Freitag, 15. Mai 2026

Spielbericht TV Haseldorf - FC Union Tornesch II

Schrödingers Abstieg
0:5! Abenteuer Bezirksliga für den TV Haseldorf mutmaßlich beendet

Eine allerletzte Chance, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu wuppen, hatte der TV Haseldorf im letzten Saisonheimspiel gegen die Reserve von Union Tornesch. 0:5, Chance vertan – Abstieg!
Schließlich dachten die Jungs aus dem Torneum gar nicht daran, es am Freitagabend etwas ruhiger angehen zu lassen. Im Gegensatz zum überraschend verlorenen Hinspiel (der erste TVH-Erfolg im 13. Saisonspiel), ließen Jonas Kock und Co diesmal keine Luft an die Angelegenheit. So netzte Jann-Phillip Gollnick nach Zuspiel seines Kapitäns zum 0:1, das Schlussmann Niklas Grote trotz Berührung des Spielgeräts nicht mehr zu verhindern wusste (8.).
Die Gastgeber taten sich dagegen schwierig, dem ballsicheren Tabellenfünften beizukommen. Eine Flanke des frisch vermählten Joris Lüchau bereitete immerhin eine Doppelkopfaktion der Kollegen Fülscher und Bevers vor; Union-Fänger Leonard Scharre packte aber komplikationslos zu (13.).
Nicht so sein Gegenüber, der bei einem Spielzug, den Emir-Han Bayraktaroglu fein einleitete und letztlich durch Marley Gothe abgeschlossen wurde, wieder einmal allein auf weiter Flur blieb (24.).
Es gibt freilich ergötzlichere Plätze, als den zwischen den TVH-Pfosten, musste Grote auch kurz nach der Pause erneut ran, als Marvin Schramm den schönen Diagonalball auf Gothe servierte. Diesmal allerdings blieb der Tormann Sieger (51.) – um wenig später dennoch ein drittes Mal hinter sich greifen zu müssen. Wie die Handballer kreisten die Unioner um den gegnerischen Strafraum, ehe Gothe seine Poleposition zum 0:3 nutzte (56.).
Partie und Abstiegskampf entschieden, doch so ganz kampflos räumten die Roten das Feld nicht. Vor allem über Louis Bevers und dessen linke Seite probierte man sich am Torerfolg, der Bevers zweimal (61. & 78.) und dem fleißigen Michel Lienau einmal in Rücklage (73.) verwehrt blieb.
Ganz anders dagegen die Lage auf der anderen Seite, wo Joker Hannes Junge auf Querpass von Schramm (71.) und als Einspitzler aus kürzester Distanz (83.) auf nunmehr 0:5 stellte. Zu allem Überfluss verletzte sich bei letzterer Szene auch noch  der bemitleidenswerte Grote, sodass Johannes Markmann für vier Minuten zu seinem vierten Bezirksligaeinsatz kam. Das war´s dann auch an Erwähnenswertem aus dem Schloßparkstadion, wo nach einem einjährigen Bezirksliga-Intermezzo in der kommenden Saison wieder Kreisligafußball auf der Agenda steht. Vor den Sonntagsspielen der Konkurrenz sind es für den TV Haseldorf (15.) weiter drei Zähler und nunmehr saftige 24 Tore Rückstand auf den Duvenstedter SV (13.) über dem Strich. Die rechnerische Begleitung der am gleichen Abend sicher abgestiegenen SV Lieth (0:6 gegen die SV Blankenese) in die Kreisliga ist daher nur noch eine Frage der Zeit.
Was dabei allerdings Mut macht: neben Coach Benjamin Kälberloh und Assistent Marvin Biermans haben auch nahezu alle Spieler ihren Verbleib zugesagt. Das noch verbliebene Gastspiel in Egenbüttel kann man also bereits als Vorbereitungsmatch für die kommende Serie betrachten.

Tore: 0:1 Gollnick (8. Kock), 0:2 Gothe (24. Kock), 0:3 Gothe (56. Bayraktaroglu), 0:4 Junge (71. Schramm), 0:5 Junge (83. Gollnick)

gelbe Karten: Oßenbrüggen, Pieper – Gollnick

Schiedsrichter: Dr. Benjamin Stello (SC Egenbüttel)

Zuschauer: 90



Mittwoch, 13. Mai 2026

Spielbericht SV Lieth II - Moorreger SV

Knautschzone Abstiegskampf
KL 01: Lieth IIs Sechs-Punkte-Sieg sorgt weiter für flächendeckendes Zittern

Diverse Konkurrenten aus dem Kreisliga 01-Abstiegskampf gaben sich als Zuschauer am Butterberg die Klinke in die Hand. Die Delegationen aus Heist und Tornesch, zum Beispiel, dürften Klein Nordende am Mittwochabend allerdings mit ähnlich viel Enttäuschung wie der heuer unterlegenen Moorreger SV verlassen haben. Mit einem 3:0 hievte sich die Reserve der SV Lieth nämlich einstweilen aus dem damit abermals näher zusammengerückten Keller.
Erheblichen Anteil daran hatte sicher der geniale Start der Rot-schwarzen, die Florian Ballner nach nicht einmal zwei Minuten auf Kurs gesteuert hatte. Bei einer Hereingabe von links war es schon genug, einfach den Fuß hineinzuhalten, weil die Gäste hier irgendwie kein ernsthaftes Interesse am Spielgerät entwickelten.
Ein denkbar blöder Beginn für den MSV, der gegen die umschaltaffinen Liether nun eigene Lösungen finden musste.
Das aktivere Team waren aber die Hausherren, bei denen Finn Struve per Kopf (12.) und abgefälscht mit links (27.) ebenso etwas Gefahr versprühte, wie die Kollegen Ballner (traf den Kopfstoß nicht richtig, 28.) und Brant, dessen versuch ins Torwart-Eck sich der tadellose Daniel Rosenzweig angelte (32.).
Die Himmelsbargler taten sich dagegen lange schwierig, konkret nach vorne zu kommen. Dominik Körner jagte das Ei in den Liether Wald (18.) – Henning Jensen sah sich von einem Ahlers-Block gestört (23.). Erst auf den letzten Metern vor der Pause gelang der oft zu ungenauen und statischen Auswärtsmannschaft eine Art Druckphase – ohne Happyend.
Stattdessen fing man sich nach der Pause fast den zweiten Gegentreffer, als Finn Cornils zwar den agilen und gefürchteten Michel Cords aus den Schuhen rumste, die Szene aber mit Kilian Weers´ beherztem Solo weiterging. Beim Abschluss fehlte dem Außenverteidiger dann jedoch etwas die Kraft. Es war ja auch schon spät am Abend…
MSV-Coach Hakan Harmanci reagierte daraufhin mit jeweils zwei Doppelwechseln (55. & 70.), bei denen unter anderem der angeschlagene Toptorjäger Maximilian Seubert für die die große Aufholjagd hineinkam. Die beste Gelegenheit bot sich jedoch Zentrumsspieler Sam Holz, der es aus der zweiten Reihe mit rechts probierte (vorbei, 57.).
Ansonsten regierte beim MSV eine Mischung aus schweren Beinen, Kunstrasenphobie und einem schlicht gebrauchten Tag, den die berechtigte Ampelkarte für Cornils nach einem Handspiel (78.) noch zusätzlich erschwerte.
Ordentlich Platz jetzt natürlich für die quirligen Platzherren, den der steil geschickte Cords (knapp vorbei) vorerst nicht zur Entscheidung nutzte (81.).
Dann aber tauchte der Flügelflitzer gemeinsam mit Struve vor der Kiste auf, sodass der Querpass zur unwiderstehlichen Einladung für das vorentscheidende 2:0 avancierte (82.). Letzte Restzweifel wischte Taktgeber Struve noch einmal selber vom Tisch, als Lukas Brant in einer ähnlichen Umschaltszene rüber spielte (89.). Vergessen waren da die Tatsachen, dass der MSV Struve, wie geplant, ganz ordentlich aus der Partie nahm und dass sein Freistoß aus Minute 68 am Pfosten zerschellt war.
Mit nun drei Zählern Vorsprung auf die Moorreger (14.) und zweien auf die Konkurrenten aus Tornesch (13.) und Tangstedt (12.) haben sich die Karten für Struve und Co im Abstiegskampf nun weiter verbessert. Ob der starke Schlussspurt von zuletzt 13 Punkten aus fünf Spielen langen wird, dürfte sich vermutlich erst am (selber spielfreien) letzten Spieltag herausstellen – es sei denn, am kommenden Wochenende gelänge es, Zählbares gegen den designierten Meister vom Wedeler TSV auf heimischer Anlage zu behalten. Aber Vorsicht! Alle Mitkonkurrenten haben eben noch eine Partie mehr in der Hinterhand. Ebenso der Moorreger SV, auf den nun das Heimspiel gegen die Zweite des Heidgrabener SV wartet, ehe es zum Schlussakkord einen womöglichen Showdown bei Union Tornesch III gibt.  

SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (85. Stuck), Ahlers (76. M. Homburg), F. Rudek, Weers (76. Hajdari) – Brant, H. Homburg, Struve, Cords – Viera Gerkens (58. von Lueder), Ballner (76. Baloosh), Trainer: Thorben Pingel

Moorreger SV: Rosenzweig – Below, Cornils, Giesbrecht (55. Kaufmann), Getmann (70. Simsek) – Schepelew, Holz – Franke, Jensen, Körner (55. Seubert) – Prange (70. C. Harmanci), Trainer: Hakan Harmanci

Tore: 1:0 Ballner (2.), 2:0 Cords (82. Struve), 3:0 Struve (89. Brant)

gelbe Karten: Viera Gerkens – Seubert

gelb-rote Karte: Cornils (78., Foulspiel + Handspiel)

Schiedsrichter: Kai Finn Rademacher (SV Halstenbek-Rellingen)

Zuschauer: 80




Sonntag, 10. Mai 2026

Spielbericht SV Lieth II - TuS Appen

Struve wie in Heidgraben
Freistoßtor zum beidseitig unnützen Remis im Kellerduell

Trist und leblos kassierte TuS Appen am Dienstagabend mit dem 0:3 in Heist die nunmehr neunte Schlappe in 2026 (plus Punktabzug wegen eines Nichtantritts). Abstiegsplatz, drei Zähler Rückstand aufs rettende Ufer und nun ging es auch noch zur aufstrebenden Reserve der SV Lieth. Schlechte Vorzeichen für einen dann doch ordentlich Auftritt, dessen Happyend letztlich wiederum nur an einem Standard scheiterte.
Das lebhaftere Team waren die Almtwegler im Duell Vierzehnter gegen Fünfzehnter insbesondere zu Beginn gewesen. Vor allem der junge Henry Heidmann beschäftigte die gegnerische Defensive mit erfrischenden Laufwegen und zwei ersten Gelegenheiten (5. & 14.), ehe das wichtige 0:1 ein ganzes Stück später fallen sollte. Sven Kremer war es, dem die Kugel halbrechts auf den Schussbereiten linken Puschen fiel, sodass der Einschlag ins lange Eck kaum noch gekannte Glücksgefühle in Blau-rot entfachte (35.).
Es roch nach Zählbarem, für die Gäste, zumal die Liether ihre offensiv-PS zu selten in den Rücken der TuS-Abwehr um Chefzweikämpfer Lukas Kremer bekamen.
Und schaffte es Michel Cords doch einmal in die Tiefe, fehlte entweder ein Stück (25.) oder fächerte sich Enrico Carl routiniert auf (39.).
Auch gegen einen Viera-Kopfball (67.) und Finn Struves Freistoß (74.) war auf das Torwart-Fossil (40) ebenso Verlass, wie gegen Lukas Brants Linksgeschoss (82.).
Schwierig blieb dabei jedoch die zu geringe Entlastung, die Carl und Co schließlich doch noch teuer zu stehen kam. Eines von vielen Fouls führte wieder Struve in vorzügliche Position für den ruhenden Ball, mit dem er Carl diesmal auf dem falschen Fuß erwischte – das 1:1 durch den Zentrumsspieler, der schon beim 2:1 in Heidgraben auf diese Weise traf (82.)!
Unter den Augen von Hakan Harmanci, der mit seinem Moorreger SV (13.) am Mittwoch zur nächsten Kellerparty am Butterberg aufschlagen wird, boten sich die Kontrahenten einen bis zum Ablauf der sechsminütigen Extrazeit einen engagierten Fight, dessen Endresultat von 1:1 vielleicht eher der SVL weiterhilft. „Ein Punkt ist besser als kein Punkt“, fütterte Lieths Kilian Weers dazu das Phrasenschwein. Ein Erfolg gegen den MSV und seine Farben wären im etwas spielplanverzerrten Tabellenbild (erstmal) wieder raus aus dem Untergeschoss.
TuS Appen kann dagegen erst am Sonntag nachziehen, wenn es zum ebenfalls abstiegsgefährdeten Tangstedter SV geht. Der erste Abschnitt heute dürfte da auf jeden Fall als kleiner Mutmacher taugen.

Tore: 0:1 S. Kremer (35.), 1:1 Struve (82., direkter Freistoß)

gelbe Karten: Ballner, Ahlers, Weers – S. Kremer, Pinnow, Von der Reith, Deletz

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 40








Spielbericht Holsatia im EMTV - Gencler Birligi Elmshorn

Von Derbysiegern zu TBS-Supportern
Elmshorn-Derby gewonnen: nun hofft Gencler auf Schützenhilfe

Holt Gencler Birligi am Ende doch noch die Meisterschaft? Mit dem Ausbau der Serie von acht Partien ohne Niederlage (sieben Siege) auf deren neun schob sich die Elf aus dem Krückaupark vor dem Saisonfinale der Kreisklasse 01 erstmal auf Rang eins.
Gegen Schlusslicht Holsatia im Elmshorn-Derby heuer letztlich keine große Kunst, brachte der Favorit seine spielerische Überlegenheit sofort auf den großen Rasen an der Wilhelmshöhe.
Das frühe 0:1, bei dem Nidal Topal erstmal zwei Mann aussteigen ließ, um Nihat Meric in der Mitte zu bedienen, galt daher als logische Folge (9.).
Weiter ging´s mit eher Umstrittenem, denn tendenziell räumte Spielertrainer Christian Neubauer den nicht anders aufzuhaltenden Topal ein gutes Stück VOR dem Sechzehner aus den Schuhen. Schiri Dennis Klein (Tangstedter SV), der sonst als höchst kommunikativer Spielleiter gefiel, erkannte jedoch auf Strafstoß, welchen Meric sicher zur Verdopplung setzte (23.).
In der Folge ging außer einem Hisarkaya-Abseitstor (28.) erstmal nichts Relevantes in die Spielchronik ein. Gencler hatte es sich auf dem Vorsprung etwas gemütlich gemacht, während Holsatia dagegen Pech hatte, dass Niklas Janaceks Kopfball nach schöner Khalaf-Flanke (wohl) noch knapp vor der Linie gefangen wurde (29.).
Konkretes sollte es dafür nach der Pause zuhauf geben. Mittendrin Genclers Joker Maseh Hashimi, der einen schönen Konter per Abstauber auf dem zweiten Bildungsweg zum 0:3 vollendete (51.) und seinen Doppelpack im Umkurven von Holle-Schlussmann Pieth Kruse schnürte (59.).
In der Zwischenzeit demonstrierten seine Farben allerdings vermehrten Leichtsinn, der sich durch zu viel Ballverliebtheit vorne und mangelnde Rückwärtsbewegung hinten prompt im Gegentor rächte (54.). Fabijan Kober hatte letztlich keine Mühe, nachdem auch noch Genclers Tormann weit vor der Kiste über Majd Alasaads langen Ball säbelte.
Ein Plot, der sich kurz vor dem Ende tatsächlich in ähnlicher Form wiederholen sollte, als Alasaad wieder lang auf Kober in den Rücken des nicht wirklich verteidigungswilligen Gegners eröffnete (87.). Da darf man auch ruhig mal jubeln – zumal das personell dünn besetzte Schlusslicht hier in bereits halbstündiger Unterzahl traf. Der vorverwarnte Neubauer war für eine Grätsche gegen den schnelleren Topal früh im zweiten Abschnitt per Ampel des Feldes verwiesen worden (55.).
Der Kreisligaaspirant verausgabte sich in der Maisonne nicht über Gebühr, traf aber immerhin noch dreimal durch Meric als Nutznießer eines abermaligen Topal-Solos (84.), Umit Özdemir per Lupfer (87.) und im Rahmen eines langen Abstoßes, der Özdemir lang schickte, durch den quer angespielten Cemal Hisarkaya (90.+2) zum Endstand von 2:7.
Die zweimaligen Sieger dieses Derbys thronen damit einstweilen wieder auf dem Spitzenplatz der Staffel. Doof nur: es war der letzte Auftritt in 2025/2026, wohingegen sich der verdrängte TSV Seestermüher Marsch noch einmal wehren darf. Das befreundete Team von TBS Pinneberg II wird als finaler des TSV nun also für Schützenhilfe unter türkischen Clubs benötigt. Die Pinneberger, bei Sieg selbst noch mit der Chance auf Platz drei, hätten die Meisterschaft bereits mit einem Remis pro Gencler entschieden. Der Aufstieg in die Kreisliga ist Meric und Co derweil bereits sicher, da nach den Gesetzen der Mathematik alle Zweitplatzierten hochgehen und der Dritte aus Heidgraben das Staffelfinale ebenfalls auf der Couch erlebt.

Tore: 0:1 Meric (9.
Topal), 0:2 Meric (23., Strafstoßtor, Neubauer an Topal), 0:3 Hashimi (51. Meric), 1:3 Kober (54. Alasaad), 1:4 Hashimi (59. Hassanzadeh), 1:5 Meric (84. Topal), 1:6 Özdemir (87.), 2:6 Kober (88. Alasaad), 2:7 Hisarkaya (90.+2, Özdemir)

gelb-rote Karte: Neubauer (Holsatia im EMTV, 55., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Dennis Klein (Tangstedter SV)

Zuschauer: 30



Samstag, 9. Mai 2026

Spielbericht SV Wasbek - FC Burg

Das Warmschießen hat begonnen
Kantersieg! SV Wasbek festigt Platz vier und freut sich aufs Pokalendspiel

Der große Höhepunkt steht für den SV Wasbek mit dem Kreispokalfinale gegen den PSV Neumünster noch aus. Der Formaufbau dafür läuft indes bereits auf Hochtouren. Mit 8:2 schraubten die Jungs vom Bahndamm am Samstagnachmittag den FC Burg in der Verbandsliga West ordentlich auseinander.
Anfangs noch etwas schläfrig und durch Paul Butzek auf Querlage Phil Bargmanns mit 0:1 im Hintertreffen (12.), fanden die Wasbeker allmählich zu ihrem temporeichen Direktspiel, das – ausgelöst durch Jan-Henrik Grümmers Langholz und Youri van der Mehdens Standfestigkeit – das freie 1:1 von Rune Kulig herbeiführte (28.). Nicht das letzte Mal, dass der 19-Jährige als Torschütze in Erscheinung treten sollte…
Vorher aber schnürte der jeweils fein in Szene gesetzte Hakon Schnoor den Doppelpack (37. & 44.) zum 3:1-Pausenstand. Vor allem beim selbst eingeleiteten dritten SVW-Treffer demonstrierte der „19er“ dabei seinen Sinn für den richtigen Weg und den eiskalten Abschluss.
Gesucht hatten Schnoor und Co diesen dann aber erstmal nicht. Stattdessen trauten sich die Gäste aus Dithmarschen wieder mehr voran, sodass Can Büyükdere einmal für einen abtauchenden Jonte Peters zwischen den SVW-Pfosten sorgte (52.).
Per Standard war das Match aber wieder voll in die eigenen Bahnen gelenkt, als Grümmer im Sturzflug passend in einen Ceyhan-Freistoß segelte (60.).
Dem über rechts initiierten 5:1 nahm sich 20 Minuten vor dem Ende indes wiederum Dreierpacker Schnoor flach mit rechts an.
Auch die kleine Ergebniskosmetik, die Melvin Tönsings steiler Ball auf den gestarteten Bargmann auslöste, ehe der Angespielte für P. Butzeks 5:2 auflegte (71.), konnte die wasbeker Tor-Parade nicht einbremsen.
Einmal noch bei Bjarne Kreys pariertem Freistoß das Torwart-Können von Peters bemüht (73.), chipte drüben R. Kulig das via Y. von der Mehdens Hacke erhaltene Leder zum halben Dutzend ins Netz (78.).  
Umjubelt legte der eingewechselte Steve Tougang Nievchev noch das 7:2 nach (82.), während der Schlusspunkt für R. Kuligs dritten Streich reserviert war (89.). Kurios: direkt danach pfiff Schiedsrichter Jonas Leon Tetzner (SV Friedrichsberg-Busdorf) die Begegnung um 90 Sekunden zu früh ab. Böse war dem jungen Schiri deshalb aber niemand. Die seit Ende März sieglosen, allerdings längst geretteten,  Grünen waren damit vorzeitig erlöst und der SV Wasbek bleibt vor dem Saisonfinale gegenüber Alemannia Wilster mit zwei Zählern in der Vorhand um Rang vier.

Tore: 0:1 P. Butzek (12. Bargmann), 1:1 R. Kulig (28. Y. von der Mehden), 2:1 Schnoor (37. V. von der Mehden), 3:1 Schnoor (44. R. Kulig), 4:1 Grümmer (60. Ceyhan), 5:1 Schnoor (70. R: Kulig), 5:2 P. Butzek (71. Bargmann), 6:2 R. Kulig (78. Y. von der Mehden), 7:2 Tougang Nievchev (82. L. Kulig), 8:2 R. Kulig (89. Y. von der Mehden)

gelbe Karten: Grümmer, R. Kulig – P. Butzek, Henning

Schiedsrichter: Jonas Leon Tetzner (SV Friedrichsberg-Busdorf, Note 2,5)

Zuschauer: 67





Freitag, 8. Mai 2026

Spielbericht TV Haseldorf - TuRa Harksheide II

„Tritt in die Eier“
TV Haseldorf verliert erkämpften Punktgewinn der Nachspielzeit

Bravourös zurückgekämpft, doch in der Nachspielzeit setzte es für den abstiegsbedrohten TV Haseldorf doch noch den „Tritt in die Eier“, wie es Pieter Oßenbrüggen in seiner Enttäuschung ausdrückte. Ein Spielverlauf mit Tränenpotential hatte dem Aufsteiger am Freitagabend einen Punkt, der laut Coach Benjamin Kälberloh „Gold wert gewesen“ wäre, nämlich spät entrissen.
Zunächst waren die Roten im drittletzten Saisonspiel freilich weit weg von Zählbarem, fehlte gegen die eher rückrundenschwache Reserve TuRa Harksheides der nötige Zugriff. Zu einfach ließ man sie vorne gewähren, was sich nach einer knappen Viertelstunde erstmals rächen sollte. Simpel spielte sich TuRa gen Grundlinie, von wo Daniel Meier mustergültig zum seelenruhigen Abdruck von der Sechzehnerlinie kam (14.).
Auch als Vorbereiter glänzte der Torjäger wenig später, als er zentral zu Alexander Krüger durchsteckte und dieser das Ei durch die Hosenträger von Goalie Niklas Grote spitzelte – das 0:2 (20.)!
Der Abend schon jetzt gelaufen, für den TVH? Mit Wohlwollen lässt sich Phil Mohrdiecks Gewaltschuss ins Nichts als Lebenszeichen verkaufen (29.), ehe es per Flügelspiel plötzlich funktionierte. Sowohl Malte Olde als Flankengeber von rechts, als auch Louis Bevers in der Rolle des bisher verkannten Kopfballungeheuers, fanden doch reichlich Platz zum verkürzenden Werk vor (35.).
Und tatsächlich war bei Joris Lüchaus PENG an den Außenpfosten trotz Spitzwinkligkeit gar der Pausenausgleich drin gewesen (39.).
Apropos haseldorfer Möglichkeiten. Bevers wäre nach der Bezirksliga-Tor-Prämiere fast der Doppelpack gelungen, hätte sich TuRa-Fänger Jonah Basner nicht den Versuch von halblinks geangelt (48.) und wäre der Schlenzer aus der schönen Bewegung nicht rechts vorbeigesegelt (63.).
Die Königschance ergab sich jedoch auf Hereingabe Bevers´ für Hendrik Pieper, der den Ball vielleicht besser mit dem Kopf genommen hätte nehmen sollen. So aber packte Basner wieder sicher zu (79.).
Der Dank der Vorderleute: das 1:3-Kontertor, bei dem Nick Hagelstein nach haseldorfer Ballverlust auf rechts davonstiefelte, nicht taktisch gelegt wurde und eiskalt vor Grote vollendete (81.).
Game over? Mitnichten, war der TVH ja schließlich durch Milos Aleksic´ dumme Ampelkarte (70.) ein Mann mehr und fünf Minuten vor dem Ende wieder auf 2:3 dran. Diesmal zog Lüchau erfolgreich aus dem Rückraum ab (85.) und heizte die Aufholjagd damit weiter an. Berechtigte Schützenhilfe folgte kurz darauf durch den Schiedsrichter, der Saba Nasrachvilis unstrittiges Handspiel mit dem fälligen Strafstoß sanktionierte. Marten Fülscher übernahm die Verantwortung und verwandelte flach zum 3:3 (88.). Da hatten sie endlich ihr Strafstoßtor, das bereits früh im Spiel beim klar hörbaren Zweikampf J. Wolter/J. Lüchau vom Schiri verweigert wurde…
Berechtigt dagegen ein folgenschwerer Freistoßpfiff gegen die Haseldorfer am eigenen Strafraum. Hagelsteins tückischen Standard blockierte Grote ebenso wie das schnelle Nachsetzen, doch im dritten Anlauf stach Joker Malte Carolus den Dolch ganz tief ins Herz des andächtig staunenden Neulings (90.+2), der jetzt nochmal alles nach vorne warf.
TuRa mit entsprechendem Raum zum Kontern, den Miguel Herzog aber zu unplatziert vor dem Tor verschwendete (90.+3.). Der Gegner damit weiter am leben – jedoch nur, bis Niklas Wolter der Flankenwechsel zum freien Luis Blaha gelang und letzterer die Co-Produktion der Eingewechselten mit dem 3:5 vollendete (90.+5).
TuRa bleibt damit im Rennen um die Einstelligkeit, während die enttäuschten Kicker aus dem Schloßparkstadion keinen Schritt aus dem Untergeschoss der Bezirksliga 01 machen konnten. Der Klassenerhalt wird also nicht in die eigenen Hände wandern. Unabhängig davon, was die beiden verbliebenen Partien gegen Union Tornesch II und den SC Egenbüttel noch bringen.

TV Haseldorf: Grote – Franke (73. Krieg), Oßenbrüggen, Pieper, Dalecki – Jedamski (90. Kaland), Mohrdieck, J. Lüchau, Bevers – Rose (35. Nickels), Olde (46. Fülscher), Trainer: Benjamin Kälberloh

Tore: 0:1 Meier (14. Lammek), 0:2 Krüger (20. Meier), 1:2 Bevers (35. Olde), 1:3 Hagelstein (81.), 2:3 J. Lüchau (85. Krieg), 3:3 Fülscher (88., Strafstoßtor, Handspiel Nasrachvili), 3:4 Carolus (90.+2, Hagelstein), 3:5 Blaha (90.+5, N. Wolter)

gelbe Karten: J. Lüchau, Dalecki, Pieper – keine

gelb-rote Karte: Aleksic (TuRa Harksheide II, 70., Meckern + Foulspiel)

Schiedsrichter: Kazim Yavuz (FC Bingöl 12)

Zuschauer: 55




Dienstag, 5. Mai 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen

Hirsche klettern aus dem Keller
3:0! TSV Heist landet wichtigen Nachholdreier – TuS Appen stürzt weiter ab

Seit dem krachenden 6:2-Derbysieg in Moorrege hatte die Rettungsmission des TSV Gut Heil Heist zuletzt etwas Sand ins Getriebe bekommen. Mit dem wichtigen 3:0 auf eigener Koppel gegen den Direktkonkurrenten aus Appen sieht die Welt an der Hamburger Straße aber schon wieder viel besser aus.
Aufhellung erfuhr das heistmer Gemüt im dienstäglichen Nachtragsmatch quasi direkt nach dessen Anstoß, als Paul Smit sich die Kugel am linken Strafraum-Eck seelenruhig auf rechts legte und sie trocken ins kurze Eck nagelte (2.).
Ein Szenario, das ihm aus zentraler Position wenig später nicht vergönnt war, als Marcel Münster in den lückenhaften Abwehrreihen der Gäste passend ablegen konnte. Smits Versuch rotierte aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (5.).
Deutlich gemächlicher ging es fortan zu. Der TSV machte es sich hier und da mit etwas unglücklichen Entscheidungen am Ball selber schwierig, die Feldüberlegenheit weiter ins Ergebnis einfließen zu lassen, während die Jungs vom Almtweg mit ihrer Suche nach Stabilität und Angriffsstruktur voll ausgelastet waren. Entsprechend dauerte es bis Minute 45, ehe Philip Pinnow einmal ein offensives Lebenszeichen aus dem Rückraum gelang. Kann man so zumindest einmal versuchen…
Als hätten die Hausherren dies als Warnschuss verstanden, legten sie noch vor dem Pausenpfiff das 2:0 nach, bei dem Münster als einziger Interessent in einen hohen Krüger-Freistoß startete – so einfach kann das gehen!
…traf auch auf die Szene zum 3:0 zu, als es mit Tempo und Beinfreiheit über links ging und Jakob Schmidt seinen Namensvetter Max zentral im Fünfer erspähte (48.). Ein Kantersieg deutete sich an, zumal Smit in der Bewegung nach innen gar das vierte Gut Heil-Hurra auf dem knapp verziehenden Fuß hatte (50.).
Doch wieder verlor die Partie etwas an Unterhaltsamkeit. Deniz Cebbars Lupfer, den TSV-Goalie Benjamin Schimmel unschädlich patschte, nachdem ihn Lukas Kremer per Diagonalball angespielt hatte (61.), gehörte somit genauso zu den verbliebenen Höhepunkten wie Tom Kruses Scheitern an der Querlatte auf der anderen Seite (79.).
Auch der letzte Moment von Bedeutung sollte noch einmal dem neuen Tabellenelften gehören, hatte Torwart-Oldie Enrico Carl alle Mühe einen leicht abgefälschten Smit-Freistoß abzuwehren, ehe Max Ossenbrüggen den freien Nachschuss in der Hektik der Aktion nicht erwischte (85.).
3:0 also am Ende, wo sich TuS Appen nach dem nunmehr siebten Match in Serie ohne Sieg langsam wiederfindet. Als Vorletzter der Kreisliga 1 (drei Zähler Rückstand auf den 13., Moorreger SV) liegt der Ligaverbleib jetzt nicht mehr in eigenen Händen. Nächster Gegner im direkten Kellerduell ist am kommenden Sonntag die Reserve der SV Lieth (14.).
Der TSV Heist könnte dagegen bereits am Freitag im Derby gegen Schlusslicht TSV Holm mit satten vier Punkten von den Kreisklasseplätzen davonziehen.  

Tore: 1:0 Smit (2.), 2:0 M. Münster (45.+1, Krüger), 3:0 M. Schmidt (48. J. Schmidt)

gelbe Karten: M. Münster, Smit – Stolzenburg, Pinnow, Schawaller

Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)

Zuschauer: 60







Sonntag, 3. Mai 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - SV Lieth II

Magens serviert die Rettungsweste
Auswärtssieg im Keller-Duell: SV Lieth II schiebt sich weiter ans Ufer

Da sind sie wieder! Wochenlang musste die Reserve der SV Lieth erdulden, wie die Konkurrenz im Rotlichtbezirk der Kreisliga 01 auch durch die vielen Nachtragsspiele auf Naturrasen nicht nur heranrückte, sondern sogar vorbeizog.
Mit dem nun zweiten Erfolg in Reihe schloss der Tabellenvorletzte nun aber wieder voll gen Klassenerhaltszone auf.
Im Kellerduell beim TSV Heist war dabei vor allem auf die hauseigene Bezirksligaexpertise Verlass. Die nicht in der Bezirksliga festgespielten Finn Struve, Michel Cords und Kilian Weers freuten sich heuer mit dem oben gelbgesperrten Meraja Magens auch noch über den Unterschiedsspieler des Ligateams. Welche Blüten die teils diffusen Regelungen des Hamburger Fußballverbands so treiben…
Denn während sich Magens´ Stammkollegen 1:8-Dresche in Schnelsen abholten, fügte sich der 20-fache Oberligakicker nach einer Anlaufphase im rauen Kreisligaumfeld als Doppelpasspartner für Florian Ballners Linksschuss ein (28.). Gut gemacht, aber da fehlte noch etwas.
Besser lief es wenig später, als Magens im Umschalten diesmal den aus der Bezirksliga vertrauten Michel Cords bediente und sich dieser vom latent störenden Adriaan Banas nicht in seinem Werk zur flachen 0:1-Pausenführung irritieren ließ (35.).
Wiederum per rascher Spielrichtungsänderung schlug das Duo kurz nach der Pause gleich nochmal zu. Wieder war es am Ende Cords, der halblinks ins ferne Eck vollendete, nachdem ihn Magens entsprechend angespielt hatte (51.).
Und als Abwehrmonument Kilian Weers sogar einen Ausflug als Flügelstürmer nur von TSV-Fänger Benjamin Schimmel beendet erlebte (54.), schien der Sonntagnachmittag noch ein richtig Lustiger, für die Gäste zu werden.
Doch auch die Heistmer haben ja ihren Individualisten, der sich in der Gestalt des Paul Smit eine Schusschance selbst gegen drei Mann erarbeitete (55.) und die nächste mit dem Freistoß, um die Mauer herum, an der Pfosten setzte (59.).
Bevor Smit und Co den Bock hier umzustoßen vermochten, war drüben plötzlich wieder dieser Magens auf Tour. Diesmal von Semih Zeybekoglu die Linie raufgeschickt, fand sich nun mit Ballner ein neuer Abnehmer des gepflegten Querpasses zum 0:3 (65.).
Das Thema schien durch, zumal Magens selber im Eins-gegen-Eins mit Schimmel das mögliche 0:4 auf dem Fuß hatte (71.). Doch eine etwas überraschende Strafstoßentscheidung wegen eines angeblichen Haltens im SVL-Sechzehner fütterte wieder leise Hoffnungen der Gastgeber, die Smit sicher rechtsunten mit 1:3 heranbrachte (81.).
Ebenso nur wenige später, nachdem Finn Rudek Kapitän Jakob Schmidt einen Fußkontakt versetzte und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Hasan Olgun (TBS Pinneberg) und seinem Assistenten Carsten Petersen einen gewissen Loriot-Charakter versprühte. Strafstoß – Abseits – dann halt doch Strafstoß – Smit auf die gewohnte Weise – nur noch 2:3 (85.)!
Eine typisch umkämpfte Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit blieb daraufhin allerdings ohne weitere Offensivfeuer, sodass die Flamme der SV Lieth im Tabellenkeller wieder ordentlich lodert. Nur noch einen Zähler gilt es auf den heuer geschlagenen Widersacher auf dem rettenden 13. Platz aufzuholen. Mit zwei Duellen gegen die Mitkonkurrenten aus Appen und Moorrege stehen die Sterne plötzlich wieder ganz ordentlich für den Ligaverbleib. Gilt nach wie vor aber auch genauso eins zu eins für den TSV Gut Heil der bereits am kommenden Dienstag TuS Appen zum Nachholkracher empfängt!

Tore: 0:1 Cords (35. Magens), 0:2 Cords (51. Magens), 0:3 Ballner (65. Magens), 1:3 Smit (81., Strafstoßtor), 2:3 Smit (85., Strafstoßtor, F. Rudek an J. Schmidt)

Schiedsrichter: Hasan Olgun (TBS Pinneberg)

Zuschauer: 62





Samstag, 2. Mai 2026

Spielbericht VfR Horst - TSV Lägerdorf

Doppel-Derby-Schlappe abgewendet
0:2 aufgeholt: VfR Horst zeigt der Zweiten wie man gegen Lägerdorf punktet

Ein Derby, ein Remis und zwei Klassenerhalte – lässt sich die Punkteteilung zwischen dem VfR Horst und dem TSV Lägerdorf im Süd-Steinburg-Duell der Landesliga Holstein aufs Wesentliche herunterbrechen.
Viel mehr hatte der Kick trotz seiner vier Treffer auch nicht wirklich zu erzählen. Am ehesten die abgewendete Duplizität der Ereignisse für die Gastgeber, die dem qualitativ eher unterdurchschnittlichen Treiben an der Heisterender Chaussee eine Story verpasste.
Aus dem Aufeinandertreffen der jeweiligen Zweitvertretungen war der etwas willigere TSV Lägerdorf durch Tore in den Minuten 30 und 46 als Sieger hervorgegangen. Ein Szenario, das sich auch zwei Klassen höher andeutete. Auch hier hatte der VfR leicht besser begonnen, mit Paris Bruhns Pfostenschuss (23.) den einzogen Höhepunkt produziert, doch trotzdem setzte es den 0:1-Pausenstand, als Julian Bossauer einen Angriff über die Stationen Joachimsmeier und Kreth auch dank vortrefflicher Vorteilsauslegung in die kurze Ecke abschloss (36.).
Passend zum Drehbuch, legte die Elf von der Breitenburger Straße just nach dem Seitenwechsel das 0:2, wieder durch Bossauer, nach. Goalie Yannis Horvath im Konter locker umkurvt, wohnten der Vollstreckung keine Schwierigkeiten mehr inne (48.).
Mit Einsatz und Torschussfreude stemmte sich der Aufsteiger fortan gegen die drohende Schlappe, wobei erneut Bruhn im Rahmen einer Ecke die beste Gelegenheit erhielt. Rechtsunten zischte die Pille am Anschlusstreffer vorbei (55.).
In Minute 70 war der Bann dann endlich gebrochen, flankte der eingewechselte Evans Commodore schön von der rechten Schiene, sodass Jannik Arnold nur noch einzudrücken brauchte.
So schnell, wie Schwarz-weiß den anstoßkreis aufsuchte, so rasch war der angestrebte Ausgleich auch vollendet, weil die Lägerdorfer bei einem Eckstoß wieder nicht den nötigen Zugriff fanden, um ein Doppelkopfspiel im Sechzehner, mitsamt Abschluss durch Torben Sternberg, zu unterbinden (77.).
Die Derby-Pfründe damit paritätisch aufgeteilt, kassierte in der Folge nur noch der Horster Mattis Lüchau einen Treffer – gegen die daraufhin blutige Nase (82.). Als Model für laufstegtaugliche Turbankonstruktionen bewies der fünfmalige Saisontorschütze jedenfalls echtes Talent…

Tore: 0:1 Bossauer (36. Kreth), 0:2 Bossauer (48.), 1:2 Arnold (70. Commodore), 2:2 Sternberg (77. Bruhn)

Schiedsrichter: Luca Paul Seils (SV Preußen Reinfeld, Note 2)

Zuschauer: 100




Spielbericht VfR Horst II - TSV Lägerdorf II

Zahnloser Tiger hält die Klasse
Trotz Derby-Niederlage: VFR Horst II bleibt der Kreisliga erhalten

Doppelderbytag an der Heisterender Chaussee zu Horst! Und während die Ligamannschaft später am Nachmittag immerhin einen Zähler (2:2-Remis) einheimste, ging der VfR im Kräftemessen der Zweitvertretungen mit dem TSV Lägerdorf im Rahmen der Kreisliga West gänzlich leer aus.
Ob dies Not tat? Nicht wirklich, erwischten die Weiß-schwarzen den lebhafteren Spielstart, der sie allerdings nur in die Nähe des Führungstreffers führte, weil sich Marvin Koch als handschuhtragender Spielverderber gerierte. So entschärfte der Schlussmann nicht nur Kwadwo Oseis Versuch aus vier Metern (11.), sondern auch Gianluca Stollhans´ Kopfball (14.); beide Male, nachdem seine Vorderleute weite Hernandez-Einwürfe nicht gescheit verteidigt bekamen.
Besserung für Rot-blau folgte aber schon bald mit verbesserter Zweikampfhaltung. Loris Wittek, hierfür zu Recht verwarnt, langte mit seiner Grätsche zwar etwas zu rustikal hin (28.), doch die Botschaft dahinter war unmissverständlich: wir sind präsent! Und wie, bediente Calvin Wilms von rechts seinen Kollegen Marvin Kopitzki, dessen Abfolge aus Annahme und Schuss ins linke untere Eck mehr staunende Beobachtung, als Gegenwehr erfuhr – das 0:1 (30.)!
Bei schon sommerlichen Mai-Temperaturen war es das dann auch erstmal, bevor sich der VfR mit ausgemachtem Slapstick noch weiter ins Hintertreffen manövrierte. Nur Sekunden nach Wiederbeginn hielt Tormann Mika Pape den Fuß bei der Verarbeitung eines Lienau-Rückpasses etwas zu hoch, sodass ihm die Murmel tatsächlich ins Nest rutschte (46.).
Die Hausherren daraufhin um Korrektur bemüht, doch die griffigeren Lägerdorfer ließen kaum etwas Gefährliches zu. Erst, als Joker Ruben Anjumyan den Wandspieler für Stollhans und dessen Abdruck gab, musste Koch wieder fachmännisch eingreifen (67.).
Auch Philip Hoffmann per Kopf (71.) und Luca Jürgs ans Außennetz, nachdem er und Anjumyan erstmal ausknobeln mussten, wer denn nun die Verantwortung für eine Hereingabe von rechts übernehmen sollte (73.), vermochten der Partie keinen Stoß in die andere Richtung zu versetzen.
Der schwarz-weiß gestreifte Tiger musste heute mit dem Prädikat „zahnlos“ leben, während der gescholtene Pape drüben sogar im Nachfassen das 0:3 durch Phil Bollhardt bei einem zielstrebigen Entlastungsangriff vereiteln musste (81.).
Ein Positives hatte dieser 28. Spieltag dann allerdings doch noch zu bieten: dank Schützenhilfe des Edendorfer SV in Form eines 1:0-Heimerfolgs kann der durch Nachirvan Sinos Tor des Tages geschlagene BSC Brunsbüttel (14.) nun definitiv nicht mehr Tabellenelften vorbeiziehen. Das fünfte Kreisligajahr in Serie ist gesichert!

Tore: 0:1 Kopitzki (30. Wilms), 0:2 Pape (46., Eigentor)

gelbe Karten: keine – Wittek

Schiedsrichter: Jan-Hinrich Veit (Note 2)

Zuschauer: 75






Heis