanpfiff auf 0:4 erhöhte.
Doch dann plötzlich durchbrach Ugur Ercek die Haselbach-Festspiele, indem dieser im ersten Anlauf zwar blockiert wurde, im Nachschuss aber umso erfolgreicher agierte (52.).
Auf ähnliche Weise machte Ercek eine gute Viertelstunde vor Ultimo das halbe Dutzend voll, versenkte er den Abpraller von Samorays Pfostenschuss Gedankenschnell im Kasten der Moorreger, die im zweiten Durchgang immerhin die eine oder andere Möglichkeit zum Ehrentreffer erhielten. So versuchte der mittlerweile zum Innenverteidiger umfunktionierte Dominique Emmer den mutigen Hochschuss aus 40 Metern, womit Holsatias Schlussmann Maik Bianchet auch tatsächlich gefordert war (Ball über die Latte gelenkt, 89.).
Holsatia indes machte nicht mehr als nötig, obwohl es Timotej Melis bei einem Brandt-Eckstoß noch einmal gelang, die Kugel über den Kreidestreifen zu köpfen. Erneut mit Verzögerung erkannte der Unparteiische zur Überraschung beider Lager auf Stürmerfoul (90.+5)…
Auch so fuhren die Streifenhörnchen ihren höchsten von bislang drei Ligasiegen in der Kreisklasse B1 ein, während die MSV-Zweitvertretung nach wie vor auf den ersten Punktgewinn der Saison 2023/24 wartet. Ob die Gastspielreise bei der bislang ungeschlagenen Elf vom Glashütter SV III am kommenden Wochenende da zur falschen Zeit kommt?

Tore: 0:1 Haselbach (15.), 0:2 Haselbach (27.), 0:3 Haselbach (40.), 0:4 Haselbach (46.), 0:5 Ercek (54.), 0:6 Ercek (73.)

gelbe Karten: Emmer – Karakaya, Safdary

Schiedsrichter: Sebastian Hesse (FC Union Tornesch, Note 4)

Zuschauer: 40



Sonntag, 6. August 2023

Spielbericht Moorreger SV II - SC Cosmos Wedel III

Die Geschwindigkeit siegt
Flinke Cosmonauten komplettieren verkorksten MSV-Heimspieltag

Ebenso, wie die ersten Herren direkt vorweg, musste auch die Zweitvertretung des Moorreger SV zu Hause eine Niederlage wegstecken.
Und ebenso, wenngleich die Schlappe aufgrund der ersten Halbzeit nicht ganz unverdient erfolgte, war für die Heim-Elf deutlich mehr drin.
Zunächst aber galt es, die schnellen wedeler Gegenstöße, oftmals eingeleitet durch Ungenauigkeiten im Passspiel, zu überstehen. Gegen Niklas Heinsohn half ein korrekter Abseitspfiff (18.), während Niklas Popall einen ansehnlich über Heinsohn und Malte Schönstedt initiierten Angriff nur hauchdünn nicht zum passenden Ende brachte (29.).
Der MSV jedoch hatte mit einem weiteren Niklas (Ziegenhagen) auf dem Feld seinerseits einen Tempo-Trumpf, der bei korrekter Zweikampfbeurteilung einen mehr als gerechtfertigten Strafstoß herausgeholt hätte (13.) – bei seiner nächsten Szene von Belangen aber umso glücklicher über deren Ausgang sein durfte. Außenverteidiger Ake Petersen leitete ein, Leon Prange spielte quer und der eingerückte Ziegenhagen besorgte schlussendlich flach vor Torsteher Cedric Lüdemann den Führungstreffer (34.).
In gewohnter Cosmos-Manier glichen die Stars and Stripes jedoch noch vor der Pause aus, als die Roten nicht hinterherkamen und Heinsohn bei Philipp Grüßners Zuspiel diesmal nicht zu nah an des Gegners Tor wartete (40.).
Fleißige Wechselei bestimmte erstmal den zweiten Abschnitt, was sich auf Seiten der Gastgeber fast ausgezahlt hätte, war es mit Christoph Wilksch ein Joker, dessen Ausflug in vorderste Linie Gefahr aus nicht ganz einfachem Winkel produzierte. Dem Außenpfosten schien der Gedanke eines erneuten Vorsprungs seines Besitzervereins allerdings missfallen zu haben (64.)…
Anders das Aluminium auf der Gegenseite, das Grüßner bei einem Breitbarth-Freistoß anköpfte und damit den Assist für den abstaubenden Tim Karsten beisteuerte – das 1:2 durch den Kapitän (66.)!
Durchaus engagiert, aber wiederholt nicht mit der letzten Präzision arbeiteten die Moorreger fortan am möglichen Punktgewinn – dem Ersten der neuen Spielzeit, mit dem es dennoch nichts mehr werden sollte.
Symptomatisch verpasste Ziegenhagen eine scharfe Hereingabe Pranges mittig nur um Haaresbreite (70.). Es war heuer einfach nicht der Tag des Sportvereins von 1947 e.V..
Cosmos zeigte sich dagegen erholt vom bitteren Pokal-Aus im Elfmeterschießen unter der Woche in Friedrichsgabe. Sechs Punkte und Platz drei machen in der Kreisklasse B1 Lust auf mehr...

Tore: 1:0 Ziegenhagen (34. Prange), 1:1 Heinsohn (40. Grüßner), 1:2 Karsten (66. Grüßner)

gelbe Karten: keine – Schweickhardt, Karsten

Schiedsrichter: Rainer Sierk (Sportfreunde Uetersen)

Zuschauer: 29







Samstag, 16. April 2022

Spielbericht Moorreger SV II - SSV Rantzau III

MSV-Reserve lässt aufhorchen
2:1! Ex-Schlusslicht wirft Rantzau-Dritte im Aufstiegskampf zurück

Mit jugendlicher Leichtigkeit wollte die Zweite des Moorreger SV am Ostersamstag einer vollkommen verkorksten Saison mal alles anders machen - und siehe da: gegen den Tabellendritten aus Barmstedt gab es nach zuvor 7 Niederlagen (6:41 Tore) den ersehnten zweiten Saisonsieg. Unerwartet kam der Erfolg auch aus Sicht des vorerst wenig MSV-freundlichen Spielstandes. Osman Burtakucins Ecke rutschte durch zu Marco Bulla, der sich im Sechzehner nicht zweimal bitten ließ (5.).
"Fast jede Ecke trifft gegen uns!", ärgerte sich Trainer Kai Emmer, der wenig später tief durchatmete, dass Luca Podszus der Torerfolg aus hohen Lüften verwehrt blieb (9.).
Ansonsten aber hatten die im Hinspiel noch turmhoch überlegenen Barmstedter nicht allzu viel zu bieten. John-Leon Kuhlmann prüfte Aushilfstorsteher Niklas Ziegenhagen per Drehschuss (33.), doch groß mehr erfolgte nicht.
Eine gewisse Frustration machte sich breit. Giorgios Giannelos ließ Energie in einem Disput mit Moorreges Jannis Franke (37.), ehe Kuhlmann wenig später unnötig nachtrat und von Schiedsrichter Thomas Hübner vorzeitig zum Duschen geschickt wurde (43.).
Auch in Unterzahl erhielt das Team in Blau durch Soman Burtakucin im Konter die Chance zum beruhigenden 2:0, die mangels Zielwasser ungenutzt blieb (56.).
Auf der anderen Seite fast die prompte Bestrafung, als Cem Harmanci eine S. Hassanour-Flanke zum Torschuss verarbeitete - drüber (58.)!
Der verpatzte Spielaufbau danach schenkte dem Moorreger jedoch die zweite Chance, die er diesmal aus zentraler Position nicht ungenutzt ließ.
Und weiter ging die überraschende Freude, fiel Maximilian Weckwert das Leder im Anschluss an einen Durchbruch Anakin Rohlfs´ passend zum 2:1 vor die Füße (68.).
Was hatte der SSV noch drauf, um doch noch Zählbares für den Angriff auf Rang zwei mitzunehmen?
Eine Möglichkeit für Jason Bastian, dessen Versuch Ziegenhagen fachgerecht entschärfte (72.).
Stattdessen ging es neben der Koppel hoch her. Im Rahmen einer mannschaftsübergreifenden Diskussionsrunde sahen neben SSV-Spieler Ilhan Sipahiocagi auch beide Trainer den gelben Karton (77.)...
Auf der hohen Wiese zitterte sich der MSV durch die fünfminütige Nachspielzeit, in der Giannelos bei einem Eckstoß im Fallen den Außenpfosten traf (Ziegenhagen schaute das Spielgerät vorbei, 90.+2), während es in Extraminute vier (drei waren zuvor angekündigt) zweimal das Quergestänge war, das die Roten vor dem Ausgleich bewahrte. Burtakucins Ecke mit Schnitt lenkte Ziegenhagen an jenes Gebälk, welches Podszus aus 17 Metern traf. Ziegenhagen wehrte daraufhin zum nächsten Corner Kick ab, der ausnahmsweise folgenlos bleiben sollte.
Die Schlussstrategie des großzügigen Zeitmanagements ging letztlich auf, sodass man sich in Moorrege nicht nur über eine inhaltlich gelungene Vorstellung mit drei Verstärkungen aus der A-Jugend (besonders Jannis Franke stach dabei hervor), sondern auch über das Abgeben der roten Laterne an die Drittvertretung des SV Hörnerkirchen freute.

Tore: 0:1 Bulla (4.), 1:1 Harmanci (59.), 2:1 Weckwert (68. Rohlfs)

gelbe Karten: Franke, D. Emmer, K. Emmer (Trainer) – Al Farraj, Sipahiocagi, M. Damrow (Trainer)

rote Karte: Kuhlmann (SSV, 43. Nachtreten)

Schiedsrichter: Thomas Hübner (Kickers Halstenbek)

Zuschauer: 40



Freitag, 11. Oktober 2019

Spielbericht SV West-Eimsbüttel III - TuS Berne V

Lüken zwischen Himmel und Hölle
Bernes Torschütze fliegt – Wespe III nutzt die Überzahl spät

Wirklich etwas zu feiern hatte am Freitagabend an der Vogt-Kölln-Straße nur eine geschlossene Gesellschaft, anlässlich eines 30. Geburtstages, im Vereinsheim.
Die draußen auf dem Feld aktiven Fußballer blieben dagegen nach 90 gespielten Minuten frustriert zurück.
Die einen trauerten einer verspielten 3:0-Führung hinterher, die anderen der großen Chance, zumindest einstweilen an die Tabellenspitze zu springen.
Jener Sprung wäre für die Drittvertretung des SV West-Eimsbüttel allerdings auch nicht verdient gewesen. Kaum etwas Zusammenhängendes, geschweige denn Torgefährliches bekamen die personell durch diverse Abwesenheiten kräftig durchgewürfelten Gastgeber auf die Kette. Zu oft ging die Kugel bereits im Mittelfeld verloren, sodass sich die Gäste über schöne Kontergeschenke freuten.
Vor allem mit der Führung im Rücken, die der nur zufällig nach einem kritischen Strafraumzweikampf an den Ball gekommene Philipp Lükens aus spitzem Winkel erzielte (11.). im Volltempo setzten sie über Florian Brüggemanns linke Seite den Angriff, der für Robin Bannas in der Mitte die perfekte Einschussmöglichkeit bereitete – 0:2!
Und weiter spielte TuS Berne die Geschwindigkeitsvorteile freudig aus, stellte der Offensivmann im Anschluss an einen Steilpass Benjamin Wiederkehrs gar auf den 0:3-Halbzeitstand (30.).
Alles in Butter für das Auswärtsteam, doch eine berechtigte Ampelkarte für Torschütze Lüken, der zweimal taktisch foulspielte, garantierte seinem Team mehr als eine komplette Halbzeit in Unterzahl.
Nur dauerte es bis zur 56. Minute, ehe Wespe daraus Kapital schlug. Etwas zu kurz wehrte Schlussmann Michell Meyer einen Kopfball Dennis Petrecks ab, worüber sich der eingewechselte Jack Albrecht in der Rolle des Abstaubers rasch freute.
Eine intensive zweite Hälfte nahm ihren umkämpften Lauf, der zwar immer stärker werdende Hausherren beinhaltete, für diese aber auch ärgerliches Schusspech, das Petreck im Clinch mit der Latte erlebte. Außer der einen oder anderen Verwarnung auf beiden Seiten lieferte dieser Abschnitt nichts weiter Zählbares, bis es Benjamin Salewski einmal aus der zweiten Reihe versuchte und mit seiner Verkürzung, sechs Minuten vor Ultimo, doch noch an einen Punktgewinn des Spitzenteams glauben ließ. Ironie des Schicksals: kurz zuvor hatte Linus Friedrich auf der anderen Seite eine ähnliche Idee, verfehlte jedoch das mögliche 1:4. Stattdessen kamen seine Farben jetzt kaum noch hinten heraus. Die rasant geführten ersten 45 Zeigerumdrehungen hatten Kraft gekostet. Und das bestraften ausgerechnet die einmalmehr älter aufgestellten West-Eimsbütteler, indem ein langer Hoffmann-Schlag genau vor den Füßen Dennis Petrecks landete und der ehemalige Eidelstedter trocken mit rechts in die untere Ecke abzog. Ausgleich in einem munteren Kick, in dem Patrick Müller und Co gar noch mehr wollten. Trotz fortgesetzter Spielhälftenbelagerung sollte dies schlussendlich aber nicht mehr gelingen. Die Feier auf dem Platz blieb heute also beidseitig aus…

Tore: 0:1 Lüken (11.), 0:2 Bannas (28. Brüggemann), 0:3 Bannas (30. Wiederkehr), 1:3 Albrecht (56. Petreck), 2:3 Salewski (84.), 3:3 Petreck (87. Hoffmann)

Gelbe Karten: Salewski, Jahnke – Bannas, Hendrych, Pogrzeba

Gelb-rote Karte: Lüken (TuS Berne V, 38. wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Ian Atai Shokati (GW Eimsbüttel)

Zuschauer: 25

Freitag, 30. August 2019

Spielbericht SV West-Eimsbüttel III - SV Tonndorf-Lohe II

Rumpelfußball an der Tabellenspitze
Wespe III schickt Tonndorf-Lohe II trotz Fehlpassfestival 4:1 nach Hause

Was zeichnet eigentlich ein Spitzenteam aus? Schnelles, sicheres Kombinationsspiel, gepaart mit technischer Raffinesse in zahlreichen Dribblings durch die zugeknoteten Beine der verdutzten Gegenspieler? Oder vielleicht doch einfach die Tatsache, dass selbst eine höchstens unterdurchschnittliche Darbietung am Ende einen nie gefährdeten 4:1-Erfolg mit sich brachte?
Letzteres fabrizierten die dritten Herren des SV West-Eimsbüttel am Freitagabend gegen die Reserve des SV Tonndorf-Lohe.
Ob ihnen das mögliche 0:1 in Spielsekunde 19 vielleicht den nötigen Knall-Effekt verliehen hätte? Gesichert ist dagegen nur die Erkenntnis, dass dem plötzlich einschussbereiten Martin Lichtenwald eine Melange aus Hektik im Abschluss und mangelnder Schusstechnik nicht zum Erfolg führte…
Erst langsam entfalteten sich die Gastgeber auf ihrem Terrain, sodass immerhin ein erster Alu-Test Yanick Meyers (14.) und ein zu Recht abgepfiffenes Hand-Tor Dirk Bohms (25.) in den Notizbüchern landeten. Als es letzterer nur Augenblicke darauf mit der erlaubten Gliedmaße probierte, war die Resonanz gleich ungemein positiver, nutzte Bohm eine durchsetzungsstarke Vorarbeit durch Patrick Müller zum nicht unverdienten Vorsprung, den Danny Fromhagen als spektakulärer Segelflieger gegen ein Meyer-Geschoss noch auf dem Minimum von 1:0 halten konnte (28.).
Mit viel Auge schickte Müller den soeben erspähten Christoph Jahnke auf die Reise zum nachgeholten 2:0 (31.), dem der Passgeber noch vor der Pause das dritte Wespe-Hurra folgen ließ.
Die Zeichen schienen auf Kantersieg zu stehen, doch es kam etwas anders, denn kurz nach dem Seitentausch verkürzte Christian Macht gegen zu sorglose Hausherren auf 3:1, worauf ihnen zunächst keine handfeste Antwort einfiel. Im Gegenteil, lud ein Katastrophenfehler im Aufbau zur top Schusschance für Jan-Hendrik Japp ein, sodass nur noch die Latte für Abhilfe sorgen konnte (62.).
Wespe III bestrafte einen einfachen Ballverlust durch falschen Einwurf dagegen hoch konsequent. Geschwind schaltete Antonio Lo Piparo bei der Spielfortsetzung und leitete somit Oliver Knochs 4:1 ein, das für den Torjäger auch dank Patrick Müllers überlegter Flanke nur noch ein Kinderspiel im Strafraum war (63.). Der heutige Kapitän war somit an allen vier Toren seines Teams beteiligt.
Wirklich mehr kam allerdings nicht mehr von den Blau-schwarzen, die es in der Folge entweder zu kompliziert spielten, oder nicht zielstrebig genug im Abschluss vorgingen (vergeigte Großchance Knoch, 81.).
Vielleicht spielte da auch etwas Frust mit, als sich Dennis Petreck in den Endminuten noch eine Ampelkarte für wiederholtes Foulspiel abholte und damit definitiv nicht im Aufgebot für den anstehenden Auswärtskick in Stapelfeld stehen wird. Alle anderen kämpfen dort im weiterhin im Fernduell mit der Dritten des Bramfelder SV um die Tabellenführung, die sich genannte Schwarz-weiße ihrerseits kampflos gegen die nicht angetretenen Jungs vom TSV Wandsetal III auf der Couch verdienten.

SV West-Eimsbüttel III: An. Luderer – Wilksch, Jerke, Mesecke – Petreck, C. Jahnke (81. Bohm)  – Lo Piparo, Meyer, Bohm (46. Stubbe) – Müller, Knoch, Trainer: Andre Schadwell

Tore: 1:0 Bohm (26. Müller), 2:0 C. Jahnke (31. Müller), 3:0 Müller (40. Knoch), 3:1 Macht (49. Pietrasch), 4:1 Knoch  (63. Müller)

Gelbe Karten: Stubbe – M. Sassenberg

Gelb-rote Karte: Petreck (SV West-Eimsbüttel III, 89. wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Patrick-Rene Scholz (Eintracht Lokstedt)

Zuschauer: 25