Koulouris
macht´s möglich
Grieche
leitet kleine Sensation im Nachholspiel ein
Der zweiten Mannschaft des VfL 93 ist im Nachholspiel gegen den SC Osterbek
eine echte Überraschung gelungen. Mit 4:2 schickte man den bis dato
ungeschlagenen Tabellenführer der Kreisklasse 7 nach Hause – als Vorletzter!
Den Schlüssel zum Überraschungssieg bekamen die Gastgeber eine Viertelstunde
vor Anpfiff überreicht: Mittelfeldmotor Thomas Koulouris, den Liga-Coach Olaf
Orth erst wenige Tage vorher aus Spanien verpflichtete und an diesem Dienstagabend
aufgrund des eigenen Trainingsausfalls einsetzen lassen wollte.
Und so wurde dieses Nachholmatch zur Koulouris-Show, die der gelernte Friseur
mit einem Solo, dem nur knapp der erfolgreiche Abschluss fehlte, begann (6.)
und seine Fortsetzung fand, als ihn Björn Ptach in dessen Verzweiflung im
Sechzehner von den Beinen holte – Strafstoß!
Eine Aufgabe für Timo Böge, der diese in feinster Butt-Manier löste (10.).
Und es kam noch dicker für die Jungs vom Barmwisch, schenkte Koulouris ihnen
diesmal direkt zum 2:0 nach 22 Minuten ein, nachdem ihn der ebenfalls stark
aufspielende Nikola Weiler bestens bediente.
Der verdutzte Spitzenreiter brauchte daraufhin seine Zeit, den Rückstand zu
verarbeiten. Da passte ihnen ein blödes Foul von Moritz Harraß im VfL-Strafraum
gut ins eigentlich schon verlorene Konzept. Kapitän Mike Stiegler behielt vom
Punkt die Nerven und netzte sicher ein. Ebenso wie Clemens Boveland, der eine
starke Allath-Flanke unhaltbar einköpfte – ins eigene Tor (39.)!
Den dadurch neu gewonnenen Mut konnten die Gäste auch in Abschnitt zwei
deutlich präsentieren, was sich in Chancen für Carsten Schlüter (48.) und Matthias
Grünauer (53.), der an einer flinken Reaktion Böges scheiterte, widerspiegelte.
Den Unterschied machte an diesem Abend aber dieser nicht einzufangende Grieche,
der das 3:2 mit einem klugen Pass auf Nicolas Wilson entscheidend einleitete.
Wilsons Hereingabe von links verwandelte Weiler schließlich mustergültig (66.).
In den letzten Augenblicken bemühten sich Stiegler und Co noch einmal um das
3:3, doch als Koulouris im Zuge eines Konters frei vor Tormann Christian Weber
auftauchte, schien der Drops gelutscht. Weber rettete zwar gegen den ehemaligen
Dritte-Herren-Spieler Real Madrids, doch gegen Weilers aufmerksamen Nachschuss
war nichts mehr auszumachen. Die VfL-Reserve siegte mit 4:2!
Tore: 1:0 T. Böge (10. Strafstoßtor, Ptach an Koulouris), 2:0
Koulouris (22. Weiler), 2:1 Stiegler (32. Strafstoßtor, Harraß an Grünauer),
2:2 Boveland (39. Eigentor, Allath), 3:2 Weiler (66. Wilson), 4:2 Weiler (90.+2
Koulouris)
beste Spieler: Weiler, Koulouris – geschlossene Mannschaftsleistung
gelbe Karten: Goede – Weber, Grünauer
Schiedsrichter: Jörg Blume (USC Paloma, Note 2)
Zuschauer: 30
Dienstag, 6. November 2012
Spielbericht VfL 93 Hamburg II - SC Osterbek
Freitag, 2. November 2012
Spielbericht VfL 93 Hamburg II - FC Haak Bir
VfL
erwischt rabenschwarzen Tag
Völlig
verdienter Auswärtserfolg für den FC Haak Bir am Borgweg
Dass hatte sich die zweite Mannschaft des VfL 93 ganz anders vorgestellt: Mit
0:1 ging das Heimspiel gegen den Kreisklassenneuling des FC Haak Bir nicht zu
Unrecht verloren. Denn von Beginn an waren es die Gäste, die am Südring die
Musik spielten, kamen sie bereits im ersten Durchgang zu vier großartigen
Chancen. Einzig die Verwertung stand der verdienten Gäste-Führung (noch) im
Weg.
Exemplarisch für diesen Zustand sind dabei die Szenen aus der 32. Minute zu
nennen, als Mustafa Uzun plötzlich ganz allein gelassen aus acht Metern zum
Schuss kam, jedoch am Innenpfosten scheiterte, während Kapitän Čağdaş Aydin den
Unbehelligten Nachschuss zu hektisch über den Kasten drosch.
Die VfL-Reserve, bei der Thomas Lazer früh verletzungsbedingt ausschied (8.),
bekam auch in Hälfte zwei nichts auf die Beine. Stattdessen belohnten sich die
emsigen Gäste für ihre couragierte Leistung, wobei Uzuns, von VfL-Schlussmann
Sven Oeser berührter Abschluss noch durch Tim Backes geklärt werden konnte. Nur
stand Adel Nassim Salah Brahim diesmal genau richtig, um den zweiten Ball
endlich im Tor unterzubringen (52.).
In der Folge schalteten die Jungs in Orange einen Gang herunter und verlegten
sich auf solide Defensivarbeit. Hin und wieder suchten sie dann aber doch
einmal den Weg nach vorne – ohne das Begonnene allerdings fachgerecht
abzuschließen.
Somit mussten die Herren vom Neusurenland bis zum Schluss warten, ehe die drei
Punkte im Sack waren, versuchte die Ritter/Böge-Elf zum Ende nochmals ein wenig
Druck aufzubauen.
Doch weil es außer einer Ampelkarte für Daniel Frey (wiederholtes taktisches
Foulspiel, 88.) nichts auf winterhuder Seite zu vermelden war, unterlagen die
verbliebenen zehn Grün-schwarzen der ehemaligen Freizeitmannschaft mit 0:1. –
Das fünfte sieglose Spiel in Serie. Ein jähes Ende des Negativlaufs scheint
derweil ob der zuletzt dürftigen Darbietungen äußerst unwahrscheinlich.
Schließlich reist als nächstes der SC Osterbek als ungeschlagener Spitzenreiter
zum Nachholspiel in den Stadtpark.
Tore: 0:1 Salah Brahim (52. Uzun)
gelbe Karten: keine – Salah Brahim, Kocabıyık, Aydin
gelb-rote Karte: Frey (VfL 93 II, 88., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Klaus Dräger (SC Osterbek)
Zuschauer: 18
Sonntag, 21. Oktober 2012
Spielbericht Hamburger Gehörlosen SV - TuS Hemdingen-Bilsen II
Die Schmiedehausen-Show
Vierfachtorschütze überragt bei Keller-Kantersieg
Nach den Misserfolgen der letzten Wochen hatte Maik Poll, Trainer des Aufsteigers TuS Hedingen-Bilsen
II, mal wieder einen Grund zum Jubeln, schlachtete man den Gehörlosen
SV nach allen Regeln der Kunst mit 8:0 ab. „Daran kann man sich durchaus
gewöhnen. Meine Mannschaft hat heute guten Fußball gespielt und den
Ball schön laufen lassen.“, freute sich der Übungsleiter, der sich nach
etwas mehr, als einer Viertelstunde erstmals freuen durfte, eröffnete
Christoph Mattern den Torreigen mit einem satten Rechtsschuss in die
obere Etage des HGSV-Kastens, was kurz darauf auch seinem Vorlagengeber
Hendrik Schmiedehausen gelang. Die Gastgeber kamen derweil nicht aus dem
Quark, waren immer einen Schritt langsamer, wie Martin Dethloff, als er
im Laufduell mit Sean Mc Philbin schlecht grätschte und letztgenannter am zweiten Pfosten einlochte. „Das ist doch nicht normal!“, polterte Dehtloffs Kollege Stefan Rösler.
Und
kaum hatte Dunkelblau diesen erneuten Gegentorschock realisiert, folgte
gleich der nächste, profitierte Schmiedehausen aus 20 Metern von einer
schlecht gestellten Mauer. Die Partie war bereits jetzt entscheiden und
so war die folgende Spielzeit für die Jungs aus der Nähe von Quickborn
eine mühelose Trainingseinheit gegen einen komplett indisponierten
Gegner. Poll: „Die waren hinten offen wie ein Scheunentor. Meine Spieler
waren ja schon quasi ab der Mittellinie frei vor dem Tor.“.
Weil
man nach einer Stunde etwas den Fuß vom Gas nahm, beließ man es am Ende
bei einem dennoch überdeutlichen 8:0, von dem allein Hendrik
Schmiedehausen vier Treffer erzielte. Ein Sieg, der neuen Mut macht, wie
Poll berichtete: „Wir sind immer noch bemüht, drei Mannschaften hinter
uns zu lassen.“, so die Ansage an die Konkurrenz, zu der man den
Gehörlosen SV nach diesem Auftritt (Ivan Torgonskijs Pfostenschuss war die einzige eigene Torchance, 84.) indes kaum noch zählen mag.
Hamburger Gehörlosen SV: Ünal – Kluge (40. Gülcemal), Pfaffenroth, Gricar, Dethloff – Adseven, Gwizdala – Torgonskij, Rösler, Jankowsky (43. Lahrs) – Dragan Sejdovic (56. Zobries), Trainer: Seckin Cantay
TuS Hemdingen-Bilsen: Hermenau – Hansen, Lohmeier, Wasilewski, Wolf – Hollstein, Pingel – Mc Philbin (67. Seemann), Schmiedehausen, Mattern – Beck (65. Krohn), Trainer: Maik Poll
Tore: 0:1 Mattern (17. Schmiedehausen), 0:2 Schmiedehausen (21.), 0:3 Mc Philbin
(31. Schmiedehausen), 0:4 Schmiedehausen (35. Direkter Freistoß), 0:5
Hollstein (39. Pingel), 0:6 Wolf (60.), 0:7 Schmiedehausen (64.
Hollstein), 0:8 Schmiedehausen (83. Lohmeier)
Gelbe Karten: Adseven, Lahrs – Pingel
Schiedsrichter: Florian Matthießen (Hetlinger MTV)
Zuschauer: 20
Besonderes Vorkommnis: Da Schiedsrichter Florian Matthießen (Hetlinger MTSV) ohne Assistenten anreiste und sich vor Ort kein Ersatz finden ließ, leitete er die Partie allein.
Samstag, 20. Oktober 2012
Spielbericht HSV BU III - VfL 93 Hamburg II
Sonntag, 14. Oktober 2012
Spielbereicht HEBC - TBS Pinneberg
Geburtstagskind
Ryziotis trifft zum Sieg!
HEBC
weiter auf Kurs, schlägt disziplinloses TBS
Es läuft wie am Schnürchen für den HEBC. Im Duell der beiden Aufsteiger
schlugen die Eimsbütteler am Sonntagvormittag den TBS Pinneberg mit 1:0 und
feierten damit bereits ihren sechsten Saisonerfolg.
Gegen die Gossow-Elf war indes eine gehörige Portion Glück vonnöten, damit die
Maximalausbeute eingetütet werden konnte. Die Gäste hatten ein klares
Chancenplus und deutlich mehr vom Spiel, einzig ein Treffer wollte ihnen nicht
gelingen. Die beste Gelegenheit ließ Gürel liegen, der in Minute 48 mit einem
an ihm selbst verursachten Foulelfmeter an Veilchen-Keeper S. Wolgast
scheiterte.
Und so kam es schließlich, dass die Fahrlässigkeit im TBS-Offensivbereich von
den Platzherren bestraft wurde. Ryziotis war es, der einen Martini-Freistoß von
links in den Maschen unterbrachte (59.). Schöne Randnotiz: der Grieche feiert
heute seinen 26. Geburtstag!
Große Hektik kam in der Schlussphase auf, in der es Pinneberg schaffte, innerhalb
von sechs Minuten drei Platzverweise zu kassieren. Nach den Ampelkarten von
Simsek (86.) und Waseq (90.+2) gipfelte die Darbietung mit der roten Karte für
Eibl, der Schiedsrichter Oldhafer in schroffer Manier die Meinung geigte
(90.+2)
Text: Dirk Becker &
Björn Meyer
Tore: 1:0 Ryziotis (59.
Martini)
gelb-rote Karten: Simsek (TBS,
wiederholtes Meckern), Waseq (TBS, 90.+2, wiederholtes Foulspiel)
rote Karte: Eibl (TBS, 90.+2,
Schiedsrichterbeleidigung)
Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (TSC
Wellingsbüttel, Note 2)
Zuschauer: 111
besonderes Vorkommnis: Gürel (TBS)
scheitert mit Strafstoß an S. Wolgast (48., S. Wolgast an Gürel).
Sonntag, 30. September 2012
Spielbericht HEBC - SV Blau-weiß 96 Schenefeld
HEBC
fertigt Schenefeld ab!
„Veilchen“
machen schon vor der Pause alles klar
Ungefährdeter Heimerfolg für den HEBC. Gegen Blau-weiß 96 Schenefeld gewannen
die Eimsbütteler völlig verdient mit 5:0.
Bereits zur Halbzeit hatte man eine satte 3:0-Führung herausgeschossen.
Schenefeld, das ob der Farbenähnlichkeit mit den Jerseys der Gastgeber in
Leibchen agierte, präsentierte sich auf dem Reinmüller unterm Strich
überfordert und vor allem in der Defensive komplett ungeordnet.
Sinnbildlich das 1:0: Eduardo Avarello hatte das Leder auf den zweiten Pfosten
gebracht, wo Jannik Gramsch goldrichtig stand und trocken vollendete (23.).
Vier Minuten später bewies Enno Martini technische Fähigkeiten, als er die
Kugel nach E. Avarello-Zuspiel aus dem Zentrum formvollendet über den
herausstürzenden Yasin Aktepe in die Maschen beförderte (28.). Athanasios
Ryziotis war es schließlich, der den Blau-weißen den Halbzeittee so richtig
vermieste, indem er am zweiten Pfosten alleinstehend auftauchte und mit dem
linken Fuß das 3:0 markierte (43.).
Besser wurde es aus 96-Sicht auch nach dem Seitenwechsel nicht. Nach schönem
Duett zwischen Martini und Kopp im Strafraum der Schenefelder machte
letztgenannter Veilchen-Akteur das 4:0 (65.). Den Schlusspunkt setzte in der Folge
Gramsch, der von der rechten Seite von Eduardo Avarello in Szene gesetzt wurde
(73.).
Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer
Tore: 1:0 Gramsch (23.
Kopp), 2:0 Martini (28. E. Avarello), 3:0 Ryziotis (43. Martini), 4:0 Gramsch
(65. Martini), 5:0 Kopp (73. E. Avarello)
Schiedsrichter: Marco Kulawiak (SC
Teutonia 10)
Zuschauer: 70
Freitag, 28. September 2012
Spielbericht VfL 93 Hamburg II - FC St. Pauli IV
Wientapper
erlöst St. Pauli
Feldstraßenkicker
trotz Grottenkick um drei Punkte reicher
Nein, ein Fußballfest war das freilich nicht, was die zweite Mannschaft des VfL
93 und die Viertvertretung des FC St. Pauli an diesem neunten Spieltag der
Kreisklasse 7 da so auf den leicht ramponierten Rasenplatz am Borgweg brachten.
Nicht einen Zentimeter schenkten sich die Widersacher und so entstand ein
Sammelsurium an Ballverlusten und noch mehr Zweikämpfen.
Sinnbildlich für dieses traurige Gekicke vergeigte Dennis Ranck die bis dato
beste Torraumszene, indem er den Ball aus 14 Metern nicht richtig traf und das
Tor um etwa drei Meter verfehlte (66.).
Dass es am Ende aber trotzdem einen Sieger gab, war dem erfrischendsten Moment
des Abends zu verdanken, als Sören Jäger und Christian Wientapper einmal gut
zusammenspielten und letzterer das Leder noch im Wegrutschen aus 16 Metern zum
0:1-Siegtreffer in die VfL-Maschen beförderte (78.).
Nur Sekunden zuvor vergeigte VfL-Veteran Detlef Öhlmann DIE Riesenchance, in
dem er allein vor Sebastian Neumann im St. Pauli-Tor verfehlte.
Der neue Schwung nach zuletzt zwei Siegen in Serie scheint die Gastgeber nun
schon wieder verlassen zu haben, während St. Pauli den Anschluss an die oberen
Plätze halten konnte.
Tore: 0:1 Wientapper (78.
Jäger)
gelbe Karten: Pritsch, Lazer, Marten
– Klaamr, Wientapper, Bars
Schiedsrichter: Michael Friede (FC
Winterhude)
Zuschauer: 20
Sonntag, 23. September 2012
Spielbericht SV St. Georg - VfL 93 Hamburg II
„Sind
in der Lage, auch solche Spiele zu gewinnen“
Drei
Punkte für VfL 93 II trotz schwächster Saisonleistung
Das ging gerade nochmal gut: Trotz der bislang schwächsten Saisonleistung ist
die zweite Mannschaft des VfL 93 nach dem Gastspiel beim SV St. Georg um drei
Punkte reicher.
Mit diversen angeschlagenen Spielern am Quellenweg angereist (lange
Feierlichkeiten am Vorabend), hätte man nach einem Katastrophenfehler von
Dennis Bock um ein Haar den Rückstand einstecken müssen, doch Jassar Amini
konnte diese Einladung nicht annehmen und scheiterte am Querbalken (18.).
Ebenso wie Bock kurz vor der Pause selbst, während Jeremy Marten den freien
Nachschuss leichtfertig vorbeisetzte.
Ansonsten bot sich den wenigen Zeugen am Spielfeldrand ein trauriges Gekicke,
das nach über einer Stunde schließlich doch seinen ersten Treffer erlebte,
machte es Marten im Rahmen eines Konters nun besser und netzte diesmal sicher
ein – das 0:1 (65.)!
In der Folge versuchte das Schlusslicht der Kreisklasse 7, das Unheil
abzuwenden, doch die eigene Limitiertheit und ein erneuter Konter,
abgeschlossen von Bock, legten alle Ausgleichsträume in Schutt und Asche (71.).
Als Manifestierung des Auswärtssiegs legten die nun immer stärker werdenden
Gäste noch einmal das 0:3 nach, das dem besten Spielzug des Tages über Marius
Dickmann und Tim Backes vorausging. Erneuter Torschütze: Dennis Bock (74.).
Damit konnte auch das zweite Spiel mit der Beteiligung von Neu-VfL-Teammanager
Björn Meyer (wechselte von Kreisligist GW Eimsbüttel an den Borgweg) gewonnen
werden, was den Neuzugang bei der Beurteilung des Spiel zwar etwas milder, aber
keineswegs unkritisch stimmte: „Um ehrlich zu sein, müsste man beiden
Mannschaften für diesen Auftritt drei Punkte abziehen. Was aber für uns wichtig
ist, ist, dass wir in der Lage sind, auch solche Spiele souverän zu gewinnen.
Gegen St. Pauli IV können wir am nächsten Wochenende SO allerdings nicht
auftreten!“.
VfL 93 Hamburg: Oeser –
Pritsch, Ehrenberg (57. T. Böge), Backes, Bock – Dickmann, Maurer, Frey, Marten
(87. Grimm) – Kröger, Kostka (66. Lehmann), Trainer: Michael Böge & Marco
Ritter
Tore: 0:1 Marten (65. Kostka), 0:2
Bock (71. Maurer), 0:3 Bock (74. Backes)
Schiedsrichter: Ralf-Udo Berger (SC
Vorwärts/Wacker Billstedt, Note 4)
Zuschauer: 14
Samstag, 22. September 2012
Spielbericht SC Sternschanze 1.C - Eimsbütteler TV 2.C
Dramatik
bis zum Schluss: SCS ist Derbysieger!
Defensive als Schlüssel zum Erfolg –
ETV ohne Plan
Manchmal kommt es doch eben alles ganz anders, als gedacht:
Da reiste die favorisierte Elf des Eimsbütteler TV siegessicher an die
Sternschanze, um dem ungeliebten Ortsrivalen klar die Grenzen aufzuzeigen und
dann das: SC Sternschanze 1.C: 3 – ETV 2.C 1!
Dabei begannen die Gäste, im Gegensatz zur Vorwoche auf drei
Positionen verändert, mit mehr Ballbesitz und guten Gelegenheiten für Laurin
Windeknecht (22.) und Flynn Semmerling (25.). Das erste Tor fiel jedoch auf der
anderen Seite, bekam der ETV einen Offensivvorstoß Noah Ceesays über die rechte
Seite nicht entscheidend geklärt, sodass Luca Holst ungehindert aus halblinker
Position in die lange Ecke zielen konnte – das 1:0 (28.)!
Bereits zur Pause machte sich somit eine lange nicht mehr
erlebte Euphorie an der Sternschanze breit, doch noch war eine Halbzeit zu
spielen…
Die Gästen zeigten sich in der Folge zwar bemüht, den extrem
gut organisierten Abwehrriegel des SCS zu knacken, auf wirkliche Torchancen
wartete man jedoch vergebens, sodass es fast logisch erschien, dass der
eingewechselte Tugay Durgut den zweiten ernsthaften Angriff der Gastgeber zum
hoch umjubelten 2:0 veredelte. Eigentlich war Jonathan Voges nach suboptimaler
Annahme eines Meier-Abschlages schon zu sehr abgedrängt, um der ETV-Defensive
Schaden zuzufügen, seine Flanke fand jedoch den einköpfen Durgut in der Mitte.
Nun lag der Staffelstab eindeutig bei den Rot-weißen, denn jetzt musste einiges
passieren, wollte man die Blamage gegen den belächelten Rivalen noch abwenden.
Und tatsächlich kam der, in die Offensive berufene Berkant
Aydin nach gutem Sali-Service frei vor die gegnerische Kiste, doch
SCS-Schlussmann Hannes Meier verhinderte den Anschlusstreffer im direkten Duell
(57.).
Zuvor hätte Ergin Gökcek in einem Konter alles klar machen
können, scheiterte mit seinem Rechtsschuss allerdings am famos reagierenden
Darian Djafari.
Abgesehen von Aydins heraus gespielter Torchance fehlte dem
ETV DIE Spielidee. Ein Fall für Melvin Demirovic, der das Leder nach etwas
mehr, als einer Stunde einfach mal aus 40 Metern in die rechte obere Hälfte des
Gehäuses beförderte – 2:1 und noch neun Minuten Zeit zum Ausgleichstreffer,
doch während man beim ETV noch seine Kampfansagen schmetterte, irrte Djafari
bei einer Gökcek-Ecke planlos durch den eigenen Fünfmeterraum und wieder war
die Kugel im Netz! Juan David Pinzon Carmona heißt der junge Mann mit vollem
Namen, von dessen Knie das Ei ins Nest trudelte. Den Scorerpunkt konnte man
dafür auch Coach Benjamin Zickelbein zuschreiben, war er es, der dem
Torschützen Sekunden zuvor noch die Anweisung gab, den Fünfmeterraum
aufzusuchen – das Ergebnis spricht für sich!
In den letzten Minuten versuchte es die Zehrfeld-Elf noch
einmal mit dem Mute der Verzweiflung, musste aber hinnehmen, dass weder
Semmerling, allein vor dem Tor (links vorbei, 63.), noch Piet Oldag (66.) und
M. Demirovic (69.) mit ihren Lattenschüssen den gewünschten Erfolg hatten.
Somit war die ETV-Demütigung perfekt und mit ihr wohl auch
der verpasste Verbandsligaaufstieg perfekt, scheinen drei Punkte und 18 Tore
Rückstand auf die C1 des Kummerfelder SV trotz eines direkten Duells höchst
unrealistisch aufzuholen. Die Vertretung des SC Sternschanze bleibt zwar ob des
Überraschungssieges von Altona 93 beim Niendorfer TSV noch abstiegsgefährdet,
jedoch verbesserte sich die Tabellensituation durch diesen Sieg deutlich.
SC Sternschanze 1.C: Meier – Morlock, Kleberg, Komatsu, Schuleit
(42.) – Pinzon Carmona, Reller (65. Duarte Henriques) – Ceesay (64.
Weidle), Voges, Holst – Gökcek Trainer: Benjamin Zickelbein
Eimsbütteler TV 2.C: Djafari – Kuhnert, Oldag, Aydin, Torani – Czaja (36.
Yilmaz), Demirovic – Windeknecht, Semmerling, Weinert (56. T. Trzeciok) – Kaynar
(30. Sali) Trainer: Dirk Zehrfeld
Tore: 1:0 Holst (28.), 2:0 Durgut (46. Voges), 2:1 Demirovic
(61.), 3:1 Pinzon Carmona (62. Gökcek)
Schiedsrichter: Alexander Kluge (Glashütter SV) Note 2,5; Ruhiger,
unaufgeregter Leiter, sicher bei der Bewertung von Zweikämpfen, einzig bei der
Anwendung der Abseitsregel mit kleinen Fehlern, patzte zudem bei der
Online-Eingabe der Spieldaten.
Zuschauer: 52