Besser als Bayern
Torrausch
zum Voigt-Abschied: Germania ballert sich zur Vize-Meisterschaft
Mit 122 Treffern stellte Meister Bayern München 2025/2026 einen neuen
Bundesligarekord auf. Wem das noch nicht genügt, seien die Spiele der Germania
Schnelsen-Liga ans Herz gelegt. Ohnehin bereits 120-mal erfolgreich, ballerte
die Equipe von Trainer Yakup Özdemir TuRa Harksheide II zum Abschluss der
Bezirksliga 01 mit 8:1 aus dem heimischen Riekbornweg.
Da die tabellarische Ausgangslage keine wirkliche Brisanz mitbrachte, lauteten
die Hauptfragen des Abends: Schafft Germanias Luca Drenkhahn die 50 Saisontore?
Bekommt Maximilian Voigt seine Abschiedsbude vor dem Laufbahnende? Und geht das
Familienduell Hagelstein gegen Hagelstein wieder an den Schnelsener?
Frage eins versuchte der Trainersohn (44 Tore) rasch positiv zu bescheiden.
Leon Kripkes lange Einladung verwertete L. Drenkhan prompt zum 1:0 (4.), dem
just das Zweite folgen sollte. Der Abseitspfiff aber störte die Jagd nach der
magischen 50 (6.).
Germania in Spiellaune; TuRa, in der Hinrunde noch der fulminante Aufsteiger,
heuer im grauen Mittelmaß angekommen, kam nicht in die Zweikämpfe. Gute
Bedingungen für hungrige Torjäger, wie Drenkhahn in Minute 27 demonstrierte.
Eine abnehmerlose Arambasic-Flanke bekamen die Norderstedter nicht aus ihrem
Defensivdrittel, sodass der Staffeltorschützenkönig seine Beute auf nunmehr 46
hochschraubte.
Apropos hochschrauben. Lasse Hagelsteins vorzüglichen Lauf über rechts
vollendete Antonio Arambasic diesmal selbst zum 3:0 (31.), ehe das 4:0 aus feiner
Strafraumposition auf das Konto von Matz Broecker ging (34.). Den
5:0-Halbzeitstand markierte daraufhin wieder Arambasic (42.).
Die Partie damit längst vorentschieden, zumal L. Drenkhahn nach der Pause den
Hammer aus 30 Metern herausholte (56.) – das halbe Dutzend war voll!
Doch wie lief eigentlich der Ausstand von Außenstürmer Voigt, der im
verhältnismäßig jungen Alter von 32 Jahren die Schuhe an den Nagel hängen wird
und sich in Zukunft dem Kampfsport widmet? Drei vergebene Chancen (29., 44.
& 60.) führten den heutigen Kapitän jeweils nah an das von allen Germanen
gewünschte Tor, das auf freundliche Einladung der Gäste dann doch endlich
fallen sollte. Im Anschluss an Drenkhahns Lattenkracher hatte TuRa alle Zeit
der Welt, die Lage zu löschen, doch Nick Oscar Duve spielte lieber den heiklen
Rückpass, den der richtig spekulierende Voigt tatsächlich zum gebührenden
Endpunkt seines Fußballerlebens nutzte (64.). Die feierliche Auswechselung samt
Spalier konnte nun endlich steigen (68.).
Nicht in die Höhe gestiegen, sondern im Tiefflug eines Torpedos, hielt der für
Voigt gekommene Julien Weber seine Rübe zum 8:0 (77.) in eine punktgenaue
Flanke von Torjäger L. Drenkhahn, der am Ende bei dennoch sagenhaften 47
Treffern blieb.
Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn die Germanen in der
Schlussphase noch weiter durchgezogen hätten. Die ersatzgeschwächten Blauen
zeigten in den letzten Momenten der Saison jedenfalls nochmal Moral und nahmen
den Kasten von Domenik Szyska wiederholt ins Visier. Per Abstauber, nachdem
Szyska gegen Niklas Wolter blockierte, gelang Luis Blaha immerhin das kleine
Trostpflaster zum 8:1-Endstand (84.).
Der Rest war am gut besuchten Riekbornweg nur noch eine einzige Saisonabschlussparty,
in der Coach Özdemir sogar noch seinen eigenen Song eingespielt bekam.
Zusätzlicher Grund zur Freude folgte dann etwas überraschend am
Sonntagnachmittag, als der Kummerfelder SV nur 2:2 beim HSV IV spielte und TGS
dadurch aufgrund der besseren Tordifferenz als Vizemeister in die
Saison-Annalen eingeht. Für die Promotion gen Landesliga dürfte dies dennoch zu
wenig sein, liegt man in der Nachrückerliste unter den vier Bezirksliga-Zweiten
hinter dem SC Wentorf auf Rang zwei. Sollten keine allzu wilden überregionalen
Verschiebungen und Rückzüge in höheren Ligen stattfinden, hätte Lasse
Hagelstein auch nächstes Jahr wieder die Chance, seinen Cousin Nick zweimal zu
besiegen…
Tore: 1:0 L. Drenkhahn (4. Kripke),
2:0 L. Drenkhahn (27. Arambasic), 3:0 Arambasic (31. L. Hagelstein), 4:0
Broecker (34. Condric), 5:0 Arambasic (42.), 6:0 L. Drenkhahn (56.), 7:0 Voigt
(64. L.
Drenkhahn), 8:0 Weber (77. L. Drenkhahn), 8:1 Blaha (84. N. Wolter)
Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee, Note 2)
Zuschauer: 150
Freitag, 22. Mai 2026
Spielbericht TuS Germania Schnelsen - TuRa Harksheide II
Sonntag, 17. Mai 2026
Spielbericht SV Lieth II - Wedeler TSV
Meister schickt Lieth II ins
Couch-Finale
0:4
gegen den Wedeler TSV: Kreisligaverbleibt entscheidet sich nun Andernorts
Mit mehr als aufsteigender Tendenz arbeitete sich die Reserve der SV Lieth
zuletzt auf einer Erfolgswelle aus dem Tabellenkeller der Kreisliga 01, doch
nun droht der positive Film der letzten Wochen auf den allerletzten Metern wieder
zum Alptraum zu werden.
0:4 lautete nämlich der Endstand des letzten eigenen Saisonauftritts, den man
gegen den feststehenden Meister und Bezirksligaaufsteiger aus Wedel eigentlich
sogar konkurrenzfähig über die Bühne gebracht hatte. Das große Problem aber
wieder einmal: die Chancenverwertung.
Lukas Brant aus spitzem Winkel (5.) und per Doppelchance mit Florian Ballner
(19.), Finn Struve rechts vorbei (28.) und auch Kilian Weers nach eigener
Balleroberung in schwieriger physikalischer Lage (37.), vermochten den
Pausenrückstand nicht zu verhindern. Denn drüben segelte ein Freistoß Hendrik
Ramckes hoch durchs Strafraumdickicht und dank Jan Boettchers abfälschenden Kopf
hinein (11.), ehe der Verdopplung des Primus durch Tobias Patat (41.) eine höchst
umstrittene Strafstoßentscheidung vorausging. Das geahndete Bein hatte sich
doch deutlich außerhalb des Sechzehners in luftige Höhen begeben…
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass kurz zuvor bereits das 0:2 zwingende
Folge eines WTSV-Umschaltens hätte sein müssen. T. Patats Weiterleitung wusste
Marcel Busies aber trotz idealer Einschussposition nicht einzulochen (39.).
Ebenso verpassten es seine Farben, direkt nach dem Seitenwechsel für klare
Verhältnisse zu sorgen. Jason Urban fand beispielsweise seinen Meister in
SVL-Fänger Daniel Diedrigkeit (49.), der dieses Duell bei einem Tempoangriff
der Elbestädter schließlich doch verlor. In Anton Woyteks Querspiel brauchte
Urban diesmal nur noch den Fuß hineinzuhalten (52.).
Selbstaufgabe kam für die Hausherren jedoch nicht infrage. Auch nicht, nachdem
der eingewechselte Fatih Arslan zentral mit rechts auf 0:4 erhöhte (77.).
Vor allem der umtriebige Michel Cords versuchte sich immer wieder am
Ehrentreffer. So konnte er sich in Minute 67 frei vor Maximilian Diekmann die
Ecke aussuchen, um doch am Tormann zu scheitern und den Nachschuss vorbei zu jagen
(67.).
Als der Treffer nun endlich gelungen war, hatte die etwas fragwürdige
Abseitswahrnehmung des Schiedsrichterassistenten etwas dagegen (85.) und sogar
sein selbst ergaunerter Strafstoß mündete im abermaligen Tiefschlag: Pfosten (87.)!
Auch mit der verdienten Bude würde das nun bevorstehende Abstiegskampffinale
auf der Couch nicht mit besseren Vorzeichen steigen. Aus Sicht des
Tabellenzwölften darf von den drunter Platzierten (TuS Appen, Union Tornesch
III und Tangstedter SV) maximal nur einer sein letztes Saisonspiel gewinnen.
Ansonsten wäre der Sturz unter den Strich und damit auch in die Kreisklasse
Gewissheit. Durch das Auseinanderbröseln der gerade frisch aus der Bezirksliga
abgestiegenen Ligamannschaft dürften weite Teile des Kaders allerdings trotzdem
in der Kreisliga verbleiben. Gerüchten nach soll eine Zusammenlegung der Teams
für einen vernünftigen Kader in Hamburgs achthöchster Spielklasse geplant sein.
Nur einen Abstieg möchte sicher trotzdem kein Beteiligter in seiner Vita stehen
haben.
Sorgen, die in Wedel niemand hat. Durch den Patzer des Verfolgers aus Rissen
(3:5 in Borstel) stand man bereits vor dem heutigen Auftritt als Bezirksliga-promoviert
fest. Das noch anstehende Heimspiel gegen die zur Winterpause noch ganz oben
thronenden Jungs aus Hörnerkichen (jetzt Dritter) dürfen Kapitän Boettcher und
Co nochmal zum Schaulaufen nutzen.
SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (81. Hägemann), von
Lueder (81. Kähler), F. Rudek (57. N. Schuchhardt), Hajdari, Weers – Struve,
Ahlers – Brant (81. Stuck), Ballner (57. Viera Gerkens), Cords, Trainer:
Thorben Pingel
Wedeler TSV: Diekmann – Gutzeit (46. A. Woytek),
Boettcher, Kawohl (46. Kilinc), Adib – Ramcke, Alevetsovitis (46. Arslan) –
Strohsal, Busies (57. Knodt), T. Patat – Urban (57. Christians), Trainer:
Christian Buhrke & Patrick Wittich
Tore: 0:1 Boettcher (11. Ramcke), 0.2 T. Patat (41., Strafstoßtor), 0:3 Urban
(51. A. Woytek),
0:4 Arslan (77.)
gelbe Karten: Ballner – keine
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Cords schießt Strafstoß an den Pfosten
(87., Strohsal an Cords).
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn 1.Ü40 - TuS Appen 1.Ü40
Ein Vierfach-Aygün für Platz zwei?
Vor
Saisonfinale: Gencler-Ü40 hat die Vize-Meisterschaft in eigener Hand
Meister Panteras Negras ist dem Rest der Ü40-Bezirksliga 01 längst enteilt,
doch der Kampf um den Vize-Titel ist vor dem Saisonfinale noch in vollem Gange.
Der aktuelle Zweite vom FC St. Pauli (42 Punkte) machte seinen Job gleich
zweistellig mit 10:0 gegen den SV Hörnerkirchen, während Gencler Birligi Elmshorn
auf Rang drei zumindest eine Halbzeit lang etwas Luft an seinen Heimsieg gegen
die Elf von TuS Appen ließ.
An Ballbesitz mangelte es den Hausherren auf der ungewohnten Wiese am Ramskamp dabei
von Beginn an nicht. Allerdings stellte sich das Abschlusspech als ihr steter
Begleiter heraus, wie Erste Herren-Torschützenkönig Nihat Meric per
Pfostentreffer zu spüren bekam, ehe Ibrahim Aygüns Tor im Nachsetzen wegen
einer Abseitsposition nicht zählte (7.).
Ebenfalls nur Aluminium erwischte Kapitän Veysel Celik mit schnittigem
Distanzversuch, doch diesmal war Aygüns Abstauber nichts einzuwenden – 1:0 (9.)!
Gencler nun endlich vorne, aber plötzlich nicht mehr mit dem großen Zugriff.
TuS Appen traute sich nun aus einer zweikampfstarken Defensive heraus vermehrt
nach vorne, was zunächst zweimal folgenlos blieb (16. & 22.), ehe die Gäste
wieder zu viel Freiraum für Michael Runges Schuss (pariert von Goalie Volkan
Bostan) erhielten und Florian Weide den Beweis erbrachte, dass auch die
Almtwegler Abstauber können (23.).
Und noch bevor das überrumpelte Heimteam adäquat reagieren konnte, erpresste
sich Benjamin Siering die Kugel gegen Gökhan Tiryaki, um sie schließlich
kontrolliert vor Bostan zum 1:2 einzuschieben (25.).
Aus einer verdienten Führung mach´ einen unnötigen Rückstand, gegen den die
Herren in Weiß aber eifrig anarbeiteten. Onur Oeden verfehlte knapp (27.) –
Meric sah seinen zentralen Abdruck abgefälscht ins Tor-Aus fliegen (29.). An Chancen
mangelte es heute sicher nicht.
Für Tore blieb jedoch erstmal nur Kollege Aygün zuständig, versenkte er seinen
Strafstoß nach Runge-Grätsche an Müslüm Kaya sicher zu Gunsten eines
ausgeglichenen Halbzeitstands (30.). Tatsächlich gab auch dieser noch durchaus
Grund zum Hadern, weil Oeden Genclers Alu-Hattrick komplettierte (Latte, 31.)
und Kayas 30 Meter-Geschoss eine Bilderbuchparade von TuS-Fänger Hans-Joachim
Stieb hervorbrachte (35.).
Nicht so Aygüns erneuter Gang zur Strafstoßmarke, nachdem die gestreckten Beine
der Herren Runge und Tunca im Sechzehner regelwidrig kollidiert waren. War aber
auch nicht nötig, denn ausgerechnet der Mann des Tages setzte seinen Penalty
mit rechts neben das Ziel (39.)…
Kurz darauf dann doch der Auftakt zum Happyend, als Aygün einen Ball von
Süleyman Usta in der Mitte linksunten einspitzelte (40.). Die Führung zurück
auf Seiten der Elmshorner, die diesmal prompt nachlegten, fing Oeden einen schwach
ausgeführten Abstoß clever ab, um Aygün Tagestreffer Nummer vier in die kurze
Ecke zu servieren (43.).
So ganz entschieden war die Angelegenheit damit noch nicht. Obwohl die Kräfte
der auswechselspielerlosen Appener etwas schwanden, blieben Durchbrüche über rechts
immer wieder gefährliches Mittel. Auf diese Weise setzte Kenneth Kraft seinen
Kollegen Marcel Müller ein und hätte letzterer das Ding nicht überhastet über
den Zaun geballert, wäre für seine Farben vielleicht noch etwas gegangen (48.).
So war es für Gencler letztlich der erwartete Erfolg, den Oeden mit viel Wucht
im Linksschuss auf Zuspiel Barkin Tuncas noch auf 5:2 hochschraubte (64.).
Ein erneuter Sieg im Nachholspiel beim TSV Heist am kommenden Dienstag und
Gencler ginge als Tabellenzweiter mit 44 Zählern ins Saisonfinale, das man
auswärts bei TuS Osdorf bestreiten wird. Konkurrent St. Pauli (42) führt es
bereits am Freitag nach Appen.
Tore: 1:0 Aygün (9. Celik), 1:1 Weide (23. Runge), 1:2 Siering
(25.), 2:2 Aygün (30., Strafstoßtor, Runge an Kaya), 3:2 Aygün (40. Usta), 4:2
Aygün (43. Oeden), 5:2 Oeden (64. Tunca)
Schiedsrichter: Mirko Haut (TSV Sparrieshoop)
Zuschauer: 25
besonderes Vorkommnis: Aygün (Gencler Birligi) schießt Strafstoß neben
das Tor (39., Runge an Tunca)..jpg)
Vier Treffer und ein Fehlschuss vom Punkt: Genclers Ibrahim Aygün.
Samstag, 16. Mai 2026
Spielbericht Rot-weiß Kiebitzreihe - TuS Krempe
Handballer macht TuS Krempe zum
Meister!?
Brandt-Doppelpack
schießt TuS in die Verbandsliga – oder doch nicht?
Die frohe Kunde kam erst ein gutes Stück nach erfolgreich verrichteter
2:0-Auswärtsarbeit: keine Tore in Peissen – TuS Krempe ist aufgestiegen!
Drei Kontrahenten hatten sich in Schleswig-Holsteins Kreisliga West ein
packendes Fernduell um Meisterschaft und Aufstiegsrunde geliefert – mit dem
besten Ende für die Startnummer Zwei.
Zum Saisonfinale zu Gast in Kiebitzreihe, war die Rechnung alles andere als
klar: ein Sieg würde Rang zwei nur dann absichern, wenn der punktgleiche
Verfolger (VfL Kellinghusen) zeitgleich gegen die SG Steinburg-Nord nicht mit
fünf Toren mehr gewönne, als die Kremper. Spoiler: Florian Barth und Co sollten
exakt mit 5:0 gewinnen. Die Gefahr von hinten also gebannt.
Doch viel wichtiger waren eh die eigenen Hausaufgaben. Und diese waren
schließlich diffizil genug, gegen eine RWK-Elf, die sich in der eigenen „SwanCity-Arena“
keineswegs in die Rolle des Kulissenschiebers drängen lassen wollte.
Die besseren Chancen hatte allerdings der Favorit, dessen Spielverderber gegen den
heranrauschenden Bennet Brandt zunächst eine 41-jährige Vereinsikone zwischen
den Pfosten werden sollte. Im Eins-gegen-Eins ist Hannes Schüler mit all seiner
höherklassigen Erfahrung eben schwierig zu schlagen (17.).
Dann aber schenkte eine missglückte Spieleröffnung Brandt den zweiten Anlauf,
den der halb so alte Angreifer diesmal eiskalt zum umjubelten 0:1 verwertete
(28.).
TuS Krempe jetzt in der Poleposition, weil beim Spitzenreiter in Peissen (ein
Zähler mehr) gegen die TSV Lägerdorf-Zweite noch keine Tore gefallen waren.
Dafür legten die Blauen fast das zweite nach, köpfte Rowan Strüven nach langem
Schleuder-Einwurf Brandts gar nicht mal so ungefährlich gen Heim-Tor (41.). So
aber blieb es beim knappen Spielstand, den eine Druckphase des Mittelfeldteams
nach der Pause gleich mehrfach auf eine harte Probe stellte.
Nico Timms laufstarke Vorarbeit nutzte Justin Müller zum klasse von Justus
Haack parierten Abschluss (56.), ehe Dennis Strauer gerade noch so blockiert
werden konnte (68.). Und auch ein hohes Strauer-Ding leistete den Sportfreunden
aus Peissen und Kellinghusen keine Schützenhilfe, weil Luca Lohmann die Kugel
nicht nach Wunsch erwischte (69.).
Und der wackelnde Aufstiegskandidat? Der ärgerte sich, dass Schüler auch gegen Joker
Marvin Baese die nötige Fläche im kurzen Eck machte, um das 0:2 zu vereiteln
(75.).
Zeit für Verdruss blieb allerdings nicht, denn dann trat wieder dieser Bennet
Brandt auf den Plan – und zack! Der Lupfer überwand den Goalie zum wichtigen 0:2
(80.).
Ein Handballer vom MTV Herzhorn als Aufstiegstorschütze? Platz zwei war damit
jedenfalls schon mal abgesichert, wie nach dem Abpfiff klar war. Doch was gibt
es denn nun aus Peissen zu vermelden?
Ungeduldiges Warten, bis die Bestätigung der Nullnummer aus dem
280-Seelen-Örtchen reinflatterte! Mit jeweils 70 Zählern schoben sich TuS
Krempe und der VfL Kellinghusen doch noch am leer ausgegangenen SVP vorbei. Die
Verbandsliga-Rückkehr der Burggraben-Kicker nach drei Jahren Abstinenz! Der VfL
darf dagegen in Aufstiegsspielen weiter am eigenen Wunder basteln.
So der Stand von Samstag. Inzwischen steht jedoch ein Protest der Peissener wie
ein großer Elefant im Raum. Der TSV Lägerdorf soll einen gesperrten Spieler
eingesetzt haben, was dann wohl eine 5:0-Wertung pro SV Peissen nach sich zöge.
Meister und Direktaufsteiger wäre dann plötzlich „Die Macht vom Osterdeich“,
während Aufstiegsfeier samt Meisterbad des kremper Trainerteams im kalten
Burggraben am Fuße der eigenen Sportanlage der Ungewissheit der Aufstiegsspiele
weichen müssten. In Kellinghusen wäre der Aufstiegstraum derweil gänzlich
geplatzt. Eine Farce deutet sich an! Der Ball liegt nun außerhalb des
Spielfeldes beim SHFV, für den dieser Sachverhalt ein Stück weit Déjà-vu-Charakter
haben dürfte. In der Aufstiegsrunde zur Landesliga der Vorsaison hatte es zwischen dem SV
Azadi Lübeck und dem VfR Horst einen Spielabbruch gegeben, sodass erst die
Wertung am grünen Tisch über den letzten Promovierten (VfR) entscheiden sollte.
Tore: 0:1 Brandt (28.), 0:2 Brandt (80.)
gelbe Karten: Ruß, Lohmann – Oetke, Baese
Schiedsrichter: Dorian Heitmann (SV Dörpum)
Zuschauer: 90
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| Zu früh gefreut? Meisterschaft, Aufstieg und Relegation entscheiden sich in der Kreisliga West am grünen Tisch des SHFV. |
Spielbericht Rot-weiß Kiebitzreihe II - SG Neuenkirchen-Münsterdorf
Nur die Gäste-Serie hielt
Nach
schleppendem Start: SG Neuenkirchen-Münsterdorf schließt siegreich ab
Keine großen Lorbeeren, aber immerhin den dritten Platz der Kreisklasse B –
West – 3 erntete die Spielgemeinschaft TSV Neuenkirchen/SV Münsterdorf im
Saisonfinale 2026. Eine ordentliche Platzierung für das Team, das in der
Vorsaison noch eine Liga höher als Tabellenletzter eine Streichung wegen zwei
Nichtantritten erlebte.
Dass es im Fernduell mit dem heuer spielfreien Edendorfer SV II etwas mit dem
Bronzerang wurde, wollte sich zu Beginn noch nicht so richtig abzeichnen.
Rot-weiß Kiebitzreihe II, feststehender Fünfter, arbeitete fleißig, vor allem
über Bastian Scheppmanns linke Seite, an der Führung, die nach der Hälfte der
ersten Hälfte verdienterweise fallen sollte. Tobias Stenders Zuspiel in die
Spitze nutzte Tobias Schröter zum Abschluss in die kurze Ecke – 1:0 (23.)!
Für die Elf von Trainer Holger Pump ein kleiner Weckruf, wie zwei Halbchancen
für Lukas Russ (27.) und Sebastian Fehrs (37.) zumindest im Ansatz bestätigten.
Dann aber setzten sich die Weißen einmal entschlossen im vorderen Drittel
durch, sodass Russ zentral den Ausgleich besorgen konnte (57.).
Keine zahn Minuten später der Jubel über die vollendete Wende, als Russ die
Kugel am Strafraum zu Marc Wenzel stocherte und der 22-Jährige vor der Kiste
kurzen Prozess zum 1:2 machte (65.).
Der Ball lag nun also bei den Swans, die mit Scheppmanns
Wiedereinwechslung nochmal auf Angriff schalteten, am Ende jedoch nicht
wirklich vors Tor des sicheren Niclas Grimm vorstießen – auch nicht mit ihren
zahlreichen Offensivstandards, die ihnen der nicht immer ganz glückliche Jungschiedsrichter
in seinem ersten Herrenspiel zusprach. Eher sogar wäre bei Fehrs´ Rechtsschuss
ans Außennetz noch mehr für die Gäste möglich gewesen (70.).
Der 2:1-Auswärtssieg tat es dann aber auch. Der dritte Erfolg in Reihe. So kann
man eine Saison freilich ausklingen lassen!
Die RWK-Reserve musste ihre Dreierserie dagegen im vierten Match abreißen sehen
– folgenlos für die Tabelle und die Stimmung beim anschließenden Freibier.
Tore: 1:0 Schröter (23. Stender), 1:1 Russ (57.), 1:2 Wenzel
(65. Russ)
gelbe Karten: Andi – Fock
Schiedsrichter: Younis Bleker (1. FC Lola)
Zuschauer: 35
Freitag, 15. Mai 2026
Spielbericht TV Haseldorf - FC Union Tornesch II
Schrödingers Abstieg
0:5!
Abenteuer Bezirksliga für den TV Haseldorf mutmaßlich beendet
Eine allerletzte Chance, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu wuppen, hatte
der TV Haseldorf im letzten Saisonheimspiel gegen die Reserve von Union
Tornesch. 0:5, Chance vertan – Abstieg!
Schließlich dachten die Jungs aus dem Torneum gar nicht daran, es am
Freitagabend etwas ruhiger angehen zu lassen. Im Gegensatz zum überraschend
verlorenen Hinspiel (der erste TVH-Erfolg im 13. Saisonspiel), ließen Jonas
Kock und Co diesmal keine Luft an die Angelegenheit. So netzte Jann-Phillip
Gollnick nach Zuspiel seines Kapitäns zum 0:1, das Schlussmann Niklas Grote
trotz Berührung des Spielgeräts nicht mehr zu verhindern wusste (8.).
Die Gastgeber taten sich dagegen schwierig, dem ballsicheren Tabellenfünften
beizukommen. Eine Flanke des frisch vermählten Joris Lüchau bereitete immerhin
eine Doppelkopfaktion der Kollegen Fülscher und Bevers vor; Union-Fänger
Leonard Scharre packte aber komplikationslos zu (13.).
Nicht so sein Gegenüber, der bei einem Spielzug, den Emir-Han Bayraktaroglu
fein einleitete und letztlich durch Marley Gothe abgeschlossen wurde, wieder
einmal allein auf weiter Flur blieb (24.).
Es gibt freilich ergötzlichere Plätze, als den zwischen den TVH-Pfosten, musste
Grote auch kurz nach der Pause erneut ran, als Marvin Schramm den schönen
Diagonalball auf Gothe servierte. Diesmal allerdings blieb der Tormann Sieger
(51.) – um wenig später dennoch ein drittes Mal hinter sich greifen zu müssen.
Wie die Handballer kreisten die Unioner um den gegnerischen Strafraum, ehe
Gothe seine Poleposition zum 0:3 nutzte (56.).
Partie und Abstiegskampf entschieden, doch so ganz kampflos räumten die Roten
das Feld nicht. Vor allem über Louis Bevers und dessen linke Seite probierte
man sich am Torerfolg, der Bevers zweimal (61. & 78.) und dem fleißigen
Michel Lienau einmal in Rücklage (73.) verwehrt blieb.
Ganz anders dagegen die Lage auf der anderen Seite, wo Joker Hannes Junge auf
Querpass von Schramm (71.) und als Einspitzler aus kürzester Distanz (83.) auf
nunmehr 0:5 stellte. Zu allem Überfluss verletzte sich bei letzterer Szene auch
noch der bemitleidenswerte Grote, sodass
Johannes Markmann für vier Minuten zu seinem vierten Bezirksligaeinsatz kam.
Das war´s dann auch an Erwähnenswertem aus dem Schloßparkstadion, wo nach einem
einjährigen Bezirksliga-Intermezzo in der kommenden Saison wieder
Kreisligafußball auf der Agenda steht. Vor den Sonntagsspielen der Konkurrenz
sind es für den TV Haseldorf (15.) weiter drei Zähler und nunmehr saftige 24
Tore Rückstand auf den Duvenstedter SV (13.) über dem Strich. Die rechnerische
Begleitung der am gleichen Abend sicher abgestiegenen SV Lieth (0:6 gegen die
SV Blankenese) in die Kreisliga ist daher nur noch eine Frage der Zeit.
Was dabei allerdings Mut macht: neben Coach Benjamin Kälberloh und Assistent
Marvin Biermans haben auch nahezu alle Spieler ihren Verbleib zugesagt. Das
noch verbliebene Gastspiel in Egenbüttel kann man also bereits als
Vorbereitungsmatch für die kommende Serie betrachten.
Tore: 0:1 Gollnick (8. Kock), 0:2 Gothe (24. Kock), 0:3 Gothe
(56. Bayraktaroglu), 0:4 Junge (71. Schramm), 0:5 Junge (83. Gollnick)
gelbe Karten: Oßenbrüggen, Pieper – Gollnick
Schiedsrichter: Dr. Benjamin Stello (SC Egenbüttel)
Zuschauer: 90
Mittwoch, 13. Mai 2026
Spielbericht SV Lieth II - Moorreger SV
Knautschzone Abstiegskampf
KL
01: Lieth IIs Sechs-Punkte-Sieg sorgt weiter für flächendeckendes Zittern
Diverse Konkurrenten aus dem Kreisliga 01-Abstiegskampf gaben sich als
Zuschauer am Butterberg die Klinke in die Hand. Die Delegationen aus Heist und
Tornesch, zum Beispiel, dürften Klein Nordende am Mittwochabend allerdings mit
ähnlich viel Enttäuschung wie der heuer unterlegenen Moorreger SV verlassen
haben. Mit einem 3:0 hievte sich die Reserve der SV Lieth nämlich einstweilen
aus dem damit abermals näher zusammengerückten Keller.
Erheblichen Anteil daran hatte sicher der geniale Start der Rot-schwarzen, die
Florian Ballner nach nicht einmal zwei Minuten auf Kurs gesteuert hatte. Bei
einer Hereingabe von links war es schon genug, einfach den Fuß hineinzuhalten,
weil die Gäste hier irgendwie kein ernsthaftes Interesse am Spielgerät
entwickelten.
Ein denkbar blöder Beginn für den MSV, der gegen die umschaltaffinen Liether
nun eigene Lösungen finden musste.
Das aktivere Team waren aber die Hausherren, bei denen Finn Struve per Kopf
(12.) und abgefälscht mit links (27.) ebenso etwas Gefahr versprühte, wie die
Kollegen Ballner (traf den Kopfstoß nicht richtig, 28.) und Brant, dessen
versuch ins Torwart-Eck sich der tadellose Daniel Rosenzweig angelte (32.).
Die Himmelsbargler taten sich dagegen lange schwierig, konkret nach vorne zu
kommen. Dominik Körner jagte das Ei in den Liether Wald (18.) – Henning Jensen
sah sich von einem Ahlers-Block gestört (23.). Erst auf den letzten Metern vor
der Pause gelang der oft zu ungenauen und statischen Auswärtsmannschaft eine
Art Druckphase – ohne Happyend.
Stattdessen fing man sich nach der Pause fast den zweiten Gegentreffer, als
Finn Cornils zwar den agilen und gefürchteten Michel Cords aus den Schuhen
rumste, die Szene aber mit Kilian Weers´ beherztem Solo weiterging. Beim
Abschluss fehlte dem Außenverteidiger dann jedoch etwas die Kraft. Es war ja
auch schon spät am Abend…
MSV-Coach Hakan Harmanci reagierte daraufhin mit jeweils zwei Doppelwechseln
(55. & 70.), bei denen unter anderem der angeschlagene Toptorjäger
Maximilian Seubert für die die große Aufholjagd hineinkam. Die beste
Gelegenheit bot sich jedoch Zentrumsspieler Sam Holz, der es aus der zweiten
Reihe mit rechts probierte (vorbei, 57.).
Ansonsten regierte beim MSV eine Mischung aus schweren Beinen, Kunstrasenphobie
und einem schlicht gebrauchten Tag, den die berechtigte Ampelkarte für Cornils
nach einem Handspiel (78.) noch zusätzlich erschwerte.
Ordentlich Platz jetzt natürlich für die quirligen Platzherren, den der steil
geschickte Cords (knapp vorbei) vorerst nicht zur Entscheidung nutzte (81.).
Dann aber tauchte der Flügelflitzer gemeinsam mit Struve vor der Kiste auf,
sodass der Querpass zur unwiderstehlichen Einladung für das vorentscheidende
2:0 avancierte (82.). Letzte Restzweifel wischte Taktgeber Struve noch einmal
selber vom Tisch, als Lukas Brant in einer ähnlichen Umschaltszene rüber
spielte (89.). Vergessen waren da die Tatsachen, dass der MSV Struve, wie
geplant, ganz ordentlich aus der Partie nahm und dass sein Freistoß aus Minute
68 am Pfosten zerschellt war.
Mit nun drei Zählern Vorsprung auf die Moorreger (14.) und zweien auf die
Konkurrenten aus Tornesch (13.) und Tangstedt (12.) haben sich die Karten für
Struve und Co im Abstiegskampf nun weiter verbessert. Ob der starke
Schlussspurt von zuletzt 13 Punkten aus fünf Spielen langen wird, dürfte sich
vermutlich erst am (selber spielfreien) letzten Spieltag herausstellen – es sei
denn, am kommenden Wochenende gelänge es, Zählbares gegen den designierten
Meister vom Wedeler TSV auf heimischer Anlage zu behalten. Aber Vorsicht! Alle
Mitkonkurrenten haben eben noch eine Partie mehr in der Hinterhand. Ebenso der
Moorreger SV, auf den nun das Heimspiel gegen die Zweite des Heidgrabener SV
wartet, ehe es zum Schlussakkord einen womöglichen Showdown bei Union Tornesch
III gibt.
SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (85. Stuck), Ahlers (76.
M. Homburg), F. Rudek, Weers (76. Hajdari) – Brant, H. Homburg, Struve, Cords –
Viera Gerkens (58. von Lueder), Ballner (76. Baloosh), Trainer: Thorben Pingel
Moorreger SV: Rosenzweig – Below, Cornils, Giesbrecht (55. Kaufmann),
Getmann (70. Simsek) – Schepelew, Holz – Franke, Jensen, Körner (55. Seubert) –
Prange (70. C. Harmanci), Trainer: Hakan Harmanci
Tore: 1:0 Ballner (2.), 2:0 Cords (82. Struve), 3:0 Struve (89. Brant)
gelbe Karten: Viera Gerkens – Seubert
gelb-rote Karte: Cornils (78., Foulspiel + Handspiel)
Schiedsrichter: Kai Finn Rademacher (SV Halstenbek-Rellingen)
Zuschauer: 80
Sonntag, 10. Mai 2026
Spielbericht SV Lieth II - TuS Appen
Struve wie in Heidgraben
Freistoßtor
zum beidseitig unnützen Remis im Kellerduell
Trist und leblos kassierte TuS Appen am Dienstagabend mit dem 0:3 in Heist die
nunmehr neunte Schlappe in 2026 (plus Punktabzug wegen eines Nichtantritts).
Abstiegsplatz, drei Zähler Rückstand aufs rettende Ufer und nun ging es auch
noch zur aufstrebenden Reserve der SV Lieth. Schlechte Vorzeichen für einen
dann doch ordentlich Auftritt, dessen Happyend letztlich wiederum nur an einem
Standard scheiterte.
Das lebhaftere Team waren die Almtwegler im Duell Vierzehnter gegen
Fünfzehnter insbesondere zu Beginn gewesen. Vor allem der junge Henry
Heidmann beschäftigte die gegnerische Defensive mit erfrischenden Laufwegen und
zwei ersten Gelegenheiten (5. & 14.), ehe das wichtige 0:1 ein ganzes Stück
später fallen sollte. Sven Kremer war es, dem die Kugel halbrechts auf den
Schussbereiten linken Puschen fiel, sodass der Einschlag ins lange Eck kaum
noch gekannte Glücksgefühle in Blau-rot entfachte (35.).
Es roch nach Zählbarem, für die Gäste, zumal die Liether ihre offensiv-PS zu
selten in den Rücken der TuS-Abwehr um Chefzweikämpfer Lukas Kremer bekamen.
Und schaffte es Michel Cords doch einmal in die Tiefe, fehlte entweder ein
Stück (25.) oder fächerte sich Enrico Carl routiniert auf (39.).
Auch gegen einen Viera-Kopfball (67.) und Finn Struves Freistoß (74.) war auf
das Torwart-Fossil (40) ebenso Verlass, wie gegen Lukas Brants Linksgeschoss
(82.).
Schwierig blieb dabei jedoch die zu geringe Entlastung, die Carl und Co
schließlich doch noch teuer zu stehen kam. Eines von vielen Fouls führte wieder
Struve in vorzügliche Position für den ruhenden Ball, mit dem er Carl diesmal
auf dem falschen Fuß erwischte – das 1:1 durch den Zentrumsspieler, der schon
beim 2:1 in Heidgraben auf diese Weise traf (82.)!
Unter den Augen von Hakan Harmanci, der mit seinem Moorreger SV (13.) am
Mittwoch zur nächsten Kellerparty am Butterberg aufschlagen wird, boten sich
die Kontrahenten einen bis zum Ablauf der sechsminütigen Extrazeit einen
engagierten Fight, dessen Endresultat von 1:1 vielleicht eher der SVL
weiterhilft. „Ein Punkt ist besser als kein Punkt“, fütterte Lieths Kilian
Weers dazu das Phrasenschwein. Ein Erfolg gegen den MSV und seine Farben wären
im etwas spielplanverzerrten Tabellenbild (erstmal) wieder raus aus dem
Untergeschoss.
TuS Appen kann dagegen erst am Sonntag nachziehen, wenn es zum ebenfalls
abstiegsgefährdeten Tangstedter SV geht. Der erste Abschnitt heute dürfte da
auf jeden Fall als kleiner Mutmacher taugen.
Tore: 0:1 S. Kremer (35.), 1:1 Struve (82., direkter Freistoß)
gelbe Karten: Ballner, Ahlers, Weers – S. Kremer, Pinnow, Von der Reith,
Deletz
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 40
Spielbericht Holsatia im EMTV - Gencler Birligi Elmshorn
Von Derbysiegern zu TBS-Supportern
Elmshorn-Derby
gewonnen: nun hofft Gencler auf Schützenhilfe
Holt Gencler Birligi am Ende doch noch die Meisterschaft? Mit dem Ausbau der
Serie von acht Partien ohne Niederlage (sieben Siege) auf deren neun schob sich
die Elf aus dem Krückaupark vor dem Saisonfinale der Kreisklasse 01 erstmal auf
Rang eins.
Gegen Schlusslicht Holsatia im Elmshorn-Derby heuer letztlich keine große
Kunst, brachte der Favorit seine spielerische Überlegenheit sofort auf den
großen Rasen an der Wilhelmshöhe.
Das frühe 0:1, bei dem Nidal Topal erstmal zwei Mann aussteigen ließ, um Nihat
Meric in der Mitte zu bedienen, galt daher als logische Folge (9.).
Weiter ging´s mit eher Umstrittenem, denn tendenziell räumte Spielertrainer
Christian Neubauer den nicht anders aufzuhaltenden Topal ein gutes Stück VOR dem
Sechzehner aus den Schuhen. Schiri Dennis Klein (Tangstedter SV), der sonst als
höchst kommunikativer Spielleiter gefiel, erkannte jedoch auf Strafstoß,
welchen Meric sicher zur Verdopplung setzte (23.).
In der Folge ging außer einem Hisarkaya-Abseitstor (28.) erstmal nichts
Relevantes in die Spielchronik ein. Gencler hatte es sich auf dem Vorsprung
etwas gemütlich gemacht, während Holsatia dagegen Pech hatte, dass Niklas
Janaceks Kopfball nach schöner Khalaf-Flanke (wohl) noch knapp vor der Linie
gefangen wurde (29.).
Konkretes sollte es dafür nach der Pause zuhauf geben. Mittendrin Genclers
Joker Maseh Hashimi, der einen schönen Konter per Abstauber auf dem zweiten
Bildungsweg zum 0:3 vollendete (51.) und seinen Doppelpack im Umkurven von
Holle-Schlussmann Pieth Kruse schnürte (59.).
In der Zwischenzeit demonstrierten seine Farben allerdings vermehrten
Leichtsinn, der sich durch zu viel Ballverliebtheit vorne und mangelnde
Rückwärtsbewegung hinten prompt im Gegentor rächte (54.). Fabijan Kober hatte
letztlich keine Mühe, nachdem auch noch Genclers Tormann weit vor der Kiste
über Majd Alasaads langen Ball säbelte.
Ein Plot, der sich kurz vor dem Ende tatsächlich in ähnlicher Form wiederholen
sollte, als Alasaad wieder lang auf Kober in den Rücken des nicht wirklich
verteidigungswilligen Gegners eröffnete (87.). Da darf man auch ruhig mal
jubeln – zumal das personell dünn besetzte Schlusslicht hier in bereits
halbstündiger Unterzahl traf. Der vorverwarnte Neubauer war für eine Grätsche
gegen den schnelleren Topal früh im zweiten Abschnitt per Ampel des Feldes verwiesen
worden (55.).
Der Kreisligaaspirant verausgabte sich in der Maisonne nicht über Gebühr, traf
aber immerhin noch dreimal durch Meric als Nutznießer eines abermaligen
Topal-Solos (84.), Umit Özdemir per Lupfer (87.) und im Rahmen eines langen Abstoßes,
der Özdemir lang schickte, durch den quer angespielten Cemal Hisarkaya (90.+2)
zum Endstand von 2:7.
Die zweimaligen Sieger dieses Derbys thronen damit einstweilen wieder auf dem
Spitzenplatz der Staffel. Doof nur: es war der letzte Auftritt in 2025/2026,
wohingegen sich der verdrängte TSV Seestermüher Marsch noch einmal wehren darf.
Das befreundete Team von TBS Pinneberg II wird als finaler des TSV nun also für
Schützenhilfe unter türkischen Clubs benötigt. Die Pinneberger, bei Sieg selbst
noch mit der Chance auf Platz drei, hätten die Meisterschaft bereits mit einem
Remis pro Gencler entschieden. Der Aufstieg in die Kreisliga ist Meric und Co
derweil bereits sicher, da nach den Gesetzen der Mathematik alle
Zweitplatzierten hochgehen und der Dritte aus Heidgraben das Staffelfinale
ebenfalls auf der Couch erlebt.
Tore: 0:1 Meric (9. Topal), 0:2
Meric (23., Strafstoßtor, Neubauer an Topal), 0:3 Hashimi (51. Meric), 1:3
Kober (54. Alasaad), 1:4 Hashimi (59. Hassanzadeh), 1:5 Meric (84. Topal), 1:6
Özdemir (87.), 2:6 Kober (88. Alasaad),
2:7 Hisarkaya (90.+2, Özdemir)
gelb-rote Karte: Neubauer (Holsatia im EMTV, 55., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Dennis Klein (Tangstedter SV)
Zuschauer: 30
Samstag, 9. Mai 2026
Spielbericht SV Wasbek - FC Burg
Das Warmschießen hat
begonnen
Kantersieg!
SV Wasbek festigt Platz vier und freut sich aufs Pokalendspiel
Der große Höhepunkt steht für den SV Wasbek mit dem Kreispokalfinale gegen den
PSV Neumünster noch aus. Der Formaufbau dafür läuft indes bereits auf
Hochtouren. Mit 8:2 schraubten die Jungs vom Bahndamm am Samstagnachmittag den
FC Burg in der Verbandsliga West ordentlich auseinander.
Anfangs noch etwas schläfrig und durch Paul Butzek auf Querlage Phil Bargmanns
mit 0:1 im Hintertreffen (12.), fanden die Wasbeker allmählich zu ihrem
temporeichen Direktspiel, das – ausgelöst durch Jan-Henrik Grümmers Langholz
und Youri van der Mehdens Standfestigkeit – das freie 1:1 von Rune Kulig
herbeiführte (28.). Nicht das letzte Mal, dass der 19-Jährige als Torschütze in
Erscheinung treten sollte…
Vorher aber schnürte der jeweils fein in Szene gesetzte Hakon Schnoor den
Doppelpack (37. & 44.) zum 3:1-Pausenstand. Vor allem beim selbst
eingeleiteten dritten SVW-Treffer demonstrierte der „19er“ dabei seinen Sinn
für den richtigen Weg und den eiskalten Abschluss.
Gesucht hatten Schnoor und Co diesen dann aber erstmal nicht. Stattdessen
trauten sich die Gäste aus Dithmarschen wieder mehr voran, sodass Can Büyükdere
einmal für einen abtauchenden Jonte Peters zwischen den SVW-Pfosten sorgte
(52.).
Per Standard war das Match aber wieder voll in die eigenen Bahnen gelenkt, als
Grümmer im Sturzflug passend in einen Ceyhan-Freistoß segelte (60.).
Dem über rechts initiierten 5:1 nahm sich 20 Minuten vor dem Ende indes wiederum
Dreierpacker Schnoor flach mit rechts an.
Auch die kleine Ergebniskosmetik, die Melvin Tönsings steiler Ball auf den gestarteten
Bargmann auslöste, ehe der Angespielte für P. Butzeks 5:2 auflegte (71.),
konnte die wasbeker Tor-Parade nicht einbremsen.
Einmal noch bei Bjarne Kreys pariertem Freistoß das Torwart-Können von Peters
bemüht (73.), chipte drüben R. Kulig das via Y. von der Mehdens Hacke erhaltene
Leder zum halben Dutzend ins Netz (78.).
Umjubelt legte der eingewechselte Steve Tougang Nievchev noch das 7:2 nach
(82.), während der Schlusspunkt für R. Kuligs dritten Streich reserviert war (89.).
Kurios: direkt danach pfiff Schiedsrichter Jonas Leon Tetzner (SV
Friedrichsberg-Busdorf) die Begegnung um 90 Sekunden zu früh ab. Böse war dem
jungen Schiri deshalb aber niemand. Die seit Ende März sieglosen, allerdings
längst geretteten, Grünen waren damit
vorzeitig erlöst und der SV Wasbek bleibt vor dem Saisonfinale gegenüber Alemannia
Wilster mit zwei Zählern in der Vorhand um Rang vier.
Tore: 0:1 P. Butzek (12. Bargmann), 1:1 R. Kulig (28. Y. von
der Mehden), 2:1 Schnoor (37. V. von der Mehden), 3:1 Schnoor (44. R. Kulig),
4:1 Grümmer (60. Ceyhan), 5:1 Schnoor (70. R: Kulig), 5:2 P. Butzek (71.
Bargmann), 6:2 R. Kulig (78. Y. von der Mehden), 7:2 Tougang Nievchev (82. L.
Kulig), 8:2 R. Kulig (89. Y. von der Mehden)
gelbe Karten: Grümmer, R. Kulig – P. Butzek, Henning
Schiedsrichter: Jonas Leon Tetzner (SV Friedrichsberg-Busdorf, Note 2,5)
Zuschauer: 67


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