Sonntag, 24. Mai 2026

Spielbericht TuS Appen - SSV Rantzau II

Appen unchained: TuS hält die Kreisliga!
Rettung per 4:0-Heimsieg erklärt den Almtweg zur Partyzone

Ein echtes Endspiel um den Klassenerhalt hat sich TuS Appen am vorigen Spieltag mit dem Sechs-Punkte-Sieg in Tangstedt (2:0 durch Sven Kremers Strafstoßtore) selbst geschenkt. Eine letzte Chance, diese surreal-verkorkste Serie 2025/2026 doch noch irgendwie geradezubiegen.
Das Setting dafür stimmte jedenfalls. Herrlicher Sonnenschein, großer Publikumszuspruch und die Aussicht, mit einem Sieg die spielfreie SV Lieth II (30 Punkte) und einen aus dem Direktduell Union Tornesch III (28) gegen Moorreger SV (30) auf jeden Fall zu überholen – dem klar besten Torverhältnis sei Dank!
Rauf auf die Koppel der Wahrheit, präsentierte sich das Heimteam gleich als die willigere Formation, um dennoch einmal kurz zittern zu müssen. Mit dem flinken Yasin Ötgün tauchte nämlich völlig unvermittelt ein Rantzauer im tiefen Lauf durchs etwas löchrige Abwehrzentrum gefährlich auf. Der anschließende Heber verfehlte allerdings (4.).
Im Vorjahr hatte die Landesliga-Reserve aus Barmstedt in einer ähnlichen Situation erfolgreich den Spielverderber gespielt und dem TV Haseldorf durch einen 2:1-Auswärtserfolg den vorzeitigen Aufstieg (der später noch gelingen sollte) versaut, doch heute nagelten die entschlossenen Hausherren den Tabellenfünften ordentlich hinten fest. Wie gut, dass wenigstens Tormann Bjarne Ulrich gegen Mika Teichmanns 19-Meter-Versuch zupackte (9.).
Beirren ließ sich der einstiege Moorreger von seinem Fehlschuss jedoch nicht, nutzte Teichmann seine nächste Schusschance prompt zum wichtigen 1:0 (11.). Ein Meilenstein des Tages, dem rasch der nächste folgen sollte, als ein Offensivfreistoß schon als gelöscht galt, Kapitän Deniz Cebbar sich aber ein Herz aus der Ferne nahm und raketenhaft verdoppelte (17.).
In der Folge war es den Roten gut gelungen, den Vorsprung komplikationslos zu verwalten, ohne dabei zu viele Körner zu lassen. Gegen eine biedere Elf in blau allerdings auch eine dankbare Aufgabe.
Aufgeben musste derweil SSV-Außenspieler Patrick Hollm, dem bei einer Offensivaktion die Fragilität der Bänder im Knie vor Augen geführt wurde. Kurz zuvor hatte er sich noch lautstark über die zahlreichen Verletzungspausen des Gegners im Spiel beschwert und dafür einen Tadel vom Schiri erhalten: „Sportsfreund, das ist unsportlich, was Sie hier machen!“. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass der heuer einzige Blaue mit Feuer bald wieder angreifen kann.
Die verbliebenen Kollegen sendeten danach per Standard-Chance zumindest eine krachende Anwesenheitsnotiz, rammte der für Hollm gekommene Jonathan Vajen das Leder nach Brahim-Freistoß an den Latten-Unterkantenbereich (40.).
Mehr brauchte der Abstiegskandidat jedoch nicht zu überstehen – vor alle, weil bereits wenige Minuten nach der pünktlich durchgeführten Pause Cebbar viel Wiese über rechts vorfand und den Blick für den jungen Henry Heidmann am zweiten Pfosten behielt. Heidmann vollendete zum 3:0 (48.). Der Papa draußen stolz, den Klassenerhalt damit vorentschieden; Fußballer-Herz, was willst du mehr?!
Ein viertes Tor, natürlich! Und daran arbeiteten Heidmann und Co mit entfesselter Hingabe, der sich zumindest SSV-Torsteher Ulrich entgegenstellte (62. & 69.), während es die Vorderleute mit sich geschehen ließen. Brahims zu hoch angesetzter Rechtsschuss konnte dies auch nicht kaschieren (73.).
Stattdessen schraubte Joker Marlon Deletz den Heimsieg noch weiter in die Höhe, als er der Innenverteidiger mit seinem Tempo entwischte und auch an Ulrich vorbeizog. Das leere Tor war da nicht mehr zu verfehlen (74.).
Der Feiertag vor dem Feiertag (Pfingstmontag) also in vollem Gange, ehe sich Cebbar nach Kopfballquerspiel Teichmanns (78.) und der stark aufspielende Matteo Cuius aus 20 Metern (86.) am fünften Treffer versuchten. Kein Tor in beiden Szenen, was unterm Strich aber niemanden mehr interessierte. TuS Appen bekam also doch noch auf den letzten Drücker die Kurve für ein weiteres Jahr Kreisliga. Anlass genug, den Almtweg zur Partymeile zu erklären.
Trauer herrschte dagegen eine knappe Viertelstunde Autofahrt entfernt auf dem Gelände des TSV Holm, wo die längst abgestiegenen Gastgeber den Tangstedter SV per 3:2-Heimsieg mit in den Kreisklassenabgrund zogen. Ob das Duo dort der auf der Couch abgestiegenen Zweiten der SV Lieth begegnen wird, ist indes fraglich. Durch die Zusammenlegung der Bezirksliga-Abstiegstruppe und der Reserve, sowie dem knappen Kader der Dritten, steht die Zukunft der SVL-Reserve auf der Kippe.
Sicher antreten werden im nächsten Jahr dagegen Union Tornesch III und sogar der parallel gegen „Eisern Union“ mit 1:7 untergegangene Moorreger SV.

Tore: 1:0 Teichmann (11.), 2:0 Cebbar (17.), 3:0 Heidmann (48.), 4:0 Deletz (74.)

gelbe Karten: keine – Brahim

Schiedsrichter: Dominik Helmker (SV Rugenbergen)

Zuschauer: 90

Die Abschlusstabelle der Kreisliga 01 2025/2026

Pl

Mannschaft

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Pkt

01

Wedeler TSV

30

24

3

3

  99:25

74

75

02

Rissener SV (W)

30

20

6

4

110:56

54

66

03

SV Hörnerkirchen (Ab)

30

18

4

8

  74:46

28

58

04

Heidgrabener SV II

30

16

7

7

  82:58

24

55

05

SSV Rantzau II

30

14

9

7

  79:59

20

51

06

TSV Sparrieshoop (N)

30

14

3

13

  84:67

17

45

07

SC Cosmos Wedel (Ab)

30

14

3

13

  83:82

1

45

08

TuS Borstel-Hohenraden

30

10

7

13

  69:88

-19

37

09

FC Roland Wedel

30

11

6

13

  59:74

-15

36

10

TSV Gut Heil Heist

30

10

4

16

  69:79

-10

34

11

FC Union Tornesch III

30

9

4

17

  70:102

-32

31

12

TuS Appen

30

9

6

15

  68:74

-6

30

13

Moorreger SV

30

8

6

16

  62:88

-26

30

14

SV Lieth II

30

8

6

16

  50:77

-27

30

15

Tangstedter SV

30

6

10

14

  54:77

-23

28

16

TSV Holm (N)

30

4

8

20

  46:106

-60

18





Samstag, 23. Mai 2026

Spielbericht VfL Kellinghusen - SSC Hagen Ahrensburg II

Die Verbandsliga an der Angel
Klarer Hinspielerfolg lässt VfL Kellinghusen vom großen Wurf träumen

Ein starker Schlussspurt von sechs Siegen in Reihe sicherte der Reserve des SSC Hagen Ahrensburg hinter dem Meister aus Kaltenkirchen die Vizemeisterschaft der Kreisliga Süd ab. Der Start in die dadurch erreichten Aufstiegsspiele zur Verbandsliga ging nun jedoch mächtig in die Hose. Zu Gast beim VfL Kellinghusen, war beim Zweiten der Weststaffel am Samstagnachmittag absolut nichts zu holen.
0:3 lautete der Endstand einer gebrauchten Partie gegen die erst an ihrem letzten Ligaspieltag noch gekletterten Jungs aus dem Kreis Steinburg.
Wie es sich für einen missratenen Auftritt gehört, fing sich die Elf aus dem Ortsteil Am Hagen gleich in Minute acht den frühen Rückstand, weil das Verteidigen von hohen Bällen eher sekundären Charakter erfuhr. Bei Tom Wagners erster Ecke von links noch Glück gehabt, dass Thore Jacobs´ Kopfball abgefälscht ans Quer-Alu ging, schaffte der zweite Anlauf von der Fahne weiß-blaue Fakten, indem Florian Barth einsam am langen Pfosten das 1:0 erköpfte (8.). Dass ihn der eigene Vater in der Stadionsprecherkabine nicht erkannte und den offiziell 100 Zuschauern als Philipp Ratjen verkaufte – geschenkt!
Für die Gäste kam es dagegen noch dicker, als Tormann Bennet Goldau noch während der Anfangsphase verletzt rausmusste (17.). Vertreter Deniz Dogan, der noch weniger das Kriterium des Gardemaßes bedient, sollte die massiven Standard-Probleme nicht lösen können, wie eine erneute Kopfballchance für T. Jacobs anschaulich machte (30.).
Und wenn obendrauf noch Haakon Wiegand vom linken Strafraum-Eck aus zum herrlich gezirkelten Rechtsschuss kommt, gleicht der Aufstiegstraum bei sonnigen 30 Grad eben nur noch einer Fata Morgana (31.). Vor allem, weil das Spiel nach vorne keine echten Impulse fand. Kaum eine Ballbesitzstrecke erreichte einen vierten Teilnehmer, weil der Ballführende meist auf sich alleingestellt war oder unerreichbar steil spielte.
Anders verhielt es sich beim quietschfidelen Widersacher, der durch P. Ratjen das Außennetz (36.), Wiegand erneut die Latte (41.) und Finn Timmermanns Kopfstoß fast einen Zuschauer (44.) traf.
Schon ein wenig aus Verlegenheit versuchte es da Hagens Tino Schipper aus 30 Metern – immerhin ein Torschuss für die Statistik, wenngleich dieser zu hoch geriet (60.).
VfL-Kapitän Barth machte drüben vor, wie es richtig geht, zielte das 31-jährige Vorstandsmitglied unbedrängt aus 21 Metern in die Torwart-Ecke, nachdem P. Ratjen den Ball rasch weiterleitete (62.).
Das bemerkenswert fair geführte Hinspiel damit vorfristig entschieden, zumal der Süd-Vize nur noch durch Paul Kappner aus anspruchsvollem Winkel aufwartete (65.). Goalie Emilio Valiani dürfte es gefreut haben: eine Parade für die Galerie…
Auf der anderen Platzhälfte feuerte Kollege T. Jacobs noch einmal aus 25 Metern gegen die Querstange (78.), sodass die Hagen-Zwote mit dem 0:3 sogar noch gut bedient und zumindest in der Theorie mit der Chance auf die Promotion retour gen Stormarn fuhr.
Kick-Off ist dort bereits am kommenden Dienstag zu später 20 Uhr-Abendstunde.
Ob sich der VfL diesen Fisch noch von der Angel nehmen lässt? Höchst fraglich. Für den Fall eines Zweifels stehen die Akteure des VDSA Kellinghusen sicher mit Rat und Tat zur Seite. Parallel auf dem Nabenplatz stieg nämlich die zweite Runde der WM-Qualifikation im Trockenangeln. Weitwurf und Zielgenauigkeit wurden dabei in verschiedenen Disziplinen mit der Angelrute praktiziert. Der große Wurf der Fußballer steht nun kurz bevor…

Tore: 1:0 Barth (8. Wagner), 2:0 Wiegand (31.), 3:0 Barth (62. T. Jacobs)

gelbe Karten: P. Ratjen – Haxhiajdini (Trainer)

Schiedsrichter: Philipp Eilers (SV Henstedt-Ulzburg, Note 2)

Zuschauer: 100 (offiziell)



Den Trockenfischern war der große (Angel-)Wurf auf dem Nebenplatz bereits gelungen..


Spielbericht VfL Kellinghusen 1. Frauen - SV Neuenbrook/Rethwisch 1. Frauen

Weise(s) Worte – Weise Taten
4:1 im Sechs-Punkte-Duell: VfL Kellinghusen bleibt Frauen-Landesligist

Im Vorfeld des vorletzten Spieltags war es noch die Hälfte der Zwölferkonkurrenz, die in der Frauen-Landesliga Holstein das Abstiegsgespenst zu fürchten hatte. Die Elf des VfL Kellinghusen hatte im direkten Kellerduell mit dem SV Neuenbrook/Rethwisch offenbar die Ghostbusters mit im Bunde, entledigte sie sich mit einem 4:1-Heimsieg jedweder Sorgen.
Unter der prallen Mai-Sonne war der Start ins kleine Endspiel prompt geglückt, als Alexandra Köhn einen Ball von außen herrlich annahm und in derselben Bewegung mit links oben einschweißte (7.).
Ein Tor, das bei den Damen in eigentlichem Auswärtsrot ein wenig darüber hinwegtäuschte, dass die Gäste bis zur Trinkpause (24.) mehr in die Partie investierten. So patschte Jaqueline Hinrichsens Freistoß auf die Querlatte (13.) und zielte Shirley Hellmann im Sechzehner knapp vorbei, nachdem Kollegin Jarla Opitz unfreiwillig mit dem Gesicht vorgelegt hatte (23.).
„Jetzt reißt euch nochmal den Arsch auf!“, forderte Kapitänin Lana Weise nicht zu Unrecht eine anlassgerechtere Spielhaltung. Ob ihr skandiertes Motto „Einer für alle und einer für alle!“ dabei tatsächlich so zielführend ist? Zumindest für Heiterkeit war damit gesorgt...
Sportlich wartete die inspirierende Spielführerin derweil per Schusschance (27.) und Abseits-Kopfballtor (42.) auf, während es Hinrichsen drüben wieder mit dem ruhenden Ball versuchte (40.) und erneut S. Hellmann diesmal an Lotta Schachts Fußblockierung scheiterte (45.).
Der Ausgleich damit durchaus im Bereich des Verdienten, doch die Dinge kamen anders, weil Daria Weise nicht ihre erste gute Ecke trat, wodurch Marie-Theres Torhala ihrer ersten Nachnamenssilbe dank des zweiten Balles alle Ehre zum 2:0-Pausenvorsprung machen konnte (45.+2).
Hoffnungen für die seit acht Begegnungen sieglosen Damen vom Schinkeler Weg schürte nach dem Seitenwechsel Hinrichsen mit ihrem Freistoßkönnen, das nun direkt im hohen Bogen zum umjubelten Anschlusstreffer führte (52.). Geht hier etwa doch noch etwas? Merle Hellmanns Versuch schrammte jedenfalls nur hauchdünn am Gleichstand vorbei (57.).
Dann aber zündete der VfL den ultimativen Cheatcode, indem die eingewechselte Isabella Seider mehrfach über rechts ihr enormes Tempo in die Tiefe brachte und auf diese Weise das 3:1 durch L. Weise vorbereitete (63.).
Beim kurz danach folgenden 4:1 waren es dagegen ein hohes Ding und D. Weises Abstauber, die für weitere Freude der damit bereits vor dem Saisonfinale nächste Woche geretteten Kellinghusenerinnen sorgten (66.). Da fielen auch zwei vergeigte Hundertprozenter für Seider (72. & 89.) nicht mehr ins Gewicht.
Die Elf des SV Neuenbrook/Rethwisch versuchte es zwar noch unverdrossen, beispielsweise mit S. Hellmanns Kopfball (83.), doch am Ende langte es mal wieder nicht zu Zählbarem in der Fremde (zwei Punkte aus zehn Partien), sodass der Abstieg in die Kreisliga für das Schlusslicht vor allem auswärts seine Konturen erhielt. Der Schlussakkord bei Fortuna Bösdorf gilt bei drei Punkten und 40 Toren Rückstand auf die Spielgemeinschaft aus Kaltenkirchen, Stuvenborn und Sievershütten (rettender Platz 10) nur noch als letztes Winken – vier Jahre nach dem Abstieg aus der Oberliga.

Tore: 1:0 Köhn (7.), 2:0 Torhala (42. D. Weise), 2:1 Hinrichsen (52., direkter Freistoß), 3:1 L. Weise (63. Seider), 4:1 D. Weise (66. Harm)

gelbe Karten: Baack, Voges – Schneider

Schiedsrichter: Nicolai-Alexander Noss (TSV Brokstedt)

Zuschauer: 35




Freitag, 22. Mai 2026

Spielbericht TuS Germania Schnelsen - TuRa Harksheide II

Besser als Bayern
Torrausch zum Voigt-Abschied: Germania ballert sich zur Vize-Meisterschaft

Mit 122 Treffern stellte Meister Bayern München 2025/2026 einen neuen Bundesligarekord auf. Wem das noch nicht genügt, seien die Spiele der Germania Schnelsen-Liga ans Herz gelegt. Ohnehin bereits 120-mal erfolgreich, ballerte die Equipe von Trainer Yakup Özdemir TuRa Harksheide II zum Abschluss der Bezirksliga 01 mit 8:1 aus dem heimischen Riekbornweg.
Da die tabellarische Ausgangslage keine wirkliche Brisanz mitbrachte, lauteten die Hauptfragen des Abends: Schafft Germanias Luca Drenkhahn die 50 Saisontore? Bekommt Maximilian Voigt seine Abschiedsbude vor dem Laufbahnende? Und geht das Familienduell Hagelstein gegen Hagelstein wieder an den Schnelsener?
Frage eins versuchte der Trainersohn (44 Tore) rasch positiv zu bescheiden. Leon Kripkes lange Einladung verwertete L. Drenkhan prompt zum 1:0 (4.), dem just das Zweite folgen sollte. Der Abseitspfiff aber störte die Jagd nach der magischen 50 (6.).
Germania in Spiellaune; TuRa, in der Hinrunde noch der fulminante Aufsteiger, heuer im grauen Mittelmaß angekommen, kam nicht in die Zweikämpfe. Gute Bedingungen für hungrige Torjäger, wie Drenkhahn in Minute 27 demonstrierte. Eine abnehmerlose Arambasic-Flanke bekamen die Norderstedter nicht aus ihrem Defensivdrittel, sodass der Staffeltorschützenkönig seine Beute auf nunmehr 46 hochschraubte.
Apropos hochschrauben. Lasse Hagelsteins vorzüglichen Lauf über rechts vollendete Antonio Arambasic diesmal selbst zum 3:0 (31.), ehe das 4:0 aus feiner Strafraumposition auf das Konto von Matz Broecker ging (34.). Den 5:0-Halbzeitstand markierte daraufhin wieder Arambasic (42.).
Die Partie damit längst vorentschieden, zumal L. Drenkhahn nach der Pause den Hammer aus 30 Metern herausholte (56.) – das halbe Dutzend war voll!
Doch wie lief eigentlich der Ausstand von Außenstürmer Voigt, der im verhältnismäßig jungen Alter von 32 Jahren die Schuhe an den Nagel hängen wird und sich in Zukunft dem Kampfsport widmet? Drei vergebene Chancen (29., 44. & 60.) führten den heutigen Kapitän jeweils nah an das von allen Germanen gewünschte Tor, das auf freundliche Einladung der Gäste dann doch endlich fallen sollte. Im Anschluss an Drenkhahns Lattenkracher hatte TuRa alle Zeit der Welt, die Lage zu löschen, doch Nick Oscar Duve spielte lieber den heiklen Rückpass, den der richtig spekulierende Voigt tatsächlich zum gebührenden Endpunkt seines Fußballerlebens nutzte (64.). Die feierliche Auswechselung samt Spalier konnte nun endlich steigen (68.).
Nicht in die Höhe gestiegen, sondern im Tiefflug eines Torpedos, hielt der für Voigt gekommene Julien Weber seine Rübe zum 8:0 (77.) in eine punktgenaue Flanke von Torjäger L. Drenkhahn, der am Ende bei dennoch sagenhaften 47 Treffern blieb.
Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn die Germanen in der Schlussphase noch weiter durchgezogen hätten. Die ersatzgeschwächten Blauen zeigten in den letzten Momenten der Saison jedenfalls nochmal Moral und nahmen den Kasten von Domenik Szyska wiederholt ins Visier. Per Abstauber, nachdem Szyska gegen Niklas Wolter blockierte, gelang Luis Blaha immerhin das kleine Trostpflaster zum 8:1-Endstand (84.).
Der Rest war am gut besuchten Riekbornweg nur noch eine einzige Saisonabschlussparty, in der Coach Özdemir sogar noch seinen eigenen Song eingespielt bekam. Zusätzlicher Grund zur Freude folgte dann etwas überraschend am Sonntagnachmittag, als der Kummerfelder SV nur 2:2 beim HSV IV spielte und TGS dadurch aufgrund der besseren Tordifferenz als Vizemeister in die Saison-Annalen eingeht. Für die Promotion gen Landesliga dürfte dies dennoch zu wenig sein, liegt man in der Nachrückerliste unter den vier Bezirksliga-Zweiten hinter dem SC Wentorf auf Rang zwei. Sollten keine allzu wilden überregionalen Verschiebungen und Rückzüge in höheren Ligen stattfinden, hätte Lasse Hagelstein auch nächstes Jahr wieder die Chance, seinen Cousin Nick zweimal zu besiegen…

Tore: 1:0 L. Drenkhahn (4.
Kripke), 2:0 L. Drenkhahn (27. Arambasic), 3:0 Arambasic (31. L. Hagelstein), 4:0 Broecker (34. Condric), 5:0 Arambasic (42.), 6:0 L. Drenkhahn (56.), 7:0 Voigt (64. L. Drenkhahn), 8:0 Weber (77. L. Drenkhahn), 8:1 Blaha (84. N. Wolter)

Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee, Note 2)

Zuschauer: 150