Bezirksliga-Expertise
gegen die rote Laterne
KK01:
Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder
Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit
bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von
Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder,
war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar
mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit,
die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann
auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte
eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter
Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur
Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine
Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad
(15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads
(14.) führten.
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis
Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.)
probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise.
Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der
Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger
Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist
waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke
ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs
marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke
sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse,
dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen
wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung,
erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit
zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene
Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie
verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der
Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte
nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu
einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und
Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem
Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet
Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch
Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per
Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten
nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen
Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus
der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von
außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim
Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen
Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das
Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante
Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.
Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann),
0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3,
Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose),
2:6 Wichmann (82. Wilhelm)
gelbe Karten: Ehrenberg - keine
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 25
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| Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.) |
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