Warnsignale
erkannt
Reinmüller-Elf
dreht 1:3-Rückstand gegen einen forschen Aufsteiger
HEBC-Coach Poen Alarcon hat sicherlich schon ruhigere Vormittage mit seiner
Mannschaft verlebt als die 90 Minuten gegen den Glashütter. Teils wild gestikulierend
stand der Übungsleiter der Hausherren an der Seitenlinie und forderte seine
Mannen zu mehr Konzentration und Cleverness auf. Wirklich Gehör bei seinen
Schützlingen fand er aber erst während des Pausentees. Davor war die Darbietung
seiner Farben eher fahrig als zielstrebig gewesen.
Die erste Nennenswerte Szene der Begegnung ereignete sich in Minute 18, als die
bis dato besonnen und kompakt agierenden Gäste die Führung markierten. Kevin
Strominski bediente von rechts kommend Tobias Wismann, und jener vollendete
trocken zum 0:1.
Im Verlaufe der nächsten Minuten hätte der Goalgetter sein Team sogar mit drei
Toren in Front bringen können, doch scheiterte er zunächst am Pfosten und wenig
später in letzter Sekunde an der HEBC-Deckung. Etwas überraschend folglich der
Ausgleich. Schiedsrichter Christian Henkel (VfL Lohbrügge) hatte eine
Regelwidrigkeit geahndet und auf den Punkt gezeigt. Adem Ismajli ließ sich die
Chance nicht nehmen und vollstreckte souverän (23.).
Auf der Gegenseite geschah daraufhin eine ähnliche Situation. Nikola Jovic
hatte – wohl leicht außerhalb des Sechzehners – Foul gespielt. Jan Schuhmann
versenkte den fälligen Strafstoß im rechten unteren Eck (30.).
Als Benjamin Rehmer ein Zuspiel von To. Wismann schließlich zum 1:3 über die
Linie gebracht hatte, schien die Messe bereits gelesen zu sein, aber weil
Ismajli eine Unachtsamkeit in der GSV-Defensive ausnutzte, schob Antonio
Avarello noch vor der Pause zum zweiten Anschlusstreffer ein (43.).
Mit Wiederbeginn drückten die „Veilchen“ immens auf die Tube und schnürten den
Aufsteiger in dessen eigenen Hälfte ein. Die Belohnung: A. Avarellos
wunderschöne Bude zum 3:3 per Fallrückzieher (50.) und Jovic´ schnell
ausgeführter Freistoß zum 4:3 (64.), während Glashütte noch damit beschäftigt
war, seine Mauer zu stellen.
Dass die Eimsbütteler im zweiten Durchgang noch zahlreiche Gelegenheiten
ungenutzt ließen, verkam am Ende zu einer Nebensächlichkeit. Der HEBC fuhr
verdiente drei Punkte ein.
Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer
Tore: 0:1 Tobias Wismann (18. Strominski), 1:1 Ismajli (23. Strafstoßtor),
1:2 J. Schuhmann (30. Strafstoßtor), 1:3 Rehmer (40. Tobias Wismann), 2:3 A.
Avarello (43. Ismajli), 3:3 A. Avarello (50.), 4:3 Jovic (64. direkter Freistoß)
gelb-rote Karte: Tobias Wismann (Glashütter SV, 84., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Christian Henkel (VfL Lohbrügge)
Zuschauer: 100
Sonntag, 9. Oktober 2011
Spielbericht HEBC - Glashütter SV
Samstag, 8. Oktober 2011
Spielbericht SV RW Wilhelmsburg - FC ZaZa Hamburg
Ferizi
ersetzt sie alle
Gala-Auftritt
des Angreifers lässt RWWs Personalsorgen vergessen
Ahmet Kilic musste nach Spielende erstmal tief durchatmen. Felsbrocken fielen
dem Coach des SV Rot-weiß Wilhelmsburg vom Herzen, nachdem sein Team den
Rivalen FC ZaZa trotz übelster Personalprobleme mit einer reifen Vorstellung
mit 4:1 vom Hof jagte.
Den besseren Beginn legten jedoch zunächst die Gäste hin. So war RWW-Keeper
Ertegün Yildirim früh zum erfolgreichen Eingriff gegen Ramazan Gün aus 17
Metern gezwungen (3.).
Geklingelt hat es dafür auf der anderen Seite. Rot-weiß mit einem
festgefahrenen Angriff, doch Kushtrim Ferizi machte per Linksschuss aus 24
Metern doch noch eine Erfolgsgeschichte aus der ersten eigenen Offensivregung
(10.).
Verlass blieb unterdessen auch auf Goalie Yildirim, der wenig später einen
Can-Kopfball entschärfte. Doch auch sein Gegenüber kann es auf der anderen
Linie, ffischte Mehmet Öztürk einen Freistoß Erdal Kilic´ wunderbar aus dem Winkel.
ZaZa blieb für die zweite Hälfte gut im Geschäft und freute sich – nur kurz –
über den vermeintlichen Ausgleich, den der eingewechselte Fahrettin Gönlüacik
bei der Verarbeitung einer Akdag-Flanke unter klarem Handspieleinsatz, ähnlich
wie einst Oliver Kahn anno 2001, erzielte (54.). Ein Schiedsrichter von der
Qualität eines Markus Dahms (TuS Finkenwerder) lässt sich davon natürlich nicht
täuschen. Ohnehin hatte der oberligaerfahrene Mann das brisante Türkisch/Kurdische
Duell mit seiner konsequenten Ansprache überragend im Griff.
In völlig legaler Manier zeigte Christopher Bruhn, knapp vor Passieren der
Stundenmarke, wie man es richtig macht. Ein schneller Konter über die linke
Seite schaltete ZaZas Defensive aus, sodass Ferizi vor dem Tor nur noch
querzulegen brauchte. Bruhn nahm dankend an und verdoppelte den Vorsprung der
heuer ohne sieben abwesende Urlauber und einem Torhüter (Ibrahim Senol) im Feld
agierenden Wilhelmsburger (59.).
Die Gäste wollten sich jedoch nicht aufgeben und verkürzten auf 2:1, als Onur
Yayan einen Sürmeli-Freistoß unbedrängt im Strafraum im Strafraum einköpfen
konnte (65.).
Zeit, die dritte Schlappe in Serie abzuwenden, war noch genug, doch zu oft
schlichen sich Ungenauigkeiten ins Spiel des kurdischen Teams.
Stattdessen machte Rot-weiß nach Ferizis Eckball in Person von Bruhn alles klar
(73.), um in der Schlussminute einen weiteren Bilderbuch-Konter, abgeschlossen
zum 4:1 vom nicht zu bremsenden Ferizi, aufs rote Parkett am Rotenhäuser Damm
zu legen.
Für Übungsleiter Ahmet Kilic ein Grund zur Freude: „Nach den ersten 20 Minuten
haben wir heute ein richtig gutes Kampfspiel hingelegt. Es war sehr wichtig,
nach dem Spiel gegen den Escheburger SV, wo wir allein in den ersten 23 Minuten
fünf Riesenchancen auslassen und gegen nachher neun Mann verlieren, wieder
einen Sieg zu schaffen. Ich bin sehr stolz auf meine ersatzgeschwächte
Mannschaft!“.
Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Wochenende beim Kellerkind des DSC
Hanseat würde RWW nicht nur den Trainer weiter stolz machen, sondern auch in
Reichweiter zu den Plätzen an der Sonne der Kreisliga 4 gelangen. Der FC ZaZa
hat dagegen mit Vatan Gücü die nächste harte Nuss zu knacken, um nicht unten
hineinzugeraten.
Tore: 1:0 Ferizi (10.),
2:0 Bruhn (59. Ferizi), 2:1 Yayan (65. Sürmeli), 3:1 Bruhn (73. Ferizi), 4:1
Ferizi (90. Yalcin)
beste Spieler: Yildirim, Ferizi,
Bruhn – geschlossene Mannschaftsleistung
gelbe Karten: Bruhn, Oksüz –
Demirtag, Gün, F. Gönlüacik, Sürmeli
Schiedsrichter: Markus Dahms (TuS
Finkenwerder, Note 1)
Zuschauer: 60
Freitag, 7. Oktober 2011
Spielbericht GW Eimsbüttel - SC Alstertal / Langenhorn II
„Wenn man denkt,
da kommt nichts mehr“
2:1
über SCALA! – Zweiter GWE-Sieg in Folge gegen wenig inspirierte Gäste
Grün-weiß Eimsbüttel hat durch einen 2:1-Heimerfolg über die Reserve des SC
Alstertal/Langenhorn den überraschenden Auswärtserfolg beim SC Persia veredeln
können.
Der Ereignisgrad vor bedauerlich schwacher Kulisse passte sich zu Beginn den
äußeren Bedingungen bestens an. Es passierte nicht viel, da beide Mannschaften
nach dem Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ handelten.
Doch mitten in diese Ruhe setzten die Gäste durch Daniel Krohn einen gehörigen
Nadelstich, der keineswegs eine freundliche Akupunktur war, sondern das 0:1 des
23-jährigen Angreifer, der Matthias Przybylski in einem packenden Laufduell von
sich distanzieren konnte (20.).
In der Folge blieb die Partie zwar weiter verhalten, doch langsam übernahm GWE
das Kommando auf dem Spielfeld. Dies wollte sich Dirk Becker mit einem Versuch
aus halblinker Position zu Nutze machen, doch das Spielgerät verfehlte den
Kasten denkbar knapp.
Nach dem Wiederbeginn war die Heimmannschaft weiter die Aktivere und hätte
wiederum durch Becker den Ausgleich erzielen müssen, doch ein Tritt in die Luft
verhinderte das eimsbütteler Hurra, nachdem Johan Schwarzmayr schön flankte.
Gute fünf Minuten später war es dann so weit: Freistoß für die Gastgeber in der
Nähe des Sachzehners. Schwarzmayr mit der Ablage, Motullo mit rechts – 1:1! Ein
Dusel-Tor, denn den darf Schlussmann Jorg-Philip Ansen auch gerne sicher
entschärfen…
Chancenlos konnte sich der 25-Jährige kurze Zeit danach nennen, als Caspar
Motullo im Strafraumgewühl die Übersicht behielt und mustergültig per Kopf für
Schwarzmayr auflegte. Der ehemalige Auetaler traf und bewies damit, dass es
auch mit getauschten Rollen funktioniert (63.).
Apropos getauschte Rollen: Wie kam eigentlich SCALA mit der Wendung zum
Rückstand zurecht?
Wirklich erwähnenswert gestalteten sich die Bemühungen nur bei einer
ausgezeichneten Schusschance für den soeben eingewechselten Tim Koßek, vom
formstarken Patrick Witte zwischen den GWE-Stäben aber fachmännisch entschärft
(75.).
Simon Schirrmacher und die anderen Grün-weiß sicherten sich die Punkte, was den
Kapitän angesichts der aktuell „schwierigen Personalsituation“ (mit Matthias
Barkley, Dennis Tralau und Marco Bär kamen erneut drei Spieler aus dem Gros der
zweiten Herren zum Einsatz) hoch erfreute: „Wir sind näher zusammengerückt, was
wir sehr deutlich auf dem Spielfeld durch extrem geschlossene Kompaktheit
zeigen. Deshalb geht der Sieg gegen einen angenehm fairen und sympathischen
Gegner auch in Ordnung.“. Eine Kampfansage an die Konkurrenz hatte der
33-Jährige auch gleich parat: „GWE schlägt immer dann zu, wenn man denkt, da
kommt nichts mehr!“.
Auf den VfL Hammonia wartet also eine interessante Aufgabe gegen ein Team, das
mit nun zwei Siegen in Folge vorerst im Mittelfeld rangiert – ebenso, wie der
heuer geschlagene Aufsteiger, der an seiner Siemershöh die Zweitvertretung des
Willinghusener SC zum Duell der Reserven empfängt.
Tore: 0:1 Krohn (20.), 1:1 Motullo (56. Direkter Freistoß),
1:2 Schwarzmayr (63. Motullo)
beste Spieler: Motullo, C. Pleus – geschlossene Mannschaftsleistung
Schiedsrichter: Nino Rüdian (VfL Lohbrügge)
Zuschauer: 20
Sonntag, 2. Oktober 2011
Spielbericht SC Persia 04 - GW Eimsbüttel
Persia
beißt auf Granit
Dritte
Persia-Schlappe in Folge – GWE mit Befreiungsschlag
Mit einem 2:0-Auswärtssieg beim SC Persia konnte Grün-weiß Eimsbüttel einen
wahrhaften Befreiungsschlag in der Kreisliga 5 setzen, während der SC Persia
den Status des absoluten Spitzenteams vorerst verloren hat.
Es entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Kick bei großer Hitze in
Alsterdorf, in dem de ganz großen Momente erstmal ausblieben. Doch eine starke
Vorarbeit von Finn Schaper über die linke Seite lieferte den perfekten Service
für Vincent Dahms, der das Leder aus halbrechter Position zum 0:1 in die kurze
Ecke schob (24.).
Danach passierte nicht viel. Persia bemühte sich zwar um eine passende Antwort,
doch fehlende Dynamik im Aufbauspiel und ein extrem kompakter Defensivblock der
Gäste ließen den SCP über weite Strecken blass aussehen. Szenen, wie in der 39.
Minute, als Schaper seine liebe Mühe hatte, eine von Schlussmann Patrick Witte
berührte Hereingabe von Shahram Rahbari auf der Linie zu klären, waren
Mangelware.
In der zweiten Hälfte schien sich das Geschehen eher in Richtung der Gastgeber
zu entwickeln. So eröffnete Carsten Motzkus den neuen Spielabschnitt mit einem
guten Freistoß aus zentraler Position, doch der aufmerksame Witte lenkte das
Leder schön über die Latte.
Ebenso eine gute Reaktion gab es in der 66. Minute zu bestaunen, als sich der
eingewechselte Stefan Reichel versuchte, gegen den 29-Jährigen Schlussmann
jedoch das Nachsehen hatte.
Danach war Schluss für den emsigen 19-jährigen Hasan Yüksel auf Seiten bei GWE,
der wie der für ihn eingewechselte Dennis Tralau eigentlich zum Gros der
zweiten Mannschaft gehört. Später sollte mit Marco Bär gar ein Akteur der
dritten Herrenmannschaft den alsterdorfer Rasen betreten. Mit Tralau leitete
gut eine Viertelstunde vor Schluss einer des Aushilfstrios die Entscheidung zu
Gunsten der ausfallgeplagten Schirmer-Elf ein.
Persia verhaspelte sich aufgrund eines Laufeinsatzes Tralaus vor dem eigenen
Sechzehner und schon bediente Nicholas Burke den gestarteten Dahms, der im Lauf
auf den Kasten das 0:2 markierte (76.). Grund genug für ihn, jubelnd und auf
seine Rückennummer 13 verweisen, auf den Hügel hinter dem getroffenen Tor zu
sprinten – ein Gruß an ein paar Persia-Akteure, mit denen er einst, unter
anderem beim SC Sperber zusammen kickte…
Der SC Persia drückte zwar noch auf den Anschlusstreffer, doch eine zu
uninspirierte Spielweise und gegnerischer Granit besiegelten die dritte
Niederlage in Serie und das Abrutschen auf den dritten Rang.
Auf der anderen Seite tat GWE einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller,
von dem man sich nun dank einer starken Kollektivleistung auf vier Punkte
distanzieren konnte.
Während Grün-weiß mit einem Heimsieg am kommenden Freitag gegen den starken
Aufsteiger SC Alstertal/Langenhorn II einen Aufwärtstrend setzen will, sollte
der SC Persia punkten, wenn es am Sonntag zur unangenehm zu bespielenden
Reserve des Willinghusener SC geht.
Tore: 0:1 Dahms (24.
Schaper), 0:2 Dahms (76. Burke)
beste Spieler: M. Karimi – Witte,
Schaper, Motullo, Yüksel
Schiedsrichter: Manfred Kock (TSV
Reinbek)
Zuschauer: 40
Spielbericht SC Victoria Hamburg II - VfL 93 Hamburg II
Abgerammt!
Spitzenreiter
Vicky II kanzelt VfL-Reserve 8:0 ab
Auch lange nach dem Spiel wusste VfL-Coach Marco Ritter noch nicht so wirklich,
was er zu dem Geschehenen sagen sollte: „Das war ein rabenschwarzer Tag für
uns. Wir waren in allen Belangen schlechter“, konstatierter der Übungsleiter,
wie sein Team am Lokstedter Steindamm buchstäblich unter die Räder geriet.
Es dauerte keine 60 Sekunden, da schädelte der aufgerückte Arne Wegner das
Spielgerät erstmalig in die Maschen. Der VfL fand an diesem Sonntag überhaupt
nicht ins Spiel und so überraschte es nicht, dass Benedikt Neumann-Schirmbeck
nach einer Balleroberung locker zum 2:0 einschob (9.) und Can Aytac bereits in
Minute elf auf Flanke Philipp Wolpers auf 3:0 erhöhte.
Der Rest des Spiels war vorgezeichnet. Vicky setzte das gegnerische Tor unter
Dauerbeschuss, vergeigte dabei sämtliche Großchancen, um aber dennoch fünf
weitere Einschüsse in Sven Oesers Gehäuse zu platzieren. Trainer Gody Hoedoafia
präsentierte sich daher hochzufrieden mit seinen Mannen: „Ich bin sehr
zufrieden mit meinen Jungs, die heute 90 Minuten lang Gas gegeben haben und den
Gegner nicht ins Spiel kommen ließen.“. Das Thema Aufstieg verbittet sich der Coach dagegen vehement – trotz der
verteidigten Tabellenführung: „Es wäre vermessen, jetzt nach zehn Spielen schon
vom Aufstieg zu sprechen. Außerdem war der Gegner heute kein Maßstab. Die
interessanten Spiele kommen jetzt erst!“. Ein interessantes Spiel mit der
Möglichkeit, „sich für die harte Trainingsarbeit zu belohnen“ und „die Position
zu festigen“, bietet das kommende Heimspiel gegen die zuletzt kriselnde Elf von
KS Polonia, während die 93er mit
Weiß-blau 63 die nächste harte Nuss zu knacken haben.
Tore: 1:0 Wegner (1.
Aytac), 2:0 Neumann-Schirmbeck (9.), 3:0 Aytac (11. Wolpers), 4:0 Aytac (31.),
5:0 Neumann-Schirmbeck (45. Karaschewski), 6:0 Neumann-Schirmbeck (53.
Schacht), 7:0 Aytac (56.), 8:0 Wolpers (74.)
Schiedsrichter: Stephan Gehrmann (SV
Bergstedt)
Zuschauer: 50
Samstag, 1. Oktober 2011
Spielbericht FC St. Pauli 1.D - HSV Barmbek-Uhlenhorst 1.D
„Kein
Schwierigkeitsgrad“
St.
Paulis U13 schießt sich trotz schlechter Vorzeichen ein wenig aus der Krise
Nein, ein gewöhnlicher Sonnabend-Vormittag war es nicht am Brummerskamp. Die
Oktobersonne brannte ungewöhnlich stark, 2001er-Coach Benjamin Olde vertrat das
verhinderte Trainergespann, ein Spielervater pfiff für den nicht erschienenen
Dieter Schürer (SV Lurup) und der „Fall Lüth“ um den unter der Woche freiwillig
aus purer Unzufriedenheit aus dem St. Pauli-Gros geschiedenen Erik Lüth lag
natürlich auch noch in aller Munde.
Da wollten die jungen Kiezkicker, ohne vier Stammspieler und dem Einsatz dreier
2000er, natürlich für sportliche Positivnachrichten sorgen.
Mit einer tonangebenden Vorstellung gegen extrem hoch verteidigende Barmbeker
gelang dies zunächst ganz gut. Keine zehn Minuten brauchte es, ehe Julian zu
Klampen die Gastgeber dank eines Zuspiels von Nikola Kosanic mit 1:0 in Front
brachte.
Bereits davor hatten beide leichtfertig eine mögliche Führung verschenkt.
Chancenreich ging es auch weiter, doch erst ein Fehlpass des Gegners am eigenen
Sechzehner bescherte St. Pauli freie Fahrt zur Verdopplung, die Kosanic nach
Ardian Aslanis Wachsamkeit zentral vollendete.
Torhüter Jasper de Wyl traf dabei keine Schuld – Er musste kurz zuvor verletzt
raus. Bei einer Rettungsaktion hatte sich der Fänger nämlich schwer am Knie
verletzt.
Oliver Gaedtke, von nun an zwischen den BU-Pfosten, dürfte diesen
Positionswechsel wohl bitter bereut haben, schenkte ihm Kosanic gleich noch
einen ein, als ihn Martin Schauer mit Übersicht ins Eins-gegen-Eins schickte
(24.).
Der Weg der restlichen Partie war vorgezeichnet. Noch vor der Pause erhöhte zu
Klampen auf 4:0, woraufhin der kreative Kopf mit dem Pausenpfiff zum effektiven
Servicemann für Kosanic´ 5:0-Linksschuss fungierte.
Weiter ging´s auch nach dem Break stets nach vorne, nur wollten die Tore nicht
mehr fallen. Ob Pfosten oder der Torwart: irgendwas stand jetzt immer im Weg.
Und auch vom Strafstoßpunkt (Coleman an Bebensee) vermochte man es in Person
von Ivan Stanjevic nicht, das Bällchen an seinen Zielort zu führen (43.).
Bis U12-Leihgabe Finn Ole Becker zwei Minuten später bei einer zu
Klampen-Hereingabe in bester Mittelstürmermanier doch endlich das halbe Dutzend
komplettierte.
Inspiration für den quirligen John Bebensee, der sich in der Schlussphase noch
zweimal erfolgreich durch die staksige Abwehr der Gelben wuselte (51. &
56.).
Einen kleinen Schönheitsfehler hatte der höchste Punktspielsieg der
Brummerskamp-Equipe dieses Halbjahres allerdings, ließ der offensichtlich
unterbeschäftigte Joris Wittkugel eine Flanke Tim Voßkes direkt vor den Füßen
des einschussbereiten Enis Urkal aufkommen, sodass dieser, im Gegensatz zu
seinem Pfostenschuss (38.), diesmal ungehindert zum zwischenzeitlichen 6:1
einnetzte (48.).
Nachdem der Tabellenvorletzte für Julian zu Klampen und seine Kollegen „keinen
Schwierigkeitsgrad“ darstellte, möchte der Profinachwuchs in drei Wochen zum
Schlussakt der Herbstserie beim Schlusslicht Germania Schnelsen „mehr Tore aus
den Spielanteilen machen“, wie der Doppeltorschütze und Dreifachvorbereiter
offensiv ankündigte.
Zu etwas mehr Normalität würde dies nach einer streckenweise holprigen Hinserie
sicher beitragen…
FC St. Pauli 1.D:
Wittkugel – Kakari, von Zitzewitz, B. Bendowski, Aslani – Schauer, Becker –
Bebensee, zu Klampen, Stanjevic – Kosanic, eingewechselt:
Bornemann, Zähringer, Trainer:
Benjamin Olde (i.V.)
Tore: 1:0 zu Klampen (7. Kosanic),
2:0 Kosanic (21. Aslani), 3:0 Kosanic (24. Schauer), 4:0 zu Klampen (30.), 5:0
Kosanic (30.+2 zu Klampen), 6:0 Becker (45. zu Klampen), 6:1 Urkal (48. Voßke),
7:1 Bebensee (51. Zu Klampen), 8:1 Bebensee (56. Stanjevic)
Schiedsrichter: Ralf Bendowski
(ersatzweise)
Zuschauer: 45
Besondere Vorkommnisse:
- Da der angesetzte Dieter Schürer (SV Lurup) nicht erschien, einigte man
sich auf Ralf
Bendowski als Schiedsrichter.
- Stanjevic schießt Foulstrafstoß über das Tor (43. Coleman an Bebensee).
Die Tabelle der D-Bezirksliga A05 Herbst nach 6 Spieltagen:
|
Pl |
Mannschaft |
Sp |
S |
U |
N |
Tore |
Diff |
Pkt |
|
01 |
Hamburger SV 1.D (LZ) |
6 |
6 |
0 |
0 |
33:0 |
33 |
18 |
|
02 |
Bramfelder SV 1.D |
6 |
4 |
1 |
1 |
25:8 |
15 |
13 |
|
04 |
Niendorfer TSV 1.D |
6 |
4 |
0 |
2 |
12:9 |
3 |
12 |
|
03 |
FC St. Pauli 1.D |
6 |
3 |
2 |
1 |
18:8 |
10 |
11 |
|
06 |
SV Eidelstedt 1.D |
6 |
2 |
1 |
3 |
11:9 |
2 |
7 |
|
05 |
FC Eintracht Norderstedt 1.D |
6 |
2 |
0 |
4 |
7:15 |
-8 |
6 |
|
07 |
HSV Barmbek-Uhlenhorst 1.D |
6 |
1 |
0 |
5 |
7:51 |
-45 |
3 |
|
08 |
TuS Germania Schnelsen 1.D |
6 |
0 |
0 |
6 |
5:18 |
-14 |
0 |