Abstiegskampf
kennt keine Liebe
Keller-Derby:
HEBC II vermöbelt den Ex-Coach und ist erstmal unten raus
Viele Jahre hielt Dimitrios Papadopoulos die Knochen hin, Coachte Jugend und
zweite Herren, verkaufte Speis und Trank – alles immer mit voller Leidenschaft
für Lila-weiß. Der Rückkehr ins alte Wohnzimmer als Trainer des SC Union 03
wohnte jedoch auch eine sportliche Brisanz inne. Denn nicht nur, dass die
Geographie ein klassisches Derby begründete; vier sieglose Partien in Serie
ließen seine Mannen aus Altona-Nord zuletzt bis auf den vorletzten Rang der Bezirksliga
04 zurückfallen.
Dass man ein bis dahin nahezu ereignisloses Spiel ausgeglichen gestalten
konnte, ging nach 34 gespielten Minuten als zumindest annehmbares
Zwischenzeugnis durch.
Dann aber hatte man Deniz Alan deutlich zu viel Zeit zur Ballverteilung nach
links gelassen, wo auch Arun Torani zu wenig Gegenwehr beim flachen 1:0 erfuhr
(35.). Das Pausenresultat sollte also doch dem negativen Trend des Aufsteigers,
damals übrigens zwei Zähler vor der Drittvertretung des HEBC, folgen.
Ein Stück weit erleichternd kam da die Standardkunst des Nico Kukuk daher, als
der 76-fache Oberligaspieler seinen Freistoß aus dem Halbfeld genau auf Jan
Schaars Kopf zirkelte und der Mann der aus der Viererkette das 1:1 schädelte
(53.).
Schnell stellte aber wieder Ernüchterung ein, als mit Murat Aktürk ausgerechnet
ein einst in HEBC-Jugend von Papadopoulos Trainierter mit feinem Füßchen in den
Lauf von Laurel lupfte und der 29-Jährige alle höherklassige Routine zum 2:1
walten ließ (57.).
Wiederum jedoch reagierte Union mit einem Volltreffer. Diesmal erkannte Schaar
die Gelegenheit zum Flugball auf den quirligen Dauda Ibrahim. Die
Heim-Innenverteidigung kalt erwischt und Ibrahim konnte sicher einschieben –
2:2 (58.)!
Zwei (korrekte) Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Schnabel (Hamburger
SV) brachten Ibrahim und Co schließlich auf die Palme. Erst wertete der
Unparteiische einen Lufteinsatz gegen Abrurrahman Senay, dem tatsächlich
Toranis zweiter Streich entsprang, als regelkonform (62.), dann erhielt Ibrahim
als Kontaktsuchender im StrafRAUM keinen StrafSTOß (65.)…
Und als wäre das noch nicht genug, für das angespannte Nervenkostüm von 03, erhöhte
Alan auf Steckpass Aktürks gar auf 4:2 für Eimsbüttels Ballspielclubberer
(71.).
Erholen sollten sich die Gäste davon schlussendlich nicht mehr – im Gegenteil!
Eine Orgie von wilden Querschlägern beendete Aug vor Schlussmann Aliaksandr
Bulechka mit dem 5:2 (80.), woraufhin der eingewechselte Janek Meyer den Goalie
vom Strafstoßpunkt verlud (Umaro Embalo hatte zuvor Raoul Bouveron im
Sechzehner getroffen, 84.). Nach langer Ecke Toranis in den Rückraum (87.) und
erneutem Strafraum-Foul (Stetskyi an Bouveron, 90.+2) schraubte der einst auch
dem Liga-Kader angehörige Bouveron (32) den Endstand höchst persönlich noch auf
ein happiges 8:2 empor.
Einen Kick-Off vor Saison-Halbzeit (daheim gegen Eintracht Lokstedt II) bleiben
die Schwarz-weißen im Keller kleben. Von diesem abgesetzt hat sich indes die
HEBC-Reserve (fünf Punkte vor), die am kommenden Wochenende zum heuer
siegreichen Tabellenletzten nach Poppenbüttel (2:1 beim SC Sperber) fährt. Der
zahlreich zur Gegnerbeobachtung angereiste Tabellensechzehnte freut sich schon.
Tore: 1:0 Torani (35.
Alan), 1:1 Schaar (53. Kukuk), 2:1 Aug (57. Aktürk), 2:2 Ibrahim (58. Schaar),
3:2 Torani (62. Bouveron), 4:2 Alan (71. Aktürk), 5:2 Aug (52. Wiegand), 6:2
Meyer (84., Strafstoßtor, Embalo an Bouveron), 7:2 Bouveron (87. Torani), 8:2
Bouveron (90.+2, Strafstoßtor, Stetskyi an Bouveron)
gelbe Karten: Dalig – keine
Schiedsrichter: Christian Schnabel
(Hamburger SV, Note 2)
Zuschauer: 50
Sonntag, 16. November 2025
Spielbericht HEBC II - SC Union 03
Samstag, 15. November 2025
Spielbericht Eimsbütteler TV III - VfL Hammonia II
ETV-Serie
über Backbord gerissen
Drei
frühe Gegentore als zu hohe Hypothek: ETV III verliert mal wieder
Marmor, Stein und Eisen bricht – was auch für die Serie des ETV spricht. Mit
fünf ungeschlagenen Partien boxte sich die Drittvertretung von der Bundesstraße
ins Mittelfeld der Kreisliga 7, wo es im Derby gegen die Zweite des VfL
Hammonia nun eine kleine Bruchlandung setzte.
Ein Bauchklatscher mit Anlauf, verstanden es die Herren in weiß vor allem
nicht, ihre linke Abwehrseite gescheit dicht zu bekommen. Ein Zustand, der
bereits nach fünf Minuten reichlich teuer wurde, als Außenverteidiger Pascal
Duke seine Außenbahn entlang stiefelte, um ideal für Tristan Baiers
ergrätschtes 0:1 aufzulegen (5.).
Ähnliches schafften die Gäste mit der fußläufigen Anreise nach der dreifachen
Spielzeit. Wieder raste Duke unbehelligt auf rechts entlang, woraufhin
Abdelkarim El Aidi bei Annahme und Schuss noch geblockt werden konnte. Da Baier
aber wieder genau am richtigen Fleck lauerte, war das 0:2 im Nachsetzen erköpft
(15.).
Hammonia gnadenlos effizient und es wurde noch brutaler, zog diesmal Leon von
Sobieski gezielt zentral mit rechts ab, nachdem diesmal Torben Schulte die
Vorarbeit über Steuerbord lieferte (23.).
Der ETV dagegen völlig von der Rolle, klopfte erst kurz vor der Halbzeit einmal
per Freistoß durch Gabriel Lourenco de Aquino (Duke klärte auf der Linie, 44.)
an.
Der VfL verpasste es unterdessen, mit noch höherer Führung als „nur“ mit 0:3 in
die Pause zu gehen, weil Rene Hobelmann einen erneuten Abdruck von Sobieskies
mit dem Fuß entschärft bekam (35.) und El Aidi die nicht ganz optimale
Schussposition dem Querlegen auf den umtriebigen von Sobieski vorzog (42.).
Kurze Hoffnung für die Hausherren, dass es vielleicht doch noch ein annehmbarer
Nachmittag werden könnte, streute nach einer Stunde ihr vorzeigenswertester
Angriff, den Alexander Robert aus der hintersten Reihe heraus zu Henry Sander
eröffnete, während Leo Husemann schließlich auf Zuspiel seines einstigen
Mitspielers aus dem eigenen 2007er-Jahrgang auf 1:3 verkürzte (60.).
Engagiert, aber letztlich ohne Zug zum Tor, blieb Paul Schätzels zu
unplatzierter Schuss auf VfL-Fänger Henrik Priestersbach (77.) das
gefährlichste der Gefühle.
Hammonia machte dagegen kurz vor Ende alles klar. Jonah Müllers Kurzdistanz-Kopfball
in der zweiten Welle eines Eckballs (85.) bedeutete die Vorentscheidung, die
Matti Hobbiebrunken mit seinem Flachschuss nach Ballgewinn sogar noch weiter
zum 1:5-Endstand untermauerte (90.+4).
Die zehntplatzierte Hammonia-Reserve damit also am kommenden Wochenende gegen
den SC Egenbüttel III mit der Möglichkeit, eine schwierige Hinrunde halbwegs
versöhnlich zu beenden. Der ETV möchte dagegen im Auswärtsderby bei GWE II eine
neue Positivserie starten.
Tore: 0:1 Baier (5. Duke),
0:2 Baier (15. El Aidi), 0:3 von Sobieski (23. Schulte), 1:3 Husemann (60.
Sander), 1:4 Müller (85.), 1:5 Hobbiebrunken (90.+4)
Schiedsrichter: Masud Omer
Zuschauer: 45
Spielbericht Eimsbütteler TV IV - FC Teutonia 05 III
Das
Wohnzimmer weiter aufgehübscht
Vorsprung
ins Ziel gerettet: ETV-Vierte klopft zaghaft oben an
Bis in die obere Tabellenhälfte der Kreisliga 08 arbeitete sich die Vierte des
Eimsbütteler TV in den letzten Wochen mit guten Ergebnissen vor und nun rückt
zur Winterpause sogar Rang zwei in Sichtweite.
Dass auch Spieltag 14 neues Wasser auf die Erfolgs-Mühlen der Bundesstraßler
goss, begünstigte ein 3:2-Heimsieg – der dritte in Serie der im zuvor im
eigenen Wohnzimmer aüßerst generösen Elf – gegen Teutonia 05 III.
Dabei galt es zunächst, einen Elfer-Schock aus den Kleidern zu kriegen, nachdem
Schlussmann Nick Brasch mit Gegenspieler Philipp Walter zusammengeknallt war
und Gäste-Kapitän Hauke Riebesehl den fälligen Penalty sicher mit rechts versenkt
hatte (14.).
Tonangebend war man in der Folge jedenfalls, nur fehlte beispielsweise bei
Marco Bassens abgefälschtem Versuch die letzte Präzision (21.).
Wie schön, dass sich die Eimsbütteler auf ihre Kernkompetenz, den ruhenden
Ball, verlassen konnten. So verwertete Dan Skjodt Andersen einen hohen Freistoß
vor dem etwas suboptimal hervorspringenden Tormann zum Ausgleichstreffer (26.),
während Johann Studtmanns Bude per Hinterkopf seinen Ursprung von der Fahne
(Ecke Tom Krase) erfuhr (63.). Aus dem Spiel heraus hatte das Führungstor
Sekunden zuvor noch nicht fallen wollen, als Rasmus Jessen vor der Linie gegen
David Wagner zum verhängnisvollen Eckstoß klärte…
Über links eingeleitet, gelang es durch Leon Sodhi schließlich doch endlich,
die Kugel einmal ohne vorige Spielunterbrechung zum 3:1 ins Teutonen-Nest zu
legen (67.).
Der ETV-Dreier damit nur noch reine Formsache? Nicht ganz, kämpfte Teutonia
auch mit rustikalen Mitteln um den Anschluss, der durchaus noch rechtzeitig
fiel. Ebenfalls nach einem Eckstoß (Rene Rudolph) versenkte Tom Deubel am
kurzen Pfosten direkt zum Anschlusstor (79.). Der Anfang für eine teils hitzige
Schlussphase war gemacht.
Problem nur: Spielertrainer Rudolph und Gefolge vermochten es in der
verbliebenen Spielzeit nicht mehr, des Gegners Gehäuse noch einmal gefährlich
zu werden.
Die neue Heim-Serie des ETV war gerettet!
Tore: 0:1 Riebesehl (14.,
Strafstoßtor, Brasch an Walter), 1:1 Skjodt Andersen (26. Pendzialek), 2:1
Studtmann (63. Krase), 3:1 Sodhi (67. Schneider), 3:2 Deubel (78. Rudolph)
Schiedsrichter: Bubacar Djalo
Zuschauer: 35
Sonntag, 9. November 2025
Spielbericht SV Lieth II - TSV Gut Heil Heist
Viera
und die Joker stechen
Wichtiger
5:1-Triumph hievt SV Lieths Zweite aus der Abstiegszone
Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen und dem zuletzt desaströsen 1:8
in Sparrieshoop rauschte die Zweitvertretung der SV Lieth neulich hinunter in
den Tabellenkeller der Kreisliga 1, aus dem es nun mit einem 5:1-Ausrufezeichen
gegen den TSV Heist wieder etwas hinausging.
Begonnen hatte der Fluchtlichtkick am Sonntagnachmittag allerdings reichlich
suboptimal, für die Gastgeber, die Schlussmann Daniel Diedrigkeit nach bereits
20 Sekunden vor dem sofortigen Rückstand bewahrte. – Jedoch auf Kosten eines J.
Schmidt-Eckstoßes, den der aufgerückte Marcel Bastide im Sechzehner zum 0:1 in
Sekunde 50 verwertete (1.).
Abgesehen von einem Götting-Schlenzer (rechts vorbei, 34.) waren die Heistmer,
denen in den letzten Wochen außer dem 9:3-Erfolg gegen Union Tornesch nichts
Zählbares gelang, dem 0:2 insgesamt näher als die Liether dem Ausgleich.
Nach langer Eröffnung, die Linie runter, Nevio Schuchhardts Querpass und Niklas
Viera Gerkens freiem Abschluss durfte dennoch das 1:1 bejubelt werden (42.).
Mit etwas Glück, dass Jakob Schmidt zweimal verfehlte (45.+1 & 45.+2),
hielt das Remis bis in den zweiten Durchgang, der den Roten den erhofften
Rückenwind bescherte.
Den Anfang machte erneut Viera Gerkens, der zentral das 2:1 besorgte (53.), ehe
Joker Michel Cords einen unglücklichen Torwartausflug mit dem 3:1 ins quasi
leere Gehäuse bestrafte (63.). Mit dem Tempovorteil auf der Habenseite,
bediente Ole Schedelgarn den ebenso frisch eingewechselten Fabian Kühl zum
flach eingeschobenen 4:1 (74.).
Nur Cords´ nächste Chance, die TSV-Schlussmann Rayk Schwertfeger im Abtauchen
vereitelte (76.), passte da nicht ins Bild der heuer durchaus effizienten Klein
Nordender.
Ganz anders dagegen der TSV Heist, der der jungen Dynamik des Gegners nur wenig
entgegenzusetzen hatte. Mit Rene Gills Hereinnahme kam vorne zwar etwas mehr
Torgefahr auf (77. & 81.), doch das nächste und letzte Tor des Tages fiel
noch einmal auf der anderen Seite, als abermals ein unbehelligtes Zusammenspiel
von Reservisten zwischen Jannic Bartl und Tom Busse den umjubelten 5:1-Endstand
herstellte (89.).
Die SV Lieth eroberte damit erstmal Rang zwölf, während der TSV Heist einen
Platz drunter jetzt punktgleich mit den Torneschern auf Abstiegsplatz 14 dasteht.
Tore: 0:1 Bastide (1. J.
Schmidt), 1:1 Viera Gerkens (42. N. Schuchhardt), 2:1 Viera Gerkens (53.), 3:1
Cords (63.), 4:1 F. Kühl (74. Schedelgarn), 5:1 Busse (89. Bartl)
gelbe Karten: Dickenhausen – J.
Schmidt
Schiedsrichter: Lennart Elias Klare
(Note 1,5: führte mit höchst souveräner Ausstrahlung und engagierter Laufarbeit
durch eine Begegnung mit einer Vielzahl von (korrekten) Abseitsentscheidungen.)
Zuschauer: 45
Spielbericht SV Lieth III - TSV Gut Heil Heist II
Ex-Preuße
entscheidet das Mittelfeldduell
Dreierpack
von Günsch: TSV Heist II setzt seine Herbst-Herrlichkeit fort
Der Herbst. Trüb, feucht, kalt. Ganz anders die Wahrnehmung der dritten
Jahreszeit in Heist. Denn nimmt man das 6:4 bei Holsatia vom Vortag mit in die
Rechnung, heimst die Reserve des TSV seit kalendarischem Herbstbeginn einen
Erfolg nach dem anderen ein. Zum fünften Mal binnen sechs Kreisklasse
01-Partien bereicherte man sich diesen Sonntag an dreifach Zählbarem.
Zu Gast in Klein Nordende, verschenkte die hiesige SV Lieth III rasch die
Gäste-Führung, als Schlussmann Ibrahim Can vor dem eigenen Sechzehner dribbelte
und Routinier Christian Posern den gewonnenen Ball für das 0:1 durch Patrick
Günsch auflegte (5.).
Doch schnell war der Jubel darüber verhallt, weil Mert Karakaya Gegenspieler
Johannes Schwichow als Bande benutzte, um Marc Steffens in perfekte
(Abseits-)Position zum Gleichstand zu bringen (13.).
In der Folge bemühten sich beide Teams meist vergeblich um das Entern des
gegnerischen Strafraums. Zu Ungenau fiel die Mehrzahl der gespielten Pässe aus.
Erst per Standard (Freistoß Fabian Kühl) kam der Liether Lucas von Appen kurz
vor der Pause zum Versuch an den Außenpfosten (41.).
Wie es gehen kann, zeigte nach einer knappen Stunde der TSV, der durch Mert
Renkligüls tiefes Zuspiel den idealen Raum erschloss, damit Denny Meyer dem
knieverletzten Sven Petrich enteilen und sauber für Günsch und dessen 1:2 querspielen
konnte (57.).
Dabei chancenlos: Niklas Brandt, der kurz zuvor für den angeschlagenen Can die
Torwarthandschuhe überstreifen musste und vom neuen Posten aus auch das
ebenfalls gesundheitsbedingte Ausscheiden des Kollegen Marc Homburg zu
beobachten hatte.
Viele schlechte Nachrichten für die Roten, denen nach Jacob Hubers ungeschicktem
Einsatz gegen den eingewechselten Moritz Schneider aber Abhilfe vom Punkt
winkte. Kühl scheiterte allerdings an Sebastian Münster, freute sich im
Nachschuss doch noch und ärgerte sich wiederum über den Pfiff zur Wiederholung.
Münster hatte sich zu früh von der Linie bewegt. Nun also nochmal: mittig rein –
2:2 (60.)!
Das Momentum blieb jedoch auf Seiten der personell nicht so gerupften Heistmer,
die durch Hamann an Brandt (65.) und Ole Busch per Fallrückzieher (73.) an der
erneuten Führung scheiterten. Über Posern und Günsch war sie gegen unsortierte
Liether schließlich doch erspielt, netzte Joker Daniel Schwarzer aus acht
Metern zum 2:3 (75.), dem Günsch nach steilem Posern-Anspiel gar das 2:4 obendrauf
setzte (80.). Tor Nummer drei bei einem Assist übrigens durch den erfahrenen
Neuzugang vom FC Preußen Hamburg!
Weil Schwarzer kurz darauf nur das Aluminium erwischte (85.) und auf der Gegenseite
von Appen einen Freistoß zum 3:4-Anschlusstreffer nutzte (90.), stieg der
Blutdruck von Günsch und Co trotzdem noch einmal ein Stückchen an. – Bis sie im
Konter schlussendlich alles klar machten. Zwar verpasste Finn Roth in der Mitte
eine Hoefer-Querlage, doch Schwarzer vollendete diesmal flach zum
3:5-Auswärtssieg im Duell der Mittelfeldteams.
Tore: 0:1 Günsch (5.
Posern), 1:1 Steffens (13. Karakaya), 1:2 Günsch (57. Hamann), 2:2 Kühl (60.,
Strafstoßtor, Huber an Schneider), 2:3 Schwarzer (75. Günsch), 2:4 Günsch (80.
Posern), 3:4 von Appen (90.), 3:5 Schwarzer (90.+2, Hoefer)
Schiedsrichter: Memet Imre
(Kummerfelder SV, Note 2,5)
Zuschauer: 25
Spielbericht HEBC 1.Ü40 - Eintracht Lokstedt 1.Ü40
LFC
zittert sich zum Spieltagsgewinner
Trotz
HEBC-Aufholjagt: Eintracht Lokstedt ersiegt sich einen Kellervorsprung
Daheim verloren, aber trotzdem nicht ganz enttäuscht. Die Ü40 des HEBC musste
sich nach der Positivserie von zuletzt sieben Zählern aus drei Partien wieder
einem Konkurrenten der Oberliga 02 geschlagen geben.
Eintracht Lokstedt, ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt, war es
nämlich vor allem dank einer entschlossenen ersten Halbzeit gelungen, die drei Punkte
vom Reinmüller-Platz zu entführen.
Mit etwas Spätzündung ins Spiel gestartet (der Schiedsrichter war erst zwei
Minuten nach der angesetzten Anstoßzeit spielfertig erschienen), schlugen die
Gäste früh per ruhendem Ball zu, beziehungsweise ließen zuschlagen, als Patrick
Rückert einen Turtschan-Freistoß im Sechzehner an den eigenen Innenpfosten
lenkte. Verlass auf das Aluminium war dabei nicht: der Ball rutschte ins
lila-weiße Netz (7.).
In der Folge ging es gewohnt engagiert zur Sache, wohin rein die rot
gekleideten Lokstedter das cool vor der Kiste ins lange Eck vollendete 0:2
durch Maik Rauch setzten (13.). Perfekt hatte Rauchs Bewegung zuvor zu
Turtschans Anspiel in den halblinken Raum gepasst.
Wer weiß, viele tolle Bälle dem doppelten Vorbereiter heuer noch geglückt
wären, hätte er sich nicht in der dargebotenen Häufigkeit in Diskussionen und
Nickligkeiten verstrickt…
Dafür servierte Kollege Catalin Anghel wundervoll mit einer butterweichen
Diagonalhereingabe, die Kapitän Ingo Prüfer wiederum klassisch zum 0:3
vergoldete (28.). Es schien schon früh in Richtung Auswärtssieg entschieden zu
sein.
Doch mit dem Mut, der sich bereits bei einer guten Ünlü-Konterchance vor dem
Seitenwechsel andeutete (33.) und dem Glück, dass Rauch hauchdünn das 0:4
verzog (35.+2), kreierten die Eimsbütteler zu Beginn des zweiten Abschnitts
eine Druckphase mit diversen Offensivstandards, um das verkürzende 1:3 jedoch
aus dem Spiel heraus zu erzielen. Flanke Felipe Villalón Waldburg-Zeil, Flugkopfball
Frank Jäger – geht doch (55.)!
Ein Treffer der Marke „Tor des Monats“, bei dem Villalón Waldburg-Zeil seine
Direktabnahme mit links ins Dreiangel zauberte (58.), verlieh den
Ramos-Schützlingen weiteren Rückenwind bei der plötzlich realistischen
Aufholjagt.
Umso ärgerlicher für die Ballsportclubberer, dass auf der anderen Seite mit
Oliver Barz ein ausgewiesener Torjäger von Bank gekommen war. Gerade einmal
fünf Minuten auf der Koppel, nahm der 43-Jährige einen Pähler-Freistoß geschmeidig
an und finalisierte via Rechtsschuss in die lange Ecke (62.).
Per Torschussflanke von Barz (63.) und Rücklagen-Versuch Turtschans (64.)
näherte sich LFC daraufhin der endgültigen Vorentscheidung, die ein
Strafstoßpfiff drüben aber wieder von der Agenda tilgte. Jäger hatte sich der
Sache aus elf Metern erfolgreich angenommen, obwohl Frank Wulf noch mit den Fingerspitzen
touchierte, sodass die Nachspielzeit noch einmal zum Sonntagmorgen-Krimi wurde.
HEBC drängte und versuchte es durch Villalón Waldburg-Zeil in Überminute vier,
doch das Geschoss aus der Ferne flog einen Tick zu hoch auf sein Ziel zu. Eintracht
Lokstedt blieb Sieger und damit ein großer Spieltagsgewinner im unteren
Tabellensegment. Fünf Punkte liegen nun zwischen der Elf von der Döhrnstraße
und Nikola Tesla auf Abstiegsplatz elf. Mit gleicher Ausgangslage reist am
kommenden Wochenende der HEBC zum wiederum punktgleichen Konkurrenten nach
Schenefeld.
Tore: 0:1 Rückert (7.,
Eigentor, Turtschan), 0:2 Rauch (13. Turtschan), 0:3 Prüfer (28. Anghel), 1:3
Jäger (55. Villalón Waldburg-Zeil), 2:3 Villalón Waldburg-Zeil (58. Almeida),
2:4 Barz (62. Pähler), 3:4 Jäger (69., Strafstoßtor)
gelbe Karten: Ünlü – Pähler
Schiedsrichter: Dr. Ahmed Sharaf (SC
Victoria Hamburg)
Zuschauer: 15
Samstag, 8. November 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.A - FC Voran Ohe 1.A
SCS
bleibt sich treu
„ängstliches
Agieren“: Schanze gefährdet seinen Durchschnittssieg
Durchschnittlich 4:3,67 endet die Partie, wenn die 2008er des SC Sternschanze
in der U18-Landesliga an den Start gehen. Das wilde 4:3 gegen den FC Voran Ohe
folgte demnach also voll den Gesetzen der Mathematik.
Diese standen allerdings zunächst auf Seiten des Überraschungsdritten aus dem
Osten des HFV-Gebiets. Ein Ballverlust Till Steinfelds im Dribbling plus Stefan
Feuerrohrs lockerer Rechtsschuss in die Maschen ergaben das 0:1 mit der ersten
erwähnenswerten Szene des trüben Novembernachmittags (9.).
Schnelle Aufhellung erlebte Schanzen-Gemüt schon kurz darauf, als Anton Kuhlmanns
Freistoßflanke auf dem Haupt von Marvin Bonsu landete und dessen Kopfstoß zum
Gleichstand ins lange Eck durchrutschte (12.).
Viele Chancen ergaben sich in der Folge nicht. Der SCS zwar mit etwas mehr
Ballbesitz, aber etwas zu statischem Spiel, während die Oher auf hohe Bälle und
Distanzversuche setzten. So musste Schanzen-Goalie Enno Gloßner bei einem ballistischen
Standard mit vollem Einsatz gegen Feuerrohr blockieren (37.), ehe Leon Kröger
aus 25 Metern den Pfosten traf (40.).
Als die Hausherren dann aber einmal kreativ das vordere Drittel bespielten, war
die Pausenführung prompt erzielt. Über die Stationen Spöhrer und Bonsu erhielt
der eingewechselte Simon Ester die halbrechte Schussposition, die sich der
baumlange Kerl nicht entgehen ließ (41.).
Wenig Zwingendes spielte sich, abgesehen von Esters gefühlvoll daneben
gesegeltem Rechtsaußenversuch (63.), nach dem Seitentausch ab, bis Theo Spöhrer
die Kugel von links in den Sechzehner brachte, der sonst formidable Oskar
Blackert das Leder suboptimal prallen ließ und wieder Bonsu dort auftauchte, wo
ein Torjäger zu stehen hat – 3:1 (69.)!
Die Schanzen-Elf vor einem gesicherten Heimerfolg, doch die Dinge kamen anders.
„Trotz Sieg ist es nicht okay, dass wir trotz überzeugendem Auftreten es
nochmal so spannend machen!“, schimpfte Kuhlmann über das, was seine Farben
fortan auch als „mit Abstand bessere Mannschaft“ zugelassen hatten. Vor dem
eigenen Strafraum auf die Nase gefallen, ermöglichte Janoe Embalo dem Gegner
das verkürzende 3:2 durch Burhan Osman Mohamed (75.), ehe Marineblau auch bei Fabian
Gebhardts Schuss ans Außennetz ordentlich schwamm (77.).
Die Quittung für das „ängstliche Agieren nach dem Anschlusstreffer“ folgte
schließlich kurz darauf. Kröger erfuhr über rechts keinen Gegnerdruck, Gloßner
wehrt nur nach vorne ab und Gebhardt durfte es nach geblocktem Zentralversuch
gleich nochmal. Treffer im zweiten Anlauf versenkt – 3:3 (84.)!
Kuhlmann und Co bewiesen aber Nehmerqualitäten, den „verdienten und
langersehnten Sieg“ „mit viel Kampfgeist und Ehrgeiz“ doch noch an Land zu
ziehen. Zentrumsspieler Kuhlmann initiierte die schnelle Antwort höchstpersönlich
gegen drei Mann von hinten heraus, bekam den Ball „im perfekten Moment“ von
Janes Djau zurück, zog per Finte am Verteidiger vorbei und bereitete das
umjubelte 4:3 mit dem flachen Zuspiel in die Mitte vor. Zwar wurde dort „zweimal
am Ball vorbeigetreten“, doch „hinten am zweiten Pfosten“ gab es mit Ester
einen Mitstreiter, „der perfekt lauert und ihn dann reinschiebt“.
Bevor der dritte Saisondreier aber eingefahren war, galt es noch einen hohen
Freistoß des Gegners zu überstehen. Ein Unterfangen, das bei Mattis Koops´
Kopfball nur durch Noah Vukelic und dessen Rettung auf der Linie glückte
(90.+1). „Wir müssen weiter hart daran arbeiten, vor allem individuelle Fehler
zu vermeiden und auch die gegnerischen Standards besser zu verteidigen!“,
fordert Kuhlmann, angesprochen auf die bunte Tordifferenz, die „nichts Gutes
über unsere Defensivleistung aussagt“, nicht zu Unrecht.
Für heute sollte es am Ende jedoch reichen, für den dritten Dreier im sechsten
Spiel. Platz neun. Eine Zwischenplatzierung, die die Rückennummer zehn allerdings
nicht wirklich tangiert, da es „keinen Sinn macht, so früh in der Saison schon
auf die Tabelle zu schauen“. Nach einem „harten Saisonauftakt“, bei dem Schanze
„lange unter den eigenen Möglichkeiten“ agierte und „Spiele immer sehr
unglücklich liefen“, „(…) ist noch alles drin. Gerade, weil wir spielerisch
eine der besten Mannschaften sind, jede Woche immer besser zusammenfinden und
mehr und mehr zum Team werden. „Wir müssen diese Leistung und Intensivität aus
der letzten Woche mitnehmen und beibehalten, dann ist noch alles möglich“, so
Kuhlmann, der eher in Prozessen, als in Tabellenplätzen denkt, über die
Marschrute für die kommende Zeit – die mit einem Wiedersehen beginnen wird: Im
Pokal geht es am kommenden Sonntag wieder gegen Voran Ohe…
Tore: 0:1 Feuerrohr (9.),
1:1 Bonsu (12. Kuhlmann), 2:1 Ester (41. Bonsu), 3:1 Bonsu (69. Spöhrer), 3:2
Mohamed (75. Kröger), 3:3 Gebhardt (84. Kröger), 4:3 Ester (86. Kuhlmann)
gelbe Karten: Djau, Vukelic – Koops,
Scholz
Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL
Hammonia, Note 2)
Zuschauer: 60
Freitag, 7. November 2025
Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen
Die
Bank macht den Unterschied
Spitzenteam
Germania knackt verbesserte SV Lieth mit seinen Einwechslern
Sechstes sieglos Match in Serie und doch machte der Abend des 07.11.2025 die
krisengeplagte SV Lieth zu einem kleinen Gewinner im Keller der Bezirksliga 01.
Nicht nur, weil im Heimspiel gegen Spitzenteam Germania Schnelsen die Einstellung
stimmte und man später am Abend mit Guido Krenzk einen neuen Trainer vorstellen
konnte – nein, auch punktetechnisch brachte die Woche Bewegung in den
Abstiegskampf.
Die gute Nachricht erreichte die Roten Teufel vom Butterberg nämlich bereits am
Donnerstag. Da sich der gesperrte Trainer von Vorwochengegner TuS Holstein
Quickborn beim Spielstand von 4:1 selbst einwechselte, legten die Klein
Nordender zunächst erfolgreich Protest gegen die 2:5-Niederlage in der
Eulenstadt ein. Drei Zähler mehr dank der allerdings noch nicht rechtskräftigen
Umwertung in ein 3:0 ließen die prekäre Situation schon vor dem Auftritt gegen
favorisierte Germanen wieder etwas freundlicher erscheinen.
Und auch das Match selber bescherte den Liether Löwen, die heuer von Präsident
Bo Hansen anstatt des geschassten Rudolf Hock-Kutscher gecoacht wurden, einigen
Grund zur Hoffnung auf bessere Zeiten.
Einen engagierten Beginn runde nämlich eine schnelle wie überraschende
2:0-Führung der Hausherren ab. Beim ersten Streich bedankte sich Torjäger Max
Schulz für einen langen Schlag und die schwache Ballverarbeitung von
Gegenspieler Lenny Limbara (11.), ehe er wenig später Sturmpartner Ali Duman nach
eigenem Ballgewinn gegen Viktor Kallenberg mit einem tiefen Ball bediente.
Duman wiederum kreuzte seinen Laufweg wunderbar und ließ sich beim flachen Einschieben
auch nicht von Hassan Fallahs unsportlichem Anbrüllen irritieren (16.).
Offensive Konterqualität, die auch in Minute 43 ihre volle Entfaltung fand.
Wieder verteidigte Germania mit den hoch stehenden Außenverteidigern viel zu
luftig, sodass A. Duman einen Befreiungsschlag perfekt zu Max Schulz weiterleiten
konnte. Mit etwas abfälschender Hilfe war Schulz´ bereits zehntes Saisontor im
hohen Bogen perfekt (43.).
So schön sich das Treiben des Offensiv-Duos vorne anließ, so problematisch ging
es auf der anderen Platzhälfte zu. Bei einer kurzen Eckstoßvariante nicht
ansatzweise herausgerückt, fing man sich durch Matz Broeckers Flanke und Luca
Drenkhahns Kopfball das zwischenzeitliche 2:1 (19.), während man direkt nach
dem dritten Treffer Glück hatte, dass Drenkhahns Abstaubertor nach Condric-Alu
vom Schiedsrichterassistenten kassiert wurde (44.).
Dusel, der dem Team aus der Abstiegszone wiederum nur Augenblicke später
fehlte, lochte Antonio Arambasic einen abermaligen Broecker-Standard am zweiten
Pfosten einsam ein. Die verdiente Quittung für eine Unterzahl im eigenen
Sechzehner (45.+2)!
Einen nicht viel besseren Defensiveindruck hinterließen die Roten Anfang des
zweiten Durchgangs, als Schlussmann Luca Von Der Heide zweimal nicht ganz
optimal faustete und wieder zu tief stehen geblieben wurde. Jannik Meinke
durfte in der zweiten Welle flanken, Drenkhahn die Kugel mit dem Körper abschirmen
und Lennart Lux hatte schließlich freie Bahn, weil ihn Gegenspieler Luca Albers
schlicht aus den Augen verlor. Bitter, bitter, 3:3 (51.)!
Für Trübsal gab es bei der Hansen-Elf jedoch keinen Grund. Schließlich holte das
dynamische Doppel an vorderster Front den Vorsprung in bewährter Manier zurück.
Eine Klärung zu Max Schulz schickte den „25er“ ins erfolgreiche Flipperspiel,
um wieder A. Duman zu bedienen. Annahmen, zurechtlegen, einschieben – drei bombensichere
Kontakte, mit denen der einst für Spitzenreiter FC Elmshorn aktive Linksfuß
wieder auf Führung SV Lieth stellte (57.).
Abgesehen von einer ähnlichen Szene, bei der Duman diesmal geblockt wurde
(69.), galt es nun, dem Dauerdruck des Gegners irgendwie Herr zu bleiben. Ein
Eckstoß nach dem anderen rauschte durch den SVL-Strafraum, wo der
eingewechselte Luca Heimbach auf Traumpass Meinkes seine perfekte Chance am
Außenpfosten zerschellen sah (71.).
Dafür richteten es zehn Minuten später zwei weitere Joker für die statistisch
stärkste Offensive der Staffel, als Broecker und Heimbach in der Entstehung
viel zu viel Raum im Zentrum gestattet bekamen und Maximilian Voigt eine
passgenaue Hagelstein-Hereingabe mit einer Berührung unter die Latte schweißte
(81.).
Kaum war der Eintrag auf der Spielnotizkarte des Schiedsrichters notiert,
schlug TGS gleich nochmal zu, veredelte Arambasic seine Balleroberung per
doppel-Doppelpass mit Drenkhahn, von dessen Übersicht am Ende Kimon Drossinakis
aus halbrechter Abschlussposition zum 4:5 profitierte (82.).
Für eine echte Schlussoffensive sollten der Butterberg-Equipe letztlich die
Kräfte fehlen. Auch, weil der dünne Kader mit einigen Ausfällen wie Kapitän
Meraja Magens keine echten Alternativen von der Bank bereithielt.
Germania dagegen brachte den mühsamen Erfolg auf den letzten Metern sicher Ziel
und verpasste durch Drossinakis von der Strafraumgrenze (knapp vorbei, 87.) gar
noch die Vorentscheidung. Als neuer Tabellendritter empfangen die Schnelsener
nun Blau-weiß 96, während Ali Duman und Co mit neu-Coach Krenzk (zuletzt Cosmos
Weedel) am selben Freitagabend das Sechs-Punkte-Spiel bei der SV Blankenese
erwartet.
Tore: 1:0 Max Schulz
(11.), 2:0 A. Duman (16. Max Schulz), 2:1 Drenkhahn (19. Broecker), 3:1 Max
Schulz (43. A. Duman), 3:2 Arambasic (45.+2, Broecker), 3:3 Lux (52.
Drenkhahn), 4:3 A. Duman (57. Max Schulz), 4:4 Voigt (81. Hagelstein), 4:5
Drossinakis (82. Drenkhahn)
gelbe Karten: Duman, Schiebuhr, Matthiessen
– Fallah, Kallenberg, Klug, Hagelstein, Drossinakis, Drenkhahn
Schiedsrichter: Jozo Ugrina
(Niendorfer TSV)
Zuschauer: 75
Sonntag, 2. November 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder III - Altona 93 III
Alsterbrüder
verzweifeln an sich selbst
Chancenverwertung
kostet verdiente Punkte gegen Altona 93 III
Jakob Vink aus kürzester Distanz: bekam ihn nicht rein (3.), Karl Pust auf
Ablage Linus Mende: zu zentral auf den Torwart (25.), Simeon Mastoridis zentral
vor dem Tor: knapp verzogen (31.), Robert Hahne per Kopf: Mika Wegener mit den
Fingerspitzen über sein Gehäuse lenkend (39.) und in Minute 41 opferte Pust das
sinnvolle Querspielen einem Rechtsschuss über das Ziel. Alleine die Auflistung
bester Chancen für die Drittvertretung des FC Alsterbrüder aus der ersten
Halbzeit taugt dazu, die Existenz eines gerechten Fußballgotts in Frage zu
stellen. Denn während die Gastgeber vorne keinerlei Belohnung für die steten
Angriffsbemühungen einfuhren, gab es drüben kurz vor Ende die bittere Quittung
für den Chancenwucher zu schlucken.
Profiteur davon in einem selten wirklich ansehnlichen Match der Kreisliga 07 war
am Sonntagnachmittag die Dritte von Altona 93, die dem Torschussfeuerwerk des
Tabellennachbarn (Achter gegen Siebter) zunächst nur Halbchancen aus der Ferne
entgegenzusetzen hatte.
Erst mit Caspar Schlomms Freistoß, der knapp über den Quader rauschte (50.) und
einer Gelegenheit für Finn Andrecht, die FCA-Fänger Danilo Hidalgo im kurzen
Eck behände zu entschärfen wusste (59.), meldeten sich biederen Kicker von der
Baurstraße ernstzunehmend zu Wort, während die Hausherren zunehmend an sich und
ihrer Abschlussschwäche verzweifelten.
So war es etwas später erneut Vink, der einen zweiten Ball aus dem Rückraum
einfach nicht zielgenau verwertet bekam (65.).
Die Strafe dafür folgte schließlich fünf Minuten vor dem Ende, als ein
Freistoß aus der eigenen Hälfte tief im
Lauf des eingewechselten Tymur Berdychevskyi landete und der 18-Jährige vor
Kiste die Durchsetzungskraft für das unterm Strich etwas schmeichelhafte 0:1
bewies (85.).
Die langsam hektischere Begegnung hatte nun weiteren Zündstoff erhalten, der im
Falle von Mendes ballfernen Kontakt gegen Frederik Glor und der anschließenden
Rudelbildung ein gutes Stück zu viel war.
Sportlich lief der FCA derweil vergeblich gegen die vierte Liganiederlage an.
Kein Tor – keine Punkte: wie gut, dass es nach dem nunmehr vierten sieglos-Match
in Serie als nächstes zum Schlusslicht nach Bahrenfeld geht.
Die Altonaer müssen dagegen hoffen, dass ihnen Fortuna auch gegen das
Spitzenteam von HEBC III wieder tatkräftig zur Unterstützung bereitsteht.
Tore: 0:1 Berdychevskyi
(85.)
gelbe Karten: Kunkel, Mastoridis, De
Ponte – Andrecht, Starke
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze)
Zuschauer: 30
Samstag, 1. November 2025
Spielbericht Niendorfer TSV 1.A - Walddörfer SV 1.A
Wildes
Nachspielzeits-Rodeo
Für
beide zu wenig: später Schlagabtausch findet keinen Sieger
Führung, Unterzahl Abwehrschlacht, Ausgleich in der Nachspielzeit kassiert, Gleichzahl
und DEN Matchball auf dem Fuß! Fans und Beteiligte des Walddörfer SV dürfte der
Auftritt ihrer U19-Regionalliga Nord-Truppe wohl zehn Jahre älter gemacht
haben. Empirisch belegbar dagegen das nüchterne Zahlenwerk mit Ende der
denkwürdigen acht Nachspielminuten am Bondenwald: 1:1.
Zu wenig, für die Allhorn-Kicker, die vor allem in der ersten Halbzeit alle
Trümpfe in der Hand hielten. Max Grüttner ans Außennetz (12.) und Tyren
Schmerberg fast ins eigene Tor (13.) stellten die Vorhut für das verdiente 0:1,
bei dem das bewegliche Offensivpersonal der Gäste in Form von Anton Knappes
Verlagerung, Sadik Stalfs Querspielen und Grüttners zentralen Abschluss ins
rechte untere Eck als Kollektiv funktionierte (26.).
Auch beim Versuch der Verdopplung gelang das stilisierte Zusammenspiel der
Vorderen, an dem sich diesmal Yusuf Asif als Aufleger für Stalf profilierte,
nur wischte Yves Weitze das Leder aus seinem Torwart-Eck (34.), während Asif
selbst knapp verfehlte (38.).
Der NTSV brauchte einige Anlaufzeit, um erst im Schlussakkord der ersten Hälfte
zumindest einmal den Mut zum Torschuss aufzubringen (Farhad Khalaf (42.) und
Richard Krüger (43.) aus der zweiten Reihe, Linus Tams per Kopf (45.+2).).
Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild. Der WSV planvoller, wohingegen es sich
die Hausherren oft zu kompliziert machten.
Mit der berechtigten Ampelkarte für Walddörfers Vali Salif Coné kippte die Spielstatik
jedoch klar gen Heim-Elf (61.). Weil der bereits nach einer guten halben Stunde
wegen Fouls ermahnte und nach der Pause wegen wiederholter Missachtung des
korrekten Einwurfsortes verwarnte Coné beim nächsten Foul in der Summe „fällig“
war, galt es für die verbliebenen Kollegen, den Vorsprung im tief
interpretierten 4-4-1 ins noch weit entfernte Ziel zu bringen. Doch selbst in
Unterzahl blieben die Schwarzen konkreter, wie ein Abseitstor durch Stalf
untermauerte (68.).
Den Niendorfer brachte ihr vieler Ballbesitz dagegen kaum ernsthaft in den vielbeinig verteidigten Strafraum. Auch zahlreiche Standards, wie ein
Nordmeier-Freistoß (links vorbei, 88.), vermochten das Manko des fehlenden
Instinkts im Sechzehner nicht zu korrigieren.
Aus einem Einwurf auf links wollte abermals nichts entstehen – bis sich
Innenverteidiger Jesse Petri ein Herz fasste und den abgewehrten Ball aus dem
Hinterhalt zum 1:1 oben reinknallte (90.+2)!
Frei nach Petris irischem Namensvetter, einem professionellen Rodeo-Reiter, ging
es fortan nochmal richtig zur Sache. Drei der fünf angesetzten Nachspielminuten
waren ja schließlich noch zu spielen. So machten sich die Herren in weiß daran,
das Momentum für sich zur totalen Wende zu nutzen, doch die Schusschance von
halbrechts (Weitze im Nachfassen) ergab sich auf der anderen Seite für Asif
(90.+4).
Zurück im Gefahrenbereich des WSV, wurde es kurz darauf noch übersichtlicher
auf der Koppel, als es Tyren Schmerberg beim Ausflug mit Gegenspieler Benito
Boamah auf dem Hintertor-Deich nicht schnell genug mit dem Ballservice ging. Gelb für beide Streithähne, doch
Schmerberg hatte bereits wegen Meckerns den Karton gesehen – gelb-rot (90.+6)!
Und auch die mitteilsame Bank der Gastgeber tat (mal wieder) etwas für die
Kartensammlung.
Zu allem Überfluss resultierte aus dem folgenden Eckstoß noch die gigantische
Konterchance auf den Auswärtssieg. Aus der eigenen Hälfte gestartet, sprintete
Asif links entlang, doch im Eifer des Gefechts schob der 18-Jährige mit
Herren-Bezirksliga-Erfahrung das Leder hauchdünn am langen Eck vorbei (90.+7).
Keine große Bewegung damit für beide im Mittelfeld der Tabelle, wobei vor allem
der WSV die große Chance verpasste, sich deutlicher vom unteren Tabellenbereich
abzusetzen.
Tore: 0:1 Grüttner (26.
Stalf), 1:1 Petri (90.+2)
gelb-rote Karten: Ty. Schmerberg
(90.+6, wiederholte Unsportlichkeit) – Coné (61., Unsportlichkeit + Foulspiel)
Schiedsrichterin: Cemre Aysan (FC
Süderelbe)
Zuschauer: 80


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