Schrödingers Abstieg
0:5!
Abenteuer Bezirksliga für den TV Haseldorf mutmaßlich beendet
Eine allerletzte Chance, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu wuppen, hatte
der TV Haseldorf im letzten Saisonheimspiel gegen die Reserve von Union
Tornesch. 0:5, Chance vertan – Abstieg!
Schließlich dachten die Jungs aus dem Torneum gar nicht daran, es am
Freitagabend etwas ruhiger angehen zu lassen. Im Gegensatz zum überraschend
verlorenen Hinspiel (der erste TVH-Erfolg im 13. Saisonspiel), ließen Jonas
Kock und Co diesmal keine Luft an die Angelegenheit. So netzte Jann-Phillip
Gollnick nach Zuspiel seines Kapitäns zum 0:1, das Schlussmann Niklas Grote
trotz Berührung des Spielgeräts nicht mehr zu verhindern wusste (8.).
Die Gastgeber taten sich dagegen schwierig, dem ballsicheren Tabellenfünften
beizukommen. Eine Flanke des frisch vermählten Joris Lüchau bereitete immerhin
eine Doppelkopfaktion der Kollegen Fülscher und Bevers vor; Union-Fänger
Leonard Scharre packte aber komplikationslos zu (13.).
Nicht so sein Gegenüber, der bei einem Spielzug, den Emir-Han Bayraktaroglu
fein einleitete und letztlich durch Marley Gothe abgeschlossen wurde, wieder
einmal allein auf weiter Flur blieb (24.).
Es gibt freilich ergötzlichere Plätze, als den zwischen den TVH-Pfosten, musste
Grote auch kurz nach der Pause erneut ran, als Marvin Schramm den schönen
Diagonalball auf Gothe servierte. Diesmal allerdings blieb der Tormann Sieger
(51.) – um wenig später dennoch ein drittes Mal hinter sich greifen zu müssen.
Wie die Handballer kreisten die Unioner um den gegnerischen Strafraum, ehe
Gothe seine Poleposition zum 0:3 nutzte (56.).
Partie und Abstiegskampf entschieden, doch so ganz kampflos räumten die Roten
das Feld nicht. Vor allem über Louis Bevers und dessen linke Seite probierte
man sich am Torerfolg, der Bevers zweimal (61. & 78.) und dem fleißigen
Michel Lienau einmal in Rücklage (73.) verwehrt blieb.
Ganz anders dagegen die Lage auf der anderen Seite, wo Joker Hannes Junge auf
Querpass von Schramm (71.) und als Einspitzler aus kürzester Distanz (83.) auf
nunmehr 0:5 stellte. Zu allem Überfluss verletzte sich bei letzterer Szene auch
noch der bemitleidenswerte Grote, sodass
Johannes Markmann für vier Minuten zu seinem vierten Bezirksligaeinsatz kam.
Das war´s dann auch an Erwähnenswertem aus dem Schloßparkstadion, wo nach einem
einjährigen Bezirksliga-Intermezzo in der kommenden Saison wieder
Kreisligafußball auf der Agenda steht. Vor den Sonntagsspielen der Konkurrenz
sind es für den TV Haseldorf (15.) weiter drei Zähler und nunmehr saftige 24
Tore Rückstand auf den Duvenstedter SV (13.) über dem Strich. Die rechnerische
Begleitung der am gleichen Abend sicher abgestiegenen SV Lieth (0:6 gegen die
SV Blankenese) in die Kreisliga ist daher nur noch eine Frage der Zeit.
Was dabei allerdings Mut macht: neben Coach Benjamin Kälberloh und Assistent
Marvin Biermans haben auch nahezu alle Spieler ihren Verbleib zugesagt. Das
noch verbliebene Gastspiel in Egenbüttel kann man also bereits als
Vorbereitungsmatch für die kommende Serie betrachten.
Tore: 0:1 Gollnick (8. Kock), 0:2 Gothe (24. Kock), 0:3 Gothe
(56. Bayraktaroglu), 0:4 Junge (71. Schramm), 0:5 Junge (83. Gollnick)
gelbe Karten: Oßenbrüggen, Pieper – Gollnick
Schiedsrichter: Dr. Benjamin Stello (SC Egenbüttel)
Zuschauer: 90
Freitag, 15. Mai 2026
Spielbericht TV Haseldorf - FC Union Tornesch II
Mittwoch, 13. Mai 2026
Spielbericht SV Lieth II - Moorreger SV
Knautschzone Abstiegskampf
KL
01: Lieth IIs Sechs-Punkte-Sieg sorgt weiter für flächendeckendes Zittern
Diverse Konkurrenten aus dem Kreisliga 01-Abstiegskampf gaben sich als
Zuschauer am Butterberg die Klinke in die Hand. Die Delegationen aus Heist und
Tornesch, zum Beispiel, dürften Klein Nordende am Mittwochabend allerdings mit
ähnlich viel Enttäuschung wie der heuer unterlegenen Moorreger SV verlassen
haben. Mit einem 3:0 hievte sich die Reserve der SV Lieth nämlich einstweilen
aus dem damit abermals näher zusammengerückten Keller.
Erheblichen Anteil daran hatte sicher der geniale Start der Rot-schwarzen, die
Florian Ballner nach nicht einmal zwei Minuten auf Kurs gesteuert hatte. Bei
einer Hereingabe von links war es schon genug, einfach den Fuß hineinzuhalten,
weil die Gäste hier irgendwie kein ernsthaftes Interesse am Spielgerät
entwickelten.
Ein denkbar blöder Beginn für den MSV, der gegen die umschaltaffinen Liether
nun eigene Lösungen finden musste.
Das aktivere Team waren aber die Hausherren, bei denen Finn Struve per Kopf
(12.) und abgefälscht mit links (27.) ebenso etwas Gefahr versprühte, wie die
Kollegen Ballner (traf den Kopfstoß nicht richtig, 28.) und Brant, dessen
versuch ins Torwart-Eck sich der tadellose Daniel Rosenzweig angelte (32.).
Die Himmelsbargler taten sich dagegen lange schwierig, konkret nach vorne zu
kommen. Dominik Körner jagte das Ei in den Liether Wald (18.) – Henning Jensen
sah sich von einem Ahlers-Block gestört (23.). Erst auf den letzten Metern vor
der Pause gelang der oft zu ungenauen und statischen Auswärtsmannschaft eine
Art Druckphase – ohne Happyend.
Stattdessen fing man sich nach der Pause fast den zweiten Gegentreffer, als
Finn Cornils zwar den agilen und gefürchteten Michel Cords aus den Schuhen
rumste, die Szene aber mit Kilian Weers´ beherztem Solo weiterging. Beim
Abschluss fehlte dem Außenverteidiger dann jedoch etwas die Kraft. Es war ja
auch schon spät am Abend…
MSV-Coach Hakan Harmanci reagierte daraufhin mit jeweils zwei Doppelwechseln
(55. & 70.), bei denen unter anderem der angeschlagene Toptorjäger
Maximilian Seubert für die die große Aufholjagd hineinkam. Die beste
Gelegenheit bot sich jedoch Zentrumsspieler Sam Holz, der es aus der zweiten
Reihe mit rechts probierte (vorbei, 57.).
Ansonsten regierte beim MSV eine Mischung aus schweren Beinen, Kunstrasenphobie
und einem schlicht gebrauchten Tag, den die berechtigte Ampelkarte für Cornils
nach einem Handspiel (78.) noch zusätzlich erschwerte.
Ordentlich Platz jetzt natürlich für die quirligen Platzherren, den der steil
geschickte Cords (knapp vorbei) vorerst nicht zur Entscheidung nutzte (81.).
Dann aber tauchte der Flügelflitzer gemeinsam mit Struve vor der Kiste auf,
sodass der Querpass zur unwiderstehlichen Einladung für das vorentscheidende
2:0 avancierte (82.). Letzte Restzweifel wischte Taktgeber Struve noch einmal
selber vom Tisch, als Lukas Brant in einer ähnlichen Umschaltszene rüber
spielte (89.). Vergessen waren da die Tatsachen, dass der MSV Struve, wie
geplant, ganz ordentlich aus der Partie nahm und dass sein Freistoß aus Minute
68 am Pfosten zerschellt war.
Mit nun drei Zählern Vorsprung auf die Moorreger (14.) und zweien auf die
Konkurrenten aus Tornesch (13.) und Tangstedt (12.) haben sich die Karten für
Struve und Co im Abstiegskampf nun weiter verbessert. Ob der starke
Schlussspurt von zuletzt 13 Punkten aus fünf Spielen langen wird, dürfte sich
vermutlich erst am (selber spielfreien) letzten Spieltag herausstellen – es sei
denn, am kommenden Wochenende gelänge es, Zählbares gegen den designierten
Meister vom Wedeler TSV auf heimischer Anlage zu behalten. Aber Vorsicht! Alle
Mitkonkurrenten haben eben noch eine Partie mehr in der Hinterhand. Ebenso der
Moorreger SV, auf den nun das Heimspiel gegen die Zweite des Heidgrabener SV
wartet, ehe es zum Schlussakkord einen womöglichen Showdown bei Union Tornesch
III gibt.
SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (85. Stuck), Ahlers (76.
M. Homburg), F. Rudek, Weers (76. Hajdari) – Brant, H. Homburg, Struve, Cords –
Viera Gerkens (58. von Lueder), Ballner (76. Baloosh), Trainer: Thorben Pingel
Moorreger SV: Rosenzweig – Below, Cornils, Giesbrecht (55. Kaufmann),
Getmann (70. Simsek) – Schepelew, Holz – Franke, Jensen, Körner (55. Seubert) –
Prange (70. C. Harmanci), Trainer: Hakan Harmanci
Tore: 1:0 Ballner (2.), 2:0 Cords (82. Struve), 3:0 Struve (89. Brant)
gelbe Karten: Viera Gerkens – Seubert
gelb-rote Karte: Cornils (78., Foulspiel + Handspiel)
Schiedsrichter: Kai Finn Rademacher (SV Halstenbek-Rellingen)
Zuschauer: 80
Sonntag, 10. Mai 2026
Spielbericht SV Lieth II - TuS Appen
Struve wie in Heidgraben
Freistoßtor
zum beidseitig unnützen Remis im Kellerduell
Trist und leblos kassierte TuS Appen am Dienstagabend mit dem 0:3 in Heist die
nunmehr neunte Schlappe in 2026 (plus Punktabzug wegen eines Nichtantritts).
Abstiegsplatz, drei Zähler Rückstand aufs rettende Ufer und nun ging es auch
noch zur aufstrebenden Reserve der SV Lieth. Schlechte Vorzeichen für einen
dann doch ordentlich Auftritt, dessen Happyend letztlich wiederum nur an einem
Standard scheiterte.
Das lebhaftere Team waren die Almtwegler im Duell Vierzehnter gegen
Fünfzehnter insbesondere zu Beginn gewesen. Vor allem der junge Henry
Heidmann beschäftigte die gegnerische Defensive mit erfrischenden Laufwegen und
zwei ersten Gelegenheiten (5. & 14.), ehe das wichtige 0:1 ein ganzes Stück
später fallen sollte. Sven Kremer war es, dem die Kugel halbrechts auf den
Schussbereiten linken Puschen fiel, sodass der Einschlag ins lange Eck kaum
noch gekannte Glücksgefühle in Blau-rot entfachte (35.).
Es roch nach Zählbarem, für die Gäste, zumal die Liether ihre offensiv-PS zu
selten in den Rücken der TuS-Abwehr um Chefzweikämpfer Lukas Kremer bekamen.
Und schaffte es Michel Cords doch einmal in die Tiefe, fehlte entweder ein
Stück (25.) oder fächerte sich Enrico Carl routiniert auf (39.).
Auch gegen einen Viera-Kopfball (67.) und Finn Struves Freistoß (74.) war auf
das Torwart-Fossil (40) ebenso Verlass, wie gegen Lukas Brants Linksgeschoss
(82.).
Schwierig blieb dabei jedoch die zu geringe Entlastung, die Carl und Co
schließlich doch noch teuer zu stehen kam. Eines von vielen Fouls führte wieder
Struve in vorzügliche Position für den ruhenden Ball, mit dem er Carl diesmal
auf dem falschen Fuß erwischte – das 1:1 durch den Zentrumsspieler, der schon
beim 2:1 in Heidgraben auf diese Weise traf (82.)!
Unter den Augen von Hakan Harmanci, der mit seinem Moorreger SV (13.) am
Mittwoch zur nächsten Kellerparty am Butterberg aufschlagen wird, boten sich
die Kontrahenten einen bis zum Ablauf der sechsminütigen Extrazeit einen
engagierten Fight, dessen Endresultat von 1:1 vielleicht eher der SVL
weiterhilft. „Ein Punkt ist besser als kein Punkt“, fütterte Lieths Kilian
Weers dazu das Phrasenschwein. Ein Erfolg gegen den MSV und seine Farben wären
im etwas spielplanverzerrten Tabellenbild (erstmal) wieder raus aus dem
Untergeschoss.
TuS Appen kann dagegen erst am Sonntag nachziehen, wenn es zum ebenfalls
abstiegsgefährdeten Tangstedter SV geht. Der erste Abschnitt heute dürfte da
auf jeden Fall als kleiner Mutmacher taugen.
Tore: 0:1 S. Kremer (35.), 1:1 Struve (82., direkter Freistoß)
gelbe Karten: Ballner, Ahlers, Weers – S. Kremer, Pinnow, Von der Reith,
Deletz
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 40
Spielbericht Holsatia im EMTV - Gencler Birligi Elmshorn
Von Derbysiegern zu TBS-Supportern
Elmshorn-Derby
gewonnen: nun hofft Gencler auf Schützenhilfe
Holt Gencler Birligi am Ende doch noch die Meisterschaft? Mit dem Ausbau der
Serie von acht Partien ohne Niederlage (sieben Siege) auf deren neun schob sich
die Elf aus dem Krückaupark vor dem Saisonfinale der Kreisklasse 01 erstmal auf
Rang eins.
Gegen Schlusslicht Holsatia im Elmshorn-Derby heuer letztlich keine große
Kunst, brachte der Favorit seine spielerische Überlegenheit sofort auf den
großen Rasen an der Wilhelmshöhe.
Das frühe 0:1, bei dem Nidal Topal erstmal zwei Mann aussteigen ließ, um Nihat
Meric in der Mitte zu bedienen, galt daher als logische Folge (9.).
Weiter ging´s mit eher Umstrittenem, denn tendenziell räumte Spielertrainer
Christian Neubauer den nicht anders aufzuhaltenden Topal ein gutes Stück VOR dem
Sechzehner aus den Schuhen. Schiri Dennis Klein (Tangstedter SV), der sonst als
höchst kommunikativer Spielleiter gefiel, erkannte jedoch auf Strafstoß,
welchen Meric sicher zur Verdopplung setzte (23.).
In der Folge ging außer einem Hisarkaya-Abseitstor (28.) erstmal nichts
Relevantes in die Spielchronik ein. Gencler hatte es sich auf dem Vorsprung
etwas gemütlich gemacht, während Holsatia dagegen Pech hatte, dass Niklas
Janaceks Kopfball nach schöner Khalaf-Flanke (wohl) noch knapp vor der Linie
gefangen wurde (29.).
Konkretes sollte es dafür nach der Pause zuhauf geben. Mittendrin Genclers
Joker Maseh Hashimi, der einen schönen Konter per Abstauber auf dem zweiten
Bildungsweg zum 0:3 vollendete (51.) und seinen Doppelpack im Umkurven von
Holle-Schlussmann Pieth Kruse schnürte (59.).
In der Zwischenzeit demonstrierten seine Farben allerdings vermehrten
Leichtsinn, der sich durch zu viel Ballverliebtheit vorne und mangelnde
Rückwärtsbewegung hinten prompt im Gegentor rächte (54.). Fabijan Kober hatte
letztlich keine Mühe, nachdem auch noch Genclers Tormann weit vor der Kiste
über Majd Alasaads langen Ball säbelte.
Ein Plot, der sich kurz vor dem Ende tatsächlich in ähnlicher Form wiederholen
sollte, als Alasaad wieder lang auf Kober in den Rücken des nicht wirklich
verteidigungswilligen Gegners eröffnete (87.). Da darf man auch ruhig mal
jubeln – zumal das personell dünn besetzte Schlusslicht hier in bereits
halbstündiger Unterzahl traf. Der vorverwarnte Neubauer war für eine Grätsche
gegen den schnelleren Topal früh im zweiten Abschnitt per Ampel des Feldes verwiesen
worden (55.).
Der Kreisligaaspirant verausgabte sich in der Maisonne nicht über Gebühr, traf
aber immerhin noch dreimal durch Meric als Nutznießer eines abermaligen
Topal-Solos (84.), Umit Özdemir per Lupfer (87.) und im Rahmen eines langen Abstoßes,
der Özdemir lang schickte, durch den quer angespielten Cemal Hisarkaya (90.+2)
zum Endstand von 2:7.
Die zweimaligen Sieger dieses Derbys thronen damit einstweilen wieder auf dem
Spitzenplatz der Staffel. Doof nur: es war der letzte Auftritt in 2025/2026,
wohingegen sich der verdrängte TSV Seestermüher Marsch noch einmal wehren darf.
Das befreundete Team von TBS Pinneberg II wird als finaler des TSV nun also für
Schützenhilfe unter türkischen Clubs benötigt. Die Pinneberger, bei Sieg selbst
noch mit der Chance auf Platz drei, hätten die Meisterschaft bereits mit einem
Remis pro Gencler entschieden. Der Aufstieg in die Kreisliga ist Meric und Co
derweil bereits sicher, da nach den Gesetzen der Mathematik alle
Zweitplatzierten hochgehen und der Dritte aus Heidgraben das Staffelfinale
ebenfalls auf der Couch erlebt.
Tore: 0:1 Meric (9. Topal), 0:2
Meric (23., Strafstoßtor, Neubauer an Topal), 0:3 Hashimi (51. Meric), 1:3
Kober (54. Alasaad), 1:4 Hashimi (59. Hassanzadeh), 1:5 Meric (84. Topal), 1:6
Özdemir (87.), 2:6 Kober (88. Alasaad),
2:7 Hisarkaya (90.+2, Özdemir)
gelb-rote Karte: Neubauer (Holsatia im EMTV, 55., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Dennis Klein (Tangstedter SV)
Zuschauer: 30
Samstag, 9. Mai 2026
Spielbericht SV Wasbek - FC Burg
Das Warmschießen hat
begonnen
Kantersieg!
SV Wasbek festigt Platz vier und freut sich aufs Pokalendspiel
Der große Höhepunkt steht für den SV Wasbek mit dem Kreispokalfinale gegen den
PSV Neumünster noch aus. Der Formaufbau dafür läuft indes bereits auf
Hochtouren. Mit 8:2 schraubten die Jungs vom Bahndamm am Samstagnachmittag den
FC Burg in der Verbandsliga West ordentlich auseinander.
Anfangs noch etwas schläfrig und durch Paul Butzek auf Querlage Phil Bargmanns
mit 0:1 im Hintertreffen (12.), fanden die Wasbeker allmählich zu ihrem
temporeichen Direktspiel, das – ausgelöst durch Jan-Henrik Grümmers Langholz
und Youri van der Mehdens Standfestigkeit – das freie 1:1 von Rune Kulig
herbeiführte (28.). Nicht das letzte Mal, dass der 19-Jährige als Torschütze in
Erscheinung treten sollte…
Vorher aber schnürte der jeweils fein in Szene gesetzte Hakon Schnoor den
Doppelpack (37. & 44.) zum 3:1-Pausenstand. Vor allem beim selbst
eingeleiteten dritten SVW-Treffer demonstrierte der „19er“ dabei seinen Sinn
für den richtigen Weg und den eiskalten Abschluss.
Gesucht hatten Schnoor und Co diesen dann aber erstmal nicht. Stattdessen
trauten sich die Gäste aus Dithmarschen wieder mehr voran, sodass Can Büyükdere
einmal für einen abtauchenden Jonte Peters zwischen den SVW-Pfosten sorgte
(52.).
Per Standard war das Match aber wieder voll in die eigenen Bahnen gelenkt, als
Grümmer im Sturzflug passend in einen Ceyhan-Freistoß segelte (60.).
Dem über rechts initiierten 5:1 nahm sich 20 Minuten vor dem Ende indes wiederum
Dreierpacker Schnoor flach mit rechts an.
Auch die kleine Ergebniskosmetik, die Melvin Tönsings steiler Ball auf den gestarteten
Bargmann auslöste, ehe der Angespielte für P. Butzeks 5:2 auflegte (71.),
konnte die wasbeker Tor-Parade nicht einbremsen.
Einmal noch bei Bjarne Kreys pariertem Freistoß das Torwart-Können von Peters
bemüht (73.), chipte drüben R. Kulig das via Y. von der Mehdens Hacke erhaltene
Leder zum halben Dutzend ins Netz (78.).
Umjubelt legte der eingewechselte Steve Tougang Nievchev noch das 7:2 nach
(82.), während der Schlusspunkt für R. Kuligs dritten Streich reserviert war (89.).
Kurios: direkt danach pfiff Schiedsrichter Jonas Leon Tetzner (SV
Friedrichsberg-Busdorf) die Begegnung um 90 Sekunden zu früh ab. Böse war dem
jungen Schiri deshalb aber niemand. Die seit Ende März sieglosen, allerdings
längst geretteten, Grünen waren damit
vorzeitig erlöst und der SV Wasbek bleibt vor dem Saisonfinale gegenüber Alemannia
Wilster mit zwei Zählern in der Vorhand um Rang vier.
Tore: 0:1 P. Butzek (12. Bargmann), 1:1 R. Kulig (28. Y. von
der Mehden), 2:1 Schnoor (37. V. von der Mehden), 3:1 Schnoor (44. R. Kulig),
4:1 Grümmer (60. Ceyhan), 5:1 Schnoor (70. R: Kulig), 5:2 P. Butzek (71.
Bargmann), 6:2 R. Kulig (78. Y. von der Mehden), 7:2 Tougang Nievchev (82. L.
Kulig), 8:2 R. Kulig (89. Y. von der Mehden)
gelbe Karten: Grümmer, R. Kulig – P. Butzek, Henning
Schiedsrichter: Jonas Leon Tetzner (SV Friedrichsberg-Busdorf, Note 2,5)
Zuschauer: 67
Freitag, 8. Mai 2026
Spielbericht TV Haseldorf - TuRa Harksheide II
„Tritt in die Eier“
TV
Haseldorf verliert erkämpften Punktgewinn der Nachspielzeit
Bravourös zurückgekämpft, doch in der Nachspielzeit setzte es für den
abstiegsbedrohten TV Haseldorf doch noch den „Tritt in die Eier“, wie es Pieter
Oßenbrüggen in seiner Enttäuschung ausdrückte. Ein Spielverlauf mit
Tränenpotential hatte dem Aufsteiger am Freitagabend einen Punkt, der laut
Coach Benjamin Kälberloh „Gold wert gewesen“ wäre, nämlich spät entrissen.
Zunächst waren die Roten im drittletzten Saisonspiel freilich weit weg von
Zählbarem, fehlte gegen die eher rückrundenschwache Reserve TuRa Harksheides
der nötige Zugriff. Zu einfach ließ man sie vorne gewähren, was sich nach einer
knappen Viertelstunde erstmals rächen sollte. Simpel spielte sich TuRa gen
Grundlinie, von wo Daniel Meier mustergültig zum seelenruhigen Abdruck von der
Sechzehnerlinie kam (14.).
Auch als Vorbereiter glänzte der Torjäger wenig später, als er zentral zu
Alexander Krüger durchsteckte und dieser das Ei durch die Hosenträger von
Goalie Niklas Grote spitzelte – das 0:2 (20.)!
Der Abend schon jetzt gelaufen, für den TVH? Mit Wohlwollen lässt sich Phil
Mohrdiecks Gewaltschuss ins Nichts als Lebenszeichen verkaufen (29.), ehe es
per Flügelspiel plötzlich funktionierte. Sowohl Malte Olde als Flankengeber von
rechts, als auch Louis Bevers in der Rolle des bisher verkannten
Kopfballungeheuers, fanden doch reichlich Platz zum verkürzenden Werk vor
(35.).
Und tatsächlich war bei Joris Lüchaus PENG an den Außenpfosten trotz
Spitzwinkligkeit gar der Pausenausgleich drin gewesen (39.).
Apropos haseldorfer Möglichkeiten. Bevers wäre nach der
Bezirksliga-Tor-Prämiere fast der Doppelpack gelungen, hätte sich TuRa-Fänger
Jonah Basner nicht den Versuch von halblinks geangelt (48.) und wäre der
Schlenzer aus der schönen Bewegung nicht rechts vorbeigesegelt (63.).
Die Königschance ergab sich jedoch auf Hereingabe Bevers´ für Hendrik Pieper,
der den Ball vielleicht besser mit dem Kopf genommen hätte nehmen sollen. So
aber packte Basner wieder sicher zu (79.).
Der Dank der Vorderleute: das 1:3-Kontertor, bei dem Nick Hagelstein nach
haseldorfer Ballverlust auf rechts davonstiefelte, nicht taktisch gelegt wurde
und eiskalt vor Grote vollendete (81.).
Game over? Mitnichten, war der TVH ja schließlich durch Milos Aleksic´ dumme
Ampelkarte (70.) ein Mann mehr und fünf Minuten vor dem Ende wieder auf 2:3
dran. Diesmal zog Lüchau erfolgreich aus dem Rückraum ab (85.) und heizte die Aufholjagd
damit weiter an. Berechtigte Schützenhilfe folgte kurz darauf durch den
Schiedsrichter, der Saba Nasrachvilis unstrittiges Handspiel mit dem fälligen Strafstoß
sanktionierte. Marten Fülscher übernahm die Verantwortung und verwandelte flach
zum 3:3 (88.). Da hatten sie endlich ihr Strafstoßtor, das bereits früh im Spiel
beim klar hörbaren Zweikampf J. Wolter/J. Lüchau vom Schiri verweigert wurde…
Berechtigt dagegen ein folgenschwerer Freistoßpfiff gegen die Haseldorfer am
eigenen Strafraum. Hagelsteins tückischen Standard blockierte Grote ebenso wie
das schnelle Nachsetzen, doch im dritten Anlauf stach Joker Malte Carolus den
Dolch ganz tief ins Herz des andächtig staunenden Neulings (90.+2), der jetzt
nochmal alles nach vorne warf.
TuRa mit entsprechendem Raum zum Kontern, den Miguel Herzog aber zu unplatziert
vor dem Tor verschwendete (90.+3.). Der Gegner damit weiter am leben – jedoch nur,
bis Niklas Wolter der Flankenwechsel zum freien Luis Blaha gelang und letzterer
die Co-Produktion der Eingewechselten mit dem 3:5 vollendete (90.+5).
TuRa bleibt damit im Rennen um die Einstelligkeit, während die enttäuschten
Kicker aus dem Schloßparkstadion keinen Schritt aus dem Untergeschoss der Bezirksliga
01 machen konnten. Der Klassenerhalt wird also nicht in die eigenen Hände
wandern. Unabhängig davon, was die beiden verbliebenen Partien gegen Union
Tornesch II und den SC Egenbüttel noch bringen.
TV Haseldorf: Grote – Franke (73. Krieg), Oßenbrüggen, Pieper,
Dalecki – Jedamski (90. Kaland), Mohrdieck, J. Lüchau, Bevers – Rose (35.
Nickels), Olde (46. Fülscher), Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 0:1 Meier (14. Lammek), 0:2 Krüger (20. Meier), 1:2
Bevers (35. Olde), 1:3 Hagelstein (81.), 2:3 J. Lüchau (85. Krieg), 3:3
Fülscher (88., Strafstoßtor, Handspiel Nasrachvili), 3:4 Carolus (90.+2,
Hagelstein), 3:5 Blaha (90.+5, N. Wolter)
gelbe Karten: J. Lüchau, Dalecki, Pieper – keine
gelb-rote Karte: Aleksic (TuRa Harksheide II, 70., Meckern + Foulspiel)
Schiedsrichter: Kazim Yavuz (FC Bingöl 12)
Zuschauer: 55
Dienstag, 5. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen
Hirsche klettern aus dem Keller
3:0!
TSV Heist landet wichtigen Nachholdreier – TuS Appen stürzt weiter ab
Seit dem krachenden 6:2-Derbysieg in Moorrege hatte die Rettungsmission des TSV
Gut Heil Heist zuletzt etwas Sand ins Getriebe bekommen. Mit dem wichtigen 3:0
auf eigener Koppel gegen den Direktkonkurrenten aus Appen sieht die Welt an der
Hamburger Straße aber schon wieder viel besser aus.
Aufhellung erfuhr das heistmer Gemüt im dienstäglichen Nachtragsmatch quasi
direkt nach dessen Anstoß, als Paul Smit sich die Kugel am linken Strafraum-Eck
seelenruhig auf rechts legte und sie trocken ins kurze Eck nagelte (2.).
Ein Szenario, das ihm aus zentraler Position wenig später nicht vergönnt war,
als Marcel Münster in den lückenhaften Abwehrreihen der Gäste passend ablegen
konnte. Smits Versuch rotierte aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (5.).
Deutlich gemächlicher ging es fortan zu. Der TSV machte es sich hier und da mit
etwas unglücklichen Entscheidungen am Ball selber schwierig, die
Feldüberlegenheit weiter ins Ergebnis einfließen zu lassen, während die Jungs
vom Almtweg mit ihrer Suche nach Stabilität und Angriffsstruktur voll
ausgelastet waren. Entsprechend dauerte es bis Minute 45, ehe Philip Pinnow
einmal ein offensives Lebenszeichen aus dem Rückraum gelang. Kann man so
zumindest einmal versuchen…
Als hätten die Hausherren dies als Warnschuss verstanden, legten sie noch vor
dem Pausenpfiff das 2:0 nach, bei dem Münster als einziger Interessent in einen
hohen Krüger-Freistoß startete – so einfach kann das gehen!
…traf auch auf die Szene zum 3:0 zu, als es mit Tempo und Beinfreiheit über
links ging und Jakob Schmidt seinen Namensvetter Max zentral im Fünfer erspähte
(48.). Ein Kantersieg deutete sich an, zumal Smit in der Bewegung nach innen
gar das vierte Gut Heil-Hurra auf dem knapp verziehenden Fuß hatte (50.).
Doch wieder verlor die Partie etwas an Unterhaltsamkeit. Deniz Cebbars Lupfer,
den TSV-Goalie Benjamin Schimmel unschädlich patschte, nachdem ihn Lukas Kremer
per Diagonalball angespielt hatte (61.), gehörte somit genauso zu den
verbliebenen Höhepunkten wie Tom Kruses Scheitern an der Querlatte auf der
anderen Seite (79.).
Auch der letzte Moment von Bedeutung sollte noch einmal dem neuen
Tabellenelften gehören, hatte Torwart-Oldie Enrico Carl alle Mühe einen leicht
abgefälschten Smit-Freistoß abzuwehren, ehe Max Ossenbrüggen den freien Nachschuss
in der Hektik der Aktion nicht erwischte (85.).
3:0 also am Ende, wo sich TuS Appen nach dem nunmehr siebten Match in Serie
ohne Sieg langsam wiederfindet. Als Vorletzter der Kreisliga 1 (drei Zähler
Rückstand auf den 13., Moorreger SV) liegt der Ligaverbleib jetzt nicht mehr in
eigenen Händen. Nächster Gegner im direkten Kellerduell ist am kommenden
Sonntag die Reserve der SV Lieth (14.).
Der TSV Heist könnte dagegen bereits am Freitag im Derby gegen Schlusslicht TSV
Holm mit satten vier Punkten von den Kreisklasseplätzen davonziehen.
Tore: 1:0 Smit (2.), 2:0 M. Münster (45.+1, Krüger), 3:0 M.
Schmidt (48. J. Schmidt)
gelbe Karten: M. Münster, Smit – Stolzenburg, Pinnow, Schawaller
Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 60
Sonntag, 3. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - SV Lieth II
Magens serviert die Rettungsweste
Auswärtssieg
im Keller-Duell: SV Lieth II schiebt sich weiter ans Ufer
Da sind sie wieder! Wochenlang musste die Reserve der SV Lieth erdulden, wie
die Konkurrenz im Rotlichtbezirk der Kreisliga 01 auch durch die vielen Nachtragsspiele
auf Naturrasen nicht nur heranrückte, sondern sogar vorbeizog.
Mit dem nun zweiten Erfolg in Reihe schloss der Tabellenvorletzte nun aber
wieder voll gen Klassenerhaltszone auf.
Im Kellerduell beim TSV Heist war dabei vor allem auf die hauseigene
Bezirksligaexpertise Verlass. Die nicht in der Bezirksliga festgespielten Finn
Struve, Michel Cords und Kilian Weers freuten sich heuer mit dem oben gelbgesperrten
Meraja Magens auch noch über den Unterschiedsspieler des Ligateams. Welche
Blüten die teils diffusen Regelungen des Hamburger Fußballverbands so treiben…
Denn während sich Magens´ Stammkollegen 1:8-Dresche in Schnelsen abholten,
fügte sich der 20-fache Oberligakicker nach einer Anlaufphase im rauen
Kreisligaumfeld als Doppelpasspartner für Florian Ballners Linksschuss ein
(28.). Gut gemacht, aber da fehlte noch etwas.
Besser lief es wenig später, als Magens im Umschalten diesmal den aus der
Bezirksliga vertrauten Michel Cords bediente und sich dieser vom latent
störenden Adriaan Banas nicht in seinem Werk zur flachen 0:1-Pausenführung
irritieren ließ (35.).
Wiederum per rascher Spielrichtungsänderung schlug das Duo kurz nach der Pause
gleich nochmal zu. Wieder war es am Ende Cords, der halblinks ins ferne Eck
vollendete, nachdem ihn Magens entsprechend angespielt hatte (51.).
Und als Abwehrmonument Kilian Weers sogar einen Ausflug als Flügelstürmer nur
von TSV-Fänger Benjamin Schimmel beendet erlebte (54.), schien der
Sonntagnachmittag noch ein richtig Lustiger, für die Gäste zu werden.
Doch auch die Heistmer haben ja ihren Individualisten, der sich in der Gestalt
des Paul Smit eine Schusschance selbst gegen drei Mann erarbeitete (55.) und
die nächste mit dem Freistoß, um die Mauer herum, an der Pfosten setzte (59.).
Bevor Smit und Co den Bock hier umzustoßen vermochten, war drüben plötzlich
wieder dieser Magens auf Tour. Diesmal von Semih Zeybekoglu die Linie raufgeschickt,
fand sich nun mit Ballner ein neuer Abnehmer des gepflegten Querpasses zum 0:3
(65.).
Das Thema schien durch, zumal Magens selber im Eins-gegen-Eins mit Schimmel das
mögliche 0:4 auf dem Fuß hatte (71.). Doch eine etwas überraschende
Strafstoßentscheidung wegen eines angeblichen Haltens im SVL-Sechzehner
fütterte wieder leise Hoffnungen der Gastgeber, die Smit sicher rechtsunten mit
1:3 heranbrachte (81.).
Ebenso nur wenige später, nachdem Finn Rudek Kapitän Jakob Schmidt einen Fußkontakt
versetzte und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
und seinem Assistenten Carsten Petersen einen gewissen Loriot-Charakter
versprühte. Strafstoß – Abseits – dann halt doch Strafstoß – Smit auf die
gewohnte Weise – nur noch 2:3 (85.)!
Eine typisch umkämpfte Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit blieb daraufhin
allerdings ohne weitere Offensivfeuer, sodass die Flamme der SV Lieth im
Tabellenkeller wieder ordentlich lodert. Nur noch einen Zähler gilt es auf den
heuer geschlagenen Widersacher auf dem rettenden 13. Platz aufzuholen. Mit zwei
Duellen gegen die Mitkonkurrenten aus Appen und Moorrege stehen die Sterne
plötzlich wieder ganz ordentlich für den Ligaverbleib. Gilt nach wie vor aber
auch genauso eins zu eins für den TSV Gut Heil der bereits am kommenden Dienstag
TuS Appen zum Nachholkracher empfängt!
Tore: 0:1 Cords (35. Magens), 0:2 Cords (51. Magens), 0:3
Ballner (65. Magens), 1:3 Smit (81., Strafstoßtor), 2:3 Smit (85.,
Strafstoßtor, F. Rudek an J. Schmidt)
Schiedsrichter: Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 62
Samstag, 2. Mai 2026
Spielbericht VfR Horst - TSV Lägerdorf
Doppel-Derby-Schlappe
abgewendet
0:2
aufgeholt: VfR Horst zeigt der Zweiten wie man gegen Lägerdorf punktet
Ein Derby, ein Remis und zwei Klassenerhalte – lässt sich die Punkteteilung
zwischen dem VfR Horst und dem TSV Lägerdorf im Süd-Steinburg-Duell der
Landesliga Holstein aufs Wesentliche herunterbrechen.
Viel mehr hatte der Kick trotz seiner vier Treffer auch nicht wirklich zu
erzählen. Am ehesten die abgewendete Duplizität der Ereignisse für die
Gastgeber, die dem qualitativ eher unterdurchschnittlichen Treiben an der
Heisterender Chaussee eine Story verpasste.
Aus dem Aufeinandertreffen der jeweiligen Zweitvertretungen war der etwas
willigere TSV Lägerdorf durch Tore in den Minuten 30 und 46 als Sieger
hervorgegangen. Ein Szenario, das sich auch zwei Klassen höher andeutete. Auch
hier hatte der VfR leicht besser begonnen, mit Paris Bruhns Pfostenschuss (23.)
den einzogen Höhepunkt produziert, doch trotzdem setzte es den 0:1-Pausenstand,
als Julian Bossauer einen Angriff über die Stationen Joachimsmeier und Kreth
auch dank vortrefflicher Vorteilsauslegung in die kurze Ecke abschloss (36.).
Passend zum Drehbuch, legte die Elf von der Breitenburger Straße just nach dem
Seitenwechsel das 0:2, wieder durch Bossauer, nach. Goalie Yannis Horvath im
Konter locker umkurvt, wohnten der Vollstreckung keine Schwierigkeiten mehr
inne (48.).
Mit Einsatz und Torschussfreude stemmte sich der Aufsteiger fortan gegen die
drohende Schlappe, wobei erneut Bruhn im Rahmen einer Ecke die beste
Gelegenheit erhielt. Rechtsunten zischte die Pille am Anschlusstreffer vorbei
(55.).
In Minute 70 war der Bann dann endlich gebrochen, flankte der eingewechselte
Evans Commodore schön von der rechten Schiene, sodass Jannik Arnold nur noch
einzudrücken brauchte.
So schnell, wie Schwarz-weiß den anstoßkreis aufsuchte, so rasch war der
angestrebte Ausgleich auch vollendet, weil die Lägerdorfer bei einem Eckstoß
wieder nicht den nötigen Zugriff fanden, um ein Doppelkopfspiel im Sechzehner,
mitsamt Abschluss durch Torben Sternberg, zu unterbinden (77.).
Die Derby-Pfründe damit paritätisch aufgeteilt, kassierte in der Folge nur noch
der Horster Mattis Lüchau einen Treffer – gegen die daraufhin blutige Nase
(82.). Als Model für laufstegtaugliche Turbankonstruktionen bewies der
fünfmalige Saisontorschütze jedenfalls echtes Talent…
Tore: 0:1 Bossauer (36. Kreth), 0:2 Bossauer (48.), 1:2 Arnold
(70. Commodore), 2:2 Sternberg (77. Bruhn)
Schiedsrichter: Luca Paul Seils (SV Preußen Reinfeld, Note 2)
Zuschauer: 100
Spielbericht VfR Horst II - TSV Lägerdorf II
Zahnloser Tiger hält die Klasse
Trotz
Derby-Niederlage: VFR Horst II bleibt der Kreisliga erhalten
Doppelderbytag an der Heisterender Chaussee zu Horst! Und während die
Ligamannschaft später am Nachmittag immerhin einen Zähler (2:2-Remis)
einheimste, ging der VfR im Kräftemessen der Zweitvertretungen mit dem TSV
Lägerdorf im Rahmen der Kreisliga West gänzlich leer aus.
Ob dies Not tat? Nicht wirklich, erwischten die Weiß-schwarzen den lebhafteren
Spielstart, der sie allerdings nur in die Nähe des Führungstreffers führte,
weil sich Marvin Koch als handschuhtragender Spielverderber gerierte. So
entschärfte der Schlussmann nicht nur Kwadwo Oseis Versuch aus vier Metern
(11.), sondern auch Gianluca Stollhans´ Kopfball (14.); beide Male, nachdem
seine Vorderleute weite Hernandez-Einwürfe nicht gescheit verteidigt bekamen.
Besserung für Rot-blau folgte aber schon bald mit verbesserter
Zweikampfhaltung. Loris Wittek, hierfür zu Recht verwarnt, langte mit seiner
Grätsche zwar etwas zu rustikal hin (28.), doch die Botschaft dahinter war
unmissverständlich: wir sind präsent! Und wie, bediente Calvin Wilms von rechts
seinen Kollegen Marvin Kopitzki, dessen Abfolge aus Annahme und Schuss ins
linke untere Eck mehr staunende Beobachtung, als Gegenwehr erfuhr – das 0:1
(30.)!
Bei schon sommerlichen Mai-Temperaturen war es das dann auch erstmal, bevor
sich der VfR mit ausgemachtem Slapstick noch weiter ins Hintertreffen
manövrierte. Nur Sekunden nach Wiederbeginn hielt Tormann Mika Pape den Fuß bei
der Verarbeitung eines Lienau-Rückpasses etwas zu hoch, sodass ihm die Murmel
tatsächlich ins Nest rutschte (46.).
Die Hausherren daraufhin um Korrektur bemüht, doch die griffigeren Lägerdorfer
ließen kaum etwas Gefährliches zu. Erst, als Joker Ruben Anjumyan den
Wandspieler für Stollhans und dessen Abdruck gab, musste Koch wieder
fachmännisch eingreifen (67.).
Auch Philip Hoffmann per Kopf (71.) und Luca Jürgs ans Außennetz, nachdem er
und Anjumyan erstmal ausknobeln mussten, wer denn nun die Verantwortung für
eine Hereingabe von rechts übernehmen sollte (73.), vermochten der Partie
keinen Stoß in die andere Richtung zu versetzen.
Der schwarz-weiß gestreifte Tiger musste heute mit dem Prädikat „zahnlos“
leben, während der gescholtene Pape drüben sogar im Nachfassen das 0:3 durch
Phil Bollhardt bei einem zielstrebigen Entlastungsangriff vereiteln musste
(81.).
Ein Positives hatte dieser 28. Spieltag dann allerdings doch noch zu bieten:
dank Schützenhilfe des Edendorfer SV in Form eines 1:0-Heimerfolgs kann der
durch Nachirvan Sinos Tor des Tages geschlagene BSC Brunsbüttel (14.) nun
definitiv nicht mehr Tabellenelften vorbeiziehen. Das fünfte Kreisligajahr in
Serie ist gesichert!
Tore: 0:1 Kopitzki (30. Wilms), 0:2 Pape (46., Eigentor)
gelbe Karten: keine – Wittek
Schiedsrichter: Jan-Hinrich Veit (Note 2)
Zuschauer: 75
Heis
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