Montag, 16. März 2015

Spielbericht SC Sternschanze 1. Frauen - TuS Appen 1. Frauen

Den Fisch nicht vom Teller genommen
Lara Casper mit spätem Ausgleich – SCS bleibt unten drin

Hängende Köpfe an der Sternschanze. Zwei Minuten fehlten den ersten Frauen des SC Sternschanze und man stünde auf dem achten Tabellenplatz, der somit das beste Zwischenergebnis der laufenden Spielzeit darstellen würde.
Stattdessen fand Michelle Rückert aus dem Zentrum heraus die nicht flankierte Lara Casper, sodass diese den späten wie schmerzhaften Ausgleich besorgen konnte. „Trotz des ärgerlichen Spielverlaufes: Das ist für uns ein Fortschritt und kein Rückschritt!“, stellte Trainer Heiko Nagel nach dem Match energisch klar. Tatsächlich gingen seine Damen von Beginn an sehr engagiert zur Sache, was Janine Bösts Führungstreffer per Strafstoß durchaus rechtfertigte. Nicht aber den Strafstoßpfiff selbst, der bei Kerstin Jahns Zweikampf mit Nele Salzwedel fehl am Platz war. Eine passende Antwort hatte der TuS allerdings bereit, schaufelte Carina Krüger das Leder nach einem Abwehrmissverständnis während eines Rückert-Freistoßes zum 1:1 in die Maschen.
Der SCS blieb aber weiter am Drücker und profitierte dabei von einer Umstellung der Gäste, wonach die zweikampfstarke Nele Lindenau die Seiten mit Stefanie Volkmann tauschten musste, woraufhin letztere mit der hoch agilen Nele Salzwedel eine nicht zu bändigende Gegenspielerin zugewiesen bekam. So verzog Salzwedel direkt nach dem 1:1 aus spitzem Winkel nur knapp, während sie Volkmann wenig später die Kugel abjagte und im Angesicht mit Ronja Düde die Nerven behielt – 2:1! Lang sollten die Jubelarien allerdings nicht ausfallen, versenkte Rückert einen äußerst umstritten entschiedenen Freistoß im oberen Bereich des Tores.
Trotz des erneuten Rückschlags heizte die Nagel-Elf dem Gegner auch im zweiten Abschnitt mächtig ein, zunächst aber ohne den gewünschten Erfolg, rauschte ein kräftiges Böst-Geschoss aus 18 Metern knapp drüber (52.). Nach einer gespielten Stunde war es dann aber so weit: Wiebke Hansen mit dem kurzen Abspiel für Salzwedel und wieder netzte die formstarke Angreiferin dank sträflicher Vernachlässigung durch die Appenerinnen ein, was Böst per Kopf, nach tollem Eckball Wiebke Hansens, knapp nicht gelang, bewies Ronja Düde fantastische Reflexe (70.). „Wenn wir in der Phase das 4:2 machen, ist der Fisch vom Teller!“, trauerte der Coach dem verpassten Treffer hinterher.
Was anstelle dessen folgte, ist bekannt…

SC Sternschanze 1. Frauen: Wattrodt – Hoff, Bushmann, Wothge, K. Schröder – E. Schröder (60. Unger), Roseland – Hansen (75. Klatte), Salzwedel (80. Breit) – Gaßner, Böst, Trainer: Heiko Nagel

TuS Appen 1. Frauen: Düde – Lindenau (63. Mengel), Jahn, Runge, Volkmann – Schreiner (57. Hoffmann), Cebbar – Krüger (55. Kaup), Trabe, Casper – Rückert, Trainer: Sascha Liebenow

Tore: 1:0 Böst (16. Strafstoßtor, Jahn an Salzwedel), 1:1 Krüger (27. Rückert), 2:1 Salzwedel (37.), 2:2 Rückert (42. direkter Freistoß), 3:2 Salzwedel (61. Hansen), 3:3 Casper (88. Rückert)

Schiedsrichter: Ian Shokati (SC Victoria, Note 5: Blieb nicht immer konsequent in seiner eher kleinlichen Spur, der Strafstoß zum 1:0 war ebenso unangebracht, wie der Freistoßpfiff, der dem 2:2 vorausging.)

Zuschauer: 34

Sonntag, 15. März 2015

Spielbericht SC Sternschanze III - FC Hamburger Berg

Kalkan bringt die späte Bestrafung
FC Hamburger Berg erkämpft sich den fünften Saisonpunkt

Wie die geprügelten Hunde blieben die Akteure der SCS-U23 nach diesem Katastrophenauftritt gegen das Ligaschlusslicht auf ihrem künstlichen Grün zurück.
Zuvor boten sie dem spärlich vorhandenen Publikum eine weitgehend unterirdische Vorstellung gegen eine spielerisch limitierte, aber sehr engagierte Elf von der Baurstraße.
Einen der wenigen Lichtblicke verwertete Raphael Thiele zum schnellen Führungstreffer, lauerte er in der Mitte am richtigen Fleck, um Khaled Teldjas starke Vorarbeit zu nutzen.
Ansonsten kamen die Gastgeber überhaupt nicht auf die Strümpfe. Immer wieder verstrickten sie sich durch zu komplizierte Spielzüge, in unnötige Ballverluste, von denen der Neuling nach einer halben Stunde erstmals profitierte. So war es mit Mohammad Sediqi der beste Gäste-Akteur, der dem SCS in der Vorwärtsbewegung die Kugel klaute und sie klassisch per Rechtsschuss in die Maschen beförderte. Einen Aufwacheffekt hatte diese Szene für Blau-rot allerdings nicht, sodass es auch im zweiten Abschnitt weit unter den eigenen Möglichkeiten agierte. Gegen einen Gegner mit nun auftretenden Müdigkeitserscheinungen schien es aber trotzdem noch zum Happyend zu kommen, stellte Jordan Ekwegba die Führung aus halbrechter Position wieder her, nachdem der sonst enttäuschende Ommid Safi die Gäste-Abwehr einmal messerscharf sezierte. Um ein Haar hätte Safi den Sack zehn Minuten vor Ultimo sogar zugemacht, sein 20-Meter-Geschoss konnte jedoch von Murat Yilmaz schön über die Latte gelenkt werden (79.). Stattdessen begann die Behnke-Elf in den letzten Minuten noch einmal eine Schlussoffensive, die mit einem Strafstoßpfiff (Foulspiel an Izzet Balci) eine Belohnung hätte erhalten müssen. Der Pfeifenmann, der sich dem spielerischen Eindruck bestens anpasste, verzichtete aber auf den berechtigten Pfiff. Als Gerechtigkeitsausgleich besorgte Onur Kalkan in der Schlussminute, nach Zuspiel von Kapitän Marcel Hellmund, noch den verdienten 2:2-Ausgleich, bevor Schiedsrichter Larry Sylvanus Okeke (NFG FC) die Partie wenig später gestenreich beendete.  

SC Sternschanze III: O. Heller – Bergerhoff, Ohnesorge (35. Ekwegba), Castro Marquez, J. Rensch – Aydogan (73. Justo Appelt), Safi – Teldja, T. Rensch – Thiele (62. Powl), Justo Appelt (57. Braun), Trainerin: Kerstin Stutte

FC Hamburger Berg: Yilmaz – Hoffmann, A. Balci, Hellmund, Knoop – Sediqi – Kalkan, Meine, Yildirim (16. Mendanlioglu) – I. Balci, Schühler (65. Yildirim), Trainer: Frank Behnke

Tore: 1:0 Thiele (3. Teldja), 1:1 Sediqi (30.), 2:1 Ekwegba (64. Safi), 2:2 Kalkan (90. Hellmund)

Schiedsrichter: Larry Sylvanus Okeke (Nigerian Community of Germany Football Club Hamburg, Note 5: Kein einheitliches Strafmaß bei der Bewertung von Zweikämpfen, verweigerte konsequent das Aussprechen von fälligen Verwarnungen, das Strafraumduell Ekwegba – I. Balci war zwingend Strafstoßwürdig (89.), zudem mit völlig übertriebener Gestik, die Zweifel an seiner Autorität verursacht.)

Zuschauer: 20

Samstag, 14. März 2015

Spielbericht SC Alstertal / Langenhorn 2. Frauen - SC Sternschanze 2. Frauen

Den Sieg leichtfertig hergeschenkt
SCALA wieder ohne Sieg – Sternschanzes Tendenz bleibt positiv

Die zweiten Frauen des SC Alstertal / Langenhorn haben ihre Negativserie von sechs Niederlagen in Folge beenden können, erreichte man auf heimischem Geläuf ein insgesamt leistungsgerechtes 2:2.
„Wir hatten mehr vom Spiel, aber Sternschanze die besseren Chancen.“, fasste Denny Lämmerhirt auf der SCALA-Kommandobrücke den ersten Abschnitt, der durchaus kurzweilig verlief, zusammen. So verhinderte seine gute Torfrau Cornelia Krebs im Duell mit Lorena Einfeldt, nach einem Magulski-Service, das 0:1 (17.), während sich Elsa Weiszflog auf der anderen Seite einer tückischen Bogenlampe bediente, was Emese Herman durchaus vor eine schwierige, aber erfolgreich gemeisterte Aufgabe stellte (31.).
Obwohl der bessere Start in Halbzeit zwei den Gästen gehörte, war es das Team in blau, das durch eine Bilderbuchecke, die die erfahrene Andrea Bartels-Schneider am ersten Pfosten einköpfte, mit 1:0 in Front ging. Ärgerlich für die Schanzerinnen, die wenig später sogar den zweiten Gegentreffer hinnehmen mussten, lenkte Lotte Poerksen das Leder, im Anschluss an ein starkes Dahdouli-Solo, aus kürzester Distanz ins eigene Gehäuse (63.).
Aufgeben wollte sich Blau-rot jedoch nicht, was ihnen als direkte Antwort den Anschlusstreffer einbrachte, als Krebs einmal per Fehlpass patzte und ihren Fehler gegen Janine Rieser fast wieder wettmachen konnte, doch da die eingewechselte Tomke Weber für den Abstauber goldrichtig stand, war die Köntges-Elf wieder im Spiel.
Sandra Runkel und Co hatten ihren Faden derweil komplett verloren, sodass das 2:2 durch Webers zweiten Streich nicht unverdient war, investierte der Tabellenvorletzte in der zweiten Halbzeit insgesamt mehr in dieses Spiel, als das Schlusslicht, das somit seit dem Hinspielsieg quasi eine komplette Halbserie auf einen dreifachen Punktgewinn wartet.

SC Alstertal / Langenhorn 2. Frauen: Krebs – Klünder, Bartels-Schneider, Weiszflog, Ludz – RunkeL, Schwabenbauer – Roth, Pfannes, Dahdouli – Stripp, eingewechselt: Basaran, Trainer: Denny Lämmerhirt

SC Sternschanze 2. Frauen: Herman – Bröskamp (74. Einfeldt), Coerdt, Poerksen, Zaehle (32. Tiedje) – Warnke, von Düsterlho – Magulski, Einfeldt (25. Weber / 46. Einfeldt / 64. Weber) – Schüller (25. Haase / 64. Rieser), Rieser (46. Schüller / 78. Haase), Trainerin: Annegret Köntges

Tore: 1:0 Bartels-Schneider (55. Dahdouli), 2:0 Poerksen (63. Eigentor, Dahdouli), 2:1 Weber (65. Rieser), 2:2 Weber (85. Haase)

Schiedsrichter: Ulf Bohlmann (Norderstedter SV, Note 3,5: Entspannter Leiter in einem wenig kniffligen Spiel, verweigerte SCALA aber zu Unrecht einen Strafstoß (Handspiel Bröskamp, 9.).)

Zuschauer: 20