Sonntag, 19. Oktober 2025

Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn 1.Ü40 - TSV Gut Heil Heist 1.Ü40

Gencler nutzt die Patzer
Heimstarke Elmshorner setzten sich gegen TSV Heist an die Ü40-Tabellenspitze

Wilde Ferien-Ergebnisse in der Ü40-Bezirksliga 01. Spitzenreiter SuS Waldenau unterlag daheim 0:3 gegen Union Tornesch und auch der Tabellendritte aus Osdorf ließ im 2:4 beim Kellerkind in Appen überraschend Federn. Profiteur dieser schrägen Entwicklungen: Gencler Birligi Elmshorn, das sich unterdessen den dritten Sieg im dritten Heimspiel sicherte.
Gegen den TSV Heist, der seinerseits im Erfolgsfall auf den Thron gesprungen wäre, schafften die Roten sofort Fakten, vollendete Alexander Bota seinen kleinen Alleingang in Spielsekunde 58 mit dem Rechtsschuss ins obere kurze Eck.
So hätte es sich wenig später auch Kollege Ümit Bayraktaroglu gewünscht, doch nach Hereingabe von links hebelte der „19er“ die Kugel aussichtsreich über den Kasten (4.).
Allmählich gewannen nun auch die hoch verteidigenden Heistmer etwas an Sicherheit, um vorne selbst das vermeintliche Ausgleichstor zu erzielen. Ein fälschlicher Abseitspfiff des durchweg unsicheren Schiedsrichters erklärte Raffael Schulzes Treffer jedoch für ungültig (10.). Weniger Diskussionspotential brachte eine ebenfalls wegen Abseits nicht gegebene Gencler-Hütte durch Hayrullah Ucan mit sich (26.).
Das Bedauern darüber war beim Angreifer allerdings rasch verflogen, als er am Ende einer langen Offensivszene zum 2:0 ins leere Tor einnetzte (28.). Zuvor war die Heistmer Abseitsfalle nicht vom Spielleiter honoriert worden, sodass Bayraktaroglu zur (vergebenen) Top-Chance kam. Der TSV bekam im Anschluss aber das Leder nicht raus. Mit Übersicht bediente Besim Ahmeti schließlich Ucan zum 2:0-Halbzeitstand. Ein Tor mit Ansage!
Und Ucan wollte mehr, scheiterte aber aus kürzester Distanz an Schlussmann Tobias Radowitz (31.) und aus 19 Metern an zu viel Linksrotation des Spielgeräts (39.).
Nur durch Zufall an den Ball gekommen, lief es im nächsten Anlauf schließlich wieder besser. Diesmal Schoss Tom Bremer unglücklich Gegenspieler Onur Oeden an, von dem das Runde direkt vor die Füße des einschussbereiten Ucan prallte – die 3:0-Vorentscheidung (41.)!
Die Elmshorner, die auf ihrem wenig luxuriösen Grandplatz der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE) jederzeit das technische und spielerische Momentum ihrer Seite hatten, standen also frühzeitig als Sieger fest, verpassten jedoch etwas leichtfertig einen noch höheren Erfolg. So verbolzte Oeden eine tolle Schusschance aus dem Rückraum reichlich kläglich. „Das muss ich mir das ganze Jahr anhören“, wusste der ja immerhin einmal als Vorlagengeber erfolgreiche Joker sofort um seine unglückliche Figur im Abschluss (43.).
Auch Abseitstor Nummer drei des Tages durch Isa Tatar (69.) änderte nichts mehr am Endstand (69.). – Ebenso wenig wie auf der anderen Seite Hubert Olszanowskis Kopfball, der nach wunderschön gezogener Hoffmann-Flanke auf dem Querbalken zerschellt war (59.).
Zumindest bis zum kommenden Dienstagabend, an dem TuS Osdorf (10 Punkte) den SV Hörnerkirchen empfängt, grüßt Gencler Birligi (13) nun erstmal, passend zum herrlichen Herbstwetter, vom Platz an der Sonne. Die jetzt sechstplatzierten Heistmer (10) können aber bereits im kommenden Heimspiel gegen die Osdorfer wieder voll ins Spitzenfeld vorstoßen.

Tore: 1:0 Bota (1.), 2:0 H. Ucan (28. Ahmeti), 3:0 H. Ucan (41. Oeden)

gelbe Karten: keine – Schreiber

Schiedsrichter: Abdullah Remzi Yavuz (Rasensport Uetersen: dem Schiedsrichterneuling (Ausbildung vor zwei Wochen) wurde mit einem Seniorenspiel kein Gefallen getan)

Zuschauer: 18



Samstag, 18. Oktober 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV IV - SSD Nikola Tesla II

ETV-Festspiele fortgesetzt
Von der Dritten inspiriert: Vierte Herren schlagen Tesla II deutlich mit 5:0

Der überschwängliche Jubel der dritten Herren über ihren saftigen 10:2-Kantersieg gegen den SC Egenbüttel III schallte noch aus der Kabine über die beiden Kunstrasenplätze an der Bundesstraße, da setzten die vierten Herren die ETV-Festspiele nahtlos fort.
Im „Duell der Generationen“ im Rahmen der Kreisklasse 07 wies man die zweite Mannschaft des SSD Nikola Tesla deutlich mit 5:0 in die Schranken und setzte sich damit ein sattes Stück von der Gefahrenzone der Staffel ab.
Günstig dafür standen die Zeichen bereits nach nicht einmal zwei Minuten, als Gunnar Markhoff eine Ecke von links mit etwas Glück vom kurzen Pfosten aus hinter die Linie steuerte (2.).
Nach Querpass David Wagners stellte Dan Skjodt Andersen sogar noch innerhalb der Anfangsviertelstunde aus 2:0 (13.), sodass der dritte ETV-Treffer fast schon einer mathematischen Gesetzmäßigkeit gefolgt hatte. Diesmal hieß der Schütze Tom Krase, traf er sicher mit rechts vom (auf dieser Kunstwiese imaginären) Punkt, nachdem Frido Jansen etwas ungeschickt im Sechzehner gegen Wagner zu Werke ging (30.).
Die jung aufgestellte Elf von der Baurstraße, deren aktuelle Zusammensetzung aus der Verschmelzung der einstigen A-Jugenden von Teutonia 05 und dem SC Nienstedten im Sommer 2024 hervorging und im Verein von eher sekundärer Bedeutung ist, bemühte sich in Teilen um spielerische Lösungen, die aber viel zu selten zu sauberem Kombinationsspiel führten. Kyryl Mikheievs 22 Meter-Schuss, der aus einem abgewehrten Freistoß von Lasse Hansen resultierte (drüber, 42.), Hansen Linksschuss an den Außenpfosten (80.) und ein listiger Akpalo-Heber, der das Tor des weit vor postierten Manuel Burmester allerdings überragte (85.), sind dann letztlich auch zu wenig als offensive Leistungsnachweise.
Bedeutend mehr gelang da den Hausherren, die während Tesla noch mit einer Freistoßentscheidung haderte, den fälligen ruhenden Ball just zu Finn Lüneburgs 4:0 nutzten (50.).
In der Folge ebenfalls etwas nachlässig in der Chancenverwertung, klingelte es immerhin zu Beginn der Nachspielzeit noch einmal, als Leon Sodhi einen indirekten Freistoß wegen eines eher weniger kontrollierten Rückpasses zum 5:0-Endstand rechtsoben hinein hämmerte (90.+1).
Im ergiebigen Mittelfeld der Tabelle schafften die Eimsbütteler nun dank zuletzt drei Siegen aus vier Partien den Sprung auf Rang neun. Tesla II steuert dagegen nach dem Zwischenhoch von vier Siegen geradewegs auf die umgekehrte Serie zu. Eine Niederlage am Sonntag gegen die Groß-Flottbeker Spielvereinigung wäre dann die nunmehr vierte am Stück.

Tore: 1:0 Markhoff (2. Sodhi), 2:0 Skjodt Andersen (13. Wagner), 3:0 Krase (30., Strafstoßtor, Jansen an Wagner), 4:0 Lüneburg (50. Sodhi), 5:0 Sodhi (90.+1 Markhoff)

gelbe Karten: keine – Akyol, D. Murina, Prell, Hohnhorst, Ulu

Schiedsrichter: Nils Jostarndt (TuS Berne)

Zuschauer: 30











Spielbericht Eimsbütteler TV III - SC Egenbüttel III

Ein Stück Vereinshistorie
Neuer Mannschaftsrekord: ETV-Dritte verdrischt formschwache Egenbütteler

Noch weit nach Spielende dröhnte das euphorische Trällern von Gassenhauern wie Herbert Grönemeyers „Bochum“ oder Wolfgang Petrys „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih´n“ aus der Kabine der ETV-Drittvertretung, der an diesem sonnigen Oktober-Samstag wahrhaft Historisches gelungen war. Denn seitdem eine dritte Herren von der Bundesstraße am Liga-Betrieb teilnimmt (Sommer 2013), gab es keinen höheren Erfolg als das heutige 10:2 gegen den SC Egenbüttel III.
Die Zerlegung des kräftig ersatzgeschwächten Tabellensiebten hatte früh Gestalt angenommen. Was im ersten Anlauf nämlich noch nicht perfekt klappte (Torwart Kevin Bestmann machte sich erfolgreich breit, 4.), gelang beim zweiten Versuch vorzüglich: Marc-Micha Oehlers mit dem langen Ball hinter die unsortierte Abwehrkette und Zielspieler Anton Freiherr von Cornberg mit dem eleganten Slalom-Lauf zum 1:0 (5.).
Mit richtig viel Gefühl und noch mehr Effet verdoppelte Jugend-Neuzugang Leo Husemann postwendend mit bananenhafter Schussbahn (7.), während Gabriel Lourenco de Aquino für sein 3:0 einen ruhenden Ball (Freistoß von halblinks) bemühte (17.).
In der Folge war es dann ein neuer ETV-Signature-Move, der die völlig überforderten Gästen vor unlösbare Defensiv-Aufgaben stellte: das tiefe über rechts. So initiierte man sowohl den vierten Treffer durch Doppelpacker Husemann (19.), als auch Oehlers´ 6:1 (40.) über Steuerbord. Zwischendurch verwertete Oehlers einen Abstauber zum 5:0 (25.), dem die bemitleidenswerten Rellinger immerhin einen äußerst umstritten zustande gekommenen Ehrentreffer per Strafstoß (Moritz Engel bemühte klar die Brust), versenkt von Spielgestalter Pascal Gertschat-Anderlik, entgegensetzten (36.).
Den Schlusspunkt einer surreal einseitigen ersten Hälfte setzte kurz vor deren Ende der bisher im Abschluss glücklose Jonathan Halx, den Lourenco de Aquino und Freiherr von Cornberg zuvor ohne Gegnerwiderstand in Position spielten (44.).
Auch im zweiten Abschnitt raste die Heim-Elf weiter durch die Einbahnstraße, die Halx gleich zu Beginn aus kürzester Distanz nicht zum achten Hurra führte (46.). Doch weil der nächste Versuch des bulligen Angreifers linksunten hineintrudelte, war das Oktett schließlich doch erreicht (50.).
Ausgerechnet jetzt traute sich der gerupfte SCE etwas mehr zu, während die Eimsbütteler die Sache nun etwas lockerer nahmen. Im Doppelpass mit Janosch Winkler gelang Murat Cinar somit das verkürzende 8:2 (54.), bei dem es nicht unbedingt hätte bleiben müssen. Außenverteidiger Fynn Rohde ans Außennetz (57.) und Gertschat-Anderlik ans Aluminium (64.) verpassten weitere Ergebniskosmetik der stets (zu) braven Bestmann-Elf.
Stattdessen multiplizierte Halx seine Saisontorausbeute von vor dem Spiel um den Faktor zwei, zog er durchaus haltbar von der Strafraumgrenze aus zum 9:2 ab (72.) und wemmste der bekennende Köpenicker das Leder zu Treffer Nummer vier, gleichbedeutend mit dem historischen 10:2-Endstand, in den Winkel (89.).
Neben einem besonderen Platz in der Mannschaftschronik produzierte der Kantersieg auch Wichtiges in der Tabelle der Kreisliga 07: neben einer positiven Tordifferenz erarbeiteten sich die Herren in komplettem Weiß einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Nur einen Zähler davor rangiert nun der neue Tabellennachbar aus Egenbüttel, dessen Pfeil bei jetzt sechs sieglosen Pflichtspielen am Stück weiter abwärts zeigt.

Tore: 1:0 Freiherr von Cornberg (5. Oehlers), 2:0 Husemann (7.), 3:0 Lourenco de Aquino (17., direkter Freistoß), 4:0 Husemann (19. Freiherr von Cornberg), 5:0 Oehlers (25. Halx), 5:1 Gertschat-Anderlik (36., Strafstoßtor, Handspiel Engel), 6:1 Oehlers (40. Freiherr von Cornberg) 7:1 Halx (44. Freiherr von Cornberg), 8:1 Halx (50. Lourenco de Aquino), 8:2 Cinar (54. Winkler), 9:2 Halx (72. Schätzel), 10:2 Halx (89. Waller)

gelbe Karten: Lourenco de Aquino – keine

Schiedsrichter: Sechkin Sezgin Remzi (TuS Holstein Quickborn)

Zuschauer: 35







Spielbericht Niendorfer TSV III - SC Sperber Hamburg

Nichts für Seekranke
6:4! NTSV-Dritte gewinnt verrückten Bezirksliga-Thriller

Einen festen Platz in jedem Bezirksliga-Saisonrückblick 2025/2026 dürfte der wahrhaft irre Kick vom 18. Oktober aus der Staffel 04 in Niendorf sicher haben! Ein wendungsreiches zehn-Tore-Spektakel lieferten sich die Dritte des Niendorfer TSV und der SC Sperber, wobei der Held des Tages am Ende doch Grund zum Frustschieben hatte.
Seinen Anfang nahm das Spectaculum nach einer knappen Viertelstunde, in der zunächst niemand das große Risiko gehen wollte: Jacob Schrage wartete per Freistoß für die Hausherren auf, Sperber-Fänger Mahmoud Adyb blockierte nur unzureichend, doch für Tim Oelze kam der zweite Ball etwas zu überraschend, um seinen Kopfball qualifiziert aufs Tor zu kriegen (14.).
Besser ging es da kurz darauf, als Tom Langer von rechts flankte und niemand beim von außen eingerückten Dominik Heins auch nur in der Nähe stand. Das nicht unverdiente 1:0 durch das talentierte Eigengewächs (16.)!
Ohnehin war der 18-Jährige immer wieder die gesuchte Figur auf links, um das 2:0 aber nur als Zuschauer zu verfolgen. Wegen einer Verletzungsbehandlung am Seitenstreifen stehend, beobachtete Heims, wie seine kurz unterzähligen Kollegen geradlinig ins letzte Spielfelddrittel vorstießen, wo Willy Kniesa letztlich in den zentral mitgeeilten Henry Risch bediente (36.).
Zurück in Vollzahl, ließ man im direkten Gegenzug den SCS zu sehr gewähren. Und das hatte Folgen, rutschte ein Krummes Anspiel Daniel Akpis zu Michel Schmidt durch, der wiederum halblinks vor dem Tor klassisch zum Anschlusstreffer vollendete (37.).
Fürs Erste aber nur ein Strohfeuer der Grünen, denen drüben erneut Böses widerfuhr. Wieder spielte Kniesa den entscheidenden Pass von außen, sodass Schrage den Keeper umkurvte und sicher den zum Ende gar schmeichelhaften 3:1-Pausenstand kreierte (42.).
Kurz nach dem wärmenden Kabinenaufenthalt hätte Kniesa bereits für unumstößliche Fakten sorgen können, wäre da nicht die Abseitsfahne von Assistent Benjamin Biet gewesen (47.) und wäre ein weiterer Abschluss in Mitten des Sperber-Abwehrchaos etwas platzierter ausgefallen (50.).
So aber blieben die Raubvögel in der Verlosung um Zählbares, das nach einer knappen Stunde plötzlich in realistische Nähe rückte. Einen tollen Seitenwechsel von Innenverteidiger Lennard Henke in der Angriffszone nutzte der angespielte Alexander Seifert zum kurzen Abspiel an den eingewechselten Santiago Veyl Zamora, dessen feine Verarbeitung den erneuten Anschluss bedeutete (59.).
Wiederum mit Henke als Gestalter in Form eines tiefen Zuspiels für Seifert führte die Route zwei Minuten später tatsächlich zum 3:3, bei dem mit Philipp Hecht abermals ein Joker Knipste (61.). Und damit nicht genug, war Hecht im Fünfer auch bei Seiferts nächster Hereingabe zur Stelle – das Spiel binnen neun Minuten von der Bank gedreht (68.)!
Fassungslosigkeit dagegen bei den Niendorfern, denen 20 völlig verpennte Minuten zum Verhängnis zu werden drohten.
Doch eines war dieser Mannschaft heuer keineswegs abzusprechen: ihre Moral. Vom SCS jeweils per Fehlpass am eigenen Sechzehner gleich doppelt eingeladen, tauschten Risch und Kniesa ihre Rollen vom 2:0, damit Letzterer punktgenau von halbrechts ins lange Ecke einschob (73.).
Die Schmidt-Elf plötzlich wieder obenauf und mit der nötigen Griffigkeit ausgestattet. Und wer vorne einen Kniesa hat, der darf sich schließlich mit voller Ekstase über das 5:4-Führungstor freuen, profitierte der Mann des Tages hier, nach ähnlichem Muster wie vorhin, von Felix Müllers Diagonalball (84.).
In trockenen Tüchern war hier aber noch lange nichts, probierte es Sperber in der heißen Schlussphase mit Steffen Guttenberger aus 22 Metern (vorbei, 90.).
Irritieren ließ sich der NTSV auf den letzten Metern allerdings nicht – auch nicht von einer Karten-Orgie durch Schiedsrichter Daniel Kinsfator (FC Süderelbe) gegen die seiner Meinung nach zu unruhige Bank, die in insgesamt vier persönlichen Strafen, darunter einer Ampelkarte für den bereits ausgewechselten Kniesa, endete (90.+4). Im Gegenteil, setzte Müller auf Langer-Zuspiel den coolen 6:4-Endpunkt einer durchgeknallten Achterbahnfahrt der Gefühle auf beiden Seiten (90.+5). Vergessen war da die Tatsache, dass Langer kurz zuvor im Konter den leeren Quader verfehlte (90.+2).
Dank der turbulent zustande gekommenen drei Zähler schippert der NTSV, der sich später beim maritimen Teamevent auf der Elbe gebührend feierte, nun erstmal wieder in leicht ruhigeren Tabellengewässern. Der Vorsprung auf die Abstiegszone konnte vom neu-Elften auf nun zwei Zähler ausgebaut werden, während die Sperberaner ohne Auswärtspunkt in fünf Anläufen wieder unter den Strich rutschten. Misslich, dass es am kommenden Wochenende in Lokstedt wieder in fremdes Habitat geht…

Niendorfer TSV III: Schultz – L. Sitzlach, Möller (46. Mi. Bettzüche), Schlewing, Günther (81. van den Bosch) – Kniesa (87. Treder), Oelze, Risch, Heims – Langer, Schrage (62. Müller), Trainer: Jan-Hendrik Schmidt

SC Sperber Hamburg: Adyb – Seifert, Uysal, Henke, Rösl – Guttenberger, Kohlsaat (46. Veyl Zamora) – Kilinc, Akpi, Palacios Escobar – M. Schmidt (56. Hecht), Trainer: Kristof Loffhagen


Tore: 1:0 Heims (16. Langer), 2:0 Risch (36. Kniesa), 2:1 Schmidt (37. Akpi), 3:1 Schrage (42. Kniesa), 3:2 Veyl Zamora (59. Seifert), 3:3 Hecht (61. Seifert), 3:4 Hecht (68. Seifert), 4:4 Kniesa (73. Risch), 5:4 Kniesa (84. Müller), 6:4 Müller (90.+5 Langer)

gelb-rote Karte: Kniesa (NTSV, als ausgewechselter Spieler, 90.+4)

Schiedsrichter: Daniel Kinsfator (FC Süderelbe)

Zuschauer: 48










Freitag, 17. Oktober 2025

Spielbericht SSV Rantzau III - SV Lieth III

Der Primus strauchelt, thront aber weiter
Rantzauer Siegesserie reißt überraschend gegen SV Lieth III

Mit zuletzt vier Siegen in Folge bei imposanten 25:3 Toren setzte sich die Drittvertretung des SSV Rantzau letzte Woche an die Tabellenspitze – um nun unerwartet Federn zu lassen. Am Freitagabend war es mit der Dritten der SV Lieth ein Kontrahent, dem man dies gar nicht so sehr zugetraut hatte, welcher der Tabellenspitze ordentlichen Kuschel-Faktor verlieh. Abgezeichnet hatte sich dieses Szenario ziemlich schnell. In einer temporeichen Anfangsphase kamen die Gäste deutlich besser in die Gänge, was ihnen ein berechtigter Strafstoßpfiff durch Schiedsrichter Luca Dallmann (Rasensport Uetersen) zusätzlich erleichterte. Pham Nguyen hatte seine Hände gegen Mert Karakaya seine Hände nicht bei sich lassen können, sodass Niklas Brandt per Strafstoß die kurz darauf selbst verdoppelte Führung besorgte (14.). Diesmal wuchtete der „15er“ einen Eckstoß von rechts dynamisch mit der Rübe zum 0:2 ins Netz (16.).
Noch schlimmer für den Primus wäre hätte es wiederum nur Augenblicke danach kommen können, wäre Karakaya beim Abschluss im Fünfer etwas wählerischer bei der Auswahl der Schussrichtung gewesen. So rettete Tormann Tilman Lorenz in Form von purer Anwesenheit (19.).
Erst danach lösten sich die Barmstedter allmählich aus dem Schleudergang, um endlich selbst Akzente zu setzen. Einen davon setzte Jason Bastian aus vollem Lauf an die Querlatte (21.), einen weiteren vereitelte SVL-Schlussmann Benjamin Baumgarten gegen Hannes Reimer (36.).
Die Halbzeitpause schien den Beteiligten dann allerdings nicht besonders gut getan zu haben. Kaum Zusammenhängendes war auf beiden Seiten gelungen, wobei die Platzherren zunehmend in die Vorhand gerieten. Auf Zuspiel Reimer bekam Gregor Büchner dennoch die große Chance zum Anschlusstreffer, den Sven Petrich mit viel Einsatz gerade noch wegblockte (65.).
Nicht so Kollege Jannik Ahlberg, der beim nächsten Strafraumbesuch des SSV Jassin Brahim zu Fall brachte und damit Reimers 1:2 vom Punkt unfreiwillig vorbereitete (69.).
Klar, dass Reimer und Co jetzt klar das Kommando übernahmen – jedoch ohne echte Torgefahr. Auf der letzten Rille verteidigten die Liether trotz der geringeren Qualitätstiefe im Kader effektiv gegen einen Spitzenreiter, der nur noch bei einer Kotzapanagiotou-Chance am kurzen Pfosten halbwegs zum Abschluss kam (86.).
Linderung erfuhr der überraschende Rückschlag im Aufstiegskampf allerdings am folgenden Sonntag: Durch Niederlagen der Konkurrenten aus Hörnerkirchen und Heidgraben behauptete man trotz der gebrochenen Siegesserie vorerst den Platz an der Sonne. Kommendes Wochenende geht´s zum Spitzenspiel bei der nur drei Punkte dahinter auf Rang fünf stehenden Höki-Reserve.

Tore: 0:1 Brandt (14., Strafstoßtor, Nguyen an Karakaya), 0:2 Brandt (16.), 1:2 Reimer (69., Strafstoßtor, Ahlberg an Brahim)

gelbe Karten: keine – Karakaya

Schiedsrichter: Luca Dallmann (Rasensport Uetersen)

Zuschauer: 40



Sonntag, 12. Oktober 2025

Spielbericht SV Lieth II - Tangstedter SV

Ungenutzte Momenta
Starker Beginn und doppelte Überzahl: SV Lieth II siegt trotzdem nicht

Kein Schritt, sondern nur ein Schrittchen im Keller der Kreisliga 1. Der Reserve der SV Lieth blieb nach dem 1:1 am Sonntagnachmittag gegen den Tangstedter SV nur das Gefühl von zwei verlorenen Punkten. Schließlich war es nicht nur eine schon im ersten Abschnitt verspielte Führung, sondern auch - und vor allem – eine lange Überzahl, die den Roten deutlich versprach als den einen Zähler, der sie weiter unterm Strich auf der Stelle treten lässt.
Begonnen hatte der Kick am Fuße des Butterbergs freilich verheißungsvoll, war Stürmer Lukas Brant bereits nach 20 gespielten Sekunden nach Zuspiel Tom Busses auf und davon, halbrechts vor dem Tor die Blitz-Führung zu erbeuten, doch TSV-Goalie Sandro Marrone ließ sich nicht ins falsche schicken und wehrte gekonnt ab (1.).
Nur Sekunden später der nächste vielversprechende Angriff für Brant, den diesmal der verzögerte Foulpfiff des Schiedsrichters für Brant und Co stoppte – warum eigentlich, bei einer idealen Vorteilssituation (2.)?!
In Minute 13 schließlich der Lohn für den hellwachen Beginn. Von Torwart Leon Diedrigkeits kluger Spieleröffnung ins Zentrum eingeleitet, kombinierte man sich wirklich ansehnlich ins vordere Drittel, wo Niklas Viera Gerkens Durchsetzungsvermögen zur Vorarbeit und Brant schließlich den passenden Abschluss zum 1:0 bewiesen. Ein bisschen Glück war auch noch mit dabei, dass Marrone seine Finger nur noch in sanfter Weise an die Kugel bekam.
Das Fundament für den wichtigen Dreier war gelegt, doch anstatt das Momentum des Führungstors weiter mitzunehmen, schalteten die Hausherren mehr und mehr auf Verwaltung um. Eine gefährliche Idee, denn während man bei einer (blitzsauberen) Rettungsgrätsche von Kilian Weers Glück im Unglück hatte, dass der Schiedsrichter die Aktion in Strafraumnähe nicht als Notbremse einstufte (nur „Gelb“, 16.), setzte es im Sportlichen einen fiesen Fausthieb, den Maximilian Peldszus als Verwerter einer Yörük-Hereingabe aus der Nahdistanz versetzte (35.) – 1:1!
Echten Rückenwind generierte jedoch auch das Mittelfeldteam vom Hasloher Weg nicht aus dem eigenen Treffer. Ein zähes Ringen um Spielkontrolle entwickelte sich auf dem Kunstgrün, das Oguzhan Yeni nach einer guten Stunde vorzeitig verlassen musste. Früh wegen Foulspiels verwarnt (5.), schickte ihn Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen) für den Ausspruch „Halt´ deine Fresse!“ gegenüber eines Heim-Zuschauers mit Gelb-rot vom Feld (61.). Ein Platzverweis mit Ansage, kündigte er kurz zuvor noch an, sich noch eine zweite „Gelbe“ abzuholen – er sei schließlich nächste Woche eh im Urlaub…
Seiner Mannschaft schadete der 19-Jährige tatsächlich nur bedingt. Zwar gaben die Liether ihre passive Haltung zu Gunsten einiger Strafszenen endlich auf, doch gleich zweimal scheiterte der jeweils vom Gegner eingeladene Brant mehr an sich selbst, als am Torhüter (73. & 75.), ehe sein Versuch aus schwierigem Winkel mit dem seitenfremden Fuß haarscharf das späte Siegtor verfehlte (89.).
Dieses hatte sich auf der anderen Seite plötzlich auch dem Tangstedter Ibrahima Bah dank einer schlechten Klärung zuvor geboten. Etwas überhastet jagte der Joker den zentralen Rechtsschuss aber über das Ziel (90.).
Am Gleichstand an Toren sollte sich auch in der ausgiebigen Nachspielzeit (über sechs Minuten) nichts mehr – allerdings am Personellen, hatte auch der schon vorher verhaltensauffällige Gentijan Gashi seine Nerven nicht im Griff und holte sich in den Nachwehen eines Zweikampfes gar den roten Karton ab (90.+3.). Die doppelte Unterzahl des Aufsteigers von 2023 blieb am Ende folgenlos: 1:1 in Klein Nordende!  

SV Lieth II: L. Diedrigkeit – Weers, F. Rudek, Hajdari, Dickenhausen (46. Kähler) – Busse, Homburg – Zeybekoglu, Viera Gerkens (46. Ballner), Cords – Brant, Trainer: Thorben Pingel

Tore: 1:0 Brant (13. Viera Gerkens), 1:1 Peldszus (34. Yörük)

gelb-rote Karte: Yeni (Tangstedter SV, 61., Foulspiel + Unsportlichkeit)

rote Karte: Gashi (Tangstedter SV, 90.+3, Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen, Note 5)

Zuschauer: 80













Samstag, 11. Oktober 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder IV - SC Union 03 II

Torjäger glänzt als Ersthelfer
Beinbruch: Kellerduell der Kreisklasse 11 angebrochen

Keine Antwort auf die Frage, wer sich denn im Kampf gegen die rote Laterne der Kreisklasse 11 absetzen kann, lieferte am Samstagnachmittag der Kick zwischen der Vierten des FC Alsterbrüder und der Reserve des SC Union 03. Spielabbruch hieß es nämlich nach 20 Minuten der fortwährenden Behandlung eines Beinbruchs auf dem Platz. Ehrensache, dass die Alsterbrüder der Bitte von Union-Coach Klaus Westphal sofort nachkamen.
Der Spielverlauf war den Gastgebern bis dahin äußerst genehm. Mit der flüssigeren Spielanlage häuften sie schnell ein Plus an Torchancen an, wobei vor allem Christopher Jäger herausragte. So gab der „43er“ nicht nur den ersten FCA-Versuch des Spiels ab (3.), sondern bereitete auch die zunächst beste Gelegenheit seiner Farben mustergültig per Steckpass vor. Nur Kollege Michael Störtkuhl machte nicht perfekt mit: der Heber überragte nicht nur den Schlussmann, sondern auch dessen Gehäuse (4.).
Nach etwas mehr als einem Viertel der angedachten Spielzeit kamen jedoch auch die Unioner einmal gefährlich vor die Kiste, als Oskar Stehling Marlon Crentsil bediente, Lars Unger-Riedner aber solides Torwart-Können auf der Linie bewies (25.).
Zehn Minuten später zeigte Jäger drüben, wie es besser geht. Moritz Klosters Flugball aus der Innenverteidigung nahm der Offensivmann passend mit, um zentral vor dem Quader flach rechtsunten zum insgesamt verdienten 1:0 einzulochen (35.).
Erst der sechste Saisontreffer seines Teams im sechsten Match – und es sollte heute kein weiterer dazukommen, denn kurz darauf knallte Union-Verteidiger Emre Cakmak im Kampf um den Ball mit einem Gelb-blauen zusammen und blieb schreiend am Boden (38.). Rasch wurde klar: hier ist etwas Ernstes geschehen! Torschütze Jäger, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Universitätsklinikums Eppendorf fundiertes Wissen zur Erstversorgung helfend einbrachte, übergab schließlich ans zügig angerückte RTW-Personal, das eine ganze Weile brauchte, den Verletzten intravenös mit Schmerzmittel zu versorgen.
Schiedsrichter Saber Ghazouani (Hamburger SV), der die Partie bis hierhin vorzüglich leitete, brach das Aufeinandertreffen schlussendlich ab.
Da sich die Beteiligten darüber einig waren, dürfte der Hamburger Fußballverband das Spiel in Kürze komplett neu ansetzen. Cakmaks Schien- und Wadenbeinbruch ist bis dahin hoffentlich den Umständen entsprechend gut verheilt.

Tore: 1:0 Jäger (35. Kloster)

Schiedsrichter: Saber Ghazouani (Hamburger SV)

Zuschauer: 20

besonderes Vorkommnis: Spielabbruch wegen einer schwerwiegenden Verletzung des Unioners Emre Cakmak (45.+13).


Glänzte als Torjäger und Ersthelfer: Christopher Jäger.



Sonntag, 5. Oktober 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV 2.A - SC Victoria Hamburg 1.A

Sechserkette zu spät aufgelöst
Lange zu defensive Vicky-U18 verliert Derby beim ETV

Derby-Sonntag in Hamburg-Eimsbüttel, doch so richtiges Feuer kam im 17 Uhr-Spiel der U18-Oberliga zwischen dem Eimsbütteler TV und dem SC Victoria erst ansatzweise in der Schlussphase auf.
Der Regionalliga-Unterbau des ETV durch die 0:4-Niederlage BUs mit der Chance auf Rang zwei, diktierte das Geschehen im Duell der Teams, deren Heimspielstätten tatsächlich nur einen kräftigen Steinwurf entfernt liegen, mit massigen Spielanteilen gegen einen SC Victoria, der sich wiederum teils mit einer Sechserkette hinten einigelte. Guter Nährboden für einen unterhaltsamen Abend bei immer wieder aufziehenden Regenschauern war dies sicherlich nicht.
Zweimal musste der SCV dennoch in höchster Not klären (8. & 10.), ehe die Mauer kurz vor der Pause dann doch zu Staub zerfiel. Elias Baldé wählte in der Vicky-Hälfte einfach mal das Solo, um es im Stile eines Slalomläufers auszuführen und letztlich ins leere Gehäuse abzuschließen (43.).
Endlich fühlte sich daraufhin auch der Tabellenneunte einmal dazu berufen, einmal offensiv vorstellig zu werden, köpfte Ex-ETVer Finley Dresemeyer eine Cisse-Ecke gefährlich, aber für John Alimehmeti nicht unhaltbar, auf den ETV-Kasten (45.+2).
Mit dem zweiten Abschnitt war der Elan dann aber wieder verflogen. Vor allem nach dem 2:0, das der starke Lenny Gröning viel zu einfach über rechts vorbereiten und Milo Beutner am zweiten Pfosten erzielen konnte, waren die Gelben wieder erfolgreich zurückgedrängt (50.).
Erst, als sich der eingewechselte Finn Lux so langsam als Funkturm im Angriffszentrum akklimatisierte, schienen die Gäste hier ernsthaft Zählbares zu glauben. Der ebenfalls eingewechselte Maksim Marinkovic brachte Alimehmeti von halblinks im Strafraum zumindest in Handlungsnot (72.).
Belohnt wurde das nun deutlich höhere Vicky-Engagement aber erst vier Minuten vor dem Ende, als der bis dahin völlig wirkungslose Dresemeyer nach Foul an Bojan Pavlovic die Vorteilssituation erkannte und flach zum 2:1-Anschlusstreffer versenkte (86.).
Nun war es endlich das emotionale Derby, dessen setzte Augenblicke der ETVer Tamay Dagci nach einem etwas sehr vehementen Stoßen ohne Ballaktion und der fälligen roten Karte von draußen erleben musste (90.+3).
Seine verbliebenen zehn Kollegen verteidigten jedoch konzentriert, um im Konter gar die dicke Chance zur Vorentscheidung zu erhalten. Nach schnellem Gegenzug über Baldé entschied sich Till Newie aber uncleverweise für den eigenen Abschluss, anstatt noch einmal für den besser postierten Mitspieler querzulegen (90.+5). Am Ende egal, reichte es auch so für den nunmehr dritten Heimsieg und den Sprung auf den Vize-Thron von Hamburgs höchster U18-Spielklasse.

Tore: 1:0 Baldé (43.), 2:0 Beutner (50. Gröning), 2:1 Dresemeyer (86. Pavlovic)

rote Karte: Dagci (Eimsbütteler TV, 90.+3, Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Jacob Marquardt (SV UH Adler)

Zuschauer: 55




Freitag, 3. Oktober 2025

Spielbericht Holsatia/TSV Sparrieshoop/FC Elmshorn 1.Ü60 - FC Union Tornesch 1.Ü60

Pokalweiterkommen in Kurzarbeit
Verfrühter Abpfiff im Ü60-Pokal: Union Tornesch souverän bei Holsatia  

Knapp mit 2:1 siegte die Ü60 des FC Union Tornesch in der Liga durch ein spätes Tor von Hisham Amer (65.) am zweiten Spieltag in der Liga bei der Spielgemeinschaft Holsatia/TSV Sparrieshoop/FC Elmshorn; im Pokal ging es nun etwas deutlicher zu Gunsten der Supersenioren in weiß zu.
Zum abendlichen Ausklang des Einheitsfeiertags präsentierten sich die Elmshorner zwar anfangs abschlussfreudiger, die Kugel besser laufen ließ aber Union. So erstmals ganz vorne, als Renato Engel im Doppelpass mit Peter Grupe in perfekte Einschussposition zum 0:1 kam (8.).
Klassisch Britisch machten sie es nach etwa der doppelten Spielzeit. Diesmal flankte Peter Jäckel von rechts, sodass der baumlange Grupe im Obergeschoss mühelos das 0:2 erköpfen konnte (14.).
Die Hausherren in der Folge bemüht, den Zugriff über Zweikämpfe wiederzuerlangen, doch die besseren Chancen blieben weiter Union vorbehalten. Ein Ping-Pong-Spiel im Strafraum beendete Holle-Fänger Heinz-Peter Meyn mit beherztem Zupacken (18.), ehe er einen Engel-Kopfball quasi vorbeischaute (29.).
Kurz vor der Halbzeit hatte Bernd Ruhser dennoch gleich zweimal den Anschlusstreffer auf dem Fuß, als erst auswärts-Goalie Carsten Schulz mit seinem Fuß und ein Vordermann mit dem Körper im Weg standen (32.).
Auch nach der Pause war den Gestreiften, die in den vergangenen Jahren durchaus die eine oder andere Trophäe erspielten, das Engagement nicht abzusprechen. Zum Beispiel versuchte es Torsten Sierk mit zwei Fackeln aus dem Hintergrund (Schulz packte beherzt zu, 40. Und wischte die Kugel über die Querstange, 48.).
Das (vorentscheidende) Tor fiel aber auf der Gegenseite, als wieder Gruppe im Doppelpass mit Engel das fein herausgespielte Kontertor zum 0:3 auf den gut bespielbaren Rasen am Koppeldamm zelebrierte (56.).
Und weil der Gegenangriff durch die etwas luftig gestaffelten Reihen des geschlagenen Widersachers so wunderbar klappte, legten die Mannen aus dem Torneum kurzerhand noch den 0:4-Endstand obendrauf. Torschütze: Michael Luttmann (64.).
Ob Luttmann und Co bei voller Spielzeit (Abpfiff nach 66 Minuten) noch einen draufgesetzt hätten? Spekulation. Fakt ist dagegen der letztlich ungefährdete Einzug ins Viertelfinale, wo in vier Wochen ein erneutes Auswärtsspiel, diesmal beim SV Eidelstedt, ansteht.

Tore: 0:1 Engel (8. Grupe), 0:2 Grupe (14. Jäckel), 0:3 Grupe (56. Engel), 0:4 Luttmann (63.)

Schiedsrichter: Herbert Seibicke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 15




Donnerstag, 2. Oktober 2025

Spielbericht TSV Flintbek - Kieler MTV

Joker Düzgün sorgt fürs Pokal-Déjà-vu
Wieder 2:1 gegen den Kieler MTV: TSV Flintbek beißt sich im Mittelfeld fest

Mittelfeld pur am Donnerstagabend in Flintbek! Während der hiesige TSV mit dem zweiten Erfolg hintereinander im Mittelstück der Verbandsliga Ost festsetzen konnte, bekam der starke Neuling aus Kiel einen kleinen Bremsklotz auf dem Weg ins obere Drittel vors Getriebe geworfen.
Absolut nicht mittelmäßig präsentierte sich im ersten Drittel der 90 Minuten die Heim-Elf, die es bestens verstand, den Gegner auf ihrem eng bemessenen Kunstrasen konsequent unter Stress zu setzen und selbst durchaus ansehnlich zu kombinieren. Die Kieler oft nur in der Rolle des Reagierenden, was früh ordentlich in die Hose ging, als Timo Zilz den TSVer Torben Frahm im Sechzehner auflaufen ließ und somit Niklas Kocks Strafstoßtor zum 1:0 heraufbeschwor (8.).
Bei einer Ratjen-Schusschance nach zuvor schwacher Klärung durch Luca Bourreau lag gar die Verdopplung in der Luft, doch das Leder verfehlte sein hehres Ziel (12.).
Ansonsten mussten sich die Hausherren jedoch zwei Vorwürfe gefallen lassen: zu selten kamen sie an vorderster Front zum gefährlichen Abschluss und zu sehr ließen sie die Zügel nach etwas mehr als einer halben Stunde schleifen.
Mit dem nun endlich vorhandenen Platz wusste der Aufsteiger aus der Landeshauptstadt sofort etwas anzufangen. Eine Doppelchance auf halbrechts, nachdem Kolja Baeskow den feinen Diagonalball spielte (40.), deutete jenes Szenario an, das im zweiten Durchgang tatsächlich Einzug erhalten sollte. Diesmal erhielt Ben Henningsen einen hohen Ball, um in der Parzelle zunächst geblockt zu werden, doch weil Kollege Louis Reinicke voll in der Szene blieb, setzte es das Ausgleichstor durch den Kapitän.
Plötzlich schien der dritte Sieg in Serie für die Männerturner gar nicht mehr so unrealistisch, zumal sich für Janne Rudolph eine feinste Chance im Umschalten bot. Um das Tor zu treffen, sollte man allerdings zunächst den Ball sauber erwischen (66.)…
In der bis dahin ausgeglichenen Schlussphase drehte sich das Geschehen dann aber gegen den amtierenden Kreisliga-Vizemeister, verlor dieser erst Reinicke, dessen Knöchel einer robusten Ballbehauptung Jonas Roempkes zum Opfer fiel verletzt (84.), ehe kurz darauf ein tiefes Frahm-Zuspiel exakt Joker Sahin Düzgün fand und dieser seinen bisher nur drei Minuten andauernden Einsatz mit dem eiskalten 2:1 in die lange Ecke veredelte (87.).
Duplizität der Ereignisse, triumphierten die Roten bereits im Kreispokal-Semi-Finale mit derselben Tor-Folge (bei anderen Treffer-Minuten) mit 2:1 gegen die Jungs vom Professor-Peters-Platz. Um dies an diesem Donnerstagabend zu verhindern, warfen sie zumindest kämpferisch noch einmal alles in die Waagschale – bis der leidenschaftlich geführte Kick in Nachspielminute acht vom insgesamt umsichtigen Martin Herpel (Husumer SV) abgepfiffen wurde. Für die TSV Flintbek der Lohn einer pressingstarken Anfangsphase, eines guten Trainer-Wechselhändchens und eines nicht schönen, aber effektiven Zeitmanagements auf den letzten Metern der Partie.

Tore: 1:0 Kock (8., Strafstoßtor, Zilz an Frahm), 1:1 Reinicke (52. Henningsen), 2:1 Düzgün (87. Frahm)

gelbe Karten: Roempke, Buessau – Baeskow, Woywod, Rudolph

Schiedsrichter: Martin Herpel (Husumer SV)

Zuschauer: 65