„Zweite-Hälften-Krise endgültig
beendet“
Wieder kein
Leistungsabfall: Walddörfer SV-2008er siegen sich unten heraus
Im Duell der (bisher) Enttäuschten der U18-Oberliga räumte der WSV in gleich
mehreren Punkten mit dem vorläufigen Saisonverlauf auf. Denn neben der
Ergebniskrise ist laut Mittelfeld-Stratege Arthur Schreiber auch die zuletzt
frappierende „Zweite-Hälften-Krise endgültig beendet“. Schon unter der Woche
war das Novum von mindestens gleichwerten zweiten 45 Minuten bei siegreichem
Ertrag gegen den Harburger TB (3:1) geglückt, um es diesmal über beide Hälften
gänzlich souverän zu lösen.
„Wir haben heute über 90 Minuten gezeigt, dass wir wirklich guten Fußball
spielen können und sehr, sehr viel spielerisch lösen können – und auch wollen!“,
frohlockte Schreiber im Lobgesang, der trotz gewichtiger Überlegenheit und
einigen Chancen (wieder so ein Merkmal der Roten) erst spät im ersten Abschnitt
ergebnistechnische Untermauerung erfuhr. So zirkelte der Neuzugang vom SC
Sternschanze seinen Freistoß zu genau an den Innenpfosten (30.), während ihm
der Assist für einen Doberitz-Treffer von der spät erhobenen Abseitsfahne
vermiest wurde (38.). Im nächsten Anlauf hatte das Gespann schließlich keine
Beanstandungen, als sich Phil Bossen „mit einer Körperfinte“ erst „massig Platz
verschaffte“, um beim Pass „ein bisschen Glück“ zu haben, dass „der
Innenverteidiger da nicht richtig rankommt“. Dadurch fand das Leder den Weg zu
Malte Doberitz, der „das vor dem Tor gut gemacht und das verdiente 0:1 erzielt
hat“ (41.), erläuterte Walddörfers Nummer 20, die genau wie Kollege Leo
Amtsberg (48.), zu Beginn des zweiten Abschnitts weitere Abschlüsse versuchten
(54. & 72.).
Nur einmal – um es vorwegzunehmen – wackelte der komplikationslose
Auswärtserfolg, als eine Unachtsamkeit Teutonias Shayan Taheri in Position
beförderte, dieser jedoch zu unplatziert in den Eingriffsbereich des Torwarts
zielte (58.).
„Uns ist besonders gut gelungen, dass wir wirklich nur sehr, sehr wenige hohe,
lange Bälle geschlagen haben. Ja, es waren immer wieder Chip-Bälle hinter die
Kette mit dabei, aber wir haben wirklich fast alles flach gelöst. Das war
wirklich gut und hat nochmal unsere Qualität gezeigt!“, erfreuten sich die
Gäste ansonsten über das Gros der Spielzeit an ihrer Lust am gepflegten
Ballsport, die den kurz zuvor eingewechselten Jarno Köster in Form eines tiefen
Duve-Anspiels gen Grundlinie schickte. Trotz „viel Ziehen und Zerren“ behielt
der Joker „Ruhe und Übersicht“, um auch Goalie John Walter cool nach oben links
zu überwinden (74.). Die Partie damit vorzeitig entschieden, zu limitiert waren
die Möglichkeiten des Tabellenvorletzten, den Walter mit einem Block gegen
Leandro Duve vor weiterem Unheil bewahrte (90.).
Einmal noch musste der Ex-Nienstedtener das Leder aber dennoch aus dem Netz
holen: Abwehrrecke Linus Polster versenkte nämlich einen „klaren Elfmeter“,
nachdem Perry Redner den emsigen Köster „unschlau abgeräumt“ hatte (90.+3), zum
0:3-Endstand.
Grund zur Freude also beim Aufsteiger, der seine Englische Woche mit zwei
Siegen und einer Niederlage beendete. „Das finde ich auch in Ordnung“,
resümierte Schreiber, dem der eng getaktete „Rhythmus sehr gut gefällt“. „Dadurch
hast du die Möglichkeit, wenn du am Wochenende unglücklich verloren hast, unter
der Woche direkt ein Zeichen zu setzen. Das haben wir hinbekommen! Wenn man
dann auf die ersten zwei Spiele (jeweils vermeidbare Niederlagen gegen
Mitaufsteiger) guckt, ist das umso ärgerlicher, dass wir davon nicht eines
zumindest gewonnen haben; dann ständen wir schon mit neun Punkten da, die auf
jeden Fall verdient gewesen wären. Aber im Großen und Ganzen gefällt mir die
Englische Woche.“. Kein Wunder, sprang man vom „total ungerechtfertigten elften
Platz“ auf den „deutlich gerechteren“ Rang sieben.
Daheim gegen den bereits aus der Vorbereitung bekannten Niendorfer TSV winkt am
kommenden Wochenende sogar der Anschluss ans obere Tabellendrittel. „Wir haben
zwar gegen Niendorf in der Saisonvorbereitung gesehen, dass da große
Differenzen zwischen uns in den Teams liegen und wie brutal wir da doch spielerisch
besser sind, aber wir dürfen das nicht unterschätzen. Die haben jetzt oft auf
den Kopf bekommen; die werden weiterhin weiter gewinnen wollen. Deswegen müssen
wir da hochmotiviert reingehen!“, mahnte Schreiber, der beim Test-Vergleich,
Anfang September, einen Doppelpack zum 6:1-Erfolg beisteuerte, zur
Ernsthaftigkeit gegen das punktlose Schlusslicht.
Tore: 0:1 Doberitz (41.
Bossen), 0:2 Köster (74. Duve), 0:3 Polster (90.+3, Strafstoßtor, Redner an
Köster)
Schiedsrichter: Kiran Kraake
(Hamburger SV)
Zuschauer: 50
Sonntag, 28. September 2025
Spielbericht FC Teutonia 05 1.A - Walddörfer SV 2.A
Spielbericht SV Blankenese II - SC Nienstedten II
Döbrich
kommt, gleicht aus und fliegt
Kurzarbeiter
sichert SVB-Reserve einen Punkt im Derby
Keinen Sieger fand am Sonntagmittag das West-Derby der Kreisliga 08. Knappe
zehn Minuten Autofahrt liegen nur zwischen der SV Blankenese und dem SC
Nienstedten. Das Duell der Zweitvertretungen verlief bei wärmender Herbstsonne
ebenso eng wie die geographische Lage. Die lautere Musik spielten zu Beginn die
Gäste, für die es besonders interessant wurde, wenn sie ihr Personal auf außen
mitnahmen. So geschehen nach einem knappen Dutzend an Spielminuten, als Mats
Zur Mühlen aus dem Zentrum Linksläufer Romano de Mas in Szene setzte und der als
Model und DJ Aktive stilsicher flach zum 0:1 vollendete (11.).
So sollte es eigentlich auch bei einem Angriff über rechts laufen, doch diesmal
bolzte Nienstedtens Rückennummer zehn verheißungsvoll am zweiten Pfosten drüber
(17.).
Danach trauten sich auch die erst im Sommer aufgestiegenen Hausherren etwas
mehr zu Lasse Grünther scheiterte nach gegnerischem Fauxpas am Innenpfosten
(21.), ehe Ole Schiller nach von Grünther verlängerter Duncan-Williams-Flanke sogar
ins Tor lupfte. Schiedsrichterassistent Ivan Feric deutete jedoch auf Abseits –
das war knapp (42.)!
Auch im zweiten Durchgang präsentierten die Hellblauen weiter etwas mehr Zug
zum Tor, das Liga-Leihgabe Kevin Rathjen jedoch per Fußabwehr gegen den
durchsetzungsstarken Ben Döbrich behände verteidigte (48.). Dass die Heineinnahme
Döbrichs im Rahmen eines Vierfachwechsels allerdings ein durchaus kluger Pausen-Zug
von Trainer Michael Wegner war, untermauerte das bereits reichlich
bezirksligaerfahrene Eigengewächs Mitte der zweiten Hälfte. Einmal mit zu
vielen Freiheiten im Strafraum an den Ball gekommen, drosch der Blondschopf das
Leder mit rechts hoch mittig zum Ausgleich in die Maschen (69.).
Führungsfreuden, wieder durch einen Döbrich-Treffer erzeugt, zerstörte kurz
darauf die erneut erhobene Abseitsfahne (78.).
Nur Sekunden darauf gab es erstmal fünf Minuten Pause in den eigenen
Sechzehnern verordnet, nachdem sich ballfern im Mittelfeld ein wenig gegenseitig
herumgeschubst wurde (78.). Beteiligte hieran gab es mehrere, sodass neben de
Mas aus Nienstedten und dem Blankeneser Grünther auch Döbrich den gelben Karton
gezeigt bekam. Blöd nur, dass ihm dies bereits kurz zuvor widerfahren war
(72.). Ergo: gelb-rot für die Rückennummer zehn (84.). Da gab es sicher Kandidaten
mit größerer Beteiligung an der Szene…
Auch ohne den kurzarbeitenden Aktivposten blieb die Wegner-Elf in der Endphase das
bessere Team, um zu fortgeschrittener Nachspielzeit noch den Lucky-Punch auf
den Füßen haben, versuchte sich der ebenfalls eingewechselte Niclas Nielsen aus
anspruchsvollem Winkel, um dabei an der blockierenden Hand von Goalie Rathje zu
scheitern (90.+7).
Ein Punkt, der den Neuling weiter mit drei Zählern Vorsprung über dem Strich
hausen lässt, während sich die SCN-Zweite nahtlos in die Remis-Riege in der oberen
Tabellenhälfte einfügte. Ein Sieg heute und man wäre bis auf Rang vier
vorgestoßen…
Tore: 0:1 de Mas (11. Zur
Mühlen), 1:1 Döbrich (68. Karimzadah)
gelbe Karten: Grünther, Korneev,
Karimzadah, Schmidt – de Mas
gelb-rote Karte: Döbrich (SV
Blankenese II, 84.)
Schiedsrichter: Arne Prior (SV
Tonndorf-Lohe)
Zuschauer: 35
besonderes Vorkommnis: Anwendung des
STOPP-Konzepts (78.).
Spielbericht FTSV Komet Blankenese 1.Ü40 - HEBC 1.Ü40
Die
Null muss stehen…
Novum
seit November 2024: HEBC-Senioren ohne Gegentreffer
Drei Niederlagen und ein kampfloses Pokal-Aus gegen den SC Victoria: die Saison
2025/2026 gestaltete sich für die Senioren des HEBC bis dahin freilich in
Gestalt einer Erfolgsgeschichte. Entsprechend wohlwollend registrierten die
Eimsbütteler den nun endlich eingefahrenen ersten Zähler der Serie.
Im herbstlichen Sonnenschein von Blankenese verdiente man sich den Punkt mit
jeder Menge Kompaktheit und einer (meistens) besonnenen Attitüde gegen einen
zunächst ordentlich Druck machenden Gastgeber, deren beste Gelegenheit Jascha
Kelters nach Hereingabe Mihai Ghitas am Innenpfosten versiegen sah (8.).
Ansonsten bekam der Tabellenletzte den Laden ganz gut dicht, um mit zunehmender
Spieldauer selber etwas mutiger nach vorne zu werden. Nach selbst
herausgeholtem Ünlü-Freistoß köpfte Dennis Schümann nicht schlecht, aber auch
nicht perfekt, in Richtung Komet-Gehäuse (24.).
Mit getauschten Seiten sollte sich das optische Bild nicht groß ändern.
Vorsichtiges Abwarten prägte die lange zäh anzuschauende Partie.
Erst in der Schlussphase kanalisierten die Hausherren ihre Unzufriedenheit über
den sparsamen Auftritt im Spielerischen zu einer echten Drangphase. Den Anfang
machte Baton Morina, der nach Flanke von rechts mit links drüber zielte (68.),
ehe die Kollegen Werthmann und Guhl die Pille im Strafraumchaos nicht
entscheidend aufs Tor bekamen (70.). Das torlose Remis war damit manifestiert,
sodass den Herren in Braun kein Sprung in die obere Tabellenhälfte gelang,
während der HEBC mit dem heute coachenden Marcus Klaube (Trainer Francisco
Ramos genoss unterdessen die Sonne Griechenlands) erstmalig seit dem 24.11.2024
ein Liga-Spiel ohne Gegentor erlebte. Gegner damals an gleicher Stelle: Komet
Blankenese, das durch ein Tor durch Michael Glaser (18.) mit 1:0 besiegt werden
konnte.
Tore: Fehlanzeige
gelbe Karten: Ghita – keine
Schiedsrichter: Uwe Meyer (SC Cosmos
Wedel)
Zuschauer: 15
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Sonntag, 21. September 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder IV - VfL Hammonia IV
Rote
Laterne bleibt hängen
2:2
im Nachbarschaftsduell: Erster Punkt für Schlussduo FCA/Hammonia
Keinen Punkt holten die Viertvertretungen von Alsterbrüder und Hammonia in
ihren bisherigen vier Partien der Kreisklasse 11. Das 2:2 am Ende des
Kreisklasse 11-Kicks am Sonntagabend brachte also beide nicht so richtig
weiter.
Geschichten hatte das Match jedoch genügende auf Lage. Da wäre zum Beispiel die
Posse um Schiedsrichter Ezatollah Valizadeh (SC Victoria), der zum geplanten
Kick-Off um 17.30 Uhr nicht zugegen war, weil dieser zeitgleich noch (unter
falschem Namen) ein A-Jugendspiel im nahegelegten Sternschanzen-Park leitete.
Mit 20 Minuten Verspätung war der Pfeifenmann schließlich zu Fuß angekommen, um
den Ersatzmann aus den Reihen des FCA im Schichtwechsel abzulösen. Übrigens ein
Verstoß gegen die Durchführungsbestimmungen: der Schiedsrichter, der das Spiel
anpfeift (auch ein Einspringer, auf den sich die Parteien zuvor einigten), muss
es auch über die Bühne bringen und beenden.
Kaum hatte der Mann in Alsterbrüder-Gelb (= Leibchen) seine Tätigkeit
aufgenommen, flutschte den Gastgebern ein Freistoß von Spielertrainer und
Kapitän Lesu Zander zum 0:1 ins Netz (22.). Besonders daran: erstmals seit
Mannschaftsgründung im vergangenen Sommer ging die neue VfL-Vierte in einem
Punktspiel in Führung.
Und es kam noch besser, für das gemischtgeschlechtliche Team, bei dem auch
heute wieder drei Freuen am Start waren, vollendete wieder Zander von
halbrechts in die lange Ecke, nachdem ihn Victoria zu Klampen vorne passend
bedient hatte (37.).
Von den Alsterbrüdern, die tatsächlich etwas mehr Ballbesitz und die eine oder
andere Ecke generierten, kam dagegen kaum etwas Konkretes, bis Frederic Cousin
Schlussmann Jonas Rügge zum Reflex zwang, dessen Abstauber Josef Sütterlin aus
sieben Metern zum Abschluss hinein piekte (44.).
Fast blöd, dass kurz darauf erstmal Halbzeitpause war und der Auftrieb des
Treffers offenbar im hintersten Winkel der Kabine liegen blieb. Die
Zweikampfintensität hatte zwar inzwischen zugenommen, doch spielerisch lief
beidseitig wenig zusammen.
Erst tief in Hälfte zwei umspielte Hammonias Daniel Bernecker den weit
herausgeeilten Lars Unger, doch Spielertrainer Nikita Cardaun rettete für
seinen geschlagenen Fänger vor der Linie (73.).
Endlich einmal Schwung in der Bude, kam drüben der eingewechselte Henri Wormuth
durch die bislang flüssigste Kombination der Partie zum Abschluss ans Außennetz
(75.). Weiter ging das nun muntere Treiben mit Tristan Bauer, dessen Versuch
Unger mit leichten Komplikationen zur Ecke ablenkte (82.). Nicht so sein
Gegenüber, den Wormuth zum vermeintlichen 2:2 überwinden konnte, doch der
Abseitspfiff setzte dem Jubel ein abruptes Ende (84.).
Mit leeren Händen sollten die Gelb-blauen aber letztlich nicht zurückbleiben,
bekam Hammonia weder Zugriff auf Flankengeber Nicola Pejica, noch auf den im Sechzehner
weiterleitenden Yaniv Golan. Cousin sagte Danke und schloss zum längst
verdienten Ausgleich ab (86.).
In den allerletzten Minuten drückten Cousin und Co gar noch auf den
Siegtreffer, den ein Block gegen Yigitcan Tokay allerdings verhinderte (89.).
Ein Punkt für beide war es somit geblieben. Der Vorletzte und der Letzte
blieben ihren Plätzen damit treu.
Tore: 0:1 Zander (22.,
direkter Freistoß), 0:2 Zander (37. zu Klampen), 1:2 Sütterlin (44. Cousin),
2:2 Cousin (86. Golan)
Schiedsrichter: Ezatollah Valizadeh
(SC Victoria Hamburg)
Zuschauer: 20
besonderes Vorkommnis: Da
Schiedsrichter Ezatollah Valizadeh erst verspätet am Spielort erschien, leitete
die ersten 20 Spielminuten ein Vertreter des FC Alsterbrüder.
Samstag, 20. September 2025
Spielbericht Eintracht Lokstedt III - SV Rugenbergen III
Auswärts-Prügel
für den Primus
2:6
in Lokstedt: SV Rugenbergen III geht erstmalig unter
Den Tabellenführer nicht gestürzt, aber ihm die erste Niederlage zugefügt.
Leicht Überraschendes spielte sich am Samstagmittag im Sportpark zu Lokstedt
ab, wo der hiesige LFC das Duell der Drittvertretungen gegen den SV
Rugenbergen, immerhin verlustpunktfreier Spitzenreiter der Kreisklasse 09, klar
für sich zu entscheiden wusste.
Etwas verhalten hatte die ganze Angelegenheit in der Septemberhitze zwar begonnen, doch dafür hatte
sie es ab etwa einem Viertel der Spielzeit ordentlich in sich. Levion
Krackhardt verzog nach eigenem Ballgewinn im Pressing hauchdünn (22.), ehe auch
Jonah Schroeder eine von vielen SVR-Schludrigkeiten nicht zu nutzen wusste:
Pfosten (24.)!
Nach etwas mehr als einer halben Stunde schließlich die im wahrsten Sinne des
Wortes nachträgliche Bestrafung vom Punkt, scheiterte Kapitän Roman Bühring
Hernandez zwar zunächst an Schlussmann Torge Tegelhütter, doch im Nachschuss
war Benjamin Johnkes unglücklich stehengelassenes Bein gegen Tristan Trzeciok
doch noch gesühnt (32.).
Frust bei T. Tegelhütter, dem ähnliches gleich nochmal wiederfuhr. Diesmal hob
Johnke das Abseits für Justo Alfaro Castro auf. Der Goalie rettete, nur war mit
Mateo Cabezas wieder ein aufmerksamer Lokstedter zum Abstauber bereit (43.).
Eine Eigenschaft, die Finn Drews und dessen parierten Rückraum-Versuch auf der
anderen Seite fehlte (45.)…
Stattdessen besiegelten Joshua Zinnaus Körpereinsatz gegen Cabezas und
Trzecioks cooles Verladen des Tormanns den in der Höhe auch verdienten
3:0-Halbzeitstand (45.+4).
Was für ein katastrophaler Samstagmittag, dem Alessandro Cala jedoch wieder
etwas Perspektive schenkte, als sein wunderbar getretener Freistoß direkt auf
3:1 verkürzte (48.).
In dieser Phase allerdings nur ein Strohfeuer, wie nicht nur das locker über
Trzeciok und Krackhardt herausgespielte 4:1 durch Cabezas belegte (53.).
Weil der LFC in der Folge einige gute Gelegenheiten liegen ließ, konnte der
eingewechselte Laurin Kolbe dann aber plötzlich wieder in Schlagdistanz
befördern. Allein im Rücken der zu hohen Abwehr schob der Sturmtank sicher zum
4:2 ein (68.). Wäre ihm dies doch bloß noch einmal gelungen (70.)…
Doch auch die Kollegen stellten sich vor der Kiste deutlich zu hektisch an
(76.) oder scheiterten wie Finn Drews per ruhendem Ball an Paul Ehrenreich (85.)
am Anschlusstreffer.
Den Lokstedtern blieb damit die Pforte zur Vorentscheidung weit geöffnet.
Bühring Hernandez vermochte gegen den übergreifenden T. Tegelhütter noch nicht
durchzugehen (88.), Cabezas wenig später schließlich doch, schob der
Dreierpacker einen M. Meyer-Querpass aus der Nahdistanz zum 5:2 ein (90.).
Gegen den nun kapitulierenden Primus stellte Alfaro Castro in der Nachspielzeit
sogar noch auf ein saftiges 6:2 (90.+2).
Ein Stück von der Körperlichkeit einer Rudelbildung am Ende des Spiels (90.+4) und
die dennoch weiter ganz oben thronenden Bönningstedter hätten sich kein halbes
Dutzend beim neuen Tabellendritten abgeholt.
Tore: 1:0 Bühring
Hernandez (31., Strafstoßnachschuss), 2:0 Cabezas (43. Alfaro Castro), 3:0
Trzeciok (45.+4, Strafstoßtor, Zinnau an Cabezas), 3:1 Cala (48., direkter
Freistoß), 4:1 Cabezas (53. Krackhardt), 4:2 Kolbe (68. Johnke), 5:2 Cabezas
(90. M. Meyer), 6:2 Alfaro Castro (90.+2)
Schiedsrichter: Carl Meyer
(Eimsbütteler TV, Note 2,5)
Zuschauer: 15
Sonntag, 14. September 2025
Spielbericht Moorreger SV - SC Cosmos Wedel
Ab-/Aufsteiger
startet Mini-Serie
Zweiter
Sieg in Folge: Cosmos Wedel korrigiert den Fehlstart
Nicht außergalaktisch gut, aber mit aufsteigender Tendenz korrigierte Cosmos
Wedel in Runde fünf den verpatzten Saisonstart in die Kreisliga-Saison nach
Liga-Mannschaftsauflösung und Aufstieg der nun als erstes Team firmierenden
Zweiten. Zuletzt daheim gegen die Reserve des SSV Rantzau 3:2 siegreich,
klappte es am Sonntagnachmittag auch in Moorrege mit einem Dreier.
Passend zum eher niveauarmen Match, führte eine schwach vom MSV gelöste
Pressingsituation zum 0:1 durch Thore Müller-Wiegand (15.).
Der Auftakt für eine hoch aktive Phase der Gäste, deren Lohn zunächst aber
ausblieb. So verweigerte Claas Böttcher den Abschluss in eine der beiden
angebotenen Ecken (19.), ehe es auch auf Abstoß-Einladung des Gegners nicht
besser lief (25.).
Abhilfe schaffte da erneutes Chaos im MSV-Strafraum, das diesmal Kapitän
Dominik Zink auf Vorarbeit Böttcher folgerichtig mit der Verdopplung bestrafte
(45.).
Kurz zuvor hatte sich auf der anderen Seite Maximilian Seubert zweimal bei
Standards angeschickt, auf pari pari zu stellen. Sein überraschend freier
Kopfball flog vorbei (39.) – einen Abschluss im Sechzehner blockierte Till
Nuppenau mit dem Fuß (42.).
Ebenso durch einen ruhenden Ball (Jayson Bielfeldts listigen Freistoß) erhielt
auch Verteidiger Finn Cornils die Chance mit dem Oberstübchen. Die Kugel bekam
der Spielführer jedoch nicht ideal gen Cosmos-Quader gelenkt (47.).
Das war´ aber auch schon wieder mit der Heim-Gefahr. Erst eine gute
Viertelstunde vor dem Ende war es wieder Seubert, der aus zentraler Position
ideal zum drüber gebolzten Versuch kam (74.). Der Anschlusstreffer hätte der
ansonsten farblosen Partie sicher neues Leben eingehaucht. So blieb es
allerdings beim Status Quo, den der Wedeler Malte Schönstedt aus ambitioniertem
Winkel fast noch auf 0:3 erhöht hätte, wäre da nicht ein rettender Kopf vor der
Linie aufgetaucht (81.).
Tabellarisch setzten sich die Cosmonauten damit im engen Mittelfeld der
Kreisliga 01 damit erstmal vor den MSV auf Rang sieben. Der neue Neunte hat
bereits am kommenden Wochenende die Chance, die erste Heimniederlage gegen TuS
Borstel einen wichtigen Sieg zum Abstand auf die gefährliche Zone
geradezubiegen.
Tore: 0:1 Müller-Wiegand
(15.), 0:2 Zink (45. Böttcher)
gelbe Karten: Almaz, Franke – Kirste
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 2,5)
Zuschauer: 45
Samstag, 13. September 2025
Spielbericht VfR Horst - TSV Pansdorf
Mit
Standards gegen Abstiegssorgen
TSV
Pansdorf mit ruhenden Bällen geknackt: VfR Horst erstmal unten raus
Ein Aufsteiger ohne Abstiegssorgen mit acht Buchstaben: VfR Horst! Zumindest verspricht
das Zwischenergebnis nach acht Spieltagen Landesliga Holstein beste Karten für
eine gelungene Serie in
Im richtungsweisenden Duell mit dem TSV Pansdorf bewies der VfR, dass er den
Anforderungen der sechsthöchsten Spielklasse freilich gerecht wird. Mit viel Physis
und einem starken Torwart (7.) legte man hinten das Fundament, um gleich mit
der ersten echten Annäherung selbst ins Schwarze zu treffen. Zwar ärgerte sich
Dominik Bubat, bei der schnellen Freistoßausführung vom Schiri ausgebremst
worden zu sein, doch schnell verflog der Verdruss, weil der stattdessen
gestartete Aufbau über Schlussmann Norman Baese tatsächlich das Führungstor
einleiten sollte. Am Ende flankte Patrick Meyer ebenso unbedrängt, wie Lennart
Dora in der Mitte einnickte – 1:0 (14.)!
Nicht viel weniger Raum gestatteten die Gäste Tim Jeske, der sich kurz darauf
aus der Distanz an der Verdopplung versuchte. Nur der Querbalken stand dem
Vorhaben effektiv im Wege (17.).
Hätten die Elf Pansdorfer auf dem Platz doch bloß so engagiert verteidigt wie
ihr Co-Trainer an der Seitenlinie! Zur Verhinderung eines raschen VfR-Einwurfes
hatte Enad Salih die Kugel kurzerhand zur Seite geschmissen: berechtigtes Pflicht-Rot
für einen Funktionär mit sogenannter Vorbildfunktion (20.)!
Auch die Herren AUF der Wiese verfolgten eine zuweilen hitzige
Herangehensweise, die ihnen sportlich nicht so wirklich weiterhalf. Vor allem
deswegen, weil es die Horster verstanden, aus ihren Standards das Maximum
rauszuholen. So erhöhte Jeske nach Ecke von links auf 2:0 (33.), während das
3:0 durch Bubats Freistoß von der anderen Seite vorbereitet wurde (41.). Ein
teuer bezahltes drittes Tor, kassierte Tim Moritz bei der Verwertung eines
Jeske-Latten-Fallrückziehers einen Gesichtstreffer, der ihn zur Aufgabe des
Spiels zwang.
Doch auch ohne den Defensiv-Routinier hielten die Weißen ihren Laden nahezu
ungefährdet dicht. Die beste Chance des auf ganzer Linie enttäuschenden
Vorjahreselften im zweiten Abschnitt ergab sich kurz nach dem Seitenwechsel für
Joel Denker, dem der Winkel am Ende des flüssigsten Gäste-Angriffs der Partie jedoch
etwas zu spitz geriet (48.).
Den Rest der Begegnung konnte der neutrale Beobachter in der Vorabendsonne getrost
mit Bier und Currywurst ausklingen lassen, ohne dabei noch allzu sehr auf das
zerfahrene Spielgeschehen achten zu müssen.
Abgefälscht verpasste der nach innen ziehende Paris Bruhn kurz vor Schluss das
4:0, das am Ende wohl auch etwas happig gewesen wäre (87.).
Sechs Zähler Vorsprung hat der Neuling nun jeweils auf Relegations- und
Abstiegszone. Ein guter Grundstein nach einem guten Viertel der Saison. Der
heuer erstmals ohne eigenen Treffer gebliebene TSV Pansdorf hat dagegen bereits
am kommenden Mittwoch die Chance, sich im direkten Duell mit dem SV Eichede II
(13. gegen 14.) wieder vom Abstiegsrelegationsplatz zu lösen.
Tore: 1:0 Dora (14. Meyer),
2:0 Jeske (33.), 3:0 Moritz (41. Jeske)
gelbe Karten: Stegers, Jeske,
Handzel – M. Manthe, Zubke, P. Manthe, Villbrandt, Grimm, Schulz, Block (Trainer)
rote Karte: Salih (Co-Trainer, TSV
Pansdorf, 20., Spielverzögerung)
Schiedsrichter: Tim Hohmann (VfL
Vorwerk)
Zuschauer: 100







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