Torreiche Ferienrückkehr
Testspiel: HEBC-2012er fertigen überforderte Germanen ab
Obwohl die Herbstferien noch nicht ganz der Geschichte angehören, ging es für
das 2012er-Leistungsteam des HEBC mit einem Zwölfmannkader nach zweiwöchiger
Abstinenz wieder an die Pille.
Ausgewählter Kontrahent für den Testkick am Reinmüller: Germania Schnelsens
zweite 2011er aus der U13-Kreisklasse, die rasch alle Mühe hatten, sich der
Spielstärke des Gegners zu erwehren. So spielte sich das Geschehen weitgehend
in der Hälfte der Schnelsener ab, was selbstredend zu Chancen des HEBC führte.
Wo der spielfreudige Moritz Henkel noch die Latte zum Spielverderber hatte
(2.), eröffnete der schussstarke Luke David den Tor-Reigen in Minute 9 aus
beachtlicher Distanz. Auch, weil TGS-Fänger Mats Boldt das Geschoss nicht satt
genug wegwischen konnte.
Fast im Minutentakt beschäftigten die Eimsbütteler den Sohn des früheren St.
Pauli-Profis Nico Patschinski mit weiteren Abschlüssen, von denen er unter
anderem einen durch Momme Wietzke gekonnt zu parieren wusste (20.).
Erfolgreicher lief es für den technisch starken Spielmacher dagegen als
Vorbereiter (sofern das Abspiel denn mal rechtzeitig erfolgte), war es ein
womöglich eher als Torschuss gedachter Pass, der abgefälscht Trainersohn Luka
Jovic das längst verdiente 2:0 servierte (22.).
Entlastung war den Gästen unterdessen kaum vergönnt. Lediglich Zweimal war es
ernsthaft gelungen, sich gegen den hoch postierten Favoriten über langes Holz
in Tornähe zu manövrieren. Im Falle eines Azanmasso-Zuspiels jedoch hoch effizient:
Lila-weiß hatte sich im Mittelfeld verzettelt, sodass der Ball in die Tiefe
genau den gestarteten Paul Horst für das verkürzende 2:1 vor dem zu zaghaft
herauskommenden Mats Hagelstein erreichte (23.).
Die passende Reaktion darauf: ein Dreifachschlag noch vor der Pause! L. Jovic
mit Assistenz des Pfostens (26.), Noah Theux am langen Pfosten (27.) und
Wietzke mit Maß in den Winkel (29.) schraubten das Ergebnis zum schon deutlich
realistischeren 5:1 hoch.
Weiter ging das halbzeitübergreifend elfminütige Scheibenschießen mit erneut
Wietzke aus der Ferne (31.) und einem Abstaubertor durch Luca Thaler (34.) – 7:1!
Gegen überforderte Germanen wäre fortan sicherlich noch weitaus mehr gegangen.
Die fehlende Konzentration im Abschluss, wie bei Farouk Rawis Rücklagen-Schuss
(43.), nistete sich nun spürbar im Spiel der Reinmüller-Kicker ein.
Gut, dass sie zum Ende noch einmal die Konsequenz wiederfanden. Über die
Stationen Henkel und Rawi kam Alexander Vasovic zum freien 8:1 (51.), dem David
einen flach eingeschobenen (52.) und hoch versenkten (59.) Doppelpack
nachlegte.
Das Finale der Veranstaltung markierte schließlich erneut Vasovic, der bei
einem blockierten Rawi-Versuch goldrichtig für den Abpraller stand (60.).
Vor dem Feiertagsauftritt am 31.10. (Testspiel gegen den starken SC Nienstedten
aus dem eigenen Jahrgang) schlussendlich ein ordentlicher Aufgalopp für das
zweite Saisonviertel, in dem noch der wichtige Auftritt um die Qualifikation
zur kommenden U12-Landesliga gegen den SC Alstertal/Langenhorn auf dem Programm
steht.
Tore: 1:0 David (9. L.
Jovic), 2:0 L. Jovic (22. Wietzke), 2:1 Horst (23. Azanmasso), 3:1 L. Jovic
(26. Thaler), 4:1 Theux (27. Wietzke), 5:1 Wietzke (29. L. Jovic), 6:1 Wietzke
(31.), 7:1 Thaler (34. L. Jovic), 8:1 Vasovic (51. Rawi), 9:1 David (52.
Vasovic), 10:1 David (59., direkter Freistoß), 11:1 Vasovic (60. Rawi)
Schiedsrichter: Martin Landahl (HEBC)
Zuschauer: 24
Samstag, 28. Oktober 2023
Spielbericht HEBC 3.D - TuS Germania Schnelsen 2.D
Sonntag, 22. Oktober 2023
Spielbericht VfL Hammonia III - HSV Barmbek-Uhlenhorst IV
Abseitspfiff
stoppt Hammonias Wende
Remis
gegen BU IV: Hammonen lassen wieder wertvolle Punkte liegen
Zehnter Spieltag der Kreisklasse 6: Hammonia III am Sonntagvormittag mit einem bärenstarken
4:1-Heimsieg im Spitzenspiel gegen GWE II und dem temporären Sprung an die Tabellenspitze.
Inzwischen ist die Euphorie jedoch ein wenig der Ernüchterung gewichen. 1:4
hieß es auswärts im Derby bei St. Pauli VII, ehe auch das nächste Heimspiel
trotz guter Aussichten nur einen Zähler für die VfLer bereithielt.
Widersacher BU, welcher unter der Woche eine 3:0-Führung tatsächlich noch verspielte
und Tabellenführer Victoria V letztlich 3:4 unterlag, bemühte sich diesmal um
weniger naives Abwehrverhalten, was zu Beginn durchaus gelang.
Nur einmal hatte man das Zentrum nicht dicht bekommen, sodass Hammonia über den
einleitenden Leon Dobbratz Angreifer Andrej Anic in die
Poleposition zum flachen Abschluss bekam (15.). Balsam auf die
Spielerseele des 21-Jährigen, der im Saisonverlauf vermehrt die Joker-Rolle
zugewiesen bekam.
Was Anic und Co im Folgenden verpassten: Das zweite Tor. Und dies sollte sich
zum Passieren der 30-Minuten-Marke rächen. Eine lange Einleitung bekamen sie
auf ihrer rechten Abwehrseite nicht entschärft, wodurch die Flanke auf den mittig
einköpfenden Nicolai Ritter kein Hexenwerk darstellte (30.) – der Ausgleich!
Zwei Anic-Standards führten die Kollegen Zahlhaas Labarca (39.) und Hansen
(53.) in Reichweite des erneuten Führungstreffers, doch das Tor nach einem
ruhenden Ball sollte für die Gäste fallen. Nach etwas mehr als einer Stunde
rammte Abwehrchef Marcel Haider die Kugel direkt vom Boden flach hinein (62.).
Anlass für die Gastgeber, die Drehzahl wieder deutlich zu erhöhen. Doof nur,
dass die Langenfort-Kicker mit Linus Ritter einen richtig gut aufgelegten
Schlussmann mitgebracht hatten. Einen Freistoß des eingewechselten Roberto
Rodriguez Estevez lenkte er im Übergreifen formschön über den Quader (73.),
wohingegen ein Diallo-Linksschuss zum sicheren Fanggut mutierte (80.).
Auf Flanke von rechts war es dann aber so weit: Ohne jeden Gegnerdruck köpfte
der ebenfalls hineingebrachte Maximiliano Regner am fernen Pfosten den 2:2-Ausgleich,
dessen Fortbestand in den verbliebenen acht Minuten stets auf wackligen Beinen
stand.
Erst vergeigte BUs Tom Sass etwas überhastet die Riesenchance auf das 2:3 (86.),
ehe der ebenfalls vollkommen alleingelassene Michael Singh drei Punkte für
Hammonia auf den Kopf serviert bekam (87.). L. Ritter packte wieder zu und
freute sich in der Nachspielzeit über einen rettenden Abseitspfiff gegen den vermeintlich
zum 3:2 treffenden Singh – Knappes Ding…
Tore: 1:0 Anic (15.
Dobbratz), 1:1 N. Ritter (30. Miethe), 1:2 M. Haider (62., direkter Freistoß),
2:2 Regner (81.)
gelbe Karten: Singh – keine
Schiedsrichter: Mattes Sandhop (SC Victoria
Hamburg)
Zuschauer: 30
Samstag, 21. Oktober 2023
Spielbericht Eimsbütteler TV III - HEBC III
Jugend
forscht, Camara köpft – HEBC III ist Derbysieger!
Standard-Tor
entscheidet enges Nachbarschaftsduell an der Bundesstraße
Geographisch ein paar Minuten Fußweg und in der Kreisliga 4 wenige Zähler trennen
die beiden Lokalrivalen aus Eimsbüttel, deren lautstark umjubelte Vormachtstellung
sich nach 95 engagierten Spielminuten der HEBC sicherte.
Bevor der „lila-weiße Invasion“ ihre gebührenden Feierlichkeiten zuteilwurden, arbeitete
man sich zunächst bei zeitweilig hervorlugender Oktobersonne durch eine
höhepunktarme Veranstaltung, deren erster konkreter Strafraum-Aufreger den
Gastgebern gehörte. Über die Stationen Lourenco de Aquino und Brossette kam
Anton Freiherr von Cornberg zum Abschluss, dem es einer Vereitelung vor der
Torlinie bedurfte (40.).
Auf der anderen Seite wurde es dann kurios: Eine Hereingabe am langen Pfosten
erwartend, scheiterte Simon Loos mit Karacho am Aluminium, ehe die Chance durch
Ballbesitz weiter am Leben blieb. Elegant wäre es sicher gewesen, die Kugel
fairerweise ins Aus zu spielen, da Heim-Schlussmann Oguz Cevik angeschlagen auf
dem Hosenboden lag. HEBC spielte jedoch weiter und noch bevor der häufig etwas
überfordert wirkende Schiedsrichter die Partie zur Behandlung unterbrach, rollte
John Ahrens´ Fernschuss in die Maschen (43.). Gemäß Regeltext ein regulärer
Treffer, dem aus sportlichem Anstand aber niemand hinterhertrauerte. Seltsam
auch, dass das Zurückspielen des Balles an den ETV beim fälligen
Schiedsrichterball tatsächlich eine retroaktiv doch wieder zurückgenommene gelbe
Karte gegen die ursprünglich ballbesitzenden HEBCer wegen Ballwegschlagens nach
sich zog. Irgendwie wusste hier niemand so recht, was da eigentlich gepfiffen
wurde…
Umso klarer dafür die Ereignisse in Minute 48: Ecke Lila durch Vitalii
Tkachenko, Kopfball des langen Bakari Camara am Fünfer-Eck – 0:1!
Der Bann war gebrochen, doch ein Feuerwerk der Offensivkunst sollte es auch in
der Folge nicht werden. HEBC verwaltete clever, während die Herren in Schwarz oft
zu ungenau spielten, um sich dem Kasten von Oberliga-Leihgabe Patrick Meins
ernsthaft zu nähern. Eine echte topp-Chance ereignete sich dennoch, als Gabriel
Lourenco de Aquino seinen Eckstoß zum recht frei draufhaltenden Tjark Nar
beförderte. Auf direktem Wege rauschte die Murmel drüber (74.), sodass die drei
Derby-Punkte an den Reinmüller wanderten. Einen besseren Herren-Einstand konnte
sich das unterdessen gut einfügende A-Jugend-Trio aus Lazar Djordjevic, Robert
Nachtweh und Emil von Lühmann gar nicht wünschen.
Als nächstes wartet auf den neuen Tabellensechsten das Heimspiel gegen den seit
Ende August ungeschlagenen SV Lurup (sechs Siege, ein Remis) – wieder mit
Köpfchen und jugendlicher Leichtigkeit?
Tore: 0:1 Camara (48.
Tkachenko)
Schiedsrichter: Lahcen Rast (FSV
Geesthacht, Note 5,5: höchst konfuse Vorstellung, die ihren Höhepunkt im
Unterbrechungspfiff nach bereits erfolgter Torerzielung fand (43.).)
Zuschauer: 50König der Lüfte: Bakari Camara
Spielbericht Eimsbütteler TV IV - FC St. Pauli VI
Goldenen
Oktober fortgesetzt
Sieg
im Aufsteigerduell: St. Pauli VI mischt weiter die Kreisliga 5 auf
Etwas arg früh mag es sicher für Gratulationen zum Kreisliga-Klassenerhalt
sein, doch wer nach zwölf Spieltagen einen zweistelligen Vorsprung auf den
tabellarischen Gefahrenbereich hat, geht jedenfalls locker als Bereicherung für
die Spielklasse durch. Gemeint ist die Sechste
des FC St. Pauli, die im ergiebigen Mittelfeld hinter dem längst enteilten
Spitzentrio aus Blankenese, Wedel und Lurup munter mitmischt.
Auf Rang fünf sprang man nun sogar dank eines letztlich ungefährdeten
Auswärtserfolgs im Aufsteiger-Klassentreffen an der Bundesstraße.
Einen gutklassigen Kreisliga-Kick hatte man gegen die letzte Saison dreimal als
Stolperstein auftretenden Eimsbütteler (nur ein Zähler und ein 1:2-Pokal-Aus)
früh in die eigenen Bahnen gelenkt. Eine Hille-Ecke schädelte Björn Rothe
entschlossen zum 0:1 ein (3.), während die Rollen bei der raschen Verdopplung
umgekehrt verteilt waren. Rothes Hereingabe von rechts klärten die Gastgeber
genau vor die Füße von Maximilian Hille, dessen Direktschuss perfekt linksunten
saß (10.). Besser kann man sich für die kluge Einleitung eines zackigen
Angriffs nicht belohnen!
Belohnen taten sich die Hausherren hingegen nicht. Ordentliche Ballbesitzphasen
ja; Torgefahr nein. Als wäre der Zutritt zum St. Pauli-Strafraum mautpflichtig,
endeten einige gute Ansätze jäh im vorderen Spielfelddrittel. Eine der wenigen
Ausnahmen bildete Finn Lüneburgs Außenpfostenschuss aus spitzem Winkel, dem ein
Nachschuss Henrik Eckerts und die Erklärung für den überdurchschnittlich hoch
errichteten Ballfangzaun zwischen Fußballplatz und Agaplesion Diakonieklinik
folgten (32.).
Besser aufs Tor brachten da die St. Paulianer Stefan Deuring (Abwehr Manuel
Burmester) und der nachschießende Hille ihre Versuche, nur verhinderte ein Roter
gerade noch im letzten Moment das mögliche 0:3 (43.).
Mit Verzögerung fiel dieses dann dafür nach der Pause, als ein verlängerter
Camara-Eckstoß beim aufmerksamen Lukas Winterschladen landete und dieser mit
rechts vollendete (64.).
Die Partie schien entschieden, zumal Bastian Fein im Nahduell mit Burmeister
das sauber parierte 0:4 auf dem Fuß hatte (67.).
Per Rückpass in den eigenen Kasten egalisierte Winterschladen jedoch seinen gut
zehn Minuten zuvor erzielten Treffer wieder (75.).
Eine kleine Wiederbelebung für den Mitaufsteiger, der durch Keno Spiekermann
zur Anschlusschance kam. Weil Stefan Kraus jedoch für die Kiezkicker
blockierte, war der dritte Sieg in Serie in trockenen Tüchern (90.).
Teil vier eines goldenen Sechste-Oktobers dürfte am kommenden Wochenende eine
echte Herkulesaufgabe werden. Erst einen einzigen Punkt überließ die von ganz
oben grüßende SV Blankenese (beim 1:1 in Lurup) einem Gegner. Auf dem
Naturrasen „Waldesruh“ zwang man sogar den Landesliga-Vierten SC Nienstedten im
Pokal ins Elfmeterschießen. Na dann, viel Glück…
Tore: 0:1 Rothe (3.
Hille), 0:2 Hille (10. Rothe), 0:3 Winterschladen (64. Camara), 1:3
Winterschladen (75., Eigentor)
gelbe Karten: keine
Schiedsrichter: Magnus Müller (Note
2: bedingte mit stimmiger Zweikampfbewertung ein fair geführtes Match)
Zuschauer: 40
Samstag, 14. Oktober 2023
Spielbericht HEBC 3.D - Niendorfer TSV 3.D
HEBCs
„Kraftfaktor“ erhält den NTSV-Nimbus
Gutklassiger
Test: breiter besetzte Niendorfer gleichen zweimal aus
Ungeschlagen in 2023/2024 zum HEBC an den Reinmüller gereist, bauten die 2012er
des Niendorfer TSV ihren Nimbus im Testkick weiter aus – auch, wenn es bis zur Schlussphase anders aussah.
Gerechterweise, gefielen zunächst die energetischeren Gastgeber mehr, indem sie die
Kugel gekonnt laufen ließen und folglich auf 1:0 stellten. Isa Ünlü war in
Minute neun gelungen, was Ebbe Reichel bei seiner verstolperten Einschusschance noch
verwehrt blieb: In der zweiten Welle drosch Ünlü das Leder nach tiefem Zuspiel
Momme Wietzke und Querlage Reichel aus elf Metern in den rechten Giebel.
Wenig später war es wieder das (Tor-)Werk des kleinen Edeltechnikers, das den
HEBC verzückte. Aus einem gegnerischen Einwurf heraus ging es zackig über drei
Stationen gen Strafraum, wo NTSV-Schlussmann Emilio Hernando Hernandez den
Lupfer nicht mehr entscheidend ablenken konnte (14.). „In letzter Zeit haben die
Jungs im Training richtig Gas geben – genauso haben wir auch angefangen“,
freute sich HEBC-Coach Nikola Jovic über den gefälligen Auftritt seines
feriengeschwächten Kaders. „Wir waren sehr ballsicher, haben den Ball gehalten,
in den eigenen Reihen und dadurch dann auch früh 2:0 geführt. Beides
super herausgespielte Tore!“.
Dann aber erhöhten die jetzt deutlich früher störenden Gäste so langsam ihr
Engagement gegen das mit nur einem Auswechselspieler ausgestatte Heimteam. „Dann
kam so ein bisschen dieser Kraftfaktor“, erklärte Jovic, der heuer nicht nur
auf seinen in Serbien weilenden Sohn zu verzichten hatte.
Miko Schultz unterstrich die zunehmende Bedrohlichkeit der Schwarz-blauen von
halblinks (auf das Tor-Dach, 26.), woraufhin die missglückte Klärung einer Ecke
von links („über den Spann gerutscht – einfach Pech gehabt!“) zur perfekten
Einladung für Bjarne Kühns Anschlusstreffer avancierte.
Auf Remis gestellt war der Spielstand kurz nach der Pause, als HEBC viel Luft
vor der eigenen Hütte ließ, Giuliano Köhn nur den Pfosten erwischte, doch
Alparslan Celikyay blieb auf Sendung und entschied das Eins-gegen-eins mit dem
direkt im Anschluss für einen spontanen Latrinenbesuch temporär ausgewechselten
Mats Hagelstein für sich (33.).
Vertreter Noah Theux machte seine Sache gut, wobei er auch davon profitierte,
dass Köhn zweimal zu hoch ansetzte (35. & 36.).
Mittenhinein in die niendorfer Drangphase war es Reichel, der seinen eigenen
Ballgewinn zum Anlass nahm, einmal über rechts durchzustarten und das Bällchen
über den wieder nur abklatschenden Tormann zu hieven – 3:2 (39.)!
Nachschlag gefällig? Elf Minuten vor dem Ende ließ Ünlü die HEBC-Herzen ein
drittes Mal höher schlagen, indem er Reichels, von Theux durchgelassenes
Zuspiel eiskalt zum 4:2 einschob (49.).
Alles deutete auf einen Erfolg der Eimsbütteler hin; die Neumann-Equipe, die in
der Vorwoche den Profi-Nachwuchs von Holstein Kiel durch Celikyays
Last-minute-Fernschusstor mit 5:4 bezwang, hatte noch etwas im Köcher.
Durchsetzungsstark auf rechts bediente Celikyay den, recht freistehend, mit drei
Kontakten verwertenden Amin Mezni für den erneuten Anschluss (53.), dem um ein
Haar der 4:4-Gleichstand folgen sollte. Hagelsteins Reflex vereitelte, was ein
paar Augenblicke später doch noch Realität wurde.
Linus Christiansens starker Laufweg eröffnete die nötige
Überzahl, damit der etwas glücklich an das Spielgerät gekommene Köhn den
4:4-Ausgleich Celkikyays auflegen konnte (58.).
Mehr passierte nicht mehr, sodass es letztlich pari pari blieb. „Für uns war das
ein Spiel, um Sachen zu probieren, um die Schnittstellen zu bespielen, um schnell
in die Spitze zu spielen – das haben wir
alles gesehen. Von daher waren wir Trainer überhaupt nicht unzufrieden, mit dem
4:4 – eher mit dem ganzen Spiel sehr zufrieden!“, entgegnete der lila-weiße Vorturner der
Enttäuschung seiner Mannen, in der Schlussphase noch den Sieg verloren zu
haben. „Ich würde ein bisschen dem Kraftfaktor die Schuld geben.“. Die
angebrochenen Herbstferien bieten nun die Gelegenheit, mit aufgeladenem Akku und wieder zurückgekehrtem Personal in
die nächsten Duelle zu gehen.
Tore: 1:0 Ünlü (9. Reichel),
2:0 Ünlü (14. Reichel), 2:1 Kühn (26. Bettaieb), 2:2 Celikyay (33. Köhn), 3:2
Reichel (39.), 4:2 Ünlü (49. Theux), 4:3 Mezni (53. Celikyay), 4:4 Celikyay (58.
Köhn)
Schiedsrichter: Martin Bruns (HEBC)
Zuschauer: 23
Sonntag, 8. Oktober 2023
Spielbericht SC Sternschanze U19-Frauen 11er - SV Halstenbek-Rellingen U19-Frauen 7er
Allen
Rückschlägen zum Trotz
SCS-U19-Frauen
zeigen Moral und biegen das Spiel
Ein gepfeffertes 0:24 beim SC Victoria prasselte in der Vorwoche auf die
U19-Frauen ein. Ein Tiefschlag, von dem sich das Team vom Wasserturm im
Heimspiel gegen die SV Halstenbek-Rellingen durchaus erholt zeigte. „Der Sieg
war wichtig, um uns selber und unserem Trainer zu zeigen, was wir eigentlich
können und dass wir nicht ohne Grund auf dem 3. Platz der Tabelle sind“,
betonte Schanzes Fee Hahnert die Importanz des Erfolgs, der nach dem letzten
Auftritt, der wahrlich „keine Glanzleistung“ darstellte, schnell optische
Formen annahm.
„Wir haben direkt angegriffen, viel mit Pässen gearbeitet und uns immer
zwischen Halstenbek-Rellingen positioniert, sodass es für sie sehr schwer zu
verteidigen war“, begründete die Defensivspezialistin die sich rasch
einstellende Überlegenheit, die sich neben einem „ruhigem Spielaufbau“ auch in
zahlreichen Offensivszenen widerspiegelte. Beispielsweise versuchte es Tale
Isfort mit links (rechts vorbei, 17.), wohingegen Hannah Schlott im
Nach-innen-ziehen an der abklatschenden Genna Gerber im HR-Tor scheiterte (34.).
„Aufgrund der Tatsache, dass wir viele Chancen hatten, hätte das Ergebnis höher
sein müssen!“, bemängelte Hahnert jedoch den Umgang mit den eigenen
Gelegenheiten. 7 Eckstöße blieben derweil ebenfalls ohne den gewünschten Ertrag…
Ausgerechnet ein solcher brachte den Damen aus dem Kreis Pinneberg die etwas
überraschende Führung ein, als Schanze einen Ball von der Fahne nicht resolut genug
entschärfte und im Strafraumgewusel zum 0:1 vollendet werden konnte (52.).
Bereits in der Entstehung des Eckballs hatte die vom Tor ins Feld gewechselte
Gerber nach Umkurven der gegnerischen Torsteherin den Treffer aus spitzem
Winkel für aufgrund der Farbgleichheit (jeweils Dunkelblau) Leibchen tragenden
Gäste auf dem Fuß.
Kurz geschüttelt, nahm der SCS seine Mission wieder emsig auf und wartete mit
zwei guten Chancen für die umtriebige Schlott auf. Nach schnellem,
schnörkellosem Angriff fehlte beim Direktschuss jedoch ein Stückchen (63.), ehe
auch ein durchgerutschter langer Ball nicht den Ausgleichtreffer durch sie
einleitete (64.). In Minute 69 belohnten sich die Gastgeberinnen schließlich
doch endlich für ihren Aufwand, indem Hana Gerwins flacher Distanzschuss der
HR-Schlussfrau etwas unglücklich zum 1:1 hindurchflutschte.
Schanzes Bann war gebrochen und dann lag die Führung nach einem strafbaren
Müller-Handspiel auf der Strafstoßmarke parat. Schlott mit dem ruhenden Ball –
drüber!
Wieder ein Rückschlag (76.) für die Marineblauen – und wieder zeigten sie
Moral, die sich sechs Minuten vor Ultimo erneut lohnen sollte. Unwiderstehlich
und unbremsbar marschierte Schlott mit der Kugel am Fuß a durch die HR-Abwehr,
um ihr Solo flach mit dem 2:1-Führungstreffer zu finalisieren.
Es schien der Schuss ins späte Drei-Punkte-Glück, doch in der Nachspielzeit fast
der große Schock: Ein böser Fehlpass im Aufbau ermöglichte Gerber die
Großchance zum 2:2, das der Allzweckwaffe von Trainer Paul Moritz allerdings
nicht gelingen sollte (90.+1).
Die Punkte blieben im Schanzenviertel, sodass Hahnert und Co mit neuem
Selbstvertrauen zum Tabellenzweiten nach Ellerau fahren können. „keine
unmögliche Herausforderung“ sieht sie beim „spielerisch genauso starken“ Tabellenzweiten
ein „anstrengendes aber erfolgreiches Spiel“, voraus. Drei weitere Zähler dort
und der am Ende angepeilte Vize-Meistertitel („Ich bin mir sicher, dass wie am
Ende auf dem zweiten Platz in der Tabelle stehen werden“) hinter dem
verlustpunktfreien SC Victoria würde weitere Konturen annehmen.
Tore: 0:1 N.N. (52.), 1:1
Gerwin (69.), 2:1 Schlott (84.)
Schiedsrichter: Lucas Drobek (ersatzweise,
SC Sternschanze)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Schlott
schießt Strafstoß über das Tor (76., Handspiel Müller).
Spielbericht VfL Hammonia III - GW Eimsbüttel II
Hammonia
III entthront den Primus
4:1!
Hammonen mit dickem Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen
Dritter gegen Erster – Spitzenspiel im Schanzenviertel! Nur der angesetzte
Schiedsrichter hatte offenbar keine Lust auf das Gipfeltreffen der Kreisklasse
6, war von Herrn Renz weit und breit keine Spur. Kurzerhand rekrutierte man mit
dem erst 14-jährigen Arthur Schreiber den noch anwesenden Leiter des vorigen
D-Jugendpokalspiels. „Beide Mannschaften sind sich einig: das war die stärkste
Schiedsrichterleistung in dieser Saison“, lobte Heim-Trainer Julian Höger das
juvenile, wie sportlich ambitionslose, Schiedsrichtertalent, das seinen ersten
Eintrag auf der Spielnotizkarte bereits in seiner Herren-Premierenminute
tätigte. GWE hinten im ungenauen Daddelmodus, sodass Nils Gadau, dazwischen spritzend,
den Blitzstart für den VfL markierte (1.).
Kurz geschüttelt, nutzten die Grünen einen Ballgewinn im Mittelfeld zum
schnellen Umschalten mittels tiefer Bälle, von denen der Zweite Paul Rademacher
erreichte. Rechts im Strafraum schob der „9er“ mit Gewalt linksunten zum
Gleichstand ein (16.).
Neun Minuten später war dieser jedoch wieder hinfällig, als die
Tiefenstaaken-Kicker erneut Geschenke verteilten. Einen durchgerutschten
Freistoß von rechts ließ Schlussmann Knuth Stickdorn aus den Handschuhen
gleiten, was Finn Rode mit dem prompten Abstaubertor quittierte (25.).
Mit beidseitig reichlicher Härte ging es fortan auf dem Kunstgrün zu.
Eindringliche Ansagen und insgesamt sieben gelbe Karten steckten jedoch den
disziplinarischen Rahmen, der trotz aller sportlichen Brisanz keine Sprengung
erfuhr.
Vielleicht auch, weil Hammonia den gelb-rot-gefährdeten Kilian Hansen zum
Wiederbeginn lieber ausgewechselt in der Kabine ließ…
Seine Kollegen verstanden es indes, den temporeichen Gegenstößen GWEs Einhalt
zu gebieten. Mehr noch, setzte Roberto Rodriguez Estevez mit seinem 3:1 (79.) die
vorentscheidende Marke gegen zunehmend kopflos anrennende und defensiv nicht
mehr mitrückende Eimsbütteler. Entsprechend viel Raum bot sich Hammonia,
wodurch Rodriguez Estevez im Konter noch unten links den 4:1-Endstand
herbeiführen konnte (90.+2).
Der VfL damit neuer Vize-Spitzenreiter vor der soeben entthronten Elf mit
englischsprachigem Trainergespann, während die Fünftvertretung des SC Victoria zeitgleich
dank eines 5:2-Erfolgs bei Union 03 II den Platz an der Sonne übernahm.
Tore: 1:0 Gadau (1.), 1:1
Rademacher (16.), 2:1 Rode (25.), 3:1 Rodriguez Estevez (79.), 4:1 Rodriguez
Estevez (90.+2)
gelbe Karten: Hansen,
Ketz, Celiz Pregot, Rodriguez Estevez – Seebrandt, Markefke, Wolters
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, ersatzweise)
Zuschauer: 55
besonderes Vorkommnis: Da der
angesetzte Tobias Renz (Hamburger SV) nicht erschien, leitete Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze) die Partie.
Samstag, 7. Oktober 2023
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Walddörfer SV 1.B
„Untypisches
Spiel“: SCS punktet glücklich
Schanze-B1
entgeht Verlust der Regenschlacht gegen Walddörfer SV
Ein passenderes Wetter als die ergiebigen Regenfälle bei tristem Himmelgrau
hätte man für diesen nicht weniger unbekömmlichen U16-Landesliga-Kick nicht
finden können – oder bedingte andersherum die Witterung das dünne Spielniveau?
Schanzes Arthur Schreiber sah für das sparsame 1:1 gegen den abstiegsbedrohten
Walddörfer eher letztere Variante als Erklärung. „Vielleicht war es einfach der
Untergrund; der Platz war unfassbar schwierig zu bespielen: Der Ball ist immer
weggerutscht, an den Außenlinien standen schon kleine Pfützen“, fand der
Spielmacher einen Erklärungsansatz in den äußeren Bedingungen. „Das war echt
ein untypisches Spiel für uns.“.
Untypisch, da über die gesamten 80 Minuten spielerisch kaum etwas zusammenlief.
Viele Ungenauigkeiten, Ballverluste und ein Gegner, der es verstand, als
massive Einheit gegenzuhalten. Im Falle von Vincent Sichalla einmal über dem erlaubten
Maß, rannte der 14-Jährige Theodor Spöhrer strafstoßbegründend über den Haufen.
Schlussmann Maximilian Röndigs parierte jedoch Schreibers Penalty (17.) und
eine ereignisarme Partie nahm ihren Lauf.
…bis es im Anschluss an einen Zweikampf zwischen Santiago Grumler Alvarez und
dem Schanzer Kleon Lorenz überphysisch wurde. Insbesondere Lorenz´ bewusstes
Nachtreten („Kleon hätte fliegen müssen!“) untermauerte, warum diese
Altersgruppe sowohl bei Eltern, als auch bei Schiedsrichtern als tendenziell
unbeliebt gilt (36.)…
Beide blieben unsanktioniert, sodass Lorenz direkt danach schädelnd auf der
Linie gegen einen Kopfball Herolind Sejdius klären konnte (38.).
Mit links versuchte es dagegen Kollege Hejran Taher, dem wiederum der behände
abtauchende Enno Gloßner den Garaus machte (43.). Auch bei der folgenden
WSV-Ecke durch Taher wackelte der Tabellendritte erheblich. Sichallas Kopfstoß
fehlte nämlich nicht sonderlich viel zum Einschlag.
Grund genug eigentlich für den SCS, einmal aus der Trägheit zu erwachen und die
eigene Spielstärke auszupacken. Bis auf eine gute Gelegenheit für den schnellen
Julius Ahrens, der nach einem steilen Schreiber-Zuspiel aber nicht am
Ex-Saseler Röndigs vorbeikam (66.), gab es außer diversen hitzigen Zweikämpfen
und Provokationen hüben wie drüben nichts zu sehen.
„Der Schiri hätte mehr Karten geben können – Dann wäre das bei Weitem nicht so
hitzig geworden. Und auch die Kulisse von außen, hat noch ein wenig zugespielt“,
berichtete Schreiber, der selbst überflüssigen Trashtalk mit den „sehr, sehr
lauten WSV-Eltern“ heraufbeschwor. Besonders herausstechend: „(…) eine nervige Spielermutter,
die die ganze Zeit Trainer spielen wollte (…)“.
Für die schrill hineinkommentierende Frau, die schon allein als Argument für
die Errichtung einer Schallschutzmauer auf allen vom WSV bespielten
Sportanlagen herhält, schien sich der permanente Bluthochdruck im Gastspiel
gelohnt zu haben, war der unerwartete Auswärtsdreier nach Sichallas
Abstaubertor plötzlich zum Greifen nah (72.). „Das Gegentor aus unserer Sicht
richtig scheiße – da fällt mir kein anderes Wort ein“, fluchte Schreiber, über
den Gegentreffer, den Gloßner in erster Instanz noch reflexstark gegen Serag
Alyas Suliman vereitelte. Alleingelassen schob Walddörfers Nummer drei jedoch zum
0:1 ein (73.).
Ein kurzes, konspiratives Treffen und plötzlich legten die Hausherren nun doch
endlich einmal alles in die Waagschale. „Ich habe die Jungs nochmal
zusammengeholt, ein bisschen motiviert und probiert, noch mal die Köpfe
hochzukriegen, immer weiter zu spielen, weil wir einfach ein gutes Team sind. Genau
das ist ja unsere Stärke, dass wir dann zurückkommen können – auch bei solchen
Rückständen!“, erklärte Schreiber den Gesprächszirkel, dem in der Tat noch
Reparatur des sportlichen Großschadens folgen sollte. Einen hohen Freistoß des Zentrumsakteurs verwandelte Sami Alhanash
im Zuordnungschaos der sonst vortrefflich organisierten Allhorn-Kicker in hohen
Lüften zum späten Ausgleichstreffer (78.).
Um ein Haar wäre eingewechselte Angreifer sogar zum Siegbringer mutiert, zwang
er Ex-Oberliga-Torsteher Röndigs per Linksschuss aus 22 Metern zur Flugshow,
die dem Neuling wenigstens einen (mehr als gerechtfertigten) Zähler rettete
(80.+1).
„Am Ende ist es ein verdientes 1:1 auf beiden Seiten“, resümierte dagegen
Schreiber, der sich mit seinen Farben mit zuletzt fünf Punkten (jeweils nach
Rückständen) aus den letzten drei Partien in die lange Herbstferienpause
verabschiedete.
„Es war schwierig, gegen so ein kämpferisch gutes Team zu spielen.“. Dies
dürfte erfahrungsgemäß auch auf TuS Berne zutreffen. Jene Vertretung aus dem
Tabellenmittelfeld wartet in vier Wochen zu einer „komischen Anstoßzeit“ am
Samstag, 17:15 Uhr im Nordosten Hamburgs auf den trotz des eigenen Strauchlers
weiter drittplatzierten SCS, der „Bock auf ein Flutlichtspiel“ in der
Wortspielhölle Berner Beu hat.
Tore: 0:1 Sichalla (73. Alyas
Suliman), 1:1 Alhanash (78. Schreiber)
gelbe Karten: keine – Sejdiu
Schiedsrichter: Ahmad Ahmadi (VfL
Hammonia)
Zuschauer: 30
besonderes Vorkommnis: Schreiber
scheitert mit Strafstoß an Röndigs (17., Sichalla an Spöhrer).
Freitag, 6. Oktober 2023
Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Lohkamp
Lipski
prügelt Lohkamp K.O.
Wuchtiges
Distanztor bringt Germania auf die Siegerstraße
Grund zum Feiern am Riekbornweg! Auch Abstiegskandidat SV Lohkamp vermochte es
nicht, den Nimbus des ungeschlagenen TuS Germania Schnelsen zu brechen.
Letztlich deutlich fiel der 5:1-Erfolg unter freitagabendlicher
Fluchtlicht-Nieselregenkulisse aus. Verdient war das allemal, präsentierten die
Hausherren gepflegten Ballbesitz, der auf alt britische Weise Phillip
Osternacks Kopfball auf Hereingabe Max Mecklenburg hervorbrachte (10.).
Ein torreicher Abend deutete sich an, gegen die bereits neunmal unterlegen
Furtwegler, die Schlussmann Janis Harfst abtauchend gegen Timo Schaudinn im
Match hielt (16.).
Sein Gegenstück hatte dagegen Pech im Timing, wodurch nicht nur Norman Sieglof
(zu Boden) fiel, sondern auch das etwas überraschende 1:1 durch den sicher vom
Punkt einlochenden Asadullah Khan (33.).
Germania blieb auch danach überlegen, aber oftmals ohne die entscheidende Idee,
den durchaus geschickt verteidigenden Kontrahenten aus den Angeln zu heben.
Antonio Arambasic versuchte es einmal aus dem Rückraum – Harfst war wieder zur
Stelle (38.).
Für den personell äußerst dünn besetzten SVL, der mit Manuel Ulmer und Faisal
Malik Seniorenpersonal dabei hatte, ein Spielverlauf nach Plan.
Etwas zu leidenschaftlich ging jedoch Feliciano Helena per Grätsche im
Zweikampf der Kapitäne mit Jannik Martens zu Werke, sodass jetzt auch Germania
in Person von Lennart Lux die Chance zum Strafstoßtor erhielt (54.). Lux´
schwach getretenen Penalty entschärfte Harfst allerdings – weiter pari pari!
…bis Tobias Lipski schließlich genug hatte und den Ball zur Stundenwende
förmlich unter die Latte prügelte. Der Knackpunkt des Abends, der nun voll für
die Heßmann-Elf verlief.
Zwar scheiterte Lipski nach Einzelleistung Condric noch am Außen-Alu (63.),
doch mit Julien Webers zentralem 3:1, bei dem Lux in der Vorarbeit gut die
Sinnhaftigkeit der Vorteilsregelung demonstrierte, war die Vorentscheidung
geritzt (72.).
Die Gäste tief frustriert, holten sich durch Malik eine von mehreren möglichen
Ampelkarten ab (90.), während die spielfreudigen Schnelsener fleißig aufs
Torkonto einzahlten.
Marko Condric köpfte am zweiten Pfosten eine Mecklenburg-Flanke bei kurzer
Eckenvariante zum 4:1 ein (85.), während der Endstand eine gegnerische
Eigentorpoduktion war, als Harfst einen suboptimalen Rückpass nicht weniger
unglücklich verarbeitete (90.+3).
Germania ging damit als Spitzenreiter in eine lebhafte dritte Halbzeit – der SV
Lohkamp muss dagegen aufpassen, dass nicht schon vor dem Hinserienende ein zu
großer Rückstand auf den Kreisligaverbleib einsteht.
Tore: 1:0 Osternack (10.
Mecklenburg), 1:1 Khan (33. Strafstoßtor, Wendt an Sieglof), 2:1 Tobias Lipski
(60. Osternack), 3:1 Weber (72. Lux), 4:1 Condric (85. Mecklenburg), 5:1 Harfst
(90.+3, Eigentor)
Schiedsrichter: Arnold Erwin Jensen (SV Lieth)
Zuschauer: 80
besonderes Vorkommnis: Lux scheitert
mit Strafstoß an Harfst (54., Helena an Martens).Flutlichtromantik am Riekbornweg