Sonntag, 9. August 2015

Spielbericht 1. FC Eimsbüttel - Hamburger Gehörlosen SV

1. FC Eimsbüttel: Vorne hui, hinten pfui!
Voigts Kopfballtor bricht Gehörlosen SV das Genick

Zwei Spiele, sechs Punkte und Rang eins – das ist die starke Startbilanz des 1. FC Eimsbüttel, der sich im Windschatten des allseits präsenten HFC Falke bestens schlägt.
Gegen den Gehörlosen SV reichte in diesem Fall eine starke Offensivleistung, wenngleich man im anderen Mannschaftsdrittel durchaus Schwächen zeigte. Insbesondere in den ersten 25 Minuten, in denen die früh von Felix Meyer herausgeschossene Führung (4.) durch einen echten Sonntagsschuss Stefan Röslers (21.) wieder ausgeglichen wurde. Das hätte zuvor bereits Eugen Bober gelingen können, der Querbalken verhinderte jedoch das Passieren der Grundlinie dieses 14-Meter-Schusses.
Dafür agierte das Heimteam auf der anderen Seite umso besser, fand Frederic Budniok den freien Zakariat Yahya, sodass dieser, wenn auch erst im Nachschuss, das 2:1 besorgte.
Der FCE bekam die Zügel nun immer besser in die Hand, doch mitten in diese Überlegenheit patzte sich die Defensive wieder in den Vordergrund, als ein Sejdovic-Freistoß nicht fachgerecht geklärt werden konnte und Torjäger Rösler goldrichtig für sein mittlerweile sechstes Pflichtspieltor im dritten Spiel stand (59.).
Kein Problem aber, denn schließlich war auf den Angriff Verlass. Mit einem berechtigten Strafstoßpfiff (Hasan Simsek holzte Maximilian Voigt von den Beinen) und der sicheren Ausführung Noah Freyers war die Führung wiederhergestellt, die Bober nach einem Ausflug Stefan Hohmanns um ein Haar wieder egalisiert hätte, die Kugel flog jedoch über das Tor.
So bedeutete Maximilian Voigts schönes Kopfballtor nach maßgenauem Freistoß Kevin Krögers die Entscheidung nach 67 Minuten, war der HGSV nicht nur spielerisch, sondern jetzt auch konditionell nicht mehr imstande, ausreichend Paroli zu bieten.
Dementsprechend einfach hatten es die Eimsbütteler in ihren neuen roten Trikots, den Spielstand noch um vier Treffer auf 8:2 nach oben zu schrauben. Interessant dabei war, dass am Ende sieben verschiedene Torschützen in die Statistik eingingen. Der HFC Falke darf sich daher im Spitzenspiel kommende Woche auf einen geschlossenen Gegner freuen, während die zweite Mannschaft des BSV 19 am Jahnplatz aufschlagen wird, um Stefan Rösler und Co, wie der 1.FC Eimsbüttel, die Grenzen aufzuzeigen.

1. FC Eimsbüttel: Hohmann – Kröger, Perschel, Lorenzen, Ordonez Cano – De la Hoz Rios, Hain – Meyer, Freyer, Budniok – Yahya, eingewechselt: Malke, Baalmann, Voigt, Trainer: Michael Bade

Hamburger Gehörlosen SV: Ionita – Mamerow, Nittschalk, Simsek (79. Buchmann), Lerch (50. Stade) – Ostrowski (79. Lerch), Dr. Sejdovic (85. Simsek) – Bober (40. Buchmann / 68. Da.Sejdovic), Zobries, Da.Sejdovic (57. Bober) – Rösler, Trainer: Ullrich Kluge

Tore: 1:0 Meyer (4. Yahya), 1:1 Rösler (21. Dr. Sejdovic), 2:1 Yahya (39. Budniok), 2:2 Rösler (59. Dr. Sejdovic), 3:2 Freyer (61. Strafstoßtor, Simsek an Voigt), 4:2 Voigt (67. Kröger), 5:2 Hain (75. Freyer), 6:2 Malke (78. Budniok), 7:2 Freyer (84. Meyer), 8:2 Budniok (86. Lorenzen)

Gelbe Karten: keine – Rösler

Schiedsrichter: Nadjim Sarwary (Glashütter SV,  Note 4: insgesamt mit großzügiger Linie, am Ende mit zunehmender Konfusion, der Strafstoß zum 3:2 war korrekt.)

Zuschauer: 55


Karil De la Hoz Rios verfolgt von Stefan Rösler
Foto: Jordan

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