Typisches
Derby
Zittern
bis zum Schluss: TSV Klausdorf reißt den Kracher in Unterzahl
Auf ein Duell unter „Konkurrenten im näheren örtlichen Bereich“ stellte die
Stadionzeitung „Heimspiel“ die etwa 300 Zuschauer am Radsredder zu
Kiel-Ellerbek ein. Eine etwas technische Umschreibung des heißen Derbys, das
der zweite Spieltag der Landesliga Schleswig am Dienstagabend bereithielt.
Zunächst passierte aber noch nicht viel. Halbchancen nur auf beiden Seiten;
keiner wollte hier den entscheidenden Fehler machen.
Nach einer knappen halben Stunde ging dann endlich die Post ab, als Alban
Jashari Comets Überzahlkonter etwas schlampig vor dem Tor beendete (29.) und
der Gegenzug just die Gäste-Führung entstehen ließ. Trotz des Pressingdrucks
gelang Bennet Holst das feine Langholz in den Rücken der wie immer hoch
gestaffelten Gastgeber, wo Kollege Driton Gashi genau richtig spekulierte
und das 0:1 über den herausstürzenden
Lukas Losch erlupfte (30.). „Ein sinnloses Tor!“, fluchte Comets Franko
Milbradt, um sich kurz darauf erneut zu ärgern; diesmal über Johannes Marxens
Parade gegen Marcel Gaber und dessen 20-Meter-Schuss (32.).
Die nachfolgende Ecke hellte das Gemüt des Routiniers jedoch wieder auf, lochte
der aufgerückte Teyi Lawson-Body den zuvor verlängerten Standard am zweiten
Pfosten eiskalt ein (33.). Saisontor Nummer zwei für den Abwehrchef, der
bereits beim 1:1 zum Auftakt in Kronshagen genetzt hatte.
Defensiv blieben die heuer in gelb aufgelaufenen Ellerbeker allerdings wenig
landesligatauglich, kombinierte sich der TSV über die Stationen Gashi und
Schwee zu Tim Hartleps vereitelter Chance, die Stian Waschko zwei Tage nach
seinem 26. Geburtstag per Grätsche doch noch zum gewünschten 1:2 vollendete
(35.).
Die ideale Antwort folgte noch vor dem Pausenpfiff. Marvin Petersens Steilpass
schickte Maurice Knutzen gen TSV-Tor, um nicht nur an Marxen vorbeizuziehen,
sondern auch gleich den 2:2-Halbzeitstand zu produzieren (45.).
Wie schon neulich im Kreispokal gegen Kilia, verhagelte sich der Aufsteiger den
Start in Abschnitt zwei mit einem luftig verteidigten Gegentreffer, den hier
die Herren Waschko und Hartlep über rechts für den einschiebenden Finn Luca
Schwee mustergültig vorbereitet hatten (47.).
Mitte der zweiten Hälfte sollte Teenager Schwee vom Torschützen-Himmel in die
Rot-Hölle stürzen, verlangte das (vielleicht unbeabsichtigte) Nachtreten gegen
Niklas Schmidt und dessen enges Ballabschirmen an der Seitenlinie trotz nur
eines Hauchs einer Berührung nach der „Arschkarte“ durch Schiedsrichter Cedric
Petersen (FC Kilia Kiel), der lange versuchte, im rassigen Derby auf Farbe
durch Disziplinarstrafen zu verzichten (66.).
Gut für den Neuling, der sich mit einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung
aber noch tiefer in die Bredouille brachte. Gashi mit der Weiterleitung zum
hineingebrachten Tim Rathjens und dieser machte es flach aus spitzem Winkel
ganz abgezockt – 2:4 (73.)!
Anstatt aufzustecken, machte Gelb einfach trotzig weiter. Alban Jasharis
Freistoß von rechts genügte zwar wahrlich keinen hohen Qualitätsansprüchen,
doch Bruder Arian versenkte das Leder in der zweiten Reihe mit sauberer
Schusstechnik zum 3:4-Anschlusstreffer (79.).
Und noch waren über zehn Minuten zu spielen! Ein Zeitraum, in dem sich kleine
Fouls und wirksame Spieltempoverschleppung der Gäste als probates Mittel gegen
letztlich Kopflose Hausherren herausstellen sollte. Die letzte Gelegenheit (zur
Entscheidung) hatten sogar noch einmal die Klausdorfer, als Anthony Voß seinen
Rechtsschuss von der Strafraumgrenze nicht gut traf und somit an der falschen
Seite des Pfostens über die Grundlinie beförderte (82.).
Bei maximaler Punkteausbeute aus zwei Spielen geht der TSV nun als
Tabellendritter in Part drei Englischen Woche zu Saisonbeginn daheim gegen
Rot-Schwarz Kiel, während es Comet mit dem ebenfalls ordentlich gestarteten
Eckernförder SV (vier Zähler) zu tun bekommt.
SVE Comet Kiel: Losch –
Morina, Lawson-Body, Celik – Petersen (56. Assameur), Ar. Jashari, Milbradt
(84. Schmidtke), Schmidt – Knutzen, Al. Jashari, Gaber (56. Izaguirre),
Trainer: Steve Frank
TSV Klausdorf: Marxen – Link (71.
Duncan-Williams), Holst, Göttsch, Mahmud – Voß – Schwee, Knöfel (52.
Grossmann), Waschko (84. Petersen), Hartlep (71. Rathjens) – Gashi (90.+4
Mordhorst), Trainer: Dennis Trociewicz
Tore: 0:1 Gashi (30. Holst),
1:1 Lawson-Body (33.), 1:2 Waschko (35.), 2:2 Knutzen (45.), 2:3 Schwee (47.),
2:4 Rathjens (73.), 3:4 Ar. Jashari (79.)
rote Karte: Schwee (TSV Klausdorf,
66., Nachtreten gegen Schmidt)
Schiedsrichter: Cedric Petersen (FC
Kilia Kiel)
Zuschauer: 200
Dienstag, 5. August 2025
Spielbericht SVE Comet Kiel - TSV Klausdorf
Sonntag, 3. August 2025
Spielbericht Heider SV - Kaltenkircher TS
(Vize-)meisterlicher
Vorzeigeunterricht
4:0!
Heider SV kocht Neuling Kaltenkircher TS routiniert ab
Dem Anlass vielleicht etwas hoch gegriffen, schallte nach dem ersten Heimspiel
des Heider SV im neuen Spieljahr der Gassenhauer „an Tagen wie diesen“ durch
das HSV-Stadion; das 4:0 des Vizemeisters darf aber auf jeden Fall unter „gelungener
Saisonstart“ verbucht werden.
Vor 537 zahlenden Gästen hatte man Aufsteiger Kaltenkircher TS ordentlich
Lehrgeld zahlen lassen. Dabei eröffnete dieser das Match mit einer guten
Schusschance für Malte Pietsch, der bei der Verwertung der gegnerischen
Einladung jedoch vom kurzfristig wegen Krankheit zwischen die Pfosten gerückten
Christopher Thomsen per Abwehr des Chip-Versuchs aufgehalten werden konnte (3.).
Vorzeigerunterricht in Sachen Effizienz erteile drüben der Favorit, der nach famosem
Steckpass Mathis Harms´ zu Jonah Gieselers unwiderstehlicher Einschussposition
gelange – 1:0 (12.)!
Per Standard schaffte der HSV kurz darauf weitere Fakten. Eine Hinz-Ecke nutzte
Torjäger Mika Kieselbach ganz uneigennützig zum Assist per Kopf für Steffen
Neelsens 2:0 (16.).
Dabei beließen es die klar überlegenen Hausherren fortan, bis kurz vor der Pause
Thede Reimers schön von Harms freigespielt wurde und aussichtsreich an
KTS-Fänger Rene Heide scheiterte, ehe der Abseitspfiff ein Nachsetzen für
nichtig erklärte (49.).
Schön, zumindest in der B-Note, kam derweil die nächste konkrete Annäherung
daher, als Kieselbach den Seitfallzieher
im Sechzehner bemühte: drüber (69.)! Auch der hoch fleißige Harms hatte Grund
zum Hadern, tauchte Heide (der Torwart) sauber gegen seinen Schussversuch ab (70.).
So langsam sollte mal wieder einer sitzen! Gesagt, getan, flankte abermals
Harms im zweiten Anlauf einer Ecke in aller Seelenruhe auf Kieselbach, der
ebenso einsam aus der dritten Etage das 3:0 köpfte (72.).
Den Schlusspunkt der freudigen Erregung bei immer wieder etwas aufziehenden
Regenschauern setzte vier Minuten vor Schluss erneut 27-Tore-Mann Kieselbbach,
der neben dem Einheimsen der vor dem Spiel verliehenen HSV-Torjägerkanone
2024/2025 auch Qualitäten als Vorbereiter bewies. Sein Gemälde einer Hereingabe
spitzelte der perfekt eingelaufenen Tarek von Böhlen zum 4:0-Endstand über den
Kreidestreifen (86.). So kann man seinen ersten (Joker-)Einsatz in der Oberliga
mal zelebrieren!
Apropos Neuling: die souverän aus der Landesliga Holstein promovierten Roten
gerierten sich heuer zwar als disziplinierte Einheit mit dem Willen zum
Gegenhalten. Mehr als einen Rerop-Versuch, den Thomsen behände entschärfte
(76.), sollte der Elf von Trainer Rene Sixt nicht gewährt bekommen. Die Punkte
gegen den sofortigen Wiederabstieg müssen woanders geholt werden. Ob bereits am
kommenden Mittwoch gegen Spitzenreiter und Regionalligaabsteiger SV Todesfelde?
Schwierig.
Tore: 1:0 Gieseler (12.
Harms), 2:0 Neelsen (16. Kieselbach), 3:0 Kieselbach (72. Harms), 4:0 von
Böhlen (86. Kieselbach)
Schiedsrichter: Jan-Christian Meyer
(SV Grün-weiß Todenbüttel, Note 2)
Zuschauer: 537
Dienstag, 29. Juli 2025
Spielbericht SVE Comet Kiel - FC Kilia Kiel
Starthilfe
vom Punkt
Zwei
Strafstoßtreffer für Kilia stoppen Comets Flucht nach vorne
Eine Halbzeit lang etwas wackelig, führte der Weg von Titelverteidiger Kilia im
zweiten Durchgang geradewegs ins nächste Endspiel um den Kreispokal Kiel. Sein
Semi-Finale bei Landesligaaufsteiger Comet verlebte der haushohe Favorit
zunächst nicht wirklich nach Plan. Woran Maurice Knutzen noch etwas zu weit nach
links getrieben, scheiterte (10.), ließ der tief in den Rücken der hoch
postierten Abwehr geschickte Marcel Gaber zentral vor der Kiste.
Der perfekte Wachmacher für den fünffachen Serien-Triumphator. Marc Schwabe mit
zu hoch angesetztem Kopfball (16.), Philipp Spohn an die Latte (17.), sowie
Oberligatorschützenkönig Yannik Jakubowski per Fallrückzieher (22.) und von der
Strafraumgrenze (24.) versiebten nacheinander die rasche Ergebniskorrektur.
Zu dieser verhalf ihnen schließlich ein nicht unumstrittener Strafstoßpfiff
nach dem Luftduell der Kapitäne (Lawson-Body gegen Foit). Letzterer freute
sich, versenkte Julius Alt, obwohl Goalie Lukas Losch die Ecke geahnt hatte,
zum Gleichstand (29.).
Gänzlich unstrittig dagegen Kilias zweites Hurra vom Punkt, nachdem Kosovar
Morina gegen Schwabe die Axt im Strafraum spielte und diesmal Rezan Acer den
Torwart gekonnt verlud (39.).
Der klare Favorit jetzt in der Vorhand, zumal Schwabe eine Niebergall-Flanke im
Rahmen eines geschwinden Konters zum 1:3 einköpfte (41.). Ein Tor, das auch bei
Schiedsrichter Per Christian Roloff seine Spuren hinterließ: er holte sich bei
einem Auffahrunfall in der Tor-Entstehung einen Brummschädel ab…
Dennoch voll konzentriert entscheid der Pfeifenmann vom Suchsdorfer SV wenig
später auf Offensivfreistoß für Comet, den Morina per Kopf für Anis Assameurs Anschlusstreffer
aus fünf Metern querlegte (42.). Die mutige Herangehensweise der Grünen hatte
sich also erneut ausgezahlt!
Problem dabei nur: die Konteranfälligkeit, die wiederum nach eigenem Standard in
den Gegners Hälfte zum neuralgischen Punkt avancierte. Jakubowski an den
Innenpfosten, Drilon Trepca mit dem Abstauber – 2:4 (45.)!
Spohns Schieben gegen den losgestiefelten Maurice Knutzen, haarscharf an der
Notbremse vorbei, hätte den Landesligaaufsteiger postwendend wieder ins Match
zurückbringen können (45.+2), doch stattdessen machte der amtierende
Landesmeister früh im zweiten Abschnitt alles klar. Eine schöne Ballbesitzphase
mit präziser Schwabe-Hereingabe vollendete Trepca, indem er das Leder kompromisslos
unter die Querstange knallte (48.).
Beim Joker-Kontertor von Serhat Yazgazan noch den Abseitspfiff gegen sich
gehabt (50.), holte Felix Niebergall das 2:6 nach tiefem Foit-Anspiel in aller
Ruhe nach (55.), ehe der eingewechselte Marvin Müller Trepcas hohen Ball zum
2:7 einnickte (63.).
Ein Debakel deutete sich nun an, doch lediglich Müller zum Doppelpack (80.)
wusste den immer wieder gebotenen Raum zählbar zu nutzen. Andererseits spielten
die Jungs vom Radsredder unverdrossen nach vorne wo, nicht nur bei Gabers
Lattenknaller aus 20 Metern ein Ehrentreffer drin gewesen wäre (75.).
So aber hieß es am Ende 2:8 zu Gunsten des Klassenhöheren, dem im Endspiel,
Mitte Mai, der TSV Flintbek (2:1 gegen den Kieler MTV) ein sogar zwei Stufen
niedrigerer Widersacher vor den Abzug läuft.
SVE Comet Kiel: Losch –
Morina (58. Izaguirre), Lawson-Body, Celik – Gaber, Milbradt (64. Yilmaz),
Assameur, Ar. Jashari, Schmidt (64. Abdula) – Knutzen (58. Schmidtke), Al.
Jashari (58. Petersen), Trainer: Steve Frank
FC Kilia Kiel: Kieker – Spohn (58.
Ayyildiz), Foit, Meseberg – Trepca (76. Senger), Acer (58. Klein), Niebergall,
Alt, Boztepe – Jakubowski (46. Yazgazan), Schwabe (53. Müller), Trainer: Nicola
Soranno
Tore: 1:0 Gaber (15.), 1:1 Alt
(29., Strafstoßtor, Lawson-Body an Foit), 1:2 Acer (39., Strafstoßtor, Morina
an Schwabe), 1:3 Schwabe (41. Niebergall), 2:3 Assameur (42. Morina), 2:4
Trepca (45. Jakubowski), 2:5 Trepca (48. Schwabe), 2:6 Niebergall (55. Foit),
2:7 Müller (63. Trepca), 2:8 Müller (80. Boztepe)
gelbe Karten: Morina, Celik, Frank
(Trainer) – Schwabe, Acer, Spohn, Soranno (Trainer)
gelb-rote Karte: Witt (Co-Trainer
Kilia, 89., wiederholtes Reklamieren)
Schiedsrichter: Per Christian Roloff
(Suchsdorfer SV)
Zuschauer: 350
Samstag, 26. Juli 2025
Spielbericht TuS Krempe - TSV Heiligenstedten
Dem
Favoriten gehen die Körner aus
Goalie
Becker wird zum Helden: TuS Krempe haut Verbandsligisten raus!
Vielerorts im Bundesgebiet rastet der Spielbetrieb noch seine Sommer-Siesta; in
Schleswig-Holsteins Kreispokal geht jedoch schon jetzt die Post ab! So auch im
Kreispokal Westküste, der im Achtelfinale wieder etwas für das Phrasenschwein („
… Pokal … Gesetze …“) tat.
Kreisligist TuS Krempe bemühte sich zur klassischen Bundesligaanstoßzeit mit
einer tief gestaffelten Fünferkette, keinen offensiven Raum für den Ballbesitz
des Favoriten aus der eine Etage höheren Verbandsliga zu lassen, der TSV
Heiligenstedten dagegen versuchte seine mehr vorhandenen Spielanteile
vornehmlich über rechts ins vordere Drittel zu bringen. – ohne großen Effekt,
bis ein Zweikampf Richtung Grundlinie zum Entsetzen der disziplinierten
Hausherren in Marlon Boltens Strafstoßtor zum 0:1 mündete (22.). Ansonsten
hatte der junge Schiedsrichter viel Körperlichkeit zugelassen, die auch
TuS-Angreifer Niklas Bangert im Anschluss an seinen Versuch nach cleverem
Piening-Steckpass zu spüren bekam (28.). Kein Strafstoß aber für den zunehmend mutigeren
Außenseiter: vertretbar.
Absolut nicht vertretbar dagegen der Auftritt des Gegners, in Hälfte zwei. Nach
vorne ohne Dampf und defensiv erschreckend passiv, lud man den Kreisligisten
zum couragierten Drücken auf den inzwischen verdienten Ausgleich ein. In
dankbarer Torwarthöhe konnte neu-Schlussmann Marian Rister (wechselte von der
SV Lieth aus Hamburgs Bezirksliga an den Juliankadamm) diesen erstmal
aufschieben (56.), ehe es wenig später geschehen war. Mit Einsatz und
Kreativität initiierten die quirligen Thoma-Zwillinge, Fabian und Tobias, den
schnellen Konter, den Kapitän Moritz Piening letztlich auf Zuspiel Bangert aus
gut 20 Metern ins Ziel führte (60.). Keine Chance für Rister, die rechtsoben
eingeschweißte Kugel noch zu kriegen!
Eine Reaktion des Verbandsligisten? Fehlanzeige! Das harte Training zuletzt und
das Testspiel am Vorabend (!) gegen den SV Hemmingstedt (1:0) waren doch tief
in die Muskeln gekrochen. Stattdessen taumelte man nicht nur bei Malte Oetkes
Alu-Treffer, den sich Rister final auf der Linie angelte (65.), gen Rückstand. Der
eingewechselte Levin Manns nach Vorteil aus der zweiten Reihe (73.), T. Thoma,
gerade noch von Ben Matthiesen abgegrätscht (74.) und erneut Manns mit der
abgefälschten Innenseite (83.), hätten das Ergebnispendel längst für die Blauen
ausschlagen lassen können.
Entsprechend gut machte Göttin Justitia ihren Job, als einer der wenigen Gegenangriffe
des TSV nicht das 1:2 in der Schlussminute herbeiführte. Taher Alous Ablage in
den Rückraum schob Bolten von der Strafraumgrenze aus hauchdünn rechts vorbei.
Das Elfmeterschießen ums Viertelfinale war besiegelt!
Und auch dieses sollte für die Pohlmann-Elf prompt unter einem schlechten Stern
stehen, scheiterte Fabian Koopmann schwach am richtig spekulierenden Tobias
Becker. Besser machten es die drei folgenden Schützen, ehe Alou das Tor
verfehlte. – Doppelter Vorteil TuS Krempe, den Rister gegen T. Thoma wieder relativierte.
Nachdem Maximilian Ris ausglich und auch Manus nun endlich (zum 3:2) netzte,
musste der im Spiel noch rechtsunten sichere Bolten treffen. Becker aber legte
sich früh auf die erneut anvisierte Ecke fest und parierte. – TuS Krempe im
Viertelfinale! Gegner dort: der TSV Büsum, der sich am Folgetag mit 2:1 im
Duell der West-Verbandsligisten beim TSV Friedrichskoog durchgesetzt hatte. Die
Ligazugehörigkeit dürfte sicherlich als gutes Omen für abermalig
feucht-fröhliche Weiterkommensfeierlichkeiten am Buggraben taugen…
Tore: 0:1 Bolten (22.,
Foulstrafstoß), 1:1 Piening (60. Bangert), Elfmeterschießen:
Becker hält gegen Koopmann, 1:0 M. Oetke, 1:1 Müller, 2:1 Nielsen, Alou neben
das Tor, Rister hält gegen T. Thoma, 2:2 Ris, 3:2 Manns, Becker hält gegen
Bolten
gelbe Karten: keine – Matthiesen
Schiedsrichter: Jan-Hinrich Veit
(Note 4: ließ auf beiden Seiten ein übertriebenes Maß an Fuß- und
Oberkörpervergehen zu, Bolten (taktisches Foul, 78.) und Godoy Cubas (bewusste
Spielverzögerung, 87.) wären zwingend zu verwarnen gewesen.)
Zuschauer: 80
Samstag, 12. Juli 2025
Spielbericht SV Lieth - TuRa Harksheide II
Hausaufgabe:
Defensivstandards
Gepflegter
Fußball und alte Schwäche: SV Lieth startet gefühlsdurchmischt
Spiel eins nach der (kurzen) Ära Lüneburg. Zahlreiche namhafte Leute verließen
mit dem Saisonende 2024/2025 den Butterberg, wo Vereinslegende Jan Lüneburg die
Anhänger per Fallrückziehertor im letzten Match noch einmal in Ekstase
versetzte. Zwei Monate später betrat die verbliebene Selbstfindungsgruppe unter
der Leitung von neu-Coach Rudolf Hock-Kutscher erstmals das heimische Grün zu
einem durchaus gefälligen Test unter West-Bezirksligisten. TuRa Harksheide II,
mit zwölf Zählern Vorsprung aus der Kreisliga 7 promoviert, präsentierte sich
als interessanter Gegner, der sich anschickte, aus der Kompaktheit heraus, über
tiefe Bälle für Nadelstiche zu sorgen. So geschehen in Minute neun, als Nick
Hagelstein den Traumpass auf den gestarteten Yannik Wolter zelebrierte, nur
fehlte Wolters Abschluss für weitere Feierlichkeiten der letzte Dampf.
Die höhere Anzahl an Versuchen kreierten jedoch die Hausherren, bei denen vor
allem über Deniz Dumans linke Außenbahn der Weg nach vorne gelang, wo sein Bruder
Ali abschlussfreudig, aber glücklos agierte. So schon der Angreifer die perfekt
durch Matteo Schuchardt erhaltene Kugel am nur noch nah entfernten Kasten
vorbei (42.).
Mehr Zielwasser hatte da Max Schulz zuvor im Körper, als er im Zentrum einmal
reichlich Platz bekam, Maß nahm und damit durchaus sehenswert aus 20 Metern zur
verdienten Führung traf (24.).
Allzu lange sollte die ergebnistechnische Heiterkeit jedoch nicht anhalten,
weil gegnerische Ecken auch in der Spielzeit nicht die Lieblingsdisziplin der
Liether sind. Fabian Eggelmeyers Ball von der Fahne schädelte der aufgerückte
Jonas Wolter gekonnt gen Torlinie, die bei einer Rettungstat eines SVL-Kopfes
laut Meinung des Schiedsrichterassistenten bereits passiert war. „Tor für TuRa!“,
lautete die Entscheidung des jungen Schiedsrichters, der den Kontrahenten im
laufenden Match viel Spielraum bei der Zweikampfgestaltung ließ.
Tortechnisch verpasste neben dem bereits erwähnten Duman für die Gastgeber auch
der Harksheider Hagelstein die mögliche Pausenführung seines Teams. Per Heber
verfehlte er nach Fehlpass des nicht immer sicheren Patrick Klösel zwischen den
Heim-Pfosten per Heber (32.).
Im zweiten Durchgang, der traditionell für reichliche Personalrochaden genutzt
wurde, sank die Quote der angekommenen Pässe spürbar. Das Geschehen verlagerte
sich nun weitgehend ins mittlere Spielfelddrittel.
Einen der wenigen Überraschungsmomente verwertete Eigengewächs Anton Götting
just zum 2:1, das frei vor dem Tor auch recht easy für den einzuschieben war (63.).
Die Gäste aus Norderstedt übten sich in ihrem oft zu statischen Spiel in Harmlosigkeit,
bis ein gegnerischer Lapsus Jonah Basner zum Lattenkracher einlud (81.), ehe
der zweite Ball mit Mühe aus der Panikzone entsorgt werden konnte. Keine
schlechte Schusstechnik für einen gelernten Torsteher!
Kein Sonderlob holte sich mit der letzten Aktion der Begegnung der liether
Handschuhträger ab, als er bei einem verlängerten Einwurf von rechts hilflos
durch seine Parzelle irrte und mit Nico Schwietzer auch noch ein einsamer
Verwerter ins leere Tor versenkte (90.+3). Die Spielanteile waren damit nicht
so wirklich widergegeben, doch die Hausaufgabe, sich bis zum Pflichtspielstart
dem Bereich der Standardsituationen zu widmen, machte der spielerisch über
weite Strecken ordentliche Auftritt der „Liether Löwen“ gegen den bereits im
September wieder duellierten Gegner auf jeden Fall deutlich.
Tore: 1:0 Schulz (24.
Kellner), 1:1 J. Wolter (30. Eggelmeyer), 2:1 Götting (62.), 2:2 Schwietzer
(90.+3)
Schiedsrichter: Bartu Öncan
(Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 32
Sonntag, 29. Juni 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - GW Eimsbüttel 1.B
„schönes Erfolgserlebnis“: SCS schließt siegreich ab
Arora hält den Kasten sauber, Sütcü mit goldenem Tor aus unmöglichem Winkel
Mit dem dritten Sieg in Folge schlossen die 2008er des SC Sternschanze ihre wechselhafte
Saison 2024/2025 tatsächlich noch einmal mit einem echten Positivlauf ab. „Für
mich persönlich ist es nochmal wichtig gewesen, mit einer Abschlussserie in die
Sommerpause zu gehen, da man zwischendurch Höhen und Tiefen hatte und am Ende
doch nochmal souverän gespielt hat.“, jubilierte Torhüter Shivnath Arora daher
nicht ohne Grund über den Heimsieg, der zudem die offene Rechnung mit Grün-weiß
Eimsbüttel aus der Hinrunde („wollte nach der 6:0-Hinspielniederlage unbedingt
einen Sieg einfahren!“) etwas beglich.
Ein echter Anteil daran geht freilich auf das Konto des Goalies, der nicht
grundlos „sehr zufrieden“ mit seiner Leistung war. „Ich konnte einige wichtige
Dinger rausholen und somit hinten die Null festhalten.“. So geschehen bereits
in der Anfangsphase, als der 17-Jährige einen Kaleveld-Freistoß aus der unteren
Ecke fischte (14.).
Ansonsten geschah zunächst wenig, bei schweißtreibender Witterung. Erst
Schanzes Doppelchance durch Kleon Lorenz, bei der erst Tormann Tammo Genning im
Weg lag, ehe der Nachschuss drüber ging (40.+2), durchbrach die pathologische
Langeweile im Spiel.
Entsprechend dankbar nahmen die zahlreichen Zuschauer den schwungvollen Beginn
der Gastgeber in den zweiten Durchgang zur Kenntnis. Gleich doppelt musste
Genning gegen Marvin Bonsu zur Tat schreiten (50.), ehe es Baran Sütcü kurz
darauf aus extremem Winkel schließlich flach in die lange Ecke fand (51.).
Es hatte dich also ausgezahlt, „dass wir geduldig und nicht zu hektisch“,
sondern „unseren typischen Fußball gespielt haben, wie wir es normalerweise
kennen“, so Arora, der nach einer Stunde selbst gegen einen druckvollen
Wessinghage-Flachschuss wieder behände abtauschte (60.) und bei Wessinghages
Kopfball an die Unterkante des Querbalkens Glück hatte, dass die Kugel knapp
nicht hinter der Linie aufprallte (74.).
Zuvor verhinderte Aroras Gegenüber Anton Kuhlmanns 2:0, indem Genning die kurze
Ecke handlungsschnell dicht bekam (69.).
Die Frage nach dem Ausgang des Derbys blieb somit offen, bis tief in die
Nachspielzeit, in der abermals Arora eine Konterchance für Kimo Steffensen
vereitelte, woraufhin ausgerechnet der einst beim SCS nicht glücklich gewordene
Lukas Reiß den freien Nachschuss verballerte (80.+3).
Schanze brachte den Dreier also mit etwas Dusel über die Bühne: „Für mich
persönlich zum Abschluss der Saison ein schönes Erfolgserlebnis“, betonte der
zufriedene Goalie, der Platz fünf in der Endabrechnung als „teilweise verdient“
einstufte. „Wenn man die ganze Saison über betrachtet, wäre eventuell mehr
drin, aber wir hatten oft das Problem, dass wir am Wochenende mit nur 11,
maximal 13 Spielern auf der Anlage standen.“. „Ein kleines bisschen besser wäre
es, wenn wir GWE noch überholt hätten, aber wir haben oftmals sehr viele Spiele
ärgerlich und unnötig verloren“, weiß auch der heute gut aufgelegte Tormann,
dass man sich im Laufe der Serie den einen oder anderen Patzer zu viel
leistete, um am Ende vor den punktgleichen Jungs vom Tiefenstaaken
abzuschließen.
Und was soll die kommende Saison in der U18-Landesliga einbringen? „Einen
besseren Tabellenplatz (1 – 3) und weniger Gegentore“ – aber vor allem,
„(…)dass wir bei den Spielen genügend Spieler sind.“.
Tore: 1:0 Sütcü (51. Djau)
Schiedsrichter: Dr. Ahmed Sharaf (SC
Victoria Hamburg, Note 3)
Zuschauer: 70
Samstag, 21. Juni 2025
Spielbericht HEBC 1.B - SV Eidelstedt 1.B
Dank
Scheffler zur Abstiegskampf-Euphorie
Bezirksliga-Erhalt
nun selbst in der Hand: HEBC-2009er drehen das Match
Riesiges Aufatmen am Reinmüller! Denn weder die sengende Hitze, noch ein
0:2-Rückstand konnten die lila-weißen 2009er davon abhalten, einen ganz
entscheidenden Schritt im Abstiegskampf der U16-Bezirksliga zu gehen.
Durch das 1:6 des punktgleichen Walddörfer SV war die Chance der Stunde klar:
Ein Heimsieg gegen den SV Eidelstedt und der Klassenerhalt läge nächste im Keller-Kracher
zum Finalspieltag beim WSV in der eigenen Hand.
So richtig aus dem Quark war man zu Beginn jedoch (noch) nicht gekommen. Der
backofenartige Kunstrasenplatz und eine gewisse Verunsicherung setzten dem
Tabellenvorletzten anfangs ordentlich zu, während auch die Gäste keine Hilfe
auf der Suche nach technischem und spieltaktischem Niveau verkörperten.
Symptomatisch dafür verzog der Eidelstedter Simon Kleinwort einen Versuch aus
schwierigem Winkel derartig, dass der Schiedsrichter auf Einwurf zu entscheiden
hatte (2.)…
Nicht ganz so deutlich stellte sich die Szenerie nach einer guten halben Stunde
dar, als der SVE das vermeintliche 0:1 bejubelte. Gut gesehen, dass im Vorfeld
eines Barbosa Baptista-Treffers eine Abseitsposition vorlag (32.).
Ein Pfiff, der dem Unparteiischen und vor allem dem HEBC auch kurz vor der
Halbzeit gut zu Gesicht gestanden hätte, als sich Kleinwort und Chris Davies im
Konter die Kugel im Doppel zuspielten und Kleinwort aus Abseitsposition (durch
den umspielten Torwart war nur noch ein Verteidiger (zu wenig) hinter dem Ball)
das direkt nach der Pause ausgebaute 0:1 herstellte (40.+3). Denn kaum waren
die Seiten getauscht, überrumpelte Davies die Hausherren diesmal ganz legal mit
dem Lauf über links und zum cool eingeschobenen 0:2 (42.).
Zwei ganz bittere Pillen für den nach vorne extrem harmlosen HEBC, dem ein langer
Ball jedoch wieder neues Leben einhauchte, war es ein Plettner-Schlag, den
Verteidiger Maximilian Pflug falsch einschätzte und so freie Fahrt für Neel
Scheffler und dessen Anschlusstreffer mit rechts schaffte (59.). Ausgerechnet Scheffler, mochte der neutrale
Beobachter meinen, stach der Kapitän deutlich als omnipräsente Anspielstation
der Lilanen hervor. Und auch per Freistoß kann es der 16-Jährige, war es sein
ruhender Ball, der von links auf den zweiten Pfosten Louis Schütze
durchrutschte – 2:2 (66.)!
Doch da ging noch mehr: diesmal hob Scheffler einen ruhenden Ball von halblinks
direkt zur Wende in den Winkel (69.)!
Der fast schon euphorisierte Abstiegskandidat hatte das Match tatsächlich
gedreht und ließ sich in seinem neu gewonnenen Selbstvertrauen auch nicht vom
wieder löchrig verteidigten 3:3 beirren. Lukas Rix hatte man an der Grundlinie
gewähren und für den passend abziehenden Magnus Fröhlich ablegen lassen (71.).
Alles also wieder eine Willensfrage, die Anthony Giovine mit seinem Lupfer von
links und der damit zurückgeholten Führung fulminant beantwortete (75.).
Ein Contra der mittelfeldplatzierten Gäste sollte diesmal nicht mehr eintreten.
Stattdessen schraubte der Vorjahresvierte das Ergebnis am Ende einer wilden
Strafraumszene mit Fritz Windhuis´ Flanke und dem sicheren Kopfball des
baumlangen Maksym Gamkalo noch auf ein 5:3 hoch (80.).
Wiederholt der HEBC am kommenden Wochenende einen Erfolg wie im Hinspiel (2:1)
oder bringt er ein Remis beim Walddörfer SV über die Runden, wäre der
Ligaverbleib am Ende einer mühsamen Serie doch noch geschafft. Geht der Ausflug
nach Volksdorf in die Hose, wäre die heutige Feierlichkeit nur das Strohfeuer eines
Absteigers gewesen…
Tore: 0:1 Kleinwort (40.+3,
Davies), 0:2 Davies (42.), 1:2 Scheffler (59. Plettner), 2:2 Schütze (66.
Scheffler), 3:2 Scheffler (69., direkter Freistoß), 3:3 Fröhlich (71. Rix), 4:3
Giovine (75.), 5:3 Gamkalo (80. Windhuis)
Schiedsrichter: Jonathan Halx
(Eimsbütteler TV)
Zuschauer: 35
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