Auf
den Thron gekontert!
TuS-Reserve
stürmt dank imposanter Offensivleistung an KL4-Spitze
So stellt man sich ein Spitzenspiel vor! Zwei offensive Mannschaften, die sich
einen packenden Fight mit vielen Torraumszenen und jeder Menge Tore liefern!
So gesehen im Topspiel der Kreisliga 4 zwischen Hamm United II und der Reserve
TuS Hamburgs im Hammer Park.
Bei schöner Flutlichtkulisse wurde es sofort interessant. Vier Minuten waren
gerade einmal gespielt, da rettete HUFC-Keeper Rainer Maack in aller Nötigkeit
gegen Arne Pätzold, was sein Gegenüber, Patrick Tabor, mit einem großartigen
Reflex gegen Florian Scheer ebenso klasse löste. Da musste schon etwas mehr
passieren, um diese(n) Torhüter zu schlagen!
Gesagt – getan: Daniel Diedrich mit dem Standard auf die rechte Seite und
Zlatko Bezbradica mit der Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Scheer nur noch
den Kopf hinhalten musste (24.). Fußball kann so einfach sein!
Und weil es manchmal so einfach ist, versuchten sie es erneut, doch diesmal
klärte Tabor gerade noch vor Scheer, was sich zu einem brandgefährlichen
Gegenangriff entwickelte, den Ali Hammoud in der Mitte des Strafraums kühl zum
1:1 vollendete (26.).
Die Zähler standen wieder auf null, aber nur für nicht einmal 60 Sekunden. Denn
plötzlich markierte Pätzold nach einem starken Ballgewinn in der Hälfte der „Geächteten“
das 1:2 (27.).
Drei Tore in vier Minuten und der Wahnsinn ging weiter! Wieder dauerte es nur
wenige Augenblicke, ehe es erneut im Kasten klingelte. Andreas Jutzi vollendete
per Kopf zum zweiten Hammer Standard-Tor, im Zuge einer Bezbradica-Ecke, zum
verdienten Ausgleich (30.). Was folgte, war waren da gefühlt ewige 660 Sekunden
ohne Strafraumaction, doch Schiedsrichter Lukas Maximilian Müller hatte ein
Einsehen mit dem gelangweilten Publikum und zeigte nach Trikotziehen an Hammoud
im Sechzehner auf den Punkt. Pätzold übernahm – mit Erfolg – zum 2:3-Pausenstand
(41.)!
In den zweiten 45 Minuten ging es dann rasant weiter. Kaum war der
Wiederanpfiff verstummt, hatte Pätzold die Riesenchance zum beruhigenden 2:4,
doch nach perfekter Laufleistung gelang es ihm nicht, die Kugel aus spitzem Winkel
ins leere Gehäuse zu steuern. Kurz darauf wurde dann überdeutlich, warum die
Elf von Trainer Oliver Madejski das Maß der Dinge in der Vierer-Kreisliga ist.
Zwar ließ die Defensive zwei sehr gute Möglichkeiten im eigenen Gefahrenbereich
zu, doch in beiden Fällen rettete Schlussmann Tabor mit sensationellen
Reflexen, die seine Mitspieler zum schnellen Bilderbuch-Konter nutzten, den
Pätzold im Eins-gegen-Eins mit Maack glänzend zum 2:4 vergoldete – sein drittes
Tor (51.)!
Die Hammer ließen sich dadurch aber nicht entmutigen und suchten weiter den Weg
nach vorne. Doch weil Andre Nernheim nach einer abgewehrten Flanke um
Haaresbreite scheiterte und die Gäste einmal mehr einen zielsicheren und vor
allem erfolgreichen Konter fuhren, war für Spielertrainer Jasmin Huremovic und
seine Mannen einfach nichts mehr zu holen (58.). Wieder überbrückten sie das
Mittelfeld in Sekundenschnelle, sodass die Gegenspieler nur noch den Staub des
zum Torjubel abdrehenden Hammoud sahen. Der Fisch schien gegessen!
Trotzdem versuchte man bei den Hausherren noch einmal alles mit zwei neuen
Offensiven und dem kompletten Umschalten auf „Attacke“. Frühes Stören, eng am
Mann sein. Das sollte sich auszahlen. Die Dunkelblauen viel zu leichtsinnig vor
dem eigenen Häuschen und schon war die Führung nur noch zwei Tore hoch (65.).
Scheer verkürzte auf Einladung des zuvor zweikampfsiegenden Bezbradica auf 3:5.
Nun würde entscheiden, wird ei größere Luft und mehr Konzentration hat. Und das
waren am Ende die Jungs vom Gesundbrunnen. Ausgerechnet ein Bock des sonst
tadellosen Maack besiegelte schlussendlich die Heimniederlage, als der betagte
Torwart einen Gluhic-Freistoß aus dem rechten Halbfeld nicht kontrollieren
konnte und damit genau für den nunmehr dreifach treffsicheren Hammoud servierte
(72.). Da gerieten das 3:7 durch, wieder einmal, Pätzold, dem ein krasser
Ballverlust in der eigenen Hälfte vorausging (82.), und eine Frust-Ampelkarte
für Kapitän Jutzi (88.) fast zur Nebensache.
Das Ergebnis letztlich etwas zu hoch, was auch der siegreiche Madejski bei
seiner Freude über den Auswärtssieg berücksichtigte: „Hamm United hat wirklich
eine gute Truppe mit sehr viel Qualität, die sich am Ende aber einfach
aufgegeben hat. Zudem hatten sie nach einer ausgeglicheneren ersten Halbzeit
die große Möglichkeit zum 3:3, aber unser Torhüter hatte einfach einen Welttag
und wir haben einfach genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben:
schnelle, zielstrebige Konter.“.
Durch diesen Erfolg ist das von Madejski und Eddy Tounians gecoachte Team nun
neuer Spitzenreiter der Kreisliga 4 und will diesen Rang auch keineswegs wieder
hergeben: „Wir gehören mit dieser Mannschaft klar in die Bezirksliga!“, hält
sich der Übungsleiter nicht zurück. Der Grundstein dafür ist jedenfalls gelegt
und könnte mit einem weiteren Sieg gegen den FTSV Lorbeer weiter ausgebaut
werden.
Hamm United II steht nun ein schwieriger Auswärtskick bei Rot-weiß Wilhelmsburg
bevor, in dem sich zeigen wird, wie die Mannschaft die rasante Niederlage
verdaut hat.
Hamm United FC II: Maack –
Jutzi, Diedrich, T. Laszko (64. Beinling), Chrisafondis – Ulmer, Hempel (77.
Zwadzki) – Nernheim, Huremovic (64. Huth) – Scheer, Bezbradica, Spielertrainer: Sascha-Jasmin Huremovic
TuS Hamburg II: Tabor – Mohamed
Ahmed, Karagöz, Gluhic, Breitung – Sahin (46. Suaidy), Garcia – Sommer, Hammoud (75. Jobe), Lucindo de Jesus
(75. Kama) – Pätzold,
Trainergespann: Oliver Madejski & Eddy Tounians
Tore: 1:0 Scheer (24. Bezbradica),
1:1 Hammoud (26. Pätzold), 1:2 Pätzold (27.), 2:2 Jutzi (30. Bezbradica), 2:3
Pätzold (41., Strafstoßtor, Scheer an Hammoud), 2:4 Pätzold (51.), 2:5 Hammoud (58.
Sommer), 3:5 Scheer (65. Nernheim), 3:6 Hammoud (72. Gluhic), 3:7 Pätzold (82.)
gelb-rote Karte: Jutzi (88.,
wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Lukas Maximilian
Müller
Zuschauer: 61
Freitag, 14. Oktober 2011
Spielbericht Hamm United FC II - TuS Hamburg II
Sonntag, 9. Oktober 2011
Spielbericht SC Sternschanze II - Bahrenfelder SV 19
Munteres Kartenspiel
BSV 19 gewinnt kurioses Kampfspiel
und fliegt weiter mit den Adlern
Nein, das war wahrlich nichts für
schwache Nerven!
Mit 4:3 konnte das Spitzenteam des
Bahrenfelder SV 19 die Reserve des SC Sternschanze in einem irrsinnigen Match niederringen,
obwohl die Angelegenheit nach 45 Minuten bereits entschieden.
Der BSV hatte die Partie zunächst
gut im Griff. Mit bedachtem Spielaufbau und einer soliden Defensive im Rücken,
hätten die Gäste nach 18 bzw 21 Minuten zum Erfolg kommen können, doch Schanzes
Aushilfstorhüter Benjamin Wichert aus der dritten Mannschaft leistete in
Duellen mit Anwar Jaziri und Malte Piechottka ausgezeichnete Arbeit.
Es musste schon ein eigener
Mitspieler her, um diesen Keeper zu schlagen. Georg Kayser war es, der einen
feinen Spielzug über Tom Bartels und Gordon Oertel ins eigene Netz vollendete.
Keine 120 Sekunden später kam es
noch dicker für die Gastgeber: Rote Karte für Offensivspieler Michael Guimaraes
Silva, nachdem sich dieser vom deutlich älteren Filippo Callerame provozieren
ließ und diesen mit beiden Händen wegstieß. Callerame sah indes die gelbe
Karte...
Der Stachel saß zunächst tief bei
der SCS-Reserve, was der BSV eiskalt ausnutzte. Jaziri verdoppelte die Führung,
nachdem die Gastgeber einen Angriff über Rechts nicht entscheidend klären
konnten, per Rechtsschuss zu einem psychologisch idealen Zeitpunkt, Sekunden
vor der Pause.
Zurück aus den Kabinen, drehte sich
das Geschehen plötzlich. Die Bahrenfelder beendeten ihr gutes Offensivspiel,
während Johannes Jäkel und Co Immer besser in die Partie fanden, was sich nach
kurzer Zeit sofort auszahlen sollte. Adrian Lehmann mit der Ecke, Jens Rebke
per Kopf – nur noch 1:2! Es war der Auftakt einer höchst rasanten zweiten
Halbzeit, die ihren zweiten Akt in der Einwechslung Julian Homfelds auf
BSV-Seite erlebte, denn sein vorzeitiges Betreten des Spielfeldes brachte ihm
eine nicht nur unnötige, sondern auch folgenschwere Verwarnung ein. Zuerst
schien das Team in Grün nach gut einer Stunde nun für Ruhe gesorgt zu haben.
Ein schnell ausgeführter Freistoß von Oertel zu Jaziri und dessen gescheiter
Pass zum freien Piechottka, der das Leder eiskalt im Kasten einschlagen ließ,
dürften eigentlich die Entscheidung gegen einen Gegner in Unterzahl gebracht
haben. Ein Eindruck, der sich bestens bestätigte, denn es begann eine Phase mit
vielen Fouls und wenig Spielfluss, in der Schiedsrichter Murat Tözel (Hamm
United) mehr und mehr zum „Kartenspieler“ wurde, verteilte der Unparteiische
einige gelbe Karten, von denen auch Callerame noch einmal eine abbekam und
somit mit der Ampelkarte zum Feld musste (81.). Sekunden zuvor hätte der
eingewechselte Sascha Neubert endgültig für Ruhe im Spiel sorgen können, doch
SCS-Keeper Wichert lenkte Neuberts guten Freistoß aus zentraler Position großartig
über die Latte.
So blieb es für die Schlussphase
spannend, denn der SCS gab noch einmal Vollgas, blieb aber zunächst bei
Lehmanns Lattenkracher, fünf Minuten vor dem Ende, glücklos.
Glück, das kurz darauf jedoch
einkehren sollte, zeigte Tözel nach einem Handspiel von Neubert im Strafraum
auf den Punkt – Elfmeter für den SCS!
Lehmann übernahm die Verantwortung
und versenkte – Die Zickelbein-Elf war für die letzten Momente wieder im Spiel!
Momente, die Unglücksrabe Homfeld und Nico Matthies von draußen betrachten
mussten, da beide, gelb vorbelastet, nach Foulspielen die Ampelkarte sahen.
Auch mit neun gegen neun ging es imposant weiter, denn wieder entschied der
Spielleiter auf Elfmeter. Kayser hatte die Arme gegen Jaziri zu weit draußen,
was der erfahrene Torjäger mit etwas Theatralik zu seinem Vorteil machte.
Oertel mit dem Schuss ins Glück –
2:4! „Jetzt müsste das Ding doch endlich durch sein!“, kommentierte eine
BSV-Anhängerin das Elfertor in der Nachspielzeit, doch da machte sie ihre
Rechnung ohne den Mann an der Pfeife, der drei Minuten später nun wieder auf
der Gegenseite zum Punkt bat. Warum er dies erneut tat, wusste indes kaum einer
so genau...
Flügelspieler Jäkel war das völlig
egal, sodass er es zum dritten Anschlusstreffer dieses heißen Matches klingeln
ließ.
„Schiri, wie lange noch?“, fragte
die BSV-Bank direkt nach dem Tor. Eine Frage, die der sofortige Abpfiff
entsprechend beantwortete.
Der Bahrenfelder SV holte einen
unnötig mühevollen Dreier bei der zweiten Mannschaft des SC Sternschanze und
hält damit den Standard des tabellarischen Spitzenteams, was Trainer Liborio
Mazzagatti jedoch nicht gerne hört: „Unser Ziel ist es, eine gute Serie zu
spielen und die sehr positive Entwicklung des Vereins und seines Umfeldes, die
wir mit harter Arbeit erreicht haben, weiter voranzutreiben. Aufstiegsfavoriten
sind in dieser Staffel ganz andere“, schmetterte der Coach entschieden ab. Mit
seinem Team ging er indes hart ins Gericht: „Wir haben unsere Führungen nicht
gut verwaltet, aber wenn man nach der Halbzeitpause das Fußballspielen
einstellt und nicht mehr die nötige Einstellung zeigt, wird es eben eng. Zudem
hat der Schiedsrichter mit seinen Entscheidungen sehr viel Unruhe ins Spiel
gebracht, aber Hauptsache wir haben die drei Punkte!“, befand der siegreiche
Zepterschwinger abschließend.
Beim SCS ärgerte man sich derweil
über die Unbeherrschtheit des Michael G. und über die dadurch stark geförderte
Niederlage: „Wir haben wirklich eine gute zweite Halbzeit gespielt und viel
gemacht; da wäre ein Punkt eigentlich verdient gewesen“, haderte Spielertrainer
Benjamin Zickelbein mit dem Schicksal.
Den fast sensationellen siebten
Tabellenplatz hat die SCS-Reserve damit erst einmal verloren, während der BSV
weiter auf einem starken zweiten Rang hinter dem souveränen Ligaprimus SC
Victoria II rangiert.
SC Sternschanze II: Wichert – Kayser, Rebke,
Neuroth, Blömer – Matthias, Skarka (72. Kayzer), Schwarzer, Jäkel – Lehmann,
Guimaraes Silva, Spielertrainer: Benjamin Zickelbein
Bahrenfelder SV 19: Dreke – Duden (56. Homfeld), M.
Hardtmann, Heinsohn, Bartels – Callerame, Oertel – Esati,
Piechottka, Klütsch (69. Neubert) – Jaziri, Trainer: Liborio Mazzagatti
Tore: 0:1 Kayser (33. Eigentor, Oertel),
0:2 Jaziri (45.), 1:2 Rebke (53. Lehmann), 1:3 Piechottka (59. Jaziri), 2:3
Lehmann (87. Handstrafstoß, Homfeld), 2:4 Oertel (90.+2 Strafstoßtor, Kayser an
Jaziri), 3:4 Jäkel (90.+5 Foulstrafstoß)
gelb/rote Karten: Matthies (90. wiederholtes
Foulspiel) – Callerame (81. Unsportlichkeit + Foulspiel), Homfeld (89.
Unsportlichkeit + Foulspiel)
rote Karte: Guimaraes Silva (35. Tätlichkeit an
Callerame)
Schiedsrichter: Murat Tözel (Hamm United FC, Note
4,5)
Zuschauer: 60
Spielbericht HEBC - Glashütter SV
Warnsignale
erkannt
Reinmüller-Elf
dreht 1:3-Rückstand gegen einen forschen Aufsteiger
HEBC-Coach Poen Alarcon hat sicherlich schon ruhigere Vormittage mit seiner
Mannschaft verlebt als die 90 Minuten gegen den Glashütter. Teils wild gestikulierend
stand der Übungsleiter der Hausherren an der Seitenlinie und forderte seine
Mannen zu mehr Konzentration und Cleverness auf. Wirklich Gehör bei seinen
Schützlingen fand er aber erst während des Pausentees. Davor war die Darbietung
seiner Farben eher fahrig als zielstrebig gewesen.
Die erste Nennenswerte Szene der Begegnung ereignete sich in Minute 18, als die
bis dato besonnen und kompakt agierenden Gäste die Führung markierten. Kevin
Strominski bediente von rechts kommend Tobias Wismann, und jener vollendete
trocken zum 0:1.
Im Verlaufe der nächsten Minuten hätte der Goalgetter sein Team sogar mit drei
Toren in Front bringen können, doch scheiterte er zunächst am Pfosten und wenig
später in letzter Sekunde an der HEBC-Deckung. Etwas überraschend folglich der
Ausgleich. Schiedsrichter Christian Henkel (VfL Lohbrügge) hatte eine
Regelwidrigkeit geahndet und auf den Punkt gezeigt. Adem Ismajli ließ sich die
Chance nicht nehmen und vollstreckte souverän (23.).
Auf der Gegenseite geschah daraufhin eine ähnliche Situation. Nikola Jovic
hatte – wohl leicht außerhalb des Sechzehners – Foul gespielt. Jan Schuhmann
versenkte den fälligen Strafstoß im rechten unteren Eck (30.).
Als Benjamin Rehmer ein Zuspiel von To. Wismann schließlich zum 1:3 über die
Linie gebracht hatte, schien die Messe bereits gelesen zu sein, aber weil
Ismajli eine Unachtsamkeit in der GSV-Defensive ausnutzte, schob Antonio
Avarello noch vor der Pause zum zweiten Anschlusstreffer ein (43.).
Mit Wiederbeginn drückten die „Veilchen“ immens auf die Tube und schnürten den
Aufsteiger in dessen eigenen Hälfte ein. Die Belohnung: A. Avarellos
wunderschöne Bude zum 3:3 per Fallrückzieher (50.) und Jovic´ schnell
ausgeführter Freistoß zum 4:3 (64.), während Glashütte noch damit beschäftigt
war, seine Mauer zu stellen.
Dass die Eimsbütteler im zweiten Durchgang noch zahlreiche Gelegenheiten
ungenutzt ließen, verkam am Ende zu einer Nebensächlichkeit. Der HEBC fuhr
verdiente drei Punkte ein.
Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer
Tore: 0:1 Tobias Wismann (18. Strominski), 1:1 Ismajli (23. Strafstoßtor),
1:2 J. Schuhmann (30. Strafstoßtor), 1:3 Rehmer (40. Tobias Wismann), 2:3 A.
Avarello (43. Ismajli), 3:3 A. Avarello (50.), 4:3 Jovic (64. direkter Freistoß)
gelb-rote Karte: Tobias Wismann (Glashütter SV, 84., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Christian Henkel (VfL Lohbrügge)
Zuschauer: 100
Samstag, 8. Oktober 2011
Spielbericht SV RW Wilhelmsburg - FC ZaZa Hamburg
Ferizi
ersetzt sie alle
Gala-Auftritt
des Angreifers lässt RWWs Personalsorgen vergessen
Ahmet Kilic musste nach Spielende erstmal tief durchatmen. Felsbrocken fielen
dem Coach des SV Rot-weiß Wilhelmsburg vom Herzen, nachdem sein Team den
Rivalen FC ZaZa trotz übelster Personalprobleme mit einer reifen Vorstellung
mit 4:1 vom Hof jagte.
Den besseren Beginn legten jedoch zunächst die Gäste hin. So war RWW-Keeper
Ertegün Yildirim früh zum erfolgreichen Eingriff gegen Ramazan Gün aus 17
Metern gezwungen (3.).
Geklingelt hat es dafür auf der anderen Seite. Rot-weiß mit einem
festgefahrenen Angriff, doch Kushtrim Ferizi machte per Linksschuss aus 24
Metern doch noch eine Erfolgsgeschichte aus der ersten eigenen Offensivregung
(10.).
Verlass blieb unterdessen auch auf Goalie Yildirim, der wenig später einen
Can-Kopfball entschärfte. Doch auch sein Gegenüber kann es auf der anderen
Linie, ffischte Mehmet Öztürk einen Freistoß Erdal Kilic´ wunderbar aus dem Winkel.
ZaZa blieb für die zweite Hälfte gut im Geschäft und freute sich – nur kurz –
über den vermeintlichen Ausgleich, den der eingewechselte Fahrettin Gönlüacik
bei der Verarbeitung einer Akdag-Flanke unter klarem Handspieleinsatz, ähnlich
wie einst Oliver Kahn anno 2001, erzielte (54.). Ein Schiedsrichter von der
Qualität eines Markus Dahms (TuS Finkenwerder) lässt sich davon natürlich nicht
täuschen. Ohnehin hatte der oberligaerfahrene Mann das brisante Türkisch/Kurdische
Duell mit seiner konsequenten Ansprache überragend im Griff.
In völlig legaler Manier zeigte Christopher Bruhn, knapp vor Passieren der
Stundenmarke, wie man es richtig macht. Ein schneller Konter über die linke
Seite schaltete ZaZas Defensive aus, sodass Ferizi vor dem Tor nur noch
querzulegen brauchte. Bruhn nahm dankend an und verdoppelte den Vorsprung der
heuer ohne sieben abwesende Urlauber und einem Torhüter (Ibrahim Senol) im Feld
agierenden Wilhelmsburger (59.).
Die Gäste wollten sich jedoch nicht aufgeben und verkürzten auf 2:1, als Onur
Yayan einen Sürmeli-Freistoß unbedrängt im Strafraum im Strafraum einköpfen
konnte (65.).
Zeit, die dritte Schlappe in Serie abzuwenden, war noch genug, doch zu oft
schlichen sich Ungenauigkeiten ins Spiel des kurdischen Teams.
Stattdessen machte Rot-weiß nach Ferizis Eckball in Person von Bruhn alles klar
(73.), um in der Schlussminute einen weiteren Bilderbuch-Konter, abgeschlossen
zum 4:1 vom nicht zu bremsenden Ferizi, aufs rote Parkett am Rotenhäuser Damm
zu legen.
Für Übungsleiter Ahmet Kilic ein Grund zur Freude: „Nach den ersten 20 Minuten
haben wir heute ein richtig gutes Kampfspiel hingelegt. Es war sehr wichtig,
nach dem Spiel gegen den Escheburger SV, wo wir allein in den ersten 23 Minuten
fünf Riesenchancen auslassen und gegen nachher neun Mann verlieren, wieder
einen Sieg zu schaffen. Ich bin sehr stolz auf meine ersatzgeschwächte
Mannschaft!“.
Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Wochenende beim Kellerkind des DSC
Hanseat würde RWW nicht nur den Trainer weiter stolz machen, sondern auch in
Reichweiter zu den Plätzen an der Sonne der Kreisliga 4 gelangen. Der FC ZaZa
hat dagegen mit Vatan Gücü die nächste harte Nuss zu knacken, um nicht unten
hineinzugeraten.
Tore: 1:0 Ferizi (10.),
2:0 Bruhn (59. Ferizi), 2:1 Yayan (65. Sürmeli), 3:1 Bruhn (73. Ferizi), 4:1
Ferizi (90. Yalcin)
beste Spieler: Yildirim, Ferizi,
Bruhn – geschlossene Mannschaftsleistung
gelbe Karten: Bruhn, Oksüz –
Demirtag, Gün, F. Gönlüacik, Sürmeli
Schiedsrichter: Markus Dahms (TuS
Finkenwerder, Note 1)
Zuschauer: 60
Freitag, 7. Oktober 2011
Spielbericht GW Eimsbüttel - SC Alstertal / Langenhorn II
„Wenn man denkt,
da kommt nichts mehr“
2:1
über SCALA! – Zweiter GWE-Sieg in Folge gegen wenig inspirierte Gäste
Grün-weiß Eimsbüttel hat durch einen 2:1-Heimerfolg über die Reserve des SC
Alstertal/Langenhorn den überraschenden Auswärtserfolg beim SC Persia veredeln
können.
Der Ereignisgrad vor bedauerlich schwacher Kulisse passte sich zu Beginn den
äußeren Bedingungen bestens an. Es passierte nicht viel, da beide Mannschaften
nach dem Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ handelten.
Doch mitten in diese Ruhe setzten die Gäste durch Daniel Krohn einen gehörigen
Nadelstich, der keineswegs eine freundliche Akupunktur war, sondern das 0:1 des
23-jährigen Angreifer, der Matthias Przybylski in einem packenden Laufduell von
sich distanzieren konnte (20.).
In der Folge blieb die Partie zwar weiter verhalten, doch langsam übernahm GWE
das Kommando auf dem Spielfeld. Dies wollte sich Dirk Becker mit einem Versuch
aus halblinker Position zu Nutze machen, doch das Spielgerät verfehlte den
Kasten denkbar knapp.
Nach dem Wiederbeginn war die Heimmannschaft weiter die Aktivere und hätte
wiederum durch Becker den Ausgleich erzielen müssen, doch ein Tritt in die Luft
verhinderte das eimsbütteler Hurra, nachdem Johan Schwarzmayr schön flankte.
Gute fünf Minuten später war es dann so weit: Freistoß für die Gastgeber in der
Nähe des Sachzehners. Schwarzmayr mit der Ablage, Motullo mit rechts – 1:1! Ein
Dusel-Tor, denn den darf Schlussmann Jorg-Philip Ansen auch gerne sicher
entschärfen…
Chancenlos konnte sich der 25-Jährige kurze Zeit danach nennen, als Caspar
Motullo im Strafraumgewühl die Übersicht behielt und mustergültig per Kopf für
Schwarzmayr auflegte. Der ehemalige Auetaler traf und bewies damit, dass es
auch mit getauschten Rollen funktioniert (63.).
Apropos getauschte Rollen: Wie kam eigentlich SCALA mit der Wendung zum
Rückstand zurecht?
Wirklich erwähnenswert gestalteten sich die Bemühungen nur bei einer
ausgezeichneten Schusschance für den soeben eingewechselten Tim Koßek, vom
formstarken Patrick Witte zwischen den GWE-Stäben aber fachmännisch entschärft
(75.).
Simon Schirrmacher und die anderen Grün-weiß sicherten sich die Punkte, was den
Kapitän angesichts der aktuell „schwierigen Personalsituation“ (mit Matthias
Barkley, Dennis Tralau und Marco Bär kamen erneut drei Spieler aus dem Gros der
zweiten Herren zum Einsatz) hoch erfreute: „Wir sind näher zusammengerückt, was
wir sehr deutlich auf dem Spielfeld durch extrem geschlossene Kompaktheit
zeigen. Deshalb geht der Sieg gegen einen angenehm fairen und sympathischen
Gegner auch in Ordnung.“. Eine Kampfansage an die Konkurrenz hatte der
33-Jährige auch gleich parat: „GWE schlägt immer dann zu, wenn man denkt, da
kommt nichts mehr!“.
Auf den VfL Hammonia wartet also eine interessante Aufgabe gegen ein Team, das
mit nun zwei Siegen in Folge vorerst im Mittelfeld rangiert – ebenso, wie der
heuer geschlagene Aufsteiger, der an seiner Siemershöh die Zweitvertretung des
Willinghusener SC zum Duell der Reserven empfängt.
Tore: 0:1 Krohn (20.), 1:1 Motullo (56. Direkter Freistoß),
1:2 Schwarzmayr (63. Motullo)
beste Spieler: Motullo, C. Pleus – geschlossene Mannschaftsleistung
Schiedsrichter: Nino Rüdian (VfL Lohbrügge)
Zuschauer: 20
Sonntag, 2. Oktober 2011
Spielbericht SC Persia 04 - GW Eimsbüttel
Persia
beißt auf Granit
Dritte
Persia-Schlappe in Folge – GWE mit Befreiungsschlag
Mit einem 2:0-Auswärtssieg beim SC Persia konnte Grün-weiß Eimsbüttel einen
wahrhaften Befreiungsschlag in der Kreisliga 5 setzen, während der SC Persia
den Status des absoluten Spitzenteams vorerst verloren hat.
Es entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Kick bei großer Hitze in
Alsterdorf, in dem de ganz großen Momente erstmal ausblieben. Doch eine starke
Vorarbeit von Finn Schaper über die linke Seite lieferte den perfekten Service
für Vincent Dahms, der das Leder aus halbrechter Position zum 0:1 in die kurze
Ecke schob (24.).
Danach passierte nicht viel. Persia bemühte sich zwar um eine passende Antwort,
doch fehlende Dynamik im Aufbauspiel und ein extrem kompakter Defensivblock der
Gäste ließen den SCP über weite Strecken blass aussehen. Szenen, wie in der 39.
Minute, als Schaper seine liebe Mühe hatte, eine von Schlussmann Patrick Witte
berührte Hereingabe von Shahram Rahbari auf der Linie zu klären, waren
Mangelware.
In der zweiten Hälfte schien sich das Geschehen eher in Richtung der Gastgeber
zu entwickeln. So eröffnete Carsten Motzkus den neuen Spielabschnitt mit einem
guten Freistoß aus zentraler Position, doch der aufmerksame Witte lenkte das
Leder schön über die Latte.
Ebenso eine gute Reaktion gab es in der 66. Minute zu bestaunen, als sich der
eingewechselte Stefan Reichel versuchte, gegen den 29-Jährigen Schlussmann
jedoch das Nachsehen hatte.
Danach war Schluss für den emsigen 19-jährigen Hasan Yüksel auf Seiten bei GWE,
der wie der für ihn eingewechselte Dennis Tralau eigentlich zum Gros der
zweiten Mannschaft gehört. Später sollte mit Marco Bär gar ein Akteur der
dritten Herrenmannschaft den alsterdorfer Rasen betreten. Mit Tralau leitete
gut eine Viertelstunde vor Schluss einer des Aushilfstrios die Entscheidung zu
Gunsten der ausfallgeplagten Schirmer-Elf ein.
Persia verhaspelte sich aufgrund eines Laufeinsatzes Tralaus vor dem eigenen
Sechzehner und schon bediente Nicholas Burke den gestarteten Dahms, der im Lauf
auf den Kasten das 0:2 markierte (76.). Grund genug für ihn, jubelnd und auf
seine Rückennummer 13 verweisen, auf den Hügel hinter dem getroffenen Tor zu
sprinten – ein Gruß an ein paar Persia-Akteure, mit denen er einst, unter
anderem beim SC Sperber zusammen kickte…
Der SC Persia drückte zwar noch auf den Anschlusstreffer, doch eine zu
uninspirierte Spielweise und gegnerischer Granit besiegelten die dritte
Niederlage in Serie und das Abrutschen auf den dritten Rang.
Auf der anderen Seite tat GWE einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller,
von dem man sich nun dank einer starken Kollektivleistung auf vier Punkte
distanzieren konnte.
Während Grün-weiß mit einem Heimsieg am kommenden Freitag gegen den starken
Aufsteiger SC Alstertal/Langenhorn II einen Aufwärtstrend setzen will, sollte
der SC Persia punkten, wenn es am Sonntag zur unangenehm zu bespielenden
Reserve des Willinghusener SC geht.
Tore: 0:1 Dahms (24.
Schaper), 0:2 Dahms (76. Burke)
beste Spieler: M. Karimi – Witte,
Schaper, Motullo, Yüksel
Schiedsrichter: Manfred Kock (TSV
Reinbek)
Zuschauer: 40
Spielbericht SC Victoria Hamburg II - VfL 93 Hamburg II
Abgerammt!
Spitzenreiter
Vicky II kanzelt VfL-Reserve 8:0 ab
Auch lange nach dem Spiel wusste VfL-Coach Marco Ritter noch nicht so wirklich,
was er zu dem Geschehenen sagen sollte: „Das war ein rabenschwarzer Tag für
uns. Wir waren in allen Belangen schlechter“, konstatierter der Übungsleiter,
wie sein Team am Lokstedter Steindamm buchstäblich unter die Räder geriet.
Es dauerte keine 60 Sekunden, da schädelte der aufgerückte Arne Wegner das
Spielgerät erstmalig in die Maschen. Der VfL fand an diesem Sonntag überhaupt
nicht ins Spiel und so überraschte es nicht, dass Benedikt Neumann-Schirmbeck
nach einer Balleroberung locker zum 2:0 einschob (9.) und Can Aytac bereits in
Minute elf auf Flanke Philipp Wolpers auf 3:0 erhöhte.
Der Rest des Spiels war vorgezeichnet. Vicky setzte das gegnerische Tor unter
Dauerbeschuss, vergeigte dabei sämtliche Großchancen, um aber dennoch fünf
weitere Einschüsse in Sven Oesers Gehäuse zu platzieren. Trainer Gody Hoedoafia
präsentierte sich daher hochzufrieden mit seinen Mannen: „Ich bin sehr
zufrieden mit meinen Jungs, die heute 90 Minuten lang Gas gegeben haben und den
Gegner nicht ins Spiel kommen ließen.“. Das Thema Aufstieg verbittet sich der Coach dagegen vehement – trotz der
verteidigten Tabellenführung: „Es wäre vermessen, jetzt nach zehn Spielen schon
vom Aufstieg zu sprechen. Außerdem war der Gegner heute kein Maßstab. Die
interessanten Spiele kommen jetzt erst!“. Ein interessantes Spiel mit der
Möglichkeit, „sich für die harte Trainingsarbeit zu belohnen“ und „die Position
zu festigen“, bietet das kommende Heimspiel gegen die zuletzt kriselnde Elf von
KS Polonia, während die 93er mit
Weiß-blau 63 die nächste harte Nuss zu knacken haben.
Tore: 1:0 Wegner (1.
Aytac), 2:0 Neumann-Schirmbeck (9.), 3:0 Aytac (11. Wolpers), 4:0 Aytac (31.),
5:0 Neumann-Schirmbeck (45. Karaschewski), 6:0 Neumann-Schirmbeck (53.
Schacht), 7:0 Aytac (56.), 8:0 Wolpers (74.)
Schiedsrichter: Stephan Gehrmann (SV
Bergstedt)
Zuschauer: 50