Sonntag, 25. November 2018

Spielbericht TSC Wellingsbüttel 2.Frauen - SC Sternschanze 1.Frauen


Welle stolpert gegen „schwersten Gegner“
2:3 beim Spitzenreiter – Schanze verschafft sich Luft im Landesliga-Keller!

So schnell ändern sich die Emotionen. Zuletzt dauerenttäuscht mit dem Schicksal und der eigenen Chancenverwertung hadernd, war um 18:50 Uhr Ortszeit plötzlich alles wieder gut. Mit einem konsequenten Defensivkonzept, eiskalten Abschlüssen und der nötigen Portion Glück entführten die abstiegsbedrohten ersten Frauen aus dem Schanzenviertel drei überraschende Zähler vom Vorjahresmeister aus Wellingsbüttel.
Dieser tat sich schwierig, den eng gestaffelten Defensivverbund der Schanzerinnen spielerisch zu überwinden, sodass sie es mit Einzelaktionen versuchen mussten. – Im Fall von Hinspiel-Doppelpackerin Emma Frings brandgefährlich (knapp von halblinks vorbei, 14.)!
Der SCS, im Vorwege von TSC-Coach Andreas Hautz als „schwerster Gegner der Saison“ lobpreist, bestach dagegen mit einer nicht mehr gekannten Effektivität.
Kleinen Entlastungsnadelstichen ließ der Tabellenvorletzte nach etwas mehr als einer halben Stunde die zentral herausgeschossene Führung folgen, indem die zielgenau von Anna Hatzius Sarramona bediente Leah Schüller vor dem Tor ebenso präzise flach einschob.
Und es kam noch besser, als Lisa Wiedemann messerscharf aus dem Zentrum eröffnete, die gestartete Bettina Krebeck passend querlegte und Leah Schüller wieder konsequent verwertete. – Die Abwehr des Herbstmeisters einfach mal seziert!
Allerdings waren noch 45 Minuten zu gehen, für die sich die Grünen einiges vorgenommen hatten. Und bereits in der Vorwoche ließen die Gäste trotz 4:1 zur Pause noch Körner in Blankenese liegen. Was sprach hier also gegen die Wende pro TSC?
Gleich die erste Szene nach Wiederanpfiff, erreichte ein langer Schlag genau die in den Rücken der hoch postierten wellingsbütteler Abwehr gestarteten Wiedemann, für die es in der Vollendung kein Thema war, die Kugel noch über die sich nähenderde Torfrau zu bekommen – 0:3!
Das konnten die Pfeilshöferinnen natürlich nur schwerlich auf sich sitzen lassen.
Die wütende Gegenoffensive folgte, wobei aber weiter Schuss- (Frings, 50.) und auch das Schiri-Glück (kritischer Strafraumzweikampf an Rebecca Wisniewski, 54.) fehlten.
Definitiv noch rechtzeitig brachte schließlich Lene Petersen ihre Farben per Abstauber wieder zurück in die Partie (55.). Nur wo blieb der Anschlusstreffer?
An Gelegenheiten dazu mangelte es nicht. Jedoch an zwingenden Abschlüssen, die die sichere Luzie Wattrodt, in Abschnitt eins übrigens im Glück, dass eine Rettungstat außerhalb ihres Vierecks ungeahndet blieb (26.), vor unlösbare Aufgaben stellen.
Erst vier Minuten vor Ultimo konnte die eingewechselte Julia Jäger eine unklare Abwehraktion der Schanzerinnen im Freistoßgetümmel mit dem Anschluss als gefühlvollen Heber bestrafen.
Irgendwie sollte es bei allem Druck auf das Schanzen-Tor auch in den zwei Minuten Extrazeit nichts mehr werden. „Ein sackstarker, voll konzentrierter Auftritt meines Teams! Großes Kompliment an die Spielerinnen, wie sie den Gegner immer wieder genervt haben und vorne wirklich eiskalt waren!“, frohlockte Trainer Heiko Nagel, der mit seinen Umstellungen vor der Partie genau ins Schwarze traf und mit seiner Elf nun plötzlich sogar von den Abstiegsplätzen auf Rang neun hinaufgesprungen ist.
In den direkten Duellen mit Germania Schnelsen und Altona 93 ist ferner der schnelle Anschluss ans Tabellenmittelfeld möglich.
Der Meister der Vorsaison setzt derweil seine tabellarische Kellertour beim Relegationsplatzinhaber in Tornesch fort. – in ungewohnter Jäger-Rolle (Dritter hinter Walddörfer II und HSV II).

SC Sternschanze 1. Frauen: Wattrodt – Giese, Bushmann, Willenberg, Overbeck – Krebeck (63. Prill), Reiß, Hatzius Sarramona, Hansen (73. Shiraishi) – Wiedemann, Schüller (84. Krause), Trainer: Heiko Nagel

Tore: 0:1 Schüller (34. Hatzius Sarramona), 0:2 Schüller (43. Krebeck), 0:3 Wiedemann (46.), 1:3 Petersen (55. Frings), 2:3 Jäger (86.)

Schiedsrichter: David Seivani (Hoisbütteler SV, Note 4,5: durch mangelnde Spielnähe oftmals nicht mit der nötigen Sicht auf kleinere und größere Szenen wie Wattrodts Handspiel außerhalb des Strafraums (26.).

Zuschauer: 40



Die Tabelle der Frauen Landesliga:
Pl
Mannschaft
Sp
S
U
N
Tore
Diff
Pkt
01
Walddörfer SV II (N)
12
9
3
0
36:18
18
30
02
Hamburger SV II
12
9
2
1
51:23
28
29
03
TSC Wellingsbüttel II (M)
12
9
1
2
57:16
41
28
04
TuS Appen (Ab)
12
6
2
4
19:11
8
20
05
Harburger TB
12
6
1
5
30:30
0
19
06
FTSV Komet Blankenese
12
4
3
5
23:26
- 3
15
07
Altona 93 (N)
12
4
3
5
24:30
- 6
15
08
TuS Germania Schnelsen (N)
12
4
3
5
21:36
-15
15
09
SC Sternschanze
12
2
3
7
22:28
- 6
9
10
FC Union Tornesch II
12
2
3
7
21:33
-12
9
11
Bramfelder SV (Ab)
12
2
2
8
15:29
-14
8
12
HSV Barmbek-Uhlenhorst (Ab)
12
1
2
9
12:51
-39
5

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