Samstag, 6. September 2025

Spielbericht SC Sternschanze 1.A - VfL Pinneberg 1.A

Generalprobe in der Nachspielzeit gerettet
Siegtor in letzter Sekunde: SCS-A1 stolpert fast über Bezirksligaaufsteiger

Am Ende siegreich, aber noch mit ordentlich Sand im Getriebe, rumpelten sich die 2008er des SC Sternschanze im Freundschaftsspiel gegen den VfL Pinneberg in die Spielzeit 2025/2026. Gegen den U18-Bezirksligaaufsteiger hatte das personell im Sommer wieder einmal abgangsgeschröpfte Schanzenteam das Heft des Handelns zwar schnell in der Hand, doch entweder agierte man im Abschluss zu unentschlossen (Spöhrer, 11.) oder störte ein Abseitspfiff, wie bei Baran Sütcüs Abseitstreffer nach Kuhlmann-Service (19.) die Herrlichkeit.
Vor allem aber biss der sonst so treffsichere Kleon Lorenz im fortgesetzten Duell mit VfL-Fänger Jannik Wulf immer wieder auf Granit (41., 43., 45., 54., 58. & 62.).
Und so geschah im direkten Anschluss an die wärmebedingte Trinkpause das fast schon Logische. Der SCS mit den Gedanken wohl noch an der Tränke, ließ sich von über links im Konter galoppierende Süd-Schleswig-Holsteiner düpieren, sodass Testspieler Betaab Sadeeqee tatsächlich auf den 0:1-Halbzeitstand stellte (26.).
Immerhin die Rückstandskorrektur sollte nach dem Wechsel endlich gelingen, als der SCS einmal flüssig und rochierend durch sein geliebtes Zentrum kombinierte und Janes Djau auf Ablage Theo Spöhrers die Ladehemmung ad acta legte (51.). – Oder eher nur auf Wiedervorlage, scheiterten Sütcü (Latte, 54.) und Spöhrer (Verlierer im Duell mit dem herausragenden Wulf, 60. & 67.)) am Führungstreffer, der Sütcü auch nach willensstarker Einzelaktion nicht gelingen wollte (73.).
Auf der anderen Seite musste man sich gar glücklich schätzen, dass Sadeeqee seine Schusschance zum überraschenden 1:2 vor Aushilfsgoalie Felix Lenzen diesmal ungenutzt ließ (75.).
So langsam trudelte der Klassenhöhere gen Remis – bis er sich in der Nachspielzeit noch einmal darauf besann, die Kugel über die Stationen Steinfeld und Sütcü zügig laufen zu lassen, sodass der diesmal offensiv wiedereingewechselte Julius Ahrens doch noch den berühmten Lucky Punch zur gewonnen Generalprobe setzen konnte (90.+2). Denn bereits am kommenden Wochenende geht es zum Start der Landesligaserie zum Derby gegen den Aufsteiger FC Alsterbrüder.

Tore: 0:1 Sadeeqee (26.), 1:1 Djau (51. Spöhrer), 2:1 Ahrens (90.+2 Sütcü)

Schiedsrichter: Yuri Staarmann (SC Victoria Hamburg)

Zuschauer: 35







Samstag, 30. August 2025

Spielbericht SG An der Lache Erfurt - SpVgg Eintracht Erfurt 94

Derby der vergebenen Chancen
Vorentscheidung verballert: Eintracht Erfurt gewinnt rassiges Duell dennoch

Abwechslungsreich und kampfbetont präsentierte sich die Kreisoberliga Erfurt-Sömmerda am Samstagnachmittag in ihrer vierten Runde, die für die SpVgg Eintracht Erfurt bereits richtungsweisenden Charakter mitbrachte. Der Saisonstart war ja, abgesehen vom standesgemäßen Kantersieg gegen Einheit Schwerstedt (7:0), durchaus etwas holprig verlaufen.
Und auch im Stadtduell bei der SG An der Lache, wo der morbide Charme auf jedem Quadratzentimeter des Sportplatzes Am Zoopark für gelebte Fußballromantik sorgt, hatte man nach ausgeglichener Anfangsphase erstmal sein Päckchen zu tragen. Im Konter, den vor allem Mahmood Adbdullahs starke Rückwärtsbewegung initiierte, strauchelte erst Domenik Riedel in der eigenen Defensive gegen den marschierenden Paul Schröter, ehe Schiedsrichter Stefan Friedrich Florian Filters Strafraumeinsatz gegen den Heim-Angreifer wiederum als strafbar einstufte. Verärgerung bei den Roten, denn sie ahnten wohl bereits, dass Kapitän Eric Werner den Keeper locker zum 1:0 verladen würde (25.).
Einen Strafstoßpfiff hätte auf der anderen Seite auch Eintrachts Justin Lindenbeck im Duell mit Markus Hohmann gerne erhalten, doch Schiedsrichter Stefan Friedrich entschied zum leidenschaftlichen Ärger des Außenspielers auf Stürmerfoul (26.). Verwarnung wegen Meckerns inklusive. Glück hatte der 19-Jährige dagegen, dass er für eine plumpe Spielverzögerung nicht vorzeitig in die kühlende Kabine geschickt wurde (33.)...
Somit weiter in Gleichzahl, bot sich Spielführer Daniel Hamann die (ungenutzte) Kopfballchance bei einer Ecke von links (38.).
Tore sollten heuer aber (erstmal) nur vom Punkt fallen, führte Lindenbecks nächster Strafraumsturz gegen Hohmanns hinausgestelltes Bein zum 1:1, das Jakob Mosler cool gegen die Torwartrichtung mit rechts erzielte (45.+1).
Chancen, sich den verlorenen Vorsprung zurückzuholen, ergaben sich für die Geranienwegler genügende. So setzte Valmir Mehmeti einen 25 Meter-Kracher ans Quergebälk (48.), wohingegen Schröter die Kugel auf gegnerische Einladung ebenso unglücklich vorbei schob (67.), wie auch eine Doppelchance aus Minute 83 mit dem drüber sausenden Spielgerät endete.
Zu allem Überfluss rannten die Weiß-schwarz-grünen zu diesem Zeitpunkt bereits eine Weile lang dem 1:2, das ausgerechnet einem eigenen Offensivfreistoß entsprang. Eintracht-Goalie Chris Heinicke hatte den Standard sicher abgefangen und prompt nach vorne gedroschen. Zielspieler Mosler dankte es, indem er mit etwas abfälschender Hilfe das Trudel-Tor zum Doppelpack erzielte (52.).
Zur Wahrheit des Spiels gehört aber auch, dass sich Eintracht ebenfalls (unbelohnt) um den Unterhaltungswert der intensiv geführten Kontrahage verdient machte. Marvin Karkules durchgerutschtes Freistoßtor zählte wegen eines Stürmerfouls nicht (66.). Julien Hoehn klärte einen Mosler-Lupfer knapp vor dem Kreidestreifen (89.) und weil SG-Fänger Martin John sowohl per Fußabwehr gegen Joker Jafari (90.+1) und im Eins-gegen-Eins mit Filter (90.+3) die Vorentscheidung vereitelte, lag die knisternde Spannung bis zum Ablauf der ausgiebigen Nachspielzeit in der Luft. Denn tatsächlich servierte Domenik Rein dem Kollegen Schaper in Überminute sechs die ideale Schussposition, doch der 26-Jährige verpasste die Hereingabe und damit den zweiten Punktgewinn der noch jungen Serie.
Die Spielvereinigung Eintracht hält dank des Derbysiegs dagegen den Kontakt zur Tabellenspitze,

SG An der Lache Erfurt: M. John – Abdullah (56. Meyer), Hohmann (64. L. John), König (85. Zink), Hoehn – Werner, Koppe (68. Grünewald) – Schwarz (59. Rein), Mehmeti, Schaper – Schröter, Trainer: Carsten Helzig

SpVgg Eintracht Erfurt 94: Heinecke – Yaman, Filter, Riedel, Karkule (78. Jafari) – Köhn, Hamann (66. Schramm) – Wöller, Hinsche, Lindenbeck (66. Hossaini) – Mosler, Trainer: Rocky Schack

Tore: 1:0 Werner (25., Strafstoßtor, Filter an Schröter), 1:1 Mosler (45.+1, Strafstoßtor, Hohmann an Lindenbeck), 1:2 Mosler (52. Heinecke)

gelbe Karten: Schaper, Abdullah, M. John, Hohmann, Meyer, Mehmeti, Schröter –  Lindenbeck, Riedel, Karkule, Köhn, Schack (Trainer)

Schiedsrichter: Stefan Friedrich (FC Union Erfurt)

Zuschauer: 90

























Spielbericht FC Borntal Erfurt 1.B - SG TSV Kerspleben 1.B

Nächster Sieg in Überzahl
Borntal-B1 behauptet Tabellenführung trotz Defensivchaos

„Erste Halbzeit war vollkommen okay – Zweite war halt scheiße“, fasste Abwehrspieler Marlon Kohlmeyer die Gefühlslage der Spielgemeinschaft TSV Kerspleben/Grün-weiß Erfurt nach dem B-Landesklassen-Ritt auswärts beim FC Borntal Erfurt zusammen.
Dennoch verlief der Auftritt beim Tabellenführer besser als erwartet („Ich dachte, wir kassieren hier 0:7“). Borntal zwar mit der klar gepflegteren Spielanlage und dem früheren 1:0, das Jan Oschmann als Raumdeuter und Kapitän Christiano Hudl als eiskalter Vollstrecker in die lange Ecke gekonnt inszenierten (5.), doch ein Spaziergang sollte es heuer nicht werden. Nicht nur, weil Hannes Scholz aus dem Hinterhalt ein reichlich überhastetes Field Goal schoss (7.), sondern auch, weil man defensiv immer wieder freundliche Einladungen verteilte. Eine besonders Dicke vermochten die Gäste jedoch nicht zu nutzen, als Goalie Janek Mildner einen unbedrängten Schindelarz-Versuch aus spitzem Winkel vor die Füße von Jeremy May patschte, der mitgeeilte Angreifer jedoch zu unplatziert einen Verteidiger anschoss (16.).
Dank Moahmmed Sarmad Mohammeds Kontaktsuche im Strafraum konnte der verpasste Ausgleich aber nachgeholt werden – wenngleich erst im Nachsetzen. Mildner ahnte nämlich gegen Illia Sharypin die richtige Ecke, blockierte den Strafstoß, dessen Nachschuss dann aber der zuvor „Gefoulte“ versenkte (19.).
Ein echter Schock für die Roten, auf den sie zumindest in puncto Ergebnis perfekt reagierten: mit viel Einsatz nutzte Hugo Hoinkis den generischen Schlussmann als Ping-Pong-Partner zur erneuten Führung (28.).
Sicherheit sollte dies jedoch nicht stiften. Stattdessen blieb es hinten vogelwild. Diesmal scheiterte Mohammed an Mildner, ehe Leonas Sandig den Nachschuss völlig blank verstolperte (30.).
Noch vor der Halbzeitpause hatte das Betteln der Hausherren um den zweiten Gegenstreffer schließlich „Erfolg“, sprang der indisponierte und zum zweiten Durchgang ausgewechselte Philipp Denisow an Savelii Rzhevskiis langem Ball vorbei, sodass May seine freie Bahn flach zum 2:2 auskostete (37.).
Und wer weiß, wie die Chose gelaufen wäre. Hätte der starke Mildner gegen Anton Köthe nicht den nächsten Defensiv-Bock mit dem Fuß neutralisiert (43.)…
So aber blieb die zunehmend ruppige Auseinandersetzung im Spielstand ausgeglichen, bis Ben Wunderlich ideal zum 3:2 in eine perfekt auf den langen Pfosten gezogene Müller-Ecke einlief (54.). Ob sie diese Variante vor ihrer gemeinsamen Einwechslung auf der Bank geplant hatten?
Neue Belebung für das Spiel der Borntaler hatte das Duo zweifellos hineingebracht. Auch, wenn am wirklich fein herausgespielten 4:2 ein anderer Joker schusssicher beteiligt war. Über links spielte man sich elegant mit Scholz und Oschmann Richtung vorderes Drittel, wo Hudl das Bällchen stabil behauptete und für Lian Schulzes Rechtsschuss in die lange Ecke rüberspielte (74.).
Das Match nun entschieden, was den Gästen ordentlich Frust bescherte. Schon Kohlmeyer bewarb sich früher im Spiel per Nachtreten für den Feldverweis (48.), den sich schließlich ein Kollege auf ähnliche Weise gegen Octavian Pallaske abholte (76.). Ein Anteil daran ging allerdings auch auf das Konto des FCB, der sich nicht nur auf dem Platz, sondern auch vor allem durch rotgesperrtes Personal aus dem Zuschauerbereich eines bemerkenswerten Trashtalks befleißigte. Apropos Bemerkenswert: es war bereits die sechste (!) Hinausstellung eines Borntal-Gegenspielers im erst dritten Match!
Vermutlich wäre wohl auch in Gleichzahl nichts mehr für die Roten angebrannt, stellte sich die Abwehr um den überragenden Karl Bednar nun deutlich besser auf das stete Langholz des Gegners ein.
Der Erfolg und die gleichzeitige Festigung der Tabellenspitze entsprechend verdient, während die Spielgemeinschaft, die im Sommer den Landesklassenstartplatz von Grün-weiß übernahm (Wappen und Vereinsname prangen immerhin auf dem Trikot), deutlich mehr spielerische Ideen entwickeln muss.

Tore: 1:0 Hudl (5. Oschmann), 1:1 Mohammed (17. Sharypin), 2:1 Hoinkis (21.), 2:2 May (32.), 3:2 Wunderlich (54. Müller), 4:2 Schulze (74. Hudl)

rote Karte: #3 (SG TSV Kerspleben, 76., Nachtreten an Pallaske)

Schiedsrichter: Omar Takla (FC Erfurt Nord)

Zuschauer: 40


Freitag, 29. August 2025

Spielbericht SG VfB GW 1990 Erfurt Ü45 - SV Fortuna Ermstedt Ü45

Die Wende-Chancen liegengelassen
Fortuna Ermstedt belohnt sich nicht für starke zweite Halbzeit

Fast gleich viele Torchancen, aber dennoch 2:4 verloren. Die Ü45 des SV Fortuna Ermstedt kamen eine verschlafene erste Halbzeit, inklusive 1:3-Rückstand, und die schwache Chancenverwertung im zweiten Durchgang teuer zu stehen.
Am Freitagabend zu Gast bei Grün-weiß Erfurt, nahm die zweite Saisonniederlage nach dem 1:6 gegen Lok Erfurt zum Auftakt in die Ü45-Kreisoberliga früh Konturen an. Gegen Sven Waldners zentralen Abdruck fuhr Tormann Sven Pszarski noch behände den linken Fuß aus (10.), doch nur Sekunden später war die Null dahin. Ruhig von hinten heraus bauten die Hausherren das Spiel auf, ehe Waldners Diagonalball exakt den direkt abschließenden Dieter Hergenroether fand – 1:0 (11.)!
Mit Hergenroether diesmal als Vorbereiter über links erhöhte das Heimteam durch Mario Bethmann gar auf 2:0 (15.).
Lief also alles nach Plan, für die Grün-weißen in den gelben Trikots, doch nachdem Hergenroether sich das Eck aussuchte, in dem Pszarskis Schlappen gerade noch soeben das 0:3 verhinderte (20.), gelang Fortuna im Gegenangriff der Anschlusstreffer. Mit der Hacke halbierte der eingelaufene Jörg Schönemann im Anschluss an Wolfgang Kretschmanns Querlage den Rückstand auf nur noch minus eins (20.).
Schmeichelhaft, dass es mit diesem Zwischenstand in die Halbzeit ging, denn in den zehn Minuten vor der Pause verhinderte entweder der gut aufgelegte Pszarski (26.) oder mangelnde Schussgenauigkeit (28. & 29.) das eigentlich fällige 3:1.
Kurz nach dem Wiederanpfiff durch Andreas Rastdorf (SG An der Lache), der die faire Begegnung aus dem E-Rollstuhl heraus im Griff hatte, war es dann aber soweit. David Dienemann zu Andre Wolfram und schon war der Vorsprung in flacher Manier wieder ausgebaut (32.). Und wäre der Torschütze kurz darauf im direkten Duell nicht an Pszarski gescheitert (35.), hätte sich der Rest der Partie sicherlich etwas entspannter für ihn und seine Mannen angelassen.
Stattdessen bliesen die West-Erfurter nun zur Dauer-Offensive, an der vor allem der plötzlich wie aufgedrehte Holger Otto seine Aktien hatte. Entweder probierte es der Mann mit der Nummer vier selbst (37.) oder er legte für seine besser postierten Kollegen vor (46., 48. & 50.). Nur bei Schönemanns Außenpfostenschuss (56.) hatte Otto seine Füße nicht in der Szene. Das Ergebnis blieb derweil stets das gleiche: kein Tor für Fortuna.
Wie es besser geht, demonstrierte auf der anderen Seite des Kleinfeldes am Johannesplatz der damit vorentscheidende Gegner, als Ralf Felsberg allerdings auch keine Mühe hatte, eine sauber getretene Waldner-Ecke zum 4:1 einzuköpfen (56.).
Dass Otto einen eigenen offensiven Ballgewinn zum verkürzenden Rechtsschuss in die Maschen nutzte (60.), kam schlussendlich zu spät. – Selbst, wenn Grün-weiß Fänger Holger Schimmel einen Linksaußenversuch Detlef Rümplers nicht zur Ecke abgewehrt hätte (60.+1). Gemeinsam mit vier weiteren Teams der Zehnerkonkurrenz starteten die Old Boys aus dem Plattenbaugebiet damit zweimal siegreich in die neue Serie. Mit der anderen Hälfte des Klassements verharrt Fortuna Ermstedt dagegen weiter erstmal in der Punktlosigkeit.

Tore: 1:0 Hergenroether (11. Waldner), 2:0 Bethmann (15. Hergenroether), 2:1 Schönemann (20. Kretschmann), 3:1 Wolfram (32. Dienemann), 4:1 Felsberg (56. Waldner), 4:2 Otto (60.)

Schiedsrichter: Andreas Rastdorf (SG An der Lache Erfurt)

Zuschauer: 15






Mittwoch, 27. August 2025

Spielbericht SC Sperber Hamburg II - SC Eilbek II

Raubvögel fressen den SCE
Sperber-Reserve wirft Bezirksligisten aus dem Holstenpokal

Ob als Sieger- oder Frustbier: Holsten geht immer, könnte man sagen. Der Holstenpokal ist dagegen für die Zweite des SC Eilbek überraschend bereits nach Runde zwei Geschichte. Auswärts beim Kreisligisten SC Sperber II, der zuletzt ein 1:13 in der Liga erfuhr, ließ sich das Bezirksligateam am Mittwochabend einen gebrauchten Tag andrehen.
Zu Beginn noch mit stattlichen Spielanteilen, aber ohne konkrete Idee, das von Sperber massiv behütete letzte Drittel gefahrenstiftend zu bespielen, dämmerte dem SCE spätestens in Minute 23, dass es heuer eine undankbare Veranstaltung werden könnte. Denn gleich beim ersten echten Vorstoß des Außenseiters hackte Paul Ketelsen ungeschickt gen Ball, um damit Gegenspieler Ole Domrich im Sechzehner zu Fall zu bringen. Eine Strafstoß-Einladung, die Nico Rackwitz auf platzierte Weise nicht ungenutzt ließ.
Reichlich Gegenwind also für den SC Eilbek, dem sich bei einer gegnerischen Doppelchance nur Tormann Marcel Sechting so richtig entgegenstellen konnte (34.).
Zu kentern auf rauer Pokal-See drohte das grüne Boot schließlich noch vor der Halbzeit, als man einen Freistoß von links zwar in erster Instanz noch blockierte, damit aber die ideale Schusschance für Konstantin Bahnsen aus 23 Metern bereitete – der 2:0-Volltreffer in den Winkel (45.)!
Geführt hatten die Raubvögel allerdings aus neulich in der Liga, woraufhin der Gegentor-Hagel folgte. Heute aber hatte die Elf in weiß mit Timo Ostermann einen routinierten Goalie zwischen den Pfosten, der als gut mitspielender Schlussmann reichlich Sicherheit ausstrahlte. Und war der 31-Jährige einmal nicht perfekt im Bilde, verdaddelten die Eilbeker die Schusschance zu unentschlossen (49.).
Anders dagegen die Platzherren, die sich für Sekundenbruchteile über Bahnsens 3:0 freuten, ehe Schiedsrichterassistent Arthur Schreiber (SC Sternschanze) korrekterweise den Abseitswimpel hob (53.).
Auf der anderen Seite versuchten sich die Kicker von der Fichtestraße gerne mit langen Bällen, um die beste Gelegenheit zum Anschlusstreffer auf spielerischem Wege zu generieren. Mit Tempo ging es einmal simpel über rechts, sodass Eric Schweickert für Gianfranco Cusimano in die Parzelle querlegte. Letzterer behielt sein stetes Schusspech (56., 63., & 75.) aber an den Hacken und scheiterte am abwehrenden Ostermann (88.).
Mehr passierte daraufhin nicht mehr, an der Meerweinstraße. Begleitet von markigen Sprüchen des gegnerischen Anhangs, endete die Pokal-Saison für den Bezirksliga-Zweiten wenig ruhmreich mit 0:2. Voller Fokus nun auf die Bezirksliga 02!

Tore: 1:0 Rackwitz (23., Strafstoßtor, Ketelsen an Domrich), 2:0 Bahnsen (45.),

gelbe Karten: keine – Ibarra, Daboul, Chaari, Michaels, Schäffer

Schiedsrichter: Leif Mattes Menke (SC Sternschanze)

Zuschauer: 40









Dienstag, 26. August 2025

Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - Heidgrabener SV

Gegen die eigenen Vorlieben
Ungefährdet weitergerumpelt: Heidgrabener SV macht erfolgreich das Spiel

Als einzig verbliebener Teilnehmer aus Elmshorn flog bereits in Runde zwei auch Gencler Birligi aus dem Lotto-Pokal. Eine Nummer zu groß war am Dienstagabend der Bezirksligist aus Heidgraben, welcher sich trotz allenfalls durchschnittlicher Vorstellung mit einem halben Dutzend in die dritte Runde hievte.
Zwar traf Routinier Kirill Shmakov gleich zu Beginn des Pokalabends nur den Pfosten (3.), doch im Rahmen einer Dreifachchance, bei der es Shmakov und Kollege Marvin Neu zunächst nicht vermochten, die Kugel über die Linie zu drücken, ergrätschte der einstige Landesliga-Akteur schließlich doch die Führung für den Klassenhöheren (11.).
Der nicht unambitionierte Kreisklassist aber kreierte geschwind die passende Antwort auf den Rückstand, indem Nihat Meric den schönen Chip-Ball hinter die Kette für den gestarteten Gökalp Bas servierte und auch der Angreifer noch vor dem Zusammenprall mit dem herauseilenden Lasse Witt wohl temperiert per Lupfer auf 1:1 stellte (17.).
So richtig viel sollte den höher gewetteten Heidgrabenern daraufhin erstmal nicht einfallen, ehe eine schwach ausgeführte Abseitsfalle Genclers Daniel Meyer unwiderstehlich zur erneuten Führung einlud (34.), die ein weiteres Abstaubertor, diesmal durch Samuel Karul, prompt auf den 1:3-Halbzeitstand hochschraubte (37.).
Die Partie scheinbar entscheiden, zumal sich dem HSV die eine oder andere Möglichkeit zur Erhöhung bot (43., 45.), doch die Elmshorner führten der Sommer-Elf mit Bas´ rechts vorbei trudelndem Abschluss, dass man den zwei Klassen Niedrigeren vielleicht doch nicht einfach machen lassen sollte (47.).
Und auch im Spiel nach vorne offenbarte der Bezirksliga-Zehnte eine zu statische Spielweise bei zu vielen falschen Entscheidungen am Ball. Man merkte: Selbst das Spiel zu gestalten ist nicht seine Lieblingsübung und ohne Top-Torjäger Philippe Schümann fehlte der Zielspieler, auf den seit so vielen Jahren Verlass ist.
Immerhin zündete Ex-Landesliga-Crack Shmakov hier und da über links den Turbo, der mustergültig Chris Wolfs 1:4 aus dem Rückraum vorbereitete (66.), während der Russe das 1:5 gleich selbst an den helfenden Innenpfosten presste (85.).
Den am Ende etwas zu hohen Schlusspunkt schaffte man schließlich noch einmal ohne den 34-Jährigen. Der eingewechselte Alex Mohr, der kurz darauf noch knapp verfehlt hatte (87.), traf diesmal nach Zuspiel von Meyers rechter Flanke voll ins Schwarze (88.). Gencler war platt – der HSV letztlich deutlich eine Runde weiter.

Tore: 0:1 Shmakov (11. Neu), 1:1 Bas (17. N. Meric), 1:2 Meyer (34.), 1:3 Samuel Karul (37. Neu), 1:4 Wolf (66. Shmakov), 1:5 Shmakov (85.), 1:6 Mohr (88. Meyer)

gelbe Karten: Salihi – keine

Schiedsrichterin: Jana Larm (SC Egenbüttel)

Zuschauer: 45






Sonntag, 24. August 2025

Spielbericht TSV Flintbek - Heikendorfer SV

Umkämpfte Nullnummer
Heikendorf nur zu Beginn, TSV Flintbek über Standards: Folgerichtiges 0:0

Zweikämpfe, Zweikämpfe und noch mehr Zweikämpfe… Freunde des gepflegten Kampfspiels kamen am Sonntagnachmittag in Flintbek voll auf ihre Kosten! Tore allerdings Fehlanzeige im Verbandsliga Ost-Duell mit dem Heikendorfer SV. Dieser hatte zu Beginn etwas mehr von der etwas statischen Partie, deren erste Torchance passenderweise ein Fehlpass der Gastgeber auslöste. Niklas Kracht hatte die Kugel abgefangen, doch der bullige Ayberk Kaya vermochte daraus vor dem Tor nichts wirklich zu machen (8.). Ebenso wie Kollege Tim Mordhorst, der das Spielgerät bei einer Deutschbein-Flanke von links aussichtsreich nicht voll erwischte (39.).
Viel mehr sollte der trotz Urlaubs-Personalmangels enttäuschende Vorjahressechste nicht mehr in die offensive Waagschale geworfen bekommen. Von hinten baute man vor allem mit dem ballsicheren Kalvi Rumohr zwar ordentlich auf, doch das war´s dann meistens auch schon. Stattdessen war es bereits in Hälfte eins der Gegner, der durch den aufgerückten Corvin Rehder das Aluminium streifte (19.). Ebenfalls nach einem Ball von der Fahne, den tief im zweiten Abschnitt diesmal nicht der angeschlagen ausgewechselte Fabio Pries, sondern Luca Schemborski hineinbrachte, köpfte Rehder dank gelungener Roempke-Verlängerung gefährlich gen Torlinie, wo jedoch ein Heikendorfer Kopf rechtzeitig die Flugbahn des Runden tangierte (72.).
Glück für Goalie Riko Wensorra, den man aus akutem Mangel an Torstehern kurzerhand aus dem Ruhestand holte. – für 82 Minuten, hatte sich der Notnagel beim Duell mit Jan Ratjen eine Blessur abgeholt und 20 Minuten lang auf die Zähne gebissen, ehe für die Schlussphase doch noch Feldspieler Fabian Hoppe zwischen die Pfosten wechselte.
Personell noch schwieriger für den HSV wurde es durch Nico Heinrichs vermeidbaren Platzverweis. Dem Schiri kurz zuvor per Verbalbeitrag sicherlich nicht weiterhin „gut Pfiff“ gewünscht (89.), holte sich der 28-Jährige für eine schlecht angesetzte Grätsche vor dem eigenen Gefahrenbereich prompt das zweite Ticket ab (90.+2). Mal wieder ein Treuepunktsystem zu Lasten des zugewandten Kunden!
L. Schemborskis anschließender Freistoß geriet schließlich etwas zu hoch (90.+3). Ein Sucuk-Toast mehr vor dem Spiel hätte die Konzentration vielleicht etwas erhöht…
So aber hielten gleich beide ungeschlagenen-Serien (drei, beziehungsweise vier Spiele). Ein Belastungstest für diese dürfte aus TSV-Sicht der anstehende Auswärtsritt beim Tabellenführer in Preetz werden; der Heikendorfer SV bekommt es im heimischen Sportpark mit dem schlagbaren TSV Gremersdorf zu tun.

TSV Flintbek: Klarmann – Szellas (77. Schröder), Rehder, Roempke, Pries (Wischnewski) – L. Schemborski, Hübner, Ratjen, Düzgün (81. Lindemann) – Gremmel (65. K. Schemborski), Kock, Trainer: Matthias Liebal

Tore: Fehlanzeige

gelbe Karten: Hübner, Rehder – L. Mordhorst

gelb-rote Karte: Heinrich (Heikendorfer SV, 90.+2, Meckern + Foulspiel)

Schiedsrichter: Dennis Schröder (Bramstedter TS)

Zuschauer: 70

Textiltest bestanden: Jonas Roempkes Spielkleidung.