Samstag, 29. März 2025

Spielbericht Rot-weiß Kiebitzreihe II - FC Borussia Osterstedt

Kuriose Torschützen: RWK II meldet sich zurück
RW Kiebitzreihe II beendet Negativlauf – Borussia muss weiter zittern

Das hat gutgetan! Jahresübergreifend sechs Partien konnte die zweite Garde von Rot-weiß Kiebitzreihe in der Kreisklasse B West-2 nicht für sich entscheiden – nun gab es erstmals seit Ende Oktober 2024 wieder Grund zum Feiern.
Wenig feierlich präsentierte sich im Duell mit dem FC Borussia Osterstedt, dessen Klassenverbleib durchaus noch latent gefährdet ist, der Zustand des Rasens in der SwanCity-Arena. Mit viel Braun und einigen Unebenheiten konkurrierte das ramponierte Geläuf vor allem in der ersten Hälfte mit der technisch weitgehend anspruchslosen Begegnung.
Wie passend, dass die erste Szene von Belangen, Borussias Führungstreffer, per Eigentor zustande kam, als eine für Michael Jessen in der Strafraummitte bestimmte Ecke am nahen Pfosten vom Rot-weißen Torben Schlichting ins eigene Netz gelenkt wurde (19.).
Die Swans brauchten dagegen ganze 24 Minuten, um erstmals vor dem richtigen Tor vorstellig zu werden. Versuche von Abdul Halim Shalla (24.) und Jonas Andi (26.), jeweils von halbrechts, waren zumindest einmal ein Anfang.
Dank Fadi Knifdis Durchsetzungsvermögen gegen den niedergerungenen Jessen und dem Umstand, dass der folgende Rechtsschuss sicher saß, war der Heim-Rückstand noch vor der Pause verdientermaßen egalisiert (37.).
Und mehr noch, drehte sich das Blatt nach dem Seitenwechsel so richtig zu Gunsten der Platzherren. Bastian Scheppmanns kluger Flankenwechsel bereitete kurz nach dem Wiederbeginn den Weg zum ruhig über die weiteren Stationen Knifdi und Gorny herausgespielten 2:1, das am Ende der am zweiten Pfosten einlaufende Tobias Schröter besorgte (47.).
Nachschlag gab es wiederum nach einem hohen Ball, den diesmal Schlichting per Ecke servierte. Roman Turkat köpfte recht unbedrängt im Fünfer ein und es stand 3:1 (57.).
Die meist zu statischen Gäste traten derweil gar nicht mehr wirklich auf den Plan.  Stattdessen verhinderte Torsteher Torge Wieben mit dem langen Fuß das mögliche 4:1 durch Pierre Gorny (65.).
Auch dem Wind war es bei einer Einwurfsituation zunächst nicht gelungen, den vierten RWK-Treffer gegen den Schlussmann herbeizuführen (75.).
Dafür passierte es schließlich vom Punkt, nachdem Andi den Lufteinsatz von Gegenspieler Christopher Feige mehr als Dankend zum Strafstoß annahm (80.). Kollege Schlichting dankte es ihm ganz besonders und neutralisierte sicher das Eigentor aus der ersten Hälfte.
Nur Augenblicke später das nächste Tor-Kuriosum, an dem nun mit Jan Korinth ein gelernter und aktiver Torwart maßgeblich beteiligt war. Bei einem Turkat-Diagonalschlag half dem einstigen Rantzauer und Sparrieshooper eine gesunde Standfestigkeit gegen den abprallenden Wieben, um den leeren Kasten zur 5:1-Endnote mühelos zu treffen (81.). RWK II machte damit seine Ansprüche auf die obere Tabellenhälfte klar, während die erst im Vorjahr am Finalspieltag abgestiegenen Borussen mit aktuell sieben Zählern oberhalb des Doppel-Sturzes gen Kreisklasse C stehen.

Tore: 0:1 Schlichting (19., Eigentor), 1:1 Knifdi (37.), 2:1 Schröter (47. Gorny), 3:1 Turkat (57. Schlichting), 4:1 Schlichting (80., Strafstoßtor, Feige an Andi), 5:1 Korinth (81. Turkat)

gelbe Karten: Andi – keine

Schiedsrichter: Nico Domnik (VfL Kellinghusen)

Zuschauer: 22

Torschütze in beide Richtungen: Torben Schlichting.








Sonntag, 23. März 2025

Spielbericht SSD Nikola Tesla Hamburg - Bramfelder SV

Tesla-Express mit Standard-Stärke
6:2! Vize-Primus bleibt TBS Pinneberg dicht auf der Pelle

Nichts erregt die Gemüter in Fußball Hamburg derzeit so sehr, wie der Spielabbruch vorige Woche im Landesliga Hammonia-Duell Union Tornesch gegen TBS Pinneberg. Wie teuer wird dem Spitzenreiter die Gewalthandlung seines Vorstandsmitglieds beim Stand von 0:2 zu stehen kommen?
Verfolger Nikola Tesla wittert da natürlich die große Chance, sich noch am Club von der Müßentwiete vorbeizupunkten. Den entsprechenden Tatendrang zu spüren bekam am Sonntag die solide Elf des Bramfelder SV, die unter der brutzelnden Märzsonne am Ende ordentlich abgekocht wurde.
Anfangs regierte allerdings noch die Risikovermeidung – auf beiden Seiten. Außer einer Verwarnung für Agyekum Jamborek wegen einer Schwalbe (6.) schaffte es daher erstmal keine Szene in die Spielchronik.
Den Überraschungseffekt hatten die Teslaner daher voll auf ihrer Seite, als Jamborek im Doppelpass mit Emin Brobbey diesmal auf den flinken Füßen blieb und die Kugel halbhoch ins ferne Eck beförderte (24.). Endlich war es den Gastgebern gelungen, Tempo und die technische Überlegenheit gefährlich ins vordere Spielfelddrittel zu transportieren!
Neben dem eigenen Erwachen half kurz darauf auch der Gegner freundlich per Fehlpass mit, dass Brobbey flach von außerhalb des Sechzehners verdoppeln konnte – 2:0 (27.)!
Der Tesla-Express jetzt voll im Rollen, nur das dritte Tor fehlte zum perfekten Lauf. Chancen dazu, wie eine Doppelchance für Damian Ilic und erneut Jamborek (33.), waren durchaus vorhanden.
Stattdessen handelte man sich durch Foulspiel von Necati Agdan gegen den sonst frei durchlaufenden Kilian Oelrich den Strafstoß zum Anschlusstreffer ein. Maurice Freudenthal zeigte nämlich keine Nerven vom Punkt (37.).
Ein möglicher Wendepunkt im Match, denn der BSV war jetzt wachgeküsst, während das Spitzenteam die Zügel nun etwas schleifen ließ. Wie gut, dass direkt nach Wiederbeginn Verlass auf Terje Scheffel und dessen ruhende Bälle war. Erst verlängerte der aufgerückte Agdan einen Freistoß des 27-Jährigen auf den einnetzenden Niklas Kiene (47.), dann sparte sich Agdan den Umweg und köpfte direkt das 4:1 (52.). So geht Effizienz!
Vorzeitig durch war das Thema schließlich nach einer Stunde, als BSV-Schlussmann Eymen Usta bei einer Hereingabe von rechts vom eigenen Mann gerammt wurde, das Ei fallen ließ und Joker Ezequiel Bautista Barbera – kurz „Xano“ – goldrichtig zum Abstauber bereit stand (66.).
Am feststehenden Tesla-Erfolg änderte auch das verkürzende 5:2, bei dem Goalie Leon Henk noch in erster Instanz mit voller Breite abwehrte, ehe Oelrich im zweiten Anlauf flach vollendete (68.).
Auf Traumpass Hassan Zarei stellte der geschickte Ilic den alten Abstand jedoch wieder her (82.) – 6:2 für die Elf von Mohet Wadhwa, wodurch sie im Klassement einstweilen wieder nur noch einen Zähler hinter dem fast zeitgleich mit 2:0 im Topspiel gegen den SV Rugenbergen siegreichen Primus aus Pinneberg liegt. Welche Entscheidung die Sportgerichtsbarkeit über den TBS-Abbruch in Tornesch (auch ein Punktabzug steht im Raum) auch immer fällen wird: Die Tesla-Aktie steht in Sachen Oberliga höher denn je!

Tore: 1:0 Jamborek (23. Brobbey), 2:0 Brobbey (26. Scheffel), 2:1 Freudenthal (37., Strafstoßtor, Agdan an Oelrich), 3:1 Kiene (47. Agdan), 4:1 Agdan (52. Scheffel), 5:1 Bautista Barbera (66. Ilic), 5:2 Oelrich (68. Altunel), 6:2 Ilic (82. Zarei)

gelbe Karten: Jamborek, Agdan, Scheffel – Sadownik

Schiedsrichter: Luis Malter (FC Alsterbrüder)

Zuschauer: 80













Samstag, 22. März 2025

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Glashütter SV 1.B

„untypisches Glashütte-Spiel“
Nach sechs Jahren: SCS-2008er brechen ihren GSV-Fluch!

Knapp sechs Jahre lang hatten Duelle zwischen dem SC Sternschanze und dem Glashütter SV im Jahrgang 2008 den Charakter des Dinner for One. „Immer schwierige Spiele“, die der SCS „ärgerlich verloren oder ärgerlich unentschieden gespielt“ hatte, pflasterten für die Schanzer den Weg über die letzten sechs Begegnungen, aus denen nur ein kümmerliches Pünktchen mitzunehmen war.
„Vor dem Spiel hätten wir nicht gedacht, dass wir hier mit einem 4:0-Sieg rausgehen“, machte Arthur Schreiber auch gar keinen Hehl aus der eigenen Überraschung über einen „in der Höhe absolut verdienten“ Dreier im Sechs-Punkte-Spiel um U17-Landesliga-Platz vier.
An Motivation hatte es dabei von Beginn an nicht gemangelt: „Wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir hier gewinnen und das Spiel machen wollen.“.
Die erste gute Gelegenheit ergab sich jedoch für die Gäste, als sich Enno Gloßner erfolgreich Angreifer Leo Rothaug widersetzte (9.). Auch sein Gegenüber bewies sein Können – allerdings auf Kosten eines Brummschädels, der auf das Konto eines zu unplatzierten Ahmadi-Versuchs ging (13.).
Wenig später half auch kein Köpfchen mehr, als Baran Sütcü nach links zu Theo Spöhrer eröffnete, dieser die Übersicht behielt und so Marvin Bonsus Führungstreffer ins lange Eck quer auflegte (20.).
Alles paletti, im Schanzen-Land, zumal Bonsu etwas überhastet (25.) und Kleon Lorenz an den Pfosten (33.) die mögliche Verdopplung auf den Schlappen fiel.
Kein Grund aber für Misstöne im oft stimmungsfragilen Schanzen-Gros: „Ich finde, uns ist heute besonders gut gelungen, dass wir auf dem Platz positiv miteinander gesprochen haben und jeder wirklich hundert Prozent gegeben hat. Es war eine gute Stimmung und es gab kaum negative Kritik. Und wenn es welche gab, war sie berechtigt und in einer Tonlage, mit der man sich unterhalten kann“, zerschoss man sich diesmal nicht einen gelungenen Spieleinstieg, dem heute vereinzelte Halbchancen des Gegners nichts anhaben konnten.
Im Gegenteil, legte Marineblau in Minute 50 vom Strafstoßpunkt aus nach. Bonsu verlud den Torwart, nachdem Kerim Arslan Spöhrer im Strafraum die Beine weggezogen hatte.
Aber was war bloß mit den Gästen los? „Glashütte hatte heute nicht so wirklich den Drang, unbedingt gewinnen zu wollen. Die sind hierher gefahren mit so einem vielleicht gewinnen wir mal, so ein Larifari-Ding“, wunderte sich auch Schreiber über ein „untypisches Glashütte-Spiel“.
Schanze dagegen besann sich auf die eigenen Stärken: „Wir haben viel kurz aufgebaut, viel im Kleinklein gelöst, auch das Pressing überspielt. Wir haben uns halt überhaupt nicht unter Druck setzen lassen – und das hat sehr gut funktioniert!“, frohlockte der Mittelfeldspieler, der am vorentscheidenden 3:0 persönliche Beteiligung erfuhr. Erst erschwindelte („Kontakt dankend angenommen“) er sich einen rasch zu Spöhrer ausgeführten Offensivfreistoß, ehe der Adressat im Sechzehner für den besser postierten Lorenz querlegte (80+1). Proteste des GSV, dass die vom Schiedsrichter gebilligte Schnellausführung des Standards zu Lasten des Abwehrmauerbaus unzulässig gewesen sei, räumte Leistungsschiedsrichter Schreiber noch auf dem Platz per Regelvortrag für Tormann Dawit Christoph aus der Welt. „Ich habe ihm erklärt, dass das überhaupt nicht seine Aufgabe ist; dann war er ein bisschen wütend auf mich – das habe ich nicht so ganz verstanden.“…
Klar verständlich dagegen die Sprache des Ergebnisses, die Lorenz´ vollendeter Doppelschlag auf Zuspiel Shahab Ahmadis noch expliziter Gestaltete (80.+3). Dem umspielten Christoph und den anderen Schwänen, zu denen auch der einst beim SCS nie wirklich glücklich gewordene Ariyan Shafaei Shamsabadiyan gehört, blieben nach der historischen Pleite nur noch frustrierte Misstöne.
Apropos „nur noch“: Vom letzten Erfolg des SC Sternschanze über dieNorderstedter am 30.04.2019 (5:2 nach Verlängerung im Pokal der alten E-Jugend) ist von allen damals 20 eingesetzten Akteuren im Spiel nur noch der heutige Vorlagen-Hattrick-Mann Spöhrer im gleichen Trikot unterwegs.
Viel wichtiger für die Wasserturm-Kicker ist jedoch das Hier und Jetzt, das trotz mangelnder Konstanz mit Rang vier ein ordentliches Zwischenergebnis aufweist. „Wir werden diese Saison auf jeden Fall letztendlich als Tabellenvierter abschließen“, versprechen vier Zähler vor dem GSV eine gute Absicherung nach hinten. In Richtung Aufstiegsplatz drei, wo derzeit ein eher ungeliebter Staffelkonkurrent steht, gilt bei acht Punkten Rückstand nur noch das Prinzip Hoffnung: „Vielleicht schaffen wir ja noch, Berne einzuholen. Das wäre natürlich wunderbar!“.

Tore: 1:0 Bonsu (19. Spöhrer), 2:0 Bonsu (53., Strafstoßtor, 21 an Spöhrer), 3:0 Lorenz (80.+1, Spöhrer), 4:0 Lorenz (80.+3 Ahmadi)

gelbe Karten: Spöhrer, Sütcü – Daljipi, Ammar

Schiedsrichter: Malcolm Ruhnau (SV Groß Borstel)

Zuschauer: 30






Sonntag, 16. März 2025

Spielbericht HEBC 1.Ü40 - Hamburger SV 1.Ü40

Mit Großkopfs Ansprache (?)
Wichtiger Sprung im Abstiegskampf: HEBC-Senioren schlagen den HSV

Die einzige Konstante im Saisonverlauf der HEBC-Senioren ist und bleibt die Inkonstanz. Der einzige Vorteil daran: Auf Niederlagen wie das 2:3 im Keller-Kick bei Nikola Tesla folgt meist ein (kleines) Erfolgserlebnis. Diesmal im Duell mit dem Aufsteiger HSV, gegen den man nicht auf eine große Portion Glück und spektakuläres Torwarthandwerk verzichtete.
Zunächst war die lila-weiße Welt perfekt, als Torjäger Metin Ünlü das Bällchen mit viel Gefühl aus zentraler Position rechtsoben hineinzirkelte (13.).
Zuvor hatte bereits der bewegliche Felipe Villalón Waldburg-Zeil, frei vor der Hütte, die verpasste Führung auf dem Schlappen (10.).
Der HSV regierte mit einer vergeigten Großchance (19.) und einer Halbzeit-Schlussoffensive, die Darko Simic gleich zweimal zum Abschluss beförderte. Erst bolzte der einstige TuS Holstein-Akteur eine Borges-Flanke am zweiten Pfosten in Rücklage drüber (35.), dann zielte er im Fallen genau auf den zupackenden Sven Klein (35.+2).
Dem Goalie sollten auch nach dem Seitenwechsel einige Bälle um die Ohren fliegen. Zunächst aber gab es für Klein und Co wieder Grund zum Jubeln, als Villalón Waldburg-Zeil auf Zuspiel Murat Yildiz von halblinks zum 2:0 in die lange Ecke vollendete (43.).
Von da an arbeitete der Tabellensechste mit Hochdruck am Anschlusstreffer, den Klein fliegend gegen einen Jöhnk-Kopfball (45.) und einen platzierten Freistoß durch René D´linge (58.) verhinderte – oder eher vertagte. Denn von der Strafraumgrenze aus wuchtete Stefan Schulz das Leder satt in den Knick (70.).
Fünf quälende Minuten Nachspielzeit setzte Schiedsrichter Detlef Kowitz (TSV Holm) zum Leidwesen der schwimmenden Gastgeber an. Nicht das erste würde die Reinmüller-Elf Punkte auf den letzten Metern liegen lassen. Zu allem Überfluss verlängerte sich die Extra-Zeit auch noch um zwei weitere Zeigerumdrehungen, in denen Sven Borges noch einmal abzog (Klein fing die Kugel, 90.+6) und einen allerletzten Freistoß ins Strafraumgetümmel brachte. Klein aber griff auch dieses Ding ab (70.+7) und geschafft war der große Schritt aus den Abstiegsplätzen der Senioren-Oberliga 01.
„Campeónes, Campeónes…“ schallte es also mal wieder lautstark durch die HEBC-Kabine und via Trainer und Instagram-Influencer Francisco Ramos (@francifival) in den Socialmedia-Äther. Einen Anteil daran mag man vielleicht auch der besonderen Ansprache von Jörn Großkopf vor dem Spiel zuschreiben können. Eindringlich betonte der (inzwischen Ex-)HEBCer vom alten Mannschaftsstamm und profierfahrene Trainer die Wichtigkeit eines Sieges für den unbedingt zu schaffenden Klassenerhalt.
Möglicherweise waren es aber auch einfach nur die eingangs genannten Faktoren und eine Mischung aus laufstarken Spielern wie Villalón Waldburg-Zeil und Stabilisatoren wie Michael Glaser, die an diesem Sonntagmorgen den Unterschied machten…

Tore: 1:0 Ünlü (13. Rückert), 2:0 Villalón Waldburg-Zeil (43.), 2:1 Schulz (70.)

gelbe Karten: Almeida, Yildiz, Mundt, Ünlü – keine

Schiedsrichter: Detlef Kowitz (TSV Holm, Note 2,5: führte gewohnt solide und kommunikativ durch das Match, HEBC bei Jöhnks Strafraumgrätsche einen Strafstoß zu verweigern, war vertretbar, da der HSVer vor dem Gegnerkontakt leicht den Ball spielte (33.).)

Zuschauer: 30






Samstag, 15. März 2025

Spielbericht SV Schleswig 06 II - SG Nieharde

In den ruhenden Bällen liegt die Kraft
Drei Standard-Tore: Schleswig 06 II boxt sich unten raus

Kaum verschaffte sich die Liga-Mannschaft des VS Schleswig 06 mit einem krachenden 6:0 gegen Weiche Flensburg III reichlich Luft im Abstiegskampf der Verbandsliga Nord, setzte sich im direkten Anschluss auch die U23 vom Schützenredder entscheidend vom Tabellenkeller ihrer Kreisklasse A-Nord ab.
Daheim gegen die SG Nieharde ließen die Weiß-schwarzen zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Zweifel am Dreier gegen den Tabellenelften auf dem Relegationsplatz zu.
Besonders effektives Stilmittel im Angriffsdrittel: Der Kopfball, welcher bei einer Henning-Ecke durch Shivan Ramazan noch nicht den kometenhaften Erfolg brachte (3.), doch als Miles Henning den nächsten Ball von der Fahne auf den Schädel des baumlangen Jeppe Petersen zirkelte, war die Führung aus überschaubarer Distanz perfekt (7.).
Ein wenig dümpelte das Geschehen fortan vor sich hin, bis Matthias Grafunder einmal per Einzelaktion für die Gäste ein wenig Gefahr versprühte und 06-Schlussmann Linus Krause einmal hinter einem Linksschuss herfliegen ließ (28.).
Für die Gastgeber das Signal, wieder etwas mehr zu investieren. So erhielt Petersen zweimal aus allerdings schwierigen Positionen die Gelegenheit zum abgefälschten (33.) beziehungsweise verzogenen (43. & 52.) Torschuss.
Schleswiger Tore fielen heute eben nur nach Standards, leitete ein durch Gabriel Sica verlängerter Ramazan-Einwurf das 2:0 durch das freie Einköpfen des eingewechselten Kamil Mackowiak ein (53.).
Sica war es, der die Führung gleich zweimal fast weiter in die Höhe geschraubt hätte (70. & 79.), doch erst sein flacher Freistoß aus 17 Metern, bei dem SGN-Fänger Dennis Moeller eher suboptimal aussah, besiegelte vorzeitig den Ausbau des Punktevorsprungs vor der Abstiegszone auf elf Zähler (82.).
Daran änderte auch der kleine Schönheitsfehler in Form des 3:1, bei dem Joshua Klaeden einen etwas übermütigen Ballverlust von Torhüter Krause bestrafte, nichts mehr (84.).
Die Reserve des Verbandsligisten darf somit guten Gewissens für ein weiteres Jahr in der Kreisklasse A planen, während die Elf von der Alten Schule Bojum nach dem Aufwärtstrend vor der Winterpause wieder zurück in schwersten Niedergangsnöten ist. So war der Frust nicht nur beim Pöbel-Platzverweis für einen Mannschaftbetreuer (60.) zu sehen. Gegenseitige Scharmützel, die vom arg nachsichtigen Schiedsrichter weitgehend unbeachtet blieben, waren in der zweiten Halbzeit steter Begleiter einer Begegnung, deren Spielniveau beiden Lagern eigentlich keinen Grund für „dicke Eier“ bereitete.

Tore: 1:0 Jeppe Petersen (7. Henning), 2:0 Mackowiak (53. Sica), 3:0 Sica (82., direkter Freistoß), 3:1 Klaeden (84. Garcia Salazar)

gelbe Karten: keine – Jacobsen

Schiedsrichter: Jens-Uwe Kwaschik

Zuschauer: 35




















Spielbericht SV Schleswig 06 - SC Weiche Flensburg III

Im Rausch aus dem Keller
6:0! Schleswig 06 zerlegt Weiche III und ist erstmal unten raus

Dickes Ausrufezeichen am Schützenredder! Schleswig 06 hat sich mit einem halben Dutzend gegen Konkurrent Weiche Flensburg III wie im Rausch aus dem Keller der Verbandsliga Nord geschossen.
Auf dem kunstbegrünten B-Platz des Dr.-Karl-Alslev-Platzes hatte man bereits in der noch etwas abwartenden Anfangsphase die konkreteren Szenen auf der Habenseite. So produzierten Simon Wachromejews 30-Meter-Versuch gegen den in die Sonne schauenden Goalie (10.) und Niklas Knutzen per Kopf aus der Nahdistanz (14.) die ersten prickelnden Momente des Kellergipfels, der nach einer halben Stunde erstmalig jubelnde Gastgeber hervorbrachte. Mit Ansage schickte Wachromejew Außenverteidiger Tobias Clasen in die Tiefe, damit dieser den einlaufenden Mattis Pieper in der Mitte mustergültig zum ebenso passenden Abschluss bedienen konnte – ein toll herausgespieltes Führungstor (30.)!
Weiche bemühte sich zwar um eine Reaktion, fand aber zu selten die zündende Idee, wie eine Kopfballverlängerung von Rico Kusmaul auf den mitstürmenden Nick Graßhoff, dessen Torschuss aus dem Lauf backbord vorbei zischte (33.).
Die größere Torgefahr strahlten auch in der Folge die Gastgeber aus, nur mussten sie sich den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus ihren Möglichkeiten gemacht zu haben. Eine Problematik, die heuer aber nicht ins Gewicht fallen sollte, half der Gegner nach dem Seitenwechsel ungeschickt mit. Von hinten rannte Lennart Treede den raffiniert von Knutzen eingesetzten Clasen über den Haufen – Strafstoß für Schwarz-weiß, den Wachromejew trotz des in die richtige (linke) Ecke abtauchenden Jwan Abbas zum 2:0 versenkte (57.).
Spätestens als Knutzen ein wildes PingPong-Spiel im Fallen zum umjubelten 3:0 beendete (60.), war der Festtag in der Winkerstadt in vollem Gange.
Weiche-Coach Benjamin Rosenberg bemühte derweil noch einmal den Wechselimpuls von außen; rüstete auf zwei Spitzen auf (67.), doch direkt im Anschluss folgte die Rolle zurück, denn 06 schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Diesmal landete der Ball auf einem abfälschenden Umweg bei Paul Kruck, dessen Laufweg sich halblinks in der Parzelle lohnen sollte: Direktschuss in die lange Ecke (70.)!
Der Tabellenvorletzte nun wieder mit defensiverer Ausrichtung, nur brachte dies keineswegs mehr Ordnung ins Spiel der gebrochenen Jungs in der Heart of Midlothian-Optik. Ein einfacher Ballverlust im Zentrum beschwor das 5:0 durch den fleißigen Davin Thomsen herauf (79.), ehe die Schleswiger beim 6:0 sogar ohne Zweikampfkraft auskamen. Ein Fehlpass kündigte an, was Jesper Lausens Übersicht und erneut Krucks Torriecher vor der Kiste besiegelten (83.).
Schleswig 06 nun also vier Zähler vor dem Abstiegsrundenplatz 13, während das neuliche 3:2 im vorigen Sechs-Punkte-Spiel gegen Blau-weiß Löwenstedt in Flensburg wohl doch nicht die erhoffte Weichenstellung gen Aufholjagt bedeutete. Fünf Zähler Rückstand auf die Abstiegsrunde und nun kommt auch noch der Tabellenführer aus Heide.

Tore: 1:0 Pieper (30. Clasen), 2:0 Wachromejew (57., Strafstoßtor, Treede an Clasen), 3:0 Knutzen (60. Thomsen), 4:0 Kruck (70. Lausen), 5:0 Thomsen (79. J. Petersen), 6:0 Kruck (83. Lausen)

gelbe Karten: keine – A. Kusmaul

Schiedsrichter: Ketrik Freund (TSV Klausdorf)

Zuschauer: 57