Freitag, 28. Februar 2014

Spielbericht VfL 93 Hamburg II - VfL Hammonia II

Schwaches Remis am Borgweg
Trostlose Punkteteilung bringt beide Teams nicht weiter

Schiedlich, friedlich mit 1:1 trennten sich die beiden „VfL-Reserven“ der Kreisklasse 7 an diesem Februarfreitag am Borgweg. Und das völlig leistungsgerecht, brachten beide Teams über 90 Minuten kaum etwas Brauchbares zustande.
Den späten Anfang machte eine gute Schusschance für Florian Kostka nach Zuspiel von Christian Frey (39.), während auf der anderen Seite ein Standard durch Milad Atashrokh herhalten musste (50.). In beiden Fällen konnten sich die jeweiligen Schlussleute über einen dankbaren Torwartball beziehungsweise einen Schuss ins Tor-Aus freuen.
Ansonsten regierte die Langeweile, bis Michael Kohpmann einen zweiten Ball zum Anlass nahm, das Leder direkt aus 30 Metern auf das gegnerische Tor zu bringen – mit Erfolg, denn das Spielgerät schlug in bester Calhanoglu-Manier im Kasten der Gäste ein (64.). Ein Glanzlicht inmitten eines schwachen Kreisklasse-Kicks!
Doch allzu lang sollte die Freude darüber nicht anhalten, komplettierte der sonst quasi unsichtbare Harun Cagin einen Konter sicher zum 1:1, zwölf Minuten vor Ultimo.
In der Schlussphase bemühten sich die Kontrahenten noch einmal um Torgefahr, ohne dabei aber wirklich kreativ zu werden. Der letzte Aufreger des Tages blieb somit Finn Masureks Rechtsschuss, den Gäste-Fänger Fynn Reuter sehenswert aus der unteren Ecke kratzte.
Die Zweitvertretung des VfL 93 tritt somit im unteren Mittelfeld weiter auf der Stelle, während die des VfL Hammonia zwei wichtige Zähler im Kampf um den Aufstieg verpasste.

VfL 93 Hamburg II: Oeser – Schulte (81. Masurek), Baumann, C. Frey – Strohschein, Maurer (63. Lazer) – Wigger, Kohpmann, Samek (88. Heuer) – Knopp, Kostka, Trainer: Marco Ritter & Michael Böge

Tore: 1:0 Kohpmann (64.), 1:1 Cagin (78.)

gelbe Karten: Kostka, Knopp – Meyer

Schiedsrichter: Klaus Dräger (SC Osterbek, Note 2,5)

Zuschauer: 30

 

Samstag, 22. Februar 2014

Spielbericht SC Sternschanze 5.C (1.C-Mädchen) - VfL 93 Hamburg 1.D

Teure Testspielniederlage
VfL 93 triumphiert – Meyer muss einen ausgeben

Eine Wochen nach dem couragierten Punktspielauftritt gegen die C2 des SV St. Georg musste die C-Mädchen des SC Sternschanze einen herben Rückschlag hinnehmen, setzte es gegen die 1.D (mit Verstärkungen der eigenen 2000er) des VfL 93 eine leistungsgerechte 0:4-Schlappe.
Von Anfang an kamen die Schanzerinnen nicht wirklich aus dem Quark. Nach vorne ohne Idee und defensiv zu zögerlich „verdienten“ sie sich das 0:1, das Tidiane Diallo im Eckballgewühl beisteuerte (15.). Nicht so Moritz Armbrust, der das direkte 0:2 blamabel vergeigte.
C-Jugendkollege Vincent Pütz machte es im zweiten Abschnitt besser, als er frei vor dem Tor klassisch vollendete (42.).
„Wir haben das heute wirklich über weite Strecken einfach über uns ergehen lassen, ohne ernsthaften Widerstand zu leisten. Das ist nicht in Ordnung!“, moserte Björn Meyer, der beim SCS an der Kommandobrücke stand, im Anschluss an die Partie.
Für weitere Verfinsterung seines Gemüts sorgte während der zweiten Halbzeit ein Torhüterinnenfehler, den Diallo flugs zum 0:3 bestrafte (57.), ehe auch Armbrust kurz vor Schluss noch die Belohnung für seinen fleißigen Auftritt einfuhr.
Ein Gegengewicht dazu hatten die Gastgeberinnen in den gesamten 70 Minuten nicht produzieren können. Im Gegenteil, blieben sie letztlich gar ohne konkrete Torchance.
Sehr zum finanziellen Nachteil ihres Trainers, der seine Gegenüber, Michael Kohpmann und Fynn Gerlach, wie zuvor vereinbart, zur Tresenschlacht einzuladen hatte. – Eine teure Testspielniederlage!

SC Sternschanze 1.C-Mädchen: Grassia – Langner, Balassa, Lux, Brockmann (48. Sternsdorff) – Hatzius-Sarramona (26. Zeneli / 59. Brockmann), Sternsdorff (41. Hatzius-Sarramona), Laasch, Lützen – Böcker, Funke, Trainer: Björn Meyer

Tore: 0:1 Diallo (15.), 0:2 Pütz (42.), 0:3 Diallo (57.), 0:4 Armbrust (66.)

Schiedsrichter: Alexander Hamann (SC Sternschanze, Note 2: hatte das fair geführte Match jederzeit im Griff)

Zuschauer: 30

Samstag, 15. Februar 2014

Spielbericht SV St. Georg 2.C - SC Sternschanze 5.C (1.C-Mädchen)

Keine Chance in Unterzahl
Schanzerinnen trotz Verbesserung in St. Georg unterlegen

0:5 und trotzdem stolz drauf – so oder so ähnlich lautete die Gemütslage der SC Sternschanze C-Mädchen nach dem Höllenritt im Auswärtsspiel beim SV St. Georg gewesen sein.
Ein Höllenritt nicht nur, weil man mit einer wilden Mischung (zwei 2002erinnen und zwei Leihgaben der B-Mädchen kickten mit), sondern überhaupt nur zu zehnt an den Start ging, schluckte u.a. der Geburtstag von Spielerin Finja Arntzen sämtliche Personalressourcen, was die Mädchen in Blau-rot jedoch nicht von einer engagierten Leistung am Quellenweg abhielt.
„Bietet den Jungs hier einen Fight, den die ihr Leben lang nicht vergessen!“, forderte Björn Meyer vor der Partie von deinen Spielerinnen, die es dem Gegner in einem 4-2-3-0-System und einer intakten Abseitsfalle insgesamt nicht einfach machten, wenn man von Ali Cankays frühem 1:0, bei dem Vorlagengeber Atiqullah Ghafari zuvor ein gutes Stück im Abseits weilte, absieht (4.).
Trotz beherztem Zweikampfverhalten und der besseren Spielanlage kamen die Gäste nur selten vor des Gegners Tor, sodass es lediglich bei einem Distanzschuss durch B-Mädchen-Akteurin Charlotte Harzer, der das Gehäuse verfehlte (21.) blieb, während das Team in Grün durchaus effektiv agierte. Angelo Pinto Fernandes netzte am zweiten Pfosten zur Verdopplung der Führung ein (28.), wohingegen Flankengeber Vladislav Berdnik wenig später aus drei Metern vorbei semmelte.
Hegten diejenigen, die es an diesem milden Februarmorgen mit Blau-rot hielten noch leise Erfolgsträume, so wurden diese quasi mit dem Wiederbeginn zerstört, als der eingewechselte Ranvir Jaswal einmal schön frei gespielt wurde und vor der Kiste keine Nerven zeigte (37.).
Genauso wenig, wie erneut Pinto Fernandes, der nach einem Missverständnis beim SCS aus sechs Metern für das 4:0 sorgte (45.), welchem aber zunächst kein weiterer Treffer folgen sollte, rettete stets ein Abwehrbein der Schanzerinnen in letzter Not. So beispielsweise bei Vladislav Berdniks Torschussflanke, die Gretha Böcker noch auf der Linie klären konnte (66.).
Zwei Minuten vor Ultimo musste Torsteherin Emma Fiedler, die trotz Oberschenkelproblemen einen soliden Job zwischen den Pfosten machte, schließlich doch noch einmal hinter sich greifen, verpennten beide Außenverteidigerinnen einmal den richtigen Moment zum Rausrücken, weswegen Cankay frei von allen Abseitssorgen und frei vor dem Kasten auftauchte und den 5:0-Endstand perfekt machte.
Ein Resultat, mit dem schlussendlich beide Seiten leben konnten: Der SV St. Georg, weil man damit im ersten Punktspiel des neuen Halbjahres gleich einen Dreier einfahren konnte und der SC Sternschanze, weil ihnen nach dem desolaten Auftakt gegen den SC Urania wider übelster Personalsorgen eine klare Leistungssteigerung geglückt ist

SC Sternschanze 5.C (1.C-Mädchen): Fiedler – Langner, Brockmann, Lux, Lützen – Harzer, Laasch – Hatzius-Sarramona, A.Brose, Böcker, Trainer: Björn Meyer

Tore: 1:0 Cankay (4. A.Ghafari), 2:0 Pinto Fernandes (28. Berdnik), 3:0 Jaswal (37.), 4:0 Pinto Fernandes (45.), 5:0 Cankay (68.)

Schiedsrichter: Kazim Yavuz (FC Bingöl 12, Note 4,5: Pfiff nach dem Abseitstor zum 1:0 fast nur auf Zuruf.)

Zuschauer: 2

Samstag, 8. Februar 2014

Spielbericht SC Sternschanze 5.C (1.CM) - SC Urania 1.C

Blitzstart!
Uranias C1 überrollt desolate SCS-Mädchen

Dieser Halbjahresstart ging aber mal mächtig in die Hose!
Mit großen Hoffnungen ins neue Halbjahr in der Männerdomäne C-Kreisklasse gestartet, mussten die C-Mädchen des SC Sternschanze zum Start der Frühjahrsrunde eine empfindliche 0:8-Klatsche gegen die C1 des SC Urania hinnehmen.
Trainer Björn Meyer: „Dazu fällt mir wirklich nicht viel ein. Die Mannschaft blieb heute wirklich alles schuldig, was wir uns vorgenommen haben. – Das ist wirklich enttäuschend!“.
In der Tat agierten die Gastgeberinnen von Beginn an fahrig und defensiv hoch anfällig, was sich der SCU früh zu Nutze machte, bedankte sich Alexander Hübner auf seine Weise für einen bösen Fehlpass Emma Fiedlers (1.), während er bei seinem zweiten Streich  nach nicht einmal drei Minuten goldrichtig stand, um eine Hereingabe von der linken Seite einzuschieben.
Der SCS bekam derweil bis auf einen Rechtsschuss durch Marlene Laasch, am Tor vorbei, nichts auf die Kette, während Urania die Unachtsamkeiten der Gastgeberinnen gnadenlos ausnutzte. So lochte Raphael Looky ein, nachdem ihn Florentina Zeneli in ihrem ersten Pflichtspiel mit einem Fehlpass geradezu einlud (23.), was dem eingewechselten Emre Nergiz, alleine vor der Kiste, dann nicht ganz gelang (31.). Aber weil Dustin Röding kurz vor Pause noch auf 0:4 erhöhte (35.) und der SCU auch im zweiten Abschnitt unentwegt den Weg nach vorne suchte, nahm Schanzes Unheil weiter seinen Lauf. Erneut Röding, diesmal per Doppelpack (39. & 44.), Mohamad Hussein mit einem schönen Distanzgeschoss (55.) und zum Schluss noch einmal Looky zum Zweiten (61.), wussten eine indiskutable Defensivleistung der Meyer-Schützlinge bitter mit einem 8:0-Kantersieg zu bestrafen.
Daran änderte auch eine aussichtsreiche Freistoßposition in der Endminute nichts, zielte Laasch knapp vorbei. Ein Tor hätte das Team in blau-rot allerdings auch freilich nicht verdient gehabt.

SC Sternschanze 5.C (1.C-Mädchen): Zeneli (36. Arntzen) – Aye, Brockmann, M. Schlüter, Fiedler – Grassia (25. Böcker), Sternsdorff, Laasch, Hatzius-Sarramona (59. Zeneli) – Michel, Funke (51. Grassia), Trainer: Björn Meyer

Tore: 0:1 Hübner (1.), 0:2 Hübner (3.), 0:3 Looky (23.), 0:4 Röding (35.), 0:5 Röding (39. Broniewski), 0:6 Röding (44. Furnari), 0:7 Hussein (55.), 0:8 Looky (61.)

Schiedsrichterin: Sarah Eblen (GW Eimsbüttel)

Zuschauer: 30

Sonntag, 2. Februar 2014

Spielbericht SC Sternschanze 1.C-Mädchen - FC St. Pauli 1.C-Mädchen

Wiedergutmachung geglückt
Ungefährdeter Testspielerfolg gegen den FC St. Pauli

Für die C-Mädchen des SC Sternschanze gab es in dieser Partie ein Ziel: Die Blamage aus dem Punktspiel der Herbstsaison wettmachen. Mit 1:2 unterlag man damals mit einer indiskutablen Vorstellung gegen acht St. Paulianerinnen. Dieser Eindruck sollte nun korrigierte werden!
Mit großem Wiedergutmachungswillen in die Partie gestartet, waren es die Gastgeberinnen, die von Beginn an keinen Zweifel an ihrem Siegesvorhaben ließen und sich neben einer optischen Überlegenheit auch das 1:0 schenkten, als die emsige Lea Lützen die Lücke im richtigen Moment erkannte und Neuzugang Antonia Michel so geschickt bediente, dass der erfolgreiche Abschluss für sie zur einfachen Aufgabe wurde (6.).
Auch in der Folge agierte nur das Heimteam, während die ungeordneten Gäste hauptsächlich mit sich selbst und der eigenen Mundart zu kämpfen hatten. Zumindest aber gelang es ihnen durch harte Zweikampfarbeit, weiteren Schaden zu verhindern.
Erst kurz nach der Pause konnten die Schanzenerinnen dann wieder Torgefahr versprühen, als die St. Pauli-Schlussfrau einen Freistoß von Marlene Laasch nur mit viel Mühe am Tor vorbei lenken konnte, was ihr eine Viertelstunde später nicht gelang, irrte sie zunächst bei einer Laasch-Ecke unkoordiniert durch ihren Strafraum, um das Leder dann unfreiwillig für Lützen zu servieren. Lützen wiederum konnte so Mitstreiterin Marla Schlüter im Strafraum finden und bedienen. Diese vollendete schließlich per „Piekenbogenlampe“ zum 2:0 (54.). Ein Tor, das sich die wuchtige 14-Jährige verdient hat, räumte sie in Abschnitt eins als klasse mitspielende Torfrau hinten alles auf und zeigte sie als eingewechselte Feldspielerin in den zweiten 35 Minuten ein Höchstmaß an Einsatz!
In der Schlussphase bemühten sich die Mädels von der Feldstraße noch einmal um den Anschlusstreffer, doch agierten sie hierbei zu kopflos und unkreativ. Stümperhaft blieb auch deren Zweikampfverhalten, was Laasch und Co noch die eine oder andere interessante Freistoßposition einbrachte. Doch diese blieben allesamt gänzlich ungenutzt. So konnten sich die Schanzerinnen also erfolgreich für die Punktspielschmach aus dem vergangenen Halbjahr rächen.

SC Sternschanze 1.C-Mädchen: 1. Halbzeit: M. Schlüter – L. Schlüter, Fiedler (24. Langner), Balassa, Lux – Sternsdorff, Laasch – Grassia, Lützen (18. Hatzius Sarramona) – Michel, Zeneli (25. Lützen), Trainer: Björn Meyer

SC Sternschanze 1.C-Mädchen 2. Halbzeit: Langner – Grassia (63. L. Schlüter), Balassa, Lux, Fiedler – Sternsdorff, Laasch – L. Schlüter (47. M. Schlüter), Lützen – Zeneli (47. Hatzius Sarramona), Michel (63. Zeneli), Trainer: Björn Meyer

Tore: 1:0 Michel (6. Lützen), 2:0 M. Schlüter (54. Lützen)

gelbe Karten: keine – Hansen

Schiedsrichter: Jerome Raoul Orth (SC Sternschanze)

Zuschauer: 20

Foto: Thomas Frey

Sonntag, 19. Januar 2014

Spielbericht SC STernschanze 1.C-Mädchen - SC Sternschanze 3.C

„Geschlechterkampf“ geht wieder an die Jungs
SCS-C3 fertigt überforderte C-Mädchen zweistellig ab

Nach einer 0:6-Niederlage im vergangenen Dezember setzte es für die C-Mädchen des SC Sternschanze im „Rückspiel“ gegen die SCS C3 nun eine fast doppelt so hohe Schlappe, bei der die Gastgeberinnen von Beginn an böse überrollt wurden.
So hätte es bereits nach fünf Zeigerumdrehungen 0:2 stehen können, doch gleich zweimal vergeigte Anton Sobocinski aussichtsreich vor dem Tor, das durch einen Losentscheid in Hälfte eins von Meret Aye gehütet wurde.
Als Vorbereiter hatte er dagegen wenig später umso mehr Erfolg, schädelte Ogulcan Aytekin seine Ecke mustergültig zum 0:1 in die Maschen, woraufhin nun auch der 13-jährige Angreifer seine Ladehemmung ablegte und innerhalb von nur zwei Minuten auf 0:3 erhöhte, ehe Ben Uhrig und der etatmäßige Schlussmann Timon Schmatloch für ein 0:5 nach eineinhalb Dutzend an Spielminuten sorgten.
Nach einer kleinen Erholungsphase, in der das Mädchenteam  einmal etwas an Sicherheit gewann, schickte sie Leon Do Nascimento, im Anschluss an eine zu kurz geklärte Ecke, mit einem 0:6 in die Halbzeit.
Auch im zweiten Abschnitt sollte die Überlegenheit von Anouar El Youbi und Co trotz teilweise wilder Raumaufteilung und einer Vielzahl von Einzelaktionen nicht abreißen, was sich im weiteren Verlaufe des Spiels in meist simplen Treffern widerspiegelte.
Einen ästhetischen Ausreißer bedeutete dabei El Youbis schönes Kopfballtor (49.) nach einer schönen Flanke Sobocinskis, dem die letzten beiden Tore zum 0:10 und dem 0:11-Endstand gelangen.

SC Sternschanze 1.C-Mädchen: Aye – Grassia (47. Zeneli), Sternsdorff, Balassa, Lux – Brockmann, Ludwig (60. Grassia) – L. Schlüter, M. Schlüter – Funke, Zeneli (11. Fiedler), Trainerin: Lina Charlotte Gaßner

Tore: 0:1 Aytekin (9. Sobocinski), 0:2 Sobocinski (10.), 0:3 Sobocinski (12.), 0:4 Uhrig (17.), 0:5 Schmatloch (18. Uhrig), 0:6 Do Nascimento (30.), 0:7 El Youbi (41. Schmatloch) 0:8 El Youbi (49. Sobocinski), 0:9 Mahboubi (50.), 0:10 Sobocinski (52. direkter Freistoß), 0:11 Sobocinski (65.)

Schiedsrichter: Jerome Raoul Orth (SC Sternschanze, Note 3)

Zuschauer: 25

Spielbericht SV Lurup 1.B - TSV Sparrieshhop 1.B

Die hässliche Fratze des Fußballs
Kellerduell der U16-Verbandsliga verkommt zum Aggressionsgipfel

Dass die Nerven im Abstiegskampf auch im Jugendbereich gerne einmal blank liegen, ist ja keineswegs ungewöhnlich, doch was sich diesem 19.01.2014 an der Flurstraße zu Lurup zutrug, löst bei sämtlichen Zuschauern nur eines aus: Fremdscham.
Aber zäumen wir das Pferd von hinten auf.
Mit reichlich neuem Mut gingen die Gastgeber das eminent wichtige Spiel im Untergeschoss der U16-Verbandsliga an. Schließlich konnte man im letzten Match 2013 endlich den ersten Punktgewinn (Auswärtssieg beim Eimsbütteler TV) erringen. Doch pünktlich zum Spielbeginn war davon nur noch herzlich wenig zu erkennen, waren es die Gäste, die frei nach dem Motto „Unter den Blinden ist der Einäugige König“ den wenig ansehnlichen Spielverlauf bestimmten und sich dafür auch früh in Form des 0:1 belohnten. Schütze Onur Tiryaki profitierte dabei aus spitzem Winkel von einem kapitalen Torwartfehler durch SVL-Kapitän Jonathan Halx (5.).
Nach fast einem Dutzend an Spielminuten dann das Ende jeglicher Ordnung auf dem schlecht präparierten Grün, als Schiedsrichter Sten Eric Leek den roten Karton für den Torschützen zog, nachdem dieser einen Gegenspieler verbal bedroht haben solle (11.). Wenig später gesellte sich auch sein Kollege Jonas Matern in den „Club der Hinausgestellten“, bekam er, wegen Meckern vorverwarnt, nach seinem ersten, eher harmlosen, Foulspiel die Ampelkarte zu sehen (17.). Dass es diese im Jugendbereich nicht gibt, hatte man dem Spielleiter glücklicherweise noch rechtzeitig mitgeteilt, sodass Matern doch noch seine regelkonforme Zeitstrafe erhielt…
Und weil Zeitstrafen heute im Trend lagen, „durfte“ sich auch der Luruper Richard Amorin das Spiel nach einem harten Einsteigen für ein paar Minuten von außen anschauen. Dasselbe Schicksal ereilte derweil auch Antony Ziebarth für einen völlig übermotivierten Körpereinsatz gegen TSV-Schlussmann Sami Sukkar (35.).
Sportlich geschah indes nicht wirklich viel. Während die Sparrieshooper auf sichere Ergebnisverwaltung setzte, fiel den undisziplinierten Gastgebern spielerisch nahezu gar nichts ein, um ausnahmsweise für fußballerische Höhepunkte zu sorgen.
Zurück aus der Pause, war der Tabellenvorletzte, der sofort Gefahr versprühte, verzog der eingewechselte Torben Sternberg nur knapp aus halbrechter Position, nachdem ihn Kapitän Cemil Akpinar genauso schön in Szene setzte, wie direkt danach Matern, nur nutzte dieser seinen üppigen Raum zum 0:2 aus 13 Metern (44.).
Dass die verbal stets unruhigen West-hamburger hier auf berechtigte Abseitsproteste verzichteten, ist unterdessen verwunderlich…
Dafür langten sie in den folgenden Minuten bis zum Schlusspfiff kräftig zu: Treten, Beleidigen, Würgen – kaum eine Form des Fehlverhaltens wurde ausgelassen (siehe Schiedsrichterbewertung), während man spielerisch gen Nullpunkt agierte und letztlich ohne zwingende, herausgespielte Torchance blieb. Einzig eine wackelige Torwartaktion von Sukkar, bei der das Aluminium für den Tormann rettete, stand letztlich auf der Habenseite.
Auf der anderen Seite machte der auffällige Matern, der später noch wegen Meckerns endgültig vom Feld musste, den Sack per Strafstoß schließlich zu (62.). Unterdessen erhielt der schon einmal mit einer Zeitstrafe belegte Ziebarth für sein Verbalverhalten rund um den Strafstoß seine zweite Hinausstellung auf Zeit – ein dicker Regelfehler des überforderten Unparteiischen!
Mehr passierte nicht mehr. Beim TSV Sparrieshoop freute man sich also über den erarbeiteten zweiten Saisonsieg und die nun wieder besseren Karten im Abstiegskampf. Auf Seiten des SV Lurup schob man einmal mehr Frust, führten laut Offensivkraft Maximilian Stadelmann „fehlende Übersicht, keine Konzentration, null Fairness, ein Torwartfehler und ein desolater Schiedsrichter“ zur nunmehr zwölften Saisonniederlage (im 13. Match). Der Punkt „null Disziplin“ scheint vermutlich die größte Stellschraube dieser Mannschaft, denn mit loch einem Verhalten ist sie – wie der heutige Gegner – alles andere als eine Bereicherung für den Spielbetrieb, erstrecht für Hamburgs höchste Spielklasse!

Tore: 0:1 O. Tiryaki (5. Voß), 0:2 Matern (44. Akpinar), 0:3 Matern (62., Strafstoßtor)

Zeitstrafen: Amorin (23., Foulspiel), Ziebarth (35., Foulspiel), Ziebarth (61., Beleidigung), Amorin (70., Tätlichkeit) – Matern (17., Meckern + Foulspiel)

rote Karte: O. Tiryaki (TSV Sparrieshoop, 11., Beleidigung), Matern (TSV Sparrieshoop, 77., Meckern)

Schiedsrichter: Sten Eric Leek (Note 6: verlor nach starkem Beginn (korrekterweise jeweils kein Strafstoß bei den heiklen Strafraumduellen Raspiareza-Peters (1.) und Krupski-Amorin (2.) komplett die Übersicht, die harte Zeitstrafe für Matern (17.) ist gleich doppelt zu kritisieren, korrespondierte sie nicht mit der vorherigen Zweikampfbewertung und musste er erst von außen daran erinnert werden, dass die gelb-rote Karte im Jugendbereich durch die Zeitstrafe ersetzt wird, heizte die Situation durch heimlastige Zweikampfbeurteilung weiter an, dem 0:1 (5.) ging eine deutlich Abseitsposition Maters voraus, warum er Schmiedels Tritt gegen den am Boden liegenden Matern lediglich mit einem Freistoß ahndete (47.), bleibt ebenso sein Geheimnis, wie die Frage, warum Amorin für dessen „Würgeattacke“ gegen Sternberg (70.) nur eine Zeitstrafe erhielt, hätte Amorin und Ziebarth statt mit einer zweiten Zeistrafe jeweils mit der roten Karte bestrafen müssen (61.), verweigerte dem SVL einen klaren Strafstoß (Handspiel Akpinar, 54.).)

Zuschauer: 25