Sonntag, 18. Juni 2017

Spielbericht SC Sternschanze 3. Fr - SC Eilbek 2. Fr

Lange bricht den Bann
5:0 in der Hitzeschlacht: SCS-Ü30 sichert sich den Bronzeplatz

Mit einem sportlichen Hurra-Erlebnis konnten die dritten Frauen (inoffizielle Ü30) des SC Sternschanze ihr Halbjahr in der Frauen-Sonderklasse 02 beenden, schickten sie im letzten Match der Saison die Zweitvertretung des SC Eilbek  mit einem klar verdienten 5:0-Erfolg aus dem Sternschanzen-Park.
Bis es aber so weit kam, strapazierte Blau-rot die Nerven des nur spärlich vorhandenen Anhangs allerdings gehörig, konnten eine Vielzahl von Torchancen und ein Meer von Eckbällen nicht zur überfälligen Führung genutzt werden.
So war es häufig an der starken Contanze Dzäbel im SCE-Gehäuse, den ersten Treffer des Tages zu verhindern.
Ein Unterfangen, das ihr nicht nur in Duellen mit Carolin Würgau (8.), Sarah Lange (15.) und Siham Koubbi (27.) bestens gelang.
Und wenn die 33-Jährige einmal nicht zur Spielverderberin wurde, waren es die überragende Abseitsfalle der Gäste oder der fehlende Blick für die besser postierte Nebenfrau, die den SCS jenes 1:0 kosteten, welches kurz vor der Pause schließlich doch fallen sollte.
Schön von Siham Koubbi über außen freigespielt, war es Sarah Lange, die den Bann am ersten Pfosten endlich brechen konnte und somit den Grundstein für eine souveräne Vorstellung in Abschnitt zwei legte.
Nachdem die extrem durchsetzungsstarke Vera Quitmann gleich zweimal die Verdopplung des Vorsprungs verpasste (Zuerst zielte sie knapp vorbei (42.), ehe sie keine 100 Sekunden später an Dzäbel scheiterte.), machte sie es nach einem knappen Dutzend an Zeigerumdrehungen nach der Pause und einem Ballgewinn im Zentrum besser, platzierte sie das Spielgerät vor dem Tor trocken in die lange Ecke – 2:0!
Ein offensichtliches Handspiel Sonja Uhers servierte dann auch der bislang im Abschluss glücklosen Siham Koubbi ihren Torferfolg vom Punkt (54.), dem sie sofort den zweiten folgen ließ. Strahlende Vorlagengeberin per Abschlag: SCS-Fängerin Angelika Kischkat.
Unter freundlicher Mithilfe des Tabellensechsten (Abstoß in genau in die Füße) vollendete Koubbi ihren Hattrick, der mit einem platzierten Rechtsschuss in Stein gemeißelt war (66.).
So am Ende auch das damit erzielte 5:0, konnten die trotz der sengenden Hitze spielfreudigen Schanzerinnen zum Beispiel mit einem leicht verzogenen Quitmann-Versuch nicht mehr nachlegen.
Kein Grund, sich zu ärgern, hätte es für die Übernahme der Tabellenführung vom FTSV Altenwerder noch unrealistische 15 weitere Treffer gebraucht.
So steht am Saisonende mindestens der dritte Platz zu Buche, kann der FSV Geesthacht mit einem Erfolg gegen den Moorreger SV am kommenden Wochenende noch an beiden Konkurrenten vorbei ziehen und sich so die Staffel-Krone aufsetzen, während die jeweils ohne gegnerische Einwirkung verletzten Lina Gholamalizadeh (Oberschenkel), Ines Bellinger (Knie) und ihre gesunden Kolleginnen bereits im sportlichen Sommerurlaub verweilen.

SC Sternschanze 3. Frauen 7er: Kischkat – Gholamalizadeh, Quitmann, Bellinger – Würgau, Koubbi, S. Lange, eingewechselt: Elkay, Zimmermann, Kaya, Trainerin: Angelika Kischkat (i.V.)

Tore: 1:0 S. Lange (39. Koubbi), 2:0 Quitmann (51.), 3:0 Koubbi (54. Handstrafstoß, Uher), 4:0 Koubbi (55. Kischkat), 5:0 Koubbi (66.)

Schiedsrichter: Torsten Grasmeyer (Niendorfer TSV, Note 3,5)

Zuschauer: 10

Samstag, 10. Juni 2017

Spielbericht Eimsbütteler TV 6.D - TUS Germania Schnelsen 6.D


Abstoßkönige quasi Staffelmeister
ETV-D6 ringt Germania im Spitzenspiel nieder

Paukenschlag im Meisterschaftskampf der D-Kreisklasse 59 (U12), zog die 6.D des Eimsbütteler TV einen Spieltag vor Ultimo mit einem insgesamt glücklichen Heimsieg im Topspiel der ausschließlich Siegreichen am bisherigen Spitzenreiter Germania Schnelsen 6.D vorbei!
Und das, obwohl das Team in Rot unter dem gegnerischen Dauerpressing zunächst kaum zum Atmen kam und den Ball häufig bereits früh im Spielaufbau verlor.
Ergo kamen die Germanen, die punktgleich, aber mit dem besseren  Torverhältnis anreisten, zu einigen Gefahrenmomenten, die sie aber entweder nicht clever genug ausspielten, oder durch eine mangelhafte Chancenverwertung wie bei Tom Boltes Sechs-Meter-Schuss, den ETV-Fänger David Hofner noch mit dem Fuß klären konnte (5.), liegen ließen.
Und da der Fußballgott so etwas anscheinend nicht gerne sieht, schickte er den Gästen direkt im Anschluss an einen aussichtsreichen Bolte-Heber, knapp vorbei, eine böse Plage in Form des überraschenden 1:0.
Hierfür langte der fällige Abstoß, um Nicolas Keske auf rechts durchstarten zu lassen. Zwar konnte der „17“er in erster Instanz noch gestellt werden, nutzte aber den zweiten Versuch zur butterweichen Flanke auf den direkt einnetzenden Justus Göthel in bester Strafraumposition (11.).
Germania, das übrigens ein älter gemeldetes E-Jugendteam (2006er) ist, ließ sich davon aber nicht erschüttern und suchte insbesondere über den omnipräsenten Tom Bolte weiter fleißig den Abschluss – weiterhin ohne den gewünschten Erfolg.
Nebenbei erlebte die Partie auch eine zunehmende Intensität, die ETVs Julius Bleckmann nach einem rüden Einsteigen Anthony Bleecks (21.) anschaulich mit sich trug: „Man konnte richtig einen Stollenabdruck sehen!“, berichtete Mitspieler Niklas Vieth.
Bleeck und sein Widersacher, der später ähnlich hart zulangte (25.), sahen indes auch etwas: nämlich die gelbe Karte, die in diesen Jahrgangsgefilden aber gar nicht gezeigt, sondern nur mündlich ausgesprochen werden darf…
Aus der härteren Gangart resultierende Freistöße setzten sowohl Göthel (21.), als auch Bleeck (30.), durch etwas unglücklich agierende Torhüter begünstigt, jeweils an den Pfosten.
Zurück aus der Halbzeitpause, sollte sich das Bild plötzlich verändern, wie es auch auf dem Feld zu fühlen war. Vieth: „Ich wusste nicht genau: Waren wir jetzt plötzlich besser oder Germania schlechter?“.
Die Antwort lag sicher in der Grauzone, gewann das zuvor phasenweise groteske Aufbauspiel des ETV durch mehr Konzentration, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke deutlich an Sicherheit. Zudem erhielten sie fortan auch besseren Zugriff auf Germanias gefährlichste Waffe, Tom Bolte.
Auch wenn Trainer Rainer Goldmann von draußen weiter lautstark seine Unzufriedenheit Kund tat.
Doch ausgerechnet unter diesen etwas schwierigeren Bedingungen konnten die Germanen den Tor-Fluch endlich brechen, als Jason Winter die Götter bei seinem nicht ausreichend bedrängten Versuch aus der Ferne auf seiner Seite hatte – 1:1!
Doch schnell blieb ihnen die Freude darüber im Halse stecken, führte erneut ein Abstoß des Goldmann-Nonetts zur Führung.
Lang geholzt, landete das Leder bei Nicolas Keske, der wieder den richtigen Blick für den mitgeeilten Justus Göthel hatte und so zum zweiten Mal ein Tor des Elfjährigen vorbereitete.
Spiel, Satz und Sieg?
Noch lange nicht, investierte Weiß-schwarz-blau in den letzten 20 Minuten noch einmal alle Energie, dieses mittlerweile wild geführte Match für sich zu drehen.
Heiße Mittelfeldzweikämpfe dominierten jetzt das Geschehen.
Klare Strafraumaktionen wurden dagegen zur Mangelware, rannten sich Artin Ftahi und Co zu oft in den tiefen Reihen der Roten fest.
„Außer dem Distanzschuss kam von Germania aber auch nichts mehr“, stellte der mit seinen Mitstreitern engagiert verteidigende Niklas Vieth fest.
Nachdem auch eine über vierminütige Nachspielzeit keine Abhilfe schaffen konnte, war der Verlust der Tabellenführung besiegelt und die Jungs des Eimsbütteler TV ihrerseits überglücklich über neu gewonnene Tabellenführung, deren Verteidigung mit einem Punktgewinn beim Saisonfinale in Elmshorn gleichzeitig die Meisterschaft bedeuten würde.
Sollte dies aber nicht gelingen, läge der Titelgewinn eine Woche später in den Händen Germanias, das den Tangstedter SV zu Hause erwartet.

Eimsbütteler TV 6.D: Hofner – Schwinge, Albert, Hamann, Vieth – Bleckmann – Keske, Göthel, Kersten, eingewechselt: L. Goldmann, Kotalakidis, Ullmann, Trainer: Rainer Goldmann

TuS Germania Schnelsen 6.D: März – Packhäuser, Bleeck, Krahn – Winter, Khadra – Rehder, Bolte, eingewechselt: Landgraf, Wenck, Neumann, Trainer: Guido Uerkvitz

Tore: 1:0 Göthel (11. Keske), 1:1 Winter (34.), 2:1 Göthel (39. Keske)

Gelbe Karten: Bleckmann – Bleeck, Rehder

Schiedsrichter: Kush Kapoor (Eimsbütteler TV, Note 5: mit Beginn der härteren Gangart im Spiel zunehmend überfordert. Schaffte es auch mit persönlichen Strafen nicht, für Ruhe im Spiel zu sorgen. Keine klare Linie bei der Bewertung von falschen Einwürfen.)

Zuschauer: 40




Der sitzt! Justus Göthel trifft zum 1:0

Spielbericht Eimsbütteler TV 4.D - Oberalster VfW 1.D

Den Sieg in der ersten Halbzeit verdient
Oberalster VfW erobert Rang zwei – ETV-D4 verspielt den Titel

Für die 4.D des Eimsbütteler TV ist der Traum von der Meisterschaft in der D-Kreisklasse 41 (U13) nach fünf von sechs Partien vorzeitig gestorben, ist der Staffelthron nach einer 0:2-Heimniederlage gegen den Oberalster VfW in unerreichbare Ferne gerückt.
Im Duell mit den zunächst deutlich agileren Struckholt-Kickern bewegte sich das Geschehen weitgehend in der Hälfte der Gastgeber, denen Schlussmann Lenny Schüler Aug´ in Aug´ mit Ben Schassan einen frühen Rückstand ersparte (8.).
Gerne hätte der baumlange Schlussmann dies auch rund fünf Minuten später geschafft, musste sich jedoch geschlagen geben, als die Wassersportler strukturiert über Luis Düll und Moritz Klemer ans Angriffsdrittel kamen, wo Schassan sicher in die lange Ecke einschob.
Dies gelang auch Moritz Klemer, wiederum keine fünf Zeigerumdrehungen danach, doch der berechtigte Abseitspfiff rettete den ETV, der nach einigen Umbaumaßnahmen im Rahmen eines Dreifachwechsels allmählich an Sicherheit gewann und insbesondere mit dem quirligen Toralf Hense über rechts mehr Offensivdrang versprühte.
Immerhin gefährdeten die Roten das gegnerische Gehäuse mit einem Außenpfostenschuss Hira Öz´ aus spitzem Winkel, nachdem es kein Blau-gelber schaffte, Umut Öztas mit seiner feinen Technik vom Ball zu trennen (23.).
Dass es durch vergebene Chancen (15. & 25.) vom ständig gesuchten Ben Schassan schon 0:2 oder 0:3 hätte stehen können, sei indes aber auch nicht verschwiegen.
620 Sekunden war der zweite Abschnitt alt, da holte es der „Zehner“ nach, ließ er sich einmal mehr, diesmal von Lasse Angerer, in den Rücken der ETV-Abwehr schicken, um in diesem Fall klassisch zum 0:2 zu vollstrecken.
In Reaktion darauf drückten die immer mehr ins Rollen kommenden Eimsbütteler auf den Anschlusstreffer, doch entweder mangelte es ihnen am letzten „tödlichen Pass“ oder der Präzision im Abschluss, sodass neben einem Außenpfostenknaller von 2006er-Küken Toralf Hense (56.) letztlich nicht mehr viel Großes passierte.
Das durchschnittlich ein Jahr jüngere Team des Oberalster VfW (mit Kapitänsbruder Piet Alecke mischte sogar ein „2007er“ im VfW-Trikot mit) reiste also mit drei, in der ersten Halbzeit verdienten, Punkten ab und klettert damit einstweilen auf Rang zwei, von dem er aber noch vom ETV und / oder dem Hummelsbütteler SV verdrängt werden kann.

Oberalster VfW 1.D: Paleologo – Brückner, Hollmann, Sunderdiek – Schassan, J. Alecke, Düll, Brants – Klemer, eingewechselt: von Platen, Angerer, Großekathöfer, P. Alecke, Trainer: Meikel Sakha

Tore: 0:1 Schassan (13. Klemer), 0:2 Schassan (41. Angerer)

Schiedsrichter: Kush Kapoor (Eimsbütteler TV, Note 1,5: hatte keine Probleme in einer unkomplizierten Partie. Sehr aufmerksam bei (falschen) Einwürfen. Richtig, Klemers Tor (17.) wegen einer Abseitsstellung nicht anzuerkennen.)

Zuschauer: 45