Hilflos
Richtung Fahrstuhltür
Kein
Aufbäumen im Heimspiel: SV Lieth trudelt weiter abwärts
Man nehme die Bezirksliga West-Tabelle der letzten Winterpause und vergleiche
sie mit der aktuellen. Dezember 2024: Die SV Lieth um Torjäger Jan Lüneburg als
Tabellenvierter in Lauerstellung zur obersten Etage, während direkt dahinter
auch die Reserve von Union Tornesch ein ordentliches zweites 24er-Halbjahr (19
Spiele) hinter sich brachte.
Heuer hat Union als konstant inkonstantes Mittelfeldteam mit der Spitze aber
sogar noch mehr zu tun, als die im Sommer zwangsverjüngte Elf aus Klein
Nordende, deren letztes Heimspiel 2025 zum (vorläufigen) Saisontiefpunkt
avancierte.
Auf der „Festung Butterberg“, die für Gastmannschaften längst zum
Selbstbedienungsladen verkommen ist, sabotierte man die Bemühungen, den
verkorksten Derbyauftritt der Vorwoche gegen den Heidgrabener SV (1:4) wieder
geradezurücken, sogar selbst, als Moritz Schulz ein schwaches Wrage-Anspiel
nach außen auch im Nachsetzen nicht kitten konnte. Stattdessen verlagerte
Unions Bugrahan Almaz den unverhofften Ballbesitz rasch nach außen, wo Marvin
Schramm mustergültig in Jorge Westphals schön gekreuzten Laufweg servierte. Und
weil das Glück des rettenden Querbalkens selten auf Seiten einer sportlich seit
neun Partien (das umgewertete 2:5 in Quickborn mal mit einberechnet)
erfolglosen Elf steht, galt es wieder einmal, einem Rückstand die Stirn zu
bieten (9.).
Schwierig genug gegen massiv ihre Platzhälfte verteidigende Tornescher, denen
in ihrem 4-4-2 fast nur über Standards und hohe Bälle beizukommen war.
Max Lehmann (15.) und Ali Duman (35.) standen jeweils abfälschende Gegenspieler
im Weg, während Philipp Matthiessen nach einem Pott-Lapsus im Rückpass gerade
noch von Goalie Leonard Scharre abgegrätscht werden konnte (23.).
Und ob Jan Schiebuhr bei einem durchgerutschten Freistoß von rechts flanken
oder schießen wollte; man weiß es nicht (41.)…
Besser wurde es aus Sicht der Gastgeber auch im zweiten Abschnitt nicht. A.
Duman brachte einen Kopfball in Rücklage nur ansatzweise in Tor-Nähe (50.), die
Kapitän Matthiessen per Field Goal-Freistoß über den Zaun gänzlich abging
(51.).
Eine Spur zwingender dagegen die zuletzt gegen liether Konkurrenten aus dem
Tabellenkeller blamable Punktverluste erlitt. Denn nachdem Westphal von
halblinks vorbei löffelte (56.), leistete der 21-Jährige mit seinem
ergrätschten Ballgewinn gegen Lehmann den entscheidenden Impuls zu einer
teilweise Dublette des 0:1. Wieder leitete Almaz nach außen zu Schramm weiter,
der diesmal den völlig unmarkierten Kelmi Ceballo Romero im Sechzehner fand.
Den rechten Schlappen einfach reingehalten, war die Verdopplung der überaus
effizienten Kicker aus dem Torneum perfekt (57.).
Ohne Selbstbewusstsein und ohne spielerische Idee arbeiteten die Klein
Nordender in Folge hilflos gegen die eigene Formschwäche an, um dabei aber
nicht mehr über Halbchancen hinauszukommen. Am ehesten verdiente sich noch Matthiessens
spitzwinkliger Rechtsschuss nach immerhin mal kreativem Doppelpass mit A. Duman
(70.) eine textliche Erwähnung.
Die Herren in blau verlegten sich dagegen auf die unfallfreie Verwaltung des
Vorsprungs, der bei etwas mehr Genauigkeit jenseits der Mittellinie vielleicht
noch höher hätte ausfallen können. Aber auch so langte es zur Rehabilitierung
nach zuletzt sechs erfolglosen Spielen, zu denen neben den knappen Niederlagen
gegen das Keller-Duo aus Haseldorf (2:3) und Duvenstedt (3:4) auch das saftige
1:10 in Schnelsen gehörte.
Die SV Lieth hat dagegen – sofern der Wettergott will – am kommenden Freitag
beim Abstiegsgipfel in Haseldorf die letzte Chance, ein schwaches Jahr 2025 (24
Zähler aus 27 Begegnungen) zumindest außerhalb der Fahrstuhlplätze gen
Kreisliga zu garantieren.
Tore: 0:1 Westphal (9.
Schramm), 0:2 Ceballo Romero (57. Schramm)
gelbe Karten: M. Schuchhardt,
Behrens – Cornils
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV
Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 50
Freitag, 28. November 2025
Spielbericht SV Lieth - FC Union Tornesch II
Dienstag, 25. November 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch
Der
Fluch der guten Tat
Erst
Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung
79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur
mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im
vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die
SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei
erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der
Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige
A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg
abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten
Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor
allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner
eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen
Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas
Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte
die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff
vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der
Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias
Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu
Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte
jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So
sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts
konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen,
sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte
(60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter
couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik
Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus
zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles
richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand
der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen
(zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der
eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für
das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im
Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen
Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an
Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4
(85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so
abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren,
brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite,
sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem
2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.
Tore: 1:0 Hinterthaner
(7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner
(74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)
gelbe Karten: keine – Zengin
Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 15
Sonntag, 23. November 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder IV - Grün-weiß Eimsbüttel IV
Die
Felix-Crew beherrscht Pflicht und Kür
Auf
eisigem Geläuf: GWE-Vierte weist Alsterbrüder IV klar in die Schranken
Spielausfall über Spielausfall im HFV-Gebiet, doch auf dem Walter-Wächter-Platz
frönten 22 Männer in kurzen Hosen am Sonntag dem Ballsport im Schlittschuhstil –
mit dem besseren Ende für die im Vorfeld favorisierte Elf Grün-weiß
Eimsbüttels.
Durch Maximilian Sens und dessen Treffer (22.) schon zur Pause mit 1:0 vorne, erwischten
die Gäste im Vergleich der Viertvertretungen den perfekten Start in den zweiten
Abschnitt, als Niklas Paskert über links für Felix Lüllemann vorbereitete und
dieser zentral vor dem Tor mühelos auf 0:2 stellte (47.).
Nach Ecke eines weiteren Felix (einer von vieren auf Seiten GWEs), nämlich Robbers,
von rechts, lenkte Michael Störtkuhl das Leder gar zum 0:3 ins eigene Gehäuse
(64.).
Doppelt ärgerlich für den FCA, der in dieser Phase endlich etwas besser in die
Partie kam und durch eine gute Doppelchance für Frederic Cousin und Yannik
Müller im Nachsetzen auch durchaus Gefahr ausstrahlte (55.).
Fynn Trautvetters 1:3, das Nicola Pejica per Ballgewinn und Querpass auf den
zweiten Pfosten willensstark inszenierte, brachte den Drittletzten der Kreisklasse
11 jedoch wieder ein bisschen heran (75.).
Die heiße Schlussphase aber sollte hier entfallen. Nicht nur, weil dem FCA insgesamt
die Mittel fehlten, spielerisch ins Angriffsdrittel vorzustoßen, sondern auch,
weil diesmal zwei Felix´ gemeinsame Sache zum 1:4 machten. Und etwas Glück,
dass Verteidiger Moritz Kloster an Rundens Lupfer vorbeisäbelte, war auch noch
mit dabei. Lüllemann freute es, sodass der Rechtsfuß wiederum mit dem feinen Heber
vollendete (84.).
Die Frage nach dem Sieger damit vorzeitig geklärt; nur die Höhe blieb noch
offen, zumal die geschlagenen Alsterbrüder noch einmal über Henri Wormuths rechte
Seite anschlitterten. Auf Eingabe des Eingewechselten fetzte Marc Gielnik nur
GWEs Veteranen Peter von Elm (62) ab, ehe Pejica die Mega-Nachschusschance neben
das Ziel setzte (89.).
Somit blieb es beim 4:1-Auswärtserfolg, der die Felix-Crew mit ihren Kollegen
erstmal auf Rang sechs hievte. Nächste Woche geht es nun zur neuntplatzierten
Reserve von Union 03. Die heuer zu harmlosen Alsterbrüder begehen ihren
Rückrundenauftakt erneut daheim gegen Teutonia 10 II.
FC Alsterbrüder IV:
Unger-Riedner – Chan, Hilgefort, Pejica, Ebersberger – Cousin, Störtkuhl –
Witteczek, Golan, Müller – Trautvetter, eingewechselt:
Kloster, Gielnik, Wormuth, T. Schulze, Spielertrainer:
Malte Wegener
Tore: 0:1 Sens (22.), 0:2 Lüllemann
(47. Paskert), 0:3 Störtkuhl (64., Eigentor, Robbers), 1:3 Trautvetter (75.
Pejica), 1:4 Lüllemann (84. Runden)
gelbe Karten: keine – Engeldinger,
Lüllemann
Schiedsrichter: Michael Vega
(Eintracht Norderstedt)
Zuschauer: 5
Freitag, 21. November 2025
Spielbericht SV Lieth - Heidgrabener SV
Schümann
zerstört den Krenzk-Effekt
An
allen Derby-Treffern beteiligt: Torjäger glänzt gegen kriselnde SV Lieth
Einige Spielausfälle, nicht nur in der Bezirksliga 01, zum dritten
Novemberwochenende. Und obwohl die Gäste aus dem Nachbarort vor Anpfiff nicht
so richtig von der Bespielbarkeit des eisigen Klaus-Waskow-Platzes überzeugt
waren, verpasste der Heidgrabener SV dem Lokalrivalen eine echte Rutsche.
Mann des Tages dabei einmal mehr: Dauer-Torjäger Philippe Schümann, dessen
Beutezug am Freitagabend erst auf dem dritten Bildungsweg begonnen hatte. Eine
Ecke von Samuel Karul vermochten die Liether gleich mehrfach nicht entscheidend
zu klären, sodass Daniel Meyer die Kugel noch einmal in die Gefahrenzone lupfen
konnte. Sebastian Stapel mit der Kopfballablage und schon war Schümann per
Direktabnahme gewohnt zielsicher zur Stelle (14.). Proteste, dass Schlussmann
Luca Von Der Heide in der Entstehung etwas von Kirill Shmakov gerempelt wurde
und jeweils zweimal knapp die Abseitsfahne unten blieb, ließen das Gespann um
Alexander Nehls (SC Eilbek) kalt. – Oder doch nicht? Denn als Jan Schiebuhr
drüben nach Traumpass Ben Kellners den Kontakt mit Shmakov suchte, zögerte der
Pfeifenmann keine Sekunde, um Philipp Matthiessen die prompt genutzte Ausgleichschance
vom Punkt zu weisen (16.).
Für diejenigen aus dem zahlreich erschienenen Publikum, die diese Spielepisoden
verpasst hatten, sollte es in der Folge kaum verständlich sein, dass dieses
weitgehend unstrukturierte Gebolze tatsächlich schon zwei Tore hervorbrachte. Einzig
Schümann sorgte mit toller Ballmitnahme und sofortigem Linksschuss für ein
vorbei rauschendes Geschoss (18.).
Fast verzweifelt wirkten da fehlkalibrierte Versuche von Ali Duman aus 40 Metern
(30.) und erneut Matthiessen aus deren 25 (32.) auf der anderen Seite.
Immerhin aber winkte der SVL nach fünf sportlichen Niederlagen in Serie bei
diesem Spielstand wieder einmal Zählbares.
Ein wenig wie aus dem Nichts rückte dies dann aber wieder in weite Ferne, als
sich Mats Jonah Behrens bei einem Brinke-Einwurf völlig unnötig auf einen
Ringkampf mit Schümann einließ (42.). Den Vorjahrestorschützenkönig zwar an der
Kopfballverlängerung gehindert, aber ihn gleichzeitig zum platzierten 1:2-Strafstoßtor
eingeladen: so geht „verschlimmbessern“!
Fast mit dem Halbzeitpfiff das große Aufatmen der Gastgeber: Einen offensiven
Ballverlust des Gegners zum fixen Umschalten genutzt, wuselte sich A. Duman überragend
im Sechzehner zum Querpass durch, doch aus lediglich vier Metern schob
Schiebuhr das Leder blamabel am 7,32m breiten Gehäuse vorbei (45.+2)…
Und so kam es schließlich, wie es trotz der nimmermüden Durchhalteparolen von
Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen („Die Löwen werden sich das Ding in der
zweiten Hälfte ziehen!“) kommen musste. Direkt nach dem Seitenwechsel gerade
noch rechtzeitig vom Kontrahenten abgelaufen (46.), beteiligte sich Schümann
abermals entscheidend an Zählbarem. Diesmal leitete er einen schwachen D.
Duman-Kopfball mit nur einer Berührung vertikal zu Sturmpartner Meyer weiter, ehe
der ehemalige Egenbütteler den orientierungslos düpierten Behrens zum 1:3
stehen ließ (52.).
Der Effekt des Trainerwechsels vom zugriffslosen Rudolf Hock-Kutscher zu Guido
Krenzk schien auf Seiten der SV Lieth bereits nach etwas mehr als einer
Halbzeit verpufft. Die Verunsicherung hatte der einstige Zepterschwinger von
Cosmos Wedel seiner neuen Elf jedenfalls (noch) nicht nehmen können.
Symptomatisch dafür setzte A. Duman seinen aussichtsreichen Freistoß völlig
uninspiriert in die Mauer, aus der sogar der direkte Konter entsprang. Die
Abwendung des 1:4 war letztlich einzig Luca Albers gerade noch erfolgreiches Eingreifen
im Laufduell der Eingewechselten gegen Jason Urban zu verdanken (75.).
Fallen sollte es aber dennoch. Diesmal krönte Christoph Ketelhohn seinen
eigenen ballgewinn gegen passive Klein Nordender per Doppelpass mit Schümann
und dem coolen Abdruck vor dem luftig verteidigten SVL-Kasten (82.).
Eine noch höhere Derby-Schmach blieb der Elf vom Butterberg zwar in den letzten
Momenten noch erspart (Schümann in Rücklage drüber, 84.), doch die
Tabellenrealität von Abstiegsplatz 14 und vor allem das espritlose Auftreten
auf dem Platz geben derzeit kaum Raum zur Hoffnung auf eine bessere
Saisonphase.
Der HSV festigte dagegen seine leistungsgerechte Mittelfeldposition. Hinten im
Kollektiv diszipliniert und vorne Schümann: Solidität made in Heidgraben!
Tore: 0:1 Schümann (14.
Stapel), 1:1 Matthiessen (16., Strafstoßtor, Shmakov an Schiebuhr), 1:2
Schümann (42., Strafstoßtor, Behrens an Schümann), 1:3 Meyer (52. Schümann),
1:4 Ketelhohn (82. Schümann)
gelbe Karten: keine – Wolf, Samuel
Karul
Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC
Eilbek)
Zuschauer: 110
Sonntag, 16. November 2025
Spielbericht SC Condor Hamburg 1.C - HEBC 2.C
Flutlichtgeneralprobe
geglückt
HEBC-C2
macht die vierte Pokalrunde klar und fiebert dem Derby entgegen
„Pflichtaufgabe mit Bravur gemeistert“, zog Nikola Jovic ein insgesamt wohlwollendes
Fazit zum Pokal-Drittrunden-Auftritt seiner HEBC-2012er, obwohl der Oberligist
zu Gast beim Bezirksliga-Tabellenführer SC Condor noch „Luft nach oben“ ließ.
„Wir hatten fünf bis acht schöne Spielzüge dabei. Wir als Trainer würden uns
allerdings mindestens 20 wünschen.“.
Nach dem Aus des Ligakonkurrenten SC Poppenbüttel beim SV Groß Borstel
(Bezirksliga) am Vortag waren die Eimsbütteler gewarnt: „Das zeigt, dass die
Motivation bei klassentieferen Team immer hoch ist. Es kann also schwer werden,
wenn man die Tore nicht macht. Das haben die Jungs sehr gut gemacht und nach
circa 8 Minuten klare Verhältnisse geschaffen. Diese Challenge wurde zumindest
angenommen und bewältigt.“. Tatsächlich legte der Favorit gleich druckvoll los,
sperrte die Raubvögel quasi im Käfig des eigenen Strafraums ein. Vor allem der
wendige Liam Düring stellte die Hausherren mit seiner außergewöhnlichen
Ballbehandlung immer wieder vor schier unlösbare Defensivaufgaben. Und trieb
der Neuzugang vom USC Paloma sein Unwesen nicht in der Parzelle, probierte er
aus der zweiten Reihe, womit der Torreigen in Minute zwei aus halblinker
Hochschussposition prompt eröffnet war.
Kaum erhöhte Joshua Appiah auf Zuspiel Momme Wietzke (6.) und im Anschluss an
einen Manneh-Ballgewinn mit anschließender Düring-Weiterleitung (8.) auf 0:3,
deutete sich eine zweistellige HEBC-Gaudi an.
Nur ging den Ballspielclubberern fortan etwas die Zielstrebigkeit ab. Hier und
da ein Ballkontakt zu viel – dort ein Abschluss zu wenig. Mäkeln auf erhöhtem
Niveau, schickte Düring in Minute 16 ganz Farmsen ins Karussell, um schließlich
flach mit links auf 0:4 zu stellen.
Nach einer rund viertelstündigen Auszeit, während der der SCC durch Ariyan
Alshekhee immerhin einmal für Beschäftigung des sonst in Kältestarre
verharrenden Mats Hagelstein sorgte (24.), bemühte sich das Team in weiß, der
folgenden Halbzeitansprache etwas mehr Milde zu verleihen. Geraud Azanmasso zweimal
aus der Ferne (26. & 27.), Düring gegen den Querbalken (33.) und knapp
vorbei (34.), sowie Sharthak Gurung gegen den Goalie (35.+1), verpassten, was
bis zum Pausenpfiff Muhamadulamin Manneh vorbehalten blieb: ein erfolgreicher
Abschluss aus günstiger Strafraumposition (30.).
Viel Spektakuläreres spielte sich vor dem reichlichen Gäste-Anhang (Jovic:
„Heute war die Unterstützung der Eltern wieder grandios!“) im zweiten Abschnitt
nicht so recht ab. Vereinzelte Chancen scheiterten an der fehlenden letzten
Tor-Gier oder dem zu kalter Sonntagabendstunde warm geschossenen Adrian Mann
zwischen den Condor-Pfosten (46. & 62.), bis sich Außenakteur Azanmasso von
halblinks mit dem passenden Abdruck zum 0:6 für seinen engagierten Auftritt
belohnte (63.). Etwas mehr Kreativität bei der Auswahl der Schussrichtung und
es wäre gar ein Doppelpack geworden (67.).
So aber war der Schlusspunkt durch den eingewechselten Mats Hoppe gesetzt, als
dieser eine Düring-Ecke von rechts am langen Pfosten fachgerecht verwertete (65.).
Während die (selbsternannte) Expertenschaft noch über den klar verfehlten „X-Goals-Wert“
der Eimsbütteler diskutierten, richtete Jovic bereits den Scheinwerfer gen
nächstes Wochenende, wenn am Samstag – wieder um 17.30 Uhr – der ungeliebte
Eimsbütteler TV zum Derby am Reinmüller aufläuft. „Zumindest haben wir uns
heute unter Flutlicht am Abend erneut ausprobiert. Das kommt am kommenden
Wochenende erneut auf uns zu im Derby. Es wird eine höhere Intensität sein und
wir werden uns richtig gegenseitig pushen müssen. Die Atmosphäre wird
vergleichbar sein mit einem HEBC Herren-Ligaspiel. Das wird ein schöner heißer
Tanz. Solche Spiele sind aber toll. An solche Momente erinnert man sich lange, wenn
sie denn positiv gestaltet werden“, so die Vorschau auf den siebten
U14-Oberligaspieltag
Tore: 0:1 Düring (2.), 0:2 Appiah (7. Wietzke), 0:3 Appiah (8.
Düring), 0:4 Düring (16. Manneh), 0:5 Manneh (30. Düring), 0:6 Azanmasso (63.),
0:7 Hoppe (65. Düring)
Schiedsrichter: Jürgen Richter (TSC Wellingsbüttel)
Zuschauer: 60
Spielbericht HEBC II - SC Union 03
Abstiegskampf
kennt keine Liebe
Keller-Derby:
HEBC II vermöbelt den Ex-Coach und ist erstmal unten raus
Viele Jahre hielt Dimitrios Papadopoulos die Knochen hin, Coachte Jugend und
zweite Herren, verkaufte Speis und Trank – alles immer mit voller Leidenschaft
für Lila-weiß. Der Rückkehr ins alte Wohnzimmer als Trainer des SC Union 03
wohnte jedoch auch eine sportliche Brisanz inne. Denn nicht nur, dass die
Geographie ein klassisches Derby begründete; vier sieglose Partien in Serie
ließen seine Mannen aus Altona-Nord zuletzt bis auf den vorletzten Rang der Bezirksliga
04 zurückfallen.
Dass man ein bis dahin nahezu ereignisloses Spiel ausgeglichen gestalten
konnte, ging nach 34 gespielten Minuten als zumindest annehmbares
Zwischenzeugnis durch.
Dann aber hatte man Deniz Alan deutlich zu viel Zeit zur Ballverteilung nach
links gelassen, wo auch Arun Torani zu wenig Gegenwehr beim flachen 1:0 erfuhr
(35.). Das Pausenresultat sollte also doch dem negativen Trend des Aufsteigers,
damals übrigens zwei Zähler vor der Drittvertretung des HEBC, folgen.
Ein Stück weit erleichternd kam da die Standardkunst des Nico Kukuk daher, als
der 76-fache Oberligaspieler seinen Freistoß aus dem Halbfeld genau auf Jan
Schaars Kopf zirkelte und der Mann der aus der Viererkette das 1:1 schädelte
(53.).
Schnell stellte aber wieder Ernüchterung ein, als mit Murat Aktürk ausgerechnet
ein einst in HEBC-Jugend von Papadopoulos Trainierter mit feinem Füßchen in den
Lauf von Laurel lupfte und der 29-Jährige alle höherklassige Routine zum 2:1
walten ließ (57.).
Wiederum jedoch reagierte Union mit einem Volltreffer. Diesmal erkannte Schaar
die Gelegenheit zum Flugball auf den quirligen Dauda Ibrahim. Die
Heim-Innenverteidigung kalt erwischt und Ibrahim konnte sicher einschieben –
2:2 (58.)!
Zwei (korrekte) Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Schnabel (Hamburger
SV) brachten Ibrahim und Co schließlich auf die Palme. Erst wertete der
Unparteiische einen Lufteinsatz gegen Abrurrahman Senay, dem tatsächlich
Toranis zweiter Streich entsprang, als regelkonform (62.), dann erhielt Ibrahim
als Kontaktsuchender im StrafRAUM keinen StrafSTOß (65.)…
Und als wäre das noch nicht genug, für das angespannte Nervenkostüm von 03, erhöhte
Alan auf Steckpass Aktürks gar auf 4:2 für Eimsbüttels Ballspielclubberer
(71.).
Erholen sollten sich die Gäste davon schlussendlich nicht mehr – im Gegenteil!
Eine Orgie von wilden Querschlägern beendete Aug vor Schlussmann Aliaksandr
Bulechka mit dem 5:2 (80.), woraufhin der eingewechselte Janek Meyer den Goalie
vom Strafstoßpunkt verlud (Umaro Embalo hatte zuvor Raoul Bouveron im
Sechzehner getroffen, 84.). Nach langer Ecke Toranis in den Rückraum (87.) und
erneutem Strafraum-Foul (Stetskyi an Bouveron, 90.+2) schraubte der einst auch
dem Liga-Kader angehörige Bouveron (32) den Endstand höchst persönlich noch auf
ein happiges 8:2 empor.
Einen Kick-Off vor Saison-Halbzeit (daheim gegen Eintracht Lokstedt II) bleiben
die Schwarz-weißen im Keller kleben. Von diesem abgesetzt hat sich indes die
HEBC-Reserve (fünf Punkte vor), die am kommenden Wochenende zum heuer
siegreichen Tabellenletzten nach Poppenbüttel (2:1 beim SC Sperber) fährt. Der
zahlreich zur Gegnerbeobachtung angereiste Tabellensechzehnte freut sich schon.
Tore: 1:0 Torani (35.
Alan), 1:1 Schaar (53. Kukuk), 2:1 Aug (57. Aktürk), 2:2 Ibrahim (58. Schaar),
3:2 Torani (62. Bouveron), 4:2 Alan (71. Aktürk), 5:2 Aug (52. Wiegand), 6:2
Meyer (84., Strafstoßtor, Embalo an Bouveron), 7:2 Bouveron (87. Torani), 8:2
Bouveron (90.+2, Strafstoßtor, Stetskyi an Bouveron)
gelbe Karten: Dalig – keine
Schiedsrichter: Christian Schnabel
(Hamburger SV, Note 2)
Zuschauer: 50
Samstag, 15. November 2025
Spielbericht Eimsbütteler TV III - VfL Hammonia II
ETV-Serie
über Backbord gerissen
Drei
frühe Gegentore als zu hohe Hypothek: ETV III verliert mal wieder
Marmor, Stein und Eisen bricht – was auch für die Serie des ETV spricht. Mit
fünf ungeschlagenen Partien boxte sich die Drittvertretung von der Bundesstraße
ins Mittelfeld der Kreisliga 7, wo es im Derby gegen die Zweite des VfL
Hammonia nun eine kleine Bruchlandung setzte.
Ein Bauchklatscher mit Anlauf, verstanden es die Herren in weiß vor allem
nicht, ihre linke Abwehrseite gescheit dicht zu bekommen. Ein Zustand, der
bereits nach fünf Minuten reichlich teuer wurde, als Außenverteidiger Pascal
Duke seine Außenbahn entlang stiefelte, um ideal für Tristan Baiers
ergrätschtes 0:1 aufzulegen (5.).
Ähnliches schafften die Gäste mit der fußläufigen Anreise nach der dreifachen
Spielzeit. Wieder raste Duke unbehelligt auf rechts entlang, woraufhin
Abdelkarim El Aidi bei Annahme und Schuss noch geblockt werden konnte. Da Baier
aber wieder genau am richtigen Fleck lauerte, war das 0:2 im Nachsetzen erköpft
(15.).
Hammonia gnadenlos effizient und es wurde noch brutaler, zog diesmal Leon von
Sobieski gezielt zentral mit rechts ab, nachdem diesmal Torben Schulte die
Vorarbeit über Steuerbord lieferte (23.).
Der ETV dagegen völlig von der Rolle, klopfte erst kurz vor der Halbzeit einmal
per Freistoß durch Gabriel Lourenco de Aquino (Duke klärte auf der Linie, 44.)
an.
Der VfL verpasste es unterdessen, mit noch höherer Führung als „nur“ mit 0:3 in
die Pause zu gehen, weil Rene Hobelmann einen erneuten Abdruck von Sobieskies
mit dem Fuß entschärft bekam (35.) und El Aidi die nicht ganz optimale
Schussposition dem Querlegen auf den umtriebigen von Sobieski vorzog (42.).
Kurze Hoffnung für die Hausherren, dass es vielleicht doch noch ein annehmbarer
Nachmittag werden könnte, streute nach einer Stunde ihr vorzeigenswertester
Angriff, den Alexander Robert aus der hintersten Reihe heraus zu Henry Sander
eröffnete, während Leo Husemann schließlich auf Zuspiel seines einstigen
Mitspielers aus dem eigenen 2007er-Jahrgang auf 1:3 verkürzte (60.).
Engagiert, aber letztlich ohne Zug zum Tor, blieb Paul Schätzels zu
unplatzierter Schuss auf VfL-Fänger Henrik Priestersbach (77.) das
gefährlichste der Gefühle.
Hammonia machte dagegen kurz vor Ende alles klar. Jonah Müllers Kurzdistanz-Kopfball
in der zweiten Welle eines Eckballs (85.) bedeutete die Vorentscheidung, die
Matti Hobbiebrunken mit seinem Flachschuss nach Ballgewinn sogar noch weiter
zum 1:5-Endstand untermauerte (90.+4).
Die zehntplatzierte Hammonia-Reserve damit also am kommenden Wochenende gegen
den SC Egenbüttel III mit der Möglichkeit, eine schwierige Hinrunde halbwegs
versöhnlich zu beenden. Der ETV möchte dagegen im Auswärtsderby bei GWE II eine
neue Positivserie starten.
Tore: 0:1 Baier (5. Duke),
0:2 Baier (15. El Aidi), 0:3 von Sobieski (23. Schulte), 1:3 Husemann (60.
Sander), 1:4 Müller (85.), 1:5 Hobbiebrunken (90.+4)
Schiedsrichter: Masud Omer
Zuschauer: 45
Spielbericht Eimsbütteler TV IV - FC Teutonia 05 III
Das
Wohnzimmer weiter aufgehübscht
Vorsprung
ins Ziel gerettet: ETV-Vierte klopft zaghaft oben an
Bis in die obere Tabellenhälfte der Kreisliga 08 arbeitete sich die Vierte des
Eimsbütteler TV in den letzten Wochen mit guten Ergebnissen vor und nun rückt
zur Winterpause sogar Rang zwei in Sichtweite.
Dass auch Spieltag 14 neues Wasser auf die Erfolgs-Mühlen der Bundesstraßler
goss, begünstigte ein 3:2-Heimsieg – der dritte in Serie der im zuvor im
eigenen Wohnzimmer aüßerst generösen Elf – gegen Teutonia 05 III.
Dabei galt es zunächst, einen Elfer-Schock aus den Kleidern zu kriegen, nachdem
Schlussmann Nick Brasch mit Gegenspieler Philipp Walter zusammengeknallt war
und Gäste-Kapitän Hauke Riebesehl den fälligen Penalty sicher mit rechts versenkt
hatte (14.).
Tonangebend war man in der Folge jedenfalls, nur fehlte beispielsweise bei
Marco Bassens abgefälschtem Versuch die letzte Präzision (21.).
Wie schön, dass sich die Eimsbütteler auf ihre Kernkompetenz, den ruhenden
Ball, verlassen konnten. So verwertete Dan Skjodt Andersen einen hohen Freistoß
vor dem etwas suboptimal hervorspringenden Tormann zum Ausgleichstreffer (26.),
während Johann Studtmanns Bude per Hinterkopf seinen Ursprung von der Fahne
(Ecke Tom Krase) erfuhr (63.). Aus dem Spiel heraus hatte das Führungstor
Sekunden zuvor noch nicht fallen wollen, als Rasmus Jessen vor der Linie gegen
David Wagner zum verhängnisvollen Eckstoß klärte…
Über links eingeleitet, gelang es durch Leon Sodhi schließlich doch endlich,
die Kugel einmal ohne vorige Spielunterbrechung zum 3:1 ins Teutonen-Nest zu
legen (67.).
Der ETV-Dreier damit nur noch reine Formsache? Nicht ganz, kämpfte Teutonia
auch mit rustikalen Mitteln um den Anschluss, der durchaus noch rechtzeitig
fiel. Ebenfalls nach einem Eckstoß (Rene Rudolph) versenkte Tom Deubel am
kurzen Pfosten direkt zum Anschlusstor (79.). Der Anfang für eine teils hitzige
Schlussphase war gemacht.
Problem nur: Spielertrainer Rudolph und Gefolge vermochten es in der
verbliebenen Spielzeit nicht mehr, des Gegners Gehäuse noch einmal gefährlich
zu werden.
Die neue Heim-Serie des ETV war gerettet!
Tore: 0:1 Riebesehl (14.,
Strafstoßtor, Brasch an Walter), 1:1 Skjodt Andersen (26. Pendzialek), 2:1
Studtmann (63. Krase), 3:1 Sodhi (67. Schneider), 3:2 Deubel (78. Rudolph)
Schiedsrichter: Bubacar Djalo
Zuschauer: 35
Sonntag, 9. November 2025
Spielbericht SV Lieth II - TSV Gut Heil Heist
Viera
und die Joker stechen
Wichtiger
5:1-Triumph hievt SV Lieths Zweite aus der Abstiegszone
Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen und dem zuletzt desaströsen 1:8
in Sparrieshoop rauschte die Zweitvertretung der SV Lieth neulich hinunter in
den Tabellenkeller der Kreisliga 1, aus dem es nun mit einem 5:1-Ausrufezeichen
gegen den TSV Heist wieder etwas hinausging.
Begonnen hatte der Fluchtlichtkick am Sonntagnachmittag allerdings reichlich
suboptimal, für die Gastgeber, die Schlussmann Daniel Diedrigkeit nach bereits
20 Sekunden vor dem sofortigen Rückstand bewahrte. – Jedoch auf Kosten eines J.
Schmidt-Eckstoßes, den der aufgerückte Marcel Bastide im Sechzehner zum 0:1 in
Sekunde 50 verwertete (1.).
Abgesehen von einem Götting-Schlenzer (rechts vorbei, 34.) waren die Heistmer,
denen in den letzten Wochen außer dem 9:3-Erfolg gegen Union Tornesch nichts
Zählbares gelang, dem 0:2 insgesamt näher als die Liether dem Ausgleich.
Nach langer Eröffnung, die Linie runter, Nevio Schuchhardts Querpass und Niklas
Viera Gerkens freiem Abschluss durfte dennoch das 1:1 bejubelt werden (42.).
Mit etwas Glück, dass Jakob Schmidt zweimal verfehlte (45.+1 & 45.+2),
hielt das Remis bis in den zweiten Durchgang, der den Roten den erhofften
Rückenwind bescherte.
Den Anfang machte erneut Viera Gerkens, der zentral das 2:1 besorgte (53.), ehe
Joker Michel Cords einen unglücklichen Torwartausflug mit dem 3:1 ins quasi
leere Gehäuse bestrafte (63.). Mit dem Tempovorteil auf der Habenseite,
bediente Ole Schedelgarn den ebenso frisch eingewechselten Fabian Kühl zum
flach eingeschobenen 4:1 (74.).
Nur Cords´ nächste Chance, die TSV-Schlussmann Rayk Schwertfeger im Abtauchen
vereitelte (76.), passte da nicht ins Bild der heuer durchaus effizienten Klein
Nordender.
Ganz anders dagegen der TSV Heist, der der jungen Dynamik des Gegners nur wenig
entgegenzusetzen hatte. Mit Rene Gills Hereinnahme kam vorne zwar etwas mehr
Torgefahr auf (77. & 81.), doch das nächste und letzte Tor des Tages fiel
noch einmal auf der anderen Seite, als abermals ein unbehelligtes Zusammenspiel
von Reservisten zwischen Jannic Bartl und Tom Busse den umjubelten 5:1-Endstand
herstellte (89.).
Die SV Lieth eroberte damit erstmal Rang zwölf, während der TSV Heist einen
Platz drunter jetzt punktgleich mit den Torneschern auf Abstiegsplatz 14 dasteht.
Tore: 0:1 Bastide (1. J.
Schmidt), 1:1 Viera Gerkens (42. N. Schuchhardt), 2:1 Viera Gerkens (53.), 3:1
Cords (63.), 4:1 F. Kühl (74. Schedelgarn), 5:1 Busse (89. Bartl)
gelbe Karten: Dickenhausen – J.
Schmidt
Schiedsrichter: Lennart Elias Klare
(Note 1,5: führte mit höchst souveräner Ausstrahlung und engagierter Laufarbeit
durch eine Begegnung mit einer Vielzahl von (korrekten) Abseitsentscheidungen.)
Zuschauer: 45
Spielbericht SV Lieth III - TSV Gut Heil Heist II
Ex-Preuße
entscheidet das Mittelfeldduell
Dreierpack
von Günsch: TSV Heist II setzt seine Herbst-Herrlichkeit fort
Der Herbst. Trüb, feucht, kalt. Ganz anders die Wahrnehmung der dritten
Jahreszeit in Heist. Denn nimmt man das 6:4 bei Holsatia vom Vortag mit in die
Rechnung, heimst die Reserve des TSV seit kalendarischem Herbstbeginn einen
Erfolg nach dem anderen ein. Zum fünften Mal binnen sechs Kreisklasse
01-Partien bereicherte man sich diesen Sonntag an dreifach Zählbarem.
Zu Gast in Klein Nordende, verschenkte die hiesige SV Lieth III rasch die
Gäste-Führung, als Schlussmann Ibrahim Can vor dem eigenen Sechzehner dribbelte
und Routinier Christian Posern den gewonnenen Ball für das 0:1 durch Patrick
Günsch auflegte (5.).
Doch schnell war der Jubel darüber verhallt, weil Mert Karakaya Gegenspieler
Johannes Schwichow als Bande benutzte, um Marc Steffens in perfekte
(Abseits-)Position zum Gleichstand zu bringen (13.).
In der Folge bemühten sich beide Teams meist vergeblich um das Entern des
gegnerischen Strafraums. Zu Ungenau fiel die Mehrzahl der gespielten Pässe aus.
Erst per Standard (Freistoß Fabian Kühl) kam der Liether Lucas von Appen kurz
vor der Pause zum Versuch an den Außenpfosten (41.).
Wie es gehen kann, zeigte nach einer knappen Stunde der TSV, der durch Mert
Renkligüls tiefes Zuspiel den idealen Raum erschloss, damit Denny Meyer dem
knieverletzten Sven Petrich enteilen und sauber für Günsch und dessen 1:2 querspielen
konnte (57.).
Dabei chancenlos: Niklas Brandt, der kurz zuvor für den angeschlagenen Can die
Torwarthandschuhe überstreifen musste und vom neuen Posten aus auch das
ebenfalls gesundheitsbedingte Ausscheiden des Kollegen Marc Homburg zu
beobachten hatte.
Viele schlechte Nachrichten für die Roten, denen nach Jacob Hubers ungeschicktem
Einsatz gegen den eingewechselten Moritz Schneider aber Abhilfe vom Punkt
winkte. Kühl scheiterte allerdings an Sebastian Münster, freute sich im
Nachschuss doch noch und ärgerte sich wiederum über den Pfiff zur Wiederholung.
Münster hatte sich zu früh von der Linie bewegt. Nun also nochmal: mittig rein –
2:2 (60.)!
Das Momentum blieb jedoch auf Seiten der personell nicht so gerupften Heistmer,
die durch Hamann an Brandt (65.) und Ole Busch per Fallrückzieher (73.) an der
erneuten Führung scheiterten. Über Posern und Günsch war sie gegen unsortierte
Liether schließlich doch erspielt, netzte Joker Daniel Schwarzer aus acht
Metern zum 2:3 (75.), dem Günsch nach steilem Posern-Anspiel gar das 2:4 obendrauf
setzte (80.). Tor Nummer drei bei einem Assist übrigens durch den erfahrenen
Neuzugang vom FC Preußen Hamburg!
Weil Schwarzer kurz darauf nur das Aluminium erwischte (85.) und auf der Gegenseite
von Appen einen Freistoß zum 3:4-Anschlusstreffer nutzte (90.), stieg der
Blutdruck von Günsch und Co trotzdem noch einmal ein Stückchen an. – Bis sie im
Konter schlussendlich alles klar machten. Zwar verpasste Finn Roth in der Mitte
eine Hoefer-Querlage, doch Schwarzer vollendete diesmal flach zum
3:5-Auswärtssieg im Duell der Mittelfeldteams.
Tore: 0:1 Günsch (5.
Posern), 1:1 Steffens (13. Karakaya), 1:2 Günsch (57. Hamann), 2:2 Kühl (60.,
Strafstoßtor, Huber an Schneider), 2:3 Schwarzer (75. Günsch), 2:4 Günsch (80.
Posern), 3:4 von Appen (90.), 3:5 Schwarzer (90.+2, Hoefer)
Schiedsrichter: Memet Imre
(Kummerfelder SV, Note 2,5)
Zuschauer: 25
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