Munterer
Winter-Test
Spiel, das keinen Verlierer verdient, endet 3:3
Nicht viele Zaungäste entschieden sich bei Temperaturen um den Nullpunkt dafür,
sich das Testspiel der 3.B aus dem Lager des SC Sternschanze und der B1 der SV
Halstenbek-Rellingen als Sonntagabendunterhaltung zu geben. Diejenigen, die es taten,
sollten sich am Ende trotz der erlittenen Eisfüße nicht bereut haben.
HR zunächst mit den besseren Chancen, streichelte bereits früh im Match
erstmals das Quergestänge (5.), das Frederik Brügges Direktversuch bei einem langen
Freistoß von links tatsächlich aus einem Meter übertraf (19.)…
Auch der im Vergleich zur Vorwoche klar verbesserte SCS versteckte sich hier nicht
und erhielt zur 30 Minuten-Marke die Dreifach-Chance zur Führung, die nach dem
Nachschuss des Nachschusses durch Mattis Verschwele (links vorbei) endgültig
vergeben war.
Auf der anderen Seite nahm es Leonard Hoffmann noch einmal mit dem torlosen
Pausenstand auf – der Linksschuss rauschte knapp über den Quader (38.).
Nach dem Seitenwechsel war der Bann in diesem abwechslungsreichen Kick „Kreisliga
gegen Kreisklasse“ schließlich gebrochen, als Schanze den Klassentieferen mit
einem unnötigen Ballverlust im Aufbau zum Abschluss von Brügge in die zu weit
offen gelassene kurze Ecke einlud (49.).
Noch weiter ins Hintertreffen gerieten die gastebenen Marineblauen, als eine
Offensivbemühung im prompten Gäste-Konter, in Mitte vollendet durch erneut Brügge,
zum Boomerang mutierte (61.).
Das Schanzenteam bewies diesmal jedoch Nehmerqualitäten. Simon Esters
Gewaltschuss knallte zwar von halblinks an den Pfosten, doch der abstaubende
Felix Oteng vervollständigte den Anschlusstreffer ohne Mühe (63.).
Ebenso cool vor dem Tor blieb der 16-Jährige kurz darauf, hatte ihn der
wiedereingewechselte Moritz Tenbrink, dessen Impulse sofort wirkten, herrlich
per Heber auf die Reise zum 2:2 geschickt (67.).
Das Momentum jetzt auf Seiten des SCS, den Tenbrink schon zuvor fast zum Torerfolg
geführt hätte (Schlussmann Jannik Ivers lenkten einen hohen Freistoß sicher
über den Kasten, 66.), doch auch die Herren aus dem Süden Schleswig-Holsteins
blieben bei der Sache, verpassten bei Hoffmanns abgefälschtem Versuch das 2:3
(71.).
Erfolg hatte die Führungsrückholaktion schließlich kurz darauf. Schanze hinten etwas
aufmerksam und schon bediente der durchgehende Hoffmann seinen Kollegen Nebhi
Nacarli zum abermaligen HR-Vorsprung (73.).
Dass dieses engagierte Match keinen Verlierer verdient hatte, sah in den
letzten Atemzügen jedoch offenbar auch der Fußballgott ein, sodass Esters
Innenpfostenschuss, den Tenbrink und Oteng auf den Weg brachten, diesmal die
gewünschte Rotation hinter die Linie nahm – 3:3 (80.+1)!
Tore: 0:1 Brügge (49.),
0:2 Brügge (61.), 1:2 Oteng (63. Ester), 2:2 Oteng (67. Tenbrink), 2:3 Nacarli
(73. Hoffmann), 3:3 Ester (80.+1 Oteng)
Schiedsrichter: Ian Atai Shokati (FC
Alsterbrüder, Note 3,5)
Zuschauer: 14
Sonntag, 19. Januar 2025
Spielbericht SC Sternschanze 3.B - SV Halstenbek-Rellingen 1.B
Spielbericht SC Sternschanze 2.B - SC Sternschanze 1.B
2009er
ärgern die B1
Nach
der Führung kam nicht mehr viel: SCS-2008er blamieren sich im Test
Letzte Standortbestimmung für die 2008er-Landesliga-Elf des SC Sternschanze und
so richtig schlauer machten sie die 80 letzten Winter-Testminuten vor den Auswärtsspiel
bei TuS Berne nicht. Ein starker Beginn gegen die zuvor stets beherrschten eigenen
2009er mit verdienter 2:0-Führung und ein ebenso rapider Leistungsabfall,
mündend in ein gerechtes 2:2-Remis ließen am Sonntagnachmittag doch noch einige
Fragen offen.
Nach der kurzfristigen Freundschaftsspielabsage vom Vortag (Eintracht Lüneburg
verzichtete auf den Vergleich unter Hansestädten) ging die 1.B den
vereinsinternen Kick höchst engagiert an demonstrierte zumindest im Spiel nach
vorne reichlich Dynamik und Zug zum Tor. Schnell sollte sich dies auch
auszahlen, als Felix Lenzen den schönen Schnittstellenpass für Theo Spöhrer
spielte und dieser nicht nur Gegenspieler Johann Reemtsema, sondern auch
Torsteher Theo Fritzsche aussteigen ließ (8.).
Fast dieselben Beteiligten kurz darauf. Diesmal lupfte Baran Sütcü
formvollendet in den Sprint seines Kumpels, der Fritzsche hoch überwand, ehe
Reemtsemas Rettungsversuch im Selbsttor endete (10.).
Ein noch deutlicheres Szenario als beim 5:0 der Älteren im Duell letzten Sommer
zeichnete sich ab, zumal der aufgerückte Rückkehrer Anton Zurhold, der als einer
von drei fix spielberechtigten Neuzugängen mitwirkte, im Rahmen eines Eckstoßes
das 3:0 auf den direkt reingehaltenen Fuß hatte (14.).
Danach flaute der 2008er-Elan jedoch kontinuierlich ab. Zu viele Ballkontakte,
kaum Kommunikation und unklare Aktionen am eigenen Sechzehner verhunzten mehr
und mehr einen vielversprechenden Auftritt.
Ganz anders dagegen die B2, die es immer mehr verstand, das Spiel mit klaren
Positionen und einfachen Bällen in die Breite zu ziehen.
Einzig Schlussmann Enno Gloßner war es zu verdanken, dass der 2:0-Zwischenstand
verhältnismäßig lange Haltbarkeit erfuhr. So blockierte der Hüne beispielsweise
gegen den technisch feinen Versuch von Malte Bachmann (16.) und einen
Greiner-Versuch, dem eine schwache Klärung ins Zentrum zu Grunde lag (27.).
Nach einer guten halben Stunde hatte das Betteln ums Gegentor schließlich „Erfolg“.
Wieder gelang es nicht, einen Eckstoß fachgerecht zu neutralisieren, sodass
Außenverteidiger Jeremiah Möcklinghoff abgefälscht aus der zweiten Reihe auf
1:2 verkürzte (31.). Eine Prämiere für den einst aus der zweiten Mannschaft
hochgezogenen Nicht-Stammspieler!
Schon zur Pause wäre sogar schon der Ausgleich möglich gewesen, doch der
Pfosten wehrte sich beim später ohnehin wegen Abseits abgepfiffenen Versuch
durch Janni Thomsen (38.).
Die kräftig durchgeschüttelte U17, der auch das Ausscheiden des formstarken
Spöhrer zu schaffen machte (bretterte auf dem rutschigen Geläuf voll in ein
neben dem Feld stehendes Großfeldtor, 26.), meldete sich nur ab und zu wieder
gefährlich an. Nachdem Kieran Kopp von Fritzsche gestellt werden konnte, jagte
Janes Djau das Leder überhastet drüber (39.), während Sütcü, der viel
versuchte, aber meist glücklos blieb, aus zehn Metern verfehlte (56.).
Auf der anderen Seite geschah schließlich das, was sich auch im zweiten
Abschnitt immer wieder in Ansätzen andeutete: Über Franz Krumwiede und den
ablegenden Thomsen erhielt der mutig vorne mitmischende Reemtsema am rechten
Strafraum-Eck die Position zum hohen 2:2-Schussbogen (58.).
Am Ende noch einmal bemüht, aber zu oft mit unglücklichen Entscheidungen am
Ball, versuchte sich der U17-Landesliga-Fünfte am etwas schmeichelhaften
Siegtreffer, den Probespieler Djaffra Darame zentral im Strafraum mit dem
schwächeren Linken ebenso vergab (78.), wie Kollege Julius Ahrens, dem in einem
selten Moment der Offenheit der B2 der Fuß von Fritzsche das flache 3:2
vermieste (80.+2).
Unterm Strich ein verdienter Gleichstand. Für die in der U16-Landesliga viertplatzierten
2009er, bei denen besonders Diego Traina als Stabilisator im Zentrum überragte,
übrigens der einzige Winter-Test vor dem Jahresauftakt bei TuS Osdorf.
Für die nur mit 14 Mann angetretenen 2008er war es dagegen nicht nur vom
Ergebnis her ein Dämpfer – vielleicht noch zur richtigen Zeit.
Tore: 0:1 Spöhrer (8.
Lenzen), 0:2 Reemtsema (10., Eigentor, Spöhrer), 1:2 Möcklinghoff (31.), 2:2
Reemtsema (58. Thomsen)
gelbe Karten: Kruse – Sütcü
Schiedsrichter: Ian Atai Shokati (FC
Alsterbrüder, Note 3)
Zuschauer: 40
B2-Torschützen am Ball: Johann Reemtsema (#4) und Jeremiah Möcklinghoff (rechts).
Sonntag, 12. Januar 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Dersimspor Hamburg 1.B
Zweistelliger
Neujahrsempfang
Schanze-B1 testet erfolgreich gegen Kreisliga-Tabellenführer
20 Mann, darunter einige Probespieler, gestalteten am zweiten Januarwochenende
den Neujahrsempfang 2025 für die U17-Landesliga-Truppe des SC Sternschanze. Zu
Gast war mit Dersimspor ein Team, das nur den Nerds des Jahrgangs 2008 ein
Begriff ist. Kein Wunder, kicken die im Sommer neu formierten Harburger in der
Kreisliga. Dort Tabellenführer und auf Bezirksliga-Kurs, war der SCS als zwei
Klassen höherer Gegner eine Nummer zu groß.
Schanze von Beginn an mit dem Kommando auf dem Kunstgrün, wo zunächst nur
lediglich das Tor fehlte. Ein altes Thema des SCS, den insbesondere Kleon
Lorenz früh in Führung hätte bringen können. Schlussmann Berzan Keskin
entpuppte sich jedoch als persönlicher Schrecken von Schanzes Top-Torjäger (2.
& 6.).
Mit Ayham Haufe gelang es schließlich einem Probespieler, das Leder im Rahmen
eines gar nicht mal so ideal getretenen Eckstoßes über die Linie zu würgen – 1:0
(18.)!
Ebenfalls noch im Casting befindet sich der heute fleißige Dfafra Darame, der
in der gegnerischen Hälfte alle schwindelig dribbelte, um dann aber mit
Abschluss knapp zu vergeben (23.). Trotzdem eine schöne Aktion!
Ebenso eine Kombination unter Arrivierten: Julius Ahrens mit dem steilen
Anspiel für Baran Sütcü und dieser behielt im Strafraum den Kopf oben, um
Theodor Spöhrer für dessen 2:0 zu bedienen (24.).
Mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung vollstrecke Marvin Bonsu
zum 3:0 (29.), dem der Ghanaer das 4:0 nachlegte (38.). Vorlagengeber: Janes
Djau, der nur Augenblicke später selbst den 5:0-Halbzeitstand herstellte (39.).
Einen Keskin-Reflex (47.) und ein Djau-Abseitstor (49.) später, überraschte
Dersimspors Marcin Baginski den Landesligisten mit einem Kunstschuss aus 45
Metern, der im hohen Bogen den Ehrentreffer des Kreisligisten bedeutete (51.).
Die „Null“ blieb Geburtstagskind Enno Gloßner damit verwehrt. Seine Vorderleute
rächten ihren Schlussmann jedoch mit weiteren Treffern, wie Quaresma Aquins
6:1, das Koyar Hamed Mohammed eröffnend wegbereitete (59.). Der technisch versierte
Brasilianer finalisierte letztlich Djaus Zuspiel am zweiten Pfosten.
Weiter ging´s mit einem Bonsu-Doppelpack (66. & 71.) gegen defensiv inzwischen
weiß beflaggte Harburger, bei denen immerhin der starke Keskin zu Bonsus
Hattrick-Spielverderber taugte (74.).
Im Vollsprint über rechts ließ der völlig losgelöste Spöhrer dem Goalie aus
mutigem Winkel wenig später keine Chance, die Zweistelligkeit abzuwenden (76.).
Der irgendwie sinnbildliche 11:1-Schlusspunkt gehörte mit Kieran Kopp noch
einmal einem bereits feststehenden Neuzugang (78.). Nachdem Keskin zweimal behände
abwehrte, netzte der Zentrumsspieler, den es von der SV Blankenese an den
Wasserturm zieht, als ungehinderter Abstauber-Abstauber erstmalig im Dress des
neuen Clubs, der mit seinem personell aufgestockten Kader eine erste Duftmarke
setzte.
Tore: 1:0 Haufe (18.
Spöhrer), 2:0 Spöhrer (24. Sütcü), 3:0 Bonsu (29. Spöhrer), 4:0 Bonsu (38.
Djau), 5:0 Djau (39.), 5:1 Baginski (50.), 6:1 Darame (51.), 7:1 Aquin (59.
Djau), 8:1 Bonsu (68. Spöhrer), 9:1 Bonsu (71. Spöhrer), 10:1 Spöhrer (76.),
11:1 Kopp (78.)
Schiedsrichter: Leonard Läubin
(Hamburger SV, Note 2,5)
Zuschauer: 25
Spielbericht SC Sternschanze 3.B - Farmsener TV 1.B
Verlängerter
Winterschlaf
Ex-Raubvögel
zerpflücken fahrige Schanzen-Elf
Kurz vor Weihnachten zogen sich die zweiten 2008er des SC Sternschanze mit
einem 0:8 im Pokal gegen den Oberligisten SC Victoria ordentlich aus der
Affäre. Mit zwei Gegentoren weniger, aber mit einer indiskutablen Darbietung
ging der Start ins Jahr 2025 jedoch in die Binsen.
Vom Anpfiff weg ließ das 18-köpfige SCS-Gros im Test gegen den Farmsener TV aus
der Kreisliga-Parallelstaffel 02 alles vermissen, womit man sich im Pokal noch
Sympathien erkämpfte. Mit Ball zu kompliziert, ohne Ball zu statisch und in den
Zweikämpfen kaum existent. So machte man es dem spielfreudigen FTV recht
einfach, bereits nach 21 Minuten auf 0:2 davonzuziehen. Jesko Lommatzsch
eröffnete nach einer Viertelstunde den Torreigen, ehe Mansur Mohammadi aus dem
Rückraum verdoppelte (21.).
Gegenwehr? Fehlanzeige!
Ebenso bei Aaron Carstensens zentralen Rechtsschuss zum 0:3, bei dem der SCS
freundlich Spalier stand und auch der Innenpfosten freundlich mithalf (31.).
Ganz ohne Beteiligung des Aluminiums schnürte Carstensen, den es wie einige
seiner Mitstreiter im Sommer von der aufgelösten Elf des SC Condor zum
Lokalrivalen zog, erneut aus mittiger Position, den Doppelpack (56.), welcher
zehn Minuten später auch J. Lommatzsch gelingen sollte (66.). Wieder ein
Ex-Condoraner, der im konfusen Abwehrzentrum des SCS keine fachgerechte
Betreuung erfuhr!
Das halbe Dutzend komplett machte in der Schlussminute Keno Zippel, der schön
mit links aus der Drehung vollendete, nachdem ihn Carstensen mustergültig
bedient hatte (80.).
Schanze betrieb dagegen bis zum Schlusspfiff konsequente Arbeitsverweigerung,
was die Statistik von exakt einem eigenen Torschuss in 80 Minuten illustrierte.
Diesen feuerte Simon Ester vier Minuten vor dem Ende aus dem Lauf rechts am Tor
vorbei.
Vielleicht folgt das verspätete Erwachen aus dem Winterschlaf ja am kommenden
Wochenende im nächsten Freundschaftsspiel gegen die SV Halstenbek-Rellingen,
die man noch gut aus den vorigen Jahren in der Kreisklasse kennt.
Tore: 0:1 J. Lommatzsch
(15.), 0:2 Mohammadi (21.), 0:3 Carstensen (31.), 0:4 Carstensen (56.), 0:5 J.
Lommatzsch (66. Hussein), 0:6 Zippel (80. Carstensen)
Schiedsrichter: Ghazi Sabir Ali
Hamawand (Hamburger SV, Note 3)
Zuschauer: 23
Spielbericht VfL Hammonia III - TuS Holstein Quickborn II
Neues
Jahr – neues Glück?
Hammonia
III macht wieder Hammonia III-Sachen – diesmal unbestraft
Nur allzu oft bestachen Spiele der dritten Mannschaft des VfL Hammonia durch
Situationskomik, die den Kreisligaaufsteiger kontinuierlich um Zählbares im
Abstiegskampf der Sechserstaffel brachte. Im neuen Jahr soll nun aber alles
besser werden. Ein frommer Wunsch, der sich zumindest im Endstand des
Testspiels gegen die ebenfalls in der Kreisliga beheimatete Reserve von TuS
Holstein Quickborn erfüllte.
Viel besser als der Gegner hatte man den eisigen Kunstrasenplatz angenommen und
stets den Abschluss gesucht. Völlig verdient stand es daher früh 2:0.
Beim ersten Streich fiel Außenverteidiger Ievgen Maskov eine Maza-Ecke dank
torhüterlicher Mithilfe vor den Schlappen (16.), während Tor Nummer zwei
wirklich fein herausgespielt war. Nach Zuspiel aus dem Zentrum schüttelte Henning
Franke Gegenspieler Rodrigo Pedreiro Gomes auf rechts ab, woraufhin
Sturm-Routinier Hüdayi Dogu in der Mitte alles klar machte (19.).
Noch mehr Grund zum Jubeln stellte sich in Minute 41 ein. Diesmal konterte der
VfL, sodass Paul Marx auf Zuspiel Dogu frei laufend Kapital aus der löchrigen
Holstein-Abwehr schlagen konnte (41.).
Hammonia hatte den Laden gut im Griff, ließ mit fortschreitender Spielzeit und
einigen Wechseln jedoch sichtbar nach.
So fing man sich durch mangelnde Konsequenz bei der Verteidigung einer Ecke von
Merlin Wilcken Tim Heinitz´ 3:1 aus dem Rückraum (51.), ehe Ahmon Bareq Shafiie
eine lange Hereingabe komplett blank am zweiten Pfosten zum Anschlusstreffer
nutzte (58.). Wäre die Latte bei Dudley Shigwedhas ungestörten Lupfer nicht
rettend zur Stelle gewesen, hätten die Gastgeber den Vorsprung gar komplett
neun Minuten hergeschenkt (59.).
So aber hielt die Führung bis ins letzte Drittel hinein (die 90 Minuten wurden
nach Absprache in 3x 30 Minuten durchgeführt), wo es trotz hoher Fehlerquote noch
einmal munter hin und her ging. Dogu beendete seinen ästhetischen Slalomlauf
mit einem verunglückten Abschluss (Fußabwehr Alexander Boger), der ihm aufgrund
des Nicht-Querlegens das Ausgeben einer Kiste für die Mannschaft einhandelte
(69.) – TuS Holsteins Treffer von Najib Morvey Tenimu zählte wegen einer
Abseitsstellung nicht (75.).
Zehn Minuten vor dem Ende dann die große Chance für die Hammonen, den Sack
vorzeitig zuzumachen, doch der eingewechselte Sekou Diallo setzte seinen
gerechtfertigten Foulstrafstoß neben das Gehäuse (80.).
Ein Fauxpas, der heute aber unbestraft bleiben sollte. Denn während die Quickborner
nicht mehr so richtig in den Angriffsbereich vorstießen, erklärte das 4:2 in
der Schlussminute alle Unkenrufe nach dem 3:3 für nichtig. Younes Berriri war
es, der Diallos schöne Vorarbeit ein krönendes Finale bescherte (90.).
Vielleicht wird in 2025 also doch alles besser, bei der VfL-Dritten…
Tore: 1:0 Maskov (16.
Maza), 2:0 Dogu (19. Franke), 3:0 Marx (41. Dogu), 3:1 Heinitz (51. Wilcken),
3:2 Bareq Shafiie (58.), 4:2 Berriri (90. Diallo)
gelbe Karten: Rubilar – Bareq Shafiie
Schiedsrichter: Leif Menke (SC
Sternschanze)
Zuschauer: 20
besonderes Vorkommnis: Diallo
(Hammonia) schießt Strafstoß neben das Tor (80., Bareq Shafiie an Rubilar).
Torschütze zum 4:2: Younes Berriri.
Sonntag, 15. Dezember 2024
Spielbericht SC Sternschanze 3.B - SC Victoria Hamburg 1.B
Entspannte
Einbahnstraße
Vicky-2008er
machen unspektakulär das Achtelfinale klar
0:8 und doch konnten beide Parteien am Sonntagabend zufrieden in die
Winterpause gehen. Drei Klassen Unterschied brachte das Viertrunden-U17-Pokalduell
der Zweiten des SC Sternschanze (Kreisliga) und der Oberliga-Elf des SC
Victoria auf dem Papier zu Tage.
Ein Fakt, der auch in Sachen Ballbesitz auf dem nasskalten Spielfeld zu
erkennen war. Vicky, da clevererweise in schwarzen Trikots angereist, in
Leibchen, übte mit überwältigendem Ballbesitz erheblichen Druck aus, dem sich
der SCS mit viel Leidenschaft entgegenstellte.
Und brachte der Favorit das Bällchen einmal Richtung Schanzen-Tor, packte
Goalie Piet Grützner fachgerecht zu (5. & 12.).
Auf der anderen Seite geschah unterdessen gar Überraschendes, als sich Carl
Stubenvoll aus der Mitte eine gute Schusschance bot. Der Versuch zischte
vorbei, doch der Oberligist war gewarnt, die Zügel nicht allzu sehr schleifen
zu lassen (10.).
Nach etwas mehr als einer torlosen Viertelstunde killte Victoria schließlich
die Pokalromantik. Nicht aus dem gebundenen Spiel heraus, sondern mit einer kurzen
Eckenvariante auf das ballnahe Strafraumeck, von wo Ben Reinholz erfolgreich
wie vermeidbar zum 0:1 abzog (16.).
Ebenso sicher saß ein Freistoß, den Reinholz nach einem Auffahrunfall von
Jefferson Hernandez Zamora diesmal von der anderen Seite hineinschweißte (25.).
Ein Tor der Marke „krummes Ding“ durch Josh Tietje markierte schließlich den
immer noch moderaten Halbzeitstand von 0:3 (35.).
Nach der Pause derselbe Ritt durch die Einbahnstraße, die für Noah Schmideder
fast zu persönlichen Schlucht wurde. Handspiel auf der Torlinie vom
zweikampfstarken Innenverteidiger, der das Glück hatte, nicht den fälligen
roten Karton zu sehen…
Mehr Schanzen-Glück gab es in dieser Szene jedoch nicht: Grützner ahnte die
Ecke, doch Lamine Cisses Strafstoß schlug zum 0:4 im SCS-Tor ein (51.).
Der Rest ist schnell erklärt: Dobromil Czarnecki versenkte zweimal aus der
zweiten Reihe (59. & 69.), ein Bensoussan-Treffer am langen Pfosten
bedeutete durch seine Entstehungskombination über Cisse und Reinholz den
sportlichen Höhepunkt (73.) und Victor Ende markierte per Rechtsschuss in den
Winkel ebensolches zum 0:8 (80.).
Schanze, das Anfang der zweiten Hälfte bei Nana Asare Kumis Abschluss nur
hauchdünn den Ehrentreffer verpasste (45.), zog sich damit gut aus der Affäre,
während der SC Victoria, bei dem gleich drei Mann aus der Vorwoche rotgesperrt
fehlten, neben dem ungefährdeten Pokalweiterkommen diesmal auch das entspannte
Gefühl eines nicht eskalierten Duells mitnahm. Gegner im Achtelfinale wird dann
die Regionalliga-Elf des USC Paloma sein.
Tore: 0:1 Reinholz (16.),
0:2 Reinholz (25., direkter Freistoß), 0:3 Tietje (35.), 0:4 Cisse (51.,
Strafstoßtor, Handspiel Schmideder), 0:5 Czarnecki (59.), 0:6 Czarnecki (69.),
0:7 Bensoussan (73. Reinholz), 0:8 Ende (80.)
Schiedsrichter: Volkan Özkan (SV
Groß Borstel)
Zuschauer: 30
Samstag, 14. Dezember 2024
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - SV Rugenbergen 1.B
„In
zwei Jahren Bundesliga“ – Lorenz ballert SCS weiter!
Den
Oberligisten eliminiert: Dreierpack hievt Schanze-2008er ins Achtelfinale
„Natürlich ist es eine Überraschung, wenn man als Landesligist den Oberligisten
schlägt“, stellte Theo Spöhrer, der soeben mit seiner Schanze-B1 den SV
Rugenbergen aus dem Pokal eliminierte, das auf dem Papier Stehende fest. Doch
inhaltliche Gründe dafür gab es ebenso zahlreich: „Auf jeden Fall war der
Teamzusammenhalt bei uns besser. Wir haben wirklich jeder für jeden gekämpft.
Das hat bei denen gefehlt“, fielen Einsatz und Moral unter
SCS-Regen-Flutlichtkulisse ebenso ins Gewicht wie „Phasen, in denen wir besser
waren“. Und: „Wir haben unsere Chancen besser genutzt“. Ein Prädikat, das vor
allem in Richtung von Kleon Lorenz ging. „Ein super Spiel von Kleon – da kann
man nicht meckern“, ordnete Spöhrer den Auftritt des an guten Tagen Unterschiedsspielers
und an schlechten Totalausfalls ein. Vor allem, weil „er diesmal seine Schüsse
genutzt und nicht zehn Meter übers Tor gehauen hat“.
Erstmalig demonstriert in Minute zehn. „Ein schönes Tor mit ein bisschen Hilfe
vom Gegner“. So fälschte ein Roter den Versuch im nach innen ziehen exakt so
ab, dass die Kugel im hohen Bogen über den Goalie zum frühen Vorsprung
hineinplumpste.
Wichtig für den SCS, der zu Beginn alle Hände voll zu tun hatte, sich aus dem
Druck des Oberligazweiten zu lösen.
Verlass war dabei auch auf Schlussmann Enno Gloßner, der beispielsweise einen
Heilmann-Versuch aus der zweiten Reihe zur Seite parierte (15.).
Chancenlos der Fänger dagegen kurz darauf, als Arthur Schreiber, der nach
reduzierter Trainingsbeteiligung und zuletzt zeitgleichen
Schiedsrichtereinsätzen an Spieltagen eine Anlaufphase benötigte, die Kugel im
Aufbau herschenkte und Nico Scherwat letztlich „Danke“ sagte – 1:1 (16.)!
Schanze aber blieb im Film und verzückte gar durch spielerische Linie. In
Fötus-Stellung holte Schreiber einen Defensivfreistoß raus, woraufhin
Marineblau die Kugel herrlich zirkulieren ließ. Schreibers Verlagerung nach links
erwies sich hierbei ebenso als sinnvoll, wie das Angriffsfinale, das Lorenz auf
Ablage des starken Felix Lenzen „schön reingehauen“ hatte. Ein fieser Aufsetzer
stellte den baumlangen Morten Dieckmann, der den unpässlichen Frederic Poll zwischen
den SVR-Pfosten vertrat, jedenfalls vor eine für ihn unlösbare Aufgabe (26.).
Weitaus weniger effizient agierten da die bemühten, auf dem wenig geräumigen
Geläuf aber um ihre Stärke des schnellen Offensivpersonals beraubten Gäste.
Scherwat sah seinen Ball noch vor dem Strich geklärt (30.), Heilmanns
Direktabnahme zischte vorbei (36.) und wieder ETV-Rückkehrer Scherwat
scheiterte aus der Bewegung an Gloßner (38.), um kurz vor der Pause mit links
drüber zu löffeln (40.).
Nicht erfolgreicher verlebten die zunehmend hektischer werdenden Bönningstedter
den zweiten Abschnitt, der nach Johann Lamollers Mecker-Tirade gegen den
Unparteiischen für fünf Minuten in Unterzahl zu bestreiten war (52.). Mit
Lamoller traf es freilich keinen Unbekannten, hatte der Kapitän in der Vorwoche
eine Schlägerei nach Spielende angezettelt. Glückwunsch zu diesem vorbildlichen
Führungsspieler!
Zu allem Überfluss fing sich der Klassenhöhere nach einer knappen Stunde gar
das dritte Ei. Auf einem hohen Schreiber-Freistoß sammelte sich zwar bereits
eine Regenpfütze, doch trotzdem würgte abermals Lorenz die Kugel gegen den
unsicheren Dieckmann in drei Anläufen über die Linie (59.). „Ich hatte ein
bisschen Angst, dass der doch nochmal von der Linie gekratzt wird“, beschrieb
Kollege Spöhrer seinen persönlichen Nervenkitzel beim 3:1, bei dem er „schon
dreimal das Gefühl hatte, dass der Ball drinnen war“.
Lorenz unterdessen war mit Treffer Nummer drei bereits vorzeitig zum Mann des
Tages aufgestiegen. „Wirklich ein super Spiel von ihm! Schöne Tore, wichtige
Tore. Wenn er immer so viele Tore macht, dann spielen wir in zwei Jahren
Bundesliga“, bewertete Spöhrer den Auftritt seines später leicht
zeitstrafengefährdet substituierten Torjägers.
Die verbliebenen Schanzer wehrten sich in der Folge gegen die rot-schwarze
Schlussoffensive, die vor allem über Standards lief. Zwei davon wischte Gloßner
gekonnt aus der Luft (75. & 76.), während es gegen den am langen Pfosten
blanken Jacob Jahns zur Rettungstat am Boden kam (Azimullah Mohammadi löschte
die Szene schließlich per Grätsche, 77.).
Mehr passierte dann nicht mehr, im Flutlichtsprühregen, sodass der
Achtelfinaleinzug des Landesligisten perfekt war. Anfang März warten dort nun
vertraute Gesichter aus Hamburg-Ost: Ligakonkurrent (und Spitzenreiter) SC
Vier- und Marschlande gibt sich zur Runde der letzten 16 die Ehre am
Wasserturm. „Ich mag es jetzt nicht so sehr, gegen die zu spielen, aber diesmal
spielen wir ja zum Glück auf unserem Platz“, ging der Kelch des „grauenhaft
kleinen Platzes“ am Zollenspieker immerhin am SCS vorbei. „Ich glaube, es gäbe
schlimmere Lose; vielleicht aber auch leichtere“, bleibt die Gefühlswelt vor
einem „nicht deutlich leichteren Spiel, als das, was wir jetzt hinter uns
haben“, ambivalent.
Zufriedenheit herrscht dagegen mit der „guten Entwicklung, was spielerische
Sachen angeht“. „Auch der Zusammenhalt ist besser geworden. Von der
Tabellensituation könnten wir jetzt natürlich noch besser dastehen. Letzte
Saison war okay am Ende, aber dieses Jahr könnten wir noch ein bisschen besser
dastehen“, geht der Blick des Landesliga-Fünften nicht ganz zu Unrecht gen
Aufstiegskampf.
Tore: 1:0 Lorenz (10.),
1:1 Scherwat (16.), 2:1 Lorenz (25. Lenzen), 3:1 Lorenz (59. Schreiber)
gelbe Karten: Schreiber, Hameed
Mohammed, Lorenz – Lamoller, Rabeary
Zeitstrafe: Lamoller (SVR, 52.,
unsportliches Verhalten)
Schiedsrichter: Ali Cüneyt Kurnaz
(Eimsbütteler TV)
Zuschauer: 50
Freitag, 13. Dezember 2024
Spielbericht Holsatia/TSV Sparrieshoop/FC Elmshorn 1.Ü60 7er - Blau-weiß 96 Schenefeld/SV Blankenese 1.Ü60 7er
Die
Ruhser-Hardcore-Festspiele
Neun
Torbeteiligungen: Top-Stürmer bringt die Fans zum Eskalieren
Freie Flanke Stefan Jermies von rechts, abgewehrt; tödlicher Querpass der Gäste
und doch noch kam Holsatias Nummer 10 von halbrechts zum erfolgreichen
Rechtsschuss – 10:0 (65.)! Ein besonderer Treffer in der Ü60
7er-Auseinandersetzung zwischen den Spielgemeinschaften Holsatia/TSV
Sparrieshoop/FC Elmshorn (im Folgenden „Holsatia“ genannt) und Blau-weiß 96/SV
Blankenese, war die bis dahin erste Heim-Bude, an der Torjäger Bernd Ruhser
nicht direkt beteiligt war.
Ihren Anfang hatten die „Berni-Festspiele“ auf dem Walther-Poser-Platz bereits
in Minute drei, als der 68-Jährige in feinster Mittelstürmermanier zum 1:0
netzte.
Begeisterung darüber auch aus dem ersten Stockwerk des Nebengebäudes, wo
Holsatias A-Jugend zeitgleich ihren Mannschaftsabend verbrachte. Da durfte die
passende Tor-Hymne natürlich nicht fehlen!
Bis die inzwischen am Spielfeldrand postierten Nachwuchskicker erneut Scooters
Gassenhauer „Always Hardcore“ (Auf geht´s Holle!) über die Kaltenweide schallen
lassen konnten, versiebten die Gastgeber einige gute Gelegenheiten. Ein wenig
hatte man Konzentration und Laufvermögen heruntergedrosselt. Dann aber durfte
wieder gejubelt werden (21.). Ruhser leitete selber per Rückraumpass zu Jens
Duffke ein, um das folgende tiefe Zuspiel mit links zu vollenden. Schlussmann
Uwe Sokolowski hatte mit einem Rechtsschuss gerechnet…
Auf Zuspiel Torsten Bluhm vollendete Ruhser direkt im Anschluss seinen Hattrick
(22.).
Streich Nummer vier erfolgte, zentral alleingelassen, nach erneuter Hereingabe
Bluhm (31.), während es auch als Vorbereiter klappte. Ein Pass von rechts (30.)
und ein Umkurven des Tormannes, samt Pass von der Grundlinie (33.), bescherten
Duffke unwiderstehliche Einschussmöglichkeiten.
Ein halbes Dutzend also bereits zur Pause. Was steht den bemitleidenswerten
Gästen da noch alles bevor? Zunächst eine eigene, sauber herausgespielte,
Großchance, die Holle-Goalie Helmut Averbeck mit der linken Pranke entwertete
(42.).
Bevor die „Achter De Weiden“ ansässigen Blauen aber eine Aufholjagt starten
konnten, trieben wieder Ruhser und Duffke ihr Unwesen. Diesmal vollendete
Letzterer nach Doppelpass zum 7:0 (43.), dem Ruhser mit rechts das Oktett (47.)
und aus der Ferne das Nonett (49.) folgen ließ. Jermies eingangs erwähnter
Treffer machte es schließlich zweistellig (65.), woraufhin eine Produktion der
Herren Antonio Calastri und Frank Oehlers den 11:0-Endstand herbeiführte (67.).
Hätte der Unparteiische seine Ankündigung, die zweite Halbzeit nur 20 Minuten
lang spielen zu lassen, doch bloß befolgt, mochte man der unterlegenen
Auswärts-Elf gegönnt haben. Mitnichten blieb diese zumindest im zweiten
Abschnitt komplett blass. Der nicht nur bei Volker Dammanns Auftauchen vor dem
Fuß-klärenden Averbeck mögliche Ehrentreffer (53.) wäre dem Tabellenvierten
sicherlich zu gönnen gewesen.
So aber stand bei den meisterschaftsverwöhnten Quergestreiften die Null. Sechs
Zähler hinter dem Primus, HSV, bei einem Match weniger, überwintert man
nebenbei in Schlagdistanz zum nächsten Titelgewinn.
Tore: 1:0 Ruhser (3.), 2:0
Ruhser (21. Duffke), 3:0 Ruhser (22. Blum), 4:0 Duffke (30. Ruhser), 5:0 Ruhser
(31. Blum), 6:0 Duffke (33. Ruhser), 7:0 Duffke (43. Ruhser), 8:0 Ruhser (47.
Calastri), 9:0 Ruhser (49. Schümann), 10:0 Jermies (65.), 11:0 Oehlers (67.
Calastri)
Schiedsrichter: Erdogan Orhan
(Gencler Birligi)
Zuschauer: 3
Sonntag, 8. Dezember 2024
Spielbericht SC Victoria Hamburg V - 1. FC Quickborn II
Spitzenthriller
Führung,
Unterzahl und Siegtreffer 90.+3: Vicky V wieder im Drama-Modus
Nicht nur für sich selbst, sondern auch für die vielen Follower auf den
bekannten Plattformen, streitet die fünfte Mannschaft des SC Victoria, auf den
Plätzen der Kreisklasse 6 um Siege und vermarktungsfähiges Filmmaterial. Der
Plot, den der aktuelle Spitzenreiter zum Jahresabschluss 2024 am Sonntagabend gegen
den Tabellendritten, 1. FC Quickborn II, produzierte, barg noch einmal wahrhaft
cineastisches Drama.
Mit einigen ehemaligen Eulenstädtern an Bord, stellte man sich rasch als das
aktivere der beiden Teams heraus, was sich entsprechend früh auszahlen sollte.
Einen langen Freistoß Jan Johansens verlängerte Steffen Puzycha mit dem vollen
Haarschopf auf Sabaun Nawparwar, der wiederum vor FCQ-Fänger Leon Krause zum
1:0 einspitzelte (8.).
Die Antwort des ambitionierten Tabellendritten folgte wenig später, nur schob
Niklas Tietjens das Leder aus der Idealposition genau in die Arme des bereits
liegenden Jan Giesecke (13.). Ein Fehlschuss, der sich als doppelt ärgerlich
herausstellen sollte, weil drüben Yoofi Auge nach Fehlpass Marcel Werner alle
Zeit der Welt bekam, aus 25 Metern kontrolliert zum 2:0 ins lange Eck zu zielen
(14.).
Und es hätte noch krasser kommen können. Denn erst klärte Ali Yusufi gerade
noch so einen Kopfball vor der Linie (20.), dann bolzte Leon Kroiß die Kugel in
Rücklage nach schönem Festmachen durch Puzycha von der Strafraumlinie drüber
(25.).
Danach sollte sich der Wind jedoch drastisch drehen. Nach Niklas Tietjens´ zu
zögerlichem Strafraumraumintermezzo noch erleichtert durchgepustet (33.),
handelte sich die Streamertruppe um den heuer unpässlichen Maximilian Stemmler nur
Sekunden später einen Platzverweis, drei Verwarnungen und Levin Cammanns
platziertes Strafstoßtor in die linke untere Ecke ein (36.). Was war passiert?
Im Laufduell schob Kapitän Auge gegen Levin Cammann die Zehen gen Ball. Den
Angreifer damit zu Fall gebracht, war allerdings auch eine Ballberührung dabei.
Aus dem Mittelkreis hatte Schiedsrichter Marco Kopp (SC Sternschanze) einen
nicht ballorientierten Einsatz wahrgenommen. Der klassische Fall einer
Tatsachsenentscheidung.
Vicky nun also zum Umstellen gezwungen, verzichtete fortan in einem auf
„Nadelstiche“ ausgelegten 4-3-2-System auf eine klassische Sturmspitze.
Offensivmomente, wie Puzychas Heber mit dem Rücken zum Ziel (44.), fanden daher
lange keine Nachahmer.
Stattdessen drückten die Gäste ordentlich auf die Taube, generierten viele
Offensivstandards, von denen einer schließlich zum vermeintlichen 2:2 führte,
doch der knappe Abseitspfiff erlöste die hier zuordnungslosen Hausherren (50.).
Danach verflachte die umkämpfte Partie (insgesamt 15 (!) verteilte Karten), bis
die überzähligen Orangenen eine wilde Schlussphase mit dem nachgeholten
Ausgleichstreffer einläuteten (82.). Der eingewechselte Julien Kampers
vermochte es zwar nicht, eine hohe Hereingabe am zweiten Pfosten zu veredeln,
nur bekamen Victorianer anschließend einfach keine Klärung in die Szene. Werner
durfte noch einmal flanken und Levin Cammann verwertete aus kurzer Distanz.
Fraglich nur, ob Giesecke das Spielgerät tatsächlich erst hinter der Linie
zwischen die Griffel bekam. Der Schiri entschied jedenfalls auf Tor für den 1.
FC Quickborn, der anschließend durch seinen kantigen Toptorschützen nur knapp
an der Führung vorbei, beziehungsweise drüber, schrammte (83.) und auch bei
Cammanns Schusschance im Sechzehner (Giesecke packte zu) mehr versprochen bekam
(90.).
Die Dinge kamen schlussendlich aber ganz anders, führte Fatos Govoris
Ampelkarte nach taktischem Foul (der Eingewechselte stand gerade einmal eine
halbe Stunde auf der Koppel) den Gegner nicht nur personell zurück ins Match
(85.).
Blau wieder voll in der Verlosung und mit Marc Vorderstraßes abgefälschtem
Versuch auch wieder offensiv nennenswert vorstellig (90.+3), ehe der direkt
folgende Eckstoß des ansonsten glücklosen Alexander Keck tatsächlich genau in
den Fünfer segelte, wo Leon Kroiß das entscheidende Kopfballduell gegen seinen
Vornamensvetter Cammann gewann und den Primus damit in der Nachspielzeit in
maximale Ekstase köpfte.
Lange fünf Minuten mussten Keck und Co aber noch um den erkämpften Dreier
zittern. Mit dem steten Gewinn der wichtigen Mittelfeldzweikämpfe und einer gar
nicht mal so schlechten 48 Meter-Bogenlampe von Keck (90.+6) nahm man am Ende
geschickt die nötigen Sekunden von der Uhr. Die Wintermeisterschaft der
Kreisklasse 6 war damit mehr als bestätigt. Sieben Zähler Vorsprung auf
Verfolger TuRa Harksheide III und deren acht jetzt auf den FCQ auf Rang drei versprechen
den vielen tausend Zuschauern in den sozialen Netzwerken eine virtuelle
Meisterschafts- und Aufstiegsfeier.
Tore: 1:0 Nawparwar (8.
Puzycha), 2:0 Auge (14.), 2:1 Levin Cammann (36., Strafstoßtor, Auge an Levin
Cammann), 2:2 Levin Cammann (82. Werner), 3:2 Kroiß (90.+3, Keck)
gelb-rote Karte: Govori (1. FC
Quickborn II, 85., wiederholtes Foulspiel)
rote Karte: Auge (SC Victoria V,
34., Notbremse an Levin Cammann)
Schiedsrichter: Marco Kopp (SC
Sternschanze)
Zuschauer: 85
Spielbericht SC Victoria Hamburg 1.B - SV Rugenbergen 1.B
Testosteron-Überschuss
Kartenhagel
und fliegende Fäuste im und nach hitzigem U17-Oberliga-Fight
Fußball oder doch Preisboxen? So ganz wusste man nicht, in welcher Sportart sich
einige Beteiligte da auf der grünen Kunstwiese im Stadion Hoheluft übten. Fliegende
Fäuste und insgesamt fünf (!) rote Karten ließen den U17-Oberliga-Kick zwischen
dem SC Victoria und dem SV Rugenbergen jedenfalls zu einer echten Farce
eskalieren.
Tabellarisch waren die Rollen nicht nur im Vorfeld klar verteilt. Denn nach
anfänglicher Beobachtungsphase eröffnete der SVR als Mitglied der Tabellenführer-Verfolgergruppe
das Feuer auf den Vicky-Kasten, den Jarmo Madeee im Abtauchen gegen einen
Lamoller-Distanzschuss erstmals zu verteidigen hatte (13.).
Ähnliches war dem großgewachsenen Goalie auch im Duell mit Maximilian Pein gelungen,
doch das Verkürzen des Winkels sollte nur eine Fußnote dieser Szene blieben.
Johann Lamoller war nämlich mitgelaufen und versenkte den zweiten Ball am
langen Pfosten zum nicht unverdienten 0:1 (20.).
Immer wieder schickten sich die Gäste in der Folge an, den Vorsprung zu
verdoppeln, doch ohne die letzte Entschlossenheit im Abschluss ließ man den
traditionell extrem hoch verteidigenden Aufsteiger doch am Leben. Und kaum
hatte dieser personell gleich dreifach umgestellt (34.), war neben einer klar
verbesserten Defensivstruktur auch im Spielaufbau etwas Konsistenz zu erkennen.
Vor allem brachte Victor Ende mal etwas Dynamik ins Geschehen, was den Joker
prompt zum Torvorbereiter machte. Über rechts einmal durchgestartet, bediente
er Finley Dresemeyer, der auch aus der direkten Bewegung nichts an seiner
Treffsicherheit einbüßt – 1:1 (45.+5)!
Ein Zwischenstand, der auch zu Beginn des zweiten Abschnitts trotzdem weiter schmeichelhafter
Natur war. Vor allem deswegen, weil es die Bönningstedter verstanden, nach
jedem Vicky-Fehler sofort ins pfeilschnelle Umschalten zu kommen. So legte sich
der SCV das 1:2 per Ballverlust quasi selbst ins Nest. Jacob Jahns war
plötzlich mit großen Schritten im Zwei-gegen-Zwei angekommen, zog nach innen
und versenkte höchst selbst gegen Madees Laufrichtung zur erneuten Führung
seiner Rot-schwarzen (53.).
Von nun an rückten Technik und Taktik mehr und mehr in den Hintergrund. Die
Zweikampfintensität stieg und mit ihr auch der Diskussionsbedarf der
Betroffenen und derer, die sich auf den Rängen als solche fühlten. Der
Kartenhagel des überforderten Jungschiedsrichters begann und mit ihm wurde es
fast logischerweise etwas übersichtlicher auf dem Platz. Als erstes erwischte
es Vickys Josh Tietje mit der wohlverdienten Zeitstrafe (Rudelbildung +
Foulspiel, 69.), ehe ihm mit Kaan Yildirim (zweimal Foul) der eigene Kapitän
temporär an den Spielfeldrand folgte (72.). Wie gut, dass sich der
Schiedsrichter bei der ersten Hinausstellung noch regeltechnisch korrigieren
ließ, hatte er Tietje per im Jugendbereich nicht vorgesehener „Ampelkarte“
eigentlich für den Rest der Partie ausgeschlossen…
Mit Tietje, der zwischendurch Gäste-Schlussmann Frederic Poll einmal aus 18
Metern herausforderte (65.), aber wenig später ohne seinen Kollegen Luka Malic,
der seine Grätsche im Mittelfeld deutlich zu spät ansetzte (glatt Rot, 74.),
ging es in die Schlussphase, in der es der SV Rugenbergen nicht vermochte, den
Sack durch Jahns vorzeitig zuzumachen (80. & 80.+7). Zu allem Überfluss
verlor der SVR mit Merd Marhan ebenfalls einen Akteur an einen Feldverweis auf
Dauer, der angesichts des Einsteigens von der Seite reichlich überzogen
daherkam (80.+3.).
Als überzogen darf bei aller Freude über den letztlich knappen Auswärtserfolg
auch Lamollers demonstrativer Jubel ins Gesicht von Gegenspieler Arthur Richard
bezeichnet werden. Dass der erst in der Nachspielzeit eingewechselte
Victorianer dies mit physischer Gewalt quittierte, geht jedoch ebenfalls über
das verständliche Maß hinaus. Was daraus folgte: Massengerangel, Geschubse,
Geschlage; pubertierende Halbstarke im Würgegriff ihres Testosteronüberschusses.
Richard und Mitspieler Bruno Armour erhielten daher zu Recht noch den roten
Karton – ebenso wie Lamoller, dessen Disziplinarstrafe allerdings keine
Erwähnung in den Online-Eingaben des Schiedsrichters fand. Ein Einsatz des
wenig vorbildhaften Spielführers am kommenden Pokalsamstag beim Landesligisten
SC Sternschanze ist daher durchaus wahrscheinlich.
Gott sei Dank erst am Sonntag schlägt derweil der wieder einmal disziplinarisch
fragwürdig aufgetretene SC Victoria an der Sternschanze auf, wenn ebenfalls im
U17-Pokal die dankbare Aufgabe gegen die klassentiefere SCS-Zweite auf dem
vorweihnachtlichen Restprogramm 2024 steht.
Tore: 0:1 Lamoller (20.
Pein), 1:1 Dresemeyer (45.+5, Ende), 1:2 Jahns (53.)
Zeitstrafen: Tietje (69.,
Rudelbildung + Foulspiel), Yildirim (72., wiederholtes Foulspiel) – keine
rote Karten: Malic (74., grobes
Foulspiel), Richard (nach Spielende, Tätlichkeit), Armour (nach Spielende,
Tätlichkeit) – Marhan (80.+3, grobes Foulspiel), Lamoller (nach Spielende,
Tätlichkeit)
Schiedsrichter: Finn Louis Oberdörfer
(Hamburger SV, Note 6: bekam den Laden ohne stabile Persönlichkeit und
Präsentation gegenüber den Spielern überhaupt nicht in den Griff, hinzu mit einem
Regelfehler bei Tietjes gelb-roter Karte (69.) und der Fehleinschätzung von Marhans
Einsteigen von der Seite als grobes Foul (80.+3), warum bereits in der wenig
unterbrochenen ersten Halbzeit acht Minuten nachgespielt wurden, war indes
ebenso wenig nachvollziehbar.)
Zuschauer: 75

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