Sonntag, 25. Oktober 2015

Spielbericht GW Eimsbüttel 2.Frauen - FC Union Tornesch 2.Frauen

Müde Nullnummer an der Hagenbeckstraße
Union Tornesch ideenlos – GWE startet Miniserie

Lange Gesichter bei Union Tornesch, verpasste es die Elf von Trainer Christopher Glissmann nach dem Ausrutscher der Groß-Flottbeker SpVgg (0:3 in Egenbüttel), mit genanntem Zweitplatzierten gleichzuziehen.
Schuld daran war eine insgesamt gerechte Nullnummer beim Kellerkind von GW Eimsbüttel II, das nach einem nervösen Beginn, aber schneller Erholung mit seinem 4-4-2-System wenig Raum zum Kombinieren ließ. So kamen die Gäste trotz zunächst mehr Ballbesitz nicht so recht gefährlich vor des Gegners Tor.
Den dicksten Fisch der ereignisarmen ersten Hälfte hatten gar die ansonsten ebenfalls harmlosen Gastgeberinnen, als Jessica Rüdigers abgefälschter Linksschuss knapp an der Kiste vorbeiflog (41.).
Der zweite Abschnitt gestaltete sich vor den 18 anwesenden Zuschauern wie die direkte Fortsetzung des ersten. Union begann mit mehr Druck, doch konkreter wurde es in der eigenen Hälfte, verdaddelte die sonst sehr verlässliche Schlussfrau Ronja Krohn das Ei vor dem Sechzehner an die emsige Laura Pontenagel, was ein rettender Einsatz der zur Hilfe kommenden Tammy Heusel jedoch wieder wettmachte.
Auf der anderen Seite standen nach 90 Minuten zwei Freistöße von Anna-Lena Kölln als Höhepunkte auf dem Tacho, von denen einer das Ziel um eine Torbreite (70.) und der zweite um etwa zwei Meter verfehlte (76.).
Daran änderte auch der belebende Versuch einer Schlussoffensive nichts. Der heißeste Moment dabei war ein Disput zwischen Anna-Lena Kölln und der eingewechselten Martina Jankovic, die von Glück reden konnte, dass Schiedsrichter Dr. Alfred Fleißner (Doktor der Biochemie und laut Wikipedia seit 20 Jahren als Spezialist für Konfliktforschung aktiv) ihr Stoßen an Kölln nicht als Tätlichkeit bewertete und zur Verwunderung vieler nur die Unionerin verwarnte (82.).
Sportlich geschah jedoch nichts mehr, sodass GWE nach dem jüngsten 3:0-Auswärtssieg beim langsam vor sich hinbröckelnden Norderstedter FC eine Miniserie von zwei ungeschlagenen Spielen aufbaute. Union Tornesch möchte derweil im kommenden Derby gegen den FC Elmshorn das Verpasste nachholen.

GW Eimsbüttel 2. Frauen: Jessien – Keske, Ott, Thormaehlen, Behre – Döring, Thiele – Kast (60. Barilla), Rüdiger (46. Kumarasamy) – Dollinger (62. Jankovic), Pontenagel, Trainerin: Verena Hinrichs

FC Union Tornesch 2. Frauen: Krohn – T. Heusel, Kunkel, Koppers, Prüß – Bannert, Kölln – J. Heusel, Mangold, Kimpel – Jaentsch (62. Franzbecker), Trainer: Christopher Glissmann

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: keine – Kölln

Schiedsrichter: Dr. Alfred Fleißner (Niendorfer TSV, Note 4: Gutes Abseitsauge, übertrieb es nach guter erster Hälfte zu weilen mit seiner Gelassenheit, verzichtete auf Eingaben ins „dfbnet“)

Zuschauer: 18

Sonntag, 18. Oktober 2015

Spielbericht GW Eimsbüttel III - SV West-Eimsbüttel II

Grün-weißer Festtag – GWE III überrollt Wespe II!
Starke erste Halbzeit legt den Grundstein zum wichtigen Heimsieg

Völlig losgelöst vom Vize-Tabellenende schwebte die Drittvertretung GW Eimsbüttels am Sonntag zum Derbysieg gegen die Zweite des SV West-Eimsbüttel, zehrte man in diesem Match auf überraschend gutklassigem Rasen von einer ersten Halbzeit, wie sie die GWE-Anhänger von ihren Jungs lange nicht mehr sahen.
Gegen einen naiv formierten Widersacher, der vergeblich das Spiel auf Abseits probierte, belohnte Joshua Dibbern seine Farben für einen engagierteren Beginn (12.), ehe ein einfacher Konter mit allem nötigen Raum, abgeschlossen durch Daniel Ermel, die Verdopplung des Vorsprungs bedeutete (17.). „Wespe“ fand derweil überhaupt nicht in diese Partie und musste nach einem wunderbaren Longline-Ball des überzeugenden Dennis Schädlich im GWE-Abwehrzentrum und dem passenden Abschluss von Doppelpacker Ermel erneut gen Anstoßkreis tapern (20.). Ein weiteres Mal, als sich Jeffrey Eseigbe auf rechts etwas sehr rustikal Platz verschaffte und  Sturmveteran Ewald Schröder bediente, sodass dieser, wenn auch erst im zweiten Versuch (Martin Reimer wehrte zunächst mit einem starken Reflex ab), das vierte Hurra des Tages liefern konnte. Obendrauf kassierte Reimer auch noch ein berechtigtes gelbes „Ticket“ für seine berechtigten Proteste gegen die Gültigkeit des Treffers, für die sich der ansonsten vorzügliche Hannes Meier an der Pfeife entschied.
Wie aus dem Nichts gelang den Gästen in den Schlusswehen des ersten Abschnitts plötzlich der Anschlusstreffer, nachdem es die Gastgeber verpassten, ihren Vorsprung weiter zu erhöhen. So köpfte Yanick Meyer im Dickicht des Strafraums zum 4:1 ein, das den Blau-weißen durchaus etwas Auftrieb verlieh, agierten sie nach dem Seitenwechsel nun ein gutes Stück emsiger, sodass Boris Kubow mit einem Lupfer über Schlussmann Jan Awulle auf 4:2 verkürzte (57.). Mit einem platzieren Dibbern-Rechtsschuss in die lange Ecke (Wespe gelang es zuvor nicht, Niels Plugowskys und Lennart Habbes Angriffszug entscheidend zu stören, 69.) war die Neue Hoffnung schon wieder begraben. So war das Team in Grün wieder kommandogebend, verpasste es jedoch mehrfach, den Sack noch enger zu zurren. Vergebene Großchancen, wie Eseigbes Doppelchance (Reimer rettete zweifach gut, um dann gerade noch im Rahmen des Erlaubten zur Ecke zu klären) blieben aber ungesühnt, wodurch die Elf von Trainer Stefan Fandrich in der Tabelle um zwei Ränge auf Platz 13 klettert, während die Jungs vom Sportplatzring nach dem guten Saisonstart mehr und mehr durchgereicht werden.

GW Eimsbüttel III: Awulle – Wietstock, Schlüter, Schädlich, Kummetz – Hanke, Plugowsky – Eseigbe, Ermel, Dibbern – Schröder, eingewechselt: Ünlü, Habbe, Trainer: Stefan Fandrich

Tore: 1:0 Dibbern (12. Plugowsky), 2:0 Ermel (17. Eseigbe), 3:0 Ermel (20. Schädlich), 4:0 Schröder (26. Eseigbe), 4:1 Meyer (45. Kubow), 4:2 Kubow (57. Jahnke), 5:2 Dibbern (69. Habbe)

Gelbe Karten: Ünlü, Habbe – Reimer, Meyer, Speer, Vabi

Schiedsrichter: Hannes Meier (SC Sternschanze, Note 1,5)

Zuschauer: 12

Spielbericht 1. FC Eimsbüttel - Rissener SV II

10:0 – Freyer & Co nicht zu bremsen!
1. FC Eimsbüttel hält den Anschluss an die Aufstiegsränge

Der 1. FC Eimsbüttel bleibt weiterhin ein heißer Kandidat auf (erstmal) Relegationssplatz drei, gab sich die Elf von Trainer Turgut Ceylan gegen das Kellerkind vom Rissener SV II keine Blöße an der heimischen Hagenbeckstraße, wo man auf Rasen bereits nach einer höchst einseitigen halben Stunde mit 6:0 (!) in Front war.
Gegen überforderte West-Hamburger machte dabei Kevin Kröger nach knapp 70 Sekunden am zweiten Pfosten, wo er eine mustergültige Vorarbeit des im eigenen Abschluss häufig glücklosen Frederic Budniok nutzte. Noch Lehrbuchartiger ließ es Karil De la Hoz Rios mit einem Gemälde von Rechtsschuss angehen, das er direkt in die lange Ecke rahmte (9.).
Ansonsten hieß der rissener Alptraum Noah Freyer, war es der spielintelligente Dreh- und Angelpunkt des FCE-Spiels, der in der Folge nicht von ungefähr immer wieder abwechselnd mal als Vorlagengeber und dann wieder als Vollstrecker auf den Plan trat (am Ende insgesamt sechsmal). Zwischen Freyers zweitem Tagestreffer (30.) und der Halbzeitpause verstanden es die Gäste nun etwas besser, die schnellen Bälle in die Schnittstelle zu unterbinden, während man selber jedoch erst nach knapp einer Stunde gefährlich vor des Gegners Tor kam, als Janik Panke frei nach einem Baule-Freistoß hätte einköpfen können, jedoch am „kleinen grünen Schmetterling“, wie Stefan Hohmann von den gut gelaunten zweiten Herren (Spitzenreiter der KK 06) betitelt wurde, und dessen schöner Torwartaktion scheiterte (59.).
Vorher machte es das Team in Rot auf der anderen Seite besser, wurschtelte sich Budniok zum erarbeiteten Torerfolg (47.), während Kröger ein intaktes Abstaubernäschen bewies (50.). Vom Punkt hätte Budniok auf 9:0 erhöhen können, nachdem der starke Jung-Schiedsrichter Paul Jonas (Eimsbütteler TV, 15 Jahre alt) zu Recht auf Strafstoß für die Ceylan-Elf entschied, der Schütze scheiterte jedoch an Dennis Theis, der die Anwesenheit der stimmungsvollen Jungs vom FCE II spürbar genoss.
Dass es schließlich trotzdem etwas werden sollte, mit dem zweistelligen Sieg, hatte natürlich noch einmal Noah Freyer zu verantworten, indem er erst den gegnerischen Torsteher überlupfte, um dann ein in die falsche Richtung klärendes Abwehrbein herauszufordern (79.). Den Schlusspunkt setzte der ehemalige ETVer schließlich mit einem lupenreinen Abstauber (Theis rettete zuvor gegen Miguel Angel Ordonez Cano).
Der FCE bleibt also trotz Niederlagen gegen alle der Top-Vier der Staffel im Blickfeld, während es für den RSV am kommenden Wochenende mit dem Heimspiel gegen BSV 19 II auch nicht gerade einfacher wird...

Tore: 1:0 Kröger (2. Budniok), 2:0 De la Hoz Rios (9. Dittmann), 3:0 Yahya (20. Freyer), 4:0 Freyer (26. Perschel), 5:0 Yahya (27. Freyer), 6:0 Freyer (30. Yahya), 7:0 Budniok (47. Freyer), 8:0 Kröger (50. Yahya), 9:0 Jurczyk (79. Eigentor, Freyer), 10:0 Freyer (82. Ordonez Cano)

Gelbe Karten: keiner – Wiencke, Eyice, Lenz

Schiedsrichter: Paul Jonas (Eimsbütteler TV, Note 2)

Zuschauer: 20

Besonderes Vorkommnis: Theis (Rissener SV II) hält Foulstrafstoß von Budniok (69.).

Freitag, 16. Oktober 2015

Spielbericht SV Werder Bremen 2.C - FC Union 60 1.C

Angriff ist Trumpf
Offensivspektakel täuscht über schwache Defensivreihen hinweg

Beste Freitagabendunterhaltung an der Weser! 7:4 lautete der Endstand im Derby zwischen der 2.C des SV Werder Bremen und der C1 des FC Union 60. Seinen ersten Höhepunkt hatte es trotz viertelstündiger Findungsphase bereits nach drei Minuten, rauschte ein abgefälschter Linksschuss Abdenegó Nankishis knapp am FCU-Tor vorbei.
Eine Vorwarnung für das, was ab der 16. Zeigerumdrehung folgen sollte, fing Nick Woltemade einen Abstoß ab, um Dominic Edelberg mit einem fußgerechten Zuspiel das 1:0 aufzulegen. Allzulange sollte die Freude über diese Führung aber nicht anhalten, antworteten die Gäste mit dem zügigen Ausgleich, den die schnelle Sturmspitze Yasar Brüning mit einem feinen Heber über Niklas Griesmeyer lieferte, nachdem Hendrik Suling die Kugel mit aller Macht nach vorne drosch (21.).
Kein Problem für Werder, denn kaum war die Partie wieder freigegeben, versammelten sich die Beteiligten erneut am Anstoßkreis. Anlass war nun die erneute Führung durch einen Heber, mit dem sich Woltemade auf seine Art für einen präzisen Longline-Ball Maximilian Schütts bedankte.
Werder hatte die Lage nun komplett im Griff und in Person von Simon Knüwe das 3:1 auf dem Fuß, sein Freistoß konnte jedoch von Torsteher Veit Dassel pariert werden (27.). Nicht so aber Knüwes Distanzschuss im Stile eines Golfers, der aus 32 Metern rechtsoben reinschwebte – ein herrliches Tor! Und wäre Nankishis Rechtsschuss kurz vor der Pause nicht an den Pfosten gegangen, wäre dessen unbedrängtes Tor nach blitzschnellem Konter (40.) schon das 5:1 gewesen. Was nach Fritz Kleiners 4:2 im zweiten Versuch gegen Niklas Griesmeyer und dem dadurch entstandenen zarten Pflänzchen der Hoffnung für die Jungs aus dem Rollsportstadion durchaus hilfreich gewesen wäre.
Knappe zehn Minuten später dieselbe Situation: Wieder erhöhte Werder auf einen Drei-Tore-Vorsprung Woltemade bewies abermals seinen Torriecher und erreichte einen Edelberg-Pass vor allen anderen) – und wieder verkürzten die Gäste. Diesmal verdaddelte Felix Westphal die Kugel leichtfertig in der Offensive, woraufhin Union ein cleverer Doppelpass zwischen Kleiner und Marcel Welsch zum 5:3 reichte.
Ein ebensolcher Doppelpass leitete dann aber auf der anderen Seite die Entscheidung ein, verschaffte Kaan Ers gedankenschneller Auftritt als Wandspieler seinem Kollegen Woltemade freie Aussicht auf das 6:3, dem der eingewechselte Emilio Salihi in den defensiven Auflösungserscheinungen der Rot-schwarzen nach butterweicher Nankishi-Flanke das 7:3 hinzufügte (63.). Übrigens das erste Tor für den viermaligen deutschen Meister an diesem Abend, an dem Woltemade nicht direkt beteiligt war.
Der Fisch war vom Teller, doch auch die Hübner-Elf fiel noch einmal durch suboptimales Abwehrverhalten auf, verhalf dieses dem Schütting-Pokalsieger von 2014 zum letzten Hurra des Tages, für welches Jonah Jaeger per Kopf am ersten Pfosten sorgte.
Werder hält also Schritt im Spitzenrennen – Union muss nächste Woche dringend beim punktlosen Kellerkind in Weyhe punkten, um weiter (knapp) über dem Strich zu stehen.

SV Werder Bremen 2.C: Griesmeyer – Becker (64. Agyemang), Knüwe, Trevino Morawietz – Schütt – Niefer (30. Diallo), Westphal (54. Er), Woltemade – Nankishi, Edelberg (48. Salihi), Trainer: Norbert Hübner

FC Union 60 1.C: Dassel – Weisse, Protze, Oltmanns, Suling – Jaeger, Heinemann – Fabig (29. Welsch / 68. Grieshop), Barsky (46. Fabig), Kleiner – Brüning, Trainer: Marc Lüdicke

Tore: 1:0 Edelberg (16. Woltemade), 1:1 Brüning (21. Suling), 2:1 Woltemade (22. Schütt), 3:1 Knüwe (30. Woltemade), 4:1 Nankishi (38. Woltemade), 4:2 Kleiner (40. Brüning), 5:2 Woltemade (42. Edelberg), 5:3 Welsch (49. Kleiner), 6:3 Woltemade (57. Er), 7:3 Salihi (63. Nankishi), 7:4 Jaeger (70. Suling)

Schiedsrichter: Yasin Bozarfift (Note 2)

Zuschauer: 45

Montag, 12. Oktober 2015

Spielbericht SV Halstenbek-Rellingen 1.B-Mädchen 7er - SC Sternschanze 1.B-Mädchen



HR siegt auf den letzten Drücker
Pokalschlacht in der Verlängerung entschieden

Letzte Saison noch knapp an einem Festtag im Halbfinale beim Düneberger SV mit 0:1 unterlegen, sind die U17-Mädchen des SC Sternschanze in dieser Spielzeit bereits nach zwei Runden von der weiteren Teilnehmerliste des B-Juniorinnen-Oddsetpokals getilgt, setzte es gegen die 7er-Mädchen der SV Halstenbek-Rellingen eine vermeidbare, aber schlussendlich nicht ganz unverdiente 1:2-Niederlage nach Verlängerung.
Vermeidbar, weil der SCS das Geschehen gerade in der ersten Hälfte trotz unterdurchschnittlichem Auftritt gut unter Kontrolle hatte. So hätte Meret Aye (kam bei Jasmin Menkes Hereingabe nur einen Hauch zu spät, 7.) oder Emily Ludwig per Linksschuss, den HR-Schlussfrau Michelle Böhm souverän sicherte (13.), die Weichen in Richtung Auswärtssieg stellen können.
Stattdessen quälte man sich auf dem holprigen Geläuf des Gemeindesportplatzes Halstenbek, der nebenbei über keinerlei Duschen verfügt, während die Gastgeberinnen immer wieder den langen Ball als Gefahrenmoment probierten, was ihnen kurz vor der Pause um ein Haar gelungen wäre, als die eingewechselte Fiona Dohmeyer plötzlich allein vor Lisa Wiedemann auftauchte, jedoch schwach vergab (36.).
Nicht so Gegenspielerin Dorothea Berke nach dem Seitenwechsel, schnappte sie sich das Leder von Katharina Roelofsen und verwandelte sie aus halbrechter Position in die kurze Ecke (49.).
In der Folge entwickelte sich ein beidseitig hoch intensiv geführter Pokalfight, mit allerdings immer wieder unnötiger verbaler Würze, insbesondere durch das durchaus cholerische Trainergespann der Süd-Schleswig-Holsteinerinnen, die neben einer Verletzung von Schanzerin Chiara Grassia auch zwei Großchancen für die ebenfalls verbal sehr auffällige Sandra Bähr zustande brachten (71. & 74.), wobei Lisa Wiedemann in beiden Fällen viel Fläche nahm und bei ersterer noch zusätzlich gut blockierte.
Nicht so in der Nachspielzeit, wo Bähr nach einer langen Ecke auf der Gegenseite plötzlich allen Raum hatte, um das Leder platziert in die linke untere Ecke zu befördern – Verlängerung!
Und die hatte es in sich, war es jetzt nur noch ein Sautreiben, ein ungeordnetes hin und her, in dem Meret Aye auf Seiten der Gäste das nötige Schussglück fehlte, wehrte Michelle Böhm ihren guten Rechtsschuss zur Ecke ab, während zwei Minuten vor Ultimo plötzlich Kapitänin Romy Kortwinkel unbehelligt vor der SCS-Kiste auftauchte und ihre Farben mit rechts in den zweiten Jubelrausch des Tages versetzte (98.).
Dagegen versuchte sich Blau-rot noch einmal zu wehren, stürmte jetzt auch die Torfrau vorne mit, doch nachdem wieder Meret Aye im Anschluss eine tolle Berke-Flanke hauchdünn vorbei schoss (100.) und auch zwei Minuten Extrazeit nichts mehr einbrachten, konnte HR über den Einzug in die Runde der letzten acht frohlocken, während sich der SC Sternschanze in die durchaus prominente Liste der Gescheiterten (u.a. Hamburger SV, TSV Sasel, Altona 93) einreihte.

SV Halstenbek-Rellingen 1.B-Mädchen 7er: Böhm – Eickhoff, Roelofsen, Johst – Meis, Kortwinkel, Bähr, eingewechselt: Dohmeyer, Merges, Dohmeyer, Trainer: Thomas Engemann

SC Sternschanze 1.B-Mädchen: Wiedemann – Lux, Laasch – Aye – Berke, Menke – Ludwig, eingewechselt: Funke, Grassia, Trainerin: Lina Charlotte Gaßner

Tore: 0:1 Berke (49. Ludwig), 1:1 Bähr (80+2.), 2:1 Kortwinkel (98.)

Schiedsrichter: Dieter Krohn (FC Union Tornesch, Note 5: Verpasste es, durch nötige Interventionen für Ruhe auf und neben dem Platz zu sorgen, zu liberal bei der Bewertung von Zweikämpfen und durch geringen Meteraufwand Probleme mit der Abseitsregel.)

Zuschauer: 20