Den Korken doch noch gelöst
SV
Barmbek überwindet den Chancenwucher zum 5:2-Heimsieg
Geduld und Beharrlichkeit – zwei Tugenden, die Spiele entscheiden können. Definitiv
in diese Kategorie gefallen am Karfreitag das Heimspiel des favorisierten SV
Barmbek gegen die Vierte des MSV Hamburg.
Eine Partie, bei der die greifbare Verzweiflung ob eines Füllhorns an vergebenen
Chancen nur binnen acht Minuten der freudigen Erleichterung wich.
Der SVB, im Nirgendwo der Kreisklasse 07 angesiedelt, musste auf seinem roten
Rasen bereits nach nicht einmal zwei gespielten Minuten einem Rückstand
hinterherlaufen, nachdem die notdürftig zusammengeschusterte Innenverteidigung
Gegenspieler Jasmin Stroil nach steilem Anspiel nicht eingefangen bekam und der
ehemalige Lorbeer-Kicker eiskalt zum 0:1 in die lange Ecke einlochte (2.).
Und nun? Der Ausgleich! Denn kaum tauchten auch die Gastgeber vor des Gegners
Kasten auf, landete ein abgefälschtes Wulff-Ding direkt auf dem zielsicheren
Haupt von Alexander Tesch – 1:1 (4.)!
Eine Zielgenauigkeit, die der Elf des draußen verletzt mitleidenden Grant
Kendon Sharka wiederholt abging. So musste der Spielertrainer mit seinen sieben
Schrauben in der Hand mitansehen, wie seine Schützlinge entweder gänzlich
verfehlten oder MSV-Schlussmann Pascal Martins Saraiva mehr und mehr
warmschossen (25. & 29.). Die schönste Gelegenheit, weil super in der
Schnittstelle gefunden, vergab nach einer halben Stunde Torschütze Tesch beim
erneuten Kopfballversuch.
Fünf weitere Fehlversuche später war das frustrierende Pausenremis dann
vollendet…
Doch es sollte noch dicker kommen. Denn nachdem Senol Becirovski seinen Ball
rechtsoben drüber segeln sah (54.), führte drüben ein unumstrittener Strafstoß
wegen Handspiels sogar zum 1:2 des Drittletzten durch Kapitän Fynn Mayhew
(60.).
Einen Abbruch tat dies den Bemühungen des teilweise sogar ordentlich kombinierenden
Heimteams allerdings nicht. Tesch abermals per Kopf (61.), der eingewechselte
Scherwin Bashardoust mit einem Flutsch-Ball an den Pfosten (62.), Benedict
Holbein knapp drüber (63.) und schließlich nochmal Bashardoust einen Tick zu
hoch (66.), verführten bereits dazu, mit alten Fußballerzitaten zum Thema „kein
Glück und dann auch noch Pech dazu“ das Phrasenschwein zu füllen.
Nicht aber mit dem unermüdlichen Bashardoust, der nicht nur zusätzlichen
Schwung sondern auch die Ablage für Becirovskis tatsächlich einschlagenden
Schuss von halblinks brachte (70.). Der Korkenlöser des SV Barmbek, der
plötzlich, wie im Rausch, fast jeden Versuch landete. Nur Sekunden später
nutzte Becirovski nämlich, dass sich die Gelben im Sechzehner gegenseitig
abbolzten, zum 3:2-Drehschuss (71.), ehe Bashardoust einen Ballgewinn im
Pressing mit dem feinen Lupfer über den Torwart belohnte (76.).
Noch formvollendeter kam wiederum nur Augenblicke danach sein Seitenwechsel auf
den eingestarteten Holbein daher. Ohne Umschweife aus dem Lauf finalisierte die
Rückennummer 34 gen langes Eck zum 5:2-Endstand (78.), an dem sich auch Tormann
Florian Korous mit einem drüber gelenkten Effah-Geschoss noch einmal seinen
Anteil sicherte (81.).
Im exakten Mittelfeld der 15er-Staffel hat die siegreiche Mannschaft von der
Meister-Francke-Straße maximal noch Aussichten auf Rang sechs, wobei an den
verbliebenen sechs Spieltagen nur noch einmal auf den Heimvorteil der „Aschehölle“
zu hoffen ist. Fünf Auswärtsspiele stehen einem noch zu spielenden Match daheim
gegenüber. Alle Groundhopper und Fußballromantiker müssen sich beeilen: noch in
diesem Jahr soll das urig-pittoreske Retro-Ambiente zum modernen Kunstrasenspielfeld
umsaniert werden.
Tore: 0:1 Stroil (2.), 1:1 Tesch (3. Wulff),
1:2 Mayhew (60., Strafstoßtor), 2:2 Becirovski (70. Bashardoust), 3:2 Becirovski (71.
Tesch), 4:2 Bashardoust (76.), 5:2 Holbein (78. Bashardoust)
gelbe Karten: Choinka, Rieken – Haxhiajdini, Jordan
Schiedsrichter: Ivan Lastro (USC Paloma)
Zuschauer: 40
Freitag, 3. April 2026
Spielbericht SV Barmbek - MSV Hamburg IV
Donnerstag, 2. April 2026
Spielbericht SV Blau-weiß 96 Schenefeld - TV Haseldorf
Vorteil: Kadertiefe
Torhungrige
Joker richten es für Blau-weiß 96
70 Minuten lang sah es so aus, als könnte der TV Haseldorf der große
Gründonnerstagsgewinner im Untergeschoss der Bezirksliga 01 sein, doch spät
schlug in Schenefeld die bittere Erkenntnis zu: der Klassenerhalt bleibt ein
Mammutprojet.
Ohne den gelbgesperrten Lars Rose, der dafür im gut besuchten Gästeblock alles
gab, legte der Aufsteiger gleich willig und griffig los. Völlig untypisch für
einen Abstiegskandidaten, zahlte sich dies auch sofort aus, verwertete Marten
Fülscher eine Mohrdieck-Flanke in der Mitte zum 0:1-Stimmungshoch aller, die in
der Folge mit dem Auswärtsteam um den Erhalt der Führung bangten (7.).
Blau-weiß startete nämlich seine Ballbesitzdominanz, die das Spielgeschehen
nachhaltig in die Hälfte der Haseldorfer verlagerte. Eingreifen brauchte
Gäste-Fänger Niklas Grote jedoch erstmal nur mit einer behänden Fußabwehr gegen
den scharf von Lewe Tiede bedienten Lenard Peters (8.).
Allzu lange sollte sich dies aber nicht ausgehen. So schickte Youss Jaiteh
seinen Kollegen Rene Müller wohl temperiert in die Tiefe, wo der 29-Jährige auf
dem Weg zum Ausgleich keine halben Sachen machte (19.). Nicht ganz so Oscar
Rehder, dem sich Grote mit voller Breite entgegenstellte (22.).
Doch auch die Gäste warteten in Nadelstichen gefährlich auf. Nach Phil
Mohrdiecks starkem Ballgewinn ergab sich Michel Lienau nämlich die fette Chance,
gegen deren Verwertung sich Fynn Ritter im Abtauchen erfolgreich stemmte (21.).
Kein Grund für den fleißig ackernden Blondschopf, es nochmal zu versuchen. Dem
letzten Mann aus der 96-Viererkette die Kugel geklaut, versenkte Lienau diesmal
eiskalt vor Ritter zum 1:2-Halbzeitstand (41.), den Fülscher von halbrechts
durchaus noch hätte ausbauen können (45.+1).
Ernsthafte Gefährdung erfuhr diese Einblendung auf der großzügigen Anzeigetafel
im Stadion Achter de Weiden lange Zeit nicht. Auf der regelmäßig vollends
bespielten Skala zwischen Welt- und Kreisklasse drohte den Hausherren nach der
3:5-Schlappe in Niendorf aus der Vorwoche gleich das nächste Negativextrem.
Heuer aber zogen die Jungs in weiß den Kopf auch dank einer herausragenden Bank
spät aus der Schlinge. Mit einem Treffer der Marke „Eier-Tor“ würdigte der
soeben eingewechselte David Heffele nicht nur die anstehenden Ostertage,
sondern läutete damit auch die Wende im zu diesem Zeitpunkt irgendwie toten
Spiel ein (71.). Denn nachdem der mit ihm gekommene Jasin Emini beim ersten
versuch noch am Außennetz scheiterte (77.), machte es die Rückennummer 33 auf
Diagonalball Maik Wegners eiskalt zum 3:2 (79.).
Die Haseldorfer, die im Gegensatz dazu freilich nicht über solche Einwechselkaliber
verfügen, waren gebrochen und Blau-weiß auf dem Weg, das Resultat weiter
hochzuschrauben. In zwei Szenen daran gescheitert (84. & 90.), holte mit
Marco Müller der dritte Joker das Verpasste im Konter nach (90.+3).
Der TVH nun weiter mit einem Zähler unter dem Strich, während Coach Mathias Timm
und seine Edel-Bankwärmer bei einem ganzen Dutzend an Punkten Vorsprung auf die
Kreisliga-Plätze sieben sorgenfreien Restspieltagen entgegensehen können.
Tore: 0:1 Fülscher (7. Mohrdieck), 1:1 R. Müller (19. Jaiteh),
1:2 Lienau (41.), 2:2 Heffele (71.), 3:2 Emini (79. Wegner), 4:2 M. Müller (90.+3,
Kocak)
gelbe Karten: keine – J. Lüchau
Schiedsrichterin: Vanessa Thormählen (FC Union Tornesch, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Mittwoch, 1. April 2026
Spielbericht FC Roland Wedel - Wedeler TSV
Doppelte Derby-Freude
TSV
gewinnt das wedeler Stadt-Duell und springt an die Tabellenspitze
Volle Hütte im und um den Kunstrasenkäfig der Schulauer Straße, denn das Wedeler
Stadtderby durfte man sich als Fan des Fußballs im Kreis Pinneberg freilich
nicht entgehen lassen.
Der FC Roland, trotz des 1:0-Hinspielsiegs im Elbestadion in der
Außenseiterrolle gegen den Tabellenführer in spe, versuchte dem Spitzenteam mit
tiefer Staffelung beizukommen, was allerdings an oftmals fehlendem Zugriff im
Mittelfeld scheiterte. Gut für den TSV, der nach Michel Hönkes erstem
Warnschuss in die Arme des leidenschaftlich von hinten dirigierenden Aytekin
Üstündag (9.) wenig später per Standard ernstmachte. Tobias Patats Freistoß von
links köpfte der aufgerückte Jan Boettcher als einziger Bewohner des
Obergeschosses zielgenau zum 1:0 ein (12.).
Ein TSV-Start nach Maß, dessen Ausbau durch Routinier Josep Dilber nur die
Abseitsfahne von Assi Magnus Rehberg vereitelte (19.).
Erst mit der Zeit trauten sich fortan auch das Team aus dem Mittelfeld der
Kreisliga 1 etwas zu. Can-Ali Dursun versuchte es einmal von halblinks, verzog
jedoch ein gutes Stück (31.).
Dass es aber tatsächlich mit einem Gleichstand in die Freiluftpause (die
Kabinen liegen gefühlte 20 Kilometer durch den Wald entfernt) gehen sollte,
ging zum einen auf das Konto des TSVers Hendrik Ramcke, der sich mit mangelnder
Orientierung in der hintersten Reihe düpieren ließ und zum anderen an Düpierer
Tim Dreschniol, der sich am erfahrenen Verteidiger vorbeischlängelte und fachgerecht
zum ausgelassen bejubelten 1:1 netzte (43.).
Alles wieder auf null, doch auch im zweiten Abschnitt machte der Roland insgesamt
zu wenig fürs Spiel, das allerdings auch die Jungs mit den grünen Stutzen nicht
so richtig in ihre Bahnen zu lenken vermochten – bis Hönke einfach mal aus 30 Metern
draufhielt und die Passivität des Gegners in Gestalt des 1:2 bestrafte (62.).
Das Bemühen war der Elf von Trainer Tugay Hayran in der Folge sicherlich nicht
abzusprechen, doch der TSV fand an diesem Abend nun immer mehr die besseren Lösungen
im Spiel nach vorne, das allein Roland-Kicker Dilber zweimal hätte krönen
können (75. & 83.). Einzig Üstündag, der Marvin Weids Distanzversuch im Nachfassen
sicherte (85.) und Patats Geschoss schön per Flugparade entschärfte (90.+1),
hielt das Match noch offen, während seine Vorderleute nicht (mehr) über
Halbchancen hinauskamen.
Die Entscheidung zögerte der Goalie, der selbst beim 1:3 erst gegen Nico Knodt
abwehrte, ehe Weid die Kugel im Nachsetzen voll reinwemmste (90.+4), letztlich
aber nur heraus.
Der Wedeler TSV geht damit als punktgleicher Spitzenreiter vor dem Rissener SV ins
sportlich schon am Gründonnerstag beginnende Osterwochenende – bei drei Partien
weniger! Dass es nächstes Jahr kein Kreisliga-Stadtduell mehr gibt, liegt weiter
voll in eigenen Händen.
Tore: 0:1 Boettcher (12. T. Patat), 1:1 Dreschniol (43.), 1:2
Hönke (62. Dilber), 1:3 Weid (90.+4, Knodt)
gelbe Karten: Bajraktari, Ayik, Dreschniol – Urban, Boettcher, Kilinc
Schiedsrichter: Jonathan Hohenegger (SV Blau-weiß 96 Schenefeld, Note 2:
hatte das nie unfaire Derby jederzeit unter vollster Kontrolle)
Zuschauer: 100
Dienstag, 31. März 2026
Spielbericht TuS Appen 1. Frauen - GW Eimsbüttel 1. Frauen
Landesliga quasi
gesichert
3:1
im Nachholspiel: TuS Appens Frauen können mit dem Klassenerhalt planen
Nüchtern betrachtet, scheint der Landesligaverbleib für die Frauen des TuS
Appen bereits erreichte Sache, doch für die rechnerische Sicherheit muss am
Almtweg noch ein kleines bisschen was passieren.
Eine echte Hilfe war dabei auf jeden Fall das Nachholspiel vom 18. Spieltag,
das am späten Dienstagabend die wohl vorentscheidenden drei Zähler auf das Punktekonto
des dienstältesten Teams der Landesliga (achte Serie in Folge) spülte.
Leichte Vorteile vermochte der neutrale Beobachter zunächst sogar bei den Gästen
aus Hamburg-Eimsbüttel zu vernehmen, doch während die Damen von der Pinnau
hinten mit etwas Glück und fehlender GWE-Präzision (Finja Ranft, 11.) schadlos
blieben, stach drüben Inci Cav plötzlich in den Rücken der Gäste-Deckung, um
ihren Heber passend über Torfrau Yara Kappes ins Tor zu setzen (21.).
Grün-weiß, das heute ganz in schwarz aufgelaufen war, reagierte mit einer guten
Schusschance für die steilt geschickte Jasmin Küber (27.), während die beste
Gelegenheit vor der Pause noch einmal der Heim-Elf gehörte. „Pfosten!“ hieß es
nämlich, als Melanie Hagen abgefälscht von halbrechts ihr Glück probierte
(29.).
Erneut gejubelt werden durfte dafür kurz nach dem Seitenwechsel, weil GWE in
der halbherzigen Rückwärtsbewegung zu viel Luft ranließ, um Nele Mohrs Versuch
zu verhindern. Kappes wehrte zwar in erster Instanz nach vorne ab, nur blieb Hanna
Gehlhaar auf Sendung und staubte zum 2:0 ab (48.).
Für die letztes Jahr aus der Oberliga abgestiegenen Eimsbüttelerinnen das klare
Signal zum erhöhten Offensivengagement, das Silvana Jova an den Pfosten und
Michelle Linning im direkten Nachsetzen drüber (55.) just mit Leben füllten.
Weitere Gelegenheiten versiebte die Elf vom Tiefenstaaken in der Folge, bis es
zehn Minuten vor Ultimo doch endlich klappen sollte. Diesmal bewies Maren Wolf bei
einer Linning-Ecke im Fünfer echte Kopfballungeheuer-Qualitäten und verkürzte
so aus der Luft auf nur noch 2:1 (80.).
Sollte sich der Ritt in die Provinz etwa doch noch lohnen? Nein, machte
Gehlhaar mit ihrem beherzten Lauf über rechts und dem passenden Abschluss zum
3:1 alles klar (90.+1).
Die Punkte blieben im Kreis Pinneberg, wo bei 13 Zählern Vorsprung auf den
ersten Abstiegsplatz von einem weiteren Jahr Frauenfußball auf Landesliga-Ebene
ausgegangen werden darf. Ebenso im Nordwesten Eimsbüttels, steckt das
punktgleiche GWE ebenso in der Mitte des Klassements.
Tore: 1:0 Cav (21.), 2:0 Gehlhaar (47.), 2:1 Wolf (80.), 3:1
Gehlhaar (90.+1)
gelbe Karten: keine – Gurkasch
Schiedsrichter: Tim Inselmann (SV Hörnerkirchen)
Zuschauer: 27
Sonntag, 29. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - TV Haseldorf
Holzapfel senkt den Blutdruck
Erster
Sieg in 2026! VfL Pinneberg weist den TV Haseldorf in die Schranken
Insbesondere mit wichtigen Heimsiegen boxte sich Aufsteiger TV Haseldorf
zuletzt amtlich aus der Abstiegszone. Bezirksliga 01-Spieltag Nummer 24 schob
den Neuling aus der Marsch jedoch wieder zurück unter den Strich.
Die Punktgewinne der Konkurrenz vom HSV IV (1:1 gegen den Duvenstedter SV) und
aus Niendorf (5:3 gegen Blau-weiß 96) wusste man am Sonntagnachmittag in
Pinneberg nämlich nicht mit Zählbarem zu kontern.
Dabei war man heuer mit gar nicht mal so schlechtem Kader zum in 2026 noch sieglosen
VfL gereist.
Um den rot-gelben Optimismus war es heuer allerdings schnell geschehen, als der
Pinneberger Tyler Brose Noah Lüchau robust im Strafraum abkochte und sicher zum
frühen 1:0 einnetzte (9.).
Wasser auf die Mühlen des überlegenen Mittelfeldteams, das TVH-Goalie Niklas
Grote in der Folge gehörig auf Trab hielt (12. & 21.), ehe 21-Tore-Mann
Niklas Bargob den Kasten bei einem der vielen tiefen VfL-Läufen verfehlte (25.).
So auch kurz darauf in abgefälschter Manier (27.). Beim fälligen Eckstoß zum Kopfball
gekommen (Block von Grote), führte ein ungeschickter Strafraumzweikampf zu Bargobs
Königschance vom Punkt. Doch kläglich scheiterte der Kapitän am starken
Gäste-Fänger.
Für Bargob und Co ein kleiner Knackpunkt, schwammen sich nun auch die Appelplücker
vorsichtig frei.
Louis Bevers flankte hinter das Tor (41.) – Phil Mohrdieck erwischte seinen
Kopfball nicht optimal (41.). Man musste es schon gut meinen, mit den
Schloßpark-Kickern, um den bemühten, aber arg limitierten Auftritt des Neulings
positiv zu bewerten.
Die beste Gelegenheit des Abstiegskandidaten „vergab“ mit Berat Alija
tatsächlich ein Pinneberger, als dieser Tormann Philipp Niedermeier mit einem
Rückpass überrumpelte, die Scharte per finaler Rettungsgrätsche allerdings selbst
wieder auswetzte (53.).
Wohltuende Blutdrucksenkung verschaffte da drüben Tjark Holzapfels frei
vollendetes 2:0 (56.), mit dem die Hausherren im Exil an der Raa (Heimat des SC
Pinneberg) das Geschehen wieder spürbar an sich rissen.
Weil Brose etwas peinlich drüber zielte (68.) und auch eine erneute Doppelchance
nach Ecke ungenutzt blieb (78.), flammte beim Kellerkind noch ein wenig
Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf. Doch weil die eingewechselten Timo
Kaland (80.) und Joris Lüchau (86.) ihre Kopfstöße nicht perfekt setzen konnten
und Niedermeier Florian Möhles Freistoß abtauchend zur Ecke parierte (82.), blieb
es beim ersten gegentorlosen Erfolg des neuen Tabellensechsten seit dem kampflosen
3:0 gegen HSV IV im Dezember 2025.
Der TV Haseldorf kann von diesen Tabellenregionen nur träumen, geht es nun als 14.
ins Osterwochenende, das mit den Gastspielreisen nach Schenefeld und Elmshorn
zwei ungeliebte Auswärtspartien beinhaltet.
TV Haseldorf: Grote – N. Lüchau, Oßenbrüggen (72. Kaland),
Pieper, Franke – Nickels (66. Jedamski), Möhle (46. J. Lüchau), Mohrdieck,
Bevers – Rose, Lienau (66. Fülscher), Trainer: Marvin Biermans (i.V.)
Tore: 1:0 Brose (9. Holzapfel), 2:0 Holzapfel (56. Bargob)
gelbe Karten: Bargob, Schulze – Rose, Pieper
Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (SC Poppenbüttel, Note 2)
Zuschauer: 50
besonderes Vorkommnis: Bargob scheitert mit Foulstrafstoß an Grote
(28.).
Samstag, 28. März 2026
Spielbericht SVG Pönitz - TSV Flintbek
Vom Regenschauer losgelöst
Spitzenreiter
SVG Pönitz kontert dem flintbeker Aufmucken
Mit dem letzten Aufgebot reiste das Mittelfeldteam des TSV Flintbek am
Samstagnachmittag zum Primus der Verbandsliga Ost nach Pönitz. Und obwohl der
Auftritt unterm Strich recht glimpflich verlief, gab es für die Roten letztlich
deutlich nichts zu holen.
Vom Anpfiff weg hatten die Heimstarken Pönitzer, die einzig beim 3:3 gegen die
Probsteier SG am vergangenen Dienstag Punkte im heimischen Sportpark ließen,
den Laden im Griff, schalteten zahlreiche Angriffe in die Richtung von
TSV-Fänger Tjark Klarmann, der nach eigenem Fehlabspiel einen Ebeling-Versuch
gerade noch an die Latte gefingert bekam (13.) und gegen Kapitän Justin Toth
das Bein ausgefahren bekam (27.).
Noch krasseres Bedauern löste bei den Gastgebern ein doppelter Hochkaräter für
den leicht zögerlichen Jarne Schulz, den Malik Ferhat gerade noch so
abgrätschte, und Kevin Keinz, der beim Nachschuss wiederum in den Bolzmodus
schaltete (30.).
Kurz darauf dann aber die überfällige Führung, als die Hausherren den Gegner
schön auseinanderzogen und Toth seinen Kollegen Schulz quer zum 1:0 bediente.
Schiedsrichterassistent Johannes Fritze hatte es richtig gesehen: Klarmann
bekam die Kugel erst deutlich hinter der Linie zu fassen – das 1:0 (32.)!
Nach schwachem Rückpass des Gegners hatte K. Keinz sogar die rasche Verdopplung
auf dem Fuß, doch Klarmann stellte sich clever in den Weg.
Mit dem ergiebigen Regen tauchten nun plötzlich auch die Gäste vorne auf, ging
es im Konter über rechts, von wo Nils Tietgen Luca Schemborski in Szene setzte,
sodass der 19-Jährige den Gleichstand humorlos ins Torwart-Eck nagelte (41.).
Für das Chancenplus, das zwei weitere Gelegenheiten vor der Halbzeit noch
zusätzlich ausbauten (42. & 44.), konnten sich die Platzherren somit
herzlich wenig kaufen.
Und fast wäre der Schuss sogar nach hinten losgegangen, erhielt Ferhat im
Rahmen einer Ecke die freie Mega-Chance per Kopf, die jedoch am Pfosten
zerschellte (50.).
Ein Weckruf für die Sportvereinigung, die kurzerhand durch K. Keinz´ tiefen
Ball in den Offensivraum gelangte, damit Cedric Assmann den mitgelaufenen
Schulz passend zum 2:1 bedienen konnte (53.).
Nachdem mit Assmann wenig später auch ein Pönitzer das Aluminium erwischte
(62.), erinnerte ein parierter Schemborski-Freistoß (66.) an die Fragilität des
knappen Vorsprungs, den man schließlich selbst per Standard auf nunmehr 3:1
hochschraubte. Diesmal fand Oscar Herzogs Freistoß Assmann am nahen Pfosten und
die Torhymne „Major Tom (völlig losgelöst)“ ertönte ein drittes Mal (74.).
Die Partie damit vorzeitig entschieden. Auch, wenn Jan Ratjen SVG-Fänger
Ricardo Maghon noch einmal dazu zwang, die kurze Ecke geschwind dichtzumachen
(81.).
Mit sechs Zählern vor dem einmal weniger aktiven Heikendorfer SV thront die Elf
von Trainer Christian Born weiter auf dem Platz an der Sonne, während die
personell geschröpften Flintbeker im gesicherten Mittelfeld mit dem
Kreispokalfinale im Mai gegen Kilia Kiel noch einen echten Höhepunkt vor der
Flinte haben.
SVG Pönitz: Maghon – Dutschke, E. Keinz, Evers (66. Gramckau),
Ebeling – J. Schulz (76. Henkel), Toth (84. Brack), Potuzak, Assmann – Herzog
(76. Durante), K. Keinz (66. Balzereit), Trainer: Christian Born
TSV Flintbek: Klarmann – Wischnewski (83. Ögmen), L. Schulz, Todic,
Ferhat, Gremmel – Kock, Ratjen – Tietgen (86. Sommerfeld), Rehder, Schemborski,
Trainer: Marcel Naeve
Tore: 1:0 Schulz (32. Toth), 1:1 Schemborski (41. Tietgen),
2:1 Schulz (53. Assmann), 3:1 Assmann (74. Herzog)
gelbe Karten: Evers – Wischnewski
Schiedsrichter: Joona Maxe (JSG Fehmarn, Note 2,5)
Zuschauer: 55
Freitag, 27. März 2026
Spielbericht TSV Kollmar - TSV Heiligenstedten IV
Überwunden aber dennoch
unbezwungen
6:2
im Top-Spiel: TSV Kollmar bleibt einsame Tabellenspitze!
Verlustpunktfrei aufsteigen? Für den TSV Kollmar auch nach dem Spitzenspiel gegen
den TSV Heiligenstedten IV ein durchaus realistisches Szenario!
Dass auch Runde elf der Kreisklasse C-West-3 dreifache Punktefreude bescheren
würde, hatten die Weiß-blauen rasch für sich beansprucht. Ballsicherer und
handlungsschneller setzte man den Tabellenvierten ordentlich in dessen Hälfte
fest. Nur die Chancenverwertung blieb ein Punkt auf der Mängelliste, bis Malte
Meisberger schließlich per Direktfreistoß von halbrechts erlösende Fakten
schaffte (17.).
Sen Chef, Spielertrainer Sören Brinkmann, legte im Fallen gleich das 2:0 nach
(23.), ehe dessen mögliches 3:0, fein über Meisberger und Giso Precht
herausgespielt, einer Fußtat von Gäste-Schlussmann Thorben Gehrke zum Opfer
fiel (28.).
Doch da war ja noch der Meisberger, der in Minute 39 einfach mal aus der Ferne
abzog und prompt mit Unterstützung des etwas hügeligen Geläufs das Tor-Triplett
zum Kabinengang vollendete.
Von dort aufs Grün zurückgekehrt, machte der „7er“ gleich mit dem Toreschießen
weiter, bedurfte es bei Ole Königs Flanke nur noch seiner hingehaltenen Rübe
(47.).
Die Heiligenstedtener blieben dagegen weiterhin blass und mussten nun auch noch
Gegentreffer Nummer fünf über sich ergehen lassen, als Heim-Goalie Bennet Gosau
das Spiel schnell machte und mit dem langen Schlag Brinkmanns 5:0 initiierte
(54.).
Seltenheitswert sollte der Abend aber trotzdem noch bekommen. Fünf Gegentreffer
gab es für die heuer abermals siegreichen Deichkicker erst zu verkraften, da
vollendete Martin Schmidt auf Zuspiel Ole Hesse mit rechts zum 5:1 (68.). Die
Kollmaraner Körpersprache direkt nach dem Gegentor erinnerte da fast an den
Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit…
Knappe zehn Minuten vor dem Ende zwangen die nun etwas aktiveren Jungs von der
Stör sogar Lennart Glismann zum erneut verkürzenden Eigentor (82.). Das
Vierfache des sonstigen Gegentorschnitts kassiert: das schreit nach einer
Krisensitzung!
Wie gut für den Primus, dass Joker Tjark Mayer, der bereits in Hälfte eins zur
Einwechslung bereitstand, dann aber in letzter Sekunde doch wieder auf der Bank
Platz nehmen musste, weil Kollege Till König dann doch weitermachte (44.), kurz
darauf zentral im Sechzehner auf 6:2 stellte (86.) Wenig später war es dann
auch geschafft und der fünf-Punkte-Vorsprung auf den zeitgleich mit 3:0 bei der
SG Wilstermarsch II siegreichen SV Heiligenstedtenerkamp souverän gehalten. Am
Ostersamstag folgt nun das direkte Duell.
Tore: 1:0 Meisberger (17., direkter Freistoß), 2:0 Brinkmann
(23.), 3:0 Meisberger (40.), 4:0 Meisberger (47. O. König), 5:0 Brinkmann
(54.), 5:1 M. Schmidt (68. Hesse), 5:2 Glismann (82., Eigentor), 6:2 Mayer (86. Blosat)
Schiedsrichter: Alexander Salviani
Zuschauer: 42
Donnerstag, 26. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg 1. Frauen - SC Sternschanze 3. Frauen
Schanze macht weiter
Boden gut
Überzeugender
Abendfußball beim 4:0 in Pinneberg
Wären die dritten Frauen des SC Sternschanze nach dem 5:3-Hinspielerfolg im Spätherbst
nicht in eine vier Spiele andauernde Krise (ein Zähler) geraten, wären sie am
Donnerstagabend vermutlich als strahlende Tabellenführerinnen der Kreisliga 01
zum verlegten Match des 18. Spieltags ins Pinneberger Gehölz gereist.
Die Rolle der Jägerinnen scheint der Elf aus dem Schanzenkäfig allerdings ganz
gut zu liegen. So baute sie ihre nun andauernde Siegesserie auf nunmehr fünf
aus.
Und das in durchaus überzeugender Manier, akklimatisierte sich Marineblau (der ebenfalls
blaue VfL sattelte kurzerhand auf Leibchen um) relativ schnell auf dem
großzügig bemessenen Naturrasen an der Raa. Mit geradlinigem Passspiel und
aktiven Laufangeboten wartete der SCS immer wieder gefährlich vor dem
gegnerischen Gehäuse auf, um die Führung jedoch durch einen Standard zu
kreieren. Ein Außenfreistoß von Carolin Rohe war es nämlich, den Carmen Willers
vorne zum 0:1 in die lange Ecke nutzte (9.).
Ebenfalls per Freistoß meldeten sich die Gastgeberinnen, deren Steilpässe in die
Tiefe oft zu wenig temperiert daher kamen, einmal zu Wort, sodass
SCS-Schlussfrau Fee Hahnert Maja Berndts ruhenden Ball über den Querbalken zu
lenken hatte (23.).
Auf der anderen Seite machten es die Gäste auf die spielerische Tour, die über Johanna
Reims rechte Seite zum Erfolg führte, weil Lina Stork eine Ablage der viel
eingebundenen Miriam Schacht zur Verdopplung ins kurze Eck veredelte (27.).
Doch damit nicht genug für diesen Abschnitt, erhöhte Alexandra Ney im Dickicht
einer Schacht-Ecke auf den 0:3-Pausenstand (45.+1).
Bis auf eine vergebene Schacht-Gelegenheit per Linksschuss (51.), verflachte
das Geschehen nach dem Seitenwechsel deutlich, was auch auf eine jetzt
physischere Herangehensweise auf der Koppel zurückzuführen war. Diverse Unterbrechungen
sorgten für eher schwergängige Fußballunterhaltung, die immerhin das Tor zum
0:4 einmal aufhübschte. Auf Steckpass von Rohe umkurvte Hannah Schlott Torfrau
Laura Ponwitz gekonnt, um flach zu finalisieren (66.).
Im nächsten Anlauf an Ponwitz gescheitert (67.) und in der Schlussphase etwas
zu hektisch ans Quergebälk (83.), verpasste die staffelweite Top-Torschützin (21
Treffer) die Wiederholung ihres Hinspieldoppelpacks.
So bleibt noch ein bisschen Luft nach oben für das kommende Spitzenspiel gegen
den Tabellenzweiten aus Ellerau, mit dem sich Schanze am Mittwoch darauf gleich
nochmal messen darf. Zwei Siege hierbei und die Schanzenequipe wäre zurück in
den Aufstiegsrängen.
Die jungen Pinnebergerinnen, bei denen Torfrau Ponwitz angeschlagen
ausgeschieden war (80.), treffen derweil am Samstag auf alte
Vereinskolleginnen, wenn es auswärts im Derby beim Rellinger FC an die Pille
geht. Schließlich lief die Elf um Kapitänin Finja Ziegert einst vollständig vom
VfL über.
Tore: 0:1 Willers (9. Rohe), 0:2 Stork (27. Schacht), 0:3 Ney
(45.+1, Schacht), 0:4 Schlott (66. Rohe)
Schiedsrichter: Daniel Heins (SV Rugenbergen)
Zuschauer: 8
Mittwoch, 25. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf II - TSV Sparrieshoop II
4:1 fast verspielt
Schwung
nach der Pause verloren: Sparre II zittert sich um Erfolg
Schafft es die Reserve des TSV Sparrieshoop doch noch in die Einstelligkeit der
Kreisklasse 01? Der Mittwochabend-Nachholer beim Tabellennachbarn aus Haseldorf
nährte dafür jedenfalls die nötigen Hoffnungen. Und das, obwohl der Kick, der
Freunde des Kreisklasse-Treibens zum Frohlocken brachte, am Ende nochmal
richtig knapp wurde.
Zuzuschreiben hatte sich die Elf in weiß das Zittern freilich selbst. Ein
sattes 4:1 stand nämlich bereits zum Pausentee auf der Habenseite. Ein
Vorsprung, der seinen ersten Akt in Minute fünf erfuhr, als sich Nikolai Roth
über links auf den erfolgreichen, wie schmerzhaften Weg zum 0:1 machte.
Schmerzhaft allerdings deswegen, weil der anschließende Crash mit Tormann
Johannes Ringel gleich beide Kontrahenten aus der Partie beförderte. „Dieser
Platz liegt mir einfach nicht!“, haderte Roth, der sich an gleicher Stelle
bereits vor zwei Jahren schwer verletzt hatte.
Der TVH musste indes Feldspieler Lasse Wiemer mit Ringels Torwarthandschuhen
ausstatten. Und kaum war die Aushilfe zwischen die Pfosten gerückt,
überrumpelte Yilmaz Ercek Vordermann Mirco Bülow, um die gewonnene Kugel
kurzerhand zum 0:2 zu versenken (15.).
Wahrlich kein guter Start für die Hausherren, die erst danach am Match
teilzunehmen begannen. Vor allem der abschlussfreudige Timo Kaland bedeutete
nun eine wachsende Gefahr für den TSV. Dass es schließlich auch der
hochgewachsene Angreifer aus der Bezirksliga war, der ein Ping-Pong-Spiel im
Gäste-Sechzehner mit dem 1:2-Anschlusstreffer quittierte, passte da in die
Rubrik „das hatte sich angekündigt“ (24.).
Fortan wieder mit Torsteher Ringel im Kasten, war die Aufholjagd jedoch rasch
verpufft, als der Schlussmann zwar mit der Sohle gegen Noah Semmelhaack
parierte, Semmelhaacks anschließender Eckstoß aber die Strafraumchaosvorlage
für Conor Feldts eingestolpertes 1:3 bedeutete (30.).
Ringel aus beträchtlicher Entfernung ein vorgezogenes Osterei zum 1:4 ins Nest
gelegt, schien Feldt seine Farben früh auf dem Sockel des Auswärtserfolgs
festgeschraubt zu haben (36.).
Mit dem Wiederbeginn war der Schwung allerdings vollends verloren.
Wie bereits in den Minuten vor dem Kabinengang, gehörte das Duell nun den
Rot-gelben, die Sparre-Fänger Nico Scharfschwerdt einige Male (erfolglos)
einheizten, bis Kaland doch erfolgreich zum 2:4 abzog (58.).
Ein kleiner Schönheitsfehler? So mochte man vermuten, nachdem Finn Lennart
Möllers tiefes Zuspiel auf Feldt das 2:5 durch den eingewechselten Malte
Schmidt initiierte (62.).
Doch wiederum verkürzte die heuer dreifach aus der Ersten verstärkte
Büffelherde durch eben einen dieser Bezirksligaspieler, köpfte Joris Lüchau
eine Ecke Tjade Hermanns gekonnt in Scharfschwerdts Maschen (70.).
Von Feldt und Co war jetzt kaum noch etwas zu sehen. Einzig bei einer Doppelchance
für Semmelhaack und den beim Nachsetzen zu zögerlichen Horschejschi (80.) wartete
die Elf des unzufriedenen Jan Strüben gefährlich auf.
Stattdessen schwamm man hinten ein ums andere Mal, um die Quittung dafür in Form
des 4:5-Anschlusstreffer durch Doppelpacker Lüchau zu kassieren (85.). Mit
einem Defensivfreistoß als Ausgangspunkt spielte sich der TVH hier sogar ansehnlich
ins vordere Drittel, wo der giftige Lüchau Kalands Scheitern an Scharfschwerdt
korrigierte.
Weil T. Hermanns letzter Freistoß in der Schlussminute leicht zu hoch geriet,
blieb der sparrieshooper Schlendrian am Ende aber ungesühnt.
Das untere Trio bleibt damit weiter auf Distanz gehalten, während der Anschluss
an die zwei Zähler bessere Reserve aus Heist (zwei Partien weniger) nun
geglückt ist.
Tore: 0:1 Roth (5.), 0:2 Ercek (15.), 1:2 Kaland (24.), 1:3
Feldt (30. Semmelhaack), 1:4 Feldt (36. Bublitz), 2:4 Kaland (58. Sabzipour),
2:5 Schmidt (62. Horschejschi), 3:5 J. Lüchau (70. T. Hermann), 4:5 J. Lüchau
(85. Kaland)
Schiedsrichter: Gerd Schwegler (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 40





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