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Sonntag, 31. Juli 2022

Spielbericht VfL Hammonia - FC Bingöl 12

Bingöl nach dem Minimalprinzip
Agyekums Abstaubertor bringt den Absteiger bei Hammonia auf Kurs

Trotz einiger Ausfälle konnte Landesliga-Absteiger FC Bingöl seinen Saisoneinstand in der Bezirksliga Süd erfolgreich meistern. Beim gerade aufgestiegenen VfL Hammonia machte vor allem die größere Cleverness den Unterschied für die Elf von Trainer Ismail Selvi.
Die Gastgeber taten nämlich zunächst mehr für die Partie, was Gelegenheiten für den flach vorbei zielenden (35.) und an Torsteher Achmed Hasu scheiternden Linus Paetzold (41.), sowie Ole Daumann per Kopf (43.) unterstrichen.
Die Gäste machten es dagegen nach dem Minimalprinzip. Außer einem Strafraumaufenthalt Mert Güngörs, der auch mit einem Strafstoßpfiff hätte enden dürfen (33.), hielten sich diese bis kurz vor dem Kabinengang höflich zurück. Dann aber nutzte Elliot Agyekum die perfekte Gelegenheit zum Abstauber gleich eiskalt aus – 0:1!
Ein Wirkungstreffer, der den gut mitspielenden Hammonen spürbar zusetzte.
So ging ihnen das Finden von Lücken im gut organisierten Defensivverbund des FCB um Abwehrchef Hakan Selvi nun deutlich schleppender von der Hand.
Konkretes trug nach längerer Gefahrenbereichsabstinenz erst wieder Bingöls Manesse Nartey bei, als der junge Kerl aus der Jugend der Harburger Türksports von halbrechts hauchdünn über den Quader schoss (72.).
Als fixer Vorbereiter klappte es da in der Schlussphase besser, entkam der steil geschickte Nartey einer Abwehrgrätsche, um mustergültig für den locker einschiebenden Nur Ahmet Bayat querzulegen (86.). Die Vorentscheidung durch den einstigen Akteur der dritten türkischen Liga, der im Duell mit Oliver Winkmann gar noch das 0:3 auf dem Fuß hatte (88.). Ebenso wie Nartey in der Folge (90.+2) zog der Angreifer den Kürzeren gegen den Schlussmann, dem dennoch letztlich nichts anderes übrig blieb, als dem FC Bingöl zum Auswärtssieg zu gratulieren.

Tore: 0:1 Agyekum (44.), 0:2 Bayat (86. Nartey)

gelbe Karten: Dinse, Sieg, Haas – Güngör, Nartey, Dreshaj, Bellony, Basbaydar

Schiedsrichter: Mohammed Al-Furati (FC St. Pauli)

Zuschauer: 76




Sonntag, 9. Januar 2022

Spielbericht VfL Hammonia - SC Sternschanze

Schanze hat noch viel zu tun
Mühsames 4:3 gegen den klassentieferen Anlagennachbarn

Spiel eins nach dem großen Knall in Form eines doppelten Trainerrücktritts bei den kriselnden ersten Herren des SC Sternschanze ließ die Beteiligten mit einer ambivalenten Gefühlswelt zurück. Ja, man gewann das Testspielderby gegen den VfL Hammonia, und ja, man schoss auch mal wieder vier Tore. Doch Angst und Bange dürfte dieser Auftritt gegen den Kreisligaspitzenreiter niemandem in der eigenen Landesligastaffel machen.
Zwar machten sich die Jungs, die in Abwesenheit Hasan Aydogans vom neuen Assistenten Gwen Kervella gecoacht wurden, schnell daran, die zahlreichen Spielanteile aktiv zu nutzen, doch zu viele Ungenauigkeiten schlichen sich im Spiel nach vorne ein.
Konkret wurde es erstmals per Freistoß, den Ben Kutschke ans Aluminium setzte (15.). Mehr Schussglück hatte wenig später Nico Gleitze, der einen durchaus vorzeigbaren Angriff mit Pepp zur verdienten 1:0-Führung abschloss (20.).
Kaum kamen die Hammonen daraufhin zügig vors Tor, musste SCS-Torwart Jonas Rebmann-Christensen gleich gegen den agilen Linus Paetzold parieren. Nur hielt die Freude beim Schlussmann mit eigenem, ihn mit Sprechchören feiernden, Fanclub nicht lange vor, staubte Routinier Nicolas Pommerenke flugs zum Gleichstand ab (27.).
Ein gewonnenes Kopfballduell im Mittelfeld und schon war Schanzes Führung wiederhergestellt, behielt mit Max Kutschke der Ältere des Brüderpaares die Contenance vor der Kiste (28.).
Weiteren Auftrieb verlieh den nominellen Gästen auf eigenem Terrain kurz vor der Pause mit Niklas Kanning ausgerechnet ein Gegenspieler, der doch eigentlich nur den Versuch unternahm, eine scharfe Flanke von rechts zu klären – Eigentor!
Doch flanken kann auch der VfL, wie Pommerenke mit seiner Hereingabe auf den nicht unverdient auf 2:3 verkürzenden Yannik Roscher unter Beweis stellte (57.).
Komplett hatte der Favorit nun den Faden verloren, sodass die Ereignisse aus Minute 62 fast folgerichtig erschienen. Ruck-zuck schaltete Hammonia um, wodurch Paetzold frei vor dem eingewechselten Leo Lanzki für den mitgeeilten Florian Zinda auflegen konnte. Der Kreisklassespieler aus der dritten Herren sorgte also für ausgeglichene Verhältnisse, die Paetzold nur durch Lanzkis Zutun bei einer schönen Zinda-Flanke nicht in Richtung der Rot-weißen kippte (74.).
Das Remis als Unterstreichung des heuer nicht vorhandenen Klassenunterschieds war quasi zementiert, doch mit der letzten Szene des Spiels, einem Eckstoß B. Kutschkes, köpfte Julius Böke den SC Sternschanze doch noch zum letztlich schmeichelhaften 4:3-Erfolg, der aber ein klares Fazit zulässt: Der abstiegsbedrohte Landesligist hat noch eine Menge Arbeit vor sich!

Tore: 0:1 Gleitze (20.), 1:1 Pommerenke (27. Paetzold), 1:2 M. Kutschke (28.), 1:3 Kanning (42. Eigentor), 2:3 Roscher (57. Pommerenke), 3:3 Zinda (62. Paetzold), 3:4 Böke (90. B. Kutschke)

beste Spieler: Pommerenke, Paetzold, Bitkin – geschlossene Leistung

Schiedsrichter: Henri Rockel (HEBC, Note 2: ohne Probleme in einem äußerst fairen Spiel)

Zuschauer: 13



Samstag, 17. Juli 2021

Spielbericht VfL Hammonia - Eimsbütteler TV 3.A

Paetzold verdirbt die Krüger-Festspiele
„Alt gegen Jung“: Kurzweiliger Kick am Sternschanzenpark endet Remis

Einen wahrlich ereignisreichen Quervergleich zwischen Herren-Kreisliga und U19-Oberliga bekamen die Beteiligten im Rahmen der Saisonvorbereitung zwischen dem VfL Hammonia und der 3.A des Eimsbütteler TV zu sehen.
Mit Pfeffer liefen die dynamischen Gäste den Widersacher früh an. Meist funktionierte jedoch Hammonias Ansatz, Drucksituationen mit Routine und spielerischen Mitteln zu lösen. Nur nicht in Minute 15, als die Kugel in der hintersten Reihe verloren ging und die A-Jugendlichen so zu einer überragenden (aber auch vergebenen) Doppelchance eingeladen wurden.
Ab und zu ließ auch der VfL die Kugel ansehnlich laufen, was sich prompt lohnen sollte. Kapitän Jan-Henrik Rathmann kam zentral zum abgewehrten Schuss, für dessen Abstauber Noah Seidel genau richtig stand – 1:0 (22.)!
Feldüberlegen blieb jedoch die Elf von Sören Wünnemann, die sich mit einem ordentlichen Distanzversuch (26.) zu Wort meldete, ehe Angreifer Lovis Krüger die Sache in die Hand nahm, im Slalom an sämtlichen Gegenspielern vorbeizog und das Leder von halblinks in die lange Ecke schob (33.). Kein Zufall, sondern echtes Können, das der wendige Ex-Concorde, eher zufällig an die Pille gekommen, gleich noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellte und in gleicher Manier zum 1:2-Halbzeitstand nutzte (35.).
Nur den „Einfachen“ vermochte L. Krüger nicht zu verwandeln, als ihn Lens Govina über links bediente, am Ende der Szene aber nur ein Geschoss ans Quergebälk stand (52.).
Neben dem Aluminium entpuppte sich auch Schiedsrichter Jörg Oliczewski als dem ETV im Weg stehendes Element. So entschied der nicht nur in Körperberührungen (von Zweikämpfen konnte nicht immer die Rede sein) kleinliche Pfeifenmann kurzerhand auf indirekten Freistoß, da Schlussmann Phil Kolvenbach das Spielgerät langer als die vorgegebenen sechs Sekunden in den Händen hielt. Rathmann setzte diesen zunächst in die Mauer, doch Neuzugang Linus Paetzold nahm den Abpraller Volley und hob ihn mit Gefühl ins rechte obere Eck (56.) – ein tolles Tor des ehemaligen Kickers vom SV Börnsen!
Ein wahrlich rätselhafter Strafstoßpfiff (ein minimales, von niemandem sonst beanstandetes Aufstützen) führte die Weiß-roten gar in Richtung erneuter Führung. Captain Rathmann ließ den Schuss zur ausgleichenden Gerechtigkeit in Kolvenbachs Arme trudeln – es blieb beim 2:2.
Und noch ein Geschenk hatten die Platzherren parat. Eine Nachlässigkeit in der Defensive und schon war L. Krüger wieder auf Achse, sodass er vor Oliver Winkmann diesmal das 2:3 besorgte (73.).
Vorwiegend über links machten die Platzherren in der Schlussphase noch einmal ordentlich Dampf. Zudem machten sie auch dank der Hereinnahmen von Erhan Baycuman (33) und Hakan Bitkin (36) den abgezockteren Eindruck.
Und so kam es wie es kommen musste: Florian Koops´ Flankenlauf veredelte Paetzold in der Mitte zum späten 3:3, das somit das dritte Test-Remis in Serie für den enttäuschten ETV bedeutete.
Beim 2021 weiter ungeschlagenen VfL Hammonia wurde dagegen erstmal fröhlich angegrillt…

Tore: 1:0 Seidel (21. Rathmann), 1:1 L. Krüger (33.), 1:2 L. Krüger (35.), 2:2 Paetzold (56.), 2:3 L. Krüger (73.), 3:3 Paetzold (90. Koops)

gelbe Karten: keine – Creutz, Govina, Toure

Schiedsrichter: Jörg Oliczewski (TuS Germania Schnelsen)

Zuschauer: 35

Besonderes Vorkommnis: Rathmann (VfL Hammonia) schießt Foulstrafstoß absichtlich in Arme von Kolvenbach (67.).


Nur mühsam vom Ball zu trennen: Hammonias
Neuzugang Linus Paetzold.

Sonntag, 21. Juli 2019

Spielbericht VfL Hammonia - Klub Kosova Hamburg

Kreisligist verpasst die Überraschung
Mit viel Moral: Neu aufgestellter VfL Hammonia ärgert Klub Kosova

Das hätte auch ins Auge gehen können. Mit letztlich einer gehörigen Portion Glück rettete sich Landesligist Klub Kosova beim zwei Klassen tieferen VfL Hammonia in die zweite Lotto-Pokalrunde.
Eine Halbzeit lang alles fest im Griff und verdient durch Omar Salamas Doppelpack (6. & 27.) 2:0 in Front, gerieten der Edeltechniker und seine Kollegen überraschend noch so richtig ins Wanken. Den Anfang machte eine vergeigte Großchance für Hammonias Jakob Fiedler, der aus 3 Metern das leere Tor nicht traf (61.), ehe die Angelegenheit auf der anderen eigentlich schon noch klarer gemacht wurde.
Mit enger Ballführung versetzte Agonis Krasniqi im kleinen Solo erst den liegend zupacken wollenden Oliver Winkmann, woraufhin auch verbliebene Feldspieler im Fünfmeterraum nur Slalomstangen für den dribbelstarken Rechtaußen waren (69).
Normalerweise wäre die Geschichte mit diesem 0:3 fertig erzählt, doch der VfL, der sich mit zahlreichen Akteuren eines anderen VfL (93) verstärkte, suchte noch einmal sein Glück und verkürzte durch den bereits in Hälfte eins für den angeschlagenen Lasse Conradt eingewechselten Joscha Klenk auf 1:3. Ole Schüler war zuvor nur sporadisch an der vorangegangenen Flanke auf den per Kopf querlegenden Jan-Hendrik Rathmann gehindert worden.
Und plötzlich wurde aus einer klaren Nummer ein echter Pokalfight, den die nachlässigen Gäste selbst heraufbeschworen.
Hammonia nutzte dies zu Schülers Innenpfostenschuss (75.), der das Alu jedoch im falschen Winkel erwischte, woraufhin Salama die Vorentscheidung vor dem per Fuß rettenden Winkmann vergeigte (76.).
Die Hammonen blieben im Spiel und robbten sich durch Rathmann tatsächlich noch einmal ganz nah an die Pokalüberraschung, war er es, der das Leder erst sauber am Strafraum abschirmte, um es dann aus zentraler Position zum 2:3-Anschlusstreffer zu versenken.
Hier war Musik drin! Ein robuster Mittelfeldzweikampf und schnelles Umschalten trugen jedoch drei Minuten vor Ultimo zur erneuten Beruhigung des Nervenkostüms des Favoriten bei, schloss Krasniqi zum zweiten Mal an diesem Sonntag eiskalt ab. – 2:4!
Unverdrossen bastelte der wacker kämpfende Kreisligist trotzdem noch einmal an der Wende, die nach Bennet Moellers Lattentreffer (89.) aber endgültig in zu weite Ferne rückte.
Der an der Seitenlinie sichtlich angefressene Daniel Sager dürfte seinen Kosovaren auch mit diesem mühsamen Weiterkommen wohl einiges zu erzählen haben.

Tore: 0:1 Salama (6.), 0:2 Salama (27.), 0:3 Krasniqi (68. Petrekovic-Loncar), 1:3 Klenk (72. Rathmann), 2:3 Rathmann (80. Schüler), 2:4 Krasniqi (87.)

Schiedsrichter: Jozo Ugrina (Niendorfer TSV)

Zuschauer: 55

Sonntag, 19. Oktober 2014

Spielbericht VfL Hammonia - TSV Wandsetal II

Hammonias Festtag
Höchster Saisonsieg sorgt für Frühlingsgefühle im Herbst

Was für ein Traumwochenende für den VfL Hammonia! Nachdem bereits die zweite Mannschaft ihr Punktspiel gewann, zog die Ligamannschaft mit einem 9:1-Kantersieg an selber Stelle nach.
Dabei lief es von Beginn an richtig gut für die Gastgeber, verwertete Gökhan Sengül in der Mitte eine Flanke von Jaime Enrique Ramirez Farias zum 1:0 für die Hausherren (8.). Sengül? Richtig, es war ein Eigentor. Und als hätte er damit für diesen Tag nicht schon genug Pech gehabt, war er es auch, der per Foulspiel den fälligen Strafstoß zum 2:0 verursachte. Jerzy Kopij war das herzlich egal und versenkte (22.).
Für die TSV-Reserve lief an diesem Sonntagmittag wirklich alles schief. Während man nach vorne hin nichts Nennenswertes zu Stande bekam, fing man sich hinten Ping-Pong-Tore wie dies von Kadir Altintas, welches das 3:0 bedeutete (27.).
Auf der anderen Seite spazierte der VfL Hammonia ungefährdet zu einem hohen Heimsieg, dem Ramirez Farias (31.) und Ferhat Türeme (37.) noch zur Halbzeit weitere Konturen verpassten.
Dass der Alptraum für die Gäste damit immer noch kein Ende hatte, bewies Altintas vier Minuten nach dem Seitenwechsel, als er TSV-Schlussmann Florian Lindner frech die Kugel stibitzte und auf 6:0 erhöhte. Eine schöne Freistoßvariante mit dem folgerichtigen siebten Treffer später herrschte kurz stilles Staunen bei den etwa 45 Zuschauern, verkürzte das Auswärtsteam durch einen sehr schön gespielten Angriff über Sungkyo Jo und Sascha Wentzien durch Marcel Tran auf 1:7 (71.), doch zum Ende feuerte der VfL in Person von Hakan Bitkin noch einmal zwei Torpedos ab (83. & 90.).
Unterm Strich stand somit ein Erfolg, wie man ihn in der Höhe zuletzt in der ersten Pokalrunde beim Kreisklassisten FC Musa erlebte. Von dem Tabellenbereich „unter dem Strich“ ist man derweil nach dem fünften Sieg innerhalb der letzten sieben Spiele schon ganze neun Zähler entfernt, während der TSV Wandsetal II im kommenden Heimspiel gegen den TSC Wellingsbüttel einen äußerst guten Tag erwischen muss, um einen ähnlichen Status zu halten.

Tore: 1:0 Sengül (8. Eigentor, Ramirez Farias), 2:0 Kopij (22. Strafstoßtor), 3:0 Altintas (27. Borowsky), 4:0 Ramirez Farias (31. Altintas), 5:0 Türeme (37. Kopij), 6:0 Altintas (49.), 7:0 Louati (59. Kopij), 7:1 Tran (71. Wentzien), 8:1 Bitkin (83. Ramirez Farias), 9:1 Bitkin (90.)

Gelb-rote Karte: Bruders (TSV Wandsetal II, nach Spielende, Meckern)

Schiedsrichter: Ivan Feric (WTSV Concordia, Note 3)

Zuschauer: 45

Sonntag, 12. August 2012

Spielbericht VfL Hammonia - TSV Wandsetal II

Hammonia in Frühform 
Schanzenkicker oben dran – Fehlstart der TSV-Reserve! 
 
Da kann man durchaus zufrieden sein: Vier Punkte aus zwei Spielen gegen die Bezirksligaabsteiger SC Urania und TSV Wandsetal II – der VfL Hammonia ist im Soll! 
Nach dem unglücklichen 2:2 in der Vorwoche am Schützenhof angelte sich der VfL in einem Spiel zweier ambitionierter Teams der Kreisliga 5 den ersten Saison-Dreier. 
Der Grundstein dafür war schnell gelegt, beendete Kapitän Harun Cagin seinen Slalomlauf durch den TSV-Strafraum erfolgreich aus überschaubarer Distanz mit dem 1:0, während man auf der anderen Seite allerdings ins Hadern kam, bediente Mustafa Bulut seinen Gegenspieler Okay Aydogdu mit einem Traumpass in den Lauf, letztlich aber konnte der Angreifer, der auch bereits am Keeper vorbei war, noch im allerletzten Moment von Sebastian Rose gestellt werden (15.). 
Für ähnliche Gefahr konnte auch der agile Darrell Braun gleich zweimal nach gewonnenen Sprintduellen auf der rechten Seite sorgen, seinen Versuchen mangelte es jedoch an der entscheidenden Präzision. Doppelt bitter für Braun und seinen TSV: Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:0, verwertete wieder Cagin einen schönen Spielzug über Hasan Yüksel und Mohammed Latif. 
Zurück aus den Kabinen, blieb es ein durchaus ansehnliches und kurzweiliges Spiel. Hakan Bayraktar und Hasan Yüksel scheiterten vor dem Tor, für den TSV Okay Aydogdu an den Pfosten – hier wurde keiner der gut 50 Besucher enttäuscht! 
Besondere Aufmerksamkeit erhielt in der Folge der angeschlagene Gäste-Schlussmann Manuel Klose, der trotz unrundem Gang gleich drei Mal innerhalb von zehn Minuten klasse rettete, während seine Vorderleute zwar durchaus flüssig nach vorne spielten, dem Tor aber durch den fehlenden finalen Pass aber einfach nicht wirklich nahe kamen. Sehr zur Freude von Meikel Ruhnau im VfL-Tor, der normalerweise zum Gros der zweiten Mannschaft aus der Kreisklasse 7 gehört. 
Und nachdem Mustafa Buluts Hereingabe in der Nachspielzeit irgendwie den Weg ins Tor fand (Cagin und Pascale Weber, per Eigentor, kommen sonst noch infrage), wobei zuvor jedoch ein Handspiel Latifs vorlag, war die Sache geklärt und der Nullpunktstart der TSV-Reserve perfekt, während der VfL Hammonia nun zunächst im oberen Tabellendrittel zu finden ist. 
Einen Wehrmutstropfen hat man an der Sternschanze jedoch zu verkraften, musste der eingewechselte Mustafa Eker nach einer ungeschickten Ballannahme schreiend vom Feld und per Krankenwagen ins Hospital gebracht werden. Genaueres ist noch nicht bekannt. An dieser Stelle sei dem 25-Jährigen jedenfalls eine schnelle Genesung zu wünschen. 
 
Tore: 1:0 Cagin (6.), 2:0 Cagin (21. Latif), 3:0 Bulut (90.) 
 
Beste Spieler: Cagin, Rose – Klose 
 
Schiedsrichter: Fabian Skudlarek (TSV Neuland) 
 
Zuschauer: 50 


Sonntag, 25. März 2012

Spielbericht VfL Hammonia - Weiß-blau 63 Groß-Borstel

Gardeweg rettet Weiß-blau
Trostlosigkeit an der Sternschanze: verdientes Remis im „Langeweiler“

1:1 Lautete der Endstand im Mittelfeldduell zwischen dem VfL Hammonia und Weiß-Blau 63. Eine verdiente Punktteilung, hätte freilich keine der beiden Mannschaften drei Punkte verdient gehabt.

Nach etwas mehr als 70 ereignislosen Minuten (einzig Hammonias Mohammed Latif sorgte mit einer schönen Einzelaktion und einem ordentlichen Abschluss im Strafraum für Gefahr, 13.), waren es die Gastgeber, die ihre Arme zuerst zum Jubel in die Höhe strecken konnten, verwertete der emsige Hakan Bayraktar einen guten Bulut-Freistoß zum späten Führungstreffer, dem Bayraktar fast den zweiten hinzugefügt hätte, doch sein Abschluss nach schönem Solo scheiterte an der guten Beinarbeit von Weiß-Blau-Keeper Kevin Adler. Vielleicht wäre auch ein Abspiel an den freien Mann in der Mitte besser gewesen…
Und genau das sollte sich quasi mit dem Schlusspfiff rächen, kam es nach einer Unachtsamkeit in der Defensive zu einem Freistoß in Tornähe, den Dennis Gardeweg geradewegs in die Maschen drückte – Der Lastminuteausgleich!
Das perfekte Spielercomeback für Co-Trainer Cevdet Bayraktar, der 14 Minuten vor Schluss den Platz betrat, blieb also aus.

Damit bleiben beide Teams auf dem sechsten beziehungsweise achten Tabellenplatz, wobei die Jungs vom Weg beim Jäger auch noch das eine oder andere Nachholspiel offen haben.
Ambitionen nach oben können sie dabei aber dennoch nicht mehr hegen.

Tore: 1:0 H. Bayraktar (73. Bulut), 1:1 Gardeweg (90. direkter Freistoß)

Schiedsrichter: Andreas Schallwig (TSC Wellingsbüttel)

Zuschauer: 35