Sonntag, 2. November 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder III - Altona 93 III

Alsterbrüder verzweifeln an sich selbst
Chancenverwertung kostet verdiente Punkte gegen Altona 93 III

Jakob Vink aus kürzester Distanz: bekam ihn nicht rein (3.), Karl Pust auf Ablage Linus Mende: zu zentral auf den Torwart (25.), Simeon Mastoridis zentral vor dem Tor: knapp verzogen (31.), Robert Hahne per Kopf: Mika Wegener mit den Fingerspitzen über sein Gehäuse lenkend (39.) und in Minute 41 opferte Pust das sinnvolle Querspielen einem Rechtsschuss über das Ziel. Alleine die Auflistung bester Chancen für die Drittvertretung des FC Alsterbrüder aus der ersten Halbzeit taugt dazu, die Existenz eines gerechten Fußballgotts in Frage zu stellen. Denn während die Gastgeber vorne keinerlei Belohnung für die steten Angriffsbemühungen einfuhren, gab es drüben kurz vor Ende die bittere Quittung für den Chancenwucher zu schlucken.
Profiteur davon in einem selten wirklich ansehnlichen Match der Kreisliga 07 war am Sonntagnachmittag die Dritte von Altona 93, die dem Torschussfeuerwerk des Tabellennachbarn (Achter gegen Siebter) zunächst nur Halbchancen aus der Ferne entgegenzusetzen hatte.
Erst mit Caspar Schlomms Freistoß, der knapp über den Quader rauschte (50.) und einer Gelegenheit für Finn Andrecht, die FCA-Fänger Danilo Hidalgo im kurzen Eck behände zu entschärfen wusste (59.), meldeten sich biederen Kicker von der Baurstraße ernstzunehmend zu Wort, während die Hausherren zunehmend an sich und ihrer Abschlussschwäche verzweifelten.
So war es etwas später erneut Vink, der einen zweiten Ball aus dem Rückraum einfach nicht zielgenau verwertet bekam (65.).
Die Strafe dafür folgte schließlich fünf Minuten vor dem Ende, als ein Freistoß  aus der eigenen Hälfte tief im Lauf des eingewechselten Tymur Berdychevskyi landete und der 18-Jährige vor Kiste die Durchsetzungskraft für das unterm Strich etwas schmeichelhafte 0:1 bewies (85.).
Die langsam hektischere Begegnung hatte nun weiteren Zündstoff erhalten, der im Falle von Mendes ballfernen Kontakt gegen Frederik Glor und der anschließenden Rudelbildung ein gutes Stück zu viel war.
Sportlich lief der FCA derweil vergeblich gegen die vierte Liganiederlage an. Kein Tor – keine Punkte: wie gut, dass es nach dem nunmehr vierten sieglos-Match in Serie als nächstes zum Schlusslicht nach Bahrenfeld geht.
Die Altonaer müssen dagegen hoffen, dass ihnen Fortuna auch gegen das Spitzenteam von HEBC III wieder tatkräftig zur Unterstützung bereitsteht.

Tore: 0:1 Berdychevskyi (85.)

gelbe Karten: Kunkel, Mastoridis, De Ponte – Andrecht, Starke

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze)

Zuschauer: 30




Samstag, 1. November 2025

Spielbericht Niendorfer TSV 1.A - Walddörfer SV 1.A

Wildes Nachspielzeits-Rodeo
Für beide zu wenig: später Schlagabtausch findet keinen Sieger

Führung, Unterzahl Abwehrschlacht, Ausgleich in der Nachspielzeit kassiert, Gleichzahl und DEN Matchball auf dem Fuß! Fans und Beteiligte des Walddörfer SV dürfte der Auftritt ihrer U19-Regionalliga Nord-Truppe wohl zehn Jahre älter gemacht haben. Empirisch belegbar dagegen das nüchterne Zahlenwerk mit Ende der denkwürdigen acht Nachspielminuten am Bondenwald: 1:1.
Zu wenig, für die Allhorn-Kicker, die vor allem in der ersten Halbzeit alle Trümpfe in der Hand hielten. Max Grüttner ans Außennetz (12.) und Tyren Schmerberg fast ins eigene Tor (13.) stellten die Vorhut für das verdiente 0:1, bei dem das bewegliche Offensivpersonal der Gäste in Form von Anton Knappes Verlagerung, Sadik Stalfs Querspielen und Grüttners zentralen Abschluss ins rechte untere Eck als Kollektiv funktionierte (26.).
Auch beim Versuch der Verdopplung gelang das stilisierte Zusammenspiel der Vorderen, an dem sich diesmal Yusuf Asif als Aufleger für Stalf profilierte, nur wischte Yves Weitze das Leder aus seinem Torwart-Eck (34.), während Asif selbst knapp verfehlte (38.).
Der NTSV brauchte einige Anlaufzeit, um erst im Schlussakkord der ersten Hälfte zumindest einmal den Mut zum Torschuss aufzubringen (Farhad Khalaf (42.) und Richard Krüger (43.) aus der zweiten Reihe, Linus Tams per Kopf (45.+2).).
Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild. Der WSV planvoller, wohingegen es sich die Hausherren oft zu kompliziert machten.
Mit der berechtigten Ampelkarte für Walddörfers Vali Salif Coné kippte die Spielstatik jedoch klar gen Heim-Elf (61.). Weil der bereits nach einer guten halben Stunde wegen Fouls ermahnte und nach der Pause wegen wiederholter Missachtung des korrekten Einwurfsortes verwarnte Coné beim nächsten Foul in der Summe „fällig“ war, galt es für die verbliebenen Kollegen, den Vorsprung im tief interpretierten 4-4-1 ins noch weit entfernte Ziel zu bringen. Doch selbst in Unterzahl blieben die Schwarzen konkreter, wie ein Abseitstor durch Stalf untermauerte (68.).
Den Niendorfer brachte ihr vieler Ballbesitz dagegen kaum ernsthaft in den vielbeinig verteidigten Strafraum. Auch zahlreiche Standards, wie ein Nordmeier-Freistoß (links vorbei, 88.), vermochten das Manko des fehlenden Instinkts im Sechzehner nicht zu korrigieren.
Aus einem Einwurf auf links wollte abermals nichts entstehen – bis sich Innenverteidiger Jesse Petri ein Herz fasste und den abgewehrten Ball aus dem Hinterhalt zum 1:1 oben reinknallte (90.+2)!
Frei nach Petris irischem Namensvetter, einem professionellen Rodeo-Reiter, ging es fortan nochmal richtig zur Sache. Drei der fünf angesetzten Nachspielminuten waren ja schließlich noch zu spielen. So machten sich die Herren in weiß daran, das Momentum für sich zur totalen Wende zu nutzen, doch die Schusschance von halbrechts (Weitze im Nachfassen) ergab sich auf der anderen Seite für Asif (90.+4).
Zurück im Gefahrenbereich des WSV, wurde es kurz darauf noch übersichtlicher auf der Koppel, als es Tyren Schmerberg beim Ausflug mit Gegenspieler Benito Boamah auf dem Hintertor-Deich nicht schnell genug mit dem Ballservice ging. Gelb für beide Streithähne, doch Schmerberg hatte bereits wegen Meckerns den Karton gesehen – gelb-rot (90.+6)! Und auch die mitteilsame Bank der Gastgeber tat (mal wieder) etwas für die Kartensammlung.
Zu allem Überfluss resultierte aus dem folgenden Eckstoß noch die gigantische Konterchance auf den Auswärtssieg. Aus der eigenen Hälfte gestartet, sprintete Asif links entlang, doch im Eifer des Gefechts schob der 18-Jährige mit Herren-Bezirksliga-Erfahrung das Leder hauchdünn am langen Eck vorbei (90.+7).
Keine große Bewegung damit für beide im Mittelfeld der Tabelle, wobei vor allem der WSV die große Chance verpasste, sich deutlicher vom unteren Tabellenbereich abzusetzen.

Tore: 0:1 Grüttner (26. Stalf), 1:1 Petri (90.+2)

gelb-rote Karten: Ty. Schmerberg (90.+6, wiederholte Unsportlichkeit) – Coné (61., Unsportlichkeit + Foulspiel)

Schiedsrichterin: Cemre Aysan (FC Süderelbe)

Zuschauer: 80





Spielbericht Niendorfer TSV 1.B - Blumenthaler SV 1.B

Die Effizienz entscheidet
Niendorfer TSV dreht B-Regionalliga-Kampfspiel für sich

Keine besonders schöne, aber letztlich erfolgreiche Vorstellung legte am elften Spieltag die U17 des Niendorfer TSV aufs heimische Parkett.
Trotz eines Rückstandes zur Pause war es nämlich mit einer klaren Leistungssteigerung gelungen, dem Blues des tristen Herbstwetters einen Heimsieg entgegenzusetzen.
In Hälfte eins quälte man sich zunächst noch durch die Partie, die die Gäste vom Blumenthaler SV aktiver gestalteten. Vor allem Leo Dullwebers linke Seite beschäftigte die Gastgeber mit solider Defensivarbeit, die zu Beginn einzig einen Aktas-Versuch, über das Tor, zuließ (15.).
Nach einer knappen halben Stunde machte ein unnötiger Fehlpass am eigenen Sechzehner jedoch alles zunichte. Der unfreiwillig angespielte Jermaine Albritton behielt im Angriffsdrittel den Überblick für den (richtigen) Mitspieler und bediente Oresti Sherifi für dessen eiskalt vollstrecktes 0:1 (28.).
Viel passierte daraufhin erstmal nicht. Viele Zweikämpfe, wenig Kreativität; es dauerte bis in den zweiten Abschnitt hinein, bis Alexander Böttcher den NTSV mit viel Durchsetzungskraft im Zentrum und einem wuchtigen Latten-Unterkanten-Geschoss aus der Lethargie heraus auf die Siegerstraße führte (55.).
Nur kurz danach hatte Fynn Engel im Rahmen einer gut erkannten Vorteilssituation das mögliche Führungstor auf dem Fuß, setzte seinen zentralen Abschluss aber über den Querbalken (57.).
Zweimal galt es dann aber den insgesamt nun nicht mehr so zielstrebigen Gästen Pech im Torschuss zu wünschen, als sich der eingewechselte Wisdom Clement und Torschütze Sherifi die Kugel etwas unentschlossen hin und her spielten und letzterer direkt drüber zielte (60.); und als sich Clement mit seiner vollen Körperlichkeit für Jerry-Lee Bakop und dessen knapp vorbei rotierenden Ball durchtankte (68.).
Am Ende hatte heute die größere Effizienz entscheiden – für den Niendorfer TSV. Mit dem langen Bein war es Engel schließlich gelungen, einen Heil-Querpass vor dem Tor zum späten 2:1 über die Linie zu drücken (73.).
Mit cleverer Zweikampfführung und etwas Zeitspiel ließen die Niendorfer daraufhin nichts mehr anbrennen, sodass der zweite Heimerfolg für die Festigung des Tabellenmittelfelds eingefahren werden konnte.
Für die unterlegenen Jungs aus dem Bremer Fußballverband ist der Anschluss an die ersten fünf des Klassements dagegen erstmal verloren.

Niendorfer TSV 1.B: Wenzel – Asare, Burgert, Adler (41. Heil), Akbari, Böttcher – Wucherpfennig (51. Rink), Weiß – Candotto (64. Radoncic), Engel (80. Griebe), Hellgardt (64. Kröger), Trainer: Christian Böckl

Blumenthaler SV 1.B: Reinscher – Omoike, Bilgin, Donlic (44. Smerczek), Fernandez Ferreira (76. Osei) – Omorodion, Aktas – Albritton, Sherifi, Dullweber (54. Bakop) – Lager (54. Clement), Trainer: Riza Avdiji

Tore: 0:1 Sherifi (28. Albritton), 1:1 Böttcher (55.), 2:1 Engel (73. Heil)

gelbe Karten: Wucherpfennig – Reinscher

Schiedsrichter: Sinan Bott (Note 2: ermöglichte mit seiner langen Leine jede Menge Spielfluss in einem nie unfairen Kampfspiel)

Zuschauer: 80
















Spielbericht Niendorfer TSV III - SC Union 03

Falscher Einwurf leitet die Niederlage ein
1:3 und Sturz auf die Abstiegsränge: Union 03 schenkt Auswärtsführung her

Ein halbes Dutzend an Gegentoren durch den Niendorfer TSV beförderte den SC Union 03 unter der Woche erwartungsgemäß aus dem Lotto-Pokal und auch in der Liga stellte sich der NTSV nicht gerade als gutes Pflaster für die Jungs aus Altona-Nord heraus.
Zu Gast bei der Drittvertretung des Oberligisten, hatte man trotz etwas glücklicher Halbzeitführung den Kürzeren ziehen müssen.
In Front gegangen waren die Unioner inmitten einer verfahrenen ersten Hälfte ebenso überraschend, wie Dauda Ibrahim plötzlich alleine vor dem Gehäuse auftauchte und Nico Schultz quasi mit der ersten echten Torchance des Spiels zum 0:1 überwand (27.).
Die Platzherren taten sich derweil schwierig, ihr sonst so stilisiertes Spiel über die Außenpositionen aufzuziehen, sodass es bis kurz vor den Halbzeitpfiff dauerte, bis tatsächlich einmal Willy Kniesa über rechts für Jacob Schrage servierte. Nur hatte der Kapitän bei idealer Einschussposition doch etwas zu viel Zeit zum Nachdenken: zu viel Linksdrall ließ seinen Abschluss ins Tor-Aus gehen (43.).
Kurz nach der Pause machte es der 24-Jährige dann zu genau, als die Unterkante der Latte im Weg stand. Nur stand diesmal mit dem durchgelaufenen Jonas Oelze ein wachsamer Kollege für das letztlich erstocherte 1:1 bereit (49.). Auf der anderen Seite hatte Unions Fritz Lühr den Spott der Heim-Fans um den langzeitverletzten Till Pruns auf seiner Seite, leitete sein verzögerter Einwurf, den der Schiedsrichter daraufhin andersherum gab, den Gegentreffer ein. „Danke, Nummer Sechs!“, grüßte der gegnerische Anhang den einst beim HEBC ausgebildeten Außenverteidiger wenig einfühlsam.
Von nun an drehten sich die Dinge komplett gegen Lühr und Co, die sich durch Steffen Golombeks Ungeschicklichkeit im Strafraum gegen Dominik Heims auch noch einen Strafstoß einhandelten. Aliaksandr Bulechka wehrte diesen zwar einstweilen ab, doch im Nachschuss besiegte Schrage schließlich sein Schusspech zur 2:1-Führung (63.).
Die Elf von der Memellandallee damit endgültig dem Rücken zur Wand, zumal im ungünstigsten Fall der Sturz auf die Abstiegsplätze drohte.
Chancen zur Wende hatte sie sich freilich erarbeitet. So scheiterte der umtriebige Ibrahim nach schwach ausgeführter NTSV-Abseitsfalle an Nico Schultz (68.), woraufhin aber auch Denys Stetskyis Kopfball, abgewehrt, nicht den Ausgleich bedeutete (72.).
Gute zehn Minuten später schließlich der K.O.-Schlag, den die Niendorfer in ihrer gewohnten Manier beibrachten. Henry Risch eröffnete aus dem Zentrum, Tom Langer spielte quer und Schrage war nun offenbar auf den Geschmack des Toreschießens gekommen: 3:1 für die Herren in Grau (83.)!
Mit der ausgeglichenen Bilanz von nun vier Siegen, Remis, sowie Niederlagen stehen für den neuen Tabellenneunten jetzt vier Zähler Vorsprung auf die nun auf Abstiegsrang 14 abgerutschten Unioner auf dem Zettel. Doch auch die Reserve Eintracht Lokstedts (20 Punkte) ist nur sechs Punkte entfernt. Die Bezirksliga 04 dürfte mit ihrer Ausgeglichenheit noch so manche Wendung für den weiteren Saisonverlauf offen halten.

Niendorfer TSV III: Schultz – Sitzlach, Schacht, Schlewing, Treder (85. Van den Bosch) – Kniesa (74. Leutrum von Ertingen), Oelze, Risch, Heims (85. Hurt) – Langer (68. Müller), Schrage, Trainer: Jan-Hendrik Schmidt

Tore: 0:1 Ibrahim (27.), 1:1 Oelze (49. Schrage), 2:1 Schrage (63., Strafstoßnachschuss, Golombek an Heims), 3:1 Schrage (83. Langer)

gelbe Karten: Risch, Treder – Senay, Golombek, Ibrahim

Schiedsrichter: Zubeir Ahmadi (SC Poppenbüttel)

Zuschauer: 35




Freitag, 31. Oktober 2025

Spielbericht Heidgrabener SV II - FC Union Tornesch III

Den Nachbarn vermöbelt
Dominante HSV-Reserve schießt Union Tornesch III mit 7:1 aus dem Sportpark

Derby-Freitag in Heidgraben, doch Brisanz mochte im Udo-Tesch-Sportpark keine aufkommen. Zu einseitig verlief das Kreisliga 01-Duell, der bereits nach fünf Minuten durch Fabian Grabkes Kopfballchance erstmals furiose Züge annahm.
In flacher, spielerischer Variante sollte es dann kurz darauf gelingen, schickte Nikolas Haker Angreifer Marcio Prien in den Rücken der Union-Viererkette, wo die Führung mühelos gelang (7.). Blöd nur, dass sich der Torschütze dabei ohne Einwirkung der behäbigen Gegenspieler verletzt hatte. Vorjahrestorschützenkönig Ben Dieckmann (21 Treffer) ersetzte den 23-Jährigen mindestens gleichwertig. Wohl dem, der über solches Bankpersonal verfügt!
Zunächst aber ärgerte sich die HSV-Reserve gleich doppelt, als erst Lasse Leowald auf Steckpass Tim Rockels an Tim Fröhlichs Fußabwehr scheiterte (10.), ehe drüben eine halbhohe Ecke das etwas überraschende Ausgleichstor für Zentrumsspieler Dennis Sannemann im Strafraumdickicht vorbereitete (11.).
Die Hausherren ließen sich davon allerdings keineswegs irritieren, demonstrierten ihre Überlegenheit weiterhin mit viel Ballbesitz, der jedoch zu selten in guten Gelegenheiten mündete, wie Dieckmanns etwas zu unplatzierten Versuch vor Torwart-Kante Fröhlich (17.).
Ausgerechnet ein böser Abspielfehler der Blauen im Aufbau brachte die spielstarken Schützlinge Frank Rockels noch vor der Pause auf die Siegerstraße. Die Kugel clever abgefangen, lupfte Leowald sie mit langer Vorlaufzeit zum 2:1 ins Union-Tor (41.), das quasi mit dem Pausenpfiff auch T. Rockel per Abstauber komplikationslos traf (45.+3). Der sonst starke Fröhlich hatte eine Hereingabe Dieckmanns zuvor nicht zwischen die Griffel bekommen.
Nur wo blieb denn die eigene Dieckmann-Bude? Aus spitzem Winkel wollte sie jedenfalls noch nicht fallen (51.). Doch weil die Schießbude der Liga (40 Gegentore) freundlich zum durchgerutschten Schuss aus dem Hinterhalt einlud, kam der „Neuner“ zu nachträglichen Torjäger-Ehren (53.).
Die Partie längst entscheiden; einzig die Höhe des Derby-Triumphs blieb noch fraglich. Weitere Fakten schafften dabei Innenverteidiger Marco Holdingsgard mit seinem dynamischen Kopfballtor nach Ecke von Grabke (60.) und T. Rockel, der Fröhlichs Block gegen Marvin Schmahl zum halben Dutzend verarbeitete (65.).
Gar zweistellig hätte es hier durchaus enden können, hätte beispielsweise Dieckmann nicht knapp verfehlt (68.).
Einen servierte der neue Tabellenfünfte den Fans im und außerhalb des Kunstrasenkäfigs aber noch, als abermals Haker mit Gefühl zu Dieckmann durchsteckte, was dieser zentral vor dem Ziel nicht weniger präzise mit dem 7:1-Endstand krönte (78.). Ein HSV-Feiertag also auch ohne den Reformationstag.
Der wieder einmal schwer geschlagenen Drittvertretung aus dem Torneum bleibt dagegen mit nur einem Zähler Vorsprung die Angst vor dem Kreisklasse-Gespenst.

Tore: 1:0 Prien (7. Haker), 1:1 Sannemann (11.), 2:1 Leowald (41.), 3:1 T. Rockel (45.+3 Dieckmann), 4:1 Dieckmann (53.), 5:1 Holdingsgard (60. Grabke), 6:1 T. Rockel (65. Schmahl), 7:1 Dieckmann (78. Haker)

gelbe Karten: Grosse – Kaczor

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 60

Spielbericht TSV Sparrieshoop - SV Lieth II

Horror-Derby
1:8 an Halloween! TSV Sparrieshoop schickt SV Lieth II weiter in die Krise

Mehr schlecht als recht taumelt die im Sommer aus der abgewanderten Ligamannschaft Holsatias und der eigenen Rest-Zweiten fusionierten SV Lieth durch die Kreisliga 01. Den maximalen Gruselfaktor erlebte die Elf von Trainer Thorben Pingel nun zu Halloween im Derby beim TSV Sparrieshoop.
Schon der Start ins Reformationstagsduell ging für die Roten so richtig in die Hose. Nach langem Flankenwechsel markierte ausgerechnet Ex-Liether Leon Diedrigkeit prompt das 1:0 (3.), ehe Mika Martens im andächtig bestaunten Doppelpass mit Lenn Pankraz mühelos verdoppelte (5.).
Kurz um schnelle Linderung bemüht, bediente Nevio Schuchhardt Niklas Viera Gerkens, dem es gegen Schlussmann Michael Möller und hinzugeeilte Vorderleute ebenso wenig gelang, die Kugel ins Tor zu bugsieren, wie Semih Zeybekoglu im sofortigen Nachsetzen (7.).
Stattdessen schraubten die spielerisch klar überlegenen Hausherren rund um die 30-Minuten-Marke weiter am Resultat, indem Lennart Voigt einen Abpraller mit links zum 3:0 versenkte (26.) und Vorbereiter Pankraz sich anschließend bei einer Hochschild-Ecke auf den einsamen zweiten Pfosten einmal selbst belohnte (34.).
Schon zur Pause war die Angelegenheit also geklärt. Daran vermochte auch Zeybekoglus Lebenszeichen in Form eines Lattentreffers nichts zu ändern (59.).
Sparre machte dagegen einfach weiter mit effizientem Fußball, der ab der zweiten Hälfte auch mit Beteiligung von Top-Stürmer Finn Möller über den Rasen unter der charakteristischen Hochspannungsleitung fegte. Hoch und weit geschickt, schaute der Aufstiegstorjäger der Vorsaison den gegnerischen Tormann zum 5:0 aus (62.), während er das halbe Dutzend in Poleposition für den ebenfalls gebrachten Kian Maleki auflegte (77.).
Diesmal bei einem nach vorne blockierten Hochschild-Freistoß am richtig Fleck lauernd, schnürte Maleki gar den Doppelpack (82.), den sich mit Kapitän Martens noch ein weiteres der vielen Eigengewächse vom Rosengarten sicherte (83.). Beim gemeinsamen Mannschaftsfrühstück wurde neben Wurstbrot wohl auch ausreichend viel Zielwasser verkostet!
Auf der anderen Seite, symptomatisch für den hilflosen Auftritt der Gäste aus Klein Nordende, unterlief Torhüter Maik Bianchet bei der Entstehung des nunmehr achten Tagesgegentors auch noch ein Luftloch. Situationskomik, über die heuer nur der Aufsteiger lachen konnte…
Der zwischenzeitliche 6:1-Ehrentreffer durch Michel Cords (79.) süßte einen gänzlich versauerten Auftritt der SVL-Reserve freilich auch nicht auf. Der einzig positive Aspekt des Freitags: am folgenden Abend kassierte auch Konkurrent Union Tornesch III eine heftige 1:7-Schlappe in Heidgraben, wodurch sich der Rückstand auf die nicht-Abstiegsplätze weiterhin bei einem Zähler beläuft. Eine Thematik, die für den TSV Sparrieshoop im Mittelfeld des Klassements wahrlich keine Rolle spielt.

Tore: 1:0 L. Diedrigkeit (3.), 2:0 Martens (5. Pankraz), 3:0 Voigt (26. L. Diedrigkeit), 4:0 Pankraz (34. Hochschild), 5:0 F. Möller (62.), 6:0 Maleki (77. F. Möller), 6:1 Cords (79.), 7:1 Maleki (82. Hochschild), 8:1 Martens (83. Gül)

Schiedsrichter: Clemens Riehl

Zuschauer: 50








Mittwoch, 29. Oktober 2025

Spielbericht VfL Hammonia II - SSV Rantzau II

Den Spielverlauf auf den Kopf gestellt
Viertelfinaleinzug ohne Fehlschuss: SSV Rantzau II trotz den Personalsorgen

Ganze 15 Ausfälle musste das Trainergespann Bruns/Friebel/Kinastowski an der Kommandobrücke der Rantzauer Reserve im Achtelfinale des Holsten-Pokals kompensieren. Mit an Bord aber am Mittwochabend: die Effizienz, mit der der Kreisliga 01-Vertreter komplett darüber hinwegtäuschte, dass vor allem in Abschnitt eins ausschließlich die gastgebende Elf des VfL Hammonia das Spiel machte.
Das Problem der Kicker aus dem Schanzenviertel: sie trafen einfach nicht ins Tor. Azer Askerov (6.) und Tristan Baier (43.) trafen nur den Pfosten, während Arne Sybrandts (22.) und Henri Sticken (34.) ihre Versuche knapp am Gehäuse vorbeizischen sahen.
Entsprechend groß die Erleichterung, als es kurz nach der Pause doch endlich klappte. Über rechts bereitete Florian Zinda sprintschnell vor, sodass Jeremy Murage-König am zweiten Pfosten annehmen und vollenden konnte (48.). Die Barmstedter, die wegen Christoph Brandts Verletzung bereits früh ihren einzigen möglichen Wechsel ziehen mussten (33.) – wie so oft bis hierhin – nicht im Bilde.
Ausgerechnet der für Brandt hineingekommene Charles Assogba sollte den SSV jedoch per Eckstoß auf die kaum für möglich gehaltene Siegerstraße führen. Hammonia bekam den Ball von der Fahne nämlich nicht geklärt, was Ivan Babych just mit dem ersten Torschuss von Blau im Spiel zum 1:1 bestrafte (51.).
Völlig auf den Kopf gestellt war das Geschehen eine knappe Viertelstunde später, schob der per Berg-Steckpass eingesetzte Patrick Hollm eiskalt zum 1:2 ein (64.), um eine abermals schnittig getretene Assogba-Ecke noch entscheidend für das dritte Hurra im dritten Anlauf abzufälschen (76.).
„Wir werden fickerig“, hatte Hammonias Zinda schon zwischendurch festgestellt (66.). Die Bemühungen waren ihnen aber dennoch nicht abzusprechen. Egal, was die Elf aus der Kreisliga 08 heute allerdings versuchte: es sollte einfach kein zweiter Treffer gelingen!
Kurz vor dem Ende kam es sogar noch doppelt brutal. Erst holte sich Kilian Jackst für sein Bein, das in luftiger Höhe Gegenspieler Sascha Berg eine später im Spital mit vier Stichen zu nähende Kopfwunde zufügte, den berechtigten roten Karton ab (88.), dann machte Joker Assogba mit seinem Zuspiel für Alexander Hollms Trudel-Tor den Vorlagen-Hattrick in Gestalt des 1:4 perfekt (90.+1).
Die Jungs aus dem Kreis Pinneberg damit seit acht Pflichtspielen unbesiegt und vor allem unter den letzten acht im Bewerb der zweiten Mannschaften im HFV. Ob verdient oder nicht war nach diesem Mittwochabend kein Thema mehr.

VfL Hammonia II: Hebart – Schulte, Hunger, Pawletta (83. Heubel), Jackst – Sybrandts, Askerov – Zinda (83. Müller), Sticken (74. Nguyen), Murage-König (74. Singateh) – Baier, Trainer: Leon Dobbratz & Andreas Fehrenbach

SSV Rantzau II: Ulrich – P. Hollm, Ritter, Meyer, Vester – Brandt (33. Assogba), Thieme, Blunk – A. Hollm, Berg, Babych, Trainer: Jan-Hendrik Bruns, Patrick Friebel & Patrick Kinastowski


Tore: 1:0 Murage-König (48. Zinda), 1:1 Babych (51. Assogba), 1:2 P. Hollm (64. Berg), 1:3 P. Hollm (76. Assogba), 1:4 A. Hollm (90.+1 Assogba)

rote Karte: Jackst (VfL Hamminia II, 88., grobes Foulspiel an Berg)

Schiedsrichterin: Jana Teipelke (SV Curslack-Neuengamme)

Zuschauer: 40


Freitag, 24. Oktober 2025

Spielbericht SV Lieth - VfL Pinneberg

Stimmung endgültig gekippt
1:4! VfL Pinneberg stößt SV Lieth in den Tabellenkeller

Von wegen goldener Oktober. Vier Spiele, nur ein Punkt – Abstiegsplatz! Kein Wunder, dass Präsident Bo Hansen die kriselnde Elf vom Butterberg nach dem neuerlichen Trauerspiel erstmal zur Sitzung ins Separee des Clubheims zitierte. Die Stimmung auf dem Tiefpunkt, der Trainer ratlos: Die einst gefürchteten „Liether Löwen“ taumeln 2024/2025 führungslos in Richtung Bedeutungslosigkeit. An diesem Freitagabend war es vor allem, die weitgehend leblose Art und Weise, die für Entsetzen auf und um den Klaus-Waskow-Platz sorgte.
Dabei hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg sogar einmal kurz das Momentum auf ihrer Seite, als ein Kontertor den optischen Eindruck ein Stück weit auf den Kopf gestellt hatte. Aus einem Angriff der nach vorne verteidigenden Pinneberger heraus gelang Christian Kuhlmann nämlich der perfekte lange Ball, den Angreifer Max Schulz schön verarbeitete und mit links über den hoch postierten Torwart zum 1:0 ins Netz lupfte (17.).
Die Jungs von Trainer Rudolf Hock-Kutscher ganz im Stile einer typischen Auswärtsmannschaft, nur ließ sich der tatsächliche Gast davon aber wenig beeindrucken.
Devin da Ronch probierte es aus der Drehung (21.), Tyler Brose etwas zu unplatziert aus 20 Metern (31.); die nicht untalentierten, aber bislang etwas unbeständigen Pinneberger glaubten an sich und ihre Spielidee.
Die Belohnung dafür: das 1:1 gegen eine SVL, die nach einer abgeköpften Brose-Ecke das Herausrücken verweigerte, sodass der Ball im zweiten ungestörten Anlauf genau beim eingestarteten Niklas Bargob im Fünfmeterraum landete. Der Torerfolg blieb da reine Formsache (36.).
Kurz nach der Pause war es wieder ein hoher Ball, der die Roten vor unlösbare Defensivprobleme stellte. Diesmal riss Aufbauspieler Ben Schuler per Flugball ein beträchtliches Loch in die gegnerische Abwehrkette, wo sich da Ronch auch mit etwas Glück gegen den Schlussmann Luca Von Der Heide zum 1:2 durchsetzen konnte (51.)
Die Heim-Elf blieb dagegen ohne echte Idee im Spiel nach vorne, das Angreifer Ali Duman in seiner Verzweiflung schon von hinten heraus zu navigieren versuchte. Ein Freistoß, den Philipp über das Tor setzte (53.) sollte (zu) lange die beste Chance im zweiten Abschnitt bleiben.
Zum Kontrast dazu setzte es drüben Gegentreffer Nummer drei, bei dem sich zwei Liether in Klärungsabsicht einer Flanke ins Gehege kamen, Brose dank der schwachen Kopfballabwehr für Bargob auflegte und dieser den üppigen Platz auf halblinks zum perfekt passenden Rechtsschuss nach linksunten nutzte (59.). So einfach kann es gehen!
Und weitere Gäste-Treffer wären möglich gewesen. Schuler mit Gefühl an den Querbalken (63.), Brose per Freistoß-Aufsetzer daneben (66.) und Bargob mit links gegen Von Der Heide (70.) verpassten das 1:4, das geradezu logischerweise doch noch über Umwege fallen sollte. Nach Broses Freistoß war Schuler zwar an Torwart und Luca Albers´ rettendem Kopf gescheitert, doch Von Der Heides Kollision mit dem nachsetzenden Hirota Kakiguchi veranlasste Schiedsrichter Marc-Calvin Prey (Moorreger SV) zum Strafstoßpfiff, über den sich der Goalie derart aufregte, dass er für das wütende Prellen des Balles noch einmal den gelben Karton kassierte – Platzverweis (78.)!
Den gepfiffenen Strafstoß verwandelte Brose vier Minuten später gegen Ersatzfänger Patrick Klösel abgeklärt unten rechts (82.). Den anschließend provokativen Torjubel vor einem Heim-Anhänger, mit dem es zuvor bereits einige Dialoge gab, darf man dagegen getrost der Kategorie „spätpubertär“ zuordnen…
Ergebniskosmetik blieb daraufhin sowohl Julien Duffke (Philipp Niedermeier tauchte behände ab), als auch Max Schulz bei der folgenden Ecke verweigert (83.), wobei auch der VfL noch weiter hätte am Ergebnis schrauben können.
Während Niedermeier und seine Vorderleute als Tabellensechster in Schlagdistanz zu Rang zwei bleiben, ist die SV Lieth nun sogar auf Abstiegsplatz 14 abgerutscht. Der Umbruch im Sommer, mitsamt neuem Trainer, droht inzwischen im Sturz gen Kreisliga zu enden. Den Worten aus der Krisensitzung müssen kommende Woche in Quickborn endlich wieder Taten folgen.

Tore: 1:0 Max Schulz (17. Kuhlmann), 1:1 Bargob (36. Brose), 1:2 da Ronch (51. Schuler), 1:3 Bargob (59. Brose), 1:4 Brose (82., Strafstoßtor, Von Der Heide an Kakiguchi)

gelb-rote Karte: Von Der Heide (SV Lieth, 78., Foulspiel + Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Marc-Calvin Prey (Moorreger SV)

Zuschauer: 50



Sonntag, 19. Oktober 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II

Bezirksliga-Expertise gegen die rote Laterne
KK01: Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder

Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder, war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit, die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad (15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads (14.) führten.   
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.) probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise. Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse, dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung, erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.  

Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann), 0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3, Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose), 2:6 Wichmann (82. Wilhelm)

gelbe Karten: Ehrenberg - keine

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 25

Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.)










Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn 1.Ü40 - TSV Gut Heil Heist 1.Ü40

Gencler nutzt die Patzer
Heimstarke Elmshorner setzten sich gegen TSV Heist an die Ü40-Tabellenspitze

Wilde Ferien-Ergebnisse in der Ü40-Bezirksliga 01. Spitzenreiter SuS Waldenau unterlag daheim 0:3 gegen Union Tornesch und auch der Tabellendritte aus Osdorf ließ im 2:4 beim Kellerkind in Appen überraschend Federn. Profiteur dieser schrägen Entwicklungen: Gencler Birligi Elmshorn, das sich unterdessen den dritten Sieg im dritten Heimspiel sicherte.
Gegen den TSV Heist, der seinerseits im Erfolgsfall auf den Thron gesprungen wäre, schafften die Roten sofort Fakten, vollendete Alexander Bota seinen kleinen Alleingang in Spielsekunde 58 mit dem Rechtsschuss ins obere kurze Eck.
So hätte es sich wenig später auch Kollege Ümit Bayraktaroglu gewünscht, doch nach Hereingabe von links hebelte der „19er“ die Kugel aussichtsreich über den Kasten (4.).
Allmählich gewannen nun auch die hoch verteidigenden Heistmer etwas an Sicherheit, um vorne selbst das vermeintliche Ausgleichstor zu erzielen. Ein fälschlicher Abseitspfiff des durchweg unsicheren Schiedsrichters erklärte Raffael Schulzes Treffer jedoch für ungültig (10.). Weniger Diskussionspotential brachte eine ebenfalls wegen Abseits nicht gegebene Gencler-Hütte durch Hayrullah Ucan mit sich (26.).
Das Bedauern darüber war beim Angreifer allerdings rasch verflogen, als er am Ende einer langen Offensivszene zum 2:0 ins leere Tor einnetzte (28.). Zuvor war die Heistmer Abseitsfalle nicht vom Spielleiter honoriert worden, sodass Bayraktaroglu zur (vergebenen) Top-Chance kam. Der TSV bekam im Anschluss aber das Leder nicht raus. Mit Übersicht bediente Besim Ahmeti schließlich Ucan zum 2:0-Halbzeitstand. Ein Tor mit Ansage!
Und Ucan wollte mehr, scheiterte aber aus kürzester Distanz an Schlussmann Tobias Radowitz (31.) und aus 19 Metern an zu viel Linksrotation des Spielgeräts (39.).
Nur durch Zufall an den Ball gekommen, lief es im nächsten Anlauf schließlich wieder besser. Diesmal Schoss Tom Bremer unglücklich Gegenspieler Onur Oeden an, von dem das Runde direkt vor die Füße des einschussbereiten Ucan prallte – die 3:0-Vorentscheidung (41.)!
Die Elmshorner, die auf ihrem wenig luxuriösen Grandplatz der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE) jederzeit das technische und spielerische Momentum ihrer Seite hatten, standen also frühzeitig als Sieger fest, verpassten jedoch etwas leichtfertig einen noch höheren Erfolg. So verbolzte Oeden eine tolle Schusschance aus dem Rückraum reichlich kläglich. „Das muss ich mir das ganze Jahr anhören“, wusste der ja immerhin einmal als Vorlagengeber erfolgreiche Joker sofort um seine unglückliche Figur im Abschluss (43.).
Auch Abseitstor Nummer drei des Tages durch Isa Tatar (69.) änderte nichts mehr am Endstand (69.). – Ebenso wenig wie auf der anderen Seite Hubert Olszanowskis Kopfball, der nach wunderschön gezogener Hoffmann-Flanke auf dem Querbalken zerschellt war (59.).
Zumindest bis zum kommenden Dienstagabend, an dem TuS Osdorf (10 Punkte) den SV Hörnerkirchen empfängt, grüßt Gencler Birligi (13) nun erstmal, passend zum herrlichen Herbstwetter, vom Platz an der Sonne. Die jetzt sechstplatzierten Heistmer (10) können aber bereits im kommenden Heimspiel gegen die Osdorfer wieder voll ins Spitzenfeld vorstoßen.

Tore: 1:0 Bota (1.), 2:0 H. Ucan (28. Ahmeti), 3:0 H. Ucan (41. Oeden)

gelbe Karten: keine – Schreiber

Schiedsrichter: Abdullah Remzi Yavuz (Rasensport Uetersen: dem Schiedsrichterneuling (Ausbildung vor zwei Wochen) wurde mit einem Seniorenspiel kein Gefallen getan)

Zuschauer: 18