Doppelter
Sekundentod
Nach
rasantem Derby: Vicky schnuppert Höhenluft – SCS quasi weg
Bittere Pille für den SC Sternschanze: Auch eine ordentliche Leistung gegen das
Spitzenteam des SC Victoria reichte nicht aus, um den ersten Punktgewinn in der
U14-landesliga einzufahren. Dabei begann alles nach Plan: Während man hinten
sicher stand, war ihnen vorne das längst vergessene Glück hold, nutzte Anton
Morlock im Anschluss an eine gute Schuleit-Ecke zum 1:0 ein (18.).
In der Folge wussten die Gastgeber die errungene Führung gut zu verwalten, doch
dass dies ein gefährlicher Vorgang ist, bewies Blau-gelb direkt vor der Pause,
als der bewegliche Rene Pettig einen Lattenfreistoß von Falk Schiller direkt
per Kopf aus kürzester Distanz ebenfalls an den Querbalken setzte, während der
eingewechselte John Trujillo Restrepo am Außennetz scheiterte.
Eine Szene mit Signalwirkung, übernahmen die Gäste vom Lokstedter Steindamm im
zweiten Durchgang komplett die Initiative, was sich schließlich auch in
Zählbares ummünzen sollte. Jakob Bahnsen besorgte mit einem Linksschuss aus der
Distanz das 1:1, nachdem Hannes Meier zunächst einen Eckball vor dem sperrigen
Schiller in die Mitte faustete (48.).
Handgestoppte zehn Sekunden später der nächste Schock für Paul Reller und
Kollegen: Vicky geht mit 2:1 in Front! Diesmal war es ein geradlinig gespielter
Konter, der mit einem abschlusssicheren Pettig vor dem Tor endete.
Alle Bemühungen der ersten Halbzeit schienen gleich Null gesetzt, doch die
Schanzenkicker kämpften sich zurück – und wie!
Eine Hereingabe von der rechten Seite landete genau bei Luca Holst, der vor dem
Tor unfreiwillig zum ebenfalls eingewechselten David Cisse durchließ und da
dieser keine Mühe hatte, das Leder aus einem Meter über die Linie zu drücken,
war der Spielstand wieder ausgeglichen (54.). Große Freude bei den
abstiegsbedrohten Gastgebern, doch diese sollte nicht lange anhalten. Besser
gesagt, nur 44 Sekunden, denn wieder bekam der SCV seinen geliebten Raum zum
Kombinieren, den er auch eiskalt durch Pettig per Rechtsschuss in die lange
Ecke nutzte – das sofortige 2:3!
In der Schlussphase warf die Elf von Trainer „Mink“ Zickelbein noch einmal
alles nach vorne, doch die wirklich gefährlichen Momente gab es nur nach
Kontern des Gegners, welche Pettig auch dank eines aufmerksamen Meier im
SCS-gehäuse nicht zur Vorentscheidung beenden konnte.
Dennoch reichte es für ihn und seine Mitstreiter zum 3:2-Auswärtserfolg, der
die Lokstedter vorerst auf den zweiten Rang des Klassements katapultiert. Der
SCS, punktloses Schlusslicht, MUSS dagegen die letzten drei Spiele allesamt
gewinnen, um die Restchance auf den Ligaverbleib zu wahren.
SC Sternschanze 1.C: Meier
– Durgut, Morlock, Komatsu, Vornweg (56. Weidle) – Reller, Pinzón Carmona –
Bergerhoff (58. Nti), Voges, Schuleit (52. Cisse) – Nti (36. Holst), Trainer.
Benjamin Zickelbein
Tore: 1:0 Morlock (18. Schuleit),
1:1 Bahnsen (48. Yavuz), 1:2 Pettig (49.), 2:2 Cisse (54.), 2:3 Pettig (56.
Schiller)
gelbe Karten: Pinzón Carmona – keine
Schiedsrichter: Stefan Romacker (GW
Eimsbüttel, Note 4,5)
Zuschauer: 50
Samstag, 20. April 2013
Spielbericht SC Sternschanze 1.C - SC Victoria Hamburg 1.C
Freitag, 19. April 2013
Spielbericht VfL 93 Hamburg II - HSV Barmbek-Uhlenhorst III
Hungriger VfL schockt BU!
Zweitvertretung des VfL 93 ärgert (nicht mehr) Aufstiegskandidat BU III
Da half auch alles Rechnen nichts: Mit 0:2 musste sich die Drittvertretung des HSV Barmbek-Uhlenhorst am Freitagabend am Borgweg
geschlagen geben. Dabei war sich die Nolte-Elf doch so sicher, die
Jungs in Schwarz-weiß problemlos besiegen zu können, um den eigenen
Aufstiegsträumen ein Stück näher zu kommen.
Dass
dies ein durchaus diffiziles Unterfangen werden würde, zeigte sich
spätestens in der 22. Minute, als Winterneuzugang Tobias Knopp eine zu
kurz geklärte Dickmann-Ecke aus etwa 13 Metern zum 1:0 in die Maschen
piekte. Nur wenige Augenblicke später bewegte sich das Geschehen erneut
auf BU-Schlussmann Michael Meyer zu, rettete er ein Geschoss von Marius
Dickmann schön zur Ecke, die wiederum aber auch wieder gefährlich wurde,
leitete Kapitän Christopher Maurer gekonnt nach hinten, von wo aus
Solist Michael Kohpmann
das Leder ans Aluminium drosch. Eigentlich Glück für die Gäste, doch da
der Abpraller direkt am Körper des überraschten Torstehers landete,
rutschte das Ei schließlich doch ins Netz – 2:0!
Nachdem
der erste Abschnitt klar der VfL-Reserve gehörte, begannen nach dem
Seitenwechsel nun auch die Blau-gelben mit ihrem Offensivbetrieb. So kam
Sturmtank Marcus Golembiewski nach dem bislang besten BU-Angriff zu einer exzellenten Kopfballchance, schädelte er die Kugel allerdings vorbei (56.).
Doch
auch auf der anderen Seite blieb es gefährlich, denn nur mit der Hilfe
einer tollen Rettungstat konnte Meyer das vorentscheidende 3:0 gegen
einen Kopfball Kohpmanns
verhindern (61.), während er sich nach 77 Minuten bei Dickmann bedanken
konnte, dass dieser frei vor der Kiste vorbei zielte. Die
Langenfort-Kicker bemühten sich noch einmal um den Anschlusstreffer,
doch weil VfL-Torsteher Sven Oeser einen Ruhnke-Distanzversuch aus der
87. Minute zur Ecke abwehren konnte und der eingewechselte Dennis Schütt
in der Nachspielzeit gegenüber DIE Kopfballchance nicht zum 3:0 nutzen
konnte, blieb es beim insgesamt nicht unverdienten 2:0-Erfolg für die Borgwegler,
bei denen man diverse positive Erkenntnisse gewinnen konnte: „Wir waren
heiß uns schnell. Schließlich hat man uns fünf Wochen lang hungern
lassen!“, erklärte Außenspieler Finn Masurek
stolz nach Spielende. Nach dem Vorbild der „Kieler Kneipenterroristen“
wünscht sich der 20-Jährige nicht nur, dass in seinem
zusammengewachsenen Team weiterhin „jeder für jeden kämpft“, sondern
auch eine weitere Leistungssteigerung erkennbar wird, um aus den
verbliebenen fünf Partien vier Siege einzufahren.
VfL 93 Hamburg II: Oeser – Harraß, Backes (78. Frey), Öhlmann, Boveland – Maurer – Masurek, Kohpmann, Yazdani (64. Schütt) – Knopp (83. Odin), Dickmann, Trainer: Marco Ritter & Michael Böge
HSV Barmbek-Uhlenhorst III: Meyer – Göbel, Fuchs, Möller, Reymann (82. Eckstein) – Grab (66. Brecour), Wiechmann – Ruhnke, Ricken, Meesch – Golembiewski (66. Schäfer), Trainer: Wolfgang Nolte
Tore: 1:0 Knopp (22. Dickmann), 2:0 Kohpmann (24. Maurer)
Schiedsrichter: Marco Dittmer (SC Sperber, Note 3)
Zuschauer: 35
Mittwoch, 17. April 2013
Spielbericht ESV Einigkeit Wilhelmsburg 1.C - Altona 93 1.C
Sonntag, 7. April 2013
Spielbericht SC Sternschanze II - TSV Wandsetal II
Die Nerven liegen blank!
SCS II: Abwehrchaos und Disziplinlosigkeit als Brennpunkte
Irgendwie
ist das Kalenderjahr 2013 bislang nicht das der Zweitvertretung des SC
Sternschanze, denn auch das dritte Match im sportlich noch frischen Jahr
wurde, wie auch die beiden vorigen, zu Hause verloren.
Zwar patzte auch die Konkurrenz im Abstiegskampf, doch Kampfgeist und Optimismus überlassen die Schanzer derzeit den anderen.
Dabei
begann die Partie durchaus ausgeglichen, ließen beide Abwehrreihen
zunächst nichts anbrennen. Erst ein guter, aber auch keineswegs perfekt
getretener Freistoß von Sascha Wentzien (SCS-Keeper Schumacher berührte die Kugel noch) läutete den wandsetaler
Festtag ein, hatten die Gäste von nun an das Kommando auf dem
künstlichen Grün und nach 28 Minuten auch ihren zweiten Treffer auf der
Habenseite, versenkte Erkan Özgüc seinen eigens herausgeholten Strafstoß (Jens Rebke holte ihn völlig unnötig von den Stelzen) nach einer guten halben Stunde.
Wer
bis hier hin noch nicht glauben wollte, dass die Mannschaft des SC
Sternschanze in einer tiefen Krise steckt, musste dies keine drei
Minuten später endgültig einsehen, denn nicht nur, dass die Gäste
ungehindert in der generischen Hälfte kombinieren konnten; nein, mit
Dustin Haury verwertete ausgerechnet der niedrigste Akteur auf dem Feld eine exakte Gawady-Flanke zum 0:3. Während der TSV insbesondere durch Richie-Joe Cudjoe auch noch gute Gelegenheiten liegen ließ, kamen Michael Guimaraes Silva und seine Kollegen einzig durch einen guten Distanzschuss, den TSV-Fänger Serkan Ermis jedoch gut parierte, zu Torgefahr.
Eine ganz andere Art von Gefahr versprühte indes SCS-Akteur Julius Skarka,
nachdem ihn Schiedsrichter Benjamin Klein quasi zum Halbzeitpfiff mit
der Ampelkarte vom Feld schickte, nachdem er Sekunden zuvor gelb
verwarnt in einen harten Disput mit Gegenspieler Erkan Özgüc geriet. Das salomonische Urteil von „gelb für beide“ war somit Skarkas
Spielausschluss, den der Sünder auch mit einem fuchsteufelswilden
Auftreten (er musste von einem Mitspieler vom Spielfeld gezerrt werden)
nicht rückgängig machen konnte.
Sichtlich
unbeeindruckt von diesem unwürdigen Theater, spielte der TSV die
Angelegenheit im zweiten Abschnitt ruhig herunter, was nach dem schnellen 0:4, im Anschluss an eine weitere groteske SCS-Abwehrszene, folgte, auch keine besonders schwierige Aufgabe war.
Zwar
konnte Elvis Muratovic mit einer herrlichen Einzelaktion im Strafraum
des überlegenen Mittelfeldteams immerhin den 1:4-Ehrentreffer markieren,
mit dem 1:5 durch Özgüc, quasi direkt im Anschluss, war die Messe dann aber endgültig gelesen.
Tore: 0:1 Wentzien (21. direkter Freistoß), 0:2 Özgüc (28. Foulelfmeter), 0:3 Haury (32. Gawady), 0:4 Cudjoe (50.Özgüc), 1:4 Muratovic (78.), 1:5 Özgüc (79.)
Gelb-rote Karte: Skarka (SCS II, 45.+1 Foulspiel + Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Benjamin Klein (SV Nettelnburg / Allermöhe)
Zuschauer: 50
Spielbericht ESV Einigkeit Wilhelmsburg 1.C - FC Eintracht Norderstedt 1.C
Samstag, 6. April 2013
Spielbericht Hamburger FC - SV Barmbek II
Kamenske
trotz den SVB-Bemühungen
Defensivspieler
lässt Höhenflug des Hamburger FC weiter anhalten
Nein, so wirklich überrascht dürfte man als Kenner der Szene von diesem
Spielausgang nicht gewesen sein. Der zuletzt sieben Spiele ungeschlagene
Hamburger FC schlug die abstiegsbedrohte Reserve des SV Barmbek mit 3:1.
Dennoch waren auch die Gäste nicht komplett unzufrieden, hielten sie trotz der
Außenseiterrolle über weite Strecken gut mit, waren sie es sogar, die nach
einer knappen halben Stunde die große Führungschance durch Kapitän Soner
Sarimehmetoglu hatten. Der abgefälschte Linksschuss des Zehners flatterte jedoch knapp am Gehäuse vorbei.
Dafür präsentierte sich Felix Kamenske auf der anderen Seite umso
treffsicherer, schloss er einen gut vorgetragenen Spielzug über mehrere
Stationen sicher zur 1:0-Pausenführung ab (39.). Und das, obwohl es personell
nicht gerade optimal für die Gastgeber lief, mussten die taktgebenden Brüder
Andre und Tiago dos Santos früh verletzt die Segel streichen.
Zurück aus der Pause, bemühten sich die Barmbeker weiterhin um den Ausgleich,
zu dem ihnen zehn Minuten nach dem Wiederbeginn ein nicht ganz klarer Strafstoß
wegen angeblichen Foulspiels verhalf. Ilker Uguroglu zeigte vom Punkt keine
Nervenschwäche und versenkte sicher – 1:1 (55.)!
Mit dem Punkt nicht unzufrieden, versuchten die Gäste nun nicht zu viel zu
riskieren, was ihnen aus dem Spiel heraus auch ganz gut gelang. Doch als Erkan
Yildiz das Spielgerät per Linksschuss von der rechten Seite in die lange Ecke
zirkelte, waren die Jungs von der Meister-Francke-Straße wieder offensiv
gefordert (66.).
Zwar zeigten sie sich weiterhin bemüht um den wichtigen Punktgewinn, doch als
wiederum Kamenske nach einem verlängerten Yildiz-Eckball zum 3:1 einlochte, war
das Match entschieden (80.).
Die Situation des SVB bleibt damit weiter prekär, während sich der HFC nun
immer mehr in der Spitzengruppe der Kreisliga 5 festbeißt.
Tore: 1:0 Kamenske (39.
Wright), 1:1 Uguroglu (55., Foulstrafstoß), 2:1 Yildiz (66., direkter Freistoß),
3:1 Kamenske (80. Freese)
gelbe Karten: Kacer – keine
Schiedsrichter: Till Kunze (FC
Viktoria Harburg)
Zuschauer: 42