Samstag, 11. Oktober 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder IV - SC Union 03 II

Torjäger glänzt als Ersthelfer
Beinbruch: Kellerduell der Kreisklasse 11 angebrochen

Keine Antwort auf die Frage, wer sich denn im Kampf gegen die rote Laterne der Kreisklasse 11 absetzen kann, lieferte am Samstagnachmittag der Kick zwischen der Vierten des FC Alsterbrüder und der Reserve des SC Union 03. Spielabbruch hieß es nämlich nach 20 Minuten der fortwährenden Behandlung eines Beinbruchs auf dem Platz. Ehrensache, dass die Alsterbrüder der Bitte von Union-Coach Klaus Westphal sofort nachkamen.
Der Spielverlauf war den Gastgebern bis dahin äußerst genehm. Mit der flüssigeren Spielanlage häuften sie schnell ein Plus an Torchancen an, wobei vor allem Christopher Jäger herausragte. So gab der „43er“ nicht nur den ersten FCA-Versuch des Spiels ab (3.), sondern bereitete auch die zunächst beste Gelegenheit seiner Farben mustergültig per Steckpass vor. Nur Kollege Michael Störtkuhl machte nicht perfekt mit: der Heber überragte nicht nur den Schlussmann, sondern auch dessen Gehäuse (4.).
Nach etwas mehr als einem Viertel der angedachten Spielzeit kamen jedoch auch die Unioner einmal gefährlich vor die Kiste, als Oskar Stehling Marlon Crentsil bediente, Lars Unger-Riedner aber solides Torwart-Können auf der Linie bewies (25.).
Zehn Minuten später zeigte Jäger drüben, wie es besser geht. Moritz Klosters Flugball aus der Innenverteidigung nahm der Offensivmann passend mit, um zentral vor dem Quader flach rechtsunten zum insgesamt verdienten 1:0 einzulochen (35.).
Erst der sechste Saisontreffer seines Teams im sechsten Match – und es sollte heute kein weiterer dazukommen, denn kurz darauf knallte Union-Verteidiger Emre Cakmak im Kampf um den Ball mit einem Gelb-blauen zusammen und blieb schreiend am Boden (38.). Rasch wurde klar: hier ist etwas Ernstes geschehen! Torschütze Jäger, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Universitätsklinikums Eppendorf fundiertes Wissen zur Erstversorgung helfend einbrachte, übergab schließlich ans zügig angerückte RTW-Personal, das eine ganze Weile brauchte, den Verletzten intravenös mit Schmerzmittel zu versorgen.
Schiedsrichter Saber Ghazouani (Hamburger SV), der die Partie bis hierhin vorzüglich leitete, brach das Aufeinandertreffen schlussendlich ab.
Da sich die Beteiligten darüber einig waren, dürfte der Hamburger Fußballverband das Spiel in Kürze komplett neu ansetzen. Cakmaks Schien- und Wadenbeinbruch ist bis dahin hoffentlich den Umständen entsprechend gut verheilt.

Tore: 1:0 Jäger (35. Kloster)

Schiedsrichter: Saber Ghazouani (Hamburger SV)

Zuschauer: 20

besonderes Vorkommnis: Spielabbruch wegen einer schwerwiegenden Verletzung des Unioners Emre Cakmak (45.+13).


Glänzte als Torjäger und Ersthelfer: Christopher Jäger.



Sonntag, 5. Oktober 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV 2.A - SC Victoria Hamburg 1.A

Sechserkette zu spät aufgelöst
Lange zu defensive Vicky-U18 verliert Derby beim ETV

Derby-Sonntag in Hamburg-Eimsbüttel, doch so richtiges Feuer kam im 17 Uhr-Spiel der U18-Oberliga zwischen dem Eimsbütteler TV und dem SC Victoria erst ansatzweise in der Schlussphase auf.
Der Regionalliga-Unterbau des ETV durch die 0:4-Niederlage BUs mit der Chance auf Rang zwei, diktierte das Geschehen im Duell der Teams, deren Heimspielstätten tatsächlich nur einen kräftigen Steinwurf entfernt liegen, mit massigen Spielanteilen gegen einen SC Victoria, der sich wiederum teils mit einer Sechserkette hinten einigelte. Guter Nährboden für einen unterhaltsamen Abend bei immer wieder aufziehenden Regenschauern war dies sicherlich nicht.
Zweimal musste der SCV dennoch in höchster Not klären (8. & 10.), ehe die Mauer kurz vor der Pause dann doch zu Staub zerfiel. Elias Baldé wählte in der Vicky-Hälfte einfach mal das Solo, um es im Stile eines Slalomläufers auszuführen und letztlich ins leere Gehäuse abzuschließen (43.).
Endlich fühlte sich daraufhin auch der Tabellenneunte einmal dazu berufen, einmal offensiv vorstellig zu werden, köpfte Ex-ETVer Finley Dresemeyer eine Cisse-Ecke gefährlich, aber für John Alimehmeti nicht unhaltbar, auf den ETV-Kasten (45.+2).
Mit dem zweiten Abschnitt war der Elan dann aber wieder verflogen. Vor allem nach dem 2:0, das der starke Lenny Gröning viel zu einfach über rechts vorbereiten und Milo Beutner am zweiten Pfosten erzielen konnte, waren die Gelben wieder erfolgreich zurückgedrängt (50.).
Erst, als sich der eingewechselte Finn Lux so langsam als Funkturm im Angriffszentrum akklimatisierte, schienen die Gäste hier ernsthaft Zählbares zu glauben. Der ebenfalls eingewechselte Maksim Marinkovic brachte Alimehmeti von halblinks im Strafraum zumindest in Handlungsnot (72.).
Belohnt wurde das nun deutlich höhere Vicky-Engagement aber erst vier Minuten vor dem Ende, als der bis dahin völlig wirkungslose Dresemeyer nach Foul an Bojan Pavlovic die Vorteilssituation erkannte und flach zum 2:1-Anschlusstreffer versenkte (86.).
Nun war es endlich das emotionale Derby, dessen setzte Augenblicke der ETVer Tamay Dagci nach einem etwas sehr vehementen Stoßen ohne Ballaktion und der fälligen roten Karte von draußen erleben musste (90.+3).
Seine verbliebenen zehn Kollegen verteidigten jedoch konzentriert, um im Konter gar die dicke Chance zur Vorentscheidung zu erhalten. Nach schnellem Gegenzug über Baldé entschied sich Till Newie aber uncleverweise für den eigenen Abschluss, anstatt noch einmal für den besser postierten Mitspieler querzulegen (90.+5). Am Ende egal, reichte es auch so für den nunmehr dritten Heimsieg und den Sprung auf den Vize-Thron von Hamburgs höchster U18-Spielklasse.

Tore: 1:0 Baldé (43.), 2:0 Beutner (50. Gröning), 2:1 Dresemeyer (86. Pavlovic)

rote Karte: Dagci (Eimsbütteler TV, 90.+3, Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Jacob Marquardt (SV UH Adler)

Zuschauer: 55




Freitag, 3. Oktober 2025

Spielbericht Holsatia/TSV Sparrieshoop/FC Elmshorn 1.Ü60 - FC Union Tornesch 1.Ü60

Pokalweiterkommen in Kurzarbeit
Verfrühter Abpfiff im Ü60-Pokal: Union Tornesch souverän bei Holsatia  

Knapp mit 2:1 siegte die Ü60 des FC Union Tornesch in der Liga durch ein spätes Tor von Hisham Amer (65.) am zweiten Spieltag in der Liga bei der Spielgemeinschaft Holsatia/TSV Sparrieshoop/FC Elmshorn; im Pokal ging es nun etwas deutlicher zu Gunsten der Supersenioren in weiß zu.
Zum abendlichen Ausklang des Einheitsfeiertags präsentierten sich die Elmshorner zwar anfangs abschlussfreudiger, die Kugel besser laufen ließ aber Union. So erstmals ganz vorne, als Renato Engel im Doppelpass mit Peter Grupe in perfekte Einschussposition zum 0:1 kam (8.).
Klassisch Britisch machten sie es nach etwa der doppelten Spielzeit. Diesmal flankte Peter Jäckel von rechts, sodass der baumlange Grupe im Obergeschoss mühelos das 0:2 erköpfen konnte (14.).
Die Hausherren in der Folge bemüht, den Zugriff über Zweikämpfe wiederzuerlangen, doch die besseren Chancen blieben weiter Union vorbehalten. Ein Ping-Pong-Spiel im Strafraum beendete Holle-Fänger Heinz-Peter Meyn mit beherztem Zupacken (18.), ehe er einen Engel-Kopfball quasi vorbeischaute (29.).
Kurz vor der Halbzeit hatte Bernd Ruhser dennoch gleich zweimal den Anschlusstreffer auf dem Fuß, als erst auswärts-Goalie Carsten Schulz mit seinem Fuß und ein Vordermann mit dem Körper im Weg standen (32.).
Auch nach der Pause war den Gestreiften, die in den vergangenen Jahren durchaus die eine oder andere Trophäe erspielten, das Engagement nicht abzusprechen. Zum Beispiel versuchte es Torsten Sierk mit zwei Fackeln aus dem Hintergrund (Schulz packte beherzt zu, 40. Und wischte die Kugel über die Querstange, 48.).
Das (vorentscheidende) Tor fiel aber auf der Gegenseite, als wieder Gruppe im Doppelpass mit Engel das fein herausgespielte Kontertor zum 0:3 auf den gut bespielbaren Rasen am Koppeldamm zelebrierte (56.).
Und weil der Gegenangriff durch die etwas luftig gestaffelten Reihen des geschlagenen Widersachers so wunderbar klappte, legten die Mannen aus dem Torneum kurzerhand noch den 0:4-Endstand obendrauf. Torschütze: Michael Luttmann (64.).
Ob Luttmann und Co bei voller Spielzeit (Abpfiff nach 66 Minuten) noch einen draufgesetzt hätten? Spekulation. Fakt ist dagegen der letztlich ungefährdete Einzug ins Viertelfinale, wo in vier Wochen ein erneutes Auswärtsspiel, diesmal beim SV Eidelstedt, ansteht.

Tore: 0:1 Engel (8. Grupe), 0:2 Grupe (14. Jäckel), 0:3 Grupe (56. Engel), 0:4 Luttmann (63.)

Schiedsrichter: Herbert Seibicke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 15




Donnerstag, 2. Oktober 2025

Spielbericht TSV Flintbek - Kieler MTV

Joker Düzgün sorgt fürs Pokal-Déjà-vu
Wieder 2:1 gegen den Kieler MTV: TSV Flintbek beißt sich im Mittelfeld fest

Mittelfeld pur am Donnerstagabend in Flintbek! Während der hiesige TSV mit dem zweiten Erfolg hintereinander im Mittelstück der Verbandsliga Ost festsetzen konnte, bekam der starke Neuling aus Kiel einen kleinen Bremsklotz auf dem Weg ins obere Drittel vors Getriebe geworfen.
Absolut nicht mittelmäßig präsentierte sich im ersten Drittel der 90 Minuten die Heim-Elf, die es bestens verstand, den Gegner auf ihrem eng bemessenen Kunstrasen konsequent unter Stress zu setzen und selbst durchaus ansehnlich zu kombinieren. Die Kieler oft nur in der Rolle des Reagierenden, was früh ordentlich in die Hose ging, als Timo Zilz den TSVer Torben Frahm im Sechzehner auflaufen ließ und somit Niklas Kocks Strafstoßtor zum 1:0 heraufbeschwor (8.).
Bei einer Ratjen-Schusschance nach zuvor schwacher Klärung durch Luca Bourreau lag gar die Verdopplung in der Luft, doch das Leder verfehlte sein hehres Ziel (12.).
Ansonsten mussten sich die Hausherren jedoch zwei Vorwürfe gefallen lassen: zu selten kamen sie an vorderster Front zum gefährlichen Abschluss und zu sehr ließen sie die Zügel nach etwas mehr als einer halben Stunde schleifen.
Mit dem nun endlich vorhandenen Platz wusste der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt sofort etwas anzufangen. Eine Doppelchance auf halbrechts, nachdem Kolja Baeskow den feinen Diagonalball spielte (40.), deutete jenes Szenario an, das im zweiten Durchgang tatsächlich Einzug erhalten sollte. Diesmal erhielt Ben Henningsen einen hohen Ball, um in der Parzelle zunächst geblockt zu werden, doch weil Kollege Louis Reinicke voll in der Szene blieb, setzte es das Ausgleichstor durch den Kapitän.
Plötzlich schien der dritte Sieg in Serie für die Männerturner gar nicht mehr so unrealistisch, zumal sich für Janne Rudolph eine feinste Chance im Umschalten bot. Um das Tor zu treffen, sollte man allerdings zunächst den Ball sauber erwischen (66.)…
In der bis dahin ausgeglichenen Schlussphase drehte sich das Geschehen dann aber gegen den amtierenden Kreisliga-Vizemeister, verlor dieser erst Reinicke, dessen Knöchel einer robusten Ballbehauptung Jonas Roempkes zum Opfer fiel verletzt (84.), ehe kurz darauf ein tiefes Frahm-Zuspiel exakt Joker Sahin Düzgün fand und dieser seinen bisher nur drei Minuten andauernden Einsatz mit dem eiskalten 2:1 in die lange Ecke veredelte (87.).
Duplizität der Ereignisse, triumphierten die Roten bereits im Kreispokal-Semi-Finale mit derselben Tor-Folge (bei anderen Treffer-Minuten) mit 2:1 gegen die Jungs vom Professor-Peters-Platz. Um dies an diesem Donnerstagabend zu verhindern, warfen sie zumindest kämpferisch noch einmal alles in die Waagschale – bis der leidenschaftlich geführte Kick in Nachspielminute acht vom insgesamt umsichtigen Martin Herpel (Husumer SV) abgepfiffen wurde. Für die TSV Flintbek der Lohn einer pressingstarken Anfangsphase, eines guten Trainer-Wechselhändchens und eines nicht schönen, aber effektiven Zeitmanagements auf den letzten Metern der Partie.

Tore: 1:0 Kock (8., Strafstoßtor, Zilz an Frahm), 1:1 Reinicke (52. Henningsen), 2:1 Düzgün (87. Frahm)

gelbe Karten: Roempke, Buessau – Baeskow, Woywod, Rudolph

Schiedsrichter: Martin Herpel (Husumer SV)

Zuschauer: 65

Dienstag, 30. September 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder III - VfL Hammonia III

Varettos kitschiger Abschiedstango
Doppelpack und Pokal-Derby-Sieg vor der Argentinien-Rückkehr  

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beschloss die dritte Mannschaft des VfL Hammonia ihren wirklich bemerkenswert erfolgreichen September. In der Liga zehn Punkte aus vier Spielen und im Pokal schossen sich die Kicker aus dem Schanzenviertel im Derby gegen die Alsterbrüder-Dritte sauber ins Achtelfinale.
Alles im Lot, beim VfL, wäre da nicht der wehmütige Abschied von „Hammonia-Legende“ Gaston Varetto, den es nach knapp drei Jahren zurück in die Argentinische Heimat zieht. Entsprechend erfolgreich sollte – so der Plan – der letzte Tango des Vereinslieblings bei wenig südamerikanischen Herbst-Bedingungen am Dienstagabend vonstattengehen.
Den ersten Abschluss der Partie verzeichneten jedoch die Gastgeber, bei denen Geraldo Schmidt mit etwa sieben verfehlten Metern belegte, dass er im Zentrum der defensive Viererkette schon richtig aufgehoben ist (7.). Keine Gefahr jedenfalls für Jonas Rügge, der den beim Aufwärmen verletzten Fynn Reuter tadellos vertrat.
Freiflugmeilen sammelte quasi Gegenzug sein Gegenüber, als Dominik Schmuck Hammonias ersten Versuch sehenswert aus dem Winkel fischte (8.) und auch einen tückischen Ndiessome-Freistoß ins Tor-Aus schaufelte (12.).
Ein starker Beginn des FCS-Torwarts, der sich wenig später jedoch unfreiwillig zum Löffel machte. Ohne Gegnerdruck spielten sich die Gäste durchs Zentrum zu Lautaro Gordiola, dessen Hereingabe weit und breit keinen Verbündeten fand, doch weil Schmuck beim Entsorgungsversuch Verteidiger Frederik Knümann anschoss, landete das Leder tatsächlich doch noch im Tor – ein 0:1, wie es in Arnd Zeiglers Rubrik „Kacktor der Woche nicht besser hätte gezeigt werden können (18.)!
In der Folge nutzten die Hammonen das Momentum jedoch nicht aus. Erst in der munteren Schlussphase des ersten Abschnitts näherte man sich beispielsweise durch einen schnittigen Dogu-Rechtsschuss aus 16 Metern wieder an (38.), während auch die Alsterbrüder aussichtsreich aufwarteten. Halbrechts vor zwei-Meter-Koloss Rügge zielte Victor Radtke nicht genau genug: Fußabwehr (39.)!
Aber was machte eigentlich Hauptprotagonist Varetto? Der arbeitete fleißig fürs Team und erlief sich kurz nach der Pause einen langen Krämer-Schlag, um den anschließenden Lupfer zwar über den herausstürzenden Schmuck, aber auch über das Tor zu setzen (47.).
Die zweite Chance folgte jedoch rasch, resultierte ein verkorkster Knümann-Freistoß in Hammonias Konter, den Hüdayi Dogus Bogenlampe unorthodox ins letzte Drittel führte. Mit viel Einsatz verschaffte sich Varetto schließlich die Position, das Runde mit dem Kopf über den Torwart und abschließend mit dem Fuß über die Linie zu bringen (56.). Jubel, Trubel, Herzlichkeit: DAS sind die Geschichten, die den Fußball so liebenswert machen!
Und es wurde noch kitschiger. 71. Minute: Roberto Rodriguez Estevez mit der flachen Ecke, die durchgelassen bei Varetto im Zentrum landete und schon der Doppelpack zum 0:3 geschnürt! Genug also der Taten für den heuer als Kapitän aufgelaufenen 30-Jährigen, dessen Fußballer-Zeit in Deutschland um 21.35 Uhr Ortszeit mit der Auswechslung zu Gunsten von Landsmann Sebastian Pignatelli einen applausträchtigen Rahmen fand (76.).
Gegen den Rahmen zielte unterdessen Kollege Dogu, dessen Alu-Treffer das Gestänge mächtig in Bewegung brachte (57.). Glück in dieser Szene für Tormann Schmuck, der sich wenig später in Aktion verletzte und durch Paul Altenburg ersetzt wurde (61.).
Im Verlaufe der unnötig üppigen Nachspielzeit fing sich der gelernte Feldspieler im Ausflug aus der eigenen Parzelle noch das 0:4, das Oleksandr Bobrovskyi im Duett der Joker clever für Pignatelli in den Rückraum auflegte. Das Urgestein, eigentlich nicht als Torjäger bekannt, machte es mit dem gefühlvollen Heber von rechts butterweich zum 0:4-Endstand (90.+3), den das drüben eingewechselte Eigengewächs Johann Bierendt (82.) und der ebenfalls aus der FCA-Jugend stammende Henry Lyons per Doppelchance (90.+6) nicht für die Blauen aufgehübscht bekamen.
Hammonias Drittvertretung bleibt damit im Lostopf für das Ende Oktober steigende HFV-Pokal-Achtelfinale, was nebenbei auch für den Bruch eines persönlichen Banns bei Julian Höger aus dem Trainerstab sorgte: „Ich verliere hier immer – außer als Senior“, unkte Hammonias Mannschaftsallrounder mahnend trotz der Favoritenrolle vor der Partie. Heute war dem Fußballgott eben nach Fußballromantik in albiceleste…

Tore: 0:1 Knümann (18., Eigentor, Gordiola), 0:2 Varetto (56. Dogu), 0:3 Varetto (71. Rodriguez Estevez), 0:4 Pignatelli (90.+3, Bobrovskyi)

gelbe Karten: Nieuwenhuizen, Knümann – Maza, Varetto, Bobrovskyi

Schiedsrichter: Sten Reissner (FC St. Pauli)

Zuschauer: 25

Sonntag, 28. September 2025

Spielbericht FC Teutonia 05 1.A - Walddörfer SV 2.A

„Zweite-Hälften-Krise endgültig beendet“
Wieder kein Leistungsabfall: Walddörfer SV-2008er siegen sich unten heraus

Im Duell der (bisher) Enttäuschten der U18-Oberliga räumte der WSV in gleich mehreren Punkten mit dem vorläufigen Saisonverlauf auf. Denn neben der Ergebniskrise ist laut Mittelfeld-Stratege Arthur Schreiber auch die zuletzt frappierende „Zweite-Hälften-Krise endgültig beendet“. Schon unter der Woche war das Novum von mindestens gleichwerten zweiten 45 Minuten bei siegreichem Ertrag gegen den Harburger TB (3:1) geglückt, um es diesmal über beide Hälften gänzlich souverän zu lösen.
„Wir haben heute über 90 Minuten gezeigt, dass wir wirklich guten Fußball spielen können und sehr, sehr viel spielerisch lösen können – und auch wollen!“, frohlockte Schreiber im Lobgesang, der trotz gewichtiger Überlegenheit und einigen Chancen (wieder so ein Merkmal der Roten) erst spät im ersten Abschnitt ergebnistechnische Untermauerung erfuhr. So zirkelte der Neuzugang vom SC Sternschanze seinen Freistoß zu genau an den Innenpfosten (30.), während ihm der Assist für einen Doberitz-Treffer von der spät erhobenen Abseitsfahne vermiest wurde (38.). Im nächsten Anlauf hatte das Gespann schließlich keine Beanstandungen, als sich Phil Bossen „mit einer Körperfinte“ erst „massig Platz verschaffte“, um beim Pass „ein bisschen Glück“ zu haben, dass „der Innenverteidiger da nicht richtig rankommt“. Dadurch fand das Leder den Weg zu Malte Doberitz, der „das vor dem Tor gut gemacht und das verdiente 0:1 erzielt hat“ (41.), erläuterte Walddörfers Nummer 20, die genau wie Kollege Leo Amtsberg (48.), zu Beginn des zweiten Abschnitts weitere Abschlüsse versuchten (54. & 72.).
Nur einmal – um es vorwegzunehmen – wackelte der komplikationslose Auswärtserfolg, als eine Unachtsamkeit Teutonias Shayan Taheri in Position beförderte, dieser jedoch zu unplatziert in den Eingriffsbereich des Torwarts zielte (58.).
„Uns ist besonders gut gelungen, dass wir wirklich nur sehr, sehr wenige hohe, lange Bälle geschlagen haben. Ja, es waren immer wieder Chip-Bälle hinter die Kette mit dabei, aber wir haben wirklich fast alles flach gelöst. Das war wirklich gut und hat nochmal unsere Qualität gezeigt!“, erfreuten sich die Gäste ansonsten über das Gros der Spielzeit an ihrer Lust am gepflegten Ballsport, die den kurz zuvor eingewechselten Jarno Köster in Form eines tiefen Duve-Anspiels gen Grundlinie schickte. Trotz „viel Ziehen und Zerren“ behielt der Joker „Ruhe und Übersicht“, um auch Goalie John Walter cool nach oben links zu überwinden (74.). Die Partie damit vorzeitig entschieden, zu limitiert waren die Möglichkeiten des Tabellenvorletzten, den Walter mit einem Block gegen Leandro Duve vor weiterem Unheil bewahrte (90.).
Einmal noch musste der Ex-Nienstedtener das Leder aber dennoch aus dem Netz holen: Abwehrrecke Linus Polster versenkte nämlich einen „klaren Elfmeter“, nachdem Perry Redner den emsigen Köster „unschlau abgeräumt“ hatte (90.+3), zum 0:3-Endstand.
Grund zur Freude also beim Aufsteiger, der seine Englische Woche mit zwei Siegen und einer Niederlage beendete. „Das finde ich auch in Ordnung“, resümierte Schreiber, dem der eng getaktete „Rhythmus sehr gut gefällt“. „Dadurch hast du die Möglichkeit, wenn du am Wochenende unglücklich verloren hast, unter der Woche direkt ein Zeichen zu setzen. Das haben wir hinbekommen! Wenn man dann auf die ersten zwei Spiele (jeweils vermeidbare Niederlagen gegen Mitaufsteiger) guckt, ist das umso ärgerlicher, dass wir davon nicht eines zumindest gewonnen haben; dann ständen wir schon mit neun Punkten da, die auf jeden Fall verdient gewesen wären. Aber im Großen und Ganzen gefällt mir die Englische Woche.“. Kein Wunder, sprang man vom „total ungerechtfertigten elften Platz“ auf den „deutlich gerechteren“ Rang sieben.

 Daheim gegen den bereits aus der Vorbereitung bekannten Niendorfer TSV winkt am kommenden Wochenende sogar der Anschluss ans obere Tabellendrittel. „Wir haben zwar gegen Niendorf in der Saisonvorbereitung gesehen, dass da große Differenzen zwischen uns in den Teams liegen und wie brutal wir da doch spielerisch besser sind, aber wir dürfen das nicht unterschätzen. Die haben jetzt oft auf den Kopf bekommen; die werden weiterhin weiter gewinnen wollen. Deswegen müssen wir da hochmotiviert reingehen!“, mahnte Schreiber, der beim Test-Vergleich, Anfang September, einen Doppelpack zum 6:1-Erfolg beisteuerte, zur Ernsthaftigkeit gegen das punktlose Schlusslicht.

Tore: 0:1 Doberitz (41. Bossen), 0:2 Köster (74. Duve), 0:3 Polster (90.+3, Strafstoßtor, Redner an Köster)

Schiedsrichter: Kiran Kraake (Hamburger SV)

Zuschauer: 50






Spielbericht SV Blankenese II - SC Nienstedten II

Döbrich kommt, gleicht aus und fliegt
Kurzarbeiter sichert SVB-Reserve einen Punkt im Derby

Keinen Sieger fand am Sonntagmittag das West-Derby der Kreisliga 08. Knappe zehn Minuten Autofahrt liegen nur zwischen der SV Blankenese und dem SC Nienstedten. Das Duell der Zweitvertretungen verlief bei wärmender Herbstsonne ebenso eng wie die geographische Lage. Die lautere Musik spielten zu Beginn die Gäste, für die es besonders interessant wurde, wenn sie ihr Personal auf außen mitnahmen. So geschehen nach einem knappen Dutzend an Spielminuten, als Mats Zur Mühlen aus dem Zentrum Linksläufer Romano de Mas in Szene setzte und der als Model und DJ Aktive stilsicher flach zum 0:1 vollendete (11.).
So sollte es eigentlich auch bei einem Angriff über rechts laufen, doch diesmal bolzte Nienstedtens Rückennummer zehn verheißungsvoll am zweiten Pfosten drüber (17.).
Danach trauten sich auch die erst im Sommer aufgestiegenen Hausherren etwas mehr zu Lasse Grünther scheiterte nach gegnerischem Fauxpas am Innenpfosten (21.), ehe Ole Schiller nach von Grünther verlängerter Duncan-Williams-Flanke sogar ins Tor lupfte. Schiedsrichterassistent Ivan Feric deutete jedoch auf Abseits – das war knapp (42.)!
Auch im zweiten Durchgang präsentierten die Hellblauen weiter etwas mehr Zug zum Tor, das Liga-Leihgabe Kevin Rathjen jedoch per Fußabwehr gegen den durchsetzungsstarken Ben Döbrich behände verteidigte (48.). Dass die Heineinnahme Döbrichs im Rahmen eines Vierfachwechsels allerdings ein durchaus kluger Pausen-Zug von Trainer Michael Wegner war, untermauerte das bereits reichlich bezirksligaerfahrene Eigengewächs Mitte der zweiten Hälfte. Einmal mit zu vielen Freiheiten im Strafraum an den Ball gekommen, drosch der Blondschopf das Leder mit rechts hoch mittig zum Ausgleich in die Maschen (69.).
Führungsfreuden, wieder durch einen Döbrich-Treffer erzeugt, zerstörte kurz darauf die erneut erhobene Abseitsfahne (78.).
Nur Sekunden darauf gab es erstmal fünf Minuten Pause in den eigenen Sechzehnern verordnet, nachdem sich ballfern im Mittelfeld ein wenig gegenseitig herumgeschubst wurde (78.). Beteiligte hieran gab es mehrere, sodass neben de Mas aus Nienstedten und dem Blankeneser Grünther auch Döbrich den gelben Karton gezeigt bekam. Blöd nur, dass ihm dies bereits kurz zuvor widerfahren war (72.). Ergo: gelb-rot für die Rückennummer zehn (84.). Da gab es sicher Kandidaten mit größerer Beteiligung an der Szene…
Auch ohne den kurzarbeitenden Aktivposten blieb die Wegner-Elf in der Endphase das bessere Team, um zu fortgeschrittener Nachspielzeit noch den Lucky-Punch auf den Füßen haben, versuchte sich der ebenfalls eingewechselte Niclas Nielsen aus anspruchsvollem Winkel, um dabei an der blockierenden Hand von Goalie Rathje zu scheitern (90.+7).
Ein Punkt, der den Neuling weiter mit drei Zählern Vorsprung über dem Strich hausen lässt, während sich die SCN-Zweite nahtlos in die Remis-Riege in der oberen Tabellenhälfte einfügte. Ein Sieg heute und man wäre bis auf Rang vier vorgestoßen…

Tore: 0:1 de Mas (11. Zur Mühlen), 1:1 Döbrich (68. Karimzadah)

gelbe Karten: Grünther, Korneev, Karimzadah, Schmidt – de Mas

gelb-rote Karte: Döbrich (SV Blankenese II, 84.)

Schiedsrichter: Arne Prior (SV Tonndorf-Lohe)

Zuschauer: 35

besonderes Vorkommnis: Anwendung des STOPP-Konzepts (78.).






Spielbericht FTSV Komet Blankenese 1.Ü40 - HEBC 1.Ü40

Die Null muss stehen…
Novum seit November 2024: HEBC-Senioren ohne Gegentreffer

Drei Niederlagen und ein kampfloses Pokal-Aus gegen den SC Victoria: die Saison 2025/2026 gestaltete sich für die Senioren des HEBC bis dahin freilich in Gestalt einer Erfolgsgeschichte. Entsprechend wohlwollend registrierten die Eimsbütteler den nun endlich eingefahrenen ersten Zähler der Serie.
Im herbstlichen Sonnenschein von Blankenese verdiente man sich den Punkt mit jeder Menge Kompaktheit und einer (meistens) besonnenen Attitüde gegen einen zunächst ordentlich Druck machenden Gastgeber, deren beste Gelegenheit Jascha Kelters nach Hereingabe Mihai Ghitas am Innenpfosten versiegen sah (8.).
Ansonsten bekam der Tabellenletzte den Laden ganz gut dicht, um mit zunehmender Spieldauer selber etwas mutiger nach vorne zu werden. Nach selbst herausgeholtem Ünlü-Freistoß köpfte Dennis Schümann nicht schlecht, aber auch nicht perfekt, in Richtung Komet-Gehäuse (24.).
Mit getauschten Seiten sollte sich das optische Bild nicht groß ändern. Vorsichtiges Abwarten prägte die lange zäh anzuschauende Partie.
Erst in der Schlussphase kanalisierten die Hausherren ihre Unzufriedenheit über den sparsamen Auftritt im Spielerischen zu einer echten Drangphase. Den Anfang machte Baton Morina, der nach Flanke von rechts mit links drüber zielte (68.), ehe die Kollegen Werthmann und Guhl die Pille im Strafraumchaos nicht entscheidend aufs Tor bekamen (70.). Das torlose Remis war damit manifestiert, sodass den Herren in Braun kein Sprung in die obere Tabellenhälfte gelang, während der HEBC mit dem heute coachenden Marcus Klaube (Trainer Francisco Ramos genoss unterdessen die Sonne Griechenlands) erstmalig seit dem 24.11.2024 ein Liga-Spiel ohne Gegentor erlebte. Gegner damals an gleicher Stelle: Komet Blankenese, das durch ein Tor durch Michael Glaser (18.) mit 1:0 besiegt werden konnte.

Tore: Fehlanzeige

gelbe Karten: Ghita – keine

Schiedsrichter: Uwe Meyer (SC Cosmos Wedel)

Zuschauer: 15





Sonntag, 21. September 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder IV - VfL Hammonia IV

Rote Laterne bleibt hängen
2:2 im Nachbarschaftsduell: Erster Punkt für Schlussduo FCA/Hammonia

Keinen Punkt holten die Viertvertretungen von Alsterbrüder und Hammonia in ihren bisherigen vier Partien der Kreisklasse 11. Das 2:2 am Ende des Kreisklasse 11-Kicks am Sonntagabend brachte also beide nicht so richtig weiter.
Geschichten hatte das Match jedoch genügende auf Lage. Da wäre zum Beispiel die Posse um Schiedsrichter Ezatollah Valizadeh (SC Victoria), der zum geplanten Kick-Off um 17.30 Uhr nicht zugegen war, weil dieser zeitgleich noch (unter falschem Namen) ein A-Jugendspiel im nahegelegten Sternschanzen-Park leitete. Mit 20 Minuten Verspätung war der Pfeifenmann schließlich zu Fuß angekommen, um den Ersatzmann aus den Reihen des FCA im Schichtwechsel abzulösen. Übrigens ein Verstoß gegen die Durchführungsbestimmungen: der Schiedsrichter, der das Spiel anpfeift (auch ein Einspringer, auf den sich die Parteien zuvor einigten), muss es auch über die Bühne bringen und beenden.
Kaum hatte der Mann in Alsterbrüder-Gelb (= Leibchen) seine Tätigkeit aufgenommen, flutschte den Gastgebern ein Freistoß von Spielertrainer und Kapitän Lesu Zander zum 0:1 ins Netz (22.). Besonders daran: erstmals seit Mannschaftsgründung im vergangenen Sommer ging die neue VfL-Vierte in einem Punktspiel in Führung.
Und es kam noch besser, für das gemischtgeschlechtliche Team, bei dem auch heute wieder drei Freuen am Start waren, vollendete wieder Zander von halbrechts in die lange Ecke, nachdem ihn Victoria zu Klampen vorne passend bedient hatte (37.).
Von den Alsterbrüdern, die tatsächlich etwas mehr Ballbesitz und die eine oder andere Ecke generierten, kam dagegen kaum etwas Konkretes, bis Frederic Cousin Schlussmann Jonas Rügge zum Reflex zwang, dessen Abstauber Josef Sütterlin aus sieben Metern zum Abschluss hinein piekte (44.).
Fast blöd, dass kurz darauf erstmal Halbzeitpause war und der Auftrieb des Treffers offenbar im hintersten Winkel der Kabine liegen blieb. Die Zweikampfintensität hatte zwar inzwischen zugenommen, doch spielerisch lief beidseitig wenig zusammen.
Erst tief in Hälfte zwei umspielte Hammonias Daniel Bernecker den weit herausgeeilten Lars Unger, doch Spielertrainer Nikita Cardaun rettete für seinen geschlagenen Fänger vor der Linie (73.).
Endlich einmal Schwung in der Bude, kam drüben der eingewechselte Henri Wormuth durch die bislang flüssigste Kombination der Partie zum Abschluss ans Außennetz (75.). Weiter ging das nun muntere Treiben mit Tristan Bauer, dessen Versuch Unger mit leichten Komplikationen zur Ecke ablenkte (82.). Nicht so sein Gegenüber, den Wormuth zum vermeintlichen 2:2 überwinden konnte, doch der Abseitspfiff setzte dem Jubel ein abruptes Ende (84.).
Mit leeren Händen sollten die Gelb-blauen aber letztlich nicht zurückbleiben, bekam Hammonia weder Zugriff auf Flankengeber Nicola Pejica, noch auf den im Sechzehner weiterleitenden Yaniv Golan. Cousin sagte Danke und schloss zum längst verdienten Ausgleich ab (86.).
In den allerletzten Minuten drückten Cousin und Co gar noch auf den Siegtreffer, den ein Block gegen Yigitcan Tokay allerdings verhinderte (89.).
Ein Punkt für beide war es somit geblieben. Der Vorletzte und der Letzte blieben ihren Plätzen damit treu.

Tore: 0:1 Zander (22., direkter Freistoß), 0:2 Zander (37. zu Klampen), 1:2 Sütterlin (44. Cousin), 2:2 Cousin (86. Golan)

Schiedsrichter: Ezatollah Valizadeh (SC Victoria Hamburg)

Zuschauer: 20

besonderes Vorkommnis: Da Schiedsrichter Ezatollah Valizadeh erst verspätet am Spielort erschien, leitete die ersten 20 Spielminuten ein Vertreter des FC Alsterbrüder.





Samstag, 20. September 2025

Spielbericht Eintracht Lokstedt III - SV Rugenbergen III

Auswärts-Prügel für den Primus
2:6 in Lokstedt: SV Rugenbergen III geht erstmalig unter

Den Tabellenführer nicht gestürzt, aber ihm die erste Niederlage zugefügt. Leicht Überraschendes spielte sich am Samstagmittag im Sportpark zu Lokstedt ab, wo der hiesige LFC das Duell der Drittvertretungen gegen den SV Rugenbergen, immerhin verlustpunktfreier Spitzenreiter der Kreisklasse 09, klar für sich zu entscheiden wusste.
Etwas verhalten hatte die ganze Angelegenheit in der Septemberhitze zwar begonnen, doch dafür hatte sie es ab etwa einem Viertel der Spielzeit ordentlich in sich. Levion Krackhardt verzog nach eigenem Ballgewinn im Pressing hauchdünn (22.), ehe auch Jonah Schroeder eine von vielen SVR-Schludrigkeiten nicht zu nutzen wusste: Pfosten (24.)!
Nach etwas mehr als einer halben Stunde schließlich die im wahrsten Sinne des Wortes nachträgliche Bestrafung vom Punkt, scheiterte Kapitän Roman Bühring Hernandez zwar zunächst an Schlussmann Torge Tegelhütter, doch im Nachschuss war Benjamin Johnkes unglücklich stehengelassenes Bein gegen Tristan Trzeciok doch noch gesühnt (32.).
Frust bei T. Tegelhütter, dem ähnliches gleich nochmal wiederfuhr. Diesmal hob Johnke das Abseits für Justo Alfaro Castro auf. Der Goalie rettete, nur war mit Mateo Cabezas wieder ein aufmerksamer Lokstedter zum Abstauber bereit (43.).
Eine Eigenschaft, die Finn Drews und dessen parierten Rückraum-Versuch auf der anderen Seite fehlte (45.)…
Stattdessen besiegelten Joshua Zinnaus Körpereinsatz gegen Cabezas und Trzecioks cooles Verladen des Tormanns den in der Höhe auch verdienten 3:0-Halbzeitstand (45.+4).
Was für ein katastrophaler Samstagmittag, dem Alessandro Cala jedoch wieder etwas Perspektive schenkte, als sein wunderbar getretener Freistoß direkt auf 3:1 verkürzte (48.).
In dieser Phase allerdings nur ein Strohfeuer, wie nicht nur das locker über Trzeciok und Krackhardt herausgespielte 4:1 durch Cabezas belegte (53.).
Weil der LFC in der Folge einige gute Gelegenheiten liegen ließ, konnte der eingewechselte Laurin Kolbe dann aber plötzlich wieder in Schlagdistanz befördern. Allein im Rücken der zu hohen Abwehr schob der Sturmtank sicher zum 4:2 ein (68.). Wäre ihm dies doch bloß noch einmal gelungen (70.)…
Doch auch die Kollegen stellten sich vor der Kiste deutlich zu hektisch an (76.) oder scheiterten wie Finn Drews per ruhendem Ball an Paul Ehrenreich (85.) am Anschlusstreffer.
Den Lokstedtern blieb damit die Pforte zur Vorentscheidung weit geöffnet. Bühring Hernandez vermochte gegen den übergreifenden T. Tegelhütter noch nicht durchzugehen (88.), Cabezas wenig später schließlich doch, schob der Dreierpacker einen M. Meyer-Querpass aus der Nahdistanz zum 5:2 ein (90.).
Gegen den nun kapitulierenden Primus stellte Alfaro Castro in der Nachspielzeit sogar noch auf ein saftiges 6:2 (90.+2).
Ein Stück von der Körperlichkeit einer Rudelbildung am Ende des Spiels (90.+4) und die dennoch weiter ganz oben thronenden Bönningstedter hätten sich kein halbes Dutzend beim neuen Tabellendritten abgeholt.

Tore: 1:0 Bühring Hernandez (31., Strafstoßnachschuss), 2:0 Cabezas (43. Alfaro Castro), 3:0 Trzeciok (45.+4, Strafstoßtor, Zinnau an Cabezas), 3:1 Cala (48., direkter Freistoß), 4:1 Cabezas (53. Krackhardt), 4:2 Kolbe (68. Johnke), 5:2 Cabezas (90. M. Meyer), 6:2 Alfaro Castro (90.+2)

Schiedsrichter: Carl Meyer (Eimsbütteler TV, Note 2,5)

Zuschauer: 15