Samstag, 23. Oktober 2010

Spielbericht SC Union 03 - FC Roland Wedel

(S)euche (C)haos (U)nvermögen 03
Union wird zum echten Sorgenkind – Roland trifft wieder neunfach

„Ich bin wirklich sprachlos! Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll“, wusste Union-Trainer Mehmet Sorkun nach der Partie gegen den FC Roland Wedel nicht, wie er das soeben Geschehene kommentieren sollte. Wieder einmal erlebte die Elf des SC Union 03 einen kräftigen Tiefschlag in der Kreisliga 7, der mit drei verletzten Spielern und einer heftigen 1:9-Klatsche gegen den FC Roland Wedel endete.
Union, von der ersten Minute an in die Defensive gedrängt, geriet nach bereits 58 gespielten Sekunden (!) in Rückstand. Eine tolle Kombination, endend mit einem genauen Zuspiel von John-Olaf Stute und einem treffsicheren Abschluss von Angreifer Josep Dilber, brachte das Team von Trainer Dirk Kahl früh in Front.
Der SC aber versuchte sich zu wehren und kam durch eine spektakuläre Flugeinlage von Mehmet Bayazit nach Flanke Christian Holz zur ersten Torgelegenheit (5.).
Erfolgreicher stellte sich das Gäste-Team an. Ein fabelhafter Pass von Marco Meins in die Mitte zu Daniel Lopez ließ dem Angreifer gar keine andere Wahl, als die Kugel zum 0:2 in das Union-Gehäuse zu bugsieren.
0:2 nach nur zwölf Minuten und dazu ein früher Zwangswechsel aufgrund einer Verletzung bei Antonio Venturini, der die Partie bereits mit einer gebrochenen Hand und Problemen der unteren Extremitäten begann, warfen die Gastgeber zusätzlich zurück.
Doch das Team in den schwarzen Trikots gab sich noch nicht auf und kam durch Stürmer Moncef Ghazouani um Haaresbreite zum Anschlusstreffer, doch dieser brachte es fertig, den Ball nach wunderbarer Vorarbeit von Lavdrim Kama aus drei Metern ans Aluminium zu donnern (18.).
Die Wedeler, die in den Minuten 21 und 22 noch beste Gelegenheiten durch Meins und Steinbach ausließen, sollten sich dann aber nach 24 Minuten belohnen. Wieder ein herrlicher Steilpass, diesmal von Daniel Lopez in den Lauf von Gino Steinbach, der aus 14 Metern unbedrängt für das 0:3 sorgte.
Der absolute Knackpunkt im Spiel, wie Union-Coach Sorkun später berichtete: „ Nach dem 0:3 war das Spiel gegessen. Wir haben dem Gegner zu viele Räume gelassen, wodurch er gut kombinieren konnte.“.
Zu allem Überfluss musste Sorkun nur zwei Minuten nach dem dritten Gegentreffer seine zweite Auswechslung vornehmen, da es für Bayazit kein Weitermachen mehr gab.
Nach einer halben Stunde verletzte sich dann auch noch Schlussmann Martino Venturini bei einem Rettungsversuch gegen FCR-Angreifer Dilber. Venturini biss zwar zunächst auf die Zähne, doch nach einem famosen Hechtsprung, mit dem er das Spielgerät nach einem Scherer-Freistoß über die Latte lenkte und einem kräftigen Aufprall, musste sich der stark angeschlagene Torhüter zur Pause doch austauschen lassen. Für ihn rückte Feldspieler Mefa Demir ins Tor – nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass dieser als Torhüter aushelfen musste.
Mit dem 0:3-Rückstand und den vielen Negativerlebnissen im Gepäck, eröffneten die Gastgeber durch einen kräftigen Freistoß von Erdem Iscan, der knapp am Tor vorbei rauschte, die zweite Halbzeit.
In der 56. Minute nahm Unions handfeste Krise jedoch weiter ihren Lauf. Roland mit einem schnell ausgeführten Freistoß in der eigenen Hälfte und ein gut getimter Pass von Dilber für Meins, der sich ohne gegnerischen Widerstand auch in die Torschützenliste eintrug.
Wiederum keine zehn Minuten später ging das Scheibenschießen weiter: Wieder war es ein schön herausgespieltes Tor mit den Schlussakteuren Meins (Vorlagengeber) und Steinbach (Torschütze). Ganz großes Roland-Kino an der Waidmannstraße und die (überforderten) Spieler des SC Union 03 hatten ihre Plätze auch noch in der ersten Reihe!
72. Minute: Steinbach an der Strafraumgrenze nicht bedrängt, legte quer zu Lopez, der die Kugel mit einem schönen Rechtsschuss in die obere Ecke zirkelte. Spielstand mittlerweile: 0:6.
Union, kurz um Schadensbegrenzung bemüht (Kama scheiterte nach Thießen-Vorlage an Torhüter Marcel Börnecke), rannte kurz darauf erneut in einen Konter, der von Ersatzkeeper Demir regelwidrig per Notbremse unterbunden wurde. Schiedsrichter Sebastian Kirsch (SC Pinneberg) beließ es allerdings beim gelben Karton. Steinbachs anschließender Freistoß testete das Aluminium dann auf seine Standhaftigkeit.
Die Wedeler, die mittlerweile etwas Tempo aus dem Spiel nahmen, sollten sich in den letzten acht Minuten noch einmal richtig austoben. Eine butterweiche Flanke vom aufgerückten Andre Möller in die Mitte zu Meins, der das Bällchen mit einer Berührung, vorbei an Demir, ins Tor kickte. Erhöhten auf 0:7 (82.).
0:8 hieß es dann nach einem Strafstoß von Defensivmann Andrej Scherer, versursacht durch eine Volleyballeinlage von Dennis Weber im eigenen Strafraum (86.).
120 Sekunden vor Ultimo zeigte sich noch einmal die komplette Hilflosigkeit der Gastgeber, als die Gäste plötzlich mit vier Angreifern auf Torhüter Demir und Verteidiger Weber zukamen. Roland nutzte die Überzahl und schoss sich dadurch Steinbachs 0:9 heraus.
Für den Höhepunkt des Tages sorgte aber mit Christian Holz ausgerechnet ein Akteur in Schwarz, indem er wenige Augenblicke vor  dem Ende einen Eckball direkt im Tor von Börnecke, der sich böse verschätzte, versenkte (89.). Ein Fehler mit Folgen, denn das anschließende Siegerbier ging laut Kabinenfunk auf die Rechnung des Torwarts…
Schlussendlich gewann die Elf von Trainer Dirk Kahl mit 9:1, was der Übungsleiter zum Anlass nahm, sein Team für einen „nie gefährdeten Sieg“ zu loben: „Wir haben heute guten Fußball, auch wenn wir heute sehr viel Platz hatten. Doch man muss erstmal neun Tore schießen“, präsentierte sich der Coach bei bester Stimmung. Auch zum Gegner fand er noch eine aufmunternde Prognose: „Ich denke, Union wird trotzdem nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen. Dafür ist das Potential viel zu groß. Was ihnen fehlt, ist die Abstimmung n den Mannschaftsteilen“, analysierte Kahl den klar geschlagenen SCU.
Bleibt zu hoffen, dass Union für die kommenden Aufgaben noch genügend Spieler zur Verfügung haben wird. Denn das Lazarett ist derzeit überfüllt. Antonio Venturini und Mehmet Sorkun sind als Trainergespann weiter bemüht, neue Leute zu finden: „Wir sind dabei, neue Spieler zu holen. Das muss einfach sein!“, zeigte sich Venturini besorgt.
Beim FC Roland Wedel sieht es derzeit ganz anders aus. Allein in den letzten beiden Spielen erzielte das Team um Kapitän Marco Meins 18(!) Tore. Eine wahnsinnige Statistik!
Der Trainer zeigt sich allerdings gedämpft: „Wir wollen unser Vorjahresergebnis (Rang vier) bestätigen. Vorne werden Glashütte und Rissen alles untereinander ausmachen. Dahinter ist aber alles möglich.“.

SC Union 03: M. Venturini (46. Bektas) – M. Demir, Voegt, Thießen, Weber – A. Venturini (15. E. Holz) – Iscan, Bayazit (26. Lehmann), C. Holz – Kama, Ghazouani, Spielertrainergespann: Mehmet Sorkun & Antonio Venturini

FC Roland Wedel: Börnecke – Möller, Scherer, Mohr, Macias Mora – Hlede, Stute (62. Claußen), Lopez (80. Durkut), Meins – Dilber (68. Grützmacher), Steinbach, Trainer: Dirk Kahl


Tore: 0:1 Dilber (1. Stute), 0:2 Lopez (12. Meins), 0:3 Steinbach (24. Lopez), 0:4 Meins (56. Dilber), 0.5 Steinbach (65. Meins), 0:6 Lopez (72. Steinbach), 0:7 Meins (82. Möller), 0:8 Scherer (86., Strafstoßtor, Handspiel Weber), 0:9 Steinbach (88. Meins), 1:9 C. Holz (89., direkter Eckstoß)

Schiedsrichter: Sebastian Kirsch (SC Pinneberg, Note 2)

Zuschauer: 15

besonderes Vorkommnis: Weil Union bei der Verletzung von Torhüter Martino Venturini keinen Ersatztorhüter auf der Bank hatte, hütete Feldspieler Mefa Demir ab der 46. Minute das Tor, während Venturini durch den Feldspieler Ozan Bektas ersetzt wurde.


Spielbericht SC Nienstedten 1.D - FC St. Pauli 2.D

Erfolgreicher Frühsport
5:0-Erfolg trotz Spätstarts für St. Paulis 2.D

Die D2 des FC St. Pauli hat sich beim Gastspiel gegen das Schlusslicht der D-Bezirksliga 01 Herbst keine Blöße gegeben und das, obwohl das Team zur unglücklichen Anstoßzeit von neun Uhr morgens zunächst stark verschlafen wirkte.
Besonders traf dies in der fünften Minute auf Torhüter Leon Schmidt zu, der eine Flanke von der linken Seite falsch berechnete und somit Lennard Henke zu einer Rettungsaktion, kurz vor der Linie, in letzter Sekunde zwang. Eine Szene, die den Gemütszustand der Gäste-Elf bestens darstelle.
Doch mitten in das spielerische Brachland spielte Dario Kovacic einen Traumpass in den Lauf vom im richtigen Moment in der Mitte gestarteten Robin kehr, der den herauseilenden Torhüter cool umkurvte und sicher zum 0:1 ins leere Tor einschob (7.).
Trotz der erzielten Führung blieb das Team in braun spielerisch aber weiter farblos. Erst das beim 0:1 erfolgreiche Duo Kovacic/Kehr konnte nach knapp einer Viertelstunde wieder für Torgefahr sorgen, als erneut Kovacic herrlich zu Kehr spielte, dessen zu hoch angesetzter Versuch aus zehn Metern jedoch über das Tor flog.
Vier Minuten vor der Pause brannte es nach einem kapitalen Aussetzer auf der rechten Abwehrseite des FC, als der ballführende Nienstedtener allein auf Schmidt zulief, jedoch am in dieser Szene einzig hellwachen St. Paulianer scheiterte.
Es war eine Situation, die für die Oertel/Olde-Elf eine Wirkung von fünf Litern Kaffee, drei kalten Duscheinheiten und sieben Nebelhörnern hatte; endlich begann sie, ihr Potential auszuspielen! Der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Nikola Kosanic präsentierte zunächst einen energischen Flankenlauf bis zur Grundlinie auf der rechten Seite, behielt dann den Überblick, um Kovacic in der Mitte zu sehen und dieser schaffte es nicht wirklich ansehnlich, aber erfolgreich, die Kugel aus zehn Metern zum 0:2 einzunetzen (28.).
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte spielte sich fast dasselbe noch einmal ab. Die einzigen Unterschiede: Flankenläufer war diesmal Ivan Stanjevic und die Torentfernung bei Kovacic´ Abschluss betrug nur einen einzigen Meter (30.+1). Sei es drum – Spielstand zum Pausenpfiff: 0:3.
Mit dem Elan der beiden letzten Tore stürmten die Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts sofort wieder Richtung SCN-Tor, erreichten in Person von Kapitän Martin Schauer erstmals den gegnerischen Gefahrenbereich. Sein Schuss aus 20 Metern endete aber lediglich in den Armen des Torhüters (33.), der wenig später auch einen Drehschuss von Kosanic entschärfte.
Drei Minuten lief Kosanic nach exakter Vorarbeit Schauers allein aufs Tor zu, hatte das 0.4 auf dem Fu0, doch der Ball kullerte an der falschen Seite des Pfostens vorbei.
Zwei vergebene Chancen, die ihn allerdings keineswegs entmutigten, ganz im Gegenteil! Ein unwiderstehliches Solo über den halben Platz, mitsamt Umkurven des Torhüters, gestattete ihm nun doch den ersten eigenen Torerfolg der Partie nach 47 Minuten.
Zwei Torschützen mit der Namensendung „-ic“ trafen also gemeinsam dreimal (eine Umtaufung Robin Kehrs in Keric wäre hier angebracht) – da wollte sich auch Stanjevic nicht lumpen lassen, spekulierte nach einem Abwehrfehler der Gastgeber richtig und kam aus zehn Metern zum Schuss, scheiterte aber am starken Torhüter (57.).
Besser machte es Kosanic nach famosem Zuspiel von Schauer, genau in die Schnittstelle der Abwehr und mit einem sicheren Rechtsschuss ins Tor zum 0:5 (60.).
Der St. Pauli-IC steuerte damit sogar mit voller Geschwindigkeit in Richtung Kantersieg, wo er mit dem Abpfiff ankam.
Ein insgesamt verdienter Sieg für die Mannschaft vom Brummerskamp, die zwar lange mit schönem Fußball wartete, aber dafür ab der 27. Minute besonders stark auftrumpfte.

FC St. Pauli 2.D: Schmidt – Henke (40. Evlicoglu), Bendowski, Zähringer, Erdal (40. Aslani) – Lüth (50. zu Klampen), Schauer, kehr (40. Bebensee), Stanjevic – Kovacic, zu Klampen (27. Kosanic), Trainergespann: Tobias Oertel & Oliver Olde

Tore: 0:1 Kehr (7. Kovacic), 0.2 Kovacic (28. Kosanic), 0:3 Kovacic (30.+1, Stanjevic), 0:4 Kosanic (47.), 0:5 Kosanic (60. Schauer)

Schiedsrichter: Sören Jäger

Zuschauer: 35

Freitag, 22. Oktober 2010

Spielbericht Eintracht Norderstedt II - VfL 93 Hamburg II

Kaltgestellt!
Hirschleins Tor-Show und Oberliga-Leihgaben machen den Unterschied

„Es ist schwierig, etwas zu sagen, wenn man so hoch verliert“, rang VfL-Trainer Marco Ritter nach der 0:8-Pleite seiner Mannschaft nach Worten. „Wir wurden hier heute von Anfang an dominiert.“.
Der Aufsteiger aus Winterhude zeigte sich in dieser Partie zu ungewohnt spätem Kick-Off (O-Ton Simon Dierks: „Wie kann man nur freitags um 20 Uhr spielen?“) nicht konkurrenzfähig zu einem Team aus Norderstedt, das mit Oberligagrößen wie Benjamin Lipke und Jannik Dreyer gespickt war.
Dazu kam noch die nunmehr 40-jährige Stürmerlegende Oliver Hirschlein, dem es noch immer nicht an Torgefährlichkeit mangelt.
20 Minuten dauerte es, bis die Eintrachtler, die Ball und Gegner von Beginn an kontrollierten, durch einen 25-Meter-Schuss Patrick Westermanns zu ihrer ersten Torchance kamen.
Wenige Sekunden später war es Hirschlein, der nach guter von Tomislav Zivkovic aussichtsreich vergab.
Dann aber war es so weit: Eine wunderbare Kombination zwischen Oberliga-Leihgabe Lipke und Daniel Jostes brachte Hirschlein perfekt in Szene, sodass dieser zentral aus 13 Metern den Torreigen eröffnete (28.).
Auf der anderen Seite bemühte sich Dierks um die passende Antwort, die in Form seines Schusses aus 25 Metern (knapp vorbei) gar nicht mal so ungefährlich daher kam.
Ein starker Flankenlauf Dreyers über links und ein präziser Ball in die Mitte sorgten wieder für einen Hirschlein in bester Position, aus der der Ex-Profi mit ein paar Körpertäuschungen gegen die VfLer flugs Kapital schlug (38.).
Wiederum Dierks hatte daraufhin den Anschlusstreffer auf dem Fuß, als er nach Zuspiel von Erkan Yildiz frei vor Lennart Nolle, der den Winkel geschickt verkürzte, scheiterte.
Nolle, der in der Folge aus Beschäftigungslosigkeit lediglich Schönheitspreise für seine modische graue Mütze sammeln konnte, bestaunte fortan reinsten Einbahnstraßenfußball seiner Vorderleute.
Lipke, von niemandem bei seinem 40 Meter langem Solo gestört, mit dem etwas zu weiten Pass, doch Jostes kratzte den Ball noch vor der Grundlinie zu Rafael Monteiro, der seinen Schuss von der Strafraumgrenze aus sicher im Tor von Timo Simson unterbrachte (43.).
Zwischenstand, als der Schiedsrichter mit 30 Sekunden Frühzündung in die warmen Kabinen bat: 3:0.
Zurück auf dem kalten Feld, zeigten die Garstedter sofort wieder, wer hier die Bezirksliga fest im Blick hat. Hirschleins 16-Meter-Schuss markierte das 4:0 (53.), dem wenige Augenblicke danach gleich das 5:0, erneut durch Hirschlein erzielt, folgte.
Gute zehn Minuten später, in denen die Hausherren mehrere Chancen liegen ließen, füllten sie das halbe Dutzend dann doch. Lipke war es, der sich erfolgreich vom „vierfachen“ Hirschlein bedienen ließ (65.).
Und die VfL-Reserve? Die meldete sich zwischendurch auch mal wieder zu Wort, indem Reik Freimuth sein (nicht gefundenes) Glück aus der Distanz versuchte (73.). Immerhin war das Bällchen zuvor über Thomas Lazer und Erkan Yildiz einmal ansehnlich durch die Reihen der Schwarz-grünen gelaufen.
Für die Schlussviertelstunde zogen die Norderstedter, denen Defensiv-Akteur Jan Zimmermann als sichtlich stolzer Kapitänsbindenträger vorstand, die Zügel wieder an. Erst setzte Monteiro sein ansatzloses Pfund aus 30 Metern unter die Latte (75.), dann staubte Zimmermann sehr zur Freude seines als Zuschauer anwesenden Vaters zum 8:0-Endstand ab (Freistoß Monteiro, 82.).
In der Kälte des Abends hatte Schiedsrichter Rüdiger Gertig (SSV Rantzau) schließlich ein Einsehen mit den Anwesenden und pfiff die längst entschiedene Partie bereits in Spielminute 88 ab. „Allein, dass der Schiedsrichter 10 Minuten zu früh abgepfiffen hat, zeigt, dass er keine Eier in der Hose hat! Dazu hätte er einen klaren Elfmeter für uns geben müssen. Das hätte zwar an der Niederlage nichts geändert, aber er hat es sich sehr einfach gemacht“, polterte Simon Dierks im Anschluss an die verkürzte Begegnung.
Auf Seiten der Eintracht erfreute sich betreuer Frank Holdmann am flüssigen Vortrag seiner Mannen: „Wir haben heute sehr gut gespielt und unser Spiel sehr gut aufgezogen. Unsere Leihgaben aus der Oberliga und der A-Jugend-Regionalliga waren große Hilfen, da wir im Moment sehr viele verletzte Spieler haben.“. In Sachen Aufstiegskampf gibt es an der Ochsenzoller Straße nur eine Losung: „Wir wollen nicht aufstiegen – wir MÜSSEN! Wir müssen mindestens Bezirksliga spielen, um einen guten Unterbau für die erste Mannschaft und eine gute Anlaufstelle für unsere A-Jugendspieler zu haben.“.
Schlechter sind die Aussichten für den ambitionierten Verfolger in der arg umkämpften Kreisliga 5 zumindest nicht geworden. Auch, wenn sich das Lazarett mit dem heute früh ausgeschiedenen Tobias Grabert weiter füllte…

Eintracht Norderstedt II: Nolle – Zimmermann, Radomilovic (59. S. Geertz), Gorban (18. A. Geertz) – Westermann, Lipke, Monteiro, Dreyer, Zivkovic (66. Grabert) – Hirschlein, Jostes, Trainer: Jens Fischer

VfL 93 Hamburg II: Simson – Yalcin, Maurer, Hoße, D. Öhlmann, Orlowski – Freimuth, Yildiz, Lazer – A. Öhlmann (67. Hartl), Dierks, Trainer: Marco Ritter

Tore: 1:0 Hirschlein (28. Jostes), 2:0 Hirschlein (38. Dreyer), 3:0 Monteiro (43. Jostes), 4:0 Hirschlein (53. Lipke), 5:0 Hirschlein (56. Westermann), 6:0 Lipke (65. Hirschlein), 7:0 Monteiro (75., direkter Freistoß), 8:0 Zimmermann (82. Monteiro)

Schiedsrichter: Rüdiger Gertig (SSV Rantzau, Note 4,5)

Zuschauer: 15

Freitag, 15. Oktober 2010

Spielbericht GW Eimsbüttel - TV Haseldorf

Mit Vollgas durch die Hölle!
GWE gewinnt furioses Match mit viel Moral und fragwürdigen Torschützen

Nein, es war wirklich kein typischer Kreisliga-Kick, an diesem Freitagabend an der Sportanlage Tiefenstaaken zu Hamburg-Eimsbüttel! In einer Tor- und temporeichen Partie besiegte das Team von Grün-weiß Eimsbüttel einen Gegner aus Haseldorf, der sich gleich zweimal eindrucksvoll in der Begegnung zurückgemeldet hatte.
Kaum hatten die knapp 40 Zuschauer ein angenehmes Plätzchen auf der verregneten Anlage gefunden, gingen die Gastgeber nach einem starken Ballgewinn von Maximilian Garbe und einem sicheren Torabschluss aus halblinker Position von Dennis Klemm in Führung (1.). Gerade einmal 40 Sekunden waren da verstrichen.
Keine 300 Sekunden später machte das „weiße Ballett“ sein Blitzstart perfekt und erhöhte durch Top-Stürmer Marc Güldener auf 2:0. Die Vorarbeit leistete in diesem Fall Schlussmann Hakki Gökce mit einem hohen, langen Ball von Strafraum zu Strafraum, wobei sich die Defensive der Haseldorfer von ihrer schlechtesten Seite zeigt und keinen erwähnenswerten Widerstand leistete.
Dafür versuchten sich die ganz in blau gekleideten Gäste, ein Gegengewicht in der Offensive zu erspielen. Timo Badermann versuchte sein Glück nach einem Freistoß von der rechten Seite, doch Gökce wehrte seinen Torversuch erfolgreich ab (9.). Nach der doppelten Spielzeit war es Timo Rekautsch, der mit einem direkt ausgeführten Freistoß an Gökce scheiterte: Abwehr mit dem Kopf!
Die Haseldorfer, mit zunehmender Spieldauer immer aktiver, verkürzten den Rückstand nach 23 Spielminuten folgerichtig auf 2:1. Jan Plüschau setzte sich zunächst auf links durch und legte mustergültig für Rekautsch auf, dessen Schuss aus zehn Metern noch an den Innenpfosten ging, doch die Kugel rutschte zum Anschlusstreffer über die Linie.
Die Grün-weißen, bei denen jetzt sichtbar die Nerven flatterten, mussten kurze Zeit später den nächsten Schreckensmoment über sich ergehen lassen. Ein halbhoch durch den Strafraum gleitender Eckball von Badermann, vom aufgerückten Raimond Kleinwort in den gegnerischen Kasten gedrückt, bescherte den Gästen den arg umjubelten Ausgleich (27.).
Keine 180 Sekunden später hätte das Team von Trainer Stefan Dösselmann zwingend in Führung gehen müssen, doch Plüschau scheiterte gleich doppelt am GWE-Schlussmann.
Was war bloß mit Grün-weiß los? Nach grandiosem Blitzstart verlor man total den Faden. Doch die, in der ersten Halbzeit, wenig kreisligataugliche TVH-Abwehr half den Gastgeber freundlich zurück in die Spur. Ein langer Diagonalball von Joachim Görsch in den Lauf Güldeners, der das Spielgerät spielend einfach an Björn Hegewald vorbei legte und ein Linksschuss ins leere Tor brachten den Gastgebern ihre Führung zurück (33.). Das Publikum kam hier voll auf seine Kosten!
Niels Böttcher, Lokalpolitiker und GWE-Clubwirt, frohlockte: „Für die Zuschauer war diese Partie hoch interessant. Wir hatten einen Auftakt nach Maß und sorgten hier für eine hoch spannende Begegnung“, konstatierte er nach dem Match.
Auf dem Platz ging es weiter munter in Richtung beider Strafräume. Ostertag mit dem starken Ballgewinn, quergelegt auf Klemm, der das Spielgerät aber aus kürzester Distanz über das Gehäuse jagte (39.). Ein Hundertprozenter!
Das Auslassen dieser Mega-Chance sollte sich keine zwei Minuten später tatsächlich rächen. Ein eigentlich recht unplatzierter Badermann-Freistoß aus 25 Metern rutschte Gökce äußerst unglücklich unterm Körper zum 3:3-Ausgleichstreffer durch (41.). „Beim 3:3 habe ich nur noch das grelle Licht gesehen. Dazu hat der Ball auf dem Weg zum Tor dreimal die Richtung geändert“, haderte der gebürtige Münsteraner mit den Gesetzen der Physik.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts verlor das Spiel schließlich an Tempo. Beide Mannschaften standen nun defensiv besser und ließen demnach weniger zu.
Erst eine schöne Einzelaktion von GWEs Maximilian Garbe im gegnerischen Strafraum, in letzter Not von Mark Simon geklärt, versprühte erste Gefahr in der zweiten Halbzeit.
In Minute 65 dann wieder Gefahr für das Tor von Hegewald: ein hoch auf den langen Pfosten gespielter Eckball, von Görsch per Kopf wieder auf den ersten Pfosten zurückgespielt, landete bei Christian Pleus, der die Kugel irgendwie mit der Hilfe seine Gegenspielers ins Tor beförderte. Gefragt nach der Weisem wie ihm dieses Tor gelang, geriet Eimsbüttels Rückennummer 27 ins Stocken: „Ich glaube, ich habe den Ball mit dem Hinterkopf berührt…ja, mit dem Hinterkopf war´s. Ich bin mir aber nicht so sicher, ob nicht vielleicht mein Gegenspieler als letzter dran war. Wir haben ihn beide reingemacht“, stellte Pleus diplomatisch fest.
Sieben Minuten später verpasste es Güldener, den Sack vorzeitig zuzumachen. Völlig blank lief er nach Zuspiel vom eingewechselten Till Schüßler aufs Tor zu, doch der 19-jährige Angreifer scheiterte am diesmal aufmerksamen Hegewald.
Der erste, durch Güldener, vergebene Matchball, dem noch zwei weitere folgen sollten, doch weder sein Schlenzer nach Vorarbeit von Ostertag, noch ein weiterer Sololauf, initiiert durch einen Traumpass vom eingewechselten Alexander Eick, brachten die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber, was Torschütze Pleus ärgerte: „Es hätte ein lockerer Abend für uns werden können, wenn wir nach dem 2:0 richtig weitergemacht hätten. Dann hätten wir wirklich 4:0 oder 5:0 gewinnen können!“.
Stattdessen wurde es in der Nachspielzeit noch einmal eng. Der eingewechselte Maik Siebels mit einem Schuss aus zehn Metern – Fußabwehr Gökce – Ausgleichschance vergeben! Gesenkte Häupter bei den TVH-Kickern.
Ihr Trainer wurde nach der Partie deutlich: „Wir sind im Moment mit diesen Abwehrschnitzen einfach keine Spitzenmannschaft! Wenn du auswärts drei Tore schießt, musst du auch etwas mitnehmen. Das Spiel wurde in den ersten Minuten verloren und obwohl wir es geschafft haben, wieder heranzukommen, kann es nicht sein, dass wir immer vier, fünf Tore schießen müssen, nur weil wir hinten zu viele Dinger kriegen! Einige sollten sich hinterfragen, ob die überhaupt das Niveau für die Kreisliga haben!“, fuhr Dösselmann schwere Geschütze gegen sein eigenes Team auf.
GWE-Linksverteidiger Claas Kruse präsentierte sich dagegen glücklich: „Das war eine extrem charakterstarke Leistung von uns. Es ist nicht selbstverständlich, wie wir nach dem 3:3 wieder zurückgekommen sind. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel gut gemacht und deswegen verdient gewonnen“, was Kruse allerdings etwas überraschte: „Ich hatte vor dem Spiel gedacht, dass wir mehr Probleme mit diesem Gegner haben würden.“.
Herzlich egal war das seinem Trainer, Nico Grabarczyk, der nach eigener Aussage nichts gesehen hatte, was ihn nicht zufrieden stellte. Eine fragwürdige Aussage bei drei Gegentreffern…
Die nächste Möglichkeit, den Trainer erneut positiv zu stimmen, bietet das kommende Match am nächsten Sonntag bei den Kickers Halstenbek, während sich der TV Haseldorf am selben Tag zuhause mit der Reserve der SV Lieth auseinandersetzen muss.
Ansehnliches spielte sich übrigens während der gesamten Spielzeit auf den Rängen ab. Die Gastgeber durften auf die Unterstützung ihrer Ultra-Fraktion bauen, sodass sich die Tiefenstaaken-Anlage zeitweise zu einem wahren „Hexenkessel“ verwandelte.

Grün-weiß Eimsbüttel: Gökce – Kassube, Brennecke, Schirrmacher, Kruse – C. Pleus (68. Schüßler), Görsch – Güldener (89. Przybylski), Ostertag, Garbe (74. Eick) – Klemm, Trainer: Nico Grabarczyk

TV Haseldorf: Hegewald – Simon, Rudnick, Koschinski, R. Kleinwort (46. Söllbehr) – Rekautsch, Krohn, Thode (74. Siebels), Badermann – Skowronek, Plüschau, Trainer: Stefan Dösselmann

Tore: 1:0 Klemm (1. Garbe), 2:0 Güldener (6. Gökce), 2:1 Rekautsch (23. Plüschau), 2:2 R. Kleinwort (27. Badermann), 3:2 Güldener (33. Görsch), 3:3 Badermann (41., direkter Freistoß), 4:3 C. Pleus (65. Görsch)

beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung – Badermann

gelbe Karten: Brennecke – R. Kleinwort, Thode, Söllbehr, Koschinski, Plüschau

Schiedsrichter: Jochen Weber (TuS Borstel, Note 2)

Zuschauer: 40


Sonntag, 10. Oktober 2010

Spielbericht SC Sternschanze II - Weiß-Blau 63 Groß-Borstel

„An das Niveau des Schiedsrichters angepasst“
Schiri- und Ergebnisfrust beim SCS – Weiß-blau setzt Positivtrend fort

Weiß-blau 63 schaffte es, die Serie von vier Spielen ohne Niederlage in der Kreisliga 5 auszubauen. Auch, wenn das Team aus Groß-Borstel nach zuletzt vier Partien ohne Gegentreffer wieder einmal den Ball aus dem eigenen Netz holen musste.
Die Partie begann schwungvoll: Einen Schuss von Sternschanzes Michael Guimaraes Silva aus 13 Metern folgte wenig später ein Torversuch von Weiß-blau-Akteur Anwar Jaziri, doch beide Male flog die Kugel über das Tor.
In der Folge dauerte es fast 20 Minuten, ehe mal wieder etwas Erwähnenswertes passierte: Ein Heber von Johannes Jäkel nach einem unkontrolliertem Fehlpass der Gäste brachte ihnen sämtliche Schweißperlen auf die Stirn, doch das Spielgerät segelte wieder über das Tor (27.).
Weitaus treffsicherer zeigte sich John Wehner nach einer Hereingabe von der rechten Seite durch Timo Dessau, als er das Leder mustergültig zum 0:1 in die Maschen setzte (32.).
Zurück aus der Kabine, machten die 63er erstmal richtig Dampf. Schönes Dribbling von Jaziri auf der rechten Seite, Hereingabe in der Lauf des heranstürmenden Dominik Sender und ein Volley-Schuss über den Kasten von Benjamin Zickelbein, der den unpässlichen Nils Schuhmacher im Tor des SCS vertrat.
In der 54. Minute erneut Gefahr, jedoch diesmal auf der anderen Seite. Lars Neuroth schädelte einen Kutun-Freistoß unbehelligt am Gäste-Gehäuse vorbei. Besser machte es Kollege Guimaraes Silva nach schönem Steilpass Konrad Stahlschmidts aus der Zentrale. Sein sicherer Abschluss brachte dem Aufsteiger den verdienten Ausgleichstreffer (72.).
Doch die Freude auf Seiten der Gastgeber währte nur elf Minuten. Eckball Filippo Callerame in die Mitte, wo Johann Conrad die Kugel mit aller verfügbaren Körperkraft über die Linie drückte. 1:2 sieben Minuten vor dem Ende!
Die Schanzenkicker versuchten nun auf den letzten Metern noch einen Punkt zu erkämpfen, doch stattdessen verlor der SCS nicht nur Stürmer Michael Kroll, der vier Minuten vor Ultimo mit der Ampelkarte in die Kabine geschickt wurde (o-Ton Jäkel: „Ein lächerlicher Platzverweis! Ich weiß gar nicht, was da gewesen sein soll!“), sondern auch das Spiel mit 1:2.
Ein Grund zur Freude für Gäste-Schlussmann Edvard Milanovic: „Wir haben hier verdient gewonnen, da wir uns klar mehr Chancen herausgespielt haben. Eigentlich hätten wir mit einem 2:0 in die Pause gehen müssen, doch dann haben wir einmal unglücklich agiert und den Ausgleich bekommen. Doch wir sind dann gut zurückgekommen und haben dann doch das 2:1 gemacht“, wusste er sein Team im Anschluss an die Begegnung zu loben.
SCS Stürmer Jäkel freute sich weniger: „Wir waren heute absolut nicht gut. Wir haben uns wirklich dem Niveau des Schiedsrichters angepasst, der hier wirre Entscheidungen auf beiden Seiten getroffen hat. Mit etwas Glück spielen wir aber trotzdem unentschieden. Heute kam für uns eben alles Schlechte zusammen“, haderte der Offensivakteur mit dem diesmaligen Auftritt.
Während Weiß-blau mit diesem Sieg den eigenen Positivtrend bestätigte, gilt für die SCS-Reserve nun für die kommenden Aufgaben die Devise „Ärmel hoch und weiter geht´s!“.

SC Sternschanze II: Zickelbein – Sieling, Neuroth, Kayzer, Stoltenberg – Guimaraes Silva (86. Horn), Stahlschmidt, Kutun (69. Wendt), Jäkel – Huayamave (62. Rimkeit), M. Kroll Spielertrainer: Benjamin Zickelbein

Weiß-blau 63: Milanovic – N. Paul, M. Hardtmann, Pohl (62. Homfeld), Conrad – Dessau (86. Duhm), Callerame – Wehner, F. Paul, Sender (90. Scherkl) – Jaziri, Trainer: Liborio Mazzagatti

Tore: 0:1 Wehner (32. Dessau), 1:1 Guimaraes Silva (72. Stahlschmidt), 1:2 Conrad (83. Callerame)

gelbe Karten: Kutun, Jäkel – Conrad, Dessau, Wehner, Sender, Jaziri, Homfeld

gelb-rote Karte: M. Kroll (86.)

Schiedsrichter: Harald Witting-Schröder (SV Grün-weiß Harburg)

Zuschauer: 50

Samstag, 9. Oktober 2010

Spielbericht SC Union 03 - TSV Holm II

Wer kriecht, der stolpert nicht
Erster Saisonsieg für Aufsteiger Holm II – Union fällt von hohem Ross

Nicht einmal mehr jubeln konnte sie vor Erschöpfung: die Spieler der Reserve des TSV Holm lagen, genau wie ihre Gegenspieler des SC Union 03, auf dem grünen Rasen an der Waidmannstraße und holten erstmal tief Luft. Zuvor führ das Team von Trainer Stefan Penz endlich den ersten Sieg der laufenden Saison ein.
Fünfzehn Minuten dauerte es, bis es zum ersten Mal gefährlich wurde. Ein Schuss von Unions Christian Voegt vom rechten Strafraumeck konnte aber von TSV-Schlussmann Kemal Eroglu zur Ecke abgelenkt werden.
Nur wenige Augenblicke später die Riesenchance für die Gäste, in Führung zu gehen. Nach einem gewaltigen Stellungsfehler in der Union-Defensive liefen mit Thore Vorbeck und Daniel Richter gleich zwei Gäste-Akteure auf das Union-Gehäuse zu, jedoch behinderten sie sich dabei gegenseitig. Der mitgeeilte Marco Hein brachte die Kugel aber von der linken Seite erneut in den Strafraum, wo Richter am zweiten Pfosten lauerte und die Hereingabe mit einem Rechtsschuss aus zwölf Metern zum 0:1 in die Maschen wuchtete (17.).
0:1! – Der erste Schock für Union, dem nur fünf Minuten später der nächste folgen sollte. Spielertrainer Mehmet Sorkun, der bereits angeschlagen begann, schied nach nur 22 Minuten verletzungsbedingt aus (22.).
Kurz darauf fast der nächste Tiefschlag, doch Richter scheiterte nach einem schönen Solo an Schlussmann Martino Venturini, der seine Mannschaft wenige Augenblicke später gegen Vorbeck erneut vor Schlimmerem bewahrte.
Der TSV, der nicht locker ließ und Union mit viel Leidenschaft in die eigene Hälfte drückte, belohnte sich nach 25 Minuten folgerichtig mit dem 0:2, erzielt durch einen Strafstoß von Richter, dem ein Foulspiel von Defensivmann Christian Voegt an Vorbeck vorausging. Besonders bitter: Voegt verletzte sich bei dieser Aktion selbst und musste ebenfalls ersetzt werden (27.).
Mit dem Rücken zur Wand und dem 0:2-Rückstand gegen das sieglose Schlusslicht im Gepäck, versuchten sich die Gastgeber in Sachen Ergebniskorrektur. Eine scharfe Flanke vom eingewechselten Patrick da Silva Lopez von rechts sollte jedoch keine Torvorlage werden, jagte Angreifer Moncef Ghazouani das Bällchen aus kürzester Distanz über das Tor (39.).
Glück für die Holmer, das sie auch bei da Silva Lopez´ Schuss aus elf Metern hatten, der lediglich das Außennetz traf.
Quasi mit dem Halbzeitpfiff dann der dritte Treffer für die Gäste aus dem Kreis Pinneberg, doch Schiedsrichter Broder Heepmann (SC Egenbüttel), schenkte Kamil Ludwickis Tor nach schöner Feldtmann-Flanke wegen einer Abseitsstellung zu Recht keine Anerkennung.
Somit ging es mit dem verdienten 0:2 in die Kabinen.
Die Unioner, mit einem großen Strauß an Erwartungen aus der Halbzeit gekommen, ließen ihren Anhang ganze 16 Minuten warten, ehe Ghazouani mit einem Gewaltschuss aus knapp zwei Metern Torentfernung die Qualität des Aluminiums testete (61.). Neben dem Tor blieb allerdings auch das Zwischenresultat stehen…
Die Holmer, die ab der 60. Minute stehend K.O. wirkten und sich lediglich durch lange Bälle in die gegnerische Hälfte Entlastung schafften, mussten knapp eine Viertelstunde vor Schluss nun doch den 1:2-Anschlusstreffer hinnehmen. Ein langer Schlag von Christian Holz in den Lauf von Ghazouani, der nun sein Schusspech überwand und ein sicherer Abschluss, vorbei am herausstürzenden Keeper, brachten die Gastgeber zurück ins Match (74.).
03 dominierte nun ganz klar, doch die Zeit lief gnadenlos gegen das Team vom Trainergespann Sorkun/Venturini.
Aus Mangel an Anspielstationen machte Ex-Bezirksligaspieler Erdem Iscan dann das, was man einfach mal tun muss: draufhalten! Gesagt – getan! Der Ex-HEBCer donnerte das Spielgerät aus 20 Metern, zentraler Position, ansatzlos in den Winkel. Ein Traumtor zum Ausgleich (85.)!
Schockzustand dagegen beim aufopferungsvoll kämpfenden Neuling, doch die Gäste mobilisierten noch einmal alle Kräfte und pellten sich für einen Freistoß von Linksaußen in den gegnerischen Strafraum. Und dann das! Der immer länger werdende Ball von Vorbeck, wohl noch von Sofien Othman berührt, rutschte durch den Fünfmeterraum in die lange Ecke – 2:3!
Der TSV führte erneut in einer wahnsinnigen Partie und stellte sich nun wieder für die letzten Augenblicke mit Mann und Maus in den eigenen Sechzehner.
Union schwächte sich derweil durch eine Ampelkarte für Antonio Venturini nach einem dummen Frustfoul im Mittelfeld selbst und sollte es nicht mehr schaffen, die TSV-Defensive um den überragenden Paul Möckel in Verlegenheit zu bringen.
Nach 90 Minuten und einem Nachschlag von 130 Sekunden war es dann vollbracht: die Reserve des TSV Holm hat den ersten Dreier der Saison und der SC Union 03 blamierte sich gegen den Tabellenletzten, der mit der Empfehlung von einem Punkt aus zehn Spielen und einem Torverhältnis von 5:61 nach Altona-Nord reiste. Torhüter Martino Venturini zeigte sich fassungslos: „Das war abscheulich von uns! Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war Arbeitsverweigerung!“, kritisierte er seine Mannschaft. „Die wollten den Sieg unbedingt – wir nicht!“. Gelb-rot-Sünder Antonio sah das genauso: „Wir haben wohl gedacht, nach dem Sieg gegen Rissen, dass das Spiel von selber laufen wird und wir mal eben 20 Tore gegen Holm machen. Holm hat völlig verdient gewonnen.“.
Gäste-Coach Stefan Penz präsentierte sich dagegen mit diabolischer Freude über den lang ersehnten ersten Saisonsieg: „Wir sind einfach nur froh, dass wir endlich unseren ersten Dreierpack geholt haben! Und das, obwohl wir konditionell überhaupt nicht dort sind, wo wir hin wollen. Wir spielen jedes Mal 70 Minuten gut mit und bekommen dann die Gegentore.“. Diesmal aber belohnte sich der Aufsteiger für eine kämpferisch großartige Leistung mit drei Punkten. Rissen am nächsten Wochenende kann kommen!
Für das Team um die beiden Venturinis geht es nun im kommenden Auswärtsspiel (ebenfalls am Sonntag) bei Komet Blankenese darum, die Schmach wieder wettzumachen und das Polster auf die Abstiegsplätze wieder zu vergrößern.

SC Union 03: M. Venturini – Thießen, Sorkun (22. da Silva Lopez), Cetin, C. Holz – Voegt (27. Demir) – Kama, Iscan, A. Venturini – Ghazouani, Bektas, Spielertrainergespann: Antonio Venturini & Mehmet Sorkun

TSV Holm II: Eroglu – Hein, Wittmann, Möckel, Othman – Feldtmann – Vorbeck, Ringel (46. Looks), Wittich – Richter, Ludwicki (46. Drösser / 62. Frigoni), Trainer: Stefan Penz

gelb-rote Karte: A. Venturini (89., wiederholtes Foulspiel)

Tore: 0:1 Richter (17. Hein), 0:2 Richter (25., Strafstoßtor, Voegt an Vorbeck), 1:2 Ghazouani (74. C. Holz), 2:2 Iscan (85.), 2:3 Othman (87. Vorbeck)

Schiedsrichter: Broder Heepmann (SC Egenbüttel, Note 2)

Zuschauer: 20

Freitag, 8. Oktober 2010

Spielbericht Holsatia im EMTV II - ESV Grün-weiß


„Dreckiger geht´s nicht!“
Glücklicher Last-Minute-Sieg für GWE – Holsatia schiebt Frust

„Wir haben heute wirklich schmutzig gewonnen, schmutziger geht es nicht!“, pustete GWE-Trainer Nico Grabarczyk nach der Partei seiner Mannen erstmal tief durch.
„Wir haben heute genau das Glück gehabt, welches uns in den letzten Spielen fehlte“, stimmte Linksverteidiger und Siegtorschütze Joachim Görsch mit ein.
Auf der anderen Seite stand ein Enttäuschter Holsatia-Co-Trainer Christoph Schulz: „Diese Niederlage tat wirklich nicht nötig. Für den Aufwand, den wir in der ersten Halbzeit geleistet haben, wäre ein 2:2 gerecht gewesen“, befand der „Co“ der Elmshorner.

Die Begegnung unter romantischer Flutlichtkulisse begann zunächst sehr schleppend.
In den ersten 26 Minuten sorgte lediglich ein Fehlversuch von GWE-Akteur Stefan Ostertag für Gefahr, als er die Kugel nach einer guten Flanke von Carsten Harth aus 14 Metern über den Holsatia-Kasten beförderte (12.).
In der 27. Minute war es dann der 20-jährige Maximilian Garbe, der es nicht fertig brachte, das Leder aus kürzester Distanz zum 0:1 in die Maschen zu setzen.
Die Gastgeber ließen sich derweil zunächst fast eine halbe Stunde Zeit, ehe sie zum (ersten gefährlichen) Angriff bliesen.
Nach einem Steilpass in die Schnittstelle der Gäste-Abwehr zeigte sich Schlussmann Patrick Witte nicht von seiner besten Seite und verlor die Kugel im Duell gegen Angreifer Jerrit Tank, woraufhin Holsatias Nils Buske zu überhastet an GWE-Kapitän Simon Schirrmacher scheiterte, der die Situation so in allerletzter Not klären konnte.
Vier Minuten später gab es für Schirrmacher und seine Kollegen nichts mehr zu klären, denn ein immer länger werdender Freistoß von Christian Grichel landete schlussendlich bei Lennart Frömming, der die Kugel aus nicht allzu großer Entfernung mit der Hilfe des Innenpfostens ins GWE-Gehäuse setzte. Der nächste Rückschlag für Grün-weiß!
Holsatia bekam nun immer mehr Oberwasser und sorgte für immer finsterer werdende Mienen bei den Gästen. In der 42. Minute dann der endgültige Tiefpunkt für die Elf vom Tiefenstaaken, die bereits die letzten drei Spiele teils sehr unglücklich verlor: Schirrmacher gelang es nicht, Buske auf der linken Seite am Flanken zu hindern, was durch einen klärenden Kopfball zunächst keine Folgen haben sollte, doch der, von Matthias Przybylski abgefälschte Nachschuss von Yannick Riewesell aus der zweiten Reihe ließ Patrick Witte keine Abwehrmöglichkeit. Holsatia erhöhte das Ergebnis auf kosten eines Teams aus Eimsbüttel, das Übungsleiter Nico Grabarczyk am liebsten zur Halbzeit runderneuert hätte.
Genau wie Flügelflitzer Maximilan Garbe bemängelte er das unzureichende Zweikampfverhalten seiner Mannschaft. „Wir wirken in unseren Spielen immer extrem unmotiviert. Es muss unser Anspruch sein, besser zu spielen!“, äußerte sich der Mittelfeldspieler kritisch zur eigenen Leistung.
Deswegen zog Grabarczyk zum Wiederanstoß gleich alle Wechseloptionen auf einen Schlag und brachte mit Till Schüßler einen erfahrenen Spieler für das defensive Mittelfeld und mit Dennis Klemm einen weiteren Offensivakteur. Außerdem kam Rückkehrer Claas Kruse durch seine Einwechslung zu seinem Saisondebüt.    
Ebenfalls eingewechselt wurde Holsatia-Spieler Patrick Ehm, dem es auf dem Platz wohl nicht allzu sehr gefiel und nur drei Minuten nach seiner Einwechslung nach der zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen wurde. Eine Ampelkarte, die laut Holsatia-Co-Trainer, Schulz „absolut berechtigt“ war.
Sportlich blieb zunächst alles beim Alten: die Gäste kamen zwar durch Kruse und Görsch zu kleinen Tormöglichkeiten, doch ein zwingender Abschluss sollte weiterhin nicht bei rumkommen. Stattdessen hätte Holsatia nach knapp 65 Minuten alles klar machen können, doch Lennart Frömming verzog mit seinem Schuss nach energischer Vorarbeit von Nils Buske. 73 Minuten gespielt: den Gästen rannte mehr und mehr die Zeit davon.
Wenigstens ein Punkt sollte es sein, gegen einen Gegner, der nun kaum noch etwas entgegenzusetzen hatte. Freistoß Stefan Ostertag aus halblinker Position; Torentfernung etwa 21 Meter: Tor – Ostertag hob das Ding über die nicht hochspringende Mauer direkt in die Maschen. GWE war nun wieder dran und wollte mehr!
78. Minute: Der eingewechselte Dennis Klemm mit einer schönen Flanke von Linksaußen zu Stefan Ostertag, der mit einem Kopfball am zweiten Pfosten seinen ersten Doppelpack der laufenden Pflichtspielsaison köpfte. 2:2 am Koppeldamm!
Holsatia verspielte die hart erkämpfte Führung innerhalb von nur fünf Minuten!
Ein Sprung in die 90. Minute: Es spielten nur noch die Gäste, die jetzt die drei Punkte witterten. Noch einmal Freistoss für das Team von Trainer Nico Grabarczyk.
Güldener mit der Hereingabe von Linksaußen, Beste mit dem Fehlgriff und schließlich war es der aufgerückte Joachim Görsch, der die Kugel in der Verwirrung des späten Abends aus kürzester Distanz über die Linie drückte. 2:3 in der 90. Minute!
Grün-weiß Eimsbüttel sicherte sich trotz einer spielerisch selten erfreulichen Leistung drei Punkte in Elmshorn, was auch Grün-weiß-Akteur Nick Burke so sah: „Wir haben hier heute 90 Minuten durchgehend schlecht gespielt. Jedoch hatte Holsatia nach dem Platzverweis keinen Druck mehr aufbauen können, was uns mehr Möglichkeiten verschafft hat.“, erkannte er einen der beiden Knackpunkte im Spiel. Den anderen sah er im Anschlusstreffer zum 2:1: „Nach dieser schönen Einzelaktion wurde uns klar, dass wir hier gewinnen können“, berichtete der Mittelfeld-Mann.   
Siegtorschütze Joachim Görsch sah die Leistung seiner Mannschaft weniger kritisch: „Ich denke, wir haben heute nicht so schlecht gespielt. Wir haben gut angefangen und hätten schon in der ersten Halbzeit drei Dinger machen müssen. Zudem hat es vor dem 2:0 für Holsatia ein klares Foulspiel an Maximilian Garbe gegeben. Der Schiedsrichter hat sowieso sehr einseitig gepfiffen!“, haderte der Defensivmann mit dem Spielleiter.
In der Frage nach dem Spieler des Spiels waren sich allerdings alle einig:
„Stefan hat uns wirklich das Spiel gerettet!“, freute sich Joachim Görsch über die Leistung des Doppeltorschützen.
Ob Stefan Ostertag auch aus dem nächsten (Frei-)Tag einen (Oster-) Tag machen kann, bleibt abzuwarten. Gegner an der Sportanlage Tiefenstaaken ist die Elf vom TV Haseldorf.
Für Holsatia wird es nun beim Gastspiel gegen die zweite Mannschaft der SV Lieth darum gehen, einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf zu landen. 
Die richtige Marschroute für beide Teams fand zum Abschluss Grün-weiß Angreifer Sebastian Ernst: „Vergessen, weitermachen, nächstes Spiel!“
Dem ist nichts hinzuzufügen.


Holsatia im EMTVII: Beste – Grichel (80. Baumann), Strampe, Riewesell, Mundt – Kalk (59. Ehm), Buske, da Silva Mendes, Tank, Mayer – Frömming, Trainer: Christoph Schulz

GW Eimsbüttel: Witte – Görsch, Przybylski, Schirrmacher, Kassube – Burke (46. Schüßler), Harth (46. Kruse) – Garbe, Ostertag, Güldener – Ernst (46. Klemm), Trainer: Nico Grabarczyk

Gelbe Karten: Strampe, Mundt, Frömming – Ostertag, Przybylski, Schüßler, Klemm 

Gelb-rote Karte: Ehm (62. Foulspiel + Meckern)

Tore: 1:0 Frömming (32. Grichel), 2:0 Riewesell (42. Buske), 2:1 Ostertag (73. direkter Freistoß),  2:2 Ostertag (78. Klemm), 2:3 Görsch (90. Güldener)

Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung – Ostertag, Klemm

Schiedsrichter: Nico Banyar (TuS Berne)

Zuschauer: 55

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Spielbericht Eimsbütteler TV 3.D - SV BW 96 Schenefeld 1.D


ETV: Mit ’’Baukastenteam’’ auf Rang zwei
Mischung aus erster und dritter D-Jugend schlägt Schenefelder „Grenzgänger“

Für die Kinder und Jugendlichen sind sie eine echte Wohltat. Ausschlafen, in den Urlaub fahren und keine Lehrer, die teilweise überzogene Ansprüche an sie stellen.
Für andere, wie zum Beispiel die Vereinsoffiziellen im Jugendbereich, sind sie ein absoluter Stressfaktor in der Terminplanung: Die Ferien!
Auch die mitten in die Schleswig-Holsteinischen Herbstferien gelegte D-Jugendpartie zwischen der 3.D des Eimsbütteler TV gegen die D1 des SV Blau-weiß 96 Schenefeld benötigte eine Sonderlösung, denn zum Termin der Erstansetzung (Sonntag, 24.10.2010) hätten die Schenefelder, bei denen mehrere Spieler in Schleswig-Holstein zur Schule gehen, wohl nicht genügend Spieler zusammen bekommen. „Vielen Dank an den ETV, dass sie das Spiel extra für uns Verlegt haben!“, schwärmte Blau-weiß-Trainer Koy Klose vom Gegner, der sich bereit erklärte, die Partie in den Hamburger Ferien auszutragen. Den dadurch entstandenen personellen Aderlass konnten die Eimsbütteler durch einige ’’Gastspieler’’ aus der ersten D-Jugendmannschaft problemlos kompensieren.

Auf dem grünen (kunst-) Rasen legte das Team in den roten Trikots sofort los wie die Feuerwehr: Ein guter Steilpass von Fabian Lemke zu Ilhan Citak, der sich spielend gegen die gegnerischen Verteidiger durchsetzte und ein sicherer Torabschluss, am herausstürmenden Nathan Wongel vorbei, sorgten für den frühen Führungstreffer nach gerade einmal 64 Sekunden. Der ETV, der die Anfangsminuten klar dominierte, erhöhte nach sieben Minuten erneut durch Ilhan Citak und einen katastrophalen Fehlpass in der Defensive der Gäste aus dem Hamburg-Schleswig-Holsteinischen Grenzgebiet verdient auf 2:0.
Die Gäste, die sich im Verlauf der ersten Halbzeit defensiv stark ungeordnet verhielten, wären nach 17 Spielminuten fast noch höher in Rückstand geraten, doch 96-Schlussmann Nathan Wongel konnte mit einer schönen Flugaktion schlimmeres gegen einen guten Kopfball von Fabian Lemke verhindern.
Nach 21 Minuten entdeckten nun auch die Schenefelder das Fussballspielen für sich und kamen zu ihrer ersten Torchance von Belangen. Nach einem Zuspiel von Lennart Kages von der rechten Seite fand sich Angreifer Max Garzen ganz allein vor dem gegnerischen Tor wieder und überwand den, an diesem Abend nicht immer souveränen Stefan Rakocevic im Tor des ETV zum Zwischenstand von 2:1.
Zwei Minuten später kehrten sich die Verhältnisse um: Rakocevic entschärfte diesmal einen Garzen-Schuss aus 20 Metern Entfernung mit einer Famosen Flugeinlage.
Nach verschiedenen kleineren Torgelegenheiten für den ETV ging es dann mit einem Pausenstand von 2:1 für die Gastgeber in die Kabinen.
Wohl mit den Gedanken noch dort, nahmen die Gäste fast ohne Gegenwehr den dritten Treffer des ETV hin. Sekunden nach dem Wiederanstoß war es der agile Kaan Karaca, der nach Vorarbeit von Ilhan Citak für das 3:1 sorgte.
Wie schon in Abschnitt eins feuerte der ETV nach dem ersten Erfolgserlebnis weiter auf das Tor des Gegners, der wieder einmal größte Probleme im Defensivbereich offenbarte.
Schlussendlich tauchten mit Sandro Balic und Mateo Herrera gleich zwei Angreifer frei vor Nathan Wongel auf, von denen schließlich Herrera aus kürzester Distanz auf 4:1 erhöhte.
Doch auch das Team von Trainer Rainer Elling zeigte sich defensiv nicht fehlerfrei:
Ein Mega-Bock von Olcan Seybek in der eigenen Hälfte zwang ETV-Torhüter Stefan Rakocevic zu einem schlecht getimten Rettungsversuch, mit dem er 96-Angreifer Fabian Burkhardt im Strafraum mit gestrecktem Bein umholzte. Strafstoß für Blau-weiß!
Florian Jaskolka präsentierte sich hier als sicherer Schütze und verkürzte den Rückstand aus Schenefelder Sicht auf 2:4.
Keine gute Figur machte dabei Rakocevic, der bei Jaskolkas Schuss zwar einen Schritt nach links ging, auf eine Abwehrreaktion aber verzichtete.
Das Spiel, das nach dem 4:2 nun wieder klar vom Team in den roten Trikots beherrscht wurde, sollte drei Minuten vor Ultimo durch Timo Fröhlich und seinen Lattenschuss, der jedoch zum 5:2-Endstand hinter die Linie rutschte, seinen letzten Höhepunkt haben.
Zunächst bereitete Fabian Lemke mit einem wunderbaren Flankenlauf und einer guten Hereingabe mustergültig für den Torschützen vor.

Unterm Strich siegte der ETV absolut verdient gegen ein Team aus Schenefeld, dem für die nächsten Wochen nur eines zu wünschen ist: SCHÖNE FERIEN!

Tore: 1:0 Citak (2. Lemke), 2:0 Citak (7.), 2:1 Garzen (21. Kages), 3:1 Karaca (31. Citak), 4:1 Herrera (37. Balic),  4:2 Jaskolka (41. Foulstrafstoß, Rakocevic an Burkhardt), 5:2 Fröhlich (57. Lemke)

beste Spieler: Lemke, Citak, Karaca – Burkhardt Garzen

Schiedsrichter: Jost Lühle (GW Eimsbüttel, Note 2,5)

Zuschauer: 45


Pl
Mannschaft
Sp
S
U
N
Tore
Pkt
01
FC St. Pauli 1.D
 6
6
0
0
56:1
18
02
Eimsbütteler TV 3.D
 6
4
1
1
21:16
13
03
Hamburger SV 2.D (LZ)
 5
3
1
1
35:4
10
04
SV Lurup 2.D
 5
3
0
2
15:13
  9
05
Blau-weiß 96 Schenefeld 1.D
 6
1
0
5
  6:28
  3
06
SC Alstertal / Langenhorn 4.D
 5
1
0
4
  4:27
  3
07
SC Teutonia 10 2.D
 5
0
0
5
  3:51
  0